Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 61 (2.8.1938)
- Date
- 1938-08-02
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Nr. 61 / Jahrgang 43 Preis 25 Rpl. JÜDISCHE RUNDSCHAU Mtk«0B,Vnhj und A nxelgonverwaltang■ B.rlinW IS, Malnckcitr. 10 Farn ruf! 919031, Telejframm-Adr•״«, Orghlp. - ln Fallen höherer Gewalt beateht kein Anspruch auf Nachlieferung oder Erstattung etwa schon gerahlter Beiugagebühren. Bezugspreis einsrhlreßlich Bestellgeld je Monat RM Z~, je Viertel, jahr RM 5,75; hei Abholung RM 1,88 bzw. RM 5,39 (einschlfcBfch Postzeitungs. gebühr von 10,96 Rpf je Monat). — Postscheck Konten Her Vertriebs. Abteilung (Ir Grofi - Berlin י Berlin 71573, für das Übrige Reich: Berlin 17392 BERLIN ה׳ אב תרצ״ח DIENSTAG, 2. AUGUST 1938 Erscheint Jeden Dienstag und Freitag. Gültig ist die Aniclgcuprelallite Nr. 5 vom I. April 1936. Die zwölfgespaltene mm - Zeile 70 Rpf, für Familien. Nachrichten 15 Rpf. Keine Gewähr für Aufnahme von Anreigen in bestimmten Ausgaben oder an bestimmten Plütrer. Einrelanreigen nur gegen Vorauszahlung auf Postscheck - Konto Berlin 71618 oder bar Montag bis Freitag 9 — 18 Uhr. AnnahmesrhluB für die Dienstag - Ausgabe: Montag 10 Uhr, für die Freitag Ausgabe: Mittwoch 15 Uhr. Familien-Anzeigen am Tag vor Erscheinen 16 Uhr Oer Zionismus erstrebt für das ifldische Volk die Schaffung einer Öffentlich - rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina. (Baseler Programm) ״Alle Augen auf England" Evian vor dem britischen Parlament Aussprache im Oberhaus und Unterhaus Die Aussprachen, tlic in den beiden Häusern des englischen Parlaments am 27. und 29. Juli über die tivian-Koiifercnz durchfeführt wurden, zeigten, daß die Dringlichkeit der in Evian esprochenen Fragen von der öffentlichen Meinung Englands anerkannt wird. Gewisse allgemeine Grundsätze, die schon in Evian zur Sprache kamen, haben sich offenbar durchgesetzt: Die uantitative Größe des jüdischen Wanderungsproblems beingt die Mitwirkung öffentlicher Instanzen zu seiner Lösung. Bei aller Würdigung der außerordentlichen Leistung, die private Organisationen, wie etwa der Council for German Jcwry, der Joint, die Ica, die Hicem, in den letzten fünf iahren vollbracht haben, ist deutlich, daß ohne die Hilfe von!egierungen Entscheidendes in der Behebung der Nöte nicht erwartet werden kann. Es gehört in diesen Zusammenhang hinein, wenn von mehreren Rednern die Z 11 s a in 111 e n - arbeit speziell mit den Regierungen der Ursprungsländer der Auswanderer als besonders erwünscht bezeichnet worden ist. Ein Gelingen von Auswanderungsplänen großen Stils ist ferner mir möglich, wenn die Auswanderer beruflich so vorgebildet resp. umgeschichtet werden, wie es den wirtschaftlichen Notwendigkeiten der Einwanderungsländer entspricht. Aus der Oberhaus'Debatte Darüber hinaus kamen Vorschläge praktischer Natur zur Sprache. Viscount Samuel wies darauf hin, daß die jüdische Einwanderung nach England in bestimmten Wirtschaftszweigen sehr belebend gewirkt und zahlreichen britisehen Untertanen Beschäftigmigsinöglichkeiten erschlossen habe. Es steht nicht im Gegensatz hierzu, wenn von anderer Seite die Frage aufgeworfen wurde, inwieweit nicht in den britischen Kolonien und ebenso in den britischen Dominien eine Ansiedlungspolitik größeren Stils eingeschlagen werden könne. Die Aeußerung von Lord Allen, daß Ansiedlung einer Infiltration vorzuziehen sei, verdient besonders liervorgehoben