Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1938-03-01 · Heft 17 (1.3.1938) · page 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 17 (1.3.1938)
Date
1938-03-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2651273-2653549-2653557--31843-2683528
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

Seite 18 JHDISCHE RHKinerHAIt Nr. 17 1. III. 1938 die Energie noch die Fähigkeit, ein Unternehmen von einem solchen Ausmaß durchzuführen. Jedoch ließ der anfänglich für die Errichtung des Hafens gezeigte Enthusiasmus nicht nach; die materiellen Kräfte wuchsen, der Hafen wurde größer und größer und seine Vorrechte nähmen Schritt für Schritt zu. Heber '200 00'.) Pfund wurden bereits in die Entwicklung des Hafens investiert, der jetzt tausend jüdischeu Arbeitern Beschäftigung gibt. Jetzt wurde uns nun die Erlaubnis erteilt, die Landung von Passagieren im Hafen 7.u beginnen, und bald Wird der Tel-Aviver Hafen eine gleichberechtigte Stellung mit anderen Häfen erreichen. Ungeachtet der Wirtschaftliehen Depression in Palästina fährt der Jischuw mit nicht naehlassenden Kräften in seinen Anstrengungen fort, dpn ersten jüdischen Hafen im Lande zu vergrößern. Es ist nunmehr die Pflicht der Wcltjudenheit, die bisher noch nicht an diesem Unternehmen teilgenommen hat, bei der Konsolidierung des Hafens zu helfen, damit der erste jüdische Hafen in Palästina dem jüdischen Volke an- S:messen sein wird. Jetzt ist die Zeit für die Juden in der iaspora gekommen, um mit dem Jischuw vereint zu arbeiten und alle ticldmittei flüssig zu machen, die für die Stabilisierung des Hafens, der in einer Zeit der Not und Bedrängnis gewachsen ist, unumgänglich notwendig sind. Wir sind voller Zuversicht, daß jetzt, wenn der Jischuw und die Juden in der Diaspora diesen so wichtigen errungenen Fortschritt in der Entwicklung des ersten jüdischen Hafens in Palästina festlich begehen, die Juden in der ganzen •Welt ihre Pflicht diesem Werk gegenüber erfüllen werden.“ Für die Entwicklung des Hafens von Tel Aviv werden In Palästina Alijah- Aktien verkauft. Der Absatz der Aktien geht sehr flott vor sich. Die Schiffe der M c s s a ׳,׳ e r i e s M a r i t i m e s, der polnischen Palästina-Linie und der ״Adriatica“ werden in Tel Aviv an legen. rbeiter Aus der Wirtschaft Exportbemühungen der palästinensischen Industrie feste VerkaiiLigenniren i;:1 Libanon errichtet und auch nach' jüdische Rasier k I i n g e n - Industrie hat den Inlandsmarkt soweit erobert, daß der Import im Laufe der letzten drei Jahre — trotz der größeren bevölkert!!״!־ - sich auf weniger als zwei Millionen halbiert hat. Die R'asierkliugenfabi1 ־k Okava in Rischon le Zion erhielt außerdem Exportaufträge nach Südafrika, Australien und Rumänien Besonders interessant ist die Ausfuhrentwicklung der P a I e s t i n e P o t a s h Co m - pan y, der Brom- und Kaliwerke am Toten .Meer. Der Bromexport stieg von 403 t im Jahre 1935 auf •178 t im folgenden Jahre und auf 600 t im Werte von CP 43 000 im Jahre 1937. Neun Zehntel des Exports gehen nach England, der Rest nach Belgien mul Holland. Der Kaliexport erhielt erst im letzten Jahre den entscheidenden Auftrieb. Er vergrößerte sich von knapp 20 00(1 t im Werte von CP 133 000 auf 28000 t im Werte von £P 160 (K)0. Größter Abnehmer ist Japan, das eia Viertel des palästinensischen Kaliexportes aufnimmt. Probleme der jüdischen Milchwirtschaft Jüdische Bauern in Petach Tikwali, Her/Iiah, Kfar Saba, Ocdera, Ekron und Nachlath Jizchak haben