Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 35 (3.5.1938)
- Date
- 1938-05-03
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit• 4 JOD ISCHE RUNDSCHAU Nr. 35, 3. V. 1938 Paldiima Am( Berlin II& 3IWISH AIRN6V 4081 »ALIftTlNt Berlin W!5, Melnekcitraße 10. Telefon: Sammel-Nummcr 91 90 31. Zertifikate der Jugendhilfe. Die ,,Jüdische Jugendhilfe ‘ teilt mit: Sprechstunden in allen Fragen der Berufsusbildung und der Jugendal!jah finden an folgenden Tagen in unseren Räumen, Berlin-Chariottenburg. Kantstr. 138, Gth*. II, Neben• eingang statt: Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 15.30 bis 17.30 Uhr nach telephonischer Vereinbarung (Telephon: *31 53 56 57). Wizo-Zertifikate. Durch die Institutionen der Wito ist Mädchen von 17 bis 23 Jahren Gelegenheit gegeben, in Palästina eine zweijährige Ausbildung zu erhalten. Der Unterricht in den land- und hauswirtschaftlichen Schulen der W'izo sowie den Lehrfarmen umfaßt: Hauswirtschaft, Landwirtschaft und Gartenbau. Die Schulgelder sind bei den einzelnen Schulen verschieden hoch. Anfragen und Anträge sind an die Wiz.o, Berlin W 13, Meinckestr. 10, oder an die örtlichen Wizo-Gruppen zu richten. Sprechstunden der Wizo: Montag, Mittwoch, Donnerstag von 9.30 bis 12 Uhr. Landwirtschaftliche Schule Mlkveh-Israel. Die landwirt• schaftliche Schule Mikveh-Israel in Tel Aviv nimmt Schüler von 16 bis 18 Jahren auf. Der Lehrgang dauert drei Jahre, Die Ausbildung umfaßt alle landwirtschaftlichen Facher, ferner eine Reihe allgemeiner Lehrfächer, wie Zoologie, Botanik, Physik, Chemie, Geologie, Sprachen. Es besteht eine land* wirtschaftliche Versuchsstation. Das Schulgeld inkl. Internat beträgt im ersten Jahr CP St, im zweiten Jahr CI’ 72, im dritten Jahr CP 011. Anfragen sind an das Palästina-Amt, Abt. Allg erneute Beratung, zu richten. Das hebräische Technikum in Haifa nimmt Studierende vom 17. Lebensjahre ah auf. Das Abitur ist Voraussetzung für die Aufnahme. Der Lehrgang der Hochschule dauert vier Jahre Ins zur Diplom •Ingenieur-Prüfung. Die Schulgeldkosten des 1 cchnion sind pro Jahr ca. £P IS, wozu ein Depot von LP 13, Lebenshaltungskosten von etwa £P 60 im Jahr und kleinere Aufgaben ninzukommen. Nähere Auskunfte erteilt das I’alastma-Amt Berlin, Abt. Allgemeine Beratung, Berlin W 13, Meinckestr. 10. Vom Landschulheim Kristinehov Wir erhalten folgenden Bericht: Sonne, blauer Himmel, Fruhlingsluft locken, einen langgehegten Wunsch zu erfüllen: einen Besuch im Landschulheim Kristinehov zu machen. Im Landschulheim herrscht Hochbetrieb. Zwei ״große Sachen1‘ sind in Vorbereitung: eine Purimfeier des Heims Ml Schabbatnacbmntag und eine als U'erbeveranstaltung für den KKL aufgezogene Purimveranstaltung in Malmö, am Abend des nächsten Tages. Auf allen Treppen und Fluren trifft man Kinder mit Kostümen, Bändern und Mützen in den Händen. Am Nachmittag steigt die Purimfeier des Heims, die gleiclucitig die Ahscliicdsfeier für die bisherige Leiterin der Schule, Frau Dr. Posener, darstcllt. Ls ist Schabbat. Alles ist festlich geschmückt. Reizend, wie die Mädchen aus ihren wohlgeordneten Schränken ihre ..feinen Sachen“ zur Begutachturtg hervorholcn. ״Was ziehe ich nur an?