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Jüdische Rundschau · 1938-06-24 · Heft 50 (24.6.1938) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 50 (24.6.1938)
Date
1938-06-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Nr. 50 / Jahrgang 43 Prei■ 25 Rpi. JÜDISCHE RUNDSCHAU R*daktl0B,V«1I«g and An1aIf»nvarwalt11D;1 Barlin Wl5,M»lnake»tr. 10 Fernruf! 919031, Talttframm-Adrass•! OrfHip. — ln Fallen höherar Gewalt bericht keta Anspruch auf Nachlieferung oder Erstattung etwa schon gezahlter Becugsgebühren. Bezugspreis einschließlich Bestellgeld je Monat RM 2,—, \t Vierteljahr RM 5,75; bei Abholung RM 1,88 btw. RM 5,39 (einschließlich Postzeitung»- gebühr von 10,96 Rpf }* Monat). — Postschedt - Konten der Vertrieb*-Abteilung för Groß-Berlin : Berlin 715 73, für da■ übrige Reich: Berlin 17S92 BERLIN כ״ה סיר ן תרצ״ח FREITAG, 24, JUNI 1938 Eradislnt jeden Dienstag and Freitag. Gültig ist die AnzelgenpreialliU Kr, 5 vom 1. April 1936, Die zwölfgeipaltene mm * Zeile! 20 Rpf, für Familien■ Nachrichten 1$ Rpf• Kein« Gewahr für Aufnahme von Anzeigen in bestimmten Ausgaben oder an bestimmten Platzen. Einzelanzeigen nur gegen Vorauszahlung auf Postscheck Konto Berlin 71618 oder bar Montag bis Freitag 9 —18 Uhr. Annahmeschluß für die Dienstag - Ausgabe Montag 10 Uhr, für die Freitag - Ausgabe Mittwoch 15 Uhr. Familien - Anzeigen am Tag vor Erscheinen 16 Uhr Der Zionismus erstrebt tdr das indische Volk die Schaffung einer öffentlich - rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. (Baseler Programm) Die Mililärkosien Palästinas England übernimmt die Kosten Sür das Finanzjahr 1938/39 Während Palästina Im Finanzjahr 1937 38 an militärischen Kosten £ 783 000 bezahlt hat, wird es im Jahre 1938 39 keine derartigen Beiträge zu zahlen haben. Diese wichtige Feststellung ist in einem Bericht enthalten, den das Kolonialamt dem Unterhaus in der Form eines von dem ehemaligen Kolonlalminister Ormsby- Gore (jetzt Lord Fiaricch) unterschriebenen ßlaubuchcs vorgelegt hat. Fs ist zum ersten Male, daß eine Kolonial-Etatdebatte auf Grund eines solchen gedruckten Berichtes stattgefunden hat. In der Rede, die der neue Kolonialminister Mac Donald zur Einleitung der Debatte am 1-1, Juni hielt, erinnerte er daran, daß bei der Debatte über den Etat des Kolonialamtes im Vorjahre Sir Edward Grigg den Vorschlag gemacht hat, daß im Zusammenhang mit dem Etat ein umfassender Bericht über den Geschäftsbereich und die Politik im ganzen britischen Kolonialreich während der letz.ten zwölf Monate vorgclegt werden soll. Diese Anregung hat Ormsby-Gore aufgegriffen. Die Vorlage dieses Berichtes war seine letzte Handlung als Kolonialminister. In der Einleitung des Biaubuchs wird ausgeführt: Der Gc- Samtetat des Kolonialamtcs für das kommende Jahr erhöht sich gegenüber dem Vorjahre um £ 947 078; diese Erhöhung sei im wesentlichen darauf zuriiekzuführen, daß diesmal auf der Aktivseite die im Vorjahre geleistete Z a hlung der Regierung Palästinas für die Kasten des Verteidigungswesens in Palästina entfällt. ״Mit Rücksicht auf die jüngste Verschlechterung der Finanzen der Palästina- Regierung ist nicht beabsichtigt, für 1938,39 einen Beitrag zu verlangen“, heißt es in dem Blaubuch. Das bedeutet, daß die Militärkosten von England selbst getragen werden. Es ist eine wesentliche Entlastung des palästinensischen Budgets. Auch sonst ist das neue Blaubuch ein Dokument von großem Interesse, da es einen Ueberblick über die englische