ein Syndikat zur Organisation des Verkaufs und zur Uebertvachung der Produktion von Milcherzeugnissen sowie zur Sicherung der jüdischen Arbeit in der Milchwirtschaft gegründet. Die Preispolitik des Syndikates stellt unter Kontrolle der Stadtverwaltung von Tel Aviv, da diese Stadt der Hnuptabsaf/nrarkt des Syndikates ist. Die Tenuva, die Vertriebs-( )rgani ■ation der Arbeiterwirtschäften, ist dem Syndikat nicht beigen־ et en, hat sich jedoch über ein gemeinsames Vorgehen m t ihm geeinigt. Der Grund für dieses teilweise 'getrennte Vorgehen 'liegt in einer Verschiedenheit der!nteresM.•!!, Die Ä! beiterwediungen müssen etwa 4-1 ס •׳ ihrer Milcherzeugung an die Verarbeitungsbetriebe, hauptsächlich zur Biittcriicrslellung liefern. Diese Lieferungen aber s!1 ן '!! ß 1 >! b! '1!u \ ukaut zu obwohl der Gewinn arbeitenden piivaten ganze Produktion m Die Erträge des Fischfang* 86 000 Kib.‘'[)er Durchs hr'1 ittscrlös ’ sank ’von''•44' auf '^Miliim per Kilo. Verglichen mit den vorhergehenden Monaten hält sich der Fischfang auf ewern hohen Stande. Stark erhöht haben sich die Ladungen au;ländischer Seelischer, die im Oktober 69 000 und im November 63 000 Kilo bei Durchschnittspreisen von 29 bzw. 22 Millim per Kilo betrugen. Aufbau einer palästinensischen Leinenindustrie Die Seilfabrik und Weberei der Gebrüder Jeruschalini bei Tel Aviv hat nach Aufstellung der erforderliehen Webstühle mit der Herstellung von Leinengeweben für Vorhänge, Tischtücher und Sommerkleider für Männer und Frauen begonnen. Gleichzeitig hat die Färberei in Nachlath Jizchak die Anlagen zum Bedrucken von Leinenstoffen geschaffen. Zunahme des Viehbestandes Nach einer dreijährigen Unterbrechung hat das Landwirtschaftsdepartement der Regierung wieder eine Zählung des Viehbestände( für 1937 durchgeführt. Gegenüber der letz.en Zählung vom Jahre 1934 haben sich namentlich diejenigen Vieharten, die mit dem Aushau der Milch- und Eierwirtschaft Zusammenhängen, stark vermehrt. So stieg die Zahl des Rindviehs von 131 000 auf!71 000, die Kopfzahl des Gefliig.'ls, vornehmlich Hühner, von 1,5 auf 2,7 Millionen. An Schalen waren 200 000 Stuck gegen 19S003 vor drei Jahren vorhanden. Die einzige Gattung landwirtschaftlicher Nutztiere, die sich vermindert hat, sind die Ziegen, deren Stückzahl von 380500 auf 361 000 zuriiekging. Von den Arbeits- und Transportieren ist die Zahl der Esel von 76 000 auf 92 DO, der P b von 1.131 I au' 2'''))' 1!״d der Maultiere von 7500 auf 9000 gestiegen. Dagegen ist die Zahl der Kamele, offenbar Opfer der Europäisierung, von 32 000 auf 28 000 ge* stinken. Chronik der Terror-Akte י Bei einem Ueberfall in der Nähe von Lifta wurde ein jüdischer Lastwagenchauffeur N iss im Durani schwer verwundef; er erlag später seinen Verletzungen. Der Muktar von Lifta wurde ins Konzentrationslager von Akko gebracht, im Dorf wurde ein Strafposten eingerichtet. Ein Fellache wurde in Jerusalem in der Nähe der Bezalelschule tot aufgefunden. Der Mord war an einer anderen Stelle erfolgt, und zwar, weil der Ermordete im Verdacht stand, mft der Polizei in Verbindung zu stehen. Bei einem Ueberfall aut ein arabisches Dorf in der Nähe von Akko durch Terroristen wurde ein arabischer Hiifspolizist ermordet. Acht weitere Hilfspolizisten wurden ,nach Wegnahme ihrer Gewehre und Uniformen freigelasscn. In der Nähe von Dschenin und Nablus wurden bei einem größeren Gefecht 40 arabische Terroristen getötet; drei britische Soldaten wurden ebenfalls getötet. IR JERUSALEM , gut