Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 40 (20.5.1938)
- Date
- 1938-05-20
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Saite 4 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 40, 20. V. 1938 Ephraim Cohn-Reiß 75 Jahre Am 22. Mai wird Ephraim C 0 11 n - R c i ß, der große Jüdische Pädagoge und Scluilorganisator, 75 Jahre alt. Am 22. Mai 1861 in J e־׳t1 s a! e m gehören, war Ephraim Cohn-Rciß mit 13 Jahren de׳ jüngste Schüler der Jesctfi- Air'n» wah Ez-C.haim, verlieh 1m 13. Lebensjahr Jerusalem, um sich durch" neunjähriges Stndann in Deutschland und England für kulturelle Arbeit in Palästina vorzubereitcn. 1878 wurde er von Rabbiner Dr. Horowitz zur Rcorgani- Sterling und Leitung der vereinigten Waisenhaus-1. ii m c 1• schule in Jerusalem berufen. Ls gelang ihm, durch zielhewulites Wirken das Vorurteil gegen moderne Bildung zu bannen, das damals in Palästtna herrschte, die mit 28 Schülern übernommene Anstalt zur größten jüdischen Schule Palästinas auszugestalten und durch sie den (!rundstein für das moderne hebräische Schulwesen in Palästina An die Lümclsduile, die wurde dann auf seine Initiati* liehen Leitung das Sc hui w systematisch ungegliedert: Kim Handehrcalsclntk; parallel zur Mädchenschule mit L\/.\1!kin< Seminar, Talmud- Lhora-Niimlei sprechen de Kindergärten und S Tiberias und ihn K.o!!m:11 1!־ zehn Jahren umfaßt ifr-rs 140 Lehrern und .)1״in Svi!1!h־rn gründete' Cohn-Reil! daiudi- Erziclninp .dr d1׳׳»er Art 1 Der J ü d i s c b e 11 N a t i Salem, die den \:11!!1! ) 1;־׳ trug, stand er seit laug v!>r. Er wichtige 1 )!niste bei der Schaf! Damals wurde Cohn-Ri di .1111 seitens de״ Jiseliuw teilutKe 1 (11 legen. 190) einen Neubau erhielt, .־e und unter seiner persöner k d es Hi 1 f s v e r e i n s Irrgärten, Lehrerseminar u!1d l äiuelseliiile eine achtklassige reu und Kindergärtnerinnen- 1 mit K' a b h i n e rs etn i na r ־. entelmleri m Jaffa, Haifa, Safed, «c iiowo! 11 und Katra. Nach Srhulurrk 28 Sehuleu mit . (u'iiieiiwam mit seiner Frau che Mädehenheim, die erste 111t lud)rä!s(d]1־r Idatissprache. 1! ן a I b i b I i o t h e k in Jeruaciiia itc-Aberbanel-Bibliothek 11■i■11י de am 11 P a u 1 N a t 11 a n und des d eeluukums in Haifa, doli di ,.Sprai'henstreites" eftig befehdet. I!1 den K1 iegsjahien war er injit nur den durch den Krieg tur das ScliiiKverlc eiitsteheinleii Aufgaben gewachsen, sondern konnte;111,11 ein groß ingelegtes Hilfswerk organisieren. L'nti rstut/ungsnmi 1 ).irk hnskassrn im ganzen Lande und Volksküchen, um die sich besonders brau Cohn- Reiß bemühte, haben viel zur t imlei ung der Not beigetragen. In der Naohkru gs/eit lebt׳ (a hn-Rvil! wieder in Deutschland, Als er anläßlich seines 70, < ieburtstagrs im Jahre 1031 nach Palästina kam, «ar er (u genstand großer Ehrungen. Ephraim Colin-Reiß betätigte sich auch literarisch. Er hat eine Reihe von Aufsätzen und Scluilreden in verschiedenen Schulprogrammen, Festschriften und Sammclbüchern veröffentlieht» in den letzten Jahren ein zweibändiges Memoirenwerk, das u. a, von Bialik sehr gerühmt wurde. Um der Verbundenheit mit dem in Berlin lebenden Jubilar Ausdruck zu geben, haben Kuratorium und Vorstand des Hilfsvereins der Juden in Deutschland beschlossen, alljährlich der Direktion der I.