Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 104 (28.12.1934)
- Date
- 1934-12-28
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 104. 28. XII. 1934 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 9 .0״.c ■י , י.'יי»" *״׳ ו {1 .ו״״־ייי'? «‘'י"",'".!!•Höre rakte naisan te } i , m 1 m , 1 r!c־]p, 10c3 hrcnstr, PUNSCH“ ״r״{> ׳‘'p *.»יי»®•' marck «,!)}׳«'l eyTr HWlItiCStKl >.« ■׳״f׳:1•' ן־ ״ז) *י'•. ״',V »3,2 R,J2׳.'.׳M 1: 9, ifith ח in ZuW! ich Abdricl, *Hrt werifR t vermehrt,!cm Grundr, kumenUh 4 vcriendea, undschnu Vf fwihun! lcra;3)״ül 11, Hüter, []־', &. i’a'h» R!m liothckim, f M n11 h eU ־Luther-Ntr. M o״«iH5)2h5\ 1!ran!:3u!0| M, htnnmr!?t . Kwrft>r**t 47S1 1er3nl!aui. lumbal l rner Str. 80«,־ nH'islef "־ lothokon | t Helbuttk! n,r SU, 106» I Lütiow 5 ’5 I O ö ninn'mr1״״'! tb*־.lürl(i8r■ j alog , Prof. SmU''* e .// Brief aus London London, Im Dezember 1934. Hie ersfe ״H ebr S i sc h e Woc 11 e“ ln England war ein lifrvorragender Erfolg ftir die hebräische und zionistische prj1paea1ul*. Ls wurde mit neuen Mitteln eine groß angelegte ftffe'iltic'ie Aufklärung*• und Werbearbeit geleistet, die in ״,eher Planmäßigkeit Und luulrüiglichkcit dem englisch• tiidisehen Publikum bisher unbekannt war. * Die Anregung kam ־von palästinensischen Studenten und wurde von einem kleinen Kreis von Enthusiasten um den <ritl1 Iwrith Ülamith durcligeführt, die in ihren hoch- $icn Erwartungen nicht mit einem so starken Widerhall . rechnen konnten. Sämtliche jüdische Zeitungen hatten Sondernummern erscheinen lassen. In den Synagogen wurde in Predigten auf das Ereignis liingcwicscn. /. I. auch in hebräischer Spracli«. In der englischen Tagespreise fände״ die Voranstaltimgi’11 eine sehr freundliche Aufnahme. Die ״Times“ h.it zur Begriilhing einen Artikel von Lady Erieigh gebracht ((',her den wir bereits berichteten. Red.), ״Observer“, ״Daily Hcrahl". ״Sunda.v Referee“ widmeten ״dem Wunder der Erweckung der Sprache der Bibel*‘ längere Betrachtungen. Vom I) 11 bl i n er Sender sprach Rabbi Hcrtzog über die hebräische Sprache, ״liis Masters *Voice“ brachte drei nc״e Ci r a m in o p 11 o n platten palästinensischer Volks-!jeder I er.ius (gesungen von Josef Spindel, begleitet van pcrcy Kahn, dem bekannten musikalischen Direktor der Firma), von (lenen eine Probe im Londoner Sender übertragen wurde. Liugiiaphoiie hat einen Sprachkurs auf Schallplatte« ([״gerichtet, gesprochen von Prof. Jellin, Jerusalem. Aulicr einem Massenmeeting, einer besonders gut geiungenen Jiigcudversaminhirtg und einer Frauetiversammlung fand (jne Lehrer k o 11 f e r c 11 z statt, an der '250 hebräische Lchftr aus Loiulon teiluahiiicii. Die Tagung, ebenfalls die erste dieser Art, bekannte sich zu der vitaler! Bedeutung der m01lcrm 11 hebräischen Sprache und Kultur für die jüdische Er/ielmcg und verpflichtete sich, in diesem Sinne energisch Ul arbeiten. Die führende Londoner Buchhandlung Foyles ver« äustaltete eine Ausstellung moderner hebräischer Literatur« die von Sir Dcnnison Ross eröffnet wurde. Der Redner erklarte, er sei sehr stolz, für die Einführung des Hebräischen 315 lebende orientalische Sprache an der Londoner Univer- $11,1t mni damit überhaupt an der ersten Universität der Weit mit Leon Simon gemeinsam verantwortlich zu sein. |m Rahmen der Ausstellung sprach ferner Professor Yaliuda üher ״i iitstcliung, Wachstum und Entwicklung des Hebräi* schon im laufe der Geschichte". Schließlich fand ein kiinstlerischerAbend statt mit dramatischen, musikalischen und rhythmischen Vorführungen, an