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Jüdische Rundschau · 1938-01-21 · Heft 6 (21.1.1938) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
43 (1938)
Issue
Heft 6 (21.1.1938)
Date
1938-01-21
Page
– (sequence 9)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr, 6, 21. JANUAR 1938 Zur religiösen Neugestaltung Stimmen aus dem Jischuw Das Neueste in Kürze Von Kurt W i 1 h e 1111, Jerusalem Die Frage eines neuen Denkens aus dem Glauben findet in jüngster Zeit in verschiedenen Kreisen in Erez Israel ihren Ansatzpunkt. Die von Rabbiner Dr. Elk in Haifa und dem Verfasser dieser Zeilen in Jerusalem gegründeten Gemeinden mögen in erster Hinsicht dem Zusammenschluß religiös interessjerter Einwanderer, vornehmlich aus Deutschland, dienen; in ihrer Zielsetzung gehen sie jedoch weiter und wollen durch die Diskussion der religiösen Frage nach innen und nach außen zu einer religiösen Beeinflussung des Aufbau- Werks beitragen. Ebenso wichtig sind aber auch religiöse Stimmen, die hier und dort aus dem Jischuw selbst kommen und die ein Umdenken aus echter Gläubigkeit anzeigen. Noch geht das Lehen über diese gelegentlichen Aetißerungen hinweg, eine Sammlung der Kräfte erfolgt kaum, und eine einmal begonnene Diskussion ist in der Gefahr, spurlos im Sande zu verlaufen. Zu solchen Stimmen muß eine kleine, unbekannt gebliebene hebräinsche Schrift von Dr. Israel Ben-Seew gezählt werden, die vor wenigen Jahren 111 Jerusalem erschienen ist: Das Gebet1). Der Verfasser ist in Jerusalem geboren, lebte längere Zeit in Kairo als Dozent für semitische Sprachen an der Universität und ist unlängst nach Jerusalem zurückgekehrt, wo er Lehrer ist. Ben-Seew findet zündende Worte gegen den modernen ״Götzendienst“ in Erez Israel, der die Wiederbelebung der hebräischen Sprache zum Selbstzweck erhebt und durch zynische Ablehnung alles Religiösen aus Juden Kanaaniter macht, die sich selbst aus dem Körper des Gesamtjudentums herausscluieiden. Echte Renaissance komme nur aus der Kraft des Religiösen. Für den europäischen Leser bietet die mit religiöser Leidenschaft geschriebene Schrift gedanklich nichts wesentlich Neues. Sie bekennt sich zum Prinzip der lebendigen Erneuerung des Judentums, die zu allen Zeiten der jüdischen Geschichte erfolgte, und rechtfertigt positiv religiöse Reformbestrebungen. Unveränderlich ist für Ben-Seew der prophetische Monothcistnus des Judentums, die auf den Geboten der Sittlichkeit beruhende Mcnschheitsreligion; veränderlich sind die Bedingungen, unter denen das Judentum lebt, und somit die Ausdrucksformen seiner religiösen Existenz. In der Seele des Juden ist die Sehnsucht nach der Zwiesprache mit Gott angelegt, die ihrem Ausdruck im Gebet findet, ln Erez Israel sieht der Verfasser hunderte von Menschen, die beten wollen, denen aber die überkommenen Gebete nichts mehr sagen, gerade w־eil sie die Sprache des Gebets verstehen. Ben-Seew sehnt sich nach dem ״neuen Lied“, das die in der Golah ״verdorrten Geb.eine“ beleben kann, wenn es von den Wünschen des wiedererwachten jüdischen Lebens erfüllt ist. Ben-Seew sucht das Gebet, das die universalistische Idee des Judentums hervorkehrt, er verlangt das Menschheitsgebet in der hebräischen Sprache. Das neue Gebet muß von religiöser Wahrhaftigkeit getragen sein; unsere Gebete sind zu lang, sie wiederholen sich zu oft und im einzelnen Gebet