“ Diese Frage übertönt im Augenblick alles andere. Un1 1 »4 Uhr ertönt das Glockenzeichen. Alles versammelt sich im Gemeinschaft*• raum tu der großen Feier. Sie beginnt mit der .Aufführung einiger Szenen aus dem ״Pojaz“ von Franzos in der Bc• arbcitung von Georg Hirschfeld. Aufgeführt wird auf einer *elbstgezimmcrtcn, richtigen kleinert Buhne, mit Vorhang, Rampenlicht und Souffleur. Alles von den Kindern bedient und bereitet. Mit viel Liebe und Sorgfalt einstudiert, ziehen die Leistungen an uns vorüber. Nach dein ״Pojaz" folgt der mehr puriimiiaßige, heitere Feil der Darstellungen: Purfrnoperette. selbstverfaßt. IN klappt vorzüglich. Nach dem Abendbrot hält Frau Posener eine Ansprache, in der sie *ich von den Kindern und ihren Mitarbeitern verabschiedet und den Wun-cli au.--pr;d1t, daß Kristinehov unter der neuen Leitung■ von Dr. Wolf und Frau Levy in dem bisherigen Geiste weiter wachsen möge. Am nächsten Tag fahren alle Insassen der Schule nach Mal in 5 zu ciiitr Pui;mfeicr, die sie als Werbeveranstaltnng für dert KKL durchfuhren und deren gesamtes Programm von den Västrabvcr Kindern /u.-ammen mit den C.haluzim und Chalu/oth des Ya-trabyer Makkabi-Hachscharah-Zcntrums be- *tritteil witd. Der Saal war mit von den Kindern angefertigten Transparenten und einem grollen Her/1 bild geschmückt. Auf Tischen um! beiden Selten waren schöne und brauchbare Arbeiten der Schule au.- eigener Werkstatt ausgelegt. Zur Lin- Ititungf werden gut cin-tmlirrte hebräische Lieder gesungen. Ein von um-m Makkabi-Uhaw er dirigierter Sprechchor war be- *Ondcrs eindruck-voll. Hrößtcn Beifall des Publikums fanden und verdienten die -peinlichen Boden-Turnuht!n״en der hinfen, die ein gutes di.iimiig bewiesen, ebenso die huhscneii, isriplinit r; und temperamentvoll a!1«grführten Horratänze. Zwischendurch w tirdui einige Palästinahilder aus der kämm• lung des Helms vorgeführt. Tags daiauf beginnt wieder der Alltag des Lamlschul* heims mit seiner A1!סיit. Auch hier, wenn man die Kinder bei ihrer Arbeit, in ihrem Gemeinschaftsleben, In Ihrer Freizeit beobachtet, entsteht der Eindruck, daß sie sich in einer Atmosphäre entfalten, die ihnen sichere Haltung und Kraft für die Zukunft geben wird. H. A. VeisfiMttQt Ui des Wett Die Jüdische Rundschau hilft Adressen suchen Nr, 313. Herr Stift aus Lodz, um 1880 nach Nordamerika ausgewandert, wird gesucht von Philipp Ro*enthal, Wien II, Malzgasse 12 (bei Sperling). Nr. 314. Nicolai Darles und Frau Liga Darles, geh. Zinamon, letzte Adresse: Detroit, 2989 E. gr, Blrd. werden gesucht von Leo I ioffttiann, Berlin-Wilmersdorf, Kaiserallet 26 (bei Wagner). Nr, 315. Die Söhne von Philipp Jacob, 1883 aus Chltjdowo (Posen) nach Chikago ausgewändert, werden!gesucht von Gtorg Schwarz, Reuthen (O.-S.), Fichteetrafk f. Nr. 316. Frau Mathilde Landsberg geb. Friedmann au* Sandberg und :hr Ehemann, von Goitvn (Pr.-Posen) vor zirka .30 Jahren rwh Los Angele* ausgewandert, und deren Kinder Karohm, Hermann, Marcus, Nathan, Minna, Johanna, Friederike werden 7׳ »ur ht von Trau Sara Schwersen* geb. laeobowski aus Oost*r, Berlin, Kurfürstendamm 184 bei Hlracbfeld. Nr. 317. Herschel (Kalman) Podnlaki oder dessen Nachkommen, vor 50 Jahren au» .