zu werden, weil allgemein in Evian und auch von der britischen Regierung der gegenteilige Standpunkt eingenommen wurde. Auch Lord Marley, der gleichfalls in Evian gewesen war, gab der Hoffnung Ausdruck, daß England künftighin zu der Lösung des in Evian aufgcrollten Problems noch mehr beitragen würde, ais bisher angedeutet. Die Debatte wurde eingeleitet vom Bischof von Chichester (von dessen praktischen Vorschlägen an anderer Stelle die Rede ist). Zwei jüdische Lords, Lord Samuel und Lord Reading, nahmen an der Aussprache teil und verwiesen dabei auf die praktischen Erfahrungen der großen jüdischen Hilfsorganisationen wie Council for German Jewry und Ica. Lord Allen of Hurtwood betonte, daß die Zivilisation eine große Dankesschuld an die Juden habe; die Juden könnten, wenn man ihnen Verständnis entgegenbringt, viel leisten. Das britische Empire als Ganzes würde bei einer befreienden Tat für die Juden nichts verlieren, sondern viel gewinnen. Der Unterstaatssekretär für die Auswärtigen Angelegenbeiten, Lord Plymouth, erklärte in seiner Antwort namens der Regierung, daß Großbritannien stets seit Kriegsende der Auswandererfrage mit größtem Verständnis und mit dem herzlichen Wunsche begegnet sei, innerhalb der Grenzen des Möglichen alles zu ihrer Lösung zu tun. Sr, Majestät Regierung hoffe, daß die Atiswanderungsländer!nithelfen würden, Bedingungen zu schaffen, in denen Auswanderer mit einer ewissen Aussicht auf Erfolg in anderen Ländern ein neues eben beginnen könnten. Dieser besondere Aspekt dieser Angelcgenheit winde von der englischen Regierung bei der Beschäftigung mit dem Gesamtproblem ständig im Auge behalten werden. In bezug auf die Ansiedlung von Auswanderern in Ostafrika und Nord-Rhodesien müsse -für die weitere Erwägung der komplizierten Probleme Zeit gelassen werden. Die Zulassung von Einwanderern in die Dom inien sei ausschließlich Sache der betreffenden Regierungen, mit denen die britische Regierung in enger Fühlung steht. Die englische Regierung sei bestrebt, alles zu tun, was In ihrer Macht stünde, um Auswanderern aus Deutschland (inkl. Oesterreich) behilflich zu sein, in England Fabriken, Werkstätten und geschäftliche Unternehmungen aufzubauen, sowie eine technische oder kaufmännische Ausbildung zu empfangen, die sie zur Auswanderung nach einem anderen Lande mit dem Ziele dauernder Ansiedlung befähigt. Die Zahl der Auswanderer, die in England selbst aufgenommen werden könnte, müsse mit Rücksicht auf die Arbeifslosigkeit begrenzt werden. Die Sitzung in Evian habe nicht nur eine erfolgverlicißende Methode intergouvernementaler Tätigkeit festlcgen können, sondern habe auch die Bereit- Willigkeit der vertretenen Regierungen an den Tag gelegt, ihre Fremden- und Einwandererpraxis in Richtung auf die Zulassung einer größeren Anzahl von Auswanderern aus Deutschland (inkl. Oesterreich) liberaler zu interpretieren. Im Unterhaus Am Freitag, dem 29. Juli, debattierte das Unterhaus ausführlich über das gleiche Thema. Sir Percy Harris sprach die Hoffnung aus, daß das Werk der Evian-Konferenz von der Tradition des Nansen-Komitees inspiriert sein werde. Die Engländer hätten ihre eigenen Probleme mit Arbeitslosigkeit und Notstandsgebieten. Die beste Hilfe, die sie leisten Könnten, sei Gewährung von Einwanderung mit dem Ziele einer großzügigen An Siedlung in den noch unentwickelten Gebieten ihres Weltreiches, wie etwa Kenva. Er bedaure, daß Australien