kehren die gleichen Gedanken immer wieder. Ben-Seew erinnert an die in Deutschland und Amerika bekannten Reformbcstrcbungen, und gerade an ihre extremsten Forderungen, wenn er so weit geht, das Bekenntnis der jüdischen Auserwählung aus dem Gebetbuch streichen zu wollen. Und doch distanziert sich Ben-Seew von der europäischen und amerikanischen Reform, die dem Judentum unermeßlichen Schaden zugefügt habe. Der Verfasser wünscht noch eine andere Ueb er Windung der Golah in Erez Israel, die Aufhebung der vor allem in Jerusalem nach ihren Herkunftsländern in sich abgeschlossenen jüdischen Stämme, jeder mit seinem Kultus, Friedhot und Schächtwesen. Wie die Jugend in Erez Israel unbeschadet ihrer aschkenasischen, sefardischen oder jemenitischen Herkunft gemeinsame Schulen besucht, so brauchen wir gemeinsame Gotteshäuser, um ״die Götter der Fremde aus Israel zu entfernen“. Man darf sich bei der Lektüre des Ben-Seew’schen Buches nicht in eine Kritik an Einzelheiten verlieren, zum Beispiel nicht bei der Frage stehen bleiben, ob in der ״Neuen Synagoge“ i!1 Erez Israel wirklich Orgelspiel eingeführt werden soll. Wichtig ist die Tatsache, daß dieser Ruf nach echter Religion aus dem alten Jischuw kommt, und die Frage wäre höchstens zu stellen, ob das junge Erez Israel schon die schöpferischen Kräfte besitzt, neue religiöse Formen und neue hebräische Gebete zu schaffen, die Ausdruck einer Erneuening von innen her wären. Ein vor wenigen Tagen erschienenes Büchlein ״Schritte der Erlösung, ein Buch der Erneuerung“־) vom hebräischen Schriftsteller Mordechai Charismann in Jerusalem, einem Mitbegründer von Deganiah, läßt diese Frage nicht ohne weiteres verneinen. Dieser dem Kreise der zweiten Alijah angehörende Autor hat eine wertvolle Arbeit geleistet, er schuf eine Art religiöser Anthologie, eine Sammlung von Stimmen zum Sinn des Judentums, um mit dem, was ewig und wesentlich an der religiösen Welt des Judentums ist, den vom Wege abgewichenen Juden Erez Israels zur Umkehr aufzurufen. Wieder einleitend eine knappe Analyse der religiösen Situation im Lande: ״Terachismus“ statt ״Abrahamismus“. Abraham zerschlug die Götzen seines Vaters Terach; heute ruft Charismann nach vielen Abraham, nach Menschen, die durch ihr Leben aus echter Religiosität heraus die Erlösung vorbereiten wollen und den Weg suchen von ״Dat Ha-Awodah“, der ״Religion der Arbeit“ (A. D. Gordon) zu ״Awodat Ha-Dat“, zum ״Dienst an der Religion“. In Charismanns Sammlung kommen Midrasch und Maimonides, Masche Chajim Luzzatto, Moses Hess, Martin Buber, Hillel Zeitlin, A. Steinmann, Berl Katzeneibogen, David Bin-Gurion und noch viele andere zeitgenössische Schriftsteller und Denker zu Wort, auch einige Nichtjuden. Vielleicht hätte manches fortbleiben können und dagegen Hermann Cohen, Franz Rosenzweig, Leo Baeck und Hugo Bergmann nicht fehlen sollen. Möglich, daß Charismann diese Denker in dem uns in Aussicht gestellten zweiten Band nachholen wird. Uns interessieren vor allem die Gedanken aus Erez Israel von heute zur religiösen Situation. Da greift vor allem der Dichter Schlomo Hill eis ans Herz, der mit seinem Beitrag ״Unstet ging ich all meine Tage ..." ein herrliches Gebet für den Versöhnungstag dichtet. In der Kolnidre-Nacht sehnt sich der Beter nach Frieden und Versöhnung und findet seine Ruhe in Gott, der Beter findet betend seine Gemeinschaft und bittet Gott um Gelingen für das Aufbauwerk von Erez Israel und fleht Gott an, die schwarzen Vögel über unserem Lande zu verscheuchen, die Raub und Mord auf ihren Schwingen tragen .... Charismann macht uns mit einer Tagung der Bauernschaft der Moschawin bekannt, die vor einem Jahre etwa stattfand und auf der Nathan C h o f s c h i, ein alter Siedler aus התפלה (י. Jerusalem 5695. 