Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 52 (1.7.1938)
- Date
- 1938-07-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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JOÖISCHE RUNDSCHAU SPORT-RUNDSCHAU Nr. 52, 1. JUL! 1938 Palästinensischer Schul-Sport Dr. Ernst Simon, Haifa, der erfolgreiche frühere Berliner Leichtathlet, der seit vielen Jahren in Erez Israel lebt und dort zuerst als Arzt, jetzt als Lehrer für die Schuljugend tätig ist, hat kürzlich auf Einladung des Makkabi-Wdtverbandcs eine wissenschaftlich-statistische Arbeit über die körperliche Erziehung der jüdischen Schulkinder in Erez Israel der Oeffentlichkeit übergeben. Aus dieser Abhandlung geht hervor, daß die jüdischen Behörden die Wichtigkeit der körperliehen Erziehung unserer Jugend noch nicht erkannt haben. Es wird über eine Anzahl Untersuchungen an Schulkindern berichtet, die auf ihren körperlichen Zustand hin untersucht wurden. Es handelt sich ausnahmslos um Kinder aus Jerusalemer Schulen, die unter der ärztlichen Aufsicht der schulhygienischen Abteilung der Hadaßa standen. Den angegebenen Befunden sind die Untersuchungsergebnisse der Schulärzte zugrunde gelegt und bei Bestehen von Körperschäden die Befunde der Abteilung für körperliche Hygiene am ״Strauss Health Centre“ in Jerusalem. Im ganzen wurden 5500 Schulkinder im Alter von 8--14 Jahren untersucht, davon 2666 Knaben und 2834 Mädchen. Die Statistik zeigt, daß die körperliehe Verfassung von etwa V3 der Jerusalemer jüdischen Schulkinder unzureichend ist. Dr. Ernst Simon behandelt auch das Thema ״Schulturnen und Sport an den jüdischen Schulen“. Nach einer Statistik der ״Machlekath Haschinuschi“ über die Lage der körperliehen Erziehung an den Volksschulen 1937/38 sind folgende Zahlen interessant: Von 191 Schulen, die auf den Fragebogen geantwortet haben, sind überhaupt ohne jede körperliche Erziehung: 21 Schulen mit 57 Klassen (16 <’״), eine Turnstunde pro Woche haben: 84 Schulen mit 342 Klassen (63 0/0), zwei Turnstunden pro Woche: 29 Schulen (21 0/0). Turngeräte sind überhaupt nicht vorhanden: in 78 Schulen. Von den Lehrern, die Tumunterricht erteilen, bedürfen einer fachlichen Ausbildung: 194. In dein jüdischen Schulen Erez Israels erhalten demnach 16 0/0 der Schulkinder gar keine körperliche Erziehung, eine völlig unzureichende (eine Stunde pro Woche) 63 0/0 und 210/0 eine auch keineswegs ausreichende (zwei Wochenstunden). Dr. Ernst Simon sagt: Wenn 16 °/0 Schulkinder überhaupt keine körperliche Erziehung erhalten und weitere 63 % eine einzige Turnstunde pro Woche, noch dazu meist von unausgebildeten Lehrern, so kann von einer systematischen körperlichen Erziehung überhaupt nicht die Rede sein. Diese formale Einführung einer Stunde im Lehrplan der Schulen ist eine Beruhigung des schlechten Gewissens, denn man weiß sehr gut, daß damit nichts getan ist. Es gibt keine Lösung dieses Problems durch Kornpromisse, durch gelegentliche Erweiterungen, wenn zufällig einmal im Schulbudget ein Ueberschuß da sein sollte. Es gibt nur eine radikale Lösung: Die körperliche Erziehung wird mit einem bestimmten Teile — Mindestforderung 15 0/0, Normalforderung 20 0/0, Höchstforderung 33 °.0׳ — in den gesamten Etat des Erziehungswesens eingestellt, ebenso in bezug auf Schulstunden, Raum und Lehrkräfte. Es ist heute keine Zeit, sich mit Bitten und Vorschlägen an unsere maßgebenden Stellen zu wenden, sondern nur mit prinzipiellen Forderungen. Trotz diesem Unverständnis