Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 42 (27.5.1938)
- Date
- 1938-05-27
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 42, 27. MAI 1938 Geht es vorwärts im Palästina-Sport? Rückblick und Ausblick Von unserem Berichterstatter fl Tel Aviv, 10. Mai 193S Das 25j:ihrige Bestehen des Makkabi Erez Israel ist ein Anlaß, die Frage zu stellen, ob in der Entwicklung des jiidi- *chen Sports irr Palästina — besonders in den letzten Jahren — Fortschritte erzielt worden sind. Dabei ist es notwendig, Ursache und Wirkung im richtigen Verhältnis zu betrachten und sich den Blick nicht durch vereinzelte äußere Erfolge trüben zu lassen. N'ur bei Prüfung aller Faktoren ist es möglieh, ein klares Bild über die körperliche Erziehung im all־ gemeinen und die daraus resultierenden Ergebnisse und Erfolge Im Leistungssport zu gewinnen. Die öffentliche Meinung Eine der wichtigsten Voraussetzungen für jede Angelegenheit, die das Interesse der ()Öffentlichkeit verdient, ist die Stellungnahme der ״öffentliche״ Meinung‘•'. Diese herbeizuführen, ist die Aufgabe der!,resse. Von "den großen hebräisehen 1 ages/eitungen und Veilagen gibt eine einzige ein wöchentlich einmal erscheinendes Sportorgan heraus, während sich die übrigen Zeitungen >11 ii kurzen Notizen über Wettkämpfe begnügen. Das Fehlen eines zentralen Sport- Organs, das genng'e Iriten-s-e der meistgelesenen Zeitungen für die!״ragen des Sports bedeutet ent nicht zu unterschiit/cmles Hemmnis in ailen die F.utwi, klung der I.eiheMjbuitgen hetreffenden (׳ragen. Der ,,Mann von der Straße" weiß nichts von den Schwierigkeiten, mit denen der Sport zu kämpfen (tat. Er weiß nicht, daß die Zahl der Sportstätten im Lande lächerlieh geling ist, daß in den jüdisch ca Schulen des Landes 16י1יי der Schulkinder überhaupt koaie, (1 i"•׳: eine völlig uttzureichende und ZI , eine keineswegs ausreichende Körperliehe Erziehung genießen. Fr weiß nicht, daß die Mihr/ahl der Lehrkräfte ohne Fachausbildung ist. 'Wird sein Interesse aber in größerem Maße auf diese Dinge gelenkt, so wird die öffent- ]!ehe Meinung sich zwangsläufig' starker damit beschäftigen müssen, ln einem Aufsatz über Korperer/ ieliung in Erez Israel hat Dr. Ernst Simon (Haifa) auf (irund wisseiiscliaftlich-stafistischer Angaben auf die Schaden!!!!!gewiesen, die durch das mangelnde lntere>>e der maßgebenden Instanzen an den Leibesübungen entstehen. Das i'eiibeu der ״öffentlichen Hand“ bat die gesamte I ntwicklung der privaten Initiative überlassen. Diese hat sieh ehrlich bemüht, gewisse Voraitssefzungen für den Aufbau eines sportlichen Lebens zu schaffen. Solange die öffentlichen Institutionen steh nicht bemühen werden, der Rückständigkeit in den Fragen der Körpererziehung ein Ende zu bereiten, können die Fortschritte in Anbetracht der geringen .Mittel der privaten Initiative aber nicht erheblieh sein. Organisatorischer Aufbau Der organisatorische Aufbau des Sports bat, nachdem jahrelang ein zielloses Nebeneinander verschiedener Instanzen bestanden hat, einer Planmäßigkeit Platz gemacht, die als hedeutender Fortschritt verzeichnet werden kann. Die Spitzenorganisation des Palästinasports ist die ״Hit achduth Ctiow 1• w e 1 e Sport“, die Vereinigung aller Fachverbände. Ihr obliegt die Regelung und Förderung der internationalen Beziehungen, die Alibicht über die Wahrung der sportlichen. Gesetze, die Durchführung der I.andesmeisterschaften usw. Sie itt heute d i e o b e r s t c* s p o r t! i c 11 e Instanz und als solche von den internationalen Sportverbänden anerkannt. Gemäß ihren Statuten steht die ״! lltachdiith“ allen in Palästina sporttreibenden Vereinen offen. Wahrend der Landesverband dis M a k k a h i allen Fache erb