Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 48 (17.6.1938)
- Date
- 1938-06-17
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 48, 17. JUNI 1938 SPORT-KÜNDSCHAU Rundblick auf die Sportplätze Spiele Im Mainbezirk Bar Koch ha Frankfurt Igii. B II gegen JTR. Frankfurt Jgd. B 4:0 (3:0); Hakoah Frankfurt Jgd. B gegen JSpV. Offen hach Jgd. B 11:1 (5:0) (!!); Schild Frankfurt jgd. A gegen Bar Kochba Offenbach Jgd. A 2:3 (1:0); Schild Frankfurt Schüler II gegen Bar Kochba Offenbach Schiller 3:1; Hakoah Frankfurt Schüler gegen JJB. Hanau Schiller 2:1 (1:!); Hakoah Frankfurt Schüler III gegen Bar Kochba Frankfurt Schüler 0:9 (0:4). JSpV. Offenhach gegen JJB. Hanau 1. Die Schild-Leute aus Offenhach fielen ihrer eigenen Uneinigkeit zürn Opfer und unterlagen sehr verdient mit 2:9 (1:4) Toren. Handball. Bar Kochba gegen Hakoah Frankfurt Damen. Trolz ihrer körperlichen!Überlegenheit konnten die Bar Kochba-Damni nur zu einem Ehrentor kommen; die kleineren Hnkoah-Madels erwiesen sich als bedeutend schneiler; sie kombinierten und spielten besser zusammen, so dali ihr 0: l(5:t))-Sicg hoch verdient war. Die Hakoahnerin Acnne Rosenthal warf für ihre Einheit sämtliche 6 Treffer. Die Damen des J|B. Hanau gewannen in Aschaffenburg sehr sicher gegen die Handballerinnen des JSpV. Offenbach mit 2:0 (1:0) Toren. W. Turnier In Nürnberg Die fünf bayerischen jüdischen |ugondma!1115chaften trafen sich auf Fmladmig des Jtus Nürnberg zu einem Blitz- Sp :׳'׳ י'/'׳ u ׳ ■׳ mmn js(.. lutth und Jt - U . -׳ ,1 \ •י tu״ s :1 de puukt- und tor- Fußball- und Faustballturnier ln Köln Mo 4 , 1 1 1 י b? k ' 1 1:״ M,' 'י Köln ־ , II j , s .. o-saw, )3.1 Makkabl Chemnitz gegen Bar Kochba Dresden Damen Handball 2:2 (0:0); II. Herren Fußball 1:7 (1:5); I. Herren Fußball 2:0 (1:0); Tischtennis 6:0. Vor zahlreichen Zuschauer״ konnte Makkabi Chemnitz seine Rückspiele gegen Bar Kochba Dresden durchführen. Das Spiel der Damen-Han dbailer blieb verdient unentschieden, die II. Herren verloren hoch 1:7, während das Hauptspiel von Chemnitz mit 2:0 dank großen Einsatzes verdient gewonnen wurde. Anschließend fand noch ein Tischtennis-Klubkampf statt, in dein Makkabi alle Spiele gewann. Jugendsportfest In Königsberg Der Bar Kochba Königsber! Sportfest, an dem außer den Köi Jugendmaiuisehaft des Bar Koch Es gab in starkbesetzten Felder: guten Ucberblick über den jiuhsc gewahrte. Im Rahme״ dieser g veranstaltete ein Jugendligsberger Jugendlichen eine ba-Hakoah Berlin teilnahm. 1־ ernste Kämpfe, die einen heil sportlichen Nnchswuchs Veranstaltung spielten die :11 ba und des Schild Königs- Schwimmfest in Haifa _F_r n s t Weigl er, Haifa Sportfest in Köln Auf dem Sportplatz am Fort Deckstein fand unter BetciFgimg von über HO Aktiven das E r ö f f n u!1 g s s p o r t - fest des westdeutschen Makkabibezirks statt. Die Leistungen der durchweg jugendliehen Ttrlneiinier wann R. Katzenberg vor seinem älteren Bruder I'.gon und Pflatizer den Hoch- Sprung mit 1,67 bzw. 1,62 und 1,60 111. Den Weit- Sprung gewann berg (Makkabi Kölner Jugend im Kampf Düsseldorf) mit Foto. Artur Joseph 6 m vor Kussel (Essen). Der Kölner Wldrmnn trat bei einem Sprung von 6,20 m leicht über, ohne aber weiter in die Entscheidung zu gelangen. Dafür gewann er für die