Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1938-07-22 · Heft 58 (22.7.1938) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 58 (22.7.1938)
Date
1938-07-22
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2653549-2653596--32439-2684163
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

N*. 58 / Jahrgang 43 Preis 25 Rpf. JÜDISCHE RUNDSCHAU llailaktton, Verlag und Anzelgenverwaltangt B*rHnW 15,Me!neke*tr. 10 Fernruf 1 919031, Telegramm •Adrette t Orghip. ״־־ Io Fallen höherer Gewalt befiehl kein Anspruch auf Nachltelerunjf oder Erstattung• etwa schon yetahller Beiujfggebiihren. Bexuyspreis einschlieBüch Bestellg’dd je Monat RM 2,־־״, je Vierteljahr RM 5,75; bei Abholung RM 1,88 btw. RM 5,39 (einschließlich Postreihm^sgebühr von 10,96 Rpf je Monat). — Postscheck Konten der Vertriebs •Abteilung für Groß-Berlin Berlin 71573» für das übrige Reich: Berlin 17392 BERLIN כ״ג תבוז חרצ״ח FREITAG, 22. JULI 1938 Erscheint Jeden Dlenmtag and Freitag• Gültig ist dir AnzeigenpreliHite Nr, 5 vom 1. April 1936. Die rwoifgespaltene mm - Zeile 20 Rpf, für Familien- Nachrichten 15 Rpf. Keine Gewähr für Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Ausgaben oder an bestimmten Plätzen. Einzetanreigen mir ge gen Vorauszahlung auf Postscheck - Konto Berlin 71618 ״Her bar Montag bis Kreit,!18—9 •׳ Uhr. Mittwoch 15 Uhr. Familien Anzeigen am Tag vor Erscheinen 16 Uhr Dar Zionismus erstrebt für das jüdische Volk die Schäftung einer öffentlich - rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. (Baseler Programm) Palästinas Elektrizilölswirlschait Lord Samuels Bericht in der Londoner Generalversammlung der P.E.C. Am 19. Juli fand in London die 15, ordentliche General- Versammlung■ der Palestine Electric Corporation statt. Den Vorsitz führte Viscount Samuel, ln seiner Anspräche führte er u. a. aus: Das Berichtsjahr weist eine ständige Aufwärtsentwicklung auf, ungeachtet der dauernden Unruhen in Palästina und der •damit zusammenhängenden ökonomischen Depression. Die Zahl der Abnehmer der Elektrizitätsgesellsehaft hat im Vergleich zum Vorjahr um 14 0״ zugenommen, der Stromverbrauch um 8,8 Die Einnahmen sind um 4,9 ":1 gewachsen, und zwar von £ 582 765 im Jahre 1936 auf £ 611051. Dal) die Einnahmen rozcntual weniger gestiegen sind ais der Stromverbrauch erlärt sich daraus, daß im Laufe des Jahres •eine weitere Ermäßigung der Strompreise durchgeführt wurde. In den letzten sechs Jahren haben sich die Durchschnittspreise für den elektrischen Strom aller Art für das Publikum in Palästina um fast die Hälfte gesenkt. Im weiteren Verlaufe seiner Rede erwähnte Lord Samuel die Erhöhung des Kapitals von 2!» auf 4 Millionen Pfund und wandte sich dann den Ausgaben des letzten Jahres zu. Unter den Gesamtausgaben von £ 668 618 bildete den Hauptposten die neue Kraft Station bei Tel A w i w (die sogenannte Reading Station, jenseits des Jarkon, die den Lesern der ״Jüdischen Rundschau“ bereits im Bilde vorgeführt wurde) mit £ 341 677; für die Erweiterung der Kraftstation in Haifa wurden £ 158142 ausgegeben. Beide Arbeiten machen gute Fortschritte, ob- R L. D e n Haag, 19. Juli Die holländischen Blätter widmeten der Konferenz von Evian viel Aufmerksamkeit, Sie brachten ausführliche Berichte ihrer Sonderberichterstatter und nahmen zu den Ergebnissen Steilung. Manche sind durch die Reden der