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Jüdische Rundschau · 1938-06-24 · Heft 50 (24.6.1938) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 50 (24.6.1938)
Date
1938-06-24
Page
– (sequence 12)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU BERLINER RUNDSCHAU Nr. 50, 24. JUNI 1938 Jüdische Dichter in dieser Zeit Der Gang durch die neue jüdische Dichtung, geführt von Dr. Erich Lichtenstein, und im Werk der Dichter durch die geistig gestaltende klare Rezitationskunst Werner B u ־ kotze rs wahrhaft lichtvoll erläutert, war wieder einer der großen Abende des Kulturbunds. Auf Vollständigkeit macht die Auswahl der genannten Dichter allerdings keinen Anspruch, denn Dr. Lichtenstein traf seine Auswahl im wesentlichen so, daß die gedanklich-mystische Richtung bevorzugt wurde. Franz Werfel als Dichter aus jüdischem Fühlen und sozial gerichtetem Empfinden, Alfred Momberts kosmische_ Visionen und Else Lasker-Schülers aus hebräiichem Geist geborene Dichtung standen am Beginn dieses Weges. Zwar war es nicht das Gedicht von den Späßen der Unendlichkeit, das wir von Werfel hörten, aber bei dem Mysterium der Auserwählung und der Vision des Ezechiel aus dem neuen Band ״Schlaf und Erwachen“ wurde der Zusammenhang mit dem Lied an Gott von Else Lasker- Schüler deutlich. Paul Wolfskehl, Ludwig Strauß und Manfred Sturinanu kamen zu Wort, Paul Wolfskehl als Dichter jüdischen Schicksals, Ludwig Strauß als der Dichter der palästinensischen Landschaft, und Manfred Sturmann mit den bekannten Gedichten ״die Saat“ und ״die Siedler". Als zentrale Gestalt der jüdischen Literatur, zwar kein Dichter, aber in seinen Nachdichtungen aus dichterischem Geist wurde Martin Buber gefeiert, zugleich als Erwecker verschütteten Geistesgutes, der jüdischen Mystik und des Chassidismus. Der Geistes- Haltung der Chassidim merkwürdig ähnlich erscheint Jakob Picards Novelle von der mystischen Berufung des Mendclc Weil, von Bukofzer mit dem gläsern hellen Ton des fernen Rufers vom Berge und einer verinnerlichten Vorfragsktinst nacligestaltet. Nur erwähnt wurde Arno Nadel als Dichter östlicher Wcltweishrit. Ein Streiflicht fiel auf die im Kriege gefallenen Dichter Alfred!Jchumstdn, Walter Heimann und Hugo Zue kenn arm -- mir sein Reiterlied fand Erwähnung! —"und auf Ernst LP-,־Hier. Des ebenfalls jung gestorbenen George A. (jnhlschlag Vision aus dem Schützengraben gehört der Generation ' jener Gefallenen an. Der Weg führte dann weiter 7u den Dichtern jüngster Gegenwart. Paul Mayer, der .auch noch der ,fiteren Generation ein Gedicht von epikureischer Wfltwf Yo Mo! die Fr; Ankündigungen Jüdisches Lehrhaus. s,׳־׳;rw Donnerstag, 10-12, Familien-NacHricht Kaleidoskop der Schicksale k־tr,achten einer alten Seecm Grenzgebiet des dichterischen Essays Ittngen von Moritz lleimann und Polgar ht. Den Beschluß machte ein Blick auf . Martha Werthcuner und Gertrud Chodziesner wurden als die wertvollsten Erscheinungen gewürdigt. Rezitiert wurde das Gedicht ״Das kleine Ich“ der jungen 21 jährigen Lola Braunstein und von Gertrud Chodziesner ein Gedicht ihrer Gedankenivrik. Kelly Sachs, Edith L, Meyer und Mala Laaser wurden erwähnt. ' R. ״M. Religiöse Gegenwartsprobleme der jüdischen Gemeinschaft. Die Synagoge ״Ohcl Jizchok“ veranstaltete am 9. Juni einen Vortragsabend über ״Religiöse Gegenwartsprobleme der jüdischen Gemeinschaft“, Die Referentin, Regina Jonas, gab der Veranstaltung den Charakter einer religiösen