itulen angehört und auch 111 den meisten di(־ Führung innehat, ist der Hapoel nur im Fußballmul Boxverband vertreten. Seit einigen Monaten gehört auch die englische Polizei dem Fufibailverband an. Der 1״ lit.icinlüfir ist es gelungen, einen Zusammenschluß der F aelivcrh uulr herbci/tifiilmns und eine zentrale sportliche Führung zu sch affen, l'eber den orgattisatorischen Rahmen hinaus Ft der f infl 11 ft der 1 IiFielnliifh geling, und es bleibt ab/uwarten, oh sie in Zukunft die l achverbände zu einer produktiveren Arbeit veranlassen kann. Die Arbeit der Fachverbände Die Leistungen der Faehvcrb.uide sind unterschiedlich 71t bewerten. Hier spielen mangelnde Trainings- und Kampfmögliebkeiteu eine wesentliche Roile. Bemerkenswerte Erfolge sind im Schwimmen erzielt worden, wo nicht mir auf die Heranbildurig repräsentativer Mannschaften der Schwerpunkt gelegt wurde, somDrn wo auch in der Brciienarbeit Beachtliebes g: lei-tct wird. 1 Ine Reihe internationaler Veranstalt״!!- gen — es sei nur an den Land erkämpf gegen Griechenland lind die Aegypten-Tom nee des Makkabi erinnert— legen Zeugnis von der Arbeit ab. fair die Freiluft-Saison steht bereits ein großes Programm fest, was wiederum eine Anzahl von internationalen Begegnungen bringen wird. — Die längsten Erfahrungen auf organisatorische!!! Gebiet liegen im Fußball vor, wo die erstmalige Teilnahme Erez Israels an der Fußball-Weltmeisterschaft das Ergebnis einer langjährigen Arbeit war. Die anderen Mannschafts-Sportarten wie Handball, Hockey und Korbball halten wohl Fortschritte erzielt, ohne daß bisher dafür ein größerer Rahmen geschaffen wurde. — Die Entwicklung einer der wichtigsten Sportarten, der Leichtathletik, läßt noch viele Wünsche offen. Dies ist um.so eigenartiger, als gerade in dieser Sportart wertvolle organisatorische Kräfte sowie zahlreiche Kampfsportler ins Land gekommen sind. Die Möglichkeiten auf diesem Oebiet sind nur zu einem Bruchteil ausgemitzt worden, und es ווווו1]1ווווווחווווווווווווווווו!ווו!וו1ווווווןןןן!ווחן!ןןןן1ו11ו!ן)ןןןןן!1וןןןןןןןןןןןןןןןןן!וחןן!חוןןן!ןןןןןןןןןןןו1וווו!ןןןוווווווווווווווון]ן!ווווווו>וו Was bringt der Sonntag? In Süddeutschland finden zwei größere Spielveransfalhingen statt, ln Stuttgart trifft auf dem Sportplatz im Feuerbachtal um 16 Uhr die Flake«״ Stuttgart auf den Hagibor Berlin. In Frankfurt a. M. treffen sich in Spielen um den Makkahiah-Pokal Bar Kochba Frankfurt und Hits München mit ihren Herren- und Damenmannschaften im Fußball und Handball. Die Spiele beginnen um 14.30 Uhr. Eröffnungssportfest in Westdeutschland. Auf dem Snortplatz der Hakoah Köln, Militärringstraße, findet am Sonntag um 14 Uhr das Eröffnungssportfcst des Bezirks Westd.cufschland des Deutschen Makkahikreises statt, an dem *1'ch sämtliche westdeutschen Makkabi vereine beteiligen. Das Programm sieht die Standard-Wettbewerbe für Männer und Frauen sowie eine Reihe von Juigendwettbewerhen vor. bedarf des Einsatzes der vorhandenen Kräfte, um größere Leistungen zu erzielen. Der kürzlich gegen Aegypten stattgefundene Länderkampf hat gezeigt, daß cs noch intensiver Arbeit bedarf, um die Reife für internationale Veranstaltungen zu erreichen. — Einer der schwächsten Punkte in der Arbeit der Fachverbände liegt im Boxen. Hier ist ein Stillstand zu verzeichnen, der weniger an den gegebenen Möglichkeiten als an den mangelnden Fähigkeiten der Führung des Boxverbandes liegt, — Tennis ist hier bisher nur ein Sport der begüterten Schichten und spielt infolgedessen eine untergeordnete Rolle. Ringen, Jiu-Jitsu und Fechten werden mir in geringem Umfange betrieben. Um die Zukunft des Palästina-Sports Die Ernennung eines Instruktors für körperliehe Erziehung beim Waad Leu