nicht imstande gewesen sei, •eine weiten Räume für dieses Ziel zur Verfügung zu stellen. Capt. Victor Ca za I et (der konservative Abgeordnete, der in Evian als Sekretär Lord Wintertons teihiahm — A. d. R.) ab einen Ucbcrblick über den zahlenmäßigen Umfang des udenproblems und wies darauf hin, daß in Polen, Ungarn und Rumänien das Auswanderungsbedürfnis unter den Juden, besonders der jüngeren Generation, sehr erheblich sei. Die Hauptaufgabe bestehe fraglos in der Erleichterung und Bcschleunigung der Auswanderung aus Deutschland. Diese Aufgäbe könne nur auf sehr breiter Basis bewältigt werden. Er würde befürworten, ein T c r r i t o r i 11 m des Britischen Reiches zur Verfügung zu stellen, in dem die Juden ihre c i g e n e G e m e i!1 s c 11 a f t schaffen könnten, ohne das Leben eines Nachbarvolkes zu stören; ein Gebiet, in dem im Laufe des nächsten Jahrzehnts Zchntaiiscndr von Familien sich a n s i c d e I n und ein eigenes Leben aufbauen könnten, ähnlich, wie dies in Palästina der Fall gewesen sei. Man hoffe, daß in besseren Zeiten Palästina zur Lösung der Jitdenfrage in Deutschland einen wesentlichen Beitrag werden leisten können. Die Frage sei aber keine nur jüdische, sondern auch eine christliche. Der Fortschritt in Richtung auf einen großen Sicdlungsplan könne nur langsam vor sich gehen, und Schwierigkeiten würden zu überwinden sein. Vor allem müsse man durch Takt verhüten, daß in dem Einwandertingsländern als Folge des Zuzugs Antisemitismus entsteht. Redner schlug vor, eine Anzahl von J 11 d e 11 aus Palästina heran zu ziehen, die Erfahrung darin haben, aus immer neuen Eiiiwandererwellen einen Gemeinschaftskern zu formen. Die großen jüdischen Firmen in der Welt sollten eine Anleihe für die Finanzierung eines derartigen Planes garantieren. .,Ich glaube nicht“, schloß Captain Ca/alet, ״daß England oder das Britische Empire einen Schaden haben würden, wenn sie dem Auswanderungsbedürfnis aus Mitteleuropa großzügig entgegenkommen.“ Der konservative Abgeordnete Trcvor Cox erklärte, daß Palästina imstande sei, große Zahlen von Auswanderern aufziinehtnen. Dank dem Unternehmungsgeist und der Fälligkeit der Juden entwickelt sich Palästina in beinerkenswerter Weise, und die landwirtschaftliche Kolonisation mache große Fortschritte. Die Regierung solle den Zionismus stärker unterstützen, Lord Winterton antwortet Für die Regierung antwortete Lord Winterton, der Führer der Britischen Delegation auf der Konferenz von Evian. Was auf dieser Konferenz erreicht worden sei, sei gewiß schon ein beträchtlicher Erfolg, aber es sei nur der erste Schritt auf dem Wege eines fortdauernden Prozesses. Lord Winterton zollte den Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich und den anderen Staaten warme Anerkennung für ihren Teil am Erfolg der Konferenz. Man habe in Evian versucht, die Angelegenheit in einer rein praktischen Weise zu behandeln. Man erstrebe eine Lösung des Problems eher durch Infiltration als durch M a s s e 11 e i n w a 11 - derung. Die Konferenz hatte bei ihren Bemühungen die Unterstützung vieler jüdischer Kreise; er habe das Bedürfnis, die Mäßigung und den gesunden Verstand zu lohen, den viele Vertreter jüdischer Organisationen bei privaten Unterlialtungen an den Tag gelegt hätten. Das Ziel der britischen Politik sei, einen Mittelkurs zu steuern, wobei die Angelegenheit mit größtmöglicher Svmpathie behandelt werden solle. Eine