Hakoah Köln nach spanncndcni Kampf die 4 mal 100-m-Staffcl vor Makkabi Dusseldorf mit ßrusthreitc. Den 100-m-Lauf erkämpfte sich E. Katzenberg in 11,5 Sek., eine sehr gute Zeit, wenn man die Wittcrungs- und Bodenverhältnisse berücksichtigt. Levy (Essen) siegte im Speerwerfen mit 43,60m und kam dem Rekord des Deutschen Makkabikreises sehr nahe. Besonders gut liefen die kleinen Düsscldorfcrinncn die 4 mal l()׳)-m- Staffel, die sic vor Hakoah Essen und Hakoah Köln sicher gewannen. Nach dem Aufmarsch sprach l)r. Kramer, der Vorsitzende des SC. Hakoah Köln, über Weg und Ziel des Makkabi. Zwischenrunde der Makkabimeisterschaft Hamburg in Berlin geschlagen: Fußball 6:5— Handball 12 :2 für Berlin Den Erwartungen entsprechend, hat sich der Bar Kochba- Hakoah Berlin sowohl im Fußball als im Handball für die Endrunde der Makkabi-Meisterscliaften qualifiziert, aber wie knapp war die Entscheidung, jedenfalls im Fußball. Die aufregendsten Minuten hatten die Berliner Zuschauer zu erleben! ׳4' ׳ ' J k Spannender Moment im llandballkampf Foto•: M*rtin D>ub.» Das Handballspiel war eine zahme Sache. Die Berlincr spielten sicherer als je. Der Innensturm Schlesinger, Spandau, Salingcr. kombinierte hervorragend, und der Scharfschütze Spandau vollstrccktc Tor um Tor. In der Hamburger Mannschaft gab es viele Jugendliche, die sich in einem so schweren Spiel noch nicht durchzusetzen vermochten. Ihr bester Stürmer, Blanck II, wurde von dem hervorragenden Defensiv - Mittelläufer Sommerfeld kaltgestellt, während Blanck I als Hamburger Mittelläufer allein den Berliner Sturm nicht zu halten vermochte. So kam das überlegene Resultat zustande, das den Berliner gute Aussichten für das Endspiel gibt. Im Fußhall dagegen gab es einen schweren Kampf. Zur großen üeberraschung gingen die Hamburger in der zweiten Halbzeit, nachdem bis dahin das Spiel 2:2 ausgeglichen war, iintner weiter in Führung. 20 Minuten vor Beendigung der regulären Spielzeit stand es 5:2 für Hamburg. Die Angriffe Berlins waren zahlreich und besser durchdacht, wurden aber durch den sehr guten rechten Verteidiger Hamburgs gestoppt und scheiterten schließlich fast alle an Blanck 11, der trotz des schweren Handballspiels, das er zuvor absolviert hatte, sich als einer der besten Fußballtorwarte erwies, die man bisher im jüdischen Sport gesehen hat. ln den letzten 20 Minuten begann jedoch ein letzter verzweifelter Ansturm fast der gesamten Berliner Mannschaft auf das Hamburger Tor. Die Hamburger hatten den Fehler gemacht, ihren guten Verteidiger mit nach vorn zu nehmen, da sie Blanck 11 (Bar Kochba Hamburg) im Tor sich wohl überlegen fühlten. Nachdem Blanck ein drittes Tor durchlassen mußte, verlor er wohl unter dem Druck der Verantwortung eine kurze Zeit lang seine überlegene Ruhe. Die Berliner erzielten ein viertes Tor und sofort danach auch ein fünftes, an dem Blanck nicht schuldlos war. So stand es zum Schluß der regulären Spielzeit 5: 5. Es wurde verlängert. Noch einmal versuchten die Hamburger einen ihrer typischen Angriffe mit weiten Vorlagen für den ausgezeichneten, sehr schnellen Mittelstürmer, dann fiel beim Gegenangriff der Berliner das entscheidende 6. Tor. Ein aufregendes abwechslungsreiches und schönes Spiel war beendet. In den Pausen der