Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 63 (9.8.1938)
- Date
- 1938-08-09
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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״““ BERLINER RUNDSCHAU “י״,״■׳ Rembrandt und die Bibel Im Kulturbund sprach Prof. Franz Landsberger, unterstützt von vielen Lichtbildern, über ״Rembrandt und die Bibel“. Von seinem Haus in der Judenbrodstraat in Amsterdam sah Rembrandt um sich das Leben der aus Spanien eingewanderten sefardischen Juden. Ihre orientalischen Gestalten kehren auf Radierungen und Fcderzcichnungen wieder, großenteils aus dem wirklichen Leben entnomrnen. Die Radierung des Manasse ben Israel und die des Ar/tes Ephraim Bonus sind Darstellungen bekannter Figuren der damals schon angesehenen Gemeinde Amstcrdams. Prof. Landsberger wählte seine Beispiele mit dem Zielpunkt, auf Rembrandts wahre Grolle, die menschliche Nähe der dargeslcllten Bibelgestalten hinzuleiten. Welch ein gewattiges Lebenswerk von Lebensfreude und Schmerzen liegt zwischen den Anfängen und der frühen Realistik im Sinne von frans Hals und der Innerlichkeit des Jakob-Segens, jenes bekannten herrlichen Gemäldes der Galerie Kassel, und der erschütternden Grolle des Gemäldes von der ״Opferung Isaaks“, als Abraham, der mitlcidemle und erschütterte Vater das Antlitz Isaaks mit der Iland bedeckt und der herbeieilende Engel ihm das Handgelenk festhält. Diese Gleichzeitigkeit von dramatischem und menschlichem Höhepunkt finden wir in Rembrandts Spatwerk der Bibel nicht wieder. Die Tobiasgcschichtc in Gemälde und zeichnerischem Werk ist wie die Vision Daniels aus dem lyrischen Zwischenbereich, dem ja auch sein Hell-Dunkel entstammt. Der Moses mit den erhobenen Gesetzestafeln ist ein Moses, tler die Enttäuschling nur innerlich, seeli-cb empfindet und sie nicht im Zorncshlick, sondern im Schmer/ /um Ausdruck bringt: verinnerlichte Kunst, wie der ganze spate Rembrandt. Die Simsongeschivhte sahen wir m Rembrandts fast allerfnihestem Gemälde der grausamen I ־eberwaltigung durch die Philister, das der 221 a 11 r 1ge gemalt hat. Prof, Landsberger schloß mit dem Ausblick auf die Wirkung von Rembrandts Kunst, die gerade im IS. Jahrhundert aufs neue begann. Ohne Rembrandt wäre Josef Israels um) Liebcnnam! nicht denkbar und ganz gewiß ein großer Teil der modernen Kunst. R. M. Ankündigungen Anläßlich der vnn der Schul-Abteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland veranstalteten hebräischen Konferenz, die sich hauptsächlich mit methodischen Fraßen des hebräischen Unterrichts beschäftigt, findet am Montag, dem 15. August, abends 8.15 Uhr, eine öffentliche hebräische Veranstaltung in der Aula der Joseph Lehmann-Schule, Berlin VV, Joachimsthalcr Str. 13, statt, in der außer Begrüßungsansprachen von Vertretern der Reichsvertretung, der Jüdischen Gemeinde und der Zionistischen Vereinigung für Deutsch- Und folgende Referate gehalten «erden: Dr. Josef Burg: ״Hebräisch und Wanderung1'. Meyer Mohr: ״Die hebräischen Schriftsteller in Pilästina'*. Dr, S. Kaliko: ״Fünf Jahre hebräische Sprache in Deutschland“. Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Die W ׳ .7י N.l-Bii״• braucht dringend zm!