m i stellt fraglos einen erheblichen Fortschritt dar, dessen Bedeutung hoch einzuschätzen ist. Der Waad Leumi hat durch die Ernennung von Jehosehua A 1 u f, einem der führenden Sporttechniker des Makkabi, zu erkennen gegeben, daß er die körperliche Er- Ziehung ernst nehmen will. Als erstes Ergebnis der Arbeit von Aluf, dem der gesamte Schulsport unterstellt ist, sind die in diesen Tagen im ganzen Lande stattfindenden Schul- Sportfeste zu werten. Bereits bei den letzten Jugendsportfesten konnte eine Reihe von Talenten entdeckt werden, die bei entsprechender Anleitung noch zu größeren Leistungen berufen sein dürften. Ziisummenfassend kann festgcstellt werden, daß unter Berücksichtigung der außerordentlichen Schwierigkeiten die sportliche Arbeit gegenüber dem Zustand früherer Jahre U11leugbar Erfolge aufzuweisen hat. Der letzte Kinuß des Makkabi Erez Israel hat gezeigt, daß der Makkabi als Faktor des sportlichen Lebens sich auf den richtigen Weg befindet. Gelingt es, die vorhandenen Möglichkeiten auszuwerten, so dürfte der junge Palästinasport berufen sein, in absehbarer Zeit die ihm zukommende Funktion im Leben des Landes zu erfüllen. Ein Stadion in Klar Hamakkabi 80 Makkabim — Häuser — Kühe -״ Hühner. — Aus mühevoller Arbeit entwickelt sich unsere Siedlung. Der Besucher kommt aus dem Staunen nicht heraus. Nur eines ist dem suchenden Auge bisher entgangen, etwas, was eigentlieh nicht wegdenkbar ist aus Kfar Hamakkabi: ein Sportplatz. Wird dann 11 ier kein Sport getrieben? — Weit gefehlt! Vom ersten Tage an hatten wir aktive Leichtathleten, Handballer und Fußballer. Doch mit welchen Schwierigkeiten mußten wir kämpfen! Fußball konnte überhaupt rmr auswärts betrieben werden. Es war für uns nicht immer einfach, die Fußballspiele auf fremden Sportplätzen zu bestreiten, denn diese waren meist nicht gut gepflegt und hatten viele Furchen und unebene Flächen, die nur die Platzbesitzer kannten. Auch das Publikum ist besonders liier sehr fanatisch, so daß wir immer diesen Nachteil spüren mußten. Wenn wir mit unserem Auto fuhren (sehr oft mußten wir sogar gleich nach der Arbeit Weggehen, da es verschiedene Zweige in der Wirtschaft gibt, die immer bearbeitet werden müssen, wie Hühncrstall, Kuhstall, Pferdestall, Wache usw.), so waren wir schon immer vor dem Spiel dreifach gehandicapt. Besonders im Winter war es für uns arg, da wir noch keine Chaussee haben, sondern immer erst durch Botz laufen müssen. Da die nächste Chaussee erst in Kfar Ata beginnt, kann man sich vorstellen, wie es ermüdet, wenn man eine halbe Stunde durch diesen Sumpf waten muß. Es war kein Zufall, daß unsere Mannschaft immer erst nach Halbzeit in Schwung kam, denn in der ersten Spielhälfte mußte man sich immer erst von den Anstrengungen des Weges erholen. Erst vorletzte Woche wieder trat das erneut deutlich zutage, im Spiel gegen den Hapoel Kiryath Chajim. Bis Halbzeit lagen wir noch mit 1:0 Toren im Rückstand, jedoch nach Haitizeit wendete sich das Blatt, die Miidigkeit wurde überwunden, und in einem fabelhaften Endspurt gelang cs uns, der zum ersten Male einheitlich gekleideten Kfar Hamakkabi-Mannscbaft, die eben geschenkten blauweißen Jerseys des Makkabi-Wcltverhandes zu einem knappen, aber verdienten 2:1-Sieg zu führen. Dies war ein schöner Erfolg, da die Hapoel-Mannschaft in ihrer Klasse zu den stärksten Mannschaften zählt. All diese Mängel werden jetzt beseitigt, da wir dabei sind, einen neuen großen Sportplatz zu bauen. Die Kwuzah hat einen genügend großen Bodenkomplex und bereits gestern hat man mit den ersten Vermessungen begonnen. Weiter wurde schon angefangen, die vielen Sträucher, die höher sind als Menschen, zu entfernen. Dies ist eine sehr