Vertreter der Staaten enttäuscht und erblicken in der Einsetzung der pertnanenten Kommission nur eine Hinauszögerung der eigentliehen praktischen Hilfstätigkeit. Andere unterstreichen die Aeußerung des schwedischen Delegierten, der darauf hingewiesen hatte, daß das Problem der Auswanderung aus Deutschland nur einen Teil der gesamten Judenfrage bilde und daß daher die Einsetzung einer Studienkommission, die sich mit der Judenfrage in ihrer Gesamtheit beschäftigt, empfehlenswert wäre. Das ,,Algemeen Handelsblad“ betont die Notwendigkeit einer Lösung der jüdischen Minderheitsfrage, die Dauer verspricht, und stellt die Not- Wendigkeit eines geschlossenen Siedl ungsgehietes für die jüdischen Minderheiten oder mindestens einen Teil von ihnen in den Vordergrund. Das Blatt tritt in diesem Zusammenhang für _ eine beschleunigte Durchführung der Teilung Palästinas und die Begründung eines wenn auch noch so kleinen Judenstaates ein, damit dadurch die Aussicht auf eine befriedigende Lösung der Judenfrage eröffnet werde. V erzeichnisse jüdischer Gewerbebetriebe Der Reichsminister des Innern hat unter den! 14. Juli nähere Bestimmungen zur Ausführung der dritten Durchführungsverordnung zum Reichsbürgergesetz über die Kennzeichnung jüdischer Gewerbebetriebe erlassen. Danach werden die Verzeichnisse der jüdischen Gc- Werbebetriebe bei den Behörden geführt, bei denen nach § 14 Abs. 1 der Gewerbeordnung die Gewerbebetriebe aiizumelden sind. In Oesterreich werden die Verzeichnisse bei den Gewerbebchörden erster Instanz geführt. Die Verzcichnisse tragen die Bezeichnung ״Verzeichnis der jüdischen Gewerbebetriebe in.../‘. In diese Verzeichnisse werden die jüdischen Gewerbebetriebe nach der Buchstabcnfolge eingetragen. Soweit ein örtliches Bedürfnis besteht, können die Verzeichnisse auch nach Geschäftszweigen eingeteilt werden. Die Eintragung soll den Gegenstand des Gewerbes möglichst genau ersehen lassen. Allgemeine Be- Zeichnungen wie etwa ״Handelsbetrieb“ sind zu vermeiden. Bei einer offenen Handelsgesellschaft und einer Kommanditesellschaft sind die Namen der jüdischen Gesellschafter, bei em Gewerbebetrieb einer juristischen Person die Namen der jüdischen Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates anzugeben. Die Verzeichnisse werden von den Behörden in vierfacher Ausfertigung hergestelit, eines zum innerdienstlichen Verkehr, ein zweites zur Einsichtnahme, ein drittes für die höhere Verwaltungsbehörde und ein viertes für den zuständigen Gauleiter. Die Behörden, denen die Führung der Verzeichnisse obliegt, haben sich zunächst die für die Anlegung der Verzeichnisse notwendigen Unterlagen zu verschaffen. Sie setzten sich zu diesem Zweck mit den zuständigen Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern oder bei Ervverbsunternehmen, die Landhandel betreiben oder Be- und Verarbeiter landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Sinne der Reichsnährstandgesetzgebung sind, mit dem Kreisbaucmführer, ferner den Parteidienststeilen, den Finanzbehörden und mit sonstigen Stellen in Verbindung, die bereits über entsprechende Unterlagen verfügen. Außerdem sind von Amts wegen alle sonstigen zweckdienlichen Maßnahmen zur Erfassung aller jüdischen Gewerbebetriebe zu treffen. In die notwendigen Ermittlungen für die Aufstellung der Verzeichnisse sind auch die amtsbekannten