(1!Inset-cn UcberD"t!nß emiße Nähmaschinen, da gebe.Nondcra starker Arbeit>l>ctrieh herr-'ht, Meldungen erbeten an das Wizo-Büro, Meinek־e,tr. 10. Tel. 91 90 31. — Xiirhuer Wizo-Nach- Hebräischer Intensivkurs der BZV, 11. : jetzt lautemle hebräische nehme!־ t ptlichten Photogruppe T'r Dr. Pan! K rr- 0׳ Au-und. im Kulturbund-Theater: ״Arm wie eine Der Baron Thomas Ullrich, Präsident der Univcrsal-Bank in Budapest, ein!Mann von fünfzig Jahren, smart und elegant, aber mittendrin im Wirbel jener gefährlichen Passage entre dcux ages, wo das kleine und unscheinbare Wörtlein ,,noch“ einen schon fast feierlichen und dunkel umflorten Klang bckommt; ein sozusagen kommerziöses Phänomen von sehr viel Wind machender Vitalität; einer, der die Arbeit angehlieh um ihrer selbst willen liebt, — ohne deshalb nun auch gleich ihre pompösen Ertragnisse in die Armenkasse zu geben —; ein Matador des Geschäftemaehens also, ein business-sportsman, der mit Aktienpaketen umgeht wie ein Tennismeister mit Racket und Ball; ein Transaktionsvirtuose in Kohle und Oel kurzum, ein Mann von •o umwerfend El friede Borodhin /Oli Frei’), Alfred Berliner (Bartrn 7710• mas Ullrich), Camilla Eisner /Spiro] (Susie Sachs) Foto! J, Ahraham ij.vu::. d summarischen Charaktereigenschaften, wie ihn zwar nicht das Leben, aber ein altbewährtes Lustspielre/ept immer wieder produziert —: dieser somit hier nun hinlänglich charakterisiertc Baron bildet gleichsam die Achse dieses amüsanten Lustspielkarussels. Das muntere Pony aber, das, tun diese Achse unablässig kreisend, das Kartissel in dauernder Bewegung hält, heißt Susie Sachs, Susie hinten mit c. Was darauf hindeutet, daß es sich um keine gewöhnliche Susi Handelt, sondern um eine sehr besondere. Denn sie ist, nach dem hartnäckigen Willen ihres Autors, ein Wesen von schlechthinnigcr Vollkommenheit — anders läßt cs sich nicht sagen. Sie ist jung, sie ist süß und bis zu ihren zarten Rändern, und darüber hinaus, ühersprudelnd angcfüllt von Lebensmut und Lebenswut. Sie ist ein tapferes Kind mit einem rubinroten Herzen auf dem rechten Fleck —, aber sie ist arm wie eine Kirchenmaus. Und da geschieht das Natiirlichste von der Welt — denn selbst in so einem Lustspiel geschchen manchmal ganz natürliche Dinge sic geht auf die Suche nach Futter. Sie schnuppert überall herum, und bei dieser Gelegenheit gerät sie in das geölte Getriebe des Barons, das heißt, sie wird seine Sekretärin. Und so nimmt das Schicksal seinen vorherbestimmten lauf. Orphische Urworte fallen hier zwar nicht, sie wären in dieser Umgebung auch nicht ganz angebracht, und Fodor (Ladislaus) hat sich jeder dichterischen Vertiefung wie ein Asket enthalten. Aber wäre er in dieser Richtung etwas weniger zurückhaltend gewesen, es hätte aus diesem amüsanten Abendfüller etwas werden können, was mehr gewesen wäre, als nur ein .Scherz, nämlich ein Stück von höchst romantischer Ironie und sehr viel tiefer Bedeutung. Aber das wollte unser Autor nicht — er wollte es eben nicht. Kirchenmaus“ Es gibt da nämlich eine Szene, wo die Ansätze zu so etwas Feinerem und Tieferem mit Macht zum Durchbruch kommen. Wie da dieses arme gehetzte, stellungsuchende, hungernde Wesen endlich so weit ist und das Engagement in