von seiten der maßgebenden Stellen werden überall im Lande Anstrengungen gemacht, um Sport und Turnen in den Schulen zu pflegen und zu fördern. Das Fehlen geeigneter Plätze, der Mangel an Geräten und nicht zuletzt das Fehlen an Mitteln hält die sportlich interessierte Turnlehrerschaft aber nicht ab, unter den schweren Bedingungen den Sport soweit dies unter diesen Umständen möglich ist, in die Schulen zu verpflanzen und die Schulkinder dafür zu interessieren. Seit kurzer Zeit ist Jehoschuah Aluf, der bekannte Sport-Organisator und Leiter der I. und II. Makkabiah, zum Dezernenten für körperliche Erziehung des Erzieluings-Departements des Waad Haieumi ernannt worden und er arbeitet mit Hochdruck an der Verbesserung der bisherigen Mängel. Zum erstenmal wurden dank seiner Initiative im ganzen Lande Sportfeste für alle Schulen durchgeführt, die ein Bild vom Stand des Schulsportes zeigen und die Oeffentlichkeit über den Spiel- und Sportgedanken unserer Schulkinder aufklären sollten. Dieser Gedanke hat sich in bester Weise durchgesetzt, denn die Anteilnahme war überall gr*ß und die Kinder kämpften mit Begeisterung und viel Freude und brachten damit zum Ausdruck, daß sie Sport und Spiel im Schulprogramm wünschen. Die Lehrerschaft stellte sich für die umfangreiche Organisation und die Durchführung der Kämpfe in selbstloser weise zur Verfügung und der überraschende Erfolg war eine Propaganda für das vernachlässigte physische Erziehungswerk, wie sie besser nicht gezeigt werden konnte. Zunächst fanden in jeder Volksschule interne Wettkampfe statt, um die besten Sportlerinnen und Sportler zu ermitteln. Die Auserwählten jeder Schule nahmen an den Bezirksfesten teil, die in Afuleh, Chederah, Haifa, Rechowoth, Tel Awiw, Petach Tikwa und Jerusalem stattfanden. Es gelangten Machanajim-Spiele feine Art Völkerball) zum Austrag und Leichtathletik-Kämpfe nach folgendem Programm: Für Mädchen 60-m-Lauf, Weitsprung, Fußballwerfen, Dreikampf, 4x50-m« Staffel, für Knaben 60-m-Lauf, Weitsprung, Dreikampf, Zielwerfen, 4X 50-m-Staffel und Tauklcttern. Die beiden Besten jeder Konkurrenz starteten als ״Bezirksmannschaft“ bei dem großen Schulsportfest im Stadion in Tel Awiw, wo neben diesen Endkämpfen auch ein Sportkampf für alle höheren Schulen des Landes stattfand. Im ganzen beteiligten sich an diesen acht Veranstaltungen 95 Schulen mit 2975 Schulkindern. Das Gesamtbild war ein recht erfreuliches. Ueberall herrschte Ordnung und Disziplin, die jungen Teilnehmer zeigten tiefen Start und gute Wechseltechnik bei den Staffeln und starteten, wohl zum erstenmal in ihrem Leben, nach dem Schuß. Die gezeigten Leistungen waren zum Teil sehr gute. Es ist gutes Durchschnittsmaterial vorhanden, das bei systematischer Ausbildung und regelmäfiigern Training zu den besten Hoffnungen für die Zukunft berechtigt. Die besten Leistungen bei den Endkätnpfen der Volksschulen in Tel Awiw zeigten: Jungen: Ataluf (Tel Awiw) im 60-m-Lauf in 7,9 Sek. und Chanua (Tel Awiw) 8 Sek., im Weitsprung Lanzer (Tel Awiw) und Schlang (Je- Tusalem) mit 5,43 m bzw. 5,39 m, in der 4 X 50-m-Staffel Tel Awiw in 26,3 Sek. und Haifa in 26,7 Sek. Mädchen: Löwenherz (Haifa) im 60-m-Lauf in 8,5 Sek. (In einem Einladungslauf wurde für diese veranlagte 13V2jährige Schülerin sogar die Zeit von 8,1 Sek. (?) gestoppt.) Schwabe (Tel Awiw) 8,9 Sek., im Weitsprung Löwenherz (Haifa) und Schimonit (Scharon) mit 4,52 m, im Fußballwerfen Klein (Jerusalern) und Meiler (Haifa) mit 