Spiele wurden einige leichtat hietische Wettbewerbe abgewickelt, und zwar fast aus- Was bringt der Sonntag? Düsseldorf. Makkabi Düsseldorf gegen Hakoah Essen. Frankfurt a. M. Sportplatz, Sondershauser Straße. Fußhall: 16 Uhr: Schild Worms I gegen Bar Kochba Offenhach I. — Handball: 15 Uhr: Bar Kochba Offenbach Dainen gegen Schild Frankfurt Damen I. — Sportplatz am Rornhcimer Hang: Fußball: 16.15 Uhr: JTB. Frankfurt 1 gegen JJB. Hanau I. — Handball: 14.15 Uhr: Philanthropin Frankfurt Damen gegen JJB. Hanau. — Sportplatz am Buchrainweiher: Fußbali: Schild Frankfurt I gegen Bar Kochba Frankfurt Ia. — Handball: Schild Frankfurt Jgd. gegen Bar Kochba Frankfurt Jgd.; JSpV. Offenbach Damen gegen Bar Kochba Frankfurt Damen. Krefeld, Makkabi M.-Gladbach gegen Hakoah Essen. Leipzig. Makkabi Chemnitz gegen Bar Kochba Leipzig. Herren Fußball, Damen Handball, Knaben Fußball, Tisch* tennis. Mannheim. Fußball: 16 Uhr: Schild Mannheim I gegen Hakoah Karlsruhe I. schließlich Vorgabeläufe. In keinem der Wettbewerbe konnten sich die Malleute durchsetzen. Bei den Männern schieden über 10') m Dr. Lcwin und Schattmann bereits in den Vorlauten aus, die von Ehrlich (5 in) und Rabinowicz (3 m) in 11 bzw. 11.1 Sek. gewonnen wurden. Im Endlaul siegte Rabinowicz vor Ehrlich lind Griinbaum (5 in). Bei den Damen kam von den Malleuten Helga Kirsch in den Endlauf, in dem sic sien aber auch nicht durchsetzen konnte. Wcinreb (5 m) siegte in 14.2 Sek. vor Intrator und Bradt. lieber 1500 m konnte Werthcn vom Mal ebenfalls nicht die Spitze erreichen. Marcuse (150 111) siegte in 4:16,4 Min. vor Hirsch (75 m) und Hecht (125 m). Erfreulich waren die Kämpfe des weiblichen Nachwuchses. Uchcr 75 m siegte Romanus in 10,8 Sek. sehr knapp vor Teitclbaum, die 10 X lnO-m-Staffcl gewann die I. Charlottenburger Mädchen-Abt, vor den Mädchen Norden und den II. Charlottenburger Mädchen, Frankfurter Doppelsieg in Leipzig Sowohl im Handball als auch im Fußball gelang es dem vorjährigen Makkabimeister Bar Kochba Frankfurt, sich für die Endrunde zu qualifizieren, hn Handballspiel, das von Leipzig mit mehrfachem Ersatz bestritten wurde, trat von Anfang an eine klare Ueberlegenhcit der Gäste zutage. Die Frankfurter hatten sich schnell gefunden und führten trotz mehrfacher guter Abwehr des Leipziger Torhüters nach 15 Minuten mit 3:0. Durch Verletzung mußte der Leipziger Rechtsaußen ausscheiden, so daß die Einheimischen den Kampf mit 10 Mann zu Ende führen mußten. Trotzdem kam Leipzig nun auf und konnte durch Czopek, der einen Strafwurf sicher verwandelte und eine schöne Kombination mit unhaltbarem Torschuß abschloß, auf 3:2 herankominen. Nach dem Wechsel verlor das Spiel an Niveau. Frankfurt konnte durch einige schnelle Vorstöße auf 6:2 erhöhen, ehe es Leipzig, wieder durch Czopek, gelang, ein Tor aufzuholen. Bis zum Schluß blieb Frankfurt überlegen und konnte aut 8:3 wegziehen, kurz vor dem Abpfiff fiel ein 4. Tor für Leipzig durch Czopek. Schlußstand 8:4. Der Sieger hatte in Mittelläufer und Mittelstürmer seine stärksten Stützen, während bei Leipzig Heim im Tor und Czopek im Sturm besonders gefielen. Im Fußballspiel sah es in der ersten Halbzeit ganz nach einer großen Üeberraschung aus, denn die Leipziger spielten von Anfang an flüssiger