Feierstunde. Sie erörterte das religiöse Problem und führte 11. a. aus, daß die Aufgabe des Judentums sich aus seiner Wesenbegabung als religiöses Kulturvolk ergebe. Das Werden des jüdischen Volkskörners fand seine Vollendung־ in der Be• Stimmung eines Volksgeistes und damit seiner geistigen Volksverfassung. Auserwählung ries jüdischen Volkes be• deutet Forderung nach Erfüllung der ursprünglichen religiös• kulturellen Aufgabe. Viele Wege führen zur Religion: Gebet, Lernen, Heiligung des Alltags. Das Gebet muß den Men• sehen erschüttern, Ziel des Gebetes ist die Umwandlung des Menschen. — I einen iw ein Gebot, das Männern und Frauen in gleicher Weise obliegt. Lernen ist aber keine bloße Theorie. Am Ende des Lernens steht die Tat. Der Vortrag wurde von hungischen Gesängen umrahmt, die Kantor James Lev y mit bewahrtem Können vortrug. K. Voraussetzungen der Auswanderung Was jüdisches Schicksal ist, erlebt jeder einzelne Jude in dieser Zeit. Und wenn der Chronist sich eines Tages aufmacht, um in den Beratungsbüros des Hilfs Vereins Stunden um Stunden jüdische Schicksale an sich vorüberziehen zu lassen, dann erwartet er eine Serie des Elends und auswcgloser Verzweiflung. Prüft man sich jedoch nach diesem Erlebnis des Zuhörens, ob wirklich alles nur Not und Aus- Weglosigkeit war, so muß man ehrlich bekennen: Nein, Neben den zahlreichen Falten, in denen es wohl sehr schwer sein wird, überhaupt zu helfen, gab es viele, in denen der Berater sowohl wie der Petent hoffnungsvoll lind aufatmend die Besprechung beenden konnten, weil beide Lichtpunkte in der Zukunft auf blitzen sahen. Wenn man darum über Eindrücke von dem Betrieb im Hilfsverein berichten will, so darf die Schilderung nicht bei den schweren Schicksalen haltmachcn, sondern sie muß zugleich darauf hinweisen, daß es viele Situationen gibt, die zuerst für hoffnungslos gehalten wurden und die doch schließlich gemeistert werden konnten. Wir wissen nicht, ob es ein Zufall war, daß in den Beratimgsstundcn, in denen wir zuhören durften, die Mehrzahl der Petenten Frauen waren. Aeltere und jüngere Frauen, meist verheiratet, oft mit mehreren Kindern — sie suchen Rat, wohin sie auswandern können. Sie fragen zugleich für ihre Männer und sie sind bereit, vieles hier aufzugeben, um ein neues Leben von unten her zu beginnen. Menschen, die jahrzehntelang ein eigenes Geschäft betrieben haben, suchen nun nach einem Lande, wo sic billig leben und vielleicht eine Pension oder einen Mittagstisch aufmachen können, um ihr Dasein zu fristen. Ein Lehen der Arbeit und des Erfolgs ist für viele zu Ende gegangen, aber sie klagen nicht, sondern machen sich stark, um ihre letzten Lebensjahre zu gestalten. Die Schicksale dieser älteren Menschen sind vielleicht das Härteste, das dem Berater seelisch zugemutet wird. Aber aucli bei Menschen in jüngerem oder mittlerem Alter erlebt man häufig schwierige Fälle. Bei vielen mangelt es nämlich an der Hauptvoraus- Setzung für eine geordnete Auswanderung: an einem geeigneten Beruf. Da kommt z. B. eine ältere Frau mit zwei Töchtern und legt dar, daß sie alle zusammen auswandern möchten; das Ziel ist ihnen freilich noch nicht klar. Die Mutter hat keinen Beruf erlernt, gibt aber an, etwas schneidern zu können. Die Töchter sind kaufmännische Angestellte, d. h. ebenfalls ohne einen praktischen Beruf. Die Mutter stellt sich vor, daß ihre Töchter — noch dazu vielleicht in einem hochzivilisierten Lande wie Australien —■ als