ämcl-Schule für den besten Schüler und die beste Schülerin je einen Buchpreis zur Verfügung zu stellen, der die Erinnerung an den ersten Direktor dieser Erziehungsanstalt lebendig erhalten soll. Ein R 11 n d s e 11 r e i b e n aus Jerusalem teilt not, daß sich dort ein Komitee, bestehend aus Obcrrichter O. Frutnkin, J. Profi, 1 >r. Sukemk, Dr. I. Rivbn und I. A. Abadi, gebildet hat. /wreks I leratisgabe eines S a m tn e 1 - werkes aus Anlaß des 73! ihrigen < lehurtstages von Ephraim Cohn-Retß. Dieses Werk soll zum dritten Teil dem Jubilar und seinem 1 11101-0.;k g׳,-w idmet sein. Die beiden anderen Drittel sollen vi»'1׳n»,T. nilicln• Sbhamllungen und schöne Literatur /um Inhalt haben. In der ersten laste der Teilnehmer m Palästina! .11,1011 sich;!ul’:.■ den fünf Mitgliedern des Komitees A. s, Rabmowit/, Dr. I/chak Epstein, Kriscliewski-lmrachi, Sutta, Bmla mul Dr. Reiclicrt. Außerhalb Pal.Dtuias lute iligm sich Rabbiner Dr. Leo Bucck, Professor Dr. UNigiii. P10fe-s״r Dr. Lugen Mittwoch, Dr. S, H. 1 loicele/ki, ihr, Linkel, Dr. M. Spanier, Oberrabbuier Dr. (lailebaeli (11.1 mim!g), P!ufe-sor Marken (Amsterdam); R.abbim 1 I);. 1. 1 l״m\itz und Professor rreimann (Frankfurt a. M.). _ Stockholmer Notizen Von unserem Berichte!-tattcr f f. R. S t o c k h o 1 111, .Mitte Mai Die Stockholmer Wizo vo ,!:!»*Miete — wie alljährlich — gemeinsam mit d׳׳m Jiidi-i lu 11 I latmiven in einen Wohltätifjfceitsba/ar, der von Rabb. E, K r o 11 11 e 1 m eröffnet wurde. Die schwedische Presse brachte in letzter Zeit ausführ! iche Reisebriefe aus Palästina. So veröffentlichte ״Svenska I) a g b 1 a d e t“;111der 1 eher de- Stockholmer Rundflinkdirektors (1. A. Dymling eingehende Berichte über das jüdische und arabische PaliLstinaprobiem, -■ in .,Da gen s Ny bet er“ schildert der Schriftsteller Ci ö s t a Carl Berg die jüdische Pionierarbeit. Der Skandinavisch-Jüdische Jugendverband hält seinen diesjährigen Kongreß (mit Jugendlager) vom 4.—1J. Juli in Stockholm ab; die Begrüßung und Festrede wird an Stelle des durch Krankheit verhinderten Oberrabbiners Prof. Ehrenpreis der Nationalökonom Prof. Eli Heck sc 11 er halten. Die Stockholmer Jüdische Gemeinde veranschlagte 9000 Kronen zur Einrichtung eines Jugendheimes, das als Treffpunkt sämtlicher hiesiger jüdischer Vereine dienen soll. Die Mailamm Society, New York, hat der Musikabteilung der ״New York Public Library“ eine jüdische Musikbibliothek angegiiedert (The Mailamm Library of Jewish Music). Die Mailamm Society bittet jüdische Komponisten und Musikschriftsteller um Einsendung von Werken und Büchern. Rita Atlas z. absolvierte eine Tournee im Kulturbund Ostwestfalen und gab Konzerte in Leipzig, Braunschweig, Hild״shei!n und Hannover. Briefe an die Redaktion Zionistische Propaganda Wien, 17. Mai 1938 Sehr geehrte Redaktion! Sie bringen in Ihrer Nummer vom 6. 5. 1933 einen Artikel von Dr. Arthur Stein, welcher sich mit der ,,F.rneuerung der zioni-lisehen Propaganda" belaßt, woduref'i die Autmerkwmikeit weiter judurher und. wie zu holten ist, auch maßgebender zionisti- M'her Kui-e aut em brennend wiehi igei Pio'iilem uroerer Organi-aiion gelenkt wird. Fs i-t zweifelte ■׳, daß das Desinieres.-mment vieler jüdKrher Men.-,eh™ für ziemi-t Rehe Fragen, aber auch deren Pnfäliigkeit, der jüdischen Frage auf den Grund zu gehen, um drum die einzig niüghehen Schübse daraus zu ziehen, zum großen Teil auf das Fehler! einer großzügigen zionkt.iavher! Propaganda zun'ickznlührcn i-t. Wohl hißt sich dic-1 r Lin- -land p-ychologisch du,•eh die Tat-»che erklären, daß o den;»ei-1111־ Menschen, die »ich mil der jiidi'irhen Frage j.dneiaii״ besAuiiigen, und unserer, der zioniitischen Andassung der Judenfrage anhangen, un vers t ä n 11! i c h Ist. wie es möglich ist, daß denkende Juden von sich aus den Weg zu unserem (Ird.Uifengaiifi und unserer OrgarRa'ioii finden. Wer so (lenkt, üb-u'celi' aber da» Trägheit»- in.. dem so gilt wie jeder -Me11'> 11 verhüttet ist. K.s liegt an nn-erer Organi-ation, dir>e Meii-iiien zu errcieiien, sie aus ihrer Lethargie um! Dntaiigkeit nn׳z1niittc!n, zu s.immcln und zu schulen. Dr. Stein erwähnt mit Recht, daß cheute fa.