Verwaltung in vierzig verschiedenen Kolonialländern mit einer Gesamtbevölkerung von 55 Millionen Menschen gibt. Darunter sind die britischen Besitzungen in Ost- und Zentral-Afrika, in West-Afrika, ferner im Indischen und Stillen Ozean; dann die britischen Verwaltungseinheiten in dem Gebiet des ״Mittleren Osten“ (״Middle East“) — darunter fallen zwei Territorien, nämlich Palästina und Aden; ferner die drei Mittelmeer-Besitzungen (Malta, Zypern, Gibraltar) und schließlich Westindien und das Atlantische Gebiet. Der Kolonialminister gliedert seinen Bericht in zweifacher Weise; Erstens durch Zusammenfassung nach Sachgebieten und zweitens Spezialberichte über einzelne Länder, innerhalb des ersten Teiles (Zusammenfassung) werden die Verhältnisse in den einzelnen Ländern verglichen und gegenübergestellt, dabei ist mehrmals auch von Palästina die Rede. Diees Darstellung geht vom Konkreten aus, ist aber so aufgebaut, daß sie auch einen Einblick in die prinzipiellen Grundlinien englischer Kolonial- Verwaltung bietet, ln dem Kapitel, das von ökonomischen und Finanzfragen handelt, sind den wichtigsten aus Kolonien stammenden Rohstoffen und Produkten besondere Abschnitte evvidmet. Darunter finden wir einen Absatz über Zitrusrüchte. An dieser Stelle heiBt es: ״Von allen Gebieten, deren Angelegenheiten im Kolonialamt verwaltet werden, ist Palästina weitaus der wichtigste Produzent von Zitrusfrüchten. Andere produzierende Gebiete sind Zypern, Trinidad, Jamaika und Britisch Honduras. Fast die gesamten Zitrus-Exporte von Palästina, Zypern und Westmdien gelangen auf den englischen Markt während der Wintermonate, und sie konkurrieren dort miteinander ebenso wie mit den Zitrusfrüchten aus Spanien. In diesem Konkurrenzkainpf ist leider Palästina im Nachteil, weil seine Produkte nicht auf die Vorzugszölle Anspruch haben; und dabei entfallen auf Zitrusfrüchte 83 ״,« des Wertes der gesamten Ausfuhr Palästinas.“ Palästina■ Orangen Der Bericht fährt dann fort: ״Die Lieferungen von Orangen und Grapefruits aus Palästina waren für einige Jahre der Vergangenheit ständig wachsend, und sobald die vor wenigen Jahren neu bepflanzten Flächen Früchte tragen werden, ist ein weiteres Anwachsen unvermeidlich. Diese wachsenden Lieferungen haben zu einem ernsthaften Sturz der Preise geführt. Die Preise vvälirend der Wintersaison 1936 37 waren zeitweise für Palästina unprofitabel, fn der jetzt schließenden Saison waren die Bedingungen gleichfalls ungünstig. Ein Teil der palästinensischen Ernte wurde zu Preisen verkauft, die wesentlich unter den Produktions- und Transportkosten liegen, trotzdem Früchte der weniger volkstümlichen Größe und Arten überhaupt nicht exportiert wordeii sind. Die Lage wäre noch viel unbefriedigender gewesen, wären nicht die Lieferungen aus Spanien stark zurückgegangen. Daher ist das Problem, die Menge von Früchten, die in den kommenden Jahren auf den Markt gelangen werden, Gegenstand erheblicher Beunruhigung. Aus diesem Grunde ist auch die anderweitige Ver- Wertung, so z. B. durch Fruchtsäfte, Konserven, Marmeladen usw. eine Angelegenheit, der jetzt wachsende Aufmerksamkeil zugewendet wird.