•־,wrnigororlka (Gouv. Kiew) nach Philadelphia ausgewandert, werden gesucht von B. Po• dolski, Berlin-NX ilmersdorf, Motzstr. SP. Briefe an die Redaktion Venezuela Zur Frage der Berufswahl IWn, den 7. April 1938 An die ,,Jüdische RnnrEchau“. Berlin. In Ihrer Zeitung; vorn 29. Afärz 1938 h*ben Sh' einen Artikel üiw״r Venezuela vcr<>fH’ml:ci־־L E'h mochte zwei Punkte heraii-gid• fen. die zu Mißvcrständni^cn führen und die den Tatsachen nicht er.f 'pre׳ hen: Im AfnH.niti ij!x*r Land und Foule vunl zunächst über Ca• racas gesprochen und etklart, du'13 ein hoher Prozent der Einwohner .Analphabeten seien. Dieb kann hir die Indianer in den entlegenen Ge^'ndeu von Wiu’Z’iela zum Teil Iw-ute noch »hniiPfn, für Caracas icdoch stimmt dies nicht. Die Regie• nmg hat in <ien letzten Jahren die Schulen von unten bii hmauf zur I 'niversitat derart ausgebaut. cDb in den Städten mvi Dörfern die AnalphalH'ten hing* *am vonchv inden. Au« eigener AnH’h.oiun״ hai»e ich kon'׳a!ie!f. daß die Schulbildung; den enrnrn-!sehen \’crhtHnif-<־n in niedit* nicfisteht, Wober wird in dem Artikel von der KoloniCmtmy des Lau• des gr-pr<vLvn.!־'- ist nrhhg, daß die Regierung von Vene* zue'.i ein große8 Keilnnisafiomp’Ojckr entworfen hat* hingegen m ,1 ren in Ven־ef.uelf» nie franrüsi*(he Landwirte. Doduilb entspricht e^ nicht den Tatsaehen. <laß eine fra mmM-chc Kolonie Megwii dehcjljer! und nn^o* ',!!־־den Ivnm.iä autpegehen w unie. a.- über d»1$ Klima Venezuela■־ pr-agt ent*pr?rht eHenialN nicht den 'I äL-achen. Man kann dort!1id!t von eifWJtn einluüt• liehen Kh'iia ,prcchrn. Mrj<de!1 hundert Meiern!lohend! ne! cnz m echt-cL <jp- Klima, In tarier Hohe von über 600 m is; da» Kiima asilaT^t go-und, fiebrr* ,re! und enttpriefit den euroju־ is«:hen Wrhnhnu%en. \\'<t% die Vcrhsü'rm nicht erwähnt hgt. möge liier noch hinz.ugefiigt werdon: Venezuela kennt keinen Winter, weshalb die Landwirte dort isn Jahr 2—■3mal ernten krmnen. Die ErlchnH-0 hei (ier Ein- 1׳ei •('. die von der Verfasserin geo-hüder! wrrden, dürfen auch nicht verallgemeinert werden. Solche Kriehni-'e kommen zuweilen auch in Europa vor und M,a!e unrichtig, wenn man von :-י׳!! hon Einzel vor kom innigen auf das Fand überhaupt sch'ießcu mochte. Ceber die!•rlarnsverliält ni8se whd in dem Artikel u. a. gesagt, daß seflr viele Mädchen von 12 Jahren unehelirhe Kinder h.itten und daß Hie«: in den helfen Familien verkomme. Die Verfasserin scheint mit den Ver* lialtnis'Cn \‘eneznelas nicht so vertraut zu sein, um zu erkennen, daß diese Pehauptutig• falsch ist. Es genügt, zu erwähnen, daß die gute Eirsctlschatt Venezuelas au; ehemaligen Spaniern zas,i1nmengesc!zf ist. IC ist he• kann!, daß cs der spanischen Familie ab da.8 Hoch st c gilt, Z!uh1 und Haltung der Töchter zu bewahren. E; i«d au*ge• «f h!o8.־en, daß junge Mädchen und Damen der C.e*eH>chaft überfmupt außerhalb ihre« Krei■ 5c> oder ohne Begleitung ihrer Ebern oder Fie£chwirter mit M;i nnerri zu8amtnenkommen. In vorzüglicher Ilochsehatzung Dr. \V alter B 1 o r h, \ izek־>n-ul von \'cm7׳.ue!a. N a c h b c rn er'kung der K e d a k! ion: Wir geben die vorstehende Zu*chrin gern v ic■ der. da es darauf ankomm!, hei deraitigen Informationen über J.ander, die in irgendeiner Weise für E;nuatidejung von Judt^n in!