-t nur eine Propagamja der Fonds, nicht aber eine solche der Organ isat i o n gibt. Die» i-t auch der 01 und. weshalb viele Menschen vom /.H1ui»n1u3 nicht-, anderes als den Keren Kajcmeth kenneu — ein unbestreitbares Verdienst der Volkstümlichkeit des KKL, aber ein gewaltiger Fehler der Organisation. Wie belebend und k׳bcn-.wiel1- Mg eine Propaganda und ein Kontakt mit wer'ooilcn Menschen »119 Erez Israel sich auswirkt, hat der Bestich des hebräischen Dichtet» Nathan Bistriwky, der vor einigen .Monaten in Wien weilte, wieder einmal deutlich erwiesen. Deshalb darf die Amsterdam•/,. 10. Mai 1938 Sehr geehrte Redaktion! In Nr. 35 der , Jiidürhcn Rundschau“ vom 3. 5, 38 hefindet sicti unter dem Trel ,.hidbclie-ä Leben in Holland•' ti. a. eine Notiz, die besagt, daß sich von der Liberal Jüd'-chen Demeitide in Anunud.ini eine Gruppe mit Namen ״B’schem schctinajim” nl>gc»paltc!1 habe. Zur Klärung des Tatbestamlcs sei Ihnen Nachstehendes mitgeteilt: Die I.iticfaal 1׳.׳׳,I0!'.!neunte Atn-ierdam hat vor ciniper Zeit l'ii-timrnigkeitcn mit einem ihrer tintetgeordnet cm Beamten gehabt, woraus dieser die K0!1-e׳|Ut nz gezogen liat, ׳,!er (iomeinde zu kündigen. Die Oemeindc hat clie-e Kündigung akreptiert, hat den Herrn jedoch ntit sofortiger Frist vom Amt Mächtigkeit einer planvollen Organisicrung einer zionistischen Propaganda nicht vergesse* werden. Hochachtungsvoll. Siegfried Schneider suspendiert. Dieser Herr versucht, eine netto Gemeinde zu gründen und einen eigenen Gottcsrlien-l zu veranstalten. Es darf noch liümtgeltiqt werden, daß diejenigen, weiche die Atnstcrehmicr Verhältnisse kennen, über diese Angelegenheit nur geliebelt haben. Hinter dieser Bewegung .-!!!eint niemand zu stehen. Einen Vorstand oder eine geistige Leituiig be-itzi diese ״Gemeinde“ nicht. Wie um berichtet wurde, waten am vorletzten Schabbat vier l.mie zum Gottesdienst erschient 11; am letzten Sohubbat erschien einer der vier Herren, der bi-!!er dev iäs,, gsic; treu gehlieheii w.tr, wieder zu unserem Gotte.-dien-t. Mil vorzüglicher Hochaehtung lohet aal liKid-chc Gemeettte Amsterdam Von der Liberal Jüdischen Gemeinde Amsterdam Grundstücksgeschäfte und Devisenvorschriften Zur Verhinderung der Verletzung d e v i s e n r c c 111lieh er Vorschriften und der Vorschriften über die R e i c 11 s f I uc 11 ts t e 11 e r hat der Reiehsjusti/minister die Amtsgerichte und Notare angewiesen, von allen durch sie beurkundeten Orundstiick-Veräußerungsgescliäften, bei denen sich Anhaltspunkte für Verstöße ergeben, dem für den Wohnsitz des Veräußerers zuständigen Finanzamt Mitt r i 1 ti n g z ti machen. Dies gilt auch bei Beurkundung von Rechtsgeschäften verwandter Art, 711m Beispiel bei Bcstelhingen und Abtretungen von Hypotheken- und Omi n 11 5 c 11111 d e n. Der Minister stellt fest, daß Veranlassung zu dieser Mitteilung in jedem Fall gegeben sei, wenn Anhaltspunkte dafür erkennbar seien, daß der Veräußerer oder bei juristischen Personen der für sie angängige gesetzliche Vertreter Jude sei. Die Mitteilung habe sofort nach der Beurkundung fernmündlich zu erfolgen und sei schriftlich zu bestätigen. Kleine Nachrichten Eine Konferenz des Verbandes Polnischer Juden in Kanada beschloß, 50 000 Dollar für die polnischen Juden aufzubringen. Der Ver b and j ü di sch-orthodoxer Gemeinden Amerikas tagte in New York. Mau beabsichtigt, eine Million Dollar für religiöse Erziehung aufzubringen. Eine Delegation jüdischer Kauflentc aus Otlingen Traf in Warschau ein, um hei den Behörden gegen eine antijüdische Boykottbewegung, die in Gdingen seitens der Nationaldemotraten durchgefiilirt wird, zu protestieren. 