Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 49 (21.6.1938)
- Date
- 1938-06-21
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 49, 21. VI. 1938 JOPtSCHE RUNDSCHAU S•»• 7 Der Jüdische Kalender Ludwig Basnizki! Entstehung und Aufbau des jüdischen Kalenders. — J. Kauffmann, Jüdischer Buchverlag und Buehvcrtrieb. Frankfurt a. M. 1938. Die Probleme der jüdischen Zeitrechnung und des jüdisehen Kalenders sind Fragen, die sowohl vom mathematischastronomischen wie auch vom historisch-religiösen Standpunkt aus starkes Interesse verdienen. Es ist daher erfreulich, daß hier der Versuch gemacht wird, die Hauptprobleme des jüdischen Kalenders gemeinverständlich darzustellen und den Laien in dieses nicht ganz einfache Gebiet cinzuführen. Auch für den Rechenunterricht an jüdischen Schulen ist die Broschüre im Hinblick auf die Forderung der Durchdringung des Unterrichts mit jüdischem Stoff von erheblichem wert und wird als Leitfaden, insbesondere für Lehrer und ältere Schüler, von Bedeutung sein. Maximilian Landau! Wanderung und Siedlung. — Israelit und Hermon GmbH,, Jüdischer Buchverlag, Frankfurt a. M. Bei dieser Broschüre handelt es sich um den Text eines Referates, das der Verfasser bei der Tagung der Agudas Jisroel im August 1937 in Marienbad gehalten hat. Er beschäftigt sich darin einleitend mit den Fragen der Palästina- Wanderung, um sodann die Probleme einer jüdischen Wirt- Schaftskooperation in der Welt zu behandeln und die Ford^rung einer landwirtschaftlichen Siedlungsaktion außerhalb Palästinas zu vertreten, ohne daß allerdings überzeugend dargestellt wird, wie und wo ein derartiger Plan wirklich zu realisieren ist. Bücher für die jüdische Jugend. — Ein besprechendes Sammelverzeichnis, hcrausgegeben von der Mittelstelle für Jüdisehe Erwachsenenbildung bei der Rcichsvertretung der Juden in Deutschland. — Berthold Levy, Jüdischer Buchverlag. Berlin 1938. Dieses Heft, das von allen an der Erziehung jüdischer Jugend Interessierten, insbesondere Eltern, Lehrern und Jugend- Die tukksU lCl*de1~lluHcUcUcu4, erscheint am kommenden Freitag. Sie bringt u. a.! Eine neue Erzählung ״Hallo, eine Gruppe!1‘ Einen Bericht ״Lngenirkua“ Vom Sch iilertag d«*• Hebräischen Univeraität Jeruealem Aue dem Tagebuch der Schulkinder von Ein Charod führern freudig begrüßt werden wird, stellt Bücher erzählenden Inhalts für die jüdischen Jugendlichen aller Altersstufen bis zum 16. Lebensjahr, teilweise darüber hinaus, zuaammen״ Es sind Erzählungen, Sagen, Novellen, Romane, Sammelbücher usw. angegeben, die für jüdische Jugendliche geeignet sind. In weiteren Heften sollen Dramen, Laienspiele und Bücher aus verschiedenen Wissensgebieten zusammengestellt und kurz besprochen werden. Es ist zu hoffen, aaß die weiteren Hefte möglichst bald erscheinen, da es sich hierbei um eine besonders nützliche Arbeit handelt. Paläsiina Ami Berlin ■ IM. SfWlSM AhlNCV *Oft »ALI1TINE Berlin W15, Meinekestraße 10. Telefon; Sammel-Nummer 91 90 31. 