׳'rage kommen, mit möglichster flcrtauigkeit zu verfahren, um auch in den Einzelheiten keinerlei iaUeke Vorsehungen aufkommen zu u>>en. Philadelphia, 9. April 1938 ,Jüdische Rundschau“, Berlin W 15, Meinckestr. IQ Wie jedes Jahr, so % v erden au<14 dieses Jahr um die t)5terzeit herum jungen jüdi-chfn Mcn^chei), die die Schule verlassen, \’orsch1i1gc zur Berufswähl gemacht. In Vorträgen, 'Broschüren usw. versuelit man jungen Momehen \’or• und Xach* teile der verschiede^ten Berufe klarzumaclw’n. mit denen sic nach angemessener Lehrzch den Weg in יי heben gehen .Millen. Daß man sich heutzutage üfxri" iegend landw Ir t «cha ft liehen oder handwerklichen Berufen 7.11• Mcndet. i>* nun *chon eine tesf• stehende Tat-a<he. Siimtiiclie Bc• rufe Meiden im Hinblick auf die späterhin erfolgende Au*► Wanderung gewählt. L a n d w i r 1 s r b. a f t kommt in der Haupt-riebe, von einigen Au-nahmen ahge-chen. nm für Palästina in Frage, während min jeglichen Handwerksberuf in den überseeischen Lim« lern anwenden zu können hoftt. I ih! bei der .Nützlichkrh-trage eines Berufesei vor einem sehr hihi• fi״en Felder gewarnt: M^n frage sich nie: Welche!׳ spezielle Rcruf 1-t (!it die •es oder jenes Land besonders geeignet?!Man gehe niemals ubl die.-cr falachcn Vorau.octzung an die Wahl eines Beiiiic־» heran. Man fiage sieh vielmehr: Wofür habe ich Xe!• g u n g. Welche Arbeit könnte ich wiikürh gut und mit eigener Zufriedenheit au-mlien? Denn Fast und Liehe gehört zu jeder Sache, speziell natürlich zu einem Eeben.dHU uf. der mit Sorgfalt־ unter Berücksichtigung vor!)aridener Fähigkeiten nu-gewählt werden muß. l'nd noch etw^« Bt unbedingt, wichtig. Neben der Auswahl eines Berufes unter diesem Gesichtspunkf. neben der ineisteus »ehr schweren körperlichen Arbeit ist die aktive Beteiligung in einem zionUti-chen Bund eine .JS'ol»־eildigkeit; denn erst: Hie Jugendbewegung vermittelt dem arbeitenden jungen Juden Hie geizige, nicht minder wichtige Fin-trilung zur Arbeit. Dai-t es gerade, wa» man von dem jüdischen Menschen un5er«r Zelt verlangt. Fast alle Emigranten in fremden Ländern arbeiten schwer körperlich und sind meistens froh, überhaupt diese Arbeit tu haben. .Aber sobald sich ihnen eine Möglichkeit gibt, in andere, sogenannte: ,.leichtere’*. Berufe hmcinzukommen, sobald sie die jeweilige Landessprache besser bchci rschen oder sich sonst ein Zufall bietet, strecken manche beide Hände au* nach diesem ,.Glück“ und werfen alles bis► her gut und schön Gewesene mit einer geiingschätzägen Geste über Bord. Sie kehren wieder zu dem alten Leben turucte, um eines Tage* wieder — die Zeit spielt dabei gar keine Rolle — am Ende ihrer Illusionen zu sein.. Die-!׳ Menschen sind zum zwei» tcu Male gescheitert. Sie hatten nie einr richtige innere Be- Ziehung zu ihrer neuen Arbeit gefunden. l'nd dies ist der Punkt, den wir unseren nun ins Berufsleben tretenden Jugendlichen nicht oft genug einprägen können: Nicht nur äußerliche l’msrhichtung suf Grund äußerlicher Einflüße und Emitrlhmg auf einen Handwerki• beruf, weil alle anderen Berufe nicht mehr gut sind; vielmehr Bciufsuukschirhfung v on innen 11 e r a u 5, erkennen, daß die Welt von früher zu* am וזז enge* stürzt ist und nun andere Lebensgesetze gültig sind, und nicht kostbare Zeit vertrödeln mit Festhalten an Dingen, die längst ihre Lehen 1י *creditigung verloren haben. Auswanderung ist nicht Wohnungsvorlegirng; es iit die positive Einstellung und Anerkennung der neue» Zeit, Das sind bestimmte Probleme, die schon sehr oft behandelt wurden, aber nie genug wieder« holt werden ,,können. Denn ein. noch so gut?!!'