“ Es ist bedeutungsvoll, daß der Minister hier selbst auf den Nachteil hinweist, der Palästina dadurch erwächst, daß es als Mandatsland nicht in den Kreis der Länder mit Vorzugszöllen eingeschlossen ist, ein Umstand, über den die Judenheit häufig Klage geführt hat und der um so ungerechter ist, als Palästina auf der anderen Seite auch nicht die Möglichkeit freier Handelspolitik hat und sich daher die Ueberschwemtnung mit Billiger Auslandsware gefallen lassen muß, ohne eine G e - genleist ung durch Abnahme seiner eigenen Produkte erzielen zu können. Objektive Beobachter, auch die Peel- Kommission, haben die verhängnisvollen Folgen des Art. 18 . des Mandates anerkannt, und doch ist er noch immer in Kraft! Durch diese Langsamkeit der Maschinerie leidet Palästina schweren Schaden. Wie wohltätig das System der Vorzugszölle in anderen englischen Besitzungen wirkt, geht aus dem Bericht gleichfalls hervor. In dern Abschnitt über E r z i c h 11 n g s w c s e n wird in bezug auf Palästina festgestellt, daß der Ausbau des Schulwesens im letzten Jahre wegen der Unruhen behindert warden ist, aber es sei hervorzubeben, daß trotz der sclnvicrigen Verhältnisse der Unruhen die Er/ichungstätigkeit und der Schulunterricht nicht unterbrochen worden sind. In dem Spezialbcricht wird in dem Kapitel Palästina eine kurze Zusammenfassung der bekannten politischen Entwicklung des letzten Jahres gegeben. Etat und Handelsbilanz Sehr interessant ist ein Anhang, in w elchem von 25 Kolonialländcrn die Schätzung der Einnahmen und Ausgaben sowie die Gesamtsumme der Importe und Exporte während des Jahres 1937 angeführt wird. In der Höhe des Budgets steht Palästina an vierter Stelle; vor Palästina rangieren nur Nigeria, Ceylon und die föderierten malaiischen Staaten. Für Palästina werden die Einnahmen mit £ 4908 828 angegeben, die Ausgaben mit £ 5 077 167. Es ergibt sich demnach ein Defizit von etwa £ 170 000 für das am 31. März 1938 abschließende Finanzjahr. Auch einige andere Kolonien weisen ein derartiges kleities Defizit auf, im allgemeinen aber sind die Budgets mehr oder weniger ausgeglichen. Lehrreich ist ein Vergleich der Außenhandels/iffern der einzelnen Kolonial-Ländcr. Es ergibt sich, daß bei weiten! die meisten Kolonien eine aktive Handelsbilanz haben. In manchen Fällen ist der Export sogar erheblich höher als der Import, z. B. in Ceylon, wo ein Export von 24 Millionen einem Import von nur 18 Millionen gegeniihersteht, oder den malaiischen Staaten, wo dem Export von 105 Millionen ein Import von 81 Millionen gegenübersteht. Auf der anderen Seite ist auch charakteristisch zu sehen, wo eine passive Handelsbilanz vorlicgt. Sehr groß ist z. B. der Uebcrschuß der Einfuhr über die Ausfiihr in Hongkong (Einfuhr 38 Millionen, Ausfuhr 28 Millionen), in Malta (Einfuhr 4 Millionen, Ausfuhr zirka 700 000) oder Aden (6 Millionen Einfuhr gegen 3 Millionen Ausfuhr). Man wird wohl annehmen, daß hei solchen Gebieten unter den Titel Einfuhr gewisse Güter zu dauernden Investitionen, vielleicht auch 711 militärischcn Zwecken und ähnlichem, fallen dürften. Sieht man von solchen Ausnahmefällen wie die genannten drei Städte ab, so steht Palästina mit seinem enormen Einfuhr Überschuß in dieser Liste ziemlich einsam (Einfuhr fast 16 Millionen, Ausfuhr 6,5 Millionen). Dieses Problem der passiven Handelsbilanz Palästinas und ihrer Gründe wurde kürzlich ausführlich in der ״Jüdischen Rundschau“ (Nr. 48) von Ernst Kahn behandelt. Es besteht aber kein Zweifel, daß je mehr sich Palästina zu einem selbständigen Staatswesen entwickelt, um so mehr Aufmerksamkeit diesem für die Zukunft entscheidenden Sachverhalt zugewandt werden muß. Zur Unterhausdebatte lieber die Unterhausdebatte vom 14. Juni, die sich auf das erwähnte Blaubuch stützte, haben wir, soweit sie Palästina betraf, bereits