11. Handwerkerschule des Technion in Haifa. Die Handwerkerschule des Technion in Haifa bildet in dreijährigen Kursen junge Menschen zu guten Handwerkern aus. Wir geben nachstehend einen Ucberblick über den Ausbildung«- gang und die Kosten der Handwerkcrschule: Das Aufnahmealter ist durchschnittlich 14—15 Jahre und setzt mindestens Volksschulbildung voraus. Neben praktischer und theoretischer Ausbildung wird auch allgemeiner Unterricht und insbesondere Unterricht in der hebräischen Sprache erteilt. Es bestehen zur Zeit Ausbildungslehrgänge für: 1. Auto- Schlosser; 2. Maschinen- und Bauscnlosser, Schweißer; 3. Elektriker; 4. Tischler; 5. Die Einrichtung von Aushildungslehrgängen für Voll-Matrosen (Bootsbau, Bootslcitung, Navifation) ist in Verbindung mit dem Technion für Ende des ahres vorgesehen. Die Kosten für einen dreijährigen Ausbildungslehrgang betragen insgesamt inkl. Unterhaltungskosten, Schulgeldkosten, Depot an das Technion (das für Unterbringt«! g nach Beendigung der Lehrzeit zur Verfügung stehen würde), usw. etwa 260 £P. Interessenten wollen sich bis Donnerstag, dem 23. Juni 1938, mit dem Palästina-Amt, Berlin W 15, Meinekestr. 10, Abteilung Allgemeine Beratung, in Verbindung setzen. «ngHOJtidiMher *TERGäMGENHEIT XXVI. Joseph Karo Hegemonie des Ostons. Durch die Vertreibungen aus Spanien und Portugal wurde der Schwerpunkt der jüdischen Geschichte nach dem Osten verlegt. In Polen gestaltete und festigte sich im 16, Jahrhundert eine autonome jüdische Gemeindeorganisation, in deren Rahmen die rabbinische Rechtsprechung und das Taimixistudium neue Entwicklungsmöglich- Leiten erhielten. Ein großer Teil der sefardischen Flüchtlinge fand eine neue Heimat in der Türkei, wo hervorragende Marranen großen Einfluß und neue Ehrcnsicllungen erlangten (Don Joseph Nassi, Herzog von Na.xos, um 1515-1579; Donna Graeia Mendesia, um 1510—1569). Von weit größerer Bedeutung als der politische Aufschwung der Zugcwam‘ rt.n in Konstanti-iopcl war die Entstehung einer neuen jüdischen Kolonie irn Heiligen Lande: durch die von Westen kommende Emigrationswelle errang das Heilige Land seine führende Rolle im geistigen Leben der Judcnhcit wieder. Safod. Nicht Jerusalem, sondern die in Obergaliläa am Nordufer des Genezarefhsecs gelegene Stadt S a f e d wurde der Mittelpunkt eines wiedererwachenden jüdischen Gemeinwesens. Hier bildete sich ein Kreis von Asketen und Kabhalisten, die sich zum Ziel setzten, durch mvstisch-fromme Lehensführung die Erlösung herbeiztifiihren. Hier wirkte an der Spitze des Rabbincrkollcgiutns der spanische Talinudgelelirte Jakob B c r a b (1474—15-16), der das Svnhedrion und die seit der Amor,derzeit außer Brauch gekommene Gcsctzcslehrcrordination (Ssemicha) als Vorbedingung für das Erscheinen des Messias erneuern wollte. Joseph Karos Leben. Dem Kollegium des Bcrab gehörte auch der hervorragendste Vertreter des kabbinismus im 16. Jahrhundert, Joseph ben Ephraim Karo (1488—1575), an. Als vierjähriges Kind mußte Karo sein Geburtsland Spanien infolge der Judenvertreibung verlassen. Auch aus dem zweiten Heimatlande — Portugal — vertrieben, lieft sich die Familie 1498 in Konstantin opcl nieder. Der kaum dem Knabenalter Entwachsene zählte zu den bedeutendsten rabbinischen Autoritäten der türkischen Judcnhcit. In Adrianopel und Nikopolis gab er sich als Lehrhausleiter mit jugendlichem Eifer talmudischen und kabbalistischen Studien hin. 1535, drei Jahre nach dem Tode seines Freundes, des incssianisehen Schwärmers Salomo Molc.110, wandertc Karo nach Palästina aus. Er wurde Rabbiner und Haupt eines Lehrhauscs in Safcd, wo er 40 Jahre lang wirkte und sich ganz der Ausarbeitung und Vollendung seines bereits 1522 begonnenen Lebenswerkes widmete. Persönlichkeit. Karo hatte weder den dialektischen Scharfsinn der Tossafisten, noch die geistige Kraft eines Denkers