111 New York starb der bekannte jiddische Schriftsteller Ezechiel Wortsman im Alter von 60 Jahren. Der jüdische Historiker Salomon A. Rosanes starb in Sofia tm Alter von 76 Jahren. Die ״S ü d d c t! t s c 11 e Metall w a r e n f a b r i k“ in M 111) b a c 11 a. d, Weinstraiie (Saarpfalz) wurde in eine Aktiengesellschaft umgcvvandelt; die Aktien befinden sich ausschließlich in arischem Besitz. Aerztliche Tätigkeit im Ausland Der Reichsärzteführer hat eine Anordnung erlassen, nach der Aerzfe, die die Ausübung ärztlicher Tätigkeit im Auslände beabsichtigen, davon rechtzeitig vor dein Verlassen des Reiches die Reichsärztekammer (Auslandsahtlg. Berlin SW 68, Lindensfr. 42) zu benachrichtigen und Angaben über Ort, Dauer und Art der Tätigkeit zu machen haben. Die Reichs- Ärztekammer behält sich vor, bei mangelnder Eignung des Arztes die Uebernahme der Tätigkeit zu untersagen. Gleichzeitig wird auf § 28 der Bertifsordining für die deutschen Aerzte vom 5. November 1937 hingewiesen, wonach der Arzt Verträge über eine ärztliche Tätigkeit, die nicht durch die nach § 49 Abs. 2 RAeO. erlassenen Vorschriften erfaßt werden, der Reidisärztekammcr zur Genehmigung vorzulegen hat. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß auch Verträge über eine Im Auslande ausniübende ärztliche Tätigkeit der Genehmigung der Reichsärztekammer bedürfen. Die Anordnung ist gemäß § 26 RAeO. für die Aerzte bindend. Sie gilt auch für Medizinalpraktikanten. Sephardischer Kongreß Von unserem Berichterstatter Den H a a g, 18. Mai ln Amsterdam fand die zweite Konferenz des Weltblindes sephardischer Gemeinden statt. Nach einem Empfang in den Räumen der Portugiesisch-israelitischen Gemeinde in Amsterdam wurde ein Festgottesdienst in der portugiesischen Svnagoge gehalten. Auch der Schahbafmorgenaienst, bei dem Rabbiner E. Fra ne es in holländischer, französischer, spani- Beciiti ftc&istift - HemnaHH, mi-aaxA Preli'lsta su Diensten Händler Koh, BahttU | füÄSEedfiPI scher und hebräischer Sprache predigte, trug einen festlichen Charakter. Im Mittelpunkt der Kongreßverhamllimgen, die unter Vorsitz von Prof. Dr. J. L Palache, Amsterdam, abgehalten wurden, stand neben der allgemeinen Lage des sephardischen Judentums die Debatte über die Errichtung eines Instituts zum Studium der arabischen Wissenschaften. Obwohl Bestrebungen bestanden, das über dreihundert Jahre alte Amsterdamer Seminar ״Ez Cbaltn“ in dieser Richtung ausz.ti bauen, entschied sieh der Kongreß für Jerusalem, jedoch soll bis zur Errichtung des Jerusalemer Instituts die Ausbildung in Amsterdam und Ramsgate erfolgen. In der Bibliothek von ״Ez Cliaim“ hatte der Bibliothekar J. da Silva Rosa eine Ausstellung von Werken sephardischer Gelehrter und anderer Zeugnisse hebräischer Kultur eingerichtet. Entwicklung des französisch-palästinensischen Handels. Unser Pariser K-Berichterstatter schreibt uns: Der Delegierte der französisch-palästinensischen Handelskammer hat mit der Tel-Aviver Handelskammer und dem Industrie- und Handelsdepartemcnt der Jewish Agency die Möglichkeiten einer Einfuhr von französischen Agrarprodukten nach Palästina untersucht. Es besteht nacli