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Jüdische Rundschau · 1938-03-22 · Heft 23 (22.3.1938) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 23 (22.3.1938)
Date
1938-03-22
Page
– (sequence 8)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU BERLINER RUNDSCHAU Nr. 23, 22. MÄRZ 1938 Vier Kollektivausstellungen Dorothea Horwitz, Margarete Nehemlas, Ludwig Schwerin, Manfred Steinhardt Die neue Ausstellung im Klubheim Marburger Sfr. 5 zeigt Werke von vier jungen Künstlern, von denen jeder schon seine Eigenart herausgebildet hat. Bisher fast unbekannt ist die interessante junge Malerin Dorothea Hör• witz. Sie zeigt Pastelle und Zeichnungen, die von malehieritz Steinhardt: Margarete Nchemias: Selbstbildnis Prof. Silbermann Foto: 11. Sonnen{■!,1 Foto: J. Abr.Ji.m rischem Temperament, einer leicht beweglichen Einfühlungsgäbe und guter I.ichtführung zeugen. Am besten gelangen ihr die Pastelle ,,Bildnis eines jungen Mädchens“ ,die ,,zwei lesenden Mädchen“, ein Kopt eines kleinen Mädchens mit weichem, hingebungsvollem Gesicht und vor allem eine jugendliche Gestalt' im blauen Trainingsanzug. Sehr gut ist in Rotel ein Porträt eines jungen Mannes und von den Silberstiftzeichnungen das Profil eines Mädchens. Margarete N e!1 e m i a s zeigt diesmal ein vorwiegend zeichnerisch gestimmtes Werk. Vorzüglich sind ihre Aquarclle. Die ״Lesende Frau“ ist eine zart getönte farbige Zeichnung, die in der Technik an ihr gutes Selbstportiät im Malerkittel erinnert. Eine moderne Landschaft (Feder- Zeichnung und Aquarell), in den Farben kultiviert abgestimmt, gibt mit Silhouetten von dunklem Gebüsch, den mit Federzeichnung umrandeten Wolken und der leichten Strichfiihritng den Weg ihrer hauptsächlichsten Begabung an. Ihre Tusch- und Pinselzeiclinungen überraschen durch guten Blick für das Episodische, charakterisieren mit geübtem Blick, ohne darüber den Sinn für das idyllisch romantische Nebenbei zu verlieren. Die Landschaften von Manfred Steinhardt zeichnen sich durch Exaktheit der Ausführung aus. Die Farben bevorzugen meist gedeckte, dunkle Klänge, die Kompositionen sind aber in der Wohlabgcstimmtheit der Farben, der sicheren, ruhigen Grundstimmung und der Sauberkeit der Durchführung der Anerkennung wert. Die Gemälde ״Das grüne Dach“, ״Die Brücke“, das Winterbild, vor allem auch die Zeichnung ״Alt-Westend“ mit der kultivierten Flächen- Zeichnung haben ihre Qualitäten. Das Bes ־ ׳.ber ist wohl sein Aquarell ״Herbststrauß“ und ebenfalls ,n Aqurarell ein Stilleben. Beide Arbeiten zeichnen sich durch sicheres Formgefühl und gut abgestimmte Farben aus. Ludwig Schwerin ist auch in seinen Palästina-Bildern der Romantiker geblieben. Sein zartes, helles Blau mit zarten Brauntönen erscheint als Hintergrund und bildet die Luft in seinem Orangenzweig. Aehnlich zarte Farben hat die Landschaft an der Jordanbiegung und auch die südliche Schönheit der Straße zum Meer mit ihrem lockeren Sandweg und üppigen Grün des Tors aus grünem Laub ist palästinensisch. Der rote Bergrücken von Galiläa erscheint noch unter einer Wolke, Palästinas Farben erschließen sich nicht leicht. Die ״Dizengoffstraße“ mit den scharfen, blauen Schatten, auch das Aquarell von Ramatli Gan und die