und logischen Systematikers wie Maimonkles, noch den Schwung der schöpferisch spekulativen Phantasie der großen Mystiker. Aber in seiner Gestalt waren alle Hauptzüge des mittelalterlichen Judentums in ihrer Reinheit vereinigt: sowohl die orduend-synthetische Tendenz des sefardischeu als auch die anaivtisch-kasuistische des nordfranzösisehen Rabbinisinus; sowohl die asketische Mystik der aschkenasischcn ״Frommen•‘ als auch die messianische Martyriums- Sehnsucht der Marranen. Er selbst soll geglaubt haben, durch einen die Mischna personifizierenden himmlischen Boten höherer Offenbarungen teilhaftig geworden zu sein. Sein innigster Wunsch war, gleich Salomo Molcho, ״wie ein Ganzopfer“, für die Heiligung des göttlichen Namens zu sterben. So stellte er eine eigenartige Verbindung eines Mystikers und eines nüchternen Gelehrten dar: die Ffaiacha und die Kabbala waren für ihn zwei im Judentum vereinte, aber miteinander nicht unmittelbar verbundene geistige Welten. Er stellte sich zur Aufgabe, die gesamte rabbinische Gesetzgebung seit der Epoche des Talmud bis auf seine eigene Zeit an der Hand der Quellen zu durchforschen, zu sammeln und neu zu ordncn. Diese gigantische Arbeit sah er als einen heiligen ״mystischen“ Dienst Gottes an; sie wurde aber inhaltlich nicht beeinflußt durch kabbalistische Ideen, sondern war völlig bestimmt durch den inneren Charakter der Halacha selbst. Für dieses Unternehmen war Karo durch außergewöhnliches Gedächtnis, durchdringende Verstandesschärfe, immensen Fleiß und umfassende Gelehrsamkeit in besonderem Maße geeignet. Der ״Schulchan Aruch“. Als Ergebnis einer mehr als dreißigjährigen Arbeit entstand das Riesenwerk ״Beth joseph“ (— das Haus Josephs), das sich in Form eines kritisehen Kommentars an den vierteiligen Ritualkodex ״Arbaa Turim“ ( Vier Reihen) des aschkcnasisch-spanischen Talmudgelchrten Jakob ben Ascher (1269—1343) anschließt. Auf Grund dieses Werkes schuf dann Karo ein für die Praxis geeignetes Oesctzeskonipcndium unter dem Titel ״Schulchan A r u c 11“ Gedeckter Tisch), das sich nach einiger Der Schneider Glasmann Anläßlich des Todes FedorSchaljapins erinnert man an eine Episode aus der Jugendzeit des nachmals weltberühmten Sängers. Schaljapin, damals noch Fedka gerufen, war Schusterlehrling zu Kasan, und sein Meister schlug ihn im Trünke oft mit einem hölzernen Leisten über den Schädel. Dem Hause des Schuhmachers gegenüber wohnte ein jüdischer Schneider namens Glasmann, der, sobald der Meister den magern, ausgehungerten Fedka schlug, herüberkam. ״Was tust du, Iwan? Schiimst du dich nicht!“ sagte dann der Schneider, riß dem Schuhmacher den Leisten aus der Hand und beruhigte den Lehrling. Und jeden Freitag-Abend rief Esther, des Schneiders Frau, den dürren Lehrling herüber und gab ihm ein Stück Barch es. Später, als Schaljapin bekannt geworden war, trieb es ihn, Kasan wiederzusehen, und als er in seines einstigen Meisters Flaus kam, stand da ein alter Jude mit langem weißem Bart vor einem Tisch und zeichnete mit Kreide; es war Glasmann, der den fremden, elegant gekleideten Herrn begrüßte und fragte, womit er dienen könnte. Flickarbeit oder gar mit einem neuen Anzug? Schaljapin lächelte und fragte nach dem Schuster. ״Der ist schon lange tot.“ Schaljapin fragte: ״Erinnern Sie sich noch an den Jungen, der bei ihm arbeitete, Fedka?“ ״Und ob ich mich erinnere! Dürr und darr, Haut und Knochen.