und produktiver als die Frankfurter und konnten in kurzer Folge durch Neuberger auf 2:0 davonziehen. Erst kurz vor der Pause gelang Frankfurt, nach einem Fehler der Leipziger Verteidigung, das erste Tor. Nach Halbzeit machte sich das Tempo der ersten Hälfte bemerkbar, Frankfurt kam auf und konnte durch eine schöne Aktion den Ausgleich hersteilen. Einige gefährliche Angriffe der Leipziger brachten keine Erfolge, nun setzte Frankfurt zum Endspurt an und Angriff auf Angriff rollte auf das Leipziger Tor. Im Anschluß an eine schöne Kombination konnte der Linksaußen für den Leipziger Torwart unhaltbar einsenden und so den Frankfurter Sieg sicherstelien. In den letzten Spielminutcn drängte Frankfurt weiter stark, konnte aber an dem Stand von 3:2 nichts mehr ändern. ... und nun die Entscheidung[I «Noch sind die erbitterten Entscheidungskämpfe zwischen dem Makkabi-Verein aus Frankfurt und Berlin um die letzte Fußballmeisterschaft in Erinnerung. Immer wieder trafen sich die Mannschaften, wenn es um die Entscheidung im Makkabisport ging. Im letzten Jahr gewann Frankfurt beide Meisterschäften, im Handball war Berlin nicht einmal in der Ent- Scheidung, Im Handball dürfte sich das Kräfteverhältnis inzwisehen geändert haben. Die Berliner haben am letzten Sonntag ein überzeugendes Spiel geliefert, während die Frankfurter sich nur nach schwerem Kampfe durchsetzen konnten. Allerdings konnten die Leipziger Bar Kochbaner den Frankfurtern auch erheblich härteren Widerstand entgegensetzen, als die Hamburger den Berlinern. Beide Mannschaften treten in den nun schon bekannten Aufstellungen an. Es wird ein schönes und schnelles Spiel geben, dessen Entscheidung schwer vorauszusagen ist. Im Fußball scheinen beide Mannschaften etwas besser geworden zu sein. Auch hier ist es schwer, eine Voraussage zu treffen, immerhin ist hier eher mit einem Frankfurter Siege zu rechnen. Beide Kämpfe lassen wieder einen Großkampftag im Grunewald erwarten. Die Spiele sind von einigen besonders interessanten leichtathletischen Wettbewerben umrahmt. Am Vormittag werden bereits in den Vorkämpfen die Endkampfteilnehmer ermittelt. Am Nachmittag werden von 14 bis 15 Uhr die ersten Entscheidungen ausgetragen. Die interessantesten Wettbewerbe werden zwischen den Spielen zur Entscheidung gebracht. Im Mittelpunkt der Wettbewerbe steht die Elii- Kendziorra-Gedenk- Staffel. Jeder kenntnoen die kleine Hamburger Bar Kochbanerin, die auf der Makkabia überraschend die 100 m gewann und seitdem von Sieg zu Sieg eilte, bis sie im letzten Winter durch einen tragischen Unglücks- au jung siaio. in criiincruiig an sie wird in vier Staffeln der verschiedenen Jahrgänge für Jungen und Mädchen unter Teilnahme der besten jüdischen Jugendmannschaften aus Frankfurt a. M., Hamburg, Leipzig und Berlin ein Gedachtnispreis ausgetragen, den der Deutsche Makkabikreis gestiftet hat. ln den übrigen Wettbewerben starten die besten Berliner Makkabisportler. Von besonderem Interesse werden auch die Darbietungen der Frankfurter Mädchen-Musterturnschule sein. Internat Hirsch-Coburg. Das diesjährige leichtathletische Sportfest, zu welchem die Jugendsportler aus Bamberg, Nürnberg und Fürth antreten, findet am 26. Juni in*den eigenen Sportanlagen des 1HC. statt Ellp Ketulzi