Hausangestellte in einen Haushalt gehen und beruft sich auf die Erfahrungen ihrer Töchter im eigenen Haushalt. Sie muß jedoch von dein Berater darüber belehrt werden, daß diese Art der Haushaltspraxis für eine Hausangcstelltcntätigkcit wertlos ist, sondern daß die Mädchen eine Erfahrung von 2 Jahren in einem fremden Haushalt gesammelt haben müssen. Fälle dieser Art häufen sich erklärlicherweisc; die Berufsstruktur der Juden läßt nichts anderes erwarten. Diesen Menschen kann aber beim besten Willen in keiner Form geholfen werden, weil sie in keinem Lande Aussicht haben, sich in das soziale Leben eingliedern zu können. So muß denn der Berater den Töchtern Jener Mutter einen harten, aber nicht zu vermeidenden Rat geben: den kaufmännischen Beruf schleunigst zu verlassen und 1—2 Jahre hindurch einen praktischen Beruf zu erlernen. Das ist gewiß eine schwere Entscheidung, die Auswanderung so lange hina.usschieben zu müssen; aber die drei sahen doch schließlich ein, daß es keinen besseren Weg für sie gibt. Es genügt dieses eine Beispiel für viele, die alle ähnlich gelagert sind. Bei der Beratung über die Auswanderung er• fährt jeder von neuem, daß dies keine bloße Sache des Transports ist, sondern daß vor allem an die geistigen und seelischen Willenskräfte des Einzelnen appelliert werden muß, wenn ein Erfolg zustande kommen soll. Vor allem der Wille zur Umstellung sowie auch der Wille, nicht die Nerven zu verlieren — das ist entscheidend für das Gelingen der Auswandcrungsvorbercitung. Unbrauchbare Berufe! das bedeutet nicht nur per• sönliches Mißgeschick, sondern noch schlimmer! am Ende Sperrung der Tore für die vielen Tausende, die noch warten. Jeder Auswanderer trägt nicht nur sein eigenes Schicksal in die Welt, sondern das Schicksal der Gemeinschaft ist auch in seine Hand gegeben. Darum muß die Beratung mit kiih• ler Sachlichkeit über manches menschliche Leid hinweggehen und immer die großen Gesichtspunkte des öffentliehen Interesses im Auge behalten. Aber neben den Opfern dieser Zeit, die nun leider so spät erst an eine Umstellung denken, treffen wir in den Sprechstunden auch viele Menschen, die beruflich für eine Auswanderung nach Australien oder Amerika 0 11 a 1 i - fiziert sind. Neben denen, die schon seit laugen Jahren ihre Tätigkeit ausüben, freut man sich vor allem über die Jungen und Mädchen, die eben eine Lehrzeit abgeschlossen haben, einen zukunftsfrohen Eindruck machen und überzeugt sind, daß sie ihren Weg gehen werden. Für viele wurde denn auch gleich in der Beratung der erste Schritt für eine Aus- Wanderung cingclcitet, indem der Berater die genauen Informationen hierüber erteilte oder selbst an das zuständige Komitee in Ucbersce schrieb. Hat der Petent Verwandte oder Freunde in USA., so versucht der Hilfsverein über die befreundeten amerikanischen Organisationen ein Affidavit zu erlangen; und wenn man in die Abteilung kommt, in der die endlich, oft nach langem Warten ausgestellten Affidavits ge• prüft werden, dann begegnet man nur lachenden Gesichtern, weil jeder von diesen Amerika-Fahrern nun schon ein großes Los gezogen zu haben glaubt und oft darüber vergißt, daß die eigentlichen Schwierigkeiten ja erst im Lande selbst beginnen. Man erfährt, daß cs in vielen Fällen möglich ist, durch die Vermittlung der Komitees selbst für sehr weit entfernte Verwandte Bürgschaften zu erlangen, und erlebt so ein höchst eindrucksvolles Beispiel jüdischer Hilfsbereitschaft über