gebtrr ruhlat bequtme ZimmBP mit GRETE ASCHER Rechavla, Rechov Ramban 28 / Telefon: 983 Ein arabischer Hilfspolizist wurde auf der Straße von Jerusalem nach Jeric'io ermordet. Bei einem Angriff von Terroristen auf einen arabischen Omnibus wurde ein arabischer Passagier getötet. Bei einem Zusammenstoß mit einer arabischen Bande bei Tulkerem wurde ein britischer Sergeant getötet. Ein L>orf bei Nablus wurde von Terroristen überfallen, die einen Dorfbewohner niederschossen. In einem anderen Dorf wurden ein arabischer Polizist und sein Bruder von Banditen getötet. Ein Sanitätsoffizier der britischen Luftwaffe wurde in der Nähe von Atlit von arabischen Terroristen erschossen. Eine mit'ahrende Engländerin wurde schwer verwundet. Zwei weitere Personen wurden gleichfalls verletzt. Gerichtsurteile Die zwei Mörder von Mendel M i n t z, einem im Februar 1937 ermordeten jüdischen Lastwagenchauffeur, wurden hingerichtet. Ferner wurde ain 19. Januar vom Militärgericht in Nablus ein zum Tode verurteilter Araber hingerichtet. Der jüdische Polizist Mordechai Schwartz wurde vom Schwurgericht in Haifa wegen Mordes an einem arabischen Wachtmeister in der Nähe von Atlit zum Tode verurteilt. Der Angeklagte behauptete, es habe sich um einen impulsiven Racheakt gehandelt. Gegen das Urteil wurde Berufung eingelegt. Der jüdische Hilfspolizist Ezechiel Altmann wurde vom Militärgericht in Jerusalem wegen Beschießung eines arabischen Omnibusses zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde vom Oberkommandanten fn lebenslängliches Gefängnis abfeändert. Oberrabbiner Hcrtzog hatte am Schabbat den ruppenkommandanten besucht und ihn um Begnadigung gebeten. Ein Araber wurde wegen Besitzes einer Bombe zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Eine arabische Frau aus Hebron wurde wegen Revolverbesitzes zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Der arabische Scheich Hussein Alrab, der in Haifa mit geladenem Revolver auf einen arabischen Polizeioffizier gczielt hatte, wurde zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde bestätigt. Ein Araber, der in Akko auf einen britischen Polizei- Offizier mit geladenem Revolver gezielt hatte, wurde vom britischen Militärgericht zum Tode verurteilt. — Das Todesurteil wurde vollstreckt. Mustapha Mohammed wurde vom Militärgericht in Jerusalem wegen Schießens auf einen Omnibus am 30. Dezcmher 1937 und den dabei begangenen Mord an Jechie! Efrotii zum Tode verurteilt. Die Anklage gegen den Juden Jcdidia Lok, der am 14. November 1937 unter dem Verdacht verhaftet wurde, auf zwei Araber im Beth Israel-Viertel von Jerusalem geschossen zu haben, wurde vom Oberstaatsanwalt zurückgezogen und Lok ist freigelassen worden. Aus dem Gefängnis in Akko wurden eine Reihe dort inhaftierter Juden freigelassen, darunter der Sohn Jabotinskys und Achi Meir. Sicherheitsmaßnahmen In Jerusalem wurden 850 neue jüdische Hilfspolizisten eingestellt. Die Chauffeure jüdi;eher Omnibusse wurden bewaffnet. An besonders gefährdeten Stellen, in der Nähe von Jerusalem, wurden besondere jüdische Polizeiposten aufgestellt. Der Regierungsinspektor der arabischen Genossenschaften, Rasern Khalidi, wurde für drei Monate im Akkoer Konzentrationslager interniert. Sämtliche jüdischen und arabischen Omnibusse müssen mit einer einheitlichen Farbe bemalt werden, um nicht voneinander unterscheidbar zu sein. Sir Charles T e g a r t wird seinen Bericht über die Re- Organisation der Polizei Anfang März erstatten. Man