Zeichnung ״Araber schert sein Kamel“ und die ״Kamel- Karawane vor dem Ruthenbergwerk“ vermitteln die Stirnmung des Landes. Von seinen übrigen Arbeiten gefällt mir am besten das Stilleben. Die beiden Frauenporträts zeigen erneut seine starken künstlerischen Fähigkeiten. Die ״Josefslcgende“, eines seiner orientalischen Märchenbilder, wirkt in seinem oberen Teil durch die Fülle der Vögel ein wenig zu schwer. Es gehört in die Geinäldcrcihe seiner Tobiasbilder. Hanna Schlesinger (Ruth Morold) Ludwig Schwerin: Am Ruthenberg-Werk bei fei Aviv Foto: J. Abraham Ankündigungen Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina. Nächster Wizo-Nachmittag wird noch bekanntgegeben. — 23. März, 16 Uhr, Regensburger Str. 26: Chug Iwri der VVizo. Gä^e willkommen. Hebräische Kurse der BZV. Neue Anfängerkurse beginnen demnächst: Kantstr. 54 (Dr. Broser); Sieglitz-Friedenau (A. Deutsch). Anmeldüngen an die Kulturabteilung der BZV., Meinekestr. 10. Hebräische Lehranstalt der Jild. Gemeinde. Eröffnung neuer Kurse für Anfänger, Mittlere und Fortgeschrittene. Sprechzeit: Montags und Mittwochs. 17.30—18.30 Uhr, Gr. Hamburger Str. 27; Dienstags und Donnerstags, 17.30—18.30 Uhr, Klopstockstr. 58 (Tel. 93 14 90). Jüdisches Lehrhaus (Freie fiiilische Volkshochschule E. V.) gemeinsam mit der Lehrstätte Ch. N. Bialik der BZV. Arbeitsgemeinschaften und Vorlesungen (wenn nichts angcgcltcn, Beginn 20.30 Uhr). Curt Borehardt: Gegenwartsfragen der Technik, ״Welche Anforderungen werden im Auslande an den Radio-Ingenieur gestellt?“ Montag, 28. Marz, verlegt nach Fasanenstr. 80 (Vortragssaal). — Photokurs: Jeden Dienstag. 20—22 Uhr, Marburger Str. 5. III. — Sprachen: Englischer intcnsiv-Kursus: Zum 1. April können noch einige Teilnehmer aufgrnommen werden. Spanischer Tageskurses: Beginn 1. April. Täglich — Montag bis Freitag einschließlich — Unterricht von 9—13 Uhr in Grammatik, Svntä.v. Phonetik, Konversation. Vorträge über Landc-kundc, im ersten Monat in deutscher, ab zweiten Monat in spanischer Sprache. Gebühr: 30 RM. pro Monat. Kursdauer: 4 Monate. Sofortige Anmeldungen erbeten. —- Anfänger-Kurse in Englisch und Spanisch sind zum 1. April im Westen und im Zentrum vorgesehen. Auskünfte, Anmeldungen usw. in den Sprechstunden des Sekretariats: Montag bis Donnerstag, 10—12, 16—18 Uhr. In der Aufführung von Molnars ״Delila" führt Dr. Ilans Buxbaum Regie. Hauptrollen: lennv Bernstein (Schaffer) und Fritz Wisten. Ferner wirken mit: Eifriede Borodkin, Walther Herz. Siegmund Nunborg. Martin Brandt, Fritz Lion. Alfred Lichtenstein. Eva Baruch. Ausstattung: Heinz Condeil. •— Der Kulturbund hat zur Aufführung noch in dieser Spielzeit das Werk ״Der Gerichtstag“ (Land in Flammen), ein Palästinaspiel aus dem Jahre 1936 von Bat-Dori, erworircn. Bearbeitung: Herbert Friedenthal. Bezirks-Veranstaltungen der BZV Schöneberg Dienstag, 22. März, 20.30 Uhr BZV-Heim, Ooltzstraße 21 Dr. Kurt Licht: Chaim Welzmann - Der jfldiach• Oliva Mittwoch, 23. Marz, 20.30 Uhr BZV-Heim, Kantstr. 