“ ״Wissen Sie nicht, was aus ihm geworden ist?“ ״Was weiß ich! Die Leute sagen, er soll der Schaljapin sein. Aber — das kann nicht sein. Schaljapin! Man sagt, er hatte eine Stimme — wie Gold! Glatt eine Lüge! Woher soll solch ein Garnichts von Jüngelchen eine Stimme haben!“ ״Und was würden Sie sagen, wenn ich dieser Fedka und der Schaljapin wäre?“ ״Ach, machen Sie keinen Unsinn mit mir, mein Herr. Er wir doch so dünn! Und Sie sind doch — kein böser Blick mig Sie treffen — nicht so. . . Treiben Sie keinen Scherz mit einem alten Juden.“ ״Aber ich habe Sie sofort erkannt, Sic sind der Schneider Glasmann! Und ich bin wirklich Schaljapin, der gleiche Fedka, den Sie besehfitzt haben und dem ihre Esther jeden Freitag ein Stück Barclies gab.“ ,,Ei, ei, ei, das ist doch wirklich Fedka! Ei. ei, ei! Das ist doch wirklich wahr!“ lind vor Rührung fing der Alte zu weinen an, und sie küßten einander wie alte Freunde. ״Setzen Sie sich, Fedka. Fjodor — ei, ei, ei, das ist er doch wirklich Esther! Esther!! Komm nur, komm nur schnell, sieh nur, was für einen Gast wir haben!“ Und die alte Esther kam, und auch sic weinte vor Freude, und der Samowar wurde aufgestellt, man trank Tee und gedachte der alten Zeiten. ״Ich möchte etwas für Sie tun, Gospodin Olasmann, Sie sollen ein Andenken an mich haben“, sagte dann Schaljapin, ״nun, ich will Ihnen das Dach richten lassen“. ״Wozu gerade das Dach? Wer braucht das? Es ist doch gar nicht mein Haus! Und wozu das Dach eines fremden Ffauses aushessern lassen? Zum Leben habe ich Gottscidank genug. Brot ist da, aber, wenn Sie schon durchaus wollen — ich habe hier einen Neffen, dem muß man helfen. Bei ihm läuft der Regen durchs Dach, und es ist sein eigenes Haus.“ Schaljapin blich drei Tage in Kasan und achtete selbst darauf, daß die Reparatur ordentlich ausgeführt wurde. Sogar neue Fenster ließ er im Hause von Glasmanns Neffen cinsetzen. ״Aber was kann ich für Sic selbst tun, Gospodin Glasmann?“ bat Schaljapin weiter. ״Wissen Sic, was ich möchte — und ob ich etwas möchte! Lassen Sie sich mit mir photographieren. Auf einem Bild! So — hier der alte Olasmann und hier Schaljapin, Schaljapin selber — Und der Alte, so erzählte es Schaljapin selber, verdrehte fast die Augen vor Begeisterung. Schaljapin erfüllte den Wunsch des Schneiders Glasmann, aber der berühmte Sänger bewahrte auch seinerseits dieses Photo mit Dankbarkeit unter seinen Erinnerungen auf, in einer verschlossenen Kassette mit seinen liebsten Andenken. FL Briefe an die Redaktion Das palästinensische Hypothekenwesen Tc! Awiw, 10. )uni ״c-ehen haben, gemacht. Man und Recht sagen, ich niemand, der Grundsätzen Sehr geehrte Redaktion! In Nr. 43 vom 31. Ma Hv( auf lesige kapital gebaut worden bringen heute trotz der her! gegangenen Mieten für den^I• sung des Eigenkapitals normale erste Hypotheken einem Zinsfuß bis zu 10 erste Hypotheken kann haupt nicht die Rede sei , i Hink dl. Pau irU -o ״Zel werden bestätigen,daß der Grundvorbildlicher Wci-e erfüllt und toritim nicht besteht. Wenn ein Teil der I-Iausbesitzet^ Häuser ohne nennenswersenil ichon 1m Kreditwege gebaut Ih. Martin Meyel Zeit bei allen Teilen der judcnhcit die unbestrittene Autorität einer Richtschnur für die Gesetzesentscheidungen und eines Wegweisers der frommen Lebensführung (des ,,Lebens nach dem Schulchan Aruch“) errang. Der Schulchan Aruch schloß die Entwicklung des mittelalterlichen Rabbinisnuts