berichtet. Es ist vielleicht von einem gewissen jüdischen Interesse, auf den Wortlaut der Einleitung der uns jetzt im stenographischen Protokoll vorliegenden Rede des Kolonialministers MacDonald zu verweisen. MacDonald spielte darauf an, daß er erst wenige Tage vor dieser Debatte das Kolonialamt übernommen hat, und sein eigentliches Gebiet bis dahin nicht die Kolonien, sondern die selbsfregierenden Dominien des Britischer! Rei-• ches gewesen sind. ״Ich fühle mich also in der Situation des bekannten Prüfungskaiididateii, der aufgefordert wird, die Namen der Kleinen Propheten aufzuzählen und darauf antwortet: ,Fern sei es von mir, solche gcringschätzigen Unterschiede zwischen den Propheten zu machen. Darum lege ich eine Liste der Könige von Jisrael und Juda vor.‘ Ebenso könnte ich, so fuhr der ,Minister fort, eine Liste aller Ministerien in den Dominien vorlegen: aber fern sei es von mir, mir anzumaßen, daß ich bereits dieselbe Vertrautheit mit den Angelegenheiten der Kolonien besitze.“ Unter Hinweis auf den vorliegenden Bericht sagte der Minister dann weiter, daß er sich darauf beschränken wird, die Angelegenheiten von zwei Gebieten zu erörtern, die in der letzten Zeit wegen der dort leider ausgcbrochene!! Unruhen in vollem Scheinwerferlieht standen, nämlich Palästina, das erst vor relativ kurzer Zeit unter britisches Mandat kam und die Inseln Westindiens, die zu den ältesten britischen Kolonien gehören. Amerikaner für Judenstaat Der amerikanische Außenminister Cordeil H 1111 empfing eine Delegation des christlich-amerikanischen Pro-Palästina- Komitees unter Führung von William Green. Die Delegation übermittelte ihm den Wunsch nach freier linmigration nach Palästina und nach Errichtung eines jüdischen Staates auf dem gesamten Territorium Palästinas. Die Deleation wurde ferner im Weißen Haus und vom britischen otschafter Sir Ronald Lindsay empfangen. Der amerikanische Senator Dr. Royal Samuel C 0 p e - I a n d ist in Washington im Alter von 79 Jahren gestorben. Copcland besuchte im Jahre 1936 Palästina mit einer Delegation am״'i':anivrher Senatoren und trat später warm für das jüdische Aulbauuerk ein. . Das zentrale Problem Die Vorbereitungen für die Konferenz v o n E v i a n, auf der der ganze Umfang des A u s w a!1 d 0 r 11!1 g s p r oblems der Juden aus Deutschland und Oesterreich behandelt werden soll, sind in vollem Gange. Trotz der schwerwiegen• den großen politischen Weltfragen, die heute alle Staats-!mariner der Welt in Atem halten, wendet und Amerikas auch dieser ng ein merkliches Interesse n c n <1 und als alle (nicht den. Vertreter von 22 Staate« •in, u ml wir Juden können großen Ocffentlichkcit Europa Frage der jüdischen Wander zu. Die Frage wird als b r c nur die Juden) angehend einpfn w erden in I \!an anwesend > nur hoffen, dal! diese Konteren/ eine richtige Arbeits- Konferenz sein wird um! nicht das Sclneksa! erleiden w ird, das in der Nachkriegszeit so ג leien internationalen Konferenzen zuteil wurde. Denn die Sache, um die es sieh handelt, leidet keinen A 11 f s e 11 11 h. .Mit eine!־ rem formalen Erledigung durch Fin.