die Ozeane hinweg־. Und man verläßt den Hilfsverein mit dem Bewußtsein: Auswanderung ist unsagbar schwer; aber sie ist nicht hoffnungslos, wenn der Mensch geeignet ist oder wenigstens günstige Umstände ihm zu Hilfe kommen — und sie wird dann auch zu einem Segen werden, wenn sie höchste Verantwortung wird, die der Einzelne um das Judentums willen und für seine Zukunft trägt. N, Gottesdienst - Nachrichten Schabbath לח־לך® Schabbath.Aunyany: 21.35 Am 4. Juli beginnen wieder die regelmäßigen Veranstaltungen son :■,1\ .:(]!:־.;־׳. Amw idvngen an die Kultur- Kaschruth auf Schiffen. Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß orthodoxe Auswanderer nicht Passage belegen sollten, ohne sich vorher bei dem zuständigen Rabbinat oder den unten genannten Organisationen über die Zuverlässigkeit des Kaschruth der Schiffsverpflegung zu orien- Deren Außer dem ״Verein zur Förderung ritueller Speisehäuscr“, Hamburg 13, Beneckestr. 2, sind folgende Organisationen zu Auskünften bereit: Landesorganisation der Agudas Jisrod und Freie Vereinigung, Religiöse Betreuungsstelle, Frankfurt a. M,, Friedberger Anlage 7; Agudas Jisroel, Berlin, Religiöse Betreuungsstelle, Johannisstr. 8. Der Brlt-Hanoar Mannheim, F. 1. 11, benötigt für seine 11 cu zu errichtende Bundesbibiiothek Bücher und wäre für Ueberlassimg dankbar. Synagoge□ mit altem Ritus . Fr 19.30 / SchH 9 Pr Landau / M 20.45 / U'1 19.30 / Wn RrkcitrnBr: Fr 19.30 / SchH 9 Pr U״y / M 20.45 / Wa 19.30 / Wm 6.30 Sado.t, Ahawa« Reim 1 Fr 19.30 Z SchH 9 Pr Jakoborit. Z M 20.45 7 W. 1 Synagogen mit neuem Ritus 1 Naue Synaior«: Fr!9 7 Pr Hirsch 7 SchH 10 / M 21 Lindenatraie* Fr 19 / SchH 10 Pr Maybaum / M 21 / Wa 19.30 7 Wm 7.30 Fried«n.t*nmel 1 Fr 19 Pr ״», d. Zyl 7 SchH 10 7 M 21 / Wa 19.30 7 Wm 7.30 Faaanansiraae: Fr 19 Pr S.lom״n*lti 7 SchH 10 7 M 21 / Wa 19.30 / Wm 7.30 Lützowatrafle 1 Fr 19 Pr Nußbaum 7 SchH 10 / M 21 / Wa 19.30 7 Wm 7.30 LeretzowatraBe. Fr 19 Pr f0.pe 7 SchH 10 / M 21 7 W« 19.30 7 Wm 7.30 Schmargendorf: Fr 19 7 SäbH 10 Pr Winter PriBirefantenetrafi• < Fr 19.15 /VSw.rwniWy / SchH 10/ M 21 7 Wa 19.15/Wm 7.3 Vereine-Synagogen Ada« Jakob, Holzmarktstz. 641 Fr 19.30 7 SchH 9 7 M 20.45 7 Wa 19.30 7 Wm 7 Ahawa. Scholaum und MoaenDowld, BerlinN, Kleine Auguat.tr. 101 Fr 19.30 7 SchH 8.30 7 Wa 19.30 7 Wm 6.30 Ahawa• Zion, SchBnhau.er All.« 4: Fr 19.30 7 SchF 7 / SchH 9 L Levy 7 M 20 7 Wa 19.30 7 Wm 7 Agudath Achim, Pankow, MUhlemtr. 77: Fr 19.30 Pr■ Ohrenatein 7 SchH 9. Bart Zion, Bninnenatr.151 Fr 19.30/ SchH 8.30 PrHutter«/J 17,30 OScALandau/ M 20.15 L Hutterer 7 Wa 19.30 / Wm 6.30 Bath Scholaum, Markgraf- Albraeht.Str. 1M21 Fr 19.30/ SchH 9 Pr Amol«!7 ״ L 20 (Neubau») lar. Vereinigung Lichtenbarg, Frankfurter Alle. 56: Fr 19.30 7 SchH 9 Pr Roaenthal 7 W. 19.30 / Wm 7 Jtld, Religlonagam. Chbg., Schulatr. 71 Fr 18.30 7 SchH 9.30 / J 15.30 7 l. 16.30 JOd. Rallglonarerelii Friedenau-Steglitz, Stieratr. 21: Fr 19.30 7 SchH 9 Pr Winter OSch 7 M 20.50 L Winter / Wm 8 und 7 lad, Religionar.rein der n«rdl.Vororte, Falkentaler Steig 101 Fr 18.30 L Klein 7 SchH 10 Sehr Klein JOd. Rellgionarerein Neu-Tempelhof, Muaaehlatr. 221 Fr 19.30 7 SchH 10 Pr Wreatynaki 7 M 71 /. LlpMnan1.-T.ua., Frladanair. 