24 m bzw. 23,25 m, in der 4 X 50-m-Staffel Haifa mit 28,5 Sek. und Tel Awiw mit 29 Sek. Die Sieger im Dreikampf waren bei den Mädchen Rina Scharon 84 Punkte, bei den Jungen Lang (Tel Awiw) 67 Punkte. Im Gesamtklassement belegte Tel Awiw den ersten Platz mit 73 Punkten vor Haifa (79) und Scharon (109,5). Die Ergebnisse der Machanajim-Spiele lauteten: Jungen: 1. Tel Awiw, 2. Jerusalem, 3. Scharon; Mädchen: 1. Jerusalem, 2. Haifa, Die besten Leistungen der höheren Schulen erzieltem Lebel im 100-m-Lauf in 11,9 Sek. und Chelouche in 12,2 Sek., Scheresdiewski im Weitsprung mit 6,08 m, Lebowitz (alle Tel Awiw) im Hochsprung mit 1,57 m und die 4xl00-n>■ Staffel des Gymnasium Herzlia (Tel Awiw) mit 48,9 Sek. Bei einem 3000-m-Wettmarsch mit Gepäck auf losem Sandboden siegte Magriso (Tel Awiw) in 20 : 09 Min. bei starker Beteiligung. Im Gesamtklassement der höheren Schulen kam Beth Sefer Lemischar (Tel Awiw) mit 138 Punkten zum Siege vor Gymnasium Herzlia (Tel Awiw) mit 135 Punkten, Realschule Haifa (97) und Gymnasium Jerusalem (91). K u r t B e n j a m i n, Tel Awiw floss* Vom Schul-Sportfesl im Tel Awiwer Stadion. Links: Ein Start zur 4 X50-m-Staffel. Mitte: Einer der zahlreichen 100-m-Läufe. Rechts: Ein guter Staffelwechsel. Foto: Kort B«nj«njin Palästinensische Sportchronik Von unserem Berichterstatter fl. Tel Awiw, 19. Juni HapoQ' Tel Awiw schlagt Makabl Tel Awiw im Palästina-Cup Das für Anfang Mai festgesetzte Endspiel um den Palästina-Pokal im Fußball mußte einige Male verschoben werden, da in der Vorschlußrunde zwischen Hapoel Tel Awiw und Hapoel Haifa eine dreimalige Austragung notwendig war, um den Sieger zu ermitteln. In allen drei Begegnungen zwischen den beiden Mannschaften war eine zweimalige Verlängerung notwendig. Im letzten Spiel stand es bei Beendigung der regulären Spielzeit 1:1. In der Verlängerung gab eeine Reihe unschöner Szenen, bis schließlich Hapoel Tel Awiw über die durch mehrere verletzte Spieler benachteiligte Elf von Haifa mit 5 :2 siegreich blieb. 4000 Zuschauer sahen im Pokal-Endspiel zwischen Hapoei Tel Awiw und Makkabi Tel Awiw keine besonderen Leistungen. Auf beiden Seiten waren die Hintermannschaften stärker als die Angriffsreihen. Die Makkabi-Elf spielte lustlos und zerfahren. Der 2 :1-Erfolg des Hapoel war verdient und hätte Hei größerer Entschlußkraft des Angriffs höher atisfallen können. Hapoel Tel Awiw FrQhjahrsmelster der FuBball-Llga In seinem letzten Spiel der Frühjahrs-Saison konnte Hapoel Tel Awiw den Hapoel Haifa mit 1 :0 schlagen. Dadurch ist Hapoel Tel Awiw Frühjahrsrneistcr geworden. Den 2. Platz hat Makkabi Tel Awiw belegt, der seine Schwächcpcriode noch nicht überwunden hat. Die Entscheidüng um den 3. Platz ist noch nicht gefallen; sie liegt zwischen der Polizei Jerusalem und Hapoel Haifa. Endspiele um die Handball-Meisterschaft Für die Endspiele um die Handballmeisterschaft haben sich ans dem Nord- und Sudgau Ainal Tel Awiw, Makkabi Alischaioni Petach Tikwa, Makkabi und Bar Kochba Haifa qualifiziert. In den ersten Begegnungen, die zu Schawuoth in Petach Tikwa sfatifandcn, gab cs die erwarteten hohen Ergebnisse. Amal Tel Awiw und Makkabi Petach Tikwa waren ihren (!asten aus Haifa überlegen. Die Rückspiele in Haifa durften kaum erheblich andere Resultate bringen. Im ersten Entscheidungsspiel um die Landesmeister- Schaft, das in Tel Awiw zwischen Amal und Petach Tikwa aus getragen wurde, gab es eine Ueberraschung. Amal startete als klarer Favorit. Fs