unangenehme Arbeit. Der Platz reicht direkt an unsere Wirtschaft heran. Gestern arbeiteten zwanzig Chawerim, die mühevoll jeden einzelnen Strauch entfernten, und in wenigen Tagen wird der Traktor den Boden ackern, dann wird der Diskuss die Bodenstücke ausgleiehen, und die Walze das ihre Eröffnung des Berliner Jüdischen Keglerheims Am letzten Sonntag wurde das neue jüdische Keglcrheim im Hause des jüdischen Kulturbundthcaters durch den Makkabi eingevveiht. — Vertreter der Gemeinde, des Makkabipräsidiums und der Sportkeglcr-Vereinigung im ״Schild“ waren anwesend. Dr. Rabat! als Vertreter des Makkabipräsidiunis würdigte in seiner Ansprache die Schaffung dieser jüdischen Sportstätte. — Der Obmann des Makkabi, Fritz Wiener, dankte allen, die an der Schaffung dieses Heims mitgewirkt haben. Anschließend fand der erste 100-Kugel-Ausscheidungskampf des Bezirks Berlin-Brandenburg itn Deutschen Makkabikreis statt, bei dem folgende Ergebnisse erzielt wurden: 1. UUrnann (Bar Kochba) 728 1E111; 2. Lewkowitz (JSK.) 725 Holz; 3. Woyczinski (Bar Kochba) 724 Holz. Jüdische Kegler - Meisterschaften In Nürnberg. Erstmalig wurden auf der Asphaltbahn des Jtus Nürnberg Meisterschaften i!1 dieser Sportart ausgetragen. Vcrlanrt waren 100 Kugeln in die Vollen. Obwohl die Bahn nicht als einwandfrei zu bezeichnen ist, wurden doch sehr gute Restiltäte erzielt. 1. Pinkus, 509 Holz, 2. Katz, 489 Holz, 3. Fleischmann, 470 Holz, dazu tun. Allerdings gibt es bis dahin noch viel Arbeit. Wir wissen, daß wir nicht nur gewöhnliche Arbeitstage dort investieren werden, sondern unsere ganze freie Zeit, wie auch Ruhetage und dergleichen dafür hergeben müssen. Anschlie- Bend daran wird der Platz mit Gras besät. Dann werden die Tore auf gestellt werden, deren Holz man schon jetzt dafür vorbereitet, und ztim Schluß hoffen wir auch eine Laufbahn zu machen. Hierbei gibt es jedoch noch einige Schwierigkeiten, da die benötigte Erde sehr teuer ist Doch wir hoffen, daß wir auch dieses Hindernis nehmen werden. Bei all der Arbeit haben wir schon etwas Erfahrung, da bekanntüch im Oktober vorigen Jahres sieben Chawerim unscrcr Kvvuzali im Stadion in Tel Aviv arbeiteten und später die Arbeiten sogar leiteten. Der Platz ist für Fußball, Handball, Leichtathletik, Turnen und Volley-Ball (ein sehr beliebter Sport, den inan in Deutschland kaum kennt, er ähnelt dem Faustball, wird aber nur mit den zwei Handflächen gespielt). Sclbstverstündlich bekommt der Sportplatz, einen Zaun, so daß verhütet wird, daß jeder Fremde auf den Platz kommt. Jedem ist klar, daß, wenn das Glück nur ein wenig auf unserer Seite steht, die ganze Angelegenheit für uns und die gesamte Makkabi-Bewegung ein großer Erfolg zu werden verspricht. Es war viel schwerer in dieser unruhigen Zeit, den Boden für diesen Zweck zu bekommen, als jetzt diese Arbeiten selbst durchzuführen. Auch die Lage des Platzes ist besonders günstig, — nur 15 Minuten von Haifa entfernt. Indessen haben wir unseren Sport, der jetzt einen neuen Aufschwung in der Kwuzah genommen hat, vollkommen neu organisiert. Heute noch trainiert man zwischen Sträuchern und Steinen, aber wir wissen, daß cs sich nur um eine Frage der Zeit handelt, Gerhard Cohn, Kfar Hamakkabi Palästinensisches Bundesschießen Am 11.