früher jüdiwohl die Lieferung der Einrichtung und Maschinen verzögert wurde, weil die betreffenden Fabriken Rcgicrungsbcstclhingen auszuführen halten. Für das ,־!!)gelaufene Jahr 1937 wurde zum ersten Male die im Finanznlan der Jordan-Konzession gcforderte Jahressinnine für kapitalamortisation znriickgelegt, und zwar £ 9754. Der Reingewinn des Jahres war £ '235 566. Nach Zurechnung des Rohertrages vom vorigen Jahre;■־ui nach Abrcchnung der bereits gezahlten Dividende der ' , zugsaktien sowie einer Zwisrhcndividcnde von 2'.',יי bleibt eine Summe von £ 182 732 übrig. Hiervon werden L 50<KK) der allgemeinen Reserve und £ 20000 der Steuerreserve zngeteilt, sodann werden 5 <>/» steuerfreie Dividende auf die gewöhnlichen Aktien ausgezahlt, so daß die Gcsamtdivid c 11 d e des Jahres 7> L, " 0 betrag t. Lord Samuel äußerte sich dann noch über die F.ntwieklung in den ersten sechs Monaten des Jahres 1938. Auch diese, so sagte er, zeigen einen Aufstieg, obwohl die prozentuale Zunahme gegenüber dem Vorjahre geringer ist als früher. Lord Samuel spricht sein großes Bedauern aus, daß Palästina der Platz so ernster und langwieriger Unruhen ist; er hofft, daß staatsmännische Weisheit der Regierenden und Selbstbeherrschung der Bevölkerung den Weg zu glücklicheren Zeiten finden werden. Er erwähnte auch, daß er bei seinem kürzlichen Besuch in Palästina die Stationen und Einrichtungen der Gesellschaft besucht hat. Das Kenya > Projekt Der von Lord Winterton in seiner Schlußrede in Evian erwähnte Vorschlag einer An Siedlung von Juden in Kenya wird in einem sehr günstigen Sinne von der Londoner Wochenschrift ״East Africa and Rhodesia“ kommentiert. Das Blatt schreibt, cs sei noch zu früh, Einzelheiten über den Plan zu bringen, aber es sei angezcigt zu bemerken, daß die Urheber des Planes ihn nach gesunden Geschäftsgrundsätzen entwickelt haben. Wenn es in diesem Stadium möglich wäre, die Namen der Ostafrikaner zu nennen, die sich für diesen Plan eingesetzt haben — cs sind alles Nichtjuden —, so würde jeder Zweifel in der Ocffeutlichkeit Seilwinden. Kenya, so schreibt die Zeitschrift, würde zweifellos durch eine aufgewühlte, organisierte und gut finanzierte F.invvanderung der richtigen Art gewinnen, weil sich dadurch das ganze wirtschaftliche Leben heben würde. Die Kolonie habe Raum für ausgcwählte Einwanderer. ״Daß die neuen Siedler fast ausschließlich Juden sein werden, ist eleu Umständen nach unvermeidlich und braucht keine Unruhe zu erregen. Die Juden haben schon ihren Wert als Siedler in Palästina erwiesen.“ Es gäbe auch bereits Juden in Kenva, die sich als loyale Staatsbürger gezeigt haben. ,,Was immer private und öffentlichc Anstrengungen in Kenva erreichen mögen“, so schließt der Aufsatz, ״es kann nur eine teilweise und örtliche Lösung eines ungeheuren und dringenden Prohlems darstellen, aber Ostafrika mag die Lührung ergreifen, was ihm zum Ruhme und Nutzen gereichen wird.