dieser Untersuchung die Mög- 1 ichkeit, Käse, Butter, frische Fische und Vien auf dem palästinensischen Markt abzusetzen. Es werden daher Bemühungen in dieser Richtung gemacht werden. Offene Auslandsstellen. (Genehmigt durch das Landesarbeitsamt Brandenburg). Es werden gesucht: 1. Für ein Damenhufgeschäft in Norwegen eine selbständige jüdische Modistin für Filz- und Strohhüte, die verarbeiten und garnieren kann. Freie Wohnung und SO bis 100 Kronen pro Monat. — 2, Für Brasilien ein jüdischer Bandwirker. — 3. Für Indien ein geschickter jüdischer Drucker, der an einer modernen Rotations-Druckmaschine (Zcitungsdruekerei) arbeiten kann. Der Betreffende muß nicht nur ein guter Drucker sein, sondern er muß auch in der Lage sein, Maschiiumdefekte in Ordnung zu bringen. Es werden auf der Maschine zwei Morgenzeitungen, 1 Abendblatt und 2 Wochenblätter gedruckt. — Ausführliche Bewerbungen nur auf Luftpostdünnpanier, Zeugnisabschriften und Paßphoto werden ausschließlicli durch die Jüdische Gemeinde, Berlin SW 68, Linden- Straße 48- 50, weitergeleitet. Yehudi Menuhim in Zürich. Nacli ihren Gastspielen in London und Amsterdam gestalteten Yehudi und Hephzibah Mcntihin auch ihr einziges Konzert in der Schweiz im Züricher Tonhallensaal zu einem Kunstereignis ersten Ranges. F)as junge Künstlerpaar bot mit seiner Interpretation der E-Dur-Sonate Nr. 3 von Bach und der F-Dur-Souatc Nr. 32 von Mozart eine Leistung, wie man sie in dieser Reinheit und in dem musikalisch höchst verständnisvollen kultivierten Zusammenspiel nicht oft gehört hat. So leuchteten auch die Partien der G-Dur-Sonatc op. 96 von Beethoven in herrliehen! Ensemblespiel der beiden Künstler in voller Schönheit auf. Die begeisterten Hörer, die den Saal bis zum letzten Platz füllten, feierten nach dem konzertanten Rondo brillant op. 70 von Schubert das Geschwisterpaar enthusiastisch. K. N. Richard Tauber ln der Londoner Covent Garden Opera. Bei der festlichen Eröffnung der diesjährigen Opernsaison in Covent Garden trat Richard Tauber vor einem erlesenen Publikum, das Mitglieder der königlichen Familie umfaßte, als ״Tatnino“ in der ״Zauberflöte“ — unter Leitung von Sir Thomas Beecliam — auf. in der gleichen Rolle war er vor 24 Jahren /.um erstenmal auf der Öpernbühne erschienen. Mit vollendeter Musikalität sang er einen jugendlich-Ieidenschaft* liehen Tamino; die Manierismen aus der Zeit seines Auf* tretens in Operetten sind so gut wie vollkommen geschwun• den, die Stimme macht einen nicht mehr überanstrengten Eindruck, so daß Tauber sich einen spontanen Erfolg sichern konnte. Innerhalb dieser Saison wird Tauber nochmals den Tamino singen und gleichfalls unter Leitung von Sir Thomas Reecham zweimal in der ״Entführung aus dem Serail“ auftreten. Barbara G. Bernstein Aus der ״JÜDISCHEN RUNDSCHAU" v, 23. 5.1913 » L-.׳e ׳. Die Winzer-Genossenschaft in der palästinomischm Kolonie Rischon le-/.ion hat der Gesellschaft vom ״Roten Halbmond," einige hundert Flaschen allen Rotwein und Kognak für die im Kriege verwundeten Soldaten zur Verfügung gestellt. Am Sonntag, dem 4■ Mai, fand in den Räumen der Anglo- Palestine Co. in Haifa die zweite Versammlung der jüdischen Orangcnpflanzer von Judäa statt,... In der nächsten Versammlung, die Innerhalb drei Wochen stattfinden soll, wird man hoffentlich zur Gründung des Syndikats und zur endgültigen Festsetzung der Statuten schreiten können. JUWELIER Ankauf von Brillanten! Gold and Silber Ank.0.11/4■ 541 LIPOWETZKI BERLIN W 8, FRIEDRICHSTRASSE 193a (ECKE LEIPZIGER STRASSE) FERNSPRECHER 1*4839