Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 43 (1938)
- Issue
- Heft 20 (11.3.1938)
- Date
- 1938-03-11
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 20, 11.111.1938 Wiener Theaterbrief Von unserem Berichterstatter J. R,, Wien, im Mar/ Direktor Hofrat Dr. Ernst Lothar, der seit einigen Jahren Max Reinhardts ״Theater in der Josefstadt“ mit außer- Ordentlichen künstlerischen Erfolgen führt, wurde durch Verlängerung seines Vertrages für weitere fünf Jahre dem Hause Verpflichtet. Im Rahmen einer Nachtvorstellung gelangte im »,Theater in der Josefstadt" durch die ״Oesterreichische Volksbühne“ Hugo von Hofrnarinsthals Schauspiel ״Das gerettete Venedig“ zur österreichischen Uraufführung. Dieses Werk Wurde bisher nur ein einziges Mal (durch Otto B r a h m in Berlin) aufgeführt. Die Regie des Abends hatte Walter Firner, der Leiter der ״Volksbühne", die mit dieser Uraufführung gleichzeitig ihr fünfjähriges Jubiläum feierte. — Hans Jarav, der beliebte Wiener Schauspieler-Dichter, hat nach längerer Zeit wieder ins Josefstädter Theater, zur Stätte, wo er sowohl als Bühnenautor wie auch als Darsteller große Erfolge zu verzeichnen hatte, heimgefunden. Gemeinsam mit Lili Darvas, der Gattin Franz Molnars, tritt Jaray gegen- Wärtig in den! Lustspiel ״Kammerjungfcr“ von Jaques Demi unter der Regie Paul Kalbecks auf. — Sybille Binder, die als vielgefeierte ״Kaiserin Elisabeth“ in dem gleichnamigen Stück des Salzburger Dichters Georg Rendel zuerst in Serienaufführungen im ״Deutschen Volkstheater" (Regie: Heinrich Schnitzler), dann im Rahmen eines Ensemblegastspiels dieses Theaters in der ״Scala" einen Dauererfolg errang, spielt Jetzt in den ״Kammerspieien des Josefstädter Theaters“ geineinsam mit Ernst Deutsch in dem englischen Kriminal- Stück ״Mondnächte" die Hauptrolle. — Josef Glücksraan!1, der Sohn des langjährigen Dramaturgen des Deutschen Volkstheaters Professor Heinrich Glücksmann, ist für die kommende Spielzeit an die frühere Wirkungsstätte seines Vaters als Dramaturg berufen worden, ln den letzten Jahren war Josef Glücksmanu Spielleiter iin ״Theater an der Wien“", wo er jüngst die erfolgreichen literarischen Einakter-Aufführungen (Salten, Polgar, Schnitzler) inszenierte. — Max Hansen wurde in Aunkennung tur seine Werbedienste, die er in mehreren österreichischen Stücken im Ausland, insbesondere in seiner dänischen Heimat, für Oesterreich leistete, vom Bundespräsidenten mit dem Ritterkreuz erster Klasse des Ocsterrcichischen Verdienstordens ausgezeichnet. Die hohe ,Auszeichnung wurde dem Künstler im Rahmen eines festlichen Empfanges vom österreichischen Gesandten für die skandinavisehen Länder überreicht. — Der Klaviervirtuose und -Pädagoge Professor Julius Isseriis gab nach langer Zeit einen Chopin-Abend. Der von Publik um und Presse herzlich gefeierte Musiker wirkte auch als Solist in einem Konzert ״Russischer Meister״ mit, das im Großen Musikvereinssaal von Ivan B o tt t n i k o f f geleitet wurde. —MAGISTER KIRSCH—, Der gute Lik Ar Magister-Likörfabrik, München VII Absolventen von Groß-Breesen als Ica-Siedler. Die Le!