.gewählter Beruf wird auf die Dauer nur dann von Bestand sein, wenn def Men«eh, der ihn austibt, *ich auch zu ihm bekennt. Und die-« Aufgabe,!liebes Positiv* tu »vcl-cn un<3 zu vcritiräen, iit Aufgabe der Jugendbewegung. ' HochachlunguvoU Krnst Gottfried Budwlg die nächste kindci-Rundschau bring( am kommenden Freitag unter anderem■■ JUdtachc Jungen Itlegent Ein BUdberieht vom Segelflug jüdischer Jugend in Palästina. Aufflug zum Rutbenberg ■ Kraftwerk und Haien in Tel Aviv. Fortstfaung der spannenden Enählung: Die Insel * Kwuiah Zwei Lehrer-Fortbildungskurse Die Schulabtciliutg der Reiclisvertretung hatte eine Foribildungstatrung für Lehrkräfte des Englischen ver«n*taltet, die vom '3. hi* 13. April im Heim des Jüdischen Frauenbundes in Lch* nitz stattfand. Ziel dieser Tagung war, den Teilnehmern, die zumeist im Schuldienst *teilen, Möglichkeiten zur Fortbildüng zu gehen, sie mit verschiedenen Methoden, neuestem Lehrstoff und Lehrmitteln vertraut zu machen bzw. diese* Wissen zu vertiefen,!!!*gesamt 37 I chrkräfte verschiedenster Altersstufen aus allen Teilen des Reiches nahmen an der Tagung teil. Bewährte Berliner I chrkräfte erteilten Unter• rieht in Grammatik, Phonetik, Konversation; Lehrproben und Aussprachen über methodische Fragen gaben namentlich den Teilnehmern aus kleineren Orten wesentliches Material; durch englische Lektoren wurden u. a. idiomatische Fragen behandelt. Daneben waren die ״Zielländer der Auswanderung“, ״Judenprohlemc in England", ״Englische Malerei“ Themen von Vorträgen in deutscher Sprache. Dr. L. P. Der im Aufträge der Reichsvertretung vom Oberrat der israelitischen Rcligionsgemeinden Württembergs durchgeführte Fortbildungskurs erfreute sich der überaus regen Anteilnähme von 32 Lehrern und Lehrerinnen. Unter der *portliehen und leichtathletischen Betreuung durch Sportlehrer Edwin Halle, Stuttgart, der turnerischen Ausbildung durch Turnlehrer A. Goß, Berlin und der gymnastischen Kftrper- Schulung durch Frau Alice Bloch, Stuttgart, wurde in intensiver Arbeit der Versuch unternommen, Wege und Ziele der körperlichen Griindsehulung aufzuzcigen und den Tcilnehmern das praktisch(; und methodische Rüstzeug für eine für den Schul betrieb wichtige körperliche Ausbildung zu liefern. Neben dieser praktischen und methodischen Schnlungsarbeit, zu der wir als für den Turnbetricb wichtig noch die Vorträge über Anatomie (Dr. Neu, Stuttgart) und ״Erste Hilfe“ (Dr. Königsberger, Stuttgart) sowie die von Karl Adler geleiteten praktischen Unterrichtsstunden in Rhythmik zählen wollen, bemühten sich Helix David, Stuttgart, und Prof. Kantorowicz, Frankfurt, durch Behandlung judenttimskurui lic her und gegenw■artskiindliclier Fragen der Tagung auch einen geistigen Charakter zu geben. Preisausschreiben für ein jüdisches Jugendbuch. Um dein Mangel an Jugendliteratur abzuhelfen, hat sich der Joachim Goldstern-Verlag entschlossen, ein jüdisches Jugendhuch öffentlich atiszuschreibcn. Es *oll für die jüdische Jugend von acht bis zwölf Jahren geeignet sein. Das Lektorat bestellt aus: Dr. Lutz Weltmann, Herbert Friedcntl1al( Joachim Goldstein. Das als das beste Manuskript bczcichncte Werk wird von einem jüdischen Künstler illustriert und nach Genehmigung durch die zuständige Stelle vom Goklstcin-Verlag herausgebracht werden. Manuskripteinsendungen sind bis zum 13. Mai 1938 an den genannten Verlag (Anschrift; Berlin-Wilmersdorf, L*hlandstr. 