ab. Für die aschkenasische Judenheit durch die Glossen und Zusätze des Krakauer Rabbiners Mose Iss erlös (1525—1572) ergänzt, wurde das Buch ein treues Spiegelbild der religiösen Kultur lind der Weltanschauung des Juden an der Grenzscheide zwi• sehen Mittelalter und Neuzeit. Es umfaßt und regelt alle Le* bensgebiete des Juden — sowohl die rituell-religiösen als auch die privatrecntlichen, familiären und sozial-ethischen Verhälfnisse — und normiert das Tun und Lassen des Menschen von der Geburt bis zum Tode, am Alltag und am Feiertag. Das Ganze ist von der Grundidee beherrscht, daß jede Handlung und jeder Genuß dadurch geweiht werden müssen, daß man sie mit dem Dienste Gottes in Verbindung bringt. Literatur. J. Hamburger, Realenzyklopädie für Bibel und Talmud, Suppl. TV; A. Geiger, das Judentum und seine Geschichte; O. Karpeles, Geschichte der jüdischen Literatur, II; S. Baeck, Die religionsgesetzliche Literatur der Juden (1893); Cb. Tschernowitz, Die Entstehung des Schulchan Aruch (1915); D. Hoffmann, Der Schulchan Aruch (1895); A. Liebermanny Der Schulchan Aruch (1912); Deutsche Teilübersetzung des Schulchan von H. G. F. Löwe (1837 ff.). Dr. J. H. Kleine Nachrichten Kanada wird einen offiziellen Vertreter hei der Kort• ferenz, in Evian haben. Der frühere Gouverneur von New York, Alfred F.. Smith, cröffnete eine Ausstellung von Erzeugnissen aus den Schulen des ״Ort“ in Europa. Mrs. Edward Jacobs, Mitglied der Exekutive der Jewish Agency, traf in New York ein. Der kommissarische Rolizeidircktor von Salzburg hat den Juden im Rereiche der Polizeidircktion Salzburg das öffentliche Tragen von alpenländischen (echten oder unechten) Trachten, wie Lederhosen, Joppen, Dirndlkleider, weiße Wadenstrümpfe, Tiroler Hüte usw. ver* boten. IJebertretungen werden mit Geldstrafen bis 133 RM. (200 Schilling) oder Arrest bis zu zwei Wochen geahndet. Der bekannte italienische Journalist Baron Arturo dl Castein novo starb in Rom im Alter von 82 Jahren. Das türkische Innenministerium hat Dr. Skolzberg zum Professor der Radiologie an der Universität Stambul ern annt. 34 Verhaftungen wurden in Kairo wegen Teilnahme an Straßendemonstrationen zur Unterstützung der palästinensischen Araber vorgenommtn. Zu der kürzlich in der ״Jüdischen Rundschau“ veröffentlichfen Notiz werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß Prof. Adolf Strauß in Budapest sich erst nach dem Krüge dir zionistischen Bewegung angeschlossen hat. Der Hachschara-Klbbuz. Havelberg braucht dringend eine Schreibmaschine. Eventuell kann etwas zugezahlt werden. Meldungen an die Jungcrruppen der BZV, Meinekestr. 10, (Tel. 91 90 31.) Vom Landschulheim am Gardasee. Die Sicherung einer regelmäßigen Schul• und Berufsausbildung gehört zu den wichtig-ien Problemen der jüdischen Zukunft. Unter den Ländern, die die Möglichkeit einer Ausbildung geben, kt. u. a. Italien zu nennen. Von den Zöglingen des Landschulheims am Gardasee (Villa M.iddalcna; Gardone) arbeiten mehrere als Lehrlinge in handwerkliche״ Betrieben, z. B. in Schlosserei, einem elektrotechnischen Betrieb usw. Irn Landschulheim selbst oder in italienischen Schulen werden Schüler uml Schülerinnen zur Reifeprüfung vorbereitet. Juhlllumsleler an Bord der ״Queen Mary“. Anläßlich des Geburt»- tages der Königin Mary wurde aut dem Cunard White Star D. ״Queen Mary“ bei der l'cberlahrt ron New York nach Southampton ein Galadiner abgehalten.