• tung des Jüdischen Auswandererlehrguts Groß-Breesen teilt smitr L)ic Jewish Colonisation Association (lea) hat zugesagt, 30 Groß-Rrcesener Praktikanten, die im Laufe der nächsten ■Wochen ihre zweijährige Ausbildung in Groß-Breesen vollenden, in ihren Siedlungen in Argentinien anzusetzen. Ausbildung jüdischer Turn- und Sportlehrkräfte. Die Reichsvertretung teilt mit: Es ist in Aussicht genommen, int Anschluß an das Orthopädisch-gymnastische Institut von Frau Alice Bloch, Stuttgart, einen neuen einjährigen Lehrgang zur Ausbildung jüdischer Turn- und Sportlehrkräfte in Stuttgart stattfinden zu lassen. Beginn: 3. Mai. Schulgeld: nimmtlieh 50 RM. Aufnahmebedingungen: Vollendetes 10. Lebensjahr, Versetzung nach Obersekunda bzw. Zeugnis der mitlieren Reife, Nachweis besonderer sportlicher Befähigung. Der Meldung ist ein Lebenslauf unter besonderer Darlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Bewerbers beizufiigen.'Meldüngen in zweifacher Ausfertigung an die Schuhabteilung der Reichsvertretung, Bcrlin-Charlnttenburg, Kantstr. ISS. Ankündigungen aus dem Reich Breslau! Wizo. Am 14. März, 20.30 Uhr, bei Glogowskh Schweid- Kober". — Hebräische Sprachschule. Ab 1. April neuer Intensivkur■•, l.eruzei: (׳; Mo!:.1:0. Anmeldungen:!lehr. Spracii.whulc, Breslau, WalLstr, II, Zimmer 4. MoWag bis' Dünner »lag von 19-19.15 Uhr (Tel. 85 496). — Hannover! 14. Marz. 20.30 Uhr. Bergstr. 8. Kling Iwri: Vertrag Zwi Gaiibol. — 10. Marz. 20.30 Uhr, Bergstr. 8. Vtiansialiim״ der ZV1I. mit dem Misraehi: ״Bedeutung des jü- 1 1 1 11 t 1 I 1 1 1 u und 1 1 ,1 / ו Itlnti T1 uo 17. Marz, 20 Uhr, Beiger. 8, Chug Iwri. —• Köln! Zion. Vereinigung. ״Wu"» wird au» der' j11dl.whc!1 Jugend?""*— 16. März: Purim-Abend. Max Komn.-ki (Berlin! unter Mitwirkung des Jugendchores. Leitung: Julius Goldberg. — 17. Mär«: Arbeitskreis. PalätfinaAmi Berlin DE& 3 IWISM AtlNCY PO R PALEST I NE Berlin W 15, Meinekestraße 10. Telefon: Sammel-Nummer 91 90 31, Sprechstunden des Palästina ־ Amtes Wir weisen nochmals darauf hin, daß auswärtige Besucher außerhalb der Sprechstunden nur dann vorgelassen werden können, wenn eine entsprechende Verabredung rechtzeitig vorher getroffen worden ist. Auch Ausnahmen sind im Interesse einer ordnungsmäßigen Durchführung der Arbeiten des Palästina-Amtes nicht mehr möglieh. Wir bitten alle Besucher, diese Regelung in ihrem eigenen Interesse zu beachten. Südwestdeutscher Zionistentag in Mannheim (Q2. 16) 12.-14. März x Koninski, Berlin. Sonntag, den 13. Märt Eröffnung und Begrüßungen r Dr. Hans Friedenthal, Berlin ,,Zur jüdischen Situation u. zionistischen Politik‘1. 1s Uhr hommisstons-Sitzungen ■16.30 Uhr Rabbiner Dr. M. Grünewaldt ,,Zionistische Idee in unserer Zeit". Montag, den 14. März Arbeitstagung des Bczirksvcrbandes der Wizo in Q 2. 46 (Probesaal) 10 ü 16 Uhr Dr. flesch, Mannheim ,,Zur Palästina- Wirtschaft a. zionistischen Politik". Barmizwali-Ternrine. Am 12. März (9. Adar II): Felix Rath, Sohn (23. Artar 111: Gideon Rotholz, Sohn von Leopold Rotholz, Am■ TI Freund, Sohn von Max Freund, San Salvador (Mittel- Briefe an die Redaktion Bewässerungsplan für Palästina Berlin, den 8. Mär* 1933 Sehr geehrte Redaktion! 111 Ihrer Nr. 19 berichteten Denkschrift der norwegischen Ingenieur.. Albert Iliorth über Gedanken zur Durchführung einer großen Bewässerung in Pavor‘ üben Dingen »eine‘'Vorsehläge zur Nutzbarmachung der W;)»»,-r de- Oronie״ Dieser Ocin Den! .׳-!iiand "an ein Banken- Deutschen Bank herangetreten waren, um die Wasser des Litu'i, dii-cr Fluß^.'urh lud'it, We.-tMegung nach dem Jordantal hinüber zu leiten. Der in zionblbchen Kreisen wohlbekannte Dr. Curt N a w r a t z k i hat die־es Projekt, das er als seinen Vorschlag mir gegenüber hin-tclltc, bereits in den Jahren 1916 17 verhüten,^ und ich^ selbst auch schon ca. zehn Jahre. Scfialom! II a n 5 C. Bachman n, Regierungsbaumeister a. D. Rosenstock ln Tokio. Wir erhalten soeben eine in Japan herausgegebenc Broschüre über das neue Symphonie- Orchester ln Tokio, das im Oktober 1926 gegründet wurde und als einziges Orchester in Japan ausschließlich aus japanischen Musikern bestellt. Im August 