unterschiedslose Zulassung von Auswanderern nach England sei nicht möglich, doch werde jeder Einzelfall mit Wohlwollen behandelt. Die Konferenz, in Evian habe viel getan, um die Augen der Welt auf das Problem zu lenken, und habe seine Dringlichkeit, die die äußerste Sympathie zu seiner Behandlung erfordere, klargemacht. Es wurde sich, so fuhr Lord Winterton fort, aus der Konferenz eine s t ä n - dige Organisation entwickeln, die im übrigen mit den Instanzen des Völkerbundes weder in Konflikt geraten noch in Wettbewerb treten würde. Die Abgrenzung der Kompctenzen ergebe sich allein aus der Tatsache, daß der Hochkominissar des Völkerbundes auftragsgemäß sich nur mit solchen Auswanderern zu beschäftigen habe, die ihr Ursprungsland bereits verlassen haben, während die neue Organisation auch d i c Menschen in Obhut nimmt, die erst in Zukunft auswandern werden. Er glaube, daß alle Rcgierungen, die in Evian vertreten waren, ihr Bestes zu tun bereit wären. Er habe kein Recht, für Australien zu sprechen, aber er habe den Eindruck gewonnen, daß die Haltung des ausgezeichneten Vertreters von Australien, der dem Bundesparlament angehört, nicht so sei, wie Sir Percy Harris gemeint habe. Er glaube vielmehr, daß die austra- 1 i s c h e R e g i e r u n g alles Mögliche tun würde, lim zu einer Lösung beizutragen. Das lebhafte Interesse, das Regierung wie öffentliche Meinung der Vereinigten Staaten von Amerika in der Frage der Auswanderung aus Mitteleuropa zeigten, müsse anerkannt werden. Das Haus würde sich dankbar der Leistung von Mr. Hoover während des Weltkrieges erinnern, die ähnlichen Fragen galt, und der großen Opfer, die das amerikanische Volk dafür gebracht hat. Wenn Minderheiten ihr Geburtsland verlassen müßten, so könne er nicht glauben, daß die Notwendigkeit der ßclassung finanzieller Hilfsquellen hierfür außer acht gelassen würde. — Das neue Komitee würde in der nächsten Woche in London zusainentrcten. A11 seiner Spitze würde ein britischer Vorsitzender stehen, und sowohl Mr. Myron Taylor als auch Senator Henrv Berenger würden anwesend sein und wichtige Posten in der neuen Organisation bekleiden. Amerika werde die Personlichkeit des Administrators der neuen Körperschaft dann bekanntgeben. _ Hope Simpson-Vorbericht erschienen Die englische Presse beschäftigt sich mit der Refugie-Frage besonders im Zusammenhang mit dem in der ״J; R.“ Nr. 59 bereits erwähnten Vorbericht von Sir John Hope Simpson, der inzwischen als Buch erschienen ist. Er wird als ein überaus interessanter und wichtiger Beitrag zur Diskussion dieses Problems gewürdigt. Zur Wiederaufnahme der Verhandlungen des Infernouvernementalen Komitees von Evian Am 3. August tritt in L o n d o n das aus den Ver* treten! von '32 Regierungen bestehende Komitee (״Intergouvcmcinentalc Komitee•‘) wieder zusaniine״, das bei der Konferenz in Evian vom f). bis 15. Juli als permanente Einrichtung ins Leben trat. Die Aufgabe dieses Komitees ist es, mit Hilfe der in ihm vertretenen Regierungen Mittel und Wege ausfindig zu machen, um das weit über die Grenze״ einer privaten Hilfstätigkeit oder üblicher humanitärer Bestrebungen hinausgewachsene Problem der Auswanderung -.