sah auch nach einem Siege aus, als Amal nach einem Halbzeitstand von 1:1 mit 3:1 in Führung ging. Innerhall) weniger Minuten trat jedoch ein Umschwung ein. Die zu einem rasanten Endspurt׳ entsetzenden Makkabim erzielten den Ausgleich und blieben nach aufregendem Spiel mit 10:3 Sieger. Auf Grund dieses Ergebnisses dürfte der Landesmeister wiederum Makkabi Petach Tikwa heißen, der im letzten Moment seine alte Form wiedergefunden hat. Schwacher Verlauf der Boxmeisferschaften Die diesjährigen Boxmeisterschaften bewiesen durch ihre schwache Beteiligung die Stagnation, in der sich der Boxspart befindet. Gegenüber den vorjährigen Meisterschaften sah man kaum ein neues Gesicht, geschweige denn ein neues Talent. In den meisten Gewichtsklassen waren nur zwei bis drei Teilnehmer gemeldet, mit Ausnahme des Federgewichts, wo die beiden Endrundengegner Esra und Brantwein (beide Atid Tel Awiw) innerhalb von 24 Stunden drei Kämpfe absolvieren mußten. Die Organisation der Kämpfe war zwar erheblich besser als bei früheren Veranstaltungen, ließ aber noch manche Wünsche offen. Entgegen den internationalen Bestimmungen, die eine Papiergewichtsklasse hei Meisterschaften nicht kennen, wurde eine Meisterschaft in dieser Gewichtsklasse ausgetragen, die um so überflüssiger war, als mir zwei .Meldungen Vorlagen. Sieger wurde in einem uninteressanten Kampf Ssadja (Hapoel Tel Awiw) über seinen Kluhkameradert Dehari. Im Fliegengewicht sorgte der ,ausgezeichnete Techniker Jacobi (Atid Tel Awiw) für einen lebhaften Kampf gegen Ben Zion (Benny Leonard), den der Atidmann klar nach Punkten gewann. Birnbaum (! lypoel Tel Awiw) gewann durch sein ständiges Wühlen im Endkampt gegen den viel sauberer!•:;impfenden J.evi^ (Makkabg Tel Awiw) die Punkte und den Die einzige Ueherraschung gab es im Federgewicht, wo der Favorit ׳Grill (Makkabi Haifa) in der Vorrunde von Esra (Atid), der (irili auf Distanz nicht zur Entfaltung kommen ließ, nusgeschaltet wurde. Esra hatte in der Zwischenrunde in Nachm,uni (Haifa) einen starken Kampfer zu überwinden, dem es noch an genügender Erfahrung mangelt Brantwein (Kwu/atli Maaja״), der für Atid Tel Awiw startete, hatte in Strunzer (Bennv Leonard) und Assia (Hapoel Tel Awiw) die leichteren Gegner erwischt. Er setzte sich über binde mühelos hinweg, hatte aber in der Endrunde gegen seinen Kiiibkameraden Esra, der den Meistertitel verteidigte, zu kämpfen, ehe er seine überlegene Technik anbringen konnte, Esra griff in jeder Runde beherzt an, mußte sich jedoch schließlich geschlagen bekennen und Brantwein den Meistertitel uberlassen. Itn Leichtgewicht trafen in Miki und Nissim (Makkabi Tel Awiw) ebenfalls zwei Kiiibkameraden aufeinander. Der stärkere Miki erhielt den Punktsieg. Scharfmann (Makkabi Haifa), der in der Endrunde der vorjährigen Meisterschaft gegen Stadtkinder einen großen Kampf geliefert hatte, holte sich dank seiner besseren Taktik einen verdienten Punktsieg über den härteren Schläger Kirschenbaum (Makkabi Tel Awiw). Die Kämpfe in den schweren Gewichtsklassen enttäuschten. Iw Mittelgewicht versuchte der bereits wiederholt vom Ring abgetretene Halber (Atid) nochmals einen Kampf zu be- Streiten. Er machte gegen Gibor (Makkabi Tel Awiw), der roch nicht viel kann, eine recht unglückliche Figur, und Ring anfangs der 2. Runde schwer k. o. Die Meister des Italbsclnver- und Schwergewichts hießen Jona (Makkabi Tel Awiw) und Hülsenrath (Hapoel Tel Awiw). Was bringt der Sonntag? Stuttgart. Sportplatz im