50 Seiten. *) פעמי הגאולה, ספר ההתחדשות, Jerusalem 5608. 126 Seiten. In Nablus fand eine heftige Schießerei zwischen einer bewaffneten Araberbande und der Leibwache des Bürgermeisters Toukan statt. Das Leben des Bürgermeisters war schon mehrfach durch Anschläge bedroht. Truppen eilten zeitig herbei und vertrieben die Angreifer. Bei einem Ueberfall auf einen Lastwagen der Palestine Potash Co. auf dem Wege nach Jerusalem wurde der Führer eines der Wagen, Isaak Fernbach, schwer verwundet. Jochanan Mizrachi, der am 10. Januar in der Alt- Stadt von Jerusalem angeschossen und schwer verwundet wurde, erlag seinen Wunden. Infolge der Drohung der im Konzentrationslager von Akko internierten Juden, in den Hungerstreik zu treten, beschloß die Tel Aviver Stadtverwaltung einstimmig, die jüdischen Nationalinstitutionen zu bitten, sich entweder um die Freilassung dieser Juden zu bemühen oder die Behörden zu ersuchen, ein besonderes Konzentrationslager in der Nähe einer jüdischen Siedlung zu errichten. Ein Jude, der angeklagt war, Waffen im Juli 1937 nach Palästina geschmuggelt zu haben, wurde in Haifa zu 15 J a hren Gefängnis verurteilt. Die Verhandlung gegen die zwei Juden (Ephraim Brin, 19 Jahre, und Abraham Jacob, 17 Jahre alt, beides orientalische Juden), die, wie bereits gemeldet, als erste Juden sich vor dem Militärgericht in Jerusalem wegen unbefugten Waffenbesitzes zu verteidigen hatten, wurde auf Freitag, 21. d. M., vertagt. Aus Damaskus wird berichtet, daß von 25 verwundeten syrischen Terroristen, die ihre Verletzungen bei Kämpfen in Palästina erhielten, zehn iin Sterben liegen. Nach einer Meldung der ״Palestine Post“ wird der japanische Rundfunk in nächster Zeit ein a r a b i - sches Programm senden. Eine japanische Handelsdelegation traf in Palästina ein und hatte mit der arabischen Handelskammer in Jerusalem eine Besprechung. ״Haaretz“ veröffentlicht eine Unterredung mit dieser Delegation. Die Mitglieder der Mission erklärten, daß Japan bereit ist, palästinensische Zitrusfruchte zu kaufen. Ferner stellten sie fest, daß die Position der kleinen jüdischen Gemeinschaft in Japan ausgezeichnet ist und daß die Juden in Japan sehr loyale Bürger sind. Die Stadtverwaltung Jerusalem befaßte sich kürzlich mit der Forderung des Distriktskommissars, den Wasserpreis von 45 auf 60 Mils pro Kubikmeter zu erhöhen, um die Defizite des Wasserwerks zu decken. Die Stadtverwaltung beschloß einstimmig, den Antrag des Kommissars abzulehnen. Wie das Statistische Departement der Jewish Agency mitteilt, weisen die Siedlungen des Keren Hajessod im Verhältnis zu der bebauten Bodenfläche die größte landwirtschaftliehe Mechanisierung der Welt auf. Die Siedlungen besitzen ca. 210 Traktoren. Im Distrikt Jerusalem ist bisher nur ein Viertel der sonst durchschnittlich auf diese Saison entfallenden Regenmenge gefallen, so daß man ungünstige Folgen der Trockenheit befürchtet. Die syrische Regierung veröffentlichte einen Gesetzentwurf über die