- und damit korrespondierend: der Einwanderung - der großen Menscheninassen, für die eine neue Wohnstätte gefunden werden muß, zu bewältigen. In Evian war vorgesehen, dal) in den drei Wochen, die zwischen den beiden Konferenzen lagert, die einzelnen Regierungen Berichte erhalten und in etwas detaillierterer Form, als es beim ersten Zusammentreffen möglich war, bei der zweiten Konferenz über die Art ihrer Mitarbeit an der gemeinsamen Sache Erklärungen abgehen können. Ferner hatten die Hauptpersonen von Evian in der Zwischenzeit Gelegenheit, ihre Kenntnis der Materie zu vervollständigen, einzelne Experten wurden auf Reisen geschickt, und vor allem sollte die Persönlichkeit des leite 11 d en Mannes des neuen Sekretariats bei der Londoner Konferenz mitgeteilt werden. Bisher ist nichts darüber in die Oeffentlichkeit gedrungen, w erde r Amerikaner ist, der für dieses Amt ausersehen ist. Während zuerst der Eindruck bestand, daß schon allein durch die Auswahl des Mannes, auf dem die Hauptarbeit ruhen wird, die Anerkennung der Erstrangigkeit der Angelegenheit zum Ausdruck kommen wird, scheint man jetzt dazu zu neigen, das Hauptgewicht in die Form der Organ!־ satio n selbst zu verlegen, nämlich in die Tatsache, daß die beteiligten Regierungen sich voll für diese Sache einsetzen und mit ihrem ganzen Ansehen dahinterstehen. So wichtig auch die Teilnahme aller dieser Staaten ist und so sehr unter praktischen Gesichtspunkten manche Länder, z. B. Südamerikas, eine große Rolle zu spielen berufen sind, so ergibt .es sich doch aus der Lage der Dinge, daß die Arbeitsfähigkeit tmd Erfolgsaussichten des neuen Amtes vor allem von der Mitwirkung und dem guten Willen der beiden a n g e 1 s a c h s i s c 11 e!1 Großmä chtc abhängen: der Vereinigten Staaten von Amerika und des Britischen Weltreiches. Diese beiden größten Mächte sind nicht nur in der Lage, einer Zwischenstaatliehen Organisation ein gewaltiges Prestige zu verleihen, sondern in ihren Händen liegt auch zum guten Teil der Schlüssel zu den praktischen l.ösnngsmöglichkeiten des Problems. ״Es ist keine Uebertreibung, zu sagen, daß in dieser besonde ren Angelegenheit alle A tt g e 11 n ״ f Großbritatinicn gerichtet sind.“ In diesem Satz, der im Englischen Oberhaus am 27׳. Juli wm eitlem prominenten Redner ausgesprochen wurde, spiegelt sich eine Auffassung, die unter den Kreisen, die als die Gewissensträger der englischen Nation angesprochen werden können, sehr weit verbreitet ist, und, so möchten wir hi ״zu fügen, in der Tat etwas Richtiges ausspricht. Es ist vielleicht keine Uebertreibung, zu sagen, daß die Konferenz von Evian außerhalb der USA. in keinem Lande eine solche leidenschaftliche Resonanz gefunden hat wie in England. Und zwar machen sieb die Menschen dort die Sache nicht leicht, indem sie sich etwa mit An• griffen gegen andere oder mit Forderungen an andere begnügen, sondern fast alle Engländer, die in der Sache das Wort ergriffen haben, in Presse und Parlament, richten sich dabei vor allem an die Adresse Eng• I a n d s. Die Ueber/eugung, daß England in dieser Sache etwas Entscheidendes tun kann und daher auch tun muß, greift initiier weiter um sich. Ueberaus eindrucksvoll kam dies in den beiden Debatten zum tucleA, Ue&eMick Kotoniahninislcr MacDonald teilte im Unterhaun mit, daß eine Erklärung über die Palästina-Palilik der Regierung zum frühest möglichen Termin erwünscht sei. Die T e i l u n g s K om m i s s io n reist am 3. August von Palästina ah. In der zweiten Hüllte der vergangenen Woche kam cs ln Palästina zu einer Reihe von Zwischenfällen. Zwei J tl v n wurden gelötet. Tel Awiw hat nach einer jetzt durchgeführten Volkszählung 156 000 Einwohner.