der Tasche hat und zum Telephon stürzt und den Kaufmann in ihrem Hause bittet, er möchte doch rasch jemand zu ihrer Mutter raufschicken und ihr sagen lassen, daß sie, sie, die Susie, eine Stellung habe und bei der Gelegenheit gleich zehn Pfund Mehl mit raufschicken und Butter und Schmalz und zwei Paar Würstchen und Zucker und Rosinen und dies noch und jenes noch — bis ihr der Atem ausgeht und sie ins Heulen kommt — —, wo der bessere Parkettgast das Grausen und die Not und das Elend, das also, was dahinter steckt, zu ahnen beginnt und innerlich mithcult, genau wie der abehriihte Theaterhase neben ihm, der verlegen an seinem aschentuch zupft ... aus alldem, was ahndungsvoll einen Augenblick lang in den Herzen schlägt, macht Fodor eben nur ein Aktfinale von allerdings bombig rasantem Effekt. Soviel über das Stück. Es ist kein wesentliches Stück, nicht einmal der Dramaturg wird das behaupten. Aber der Sommer ist sehr lang, der Klcttcrchrgciz des Thermometers ist enorm, und überdies: an wirklichen Problemen leiden wir ja keine Not. Aber dafür gab es eine Aufführung, die ersten Ranges war. Eine schattenlose Leistung von weltstädtischem Niveau. Und ohne Frage war das das grolle Verdienst des Einübers Max Ehrlich. Da war alles auf das Feinste ausgewogen und verteilt; ein bis in die Fingerspitzen musikalischer Regissenr hatte hier in Ton, in Tempo, in Dynamik meisterlieh gewaltet. Die Arbeit an manchen Schauspielern spürte man mit Genugtuung und Freude. So war 7. B. der Schauspicler Martin Brandt, der seine Figuren meist nur umkreist und nur selten in ihr Zentrum gelangt, völlig unverkrampft und daher wohltuend für das Auge wie für das Ohr. Hans Karl Rosen borg in der Rolle des immer im Schatten seines Vaters stehenden Sohnes hatte den ganzen Charme des immer Unterlegenen. Es spielte hier überhaupt ein Ensemble, das sich sehen lassen kann. Elfriede Borodkin, die prä-Susic-Sachsische Sekretärin des Barons, immer in einer Aura von süßem Faulnisgcruch, war von bezaubernder Anmut und Leichtigkeit. Und der Baron Thomas Ullrich war der elegante und geistig überlegcne Alfred Berliner. Jeder Zoll ein Baron, oder doch das, was man sich unter einem vollendeten Baron vorstellt, wenn auch nicht jeder Zoll ein Bankmagnat; dafür hat er zu viel angenehm menschliche Züge. (Was schließlich den Sympathien, die er erweckt, keineswegs abträglich ist.) Wundervoll, wie immer, in einer ollen Type von zerknautschtem Buchhalter der großartige Charakterisierungskiimtler Sigmund Nunberg. Susie Sachs aber wurde durch Camilla Eisner (Spira) aus einer Rolle zu einem hinreißenden Menschenwesen aus Fleisch und Blut. Das Auf und Ab von Angst und Hoffnung und Seligkeit; die vielfältige Skala der vollen, halben una viertel Töne schwang durch den Raum wie eine brausende Lebensmusik. Um cs mit einer noch schöneren Metapher auszudrüeken; sie nannte mit dem reißenden Lebensstrom um die Wette und schöpfte das Wasser mit den Händen. Und da all dies zusammenkam, war cs ganz natürlich, daß es ein großer, ein ganz großer Erfolg wurde; vielleicht der größte, den dieses Haus bisher erlebte ־— im Hinblick auf die Aufführung und nicht etwa auf das Stück. Ich habe den Bühnenausstatter Heinz Cond eil einmal einen Zaubcrmcister genannt. Bei dieser Inszenierung erwies es sich wieder als absolut gültig. Und tun auch die Träger zweier kleiner Rollen nicht zu vergessen, seien hier noch der opferbereite Alfred Lichte ns fein und Hans Lüpschütz ehrend gerühmt. Um es noch einmal zusamnienfassem! zu sagen: es war ein Abend, so leicht und wohltuend, wie ein sommerlicher Wind. Micha Michalowitz Jüdisches Lehrhaus Berlin!