31 Fr 19.30 7 SchH 8.30 Pr Singerm.nn / J 15.45 7 M 20.45 L / Wa 19.30 7 Wm 6.30 Sy». Ceauadbruanen, Prinzanallee 87. Fr 19.30 / SchH 9 Pr Alexander 7 M 20.45 / Wa 19.30 7 Wm ל Sy*. Paaaauer Str. 2 1 Fr 19,30 7 SchH 9 / M 20.45 L 7 W» 19.30 7 Wm 7 Offene Auslandsstellen (genehmigt durch das Landes• arbeitsamt Brandenburg). Es werden gesucht: 1. Für Australien für ein kleines Stahlwerk ein jüdischer Bctricbsmontcur, der gleichzeitig Dreier ist und gute Kenntnisse von Verbrennungsmotoren hat. Der Bewerber muß zuverlässig, schnell und präzise arbeiten und seine Kenntnisse durch Zeugnisse belegen können. — 2. Für Indien ein geschickter jüdischer Drucker, der an einer modernen Rotations-Druckmaschine (Zeitungsdruckerei) arbeiten k-nn. Der Betreffende muß nicht nur ein guter Drucker sein, er muß auch in der Lage sein, Maschinendefekte selbst in Ordnung zu bringen. Es werden auf der Maschine zwei Morgenzeitungen, ein Abendblatt und zwei Wochenblätter gedruckt. — 3. Für die neu zu eröffnende Filiale eines Fabrikationsbetriebes in Polen ein erfahrener jüdischer Konditor oder Dragee-Kocher, — 4. Für Australien erstklassige jüdische Schokoladen- und Marzipanarbeiter und Couvertürenmacher. Es kommen nur wirklich erstklassige Handwerker in Frage. — 5. Für die Philippinen jüdische Zigarrentechniker, die über langjährige Erfahrungen in der Zigarrenwickelei und Tabakbleicherei usw. verfügen. Es kommen nur Fachleute von 30 bis höchstens 45 Jahren in Frage. Bewerbungen i!1 englisch. — 6. Für ein Kabarett in Mandschukuo ein jüdischer Regisseur, der gleichzeitig Ballettmeister ist, mit der ersten Balletteuse als Partner tanzt und ein Ballett von 6—8 jüdischen Balletteusen bilden würde. Jede Ballettänzerin müßte imstande sein, als Solotänzerin zu tanzen. Der Regisseur-Ballettmeister soll Lebenslauf, Photos, Referenzen über sich sowie über jede Ballettänzerin einsenden. Er soll auch die Bedingungen feststcilen. — 8. Für eine Familie in Schweden, moderner Villenhaushalt (4 Erwachsene, 1 elfjähriger Knabe), ein junges, gesundes gebildetes jüdisches Mädchen für alle Hausarbeiten.. Anfangsgelialt 50 Kronen neben freier Verpflegung und einem Zirnmer mit fließendem Wasser. Arboitserlauhnis wird besorgt. — Ausführliche Bewerbungen mir auf Luftpostdünnpapier, Lehenslauf, Zeugnisabschriften und Paßphoto werden ausschließlich durch die Jüdische Gemeinde, Berlin SW68, Lindenstr. 48 50, weitergcleitct. Einladung zur Subskription! Anfang August erscheint von der palästinensischen Dichterin Debora Baron; ״Der erste Tag־“ und andere Novellen, aus dem Hebräischen übersetzt von Rcclia Freier; etwa 250 Seiten in Leinen geblinden 4,50 RM., bei Bestellungen bis zum 30. Juni ermäßigt sich der Preis auf 3,— RM. Die Bestellung nimmt jede jüdische Buchhandlung entgegen, so\vie_ auch der Jüdische Buch-Verlag Erwin Loew Schapcrstr. 8. Berlin W 50, &ilei!’s כשר M0’ und I . a d a m m 32, א S h Z Ausrichtung vorHFsstltchksiton. Ruf :^«22 FESTDICHTUNGEN «Muell Indivlduttll E, Sandale, Bln.-Charlottbg. 4 Anzeigen bei uns verbürgen Erfolg Konditorei Adler •mWittanbargpiatz - Ruf 25 6154 Jüdischei Irettpunkt 1 Eratklauig־• Speisen und Qc trink• / Aufm•! Klavier»«■ mm•■׳ PERES / Ruf: 7219 20 9190 31, Apparat 89 Wir find Ihnen bol Abfassung Ihrer Inserate behilflich. Es erfolgt dies kostenlos und unverbindlich für Siel Die gepflegte Küche im Westen nut 3 Minuten von der Tauentzienstraße Emst Herschthal Priväi-Mittag- und Abendtisch Berlin WSO, Marburger Str. 9 a. d. Augsburger Str. Telefon 24 ST .11 und .24 63 44 . Tageszeitungen (Jeder*» RM -.SO bh RM 1..10 QeSfinel!Sgl. 11-20 Uhr, Sonn• a. felerlag 11-10 Uhr 009

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