54 Intendant Dr. Kurt Singer: Der J&dische Kulturbund Hansa Mittwoch, 23. März, 20.30 Uhr Konditorei Hansa, Flensburger Sir. 19 Der Vortrog von Rabb. Hamburger muß verlegt werden. Spandau Mittwoch, 23. März, 20.30 Uhr Spandau, Lindenufer 12 Georg Kopydlow.kl, Wende jOdlechen Schicksale - Wae wird au■ Palästina? Vorführung der Palästina-Monataachau Die Jüdische Winterhilfe teilt mit: Die letzte Haussammlung: der Jüdischen Winterhilfe am 27. März 1933 steht im Zeichen der Vorbereitungen für das kommende Peßach-Fest. Es gilt, unseren Betreuten ein frohes Peßach-Fest zu bereiten. Die Verteilung von Mazzoth und Lebensmitteln, deren Ausgabe durch die Wohlfalirtsbezirke erfolgt, sowie die Abhaltung von Sederabendcn für Alleinstehende erfordern große Mittel, die von der Jüdischen Winterhilfe Berlin hcreitgcstelit werden müssen. Diese zu beschaffen ist nur möglich, wenn alle es als Ehrenpflicht betrachten, uns eine Sondersnende anläßlich der letzten Haussammlung zukommen zu lassen. Als Dank für diese Sonderspende erhält jeder Spender, der mindestens 50 Pfg. mehr als sonst gibt, eine Haggada mit Widmung der Jüdischen Winterhilfe frei ins Haus geliefert. Am Ende der Winterzeit weist die Jüdische Winterhilfe nochmals darauf hin, daß die Bewältigung ihrer großen Aufgaben nur in der bestimmten Erwartung möglich war, daß jeder das in den Richtlinien des Herrn Reichsbeauftragten für das Winterhiifswerk des Deutschen Volkes 1937/38 vorgesehene Pflichtopfer zur Linderung der Not bringt. Wir bitten daher nochmals eindringlichst, alle bisher noch nicht gezahlten monatlichen Winterhilfsbeiträge umgehend auf das Postscheckkonto ״Berlin 9344 6“ der Jüdischen Winterhilfe zu übersenden. Eröffnung! Freitag, den 1. April 19 3S Privat-Mittags- und Abendtisch Ernst Herschthal Berlin W50 Marburger Straße 9 Tel: 24 <5 7 S 1 Ecke Augsburger Stmße 3 Minuten von der Tauenizienstraße Gedecke: RM-,SO, RM 1,-, RM 1,20 Tageszeitungen Festdlchtungen aktuell — Individuell erfaBt E. Sundak, l.rUn-Cfaarlbg. 4 WaltzstraBe 20 Tel.: 96 23 18 Neu übernommen I 47 3918 ס»*»!•!־ liondäaui Hansa t:»: Flenaburger Straße 19 / llanaa -Viert•! Sie fahlen sich wohl In den renoviert., behaglich eingerichteten Räumen BERLIN NW 87 Alfred levin Klavierstimmer perez 1 jon. Klavierstimmer Ruf: 7219 20 I und Reparateur / Tel. :87 2046 BZV. BEZIRK CHARLOTTENBUR0 Informations-Abend: ״Vianderung“ Donnerstag, 24, März, 20.30 Uhr, im BZV.- Heim, Kantstraße 54 Walter Lindenstrauss Ass. Gerh. Wallbach sprechen aber Zertifikatslage und Kapitalprobleme bei der Auswanderung Mittwoch, den 23. Mars 1938, 20.30 Uhr Muaiker-V.relnehaua, Kalaar-Wilhalm-StraBa 31 DIE ERZWUNGENE HOCHZEIT Operette in drei Akten von M. Seher Aufgefühlt von der Klalnkumtgruppa dee Bezirke Zantrum-Nord der BZV. Regie! M. Witfaleohn Sally Lanzmann (Tenor) Karten zu RM 0,75, 1,25, 1,50, 2,- bei Adleratein, Alte Schönhaujer Str. 58; Konditorei Dobrin, Spandauer Brücke 7; Buchdruckerei Lacher, Lothringer Str. 34-35; Konditorei ״Zum Wiener“, Kommandanten.tr. 44a; Buchhandlung Salles, Grenadieritr. 30; Reatauran« Kimelfeid, Roaentbaler StraBe 32; Wiener Ca«, Alte Schönhauser Stra&e 11: BZV.-Heim. Roaenthaler StraBe 44 BERLINER HANDWERK UND EINZELHANDEL /־■spha! t11:r1.n gen Pflasterungen ' Robert Wolters, Berlin W15 _Kurfürstendamm 48-49, Ruf 92 47 51 lllll Auto-Garagen - Tankst. )||j[|[[|l ^, ז-Garagenpalast ■8tl>. 127. 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