1936. wurde Generalmusikdirektor Joseph R o s e 11 s t o c k, der bis dahin Dirigent des Berliner Jüdischen Kulturbundes war, zum Dirigenten engagiert. Seitdem hat, wie in der (in englischer Sprache abgefaßten) Broschüre zu lesen ist,_ das Orchester bedeutende Fortschritte gemacht, die auf die Erziehungsarbeit von Rosenstock zurückzufiihren sind. Rosenstock selbst widmet in dem Heft den Musikern Worte des Dankes ijnd der Aufmunterung. Das Heft enthält eine Liste der Konzerte der Saison 1936/37 und 1937/38. Unbekannte Mahler-Symphonien. Unser Wiener J. R.- Berichterstatter schreibt 1111s: Der Dirigent des Amsterdamer Concertgcbouw-Orchesters Willem Mengclberg, einer der enthusiastischesten Mahler-Interpreten, der sich in der letzten Woche in Wien aufhielt, erzählte interessante Einzelheiten über das symphonische Jugendwerk Gustav Mahlers, das nach dessen Willen nicht veröffentlicht ist. Es handelt sich da um vier vollständige Symphonien, die Gustav Mahler noch vor seiner in die moderne Musik- und Konzertgeschickte als ״Erste" eingegangenen symphonischen Dichtung komponiert hat. Mengelberg hat nun die Absicht, diese Erstlingswerke der Oeffentlichkeit zugänglich zu machen. Zur Tagung der Israelitischen Landesgemeinde Mecklenburg in Rostock waren die Delegierten und Mitglieder der verschiedenen Gemeinden zahlreich erschienen._ Nach Begrüßung durch R.-A. Marcus berichtete der Vorsitzende des Oberrats, Direktor S a m 11 e I (Rostock), über die Lage der jüdischen Gemeinden in Mecklenburg, die durch Abwanderung und Abgang schwierig geworden sei. Für das Landesrabbinat Mecklenburg erstattete Rabbiner Dr. Winter (Lübeck) Bericht, in dem er über das religiöse Leben, den Religionsunterricht, das Gemcindelebcn und die Jugendfürsorge eine Uebcrsieht gab. Fräulein Hertz als Fürsorgerin berichtete über ihre Tätigkeit, die sich auf zahlreiche Familien der jüdischen Bevölkerung erstreckte. An ihren Bericht schloß sich der von Frau Dr. Lindenberg über die Tätigkeit des Wohlfahrtsausschusses an. Ein Vortrag des Vertreters des Hiltsvereins, Dr. Arnold H o r vv i t z, über die Auswanderung bildete den Abschluß der Tagung. Das Jüdische Erholungsheim Lehnitz wird in diesem Jahr in der Peßach-Woche geöffnet sein. Vielen Familien.ist die Feier des Peßachfestes in der eigenen Häuslichkeit nicht mehr möglich. Nur diesen Gästen steht Lehnitz in der Peßach-Woche offen, d. h. nicht Wochenendgästen. Anmeldüngen werden nur für die ganze Peßach-Woche entgegengenommen. Anmeldungen an: Verband Berlin des. Jüdischen Frauenbundes, Gruncwald, Königsallee 11 a. Dienstag 16-18 Uhr, Freitag 11—13 Uhr. (Tel.: 973746.) Juden und Jüdische» im Rundfunk. X Freitag, 1t. März: Luxemburg (1304), 12,15: Auszüge aus dem 7. Vortrag von Andrd Maurois. gehalten in der Socidte des Conferences am 9. März: ״Chateaubriand und seine Zeit“ — Die Restauration und die ״Hundert Tage“. — Wien (507). 20: ״Hcrodes und Mariamne”. — Beromünster (540), 21.35: ,,Der Tor und der Tod“ von Hofmannsthal. — Montag! 14, März! Prcttburg (299;, 21.251 Klaviertrio D-Moli von Mendelssohn. STELLEN MARKT Nur für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die jüdisch oder jüdischer Abstammung sind I ANGEBOTE 1 Zahniechnikepin - Heilerin Jüdin, per sofort gesucht. Angeb. mit Bild und Zeugnisabschriften an Dentist Hans Stein, Chemnitz Johannlsplstz 3 Stenotypistin Posner i Philippion. Berlin, Kronenstr. 27" JUd. PraKtiMinnen für Haus und Küche zum 1. April gesucht Rena Jareckl* Al&xandrowltz Schwerin (Mark), M0chheld8*trßß«* •14 Junge Stenotypistin gesucht. 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