“ sehen Geschäftsbetriebeeinzubcziehen, deren frühere jüdische Inhaber nach außen bereits ausgcschieden sind, bei denen aber die Vermutung naheliegt, daß sie die Betriebsführung trotzdem noch beherrschen (Tarnungen). Nur hei Betrieben, die nach dem 26. April 1938 veräußert worden sind, wird es im allgemeinen einer erneuten Prüfung nicht hedürfen. Es ist bei der Anwendung der Vorschriften zu beachten, daß der Begriff des jüdischen Gewerbebetriebes die Beteiligung von Juden voraussetzt. Die Beteiligung jüdischer Mischlinge und jüdisch Versippter bleibt grundsätzlich außer Betracht. Dies schließt allerdings nicht aus, daß § 3 der Verordnung zur Anwendung kommt, wenn bei Mischlingen jüdische Verwandte, hei versippten jüdische Ehegatten oder Verschwägerte beherrschenden Einfluß auf den Gewerbebetrieb ausüben. Die Verfügung der Eintragung ist dem Inhaber des Gr- Werbebetriebes mitzuteilen. Die Eintragung darf jedoch erst dann vollzogen werden, wenn die Verfügung nach Ab-!auf der Beschwerdefrist unanfechtbar geworden ist. Wird binnen zwei Wochen nach Zustellung der Eiiitragungsvcrfiigung keine Beschwerde eingelegt, so ist die Eintragung zu vollziehen. Bei fristgemäßer Einlegung der Beschwerde ist die Eintragung solange auszusetzen, bis über die Beschwerde endgültig entschieden ist. Ebenso ist zu verfahren, wenn nach den Ermittlungen an dem Gewerbebetrieb ein Jude fremder Staatsangehörigkeit heteiligt ist. In diesem Falle ist der höheren Verwaltung«- bchördc zu berichten. Die Anlegung der Verzeichnisse soll mit möglichster Beschleunigung ausgeführt werden. Vor einer Bcschwcrdeentscheidung soll der zuständigen Gauleitung der NSDAP sowie der Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer oder dem Krcisbauernführcr Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben werden. Steuer für außerordentliche Einkünfte. Nach einem Erlaß des Reichsfinanzministers vom 11. Juli 193S sind in den Fällen, in denen die in einem Jahre zugcflossenen außerordentlichen Enkünfte (§ 34 EStG.) — z. B. Abfindungen — den Gesamtbetrag von 100 000 RM. nicht übersteigen, diese außerordentlichen Einkünfte insoweit, als sie zu dem laufenden Jahr nicht in Beziehung stehen, mit 10 ״b (bei Ledigen 12 »0) zu versteuern. Bei Juden finden die Vergünstigungen, die sich hieraus ergeben, keine Anwendung. Soweit Veranlagungen bereits unanfechtbar geworden sind, hat es' dabei sein Be w enden, Die Wüste rüstet Von M. Y. Ben-gavricl, Jerusalem Merkwürdig spät ist die fast selbstverständliche Tatsache, daß auch König Ihn Ssa’üd, der Herr über Ssuitdye, aufzurusten beginnt, eingetreten. Dieser größte Bundesgenosse Englands itn arabischen Orient, der aber em (jebiet herrscht, das um ein Vielfaches größer ist als Frankreich, hat sich erst in den und Mechanisierung seiner Armee dtiich/iifiihren. In einer Versammlung der Mitglieder seiner f'amilic, der bedeutendsten Stammesrhefs und der (jeistiiehen trug er sehr vorsichtig, um nicht das Mißtrauen der gegen alle ״bid'as־•, gegen Redner — Zustimmung. mutig der im Reich der Wahliabi beinahe allmächtigen ׳Geistlichkeit zu erreichen die große Revolution de-, l aisa! cd dawisch vor einigen Jahren, die Ihn Ssa'ütl beinahe "thron und Herrschaft gekostet, hätte, brach, ans, als sieb der König bei den Beduinen selbst. Das Heer der Wahabis, die Ichw ä n, die Bruder, wie sie sich neunen, mit dein Ihn Ssa'üd den grollten Teil Arabiens sielt unterwarf, ist, sieht man von den Leibwachen und den <11 en/truppen ah, ein!leer von Irregulären. Es ist ein Heer, das sich nicht in Brigaden, Regimenter und Kompanien teilt, sondern in Stämme, Clans und Familien. Es ist ein patriarchalisches Heer, nicht viel anders wie zur Zeit des Stammkönigs Abraham, ein Reiterheer, das im Lauf der Zeit moderne Gewehre