110 111) mit der Bezeichnung ״Jugendbuch-Manuskript“ zu richten. Das .,Israelitische Famillenblatt“ feierte vor kurzem da* Jubiläum «eines 40jährigen Bestehens. Aus diesem Anlaß gib es eine Jubiläumsnunirner heraus. Die Rubrik ״Gestalten jüdischer Vergangenheit“ imifite in der heutigen Nummer wegen großen Raummangels zurückbleiben, Post nach Ueberse© Vom 3. bi» It. Mai (ohne Gewähr) Die angegebenen Zeiten sind die Abgangs reiten der Ziig* bzw. Flugzeuge aus Berlin. Die Sendungen müssen X—lt/j Stunden vor Abgang bei der zuständigen Bahnhofspojtsnutalt (Flugpoit beim Postamt SW 11) vorliegen. Anschluß im Reich entweder bei Durchgang der Züge bzw. F'ugreuge oder durch Sendung nach Berlin oder direkt an die Zwischenstationen. Bei der Aufiehrift empfiehlt sieh die Anbringung von Leitvermerken. Psläitlna (ab Anh. Bhf. 22.15. Sonntags 21.29; Abgang Mtlneh«il ca. 12 Stunden »|>.'i1rr): 4. via Brindisi mit ״Pont« Ro»«!"! S. Hai!». — via Belgrad; 11, Haifa. — fl. via Belgrad; 13. Htif». «— 10. via Brindisi mit ,.Gerusaiemme“ s ifl. Haifa. ■ IX, vi• Belgrad; 17. Haifa. Luftpost; 5(0., Mi., Fr. 7.00; 9.50 Wien; Di., Do., SM. Ly<M* (Linie Warschau—Lvdda über Athen). — Di.. Do., SM. 7.00t 8.15 TI alle/Leipzig■ t 950 Wien; Mi״ Fr., Stg. Lydd« (Llfti* Amsterdam—Bandocng über Athen). U. 8. A. (ab Bhf. Fried!ielisir. 15.44): 3. via Cherbourg mit ,,Bremen"! 9. New Vork. — 4. via Le Havre mit ״Manhattan“; 12. Ke*' York. — 5. via Cherliouig mit ״Deut ,ehland": 13. New Vork, ,•“» 11. via Cherbourg mit ..Europa"; 17. New Vork. Luftpost (Nachbringcilüge): 4, (mit. Luftpost über Köln , *um Dampfer ״Bremen“) 8.10; 11.00 Köln. Südamerika: 9. (Anh. Bhf. 22.551: via Neapel mit ״Oeeank“; 23. Riol' 27, Buenos Ai re*,. Luftpost (auch nach Mittelamerika und Weatindi*»)! ML Postschi. 21.00; Do. 6.00 Frankfurt t. M.; Sbd. Rio; Stg. BuanO» Aires (Deutsche Lmtp.). — Sbd. Postachl. 12.15; Di. Rio! Mi. Buenos Aires (nicht nach Bolivien und Kuba) (Fr*. Luftp.)■ Südafrikat 5. (Bhf. Friedrichstr. 13,58) via Southampton mit ״Arufi* dcl ( "; 20. Kapstadt. Luftpost! Mi. und Sbd. 7,00; 9.50 Wien; an Kapstadt nach 8 Tagen (Linie London•—Kapstadt über Athen). Australien 1 5. (Anh. Bhf. 9.20) via Marseiile mit ״Maloja“; 4. 9• Melbourne; 5. 8, Suincy. Luftpost: Di. und Sbd. 7.00! 8,15 Halle/Leipiig! 8.50 Wieiil Do. und Di. Sydney; Fr. und Mi. Melbourne (nach ca.!ן/נ Wochen) (Linie Amsterdam—Bandoeng über Athen). Jüdische Künstler in Belgien. Unser Brüsseler Dr. P. R.* Berichterstatter schreibt uns: Der Musikwintcr brachte diese* ahr besonders viele jüdische Künstler hierher. Artur Schn*• e 1 *niclte das B-Dur-Konzert von Beethoven. Goldberg und Ltli Kraus, ebenso Nathan Milstein veran*talteten Sonatenahende. A. Aichkenase spielte zwei Beethoven-Ko«• zertc, die Veranstaltungen von Uninski und Brailowiki, eben• falls alte Bekannte des Brüsseler Publikum», hatten groflln Beifall. Besonderes Interesse fand die Darbietung alter Mir•׳ sik von Alice Ehlers und Eva Heinitz. Im Requiem von Verdi wirkte Ria Ginster mit. Odnoposoff spielte das Violinkonzert von Beethoven. Als Dirigenten traten in Brü**el Dobrowen, in Antwerpen LBwenstcin hervor, der dort die flämischen Konzerte leitete. Zum ständigen Programm des Winter» gehören die Tanzaufführungen von Chaja Goldstein, die in beiden Städten ihr feste* Publikum gewonnen hat.