denen palästinensische Künstler und hiesige JusTfmibümle beteiligt waren. Ein grobes Bankett, an dem füh• rcmle Persönlichkeiten des englisch-jüdischen Lebens teilnehmen werden, wird den Höhepunkt bringen. Zum Abschluß ist eine Hausaktion vorgesehen. Hunderte von Mitgliedern jüdischer Jugendorganisationen ■werden durch die jüdischen Hiiuscr gehen und Fragebogen über den Stand der hebräischen Kenntnisse ausfiillen lassen, auf denen die weitere Arbeit aufgebaut werden soll. Erniutigt durch deii Londoner Erfolg wird die Aktion Ln der Provinz fortgesetzt. Auf Brighton, Liverpool und Du• Win folgen in Kürze Veranstaltungen in Glasgow, Manchester und anderen Orten. Ls ist geplant, in nächster Zeit eine hebräische Kultur• konteren z einzuberufen, die die Richtlinien fiir die weitere hebräische Arbeit festlcßcti soll. Mau beabsichtigt, in London die yesainfe hebräische Kulturarbeit der Oaluth ZU kon• zentiimn und von hier aus aiizuregcn. V Mac Lieb er mann ist in England noch wenig be• kaimt. Obwohl einige seiner Bilder in den Museen vertreten sind, ist die kürzlich eröffnete Ausstellung von 61 Ge• mäldcn mul Zeichnungen die erste Einführung des Malers in das englische kuustlicbcnde Publikum. Es sind Bilder aus allen Epochen ziisammengestdlt, von den 70er Jahren bis zutn Selbstporträt aus dem Jahre 1931, das hier besonderen Bei• fall fand, neben dem überall liervorgehobenen Porträt des Berliner Chirurgen Sauerbriich. Eine besondere Ehrung wurde dem Künstler dadurch 711• teil, (laß sich ein E 11 r e n k o in i t e c bildete, dem außer vcrschii denen Mitgliedern der Royal Academy die Direktoren der National und der Tate Gnlcry sowie der ehemalige Bri* tische Botschafter in Berlin, Viscount D’Ahernon, angeboren. J ulius Kollcnscher. Autoßraphcnausstcllung in London. Aus London wird 1ms belichtet: Stefan Zweig, dessen ״Volponc“ vor einiger Zeit hier privatim aufgcfiihrt wurde, sprach im Rahmen der von dir ״Stimlay Ti111es“-Bucl1a11sstellung veranstalteten Vorträge über den Wert von Autogranlicn für die Erkenntnis und das Verständnis der Persönlichkeit schaffender Künstler und beschäftigte sich insbesondere mit Skizzen, Entwürfen nnd Briefen großer Musiker, die viel mehr über die wahre Persönlichkeit aussagen als das fertige Werk. In dieser Buch,Insstellung befanden sicli Mendelssohns liaml• •chriftlicltc Originale zu dem berühmten Duett ״Ich wollt, weine Liebe ergösse sich“, das er fiir Marianne von Willemcr, Goethes ״Suleika“, geschrieben hatte, zum ״Lied ohne Worte Ar. 5“ und ein Brief Mosciieies aus dem fahre 1830, dein er seine Werke zur Kritik zu übersenden pflegte. Auch eine Erstamgabe (Bonn, Si in rock 1817) des ״Elias", den er für “s Birminghanier Musikfest geschrieben hatte, war ausge- «teilt Meyer beer war durch das Original des Rezitativs mH laut boire“ aus dem ersten Akt der ״Hugenotten“ und durch eine Erstausgabe (Berlin, Schlesinger 1831) seines ״Roberte il Diavolo“ vertreten. Dr. M. Carner. Rückgang der ungarischen Juden Budapest, 21. Dezember 1931. .... ^jc jüngst erschienene .,Ungarische Statistische Rund• liaii g!ht ein Bild von den Bcvölkcrungsverhält• ss en des ungarischen Judent um s. Seine Anzahl ,i'fit seit dem Jahre 1927 einen ständigen Rückgang und Fi״ ״l , letzten zehn Jahren um 6 ״/* abgenommen. Die hurt',?1״ crl״?B: *,at vollständig aufgehört, die Zahl der Oc* n. ’n. (r״״W '״ keinem Jahre mehr die der Todesfälle. 10״1״n• «rs, at,s t,L'״ Dörfern verschwinden die jüdischen Kauf• nn«L" , ,J0 dcr Konkurrenz der staatlich unterstützten Ciet1