Erhöhung der Zement-Steuer in Serien. Da auch die Palästina-Regierung den Einfuhrzoll für" svrisehen Zement erhöhen wird, bedeutet dies eine Ausschaltung der syrischen Zementeinfuhr nach Palästina. Am 9. Februar soll in Bagdad ein Kongreß arabischer Aerzte eröffnet werden, an dem Aerzte aus Serien, dem Libanon, Palästina, Aegypten und dem Irak teilnehmen werden. Der Kongreß wird sich mit Krankheiten der Orientländer und mit der Schaffung einer arabischen medizinischen Terminologie befassen. Der Reclitsbeirat der politischen Abteilung der Jewish Agency in Jerusalem, Dr. Joseph, begab sicli im Aufträge der Jewish Agency nach den Vereinigten Staaten. In den Räumen der Jewish Agencv in Jerusalem fand unter dem Vorsitz von Dr. Wei/mann eine Sit/״!!״ statt bei der Mrs. Dugdaie und Mr. Ca za i et, ein Unlerhansmitglied, über die gegenwärtige Lage des Zionismus sprachen. In der Jerusalemer Gesellschaft zur Erforschung Paiästinas und seiner Altertümer sprach Dr. A. J. Br a wer über die Grenzen von Erez Israel im Vergleich zu der von der Kgl. Kommission vorgesehiagenen Teilung. Die Tänzerin Tanja W e i 111 ö n e r wurde vom Kinderdorf Ben Schemen für Entwurf und Einstudierung des diesjährigen Peßach-Festspiels gewonnen, das aus ‘der tanzerischen Darstellung der Josephsgeschichte bestellt. M. M. WARBURG & CO. GEGRÜNDET 1797 HAMBURG FERDINANDSTR. 75 BERLINER BÜRO: TIERGARTENSTR. 2b Erich-Walter Stern berg arbeitet an einem Werk für Kinderorchester, dessen Inhalt dem Tenach entlehnt ist. Das Schülerorclicster des Konservatoriums ״Tel Aviv, unter Leitung von Flarrv Blumberg, wird das Werk zur Auffüllrung bringen, Starkeys Mörder geständig Jerusalem, 18. Januar. (Palcor.) Ein arabischer Terrorist, der im Zusammenhang mit dem an Starkey verübten Mord in Hebron verhaftet wurde, hat jetzt gestanden, an dem Verbrechen Anteil zu haben und hat der Polizei seine Mittäter angezeigt. Der High Commissioner hat an geordnet, daß Mr. Lankester H a r d i n g, der Starkeys erster Assistent von 1932 bis 1936 war, die Leitung der Ausgrabungen bei Lacliisch übernehmen soll. Erklärungen der Araber Das arabische Propaganda-Büro in Damaskus, das jetzt das Organ des Ex-Mufti von Jerusalem darstellt, verkündete, daß die Araber mit der neuen'britischen Kommission nicht Zusammenarbeiten würden. Es stellt fest, daß das neue Weißbuch Englands Entschlossenheit, am Teilungsplan festzuhalten, bestätigt habe. Die Araber würden es ablehnen, auf dieser Basis zu verhandeln und verlangten vollkommene Autonomie und einen M i n d e r h c i t s s t a t u s für die Juden, sowie die Beendigung der Einwanderung. Das Organ der ägyptischen Regierung ״Albalagh“ veröffentlichtc einen A u f r 11 f der Mitglieder des Obersten Arabischen Komitees aus der Verbannung aut den Seyc hei len. Das Manifest verlangt ein unabhängiges Palästina und die Einstellung der jüdischen Einwanderung nach Palästina. Nahalal, an die Wurzeln der geistigen und seelischen Existenz des palästinensischen Juden auf dem Laude rührt. iß die Eric ing der Auf die Fr id volle läge echten Leix-ns. Heute beginnt mm in der Welt, sich von der alten Tage'der Umkehr verdächtigt. Wir miDsen!ins von der I'hra.w lieh verstehen lernen,* *daß es ein Irrtum war, denljranLpfel mit der anderen uh, iliefkn,’ <110 \hn111 d.c's h ,11 tri ,u morn U '1 >׳ md <Ln es einen" Gott oder gibt es keinen? Sagt