Feuerbachtal, Pflichtspiel des Spiclausscluisses, Fußball: 16 Uhr: Hakoah Stuttgart I gegen Schild Stuttgart 1. Die Schwimmer des Bar Kochba Bratislava halten 60 0/0 aller tschechoslowakischen Schwimmrekorde. Sie verbesserteil den Rekord in der 4 mal 100-m-Bruststaffel von 5:20,2. Gleichzeitig drückten die Bar Kochbanerinnen denselben Staffelrekord auf 6:22,8, und Fri. Karpeles verbesserte den tschechoslowakischen 100-m-Rekord aut 1:28,6. Bar Kochba verbesserte auch den von Hagibor Prag gehaltenen Rekord im 4 mal 200-m-Freistil-Schwimmen um 9 Sekunden auf 9:40,8 Min. Rundblick auf die Sportplätze Sportschau des Bar Kochba Breslau Nachdem erst vor kurzer Zeit der JTSV. Bar Kochba Breslau in seiner Max-Nordau-Halle turnerische und hallensportliche Leistungen gezeigt hatte, bot er diesmal auf dem Sportplatz einen Einblick in seine rasensportliche, vornehmlieh auf Breitenarbeit abzielende Schulung in allen Altersstufen. Im Mittelpunkte standen die Blitzkämpfe der einzelnen Fußballmannschaften. Läufe, Handball-, Faustball-, Rugby- und Basketballspiele, sowie Geschicklichkeitsübungen für den jüngsten Nachwuchs vervollständigten das unter der Leitung des Sportwart es H. Schüftan exakt ablaufende Programrn. Sportfest des Bar Kochba Leipzig Im Zeichen ausgezeichneter Leistungen stand das am Sonntag vom Bar Kochba Leipzig durchgeführte Leichtathlctiksportfest, an dem sich Makkabi- und Schiidvereine aus ganz Mitteldeutschland beteiligten. In allen Konkurrenzen wurde erbittert um den Sieg gekämpft, und knappe Entscheidüngen waren an der Tagesordnung. Den Hauptanteil der Erfolge sicherte sich der Bar Kochba Leipzig, der von 45 Konkurrenzen 36 an sich brachte, während der Schild Leipzig es auf sechs Siege brachte. Von den Ergebnissen sind besonders bemerkenswert der 100-m-Lauf der 14jährigen Hannelore Warschauer (BK. Lg.) mit 13,4 Sek., sowie die IOü-m-Zeiten von Ruth Goldstein (BK. Lg ), Jahrgang 22/23, mit 13,7, Krombach (Schild Chemnitz), Jahrgang 20/21, mit 11,8 und Max Frankel (BK. Lg.), Jahrgang 22/23, mit 12 Sek. Auch die Sprungleistungen von S. Braun (BK. Lg.) beim Jahr- E"""" ־'־־ ” ' " י'' ' J־־' Speerwurf erreicht Preiß (Schild) 44,40 m, bei den Damen kam Inge Cohn (Schild) im Kugelstoßen auf 9,66 m und im Diskuswerfen auf 30,70 m. Den Hochsprung für Mädchen 22/23 gewann Bronia Fuchs (B. K. Lg.) mit der guten Leistung von 1,34 m, während bei den Jugendlichen 20/21 Noinis vom BK. Lg. 1,48 m übersprang. In den anschließend ausgetragenen Spielen zwischen BK. Leipzig und BK. Dresden siegte BK. Leipzig im Damen-liandbaU mit 6:0 und im Herren-Fußball mit 3:0. Stuttgart Im fälligen Verbandsspiel empfing der Hakoah Stuttgart den Bar Kochba Mannheim und schlug ihn 3:1. Jüdische Ringer in Südamerika Der argentinische Meister im Ringen im Schwergewicht Leön Fink eist ein ist in Santiago eingetroffen und die Sportkreise erwarten mit Interesse sein erstes Auftreten. Finkeistein war dazu ausersehen, Argentinien auf der Olympiade 1936 im Ringkampf zu vertreten, doch konnte er nicht fahren, da sich die argentinische Sportbehörde im letzten Augenblick entschlossen hatte, diese Sportart nicht zu beschicken, Finkeistein wurde noch nie besiegt und ist erst 22 Jahre alt. — Der bekannte jüdische Ringer des Makkabi Santiago Miguel Salz mann traf vor kurzem in einer Ringkampfveranstaltung, die der Mexico-Box-Club in Santiago veranstaltete, auf den guten Chilenen Eduardo Cordero, den er nach spannendem Kampf besiegte.