-et/ung von Kommi-sionen und neuerliche Untersuchungen wäre nichts e r: eicht. Mir leugnen nicht, daß solche l Intersuclumgcn und auch Verhandlungen notwendig sein werden, aber in den (i 111 ׳ nd f r a gen des Aktionsplans muß die Konferenz zu einer I. n t -י c!1 e i d u n g kommen. so vieler Staaten liegt schon eine Anerkennung der Notwendigkeit internationaler Z u s a m ui e n a 1׳ heit aut diesem Gebiete. Was immer ober das Problem der Juden in Dci^schland und über die Notwendigkeit einer V andertingsfiirsorge gefühlsmäßig und emotionell g, -agt werden kann, neben all diesem und wir Juden selbst sch.1f/cn gewiß diese seelische und menschliche Seite der Sache 11 teilt gcring — handelt es sich um eine prakti sch sa torische Aufgabe mit ganz bestimm also auch auf konkrete Maßnahmen hinan־ bestimmten Ziffern arbeiten muß. Allgemein wird kannt, daß neben dein Bedürfnis, Fimvamlcrungsplüt sichern, die schwierigste und auch wuchtigste I rage d Finanziert! n g dieser gewaltigen T rausaktion ist l'cberführung von Menschen in andere Länder erfordert nicht nur für Reisekosten, sondern um den Mensche Gründung einer Existenz zu ermöglichen. Von Ländern wurde schon erklärt, daß sie sich außerstande mittellose Juden in größerer Menge hereinzulassen, di auf den Arbeitsmarkt drücken und auch sonst zu so Komplikationen Anlaß geben könnten. Ivs ist also eine Hauptaufgabe der Konferenz - sowie j cd c r Instanz, die sich mit dieser Frage beschäftigt - , einen Zusammenhang und eine Anglcichung zu finden zwischen der Auswanderung Zielen, die feil und mit ׳e zu e der Die Geld 1! die vielen!eben, alen nitt e 11 e 11 n d 1 n b e 1 finden, damit bei den I bestehenden Transfer- 8 e h w i e r mittcltcn Elementen ermöglicht wird. I neuen Existenz in einem anderen l.an den Gesetzen und Verein!!: G c b r a u c 11 7 11 m a c h e 11. I Dadurch Wanderung der Unbemittelten erleieiuei Hilfsorganisationen haben In sind, Mittfl zur Verfügung zu stille״, Mittel, wie fu/ eine ' völlige Durch größeres Ausmaß aiiiiehnionden l ’< I vielen Landern werden. Man spricht' auch da und dort in der Presse oder in Memoranden von einer internationalen Anleihe, ohne daß aber dieser Plan muh konkrete I ormen angenommen hat, was auch ohne sichere (inimiiage unmöglich ist. Jedenfalls scheint es 1ms klar, daß das F i 1t a 11 / i e r!1 11 g 5 - problem im Mittelpunkt d c r .1. •׳ e h I i e h e n Arbeit der Kon fr reu / in Lvian stehen muß. Dabei wird die Konferenz eine Zusammenarbeit mit allen Steilen anstreben müssen, die dieses Problem der entsprechenden Verwendung jüdischen Atiswaiuleningsverinögciis fördern könnteil. F.s kann kein Zweifel bestehen, <1 aß alle beteiligten Stellen ein Interesse daran haben müssen, die Auswanderung zu beschleunigen und in g e o r d notc n Bahnen zu halten. Dies wäre aber unmöglich, w enn eine Welle ganzlieh mittelloser Juden sich an die Grenzen ergießen würde. Wir haben uns wiederholt dagegen gewandt, daß im Auslände in diesem Zusammenhang häufig von ״Flüchtlingen“ die Rede ist. ״Flucht“ ist etwas Ungeordnetes, eine menschliche Reaktion unter dem Druck von Schrecken und Not. Was wir SisieA. Uc&eiMuk. Ein jüdischer Hilfspolizist wurde hei Geirrt gelötet. Araber verübten einen lieber fall auf dm Tcgart-Wall und hatten hei dem Gefecht zivei Tote. Der inncrarabische Terror hnt in den letzten Ta• gen wieder zu zahlreichen Mordtaten geführt. Im hmek Jesreel wurde der Kibbuz A Ion im, der aus jüdischen jugendlichen Einwanderern aus Deutschland besteht, angesicdelt. Die gegenwärtige Joint• Campagne in Amerika er• brachte bisher 2!25 000 Dollar. In London wurde eine P a I ä s l i na M c s s e des KKL mit Ansprachen von Dr. ILVirmomi und Amcry eröffnet. Sach einem Erlaß vom 20. Juni sind zu sämtlichen deut■ sehen Börsen Juden nicht mehr zugelassen.

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