glaubt, daß er eine britische und eine palästinensische Formation unter getrenntem Kommando sowie die Erhöhung der Zahl britischer Polizisten Vorschlägen wird. An der Nordgrenze des Landes soll ein elektrischer Stacheldrahtzaun von 70 km Länge errichtet werden. Die Polizei hat Belohnungen von £ 100—500 für die Ergreifung von 21 Arabern ausgesetzt, darunter für die Ergreifung eines Arabers, der der Mörder von Andrews sein soll. Der High Commissioner erhielt Vollmacht, jeden Beamten, der der Ausnahmegesetzgebung zuwiderhandelt, zu entlassen oder sein Gehalt zu konfiszieren. Der Erlaß gilt auch für die Beamten der tnohammedaui'chen re'igiösen Gerichte. Auf Grund dieser Ve־ordnung wurde ein Inspektor der mohammedanischen religiösen Gerichte seines Dienstes enthoben. Autounfall Edwin Samuels Edwin Samuel, der Sohn Herbert Samuels, und seine Frau wurden auf der Rückfahrt von der Eröffnung des Tel Aviver Hafens in der Nähe von Ramleh von einem Autounfali betroffen. Ihr Wagen stieß mit einem arabischen Lastwagen zusammen. Edwin Samuel und seine Frau wurden leicht verwundet, der Taxichaulfeur wurde getötet und ihr Leibwächter schwer verwundet. Mr. Samuel wurde ins Hadassah-Hospital gebracht, während seine Gattin sich nach Hause begeben könnt(», Ereignisse Die Regierungskommission, der die Kontrolle der Wakfs untersteht, hat mehrere Beamte des Obersten Mohammedanischen Rates entlassen, weil sie immer noch auf ver* schicdenste Weise den ehemaligen Mufti von Jerusalem unterstützen. Unter den Entlassenen befindet sich der Oberwächter der Omar-Moschee und 24 Mitglieder der Leibwache des früheren Mufti. Es wurde erklärt, daß eine Reihe von Mitgliedern der Naschaschibi-Gruppe in die Aemter der entlassenen Beamten eingesetzt wurde. Kleine Nachrichten Dr. Weizmann machte Ende Januar in Begleitung von Miß Dugdale eine Rundreise durch Palästina. Miß Szold und Mrs. Jacobs sind in Palästina eingetroffen. Mr. MacOillifray, der Sekretär des neuen High Commissioners, traf in Palästina ein. Dr. Ruppin begab sich im Aufträge der Jewish Agency nach Polen. Der amerikanisch-jüdische Filmschauspkler Paul Muni traf in Palästina ein; ihm wurden in Tel Aviv große Ovationen^ dargebraclit. Paul Muni versprach, am 28. Februar eine öffentliche Vorstellung in Tel Aviv zugunsten der armen Kinder der Stadt zu geben. Zum stellvertretenden Distriktskommissar in Hebron wurde C. T. Evans ernannt. lin Jahre 1937 erwarben 21 542 Juden die palästinensisch« Staatsbürgerschaft. Der Ver waltu 11 gs Überschuß der Palästinareglerung Ende Dezember betrug € 3 200 090, der Ausgabenüberschuß in den letzten 9 Monaten des Jahres £ 1 600 000. wovon über 1 Million Pfund im Dezember für öffentliche Arbeiten ausgegeben wurden. Im Jahre 1937 kamen 10 537 Juden nach Palästina, darunter 21 (i« Kapitalisten. In den letzten fünf Jahren kamen 175 000 Juden ins Land, in den letzten 18 Jahren über 300000. Die Einfuhr Palästinas im Jahre 1937 betrug £ 15 913 MM), die Ausfuhr C 5018 000. Ein zeitweise drohender Streik der hebräischen Lehrer wurde nach Intervention von Dr. Weizmann abgesagt. An der Hebräischen Universität fanden Studenten1.- w a h 1 e n statt. Zum Vorsitzenden des Erziehungs-Coimnittees der Knesseth Jisroel wurde Rabbi Assaf gewählt. Als Leiter der Erziehungsabteilung des Waad Leumi wurden Dr. Mossinsohn oder Mr. D u s c h k i n vorgeschlagen. Bei den Wahlen in der Jerusalemer Kehilla wurden über 9000 Stimmen abgegeben. Gewählt wurden zehn Vertreter der jüdischen Arbeiterpartei, 3 vom Misraehi, vier Revisionisten, 2 Gruppe B der Allgemeinen Zionisten, 3 Olej Germania und Wizo, 2 Hapoel Hamisrachi, 2 Frauenorganisation, 3 Sefardim. 