und Maschinengewehre und auch ein paar ״tayarät“, Flugzeuge, erhielt. Der Geist aber ist seit tausenden Jahren unverändert geblieben; heute fanatisch und tapfer, morgen wankelmütig und an den Kampfzielen desinteressiert. Es sind Falle bekannt, daß eine Abteilung, die sich tagelang heldenmütig schlug, plötzlich das Kampffeld verließ und abzog weil irgendwie die Nachricht zu ihr gedrungen war, daß es irgendwo in der Wüste geregnet habe. Regen aber bedeutet Gras und frische Sträucher, frische Nahrung für die Kamele und Schafe, um die sich das ganze Leben des Beduinen dreht. Damit nun will Ihn Ssa’üd Schluß machen. Bis mm war Drill und Erziehung der jungen Soldaten ausschließlich Sache des Stammes oder besser der Familie: der Vater lehrt den Jungen, wie man reitet und wie man schießt, und die fortwährenden Kämpfe um die Weideplätze, die seit ewigen Zeiten die Stämme in Bewegung halten, ersetzen die jährlichen Manöver. Es war eine billige Art der Rckrutenausbiklung, aber sie begann ihre Nachteile in dein Augenblick zu zeigen, da die Nachbarn allmählich zu modernen Ansichten über Rustmig mul Kriegsvorbereitimg des Heeres ubergingen. War bis nun schlechthin das ganze Volk Heer, dem der Staat weder Reittiere noch Gewehre geben mußte, so soll nun auch der Staat der Wahhabi die Funktionen übentehmen, die alle Staaten mit stehendem Heer ausubcn: die Aufstellung, Erhaltung, Ausbildung und Ausrüstung desselben. Die Schwierigkeiten, die sich dem Plan entgegenstellen, sind zweierlei Art: vor allem psychologische, denn der Beduine faßt jede Art des Zwanges als persönliche Beleidigung auf, so daß ein Leben in Kasernen oder militärische Dienstpflicht völlig außerhalb seines Atiffassungsverntögens liegen muß. Die andere Schwierigkeit liegt in der Geldbeschaffung. Dazu aber ist -- und damit hellt sich auch der politische Hintergrund der Modernisierung des «saudischen Heeres auf England da. Man wird nicht fehlgell eil, die arabischen Rennpferde, die dem Earl of Athlone als Geschenk des Königs Ihn Ssa'üd vor einigen Tagen nach London nachgeschickt wurden, als erste Bestätigung einer Militäranlcihc zu betrachten, die der Wahhabistaat von Englancl erhält. Warum England ein fremdes Heer aiisrüstet, ist gleichfalls unschwer zu erklären. Nicht allein, weil englische Waffenfabriken dadurch Aufträge erhalten, sondern auch weil es seine Besitzungen im Gebiet des Roten Meeres, resp. in Arabien, zu sichern sucht. England hat nicht allein das Arabien beherrschende Kurvet, nachdem es seinen Sultan in Ue&vMuk In den letzten Tagen wurden bei l'ebcrfällcn in Palästina zwei Juden getötet. Fünf Juden werden sich demnächst vor dem Militär« ge rieht in Palästina zu verantworten haben. Die Verbreitung des \V c d gw o 0 d ■ Br ie f c s in Pa• lästina wurde verholen. Das Ausgeh verbat in Jerusalem wurde am Dienstag aufgehoben. Der C h emikatienexport aus P alä s Iina ist sprunghaft gestiegen. Die Palästina-Teilungskommis s i o n wird An• fang August fdie Heimreise nach England anlrcten. Bei Kirjath Anawim wurde eine neue jüdische Sied• lung errichtet. Die diesjährige Aktion des United Palestine Appeal in Kanada erbrachte 132000 Dollar. .11 0 r r i s Schwartz hatte mit seiner Theatertruppe in London großen Erfolg, Holland und Evian Von unserem Berichterstatter

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.