(׳״: -״־;׳ \ ,!,.rhulc. e. V. 17 bis, '19 l 12.30 Kulturbund-Spielplan der Woche. 1'f!>. r<r in der Kommandanten- 15 3501. I1 ״' . , , \ , , יkitMMuiMU.!!11 11 3 1 ״ יי M > 1 17 \ )£>u ■ 15 799). Donnor.-tjg. 18. A11gu-t. 20 i'm: Arm wie eine' Kirchenmaus (Abu 44 ti. 54; Abs. 15: 15 800—15 850; Abt. 6: 6000 bis 6299). Sonnabend, 2G. Aüßu-\ 20,30 Uhr: Arm wje e jne Kirchenmaus {Abonnement und Abt, 46!, — Kulturbundsaa I. Kommundamen.or. 58 59׳: Mittwoch, 17. Außu.-u 20 Uhr: Orchesterkonzert. Donnerstag, 18. Augu.-t, 20 Uhr: ()rehc.'tcrkmizert. Bezirks-Veranstaltungen der BZV Sch6n»l»arg Dienstag, 9. August, 20.15 Uhr BZV-Heim, Oohzstr. 21 Georg Wunderlich r Die für das Volk fielen . . (Gedenkfeier für die Toten der rioniitisehen Beweytiny und des Pslüstinsnufbaus) rrl*drlcr!*h«ln Mittwoch, 10. August, 20.15 Uhr BZV-Heim, Landsberger Str. 87 Josef Engel! Die erste Einwanderung nach Kanaan Man•• Mittwoch, 10. August, 20.15 Uhr Konditorei Hansa, Flensburger Str. 19 Dr. Georg joaephthal ו Gedanken zur Stellung de• Zlonlsmu» *um ÄuawsnderungsproMem Charlottanburg Donnerstag, 11. August, 20.15 Uhr BZV-Heim, Kant str. 54 Familien - Nachrichten Herr Lesscr II i rc h und Hindenbmg-u. 112 (uuL; gust die Goldene Hochzeit. Frau Helene Keller, bei begeht am 12. August den rau Ciar.1, fjeb. Pei.-cr, ftcrli! Kömg-bcrg i. Pr.), begehen Katz, Berlin \Y 30, liisena SO. Geburl.-tag. Post nach Uebersee Die angegebenen Zeiten sind die Abgangs reiten der Züge btw. Flugzeuge aus Berlin. Die Sendungen müssen 1—11/j Stunden vor Abgang bei der zuständigen Bahnhoüpastanstalt (Flugpost beim Postamt SW 11) vorliegen. Anschluß im Reich entweder bei Durchgang der Züge bzw. Flugzeuge oder durch Sendung nach Berlin oder direkt an die Zwischenstationen. Bei der Aufschrift empfiehlt sich die Anbringung von Leitvermerken. Palästina (ab Anh. Bhf. 22.50, Stg. 21.29: Abgang München ca. 12 Std. ,.pater): 10. via Bvindi-i mit ״Galilea“. IS. Haifa. 13. via Belgrad. 18. Haifa. 15. via Belgrad, 20. Haifa, 17. via Brindisi mit ,,Gcrü-alcmme'', 22. Hzita. Luftpost! Mo., Mi.. Fr. 7.00; 9.50 Wien; Di., Do., Sbd. Lvdda (Linie Warschau—Lvdda über Athen). -— Di., Do., Sbd. 7.00; 8.15 Halle/Leipzig; 9.50 Wien; Mi., Fr., Stg. Lvdda (Linie Amsterdam—Bandoeng über Athen). — Sbd. 11.20; Mo. Tiberias (Linie London—Singapore über Rom). U. S.A.: (außer am lfi.: Potvl. Bhf. 15.451, 12. via Le Havre mit ..Lle de France•'. 19. Xe״ York. — 16. (Bhf. Charlottenbg. 23-57) via Cherbourg mit ״Bremen1■. 22. New York. — 18. via Cherbourg mit .,Han־a". 26- New York. Luftpost (X.1> hbiirigellug): 17. (mit Luftpost über Köln zur ,.Bremen11.00;6.50 (‘־ Köln. Südamerika: 14. (Bhf. Chat 10ttenbg. 11.15) via Li,-abon mit: ״Highl. Monarch-. — 29. Rio. —- 1. 