—12. Juni findet in Haifa das erste allgemeine palästinensische Bundesschießen statt. Diese große Veranstak tung, die vom Mount Carmcl-Jagdvcrein in Haifa veranstaltet wird, gibt Anlaß, die Bestrebungen und die Entwicklung der palästinensischen Scliützenorganisation (Jcwish Hunters- Association) zu würdigen. Im Winter 1933/34 wurde die Organisation gegründet in dem Bestreben, die Möglichkeiten zur Ausübung des Sports mit der Feuerwaffe wahrzimehmen. Während bisher der Schießsport nicht zugelassen war, gelang es mm, von der Regierung eine Lizenz für den Jagdverein zu erhalten. Sie umfaßte die Erlaubnis zur Ausübung der Jagd, die Erlaubnis, die Mitglieder im Gebrauch der Feuerwaffe zu unterrichten und Wettkämpfe und ähnliches durchznführen. Schließlich wurde die Erlaubnis zur Ausbildung in allen Dingen, die zur Jagd gehören, gegeben, insbesondere zur Abrichtung von Hunden und zur Mitarbeit an der Aufforstung des Landes. Der erste Wettkampf der Vereinigung wurde 1936 fn kleinerem Maßstabe abgehalten. Dadurch, daß sich verschiedene Sportvereine an der Arbeit beteiligten, gelang es, den Gedanken des Schießsports in die jüdische Oeffentlichkcit zu tragen. Der Erfolg u׳ar über Erwarten groß. Wettkämpfe innerhalb des Vereins und Wettkämpfe mit Armee und Polizei zeugten bereits von vorzüglicher Ausbildung. Gleichzeitig begann man mit der Hilfe bei der Aufbauarbeit des Landes. Als erster Versuch wurden 10 Duriatn Land aufgeforstet, ferner gelang es, Verbindungen mit großen Klubs im Auslände aufzunenmen, insbesondere schloß man sich als ״Affiliated Association“ dem Empire Club SRC. in London, dem zentralen Klub des British Empire an. Jetzt ist es soweit, daß die Organisation im ganzen Jischuw eine große Ausbreitung gefunden hat und so die Grundlage für ein alljährliches großes ßardessc hießen gelegt ist. Vorbild für die Veranstaltung ist das Schweizer System. An diesem erstmaligen Treffen nehmen außer den Mitgliedern der Organisation Angehörige befreundeter Verbände und eingeladene Gäste teil, auch Angehörige der britisehen Verwaltung, der Polizei und des Militärs, Alle Behörden haben ihre Mitwirkung zugesagt. Ueber die allgemeine Bedeutung für den Jischuw hinaus wird dieses Fest auch von dem hohen sportlichen Stand der Vereinigung Zeugnis ablegen können. Die Mitglieder sind durch Instruktoren, zum größten Teil frühere jüdische Front- Offiziere, nach Vorschriften der Regierung mit Jagdgewehren und Revolver ausgebildet._ Die Jugendmeisterschaften des Emek Hajarden. Die Jugend-Alijah, die aus Deutschland nach Erez Israel gegangen ist, bemühte sich von Anfang an darum, einen Sportbetrieb aufrechtzucrhalten. Auf dem Sportplatz von Deganiah haben jetzt die Jugendlichen ihre erste Fußballmeisterschaft aiisgetragen. Die Jugend-Alijah Deganiah Beth blieb nach schönen Spielen mit 5:1 Punkten vor Deganiah Aleph mit 4:2 Punkten siegreich. An dritter und vierter Stelle folgten Delamia und Afikim. Boxen in Berlin Am 23. Mai fand in der Sportschule Sand ein Nachwuchs- Boxkampf-Abend des JBC. Maccabi statt. Es gab folgende Ergebnisse: Hahn gegen Riemer unentschieden; A. Margules verliert gegen Baum; Almus Sieger über Hurtig; Szlur Sieger über Großmann; Zylbermann gegen Was-errcieh unentschieden; Arndt gegen ßelotetzki unentschieden; Schmerzier Sieger ül>er Ilentier; Pinczovcr Sieger über 1’ettikcnvski; Toporek II Sieger über Goliislcin; Brand III gegen Toporek I unentschieden. Trainingstagung in Gleiwitz Am 15. Mai fand im Bezirk Obcrschlesien eine Trainings- Veranstaltung der oberschlesischen Makkabi-Vereine statt, die aus einem Platztraining am Vormittag in Gleiwitz und einem Hallenturnen am Nachmittag bestand. Aut diese Weise konnten erstmalig die Aktiven der Makkabi-Vereine Bcuthen, Glciwitz, Hindenburg und Ratibor Zusammenkommen. Für die Teilnehmer aus Bcuthen wurde bei dieser Gelegenheit die Langstreckenprüfung für das Makkabi-Leistungsabzcichen durch die 20-km-Radfahrt Bcuthen—Gleiwitz abgenommen. Für viele Teilnehmer wurde auf dem Platz die Prüfung in anderen Disziplinen fortgesetzt. Die gut besuchte tnd gelungene Veranstaltung soll in diesem Somnr»• wiederholt werden.