nicht, das sei eine theologische Frage, eine Sache für Rabbiner oder Priester. Für uns ist diese Frage das zentrale Problem. Wir sollen uns darüber klar werden, ob wir durch das Spiel des Zufalls in diese Weit hincingeivorfen sind und es weder ein Recht noch einen Richter in dieser Weit gibt, sie herrenlos ist und die Erde hat. wer die Kraft hat, und der Wind des Zufalls fegt uns mit unserer Kuh für und Wissenschaft und unserem anderen Kinderspielzeug wieder weg, — oder aber, wir erkennen es und fühlen, cs gibt einen Gott, einen Vater für uns alle, und die wahre Religion ist die der Propheten Israels.... Im Glauben an die Heiligkeit des Lebens, im Glauben, daß wir im Bilde Gottes geschaffen wurden, in der Glut des Glaubens, die im Herzen ohne Unterlaß brennt und alles Böse ausgleicht, in diesem Glauben an das Gute, das auch in der Verborgenheit nicht aufhört, an die göttliche Wahrheit und an die ständige Vervollkomm- Aus dieser Anthologie ist noch manches liervorzuhehen: das Eingeständnis, das ein Leben ohne Feste und ohne Sv inhole leer ist und daß Religion und Klerikalismus zwei verschiedeue Dinge sind (Rahel Kat/enelson), Zeitlins Essay über ״Glauben mul Beten“ und die gläubigen Gedichte des Sammlers Cliai istnami selbst. Ihm ist ferner 'dafür zu danken, daß er seine״ I eserkreis mit den Gedanken Raw Kuks s. A. bekannt macht. Im Aufsatz ״Las Heilige, die Nation und der nMensch“ anerkennt Ktik Orthodoxie, Nationa 1 jltdentum und I״־ Judentums." Die'’ Orthodoxie" hält das'1 Banne/'des Heiligen ן״, und kämpft für Thora und Gesetz: das Nationaljudentum —MAGISTER KIRSCH—י Der gute Likör Magister-Likörfabrik, München VII tritt für die nationale Würde des Judentums ein und weckt, was in der langen Galuthzeit schlummerte; der Liberalismus hat durch die Einbeziehung der Aufklärung das jüdische Mensehheitsideal erneuert. Kuk wendet sich gegen keine Richtung, a 11 e drei möchte er zur Erneuerung des Judentums harmonisch verbinden, so, daß jede Richtung die positive Aufgabe der beiden anderen sieht, bis schließlich die Einsammlung erfolgt, bei der ״nichts fehlt und nichts zu viel ist“. Ben Seew und Charismann sind weder Rabbiner noch Theologen. Das Umdenken aus der Gläubigkeit ist im Judentum immer von den ״Laien“, vom Volke, ausgegangen, ja, oft genug im Kampfe gegen die Rabbiner. Noch sind die An- Zeichen eines neuen Denkens vereinzelt, fn der Zeitschrift ״Hapocl Hazair“ schrieb kürzlich Minim Singer, die Kindergartnerin von Deganiah, daß eine Erziehung ohne einen persönlichen Gott die Seele des Kindes zerstört. Religiöse Neugestaltung in Erez Israel bereitet sich vor, und' ein neues Denken, das von hier ausgebt, wird einmal auch für die Diaspora religiös sichtbar und fruchtbar werden. Kurse palästinensischer Wertpapiere. Am 13. Januar 1938 hatten die wichtigsten palästinensischen Wertpapiere in Tel Aviv folgende Kurse: Allgemeine Hypothekenbank 5 ״,oige Pfandbriefe 1938/55 981/,6 ״ o;״jge Pfandbriefe 1931/54 lOOn/4, 6 0/oige kitm. Vorzugsaktien HO1/״, gewöhnliche Inhaberaktien 1131/2, P. L. D. C. gewöhnliche Inhaberaktien SS, 6 °,bige kum. Vorzugsaktien 904׳!, Keren Kajcmeth Lejisrael 2« '■> °,bige Pfandbriefe 69'4׳, Bizur Ltd. 6 ״bige Pfandbriefe 98'Nir Ltd. 4 ״oige Pfandbriefe 1937/51 77. (Mitgeteilt von der Ellern’s Bank Ltd., Tel Aviv.)

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