9. Buenos Aires. — 16. (Potsd. Bhf. 23.42) via Genua mit ״Contc Grande". —- 30. Rio. — 3. 9. Buenos Aires. Luftpost (auch nach Mittelamcrika und Westindien)! Mi. Postschi 21.00; Do. 5.00 Frankfurt a. M-; Sbd. Rio; Stg. Buenos Aires (Deutsche Luftp.). — Sbd. Postschi. 13.30; Di. Rio; Mi. Buenos Aires (nicht nach Bolivien und Kuba) (Frz. Luftp.). Südafrika: 11. (Bhf. cfurlottrnbg. 23.571 via Southampton mit ״Edinbourgh C.'1. — 29. Kapstadt. — 17. (Bhf. Chatlottenbg. 23.57) (via Southampton mit ..Windhuk". 2. 9. Kap-tadt. Luftpost: Mi. u. Sbd. 7.00; 9.50 Wien; Mo. u. Do. Kapstadt (Linie London—Kapstadt über Athen). Australien! 11. (Anh. Bhf. 9.20) via Mar-eille mit ,.Maloja‘', 10. 9. Melbourne, 11. 9. Sydney. Luftpost: Di. u, Do. 7.00; 8.15 Halle Leipzig: 9.50 Wien: Di. 11. Sbd. (nach einer Woche) Sydney; Mi. 11, Mo. Melbourne (Linie Amsterdam—Bandoeng über Athen). Die Firma ..Jüdischer Btirhvrrlag und Htrhvrrtrieb Rubin Maß. Inh. Aron Sztcjnberg k W'olf Salle;-, Berlin-CharloUenburg 4. Pestalozzistra&e 15". firmiert jetzt: Aron Sztcjnberg k Wo 1 f Salles, Jüdischer Buchverlag und Buch vertrieb. l/ewfrtgftin dei■ Wett Die Jüdische Rundschau hilft Adressen suchen Wir bitten diejenigen unserer Einsender, deren Adressengesuch in der ״Jüdischen Rundschau“ Erfolg gehabt hat, uns dies mitzuteilen. — Red. ״Jüdische Rundschau“. Nr. 740. Die Nachkommen von David Pikarskl aus Liebstadt (Ostpr), ausgewandert aus Baklajewo (Polen) nach Amerika 1800—1900, werden gesucht von Kurt Pikarskl, Münsterberg (Schles.), Ring Nr. 18. Nr. 741. Fritz. Buha, ausgewandert um 1870 nach Ame* rika, wird gesucht von Dr. Hans Rosenberg, Berlin N 54, Lothringer Str. 7. Nr. 742. Die Nachkommen von Lotte Marks, geh. Lubranczyk, aus Wreschen (Posen), ausgewandert vor zirka 40 Jahren, werden gesucht von Luise Dessen, geb. Lubranczyk, Berlin N 54, Grenadierstr. 44. Nr. 743. Rike Mendelsohn, geb. Dobrin, aus Tilsit (Ost• preußen), letzte Adresse; New York, 505 West 124; Emma Harris, geb. Dobrin, aus Tilsit (Ostpr.), oder deren Kinder, letzte Adresse: New York City, 50 West 77th Street, werden gesucht von Arno Weinbaum, Nordhausen a. H., Korn• markt 15. Nr. 744. Lehrer Julius Rosenfeld oder dessen Nach• kommen, gebürtig aus Minden (Westfalen), ausgewandert um 1890 nach Amerika, werden gesucht von Grete Franck, Lathen/Ems, Kirchstr. 62. Nr. 745. Bernhard und Jakob Grünberg, aus Ibbenbüren, ausgewandert nach Philadelphia, oder deren Söhne Nathan, Emil und Siegfried, werden gesucht von Sally Hirschberg, Barsinghausen in Hannover. Nr. 746. Die Nachkommen von Jakob und Herrmann Sänger, aus Buttenwiesen (Bayern), nach USA. ausgewandert, werden gesucht von Jacob Heidingsfeld, Frankfurt a. M., Hcrderstr. 5. Nr. 747. Nuchem Bermann und Frau sowie seine Kinder, 1908 aus Stanislau nach New York ausgewandert, werden ge• sucht von Moritz Feldberg, Düsseldorf, Pionierstr. 80, Nr. 748. Adolf Ochshorn, aus Dobronoutz (Bukowina), vor mehreren Jahren nach USA. ausgewandert, wird gesucht von Moses Großer, Zwickau i. Sa., Nordstr. 15. Nr. 749. Die Nachkommen von Frau Friederike Heinemann, geb. Ascher, aus Aken Elbe, vor dem Kriege nach New York ausgewandert, werden gesucht von Frau Sofie Ascher, Essen-R., Bismarckstr. 17.