54 jüdische Flüchtlinge aus Buchara, darunter 28 Kinder, wurden als illegale Einwanderer an der Grenze verhaftet. Ein einjähriges Kind starb im Gefängnis. Ein Einwanderer aus Polen in Tel Aviv wurde von der Anklage der Bigamie freigesprochen. Er hatte drei Frauen geheiratet. Die Urteilsbegründung sagt aus, daß nach palästinensischem Recht Bigamie nicht strafbar ist. Für öffentliche Arbeiten in Tel Aviv wird die Regierung weitere £ 50 000 bewilligen. Bei einer Konferenz der ״Tnuva“, die in Haifa abgehalten wurde, ist festgestellt worden, daß sich die Prodnlc* tion der Keren Hajessod-Siedlungen in den letzten drei Jahren um über 10!) Prozent erhöht hat. Ein von Baratz gestellter An‘rag wirde angenommen, der dahin ging, daß d e Tnuva 100:0 Arbeitslose und ihre Angehörigen für 600 Tage teils ohne Bezahlung, teils gegen sehr geringes Entgelt mit landwirtschaftlichen Produkten versorgen soll. Dies wird die Tnuva schätzungsweise ca. £ 30000 kosten. Die Palästinaregierung hat C 56 000 für einen Krankenhausbau in Amman bewilligt. In Tel Aviv lief das erste in Palästina hergestellte Motorschiff vom Stapel. Im Emek Chefer begannen die Arbeiten des Kibbuz Tel Isaac Jugendgruppe der Allgemeinen Zionisten, Gruppe B). Im Hause des früheren Mufti von Jerusalem in Beirut trafen sich arabische Flüchtlinge aus Palästina. Sie sollen beschlossen haben, die Kooperation mit der neuen Kommission zu verweigern, falls England nicht den Teilungsplan aufgebe und die verbannten Araberführer freigelassen werden. Mitglieder des Palästina-Symphonie-Orehe« sters konzertierten in Kairo und Alexandrien. in Lach i sch wurde eine neue Inschrift in altertümlichem Hebräisch entdeckt. Man nimmt an, daß es sich um eine Liste von Steuerzahlern handelt. Waad Leumi eenen Minderheifs - Status Wir berichten an anderer Stelle (S. 2) über Weizmanns Rede im Waad Leumi in Jerusalem. Nach Dr. Weizmann ergriff Mrs. Dugdale, die Nichte Balfours, die in Palästina weilte, das W'ort und sagte, das neue Weißbuch Ormsby-Gorcs lasse keinen Zweifel aufkommen, daß die britische Regierung wünsche, den Plan für einen Judenstaat a 11 s z u f ü h r e n, ohne sich jedoch an die Details des Peel-Plans gebunden zu erachten. Der Jischuw müsse erklären: Wenn Dr. Weizmann zu Großbritannien spricht, steht die Gesamtheit des Jischuw hinter ihm. Nach der Sitzung veröffentlichte der Waad Leumi eine Erklärung, die sich mit der schweren Lage der Juden in der Diaspora beschäftigt. In bezug auf die zionistische politische Situation führt die Erklärung aus, daß das jüdische Volk niemals einem Minderheitsstatus in Palästina zu stimmen wird. Der Jischuw fordere von der englischen Regierung, der politischen Ungewißheit ein Ende zu setzen. Schließlich ruft die Erklärung alle Gruppen des jüdischen Volkes auf, sich zu vereinigen und in dem gegenwärtigen entscheidenden Kampf um die volle nationale Freiheit in Erez Israel geschlossen hinter der zionistischen Führung zu stehen. Berichtigung. Wir veröffentlichten in Nr. 6 eine Meldung, wonach ein Einwanderer aus Deutschland zu 15 Jahren Gefängnis wegen Waffenschmuggels verurteilt worden war. Diese Meldung beruhte insofern auf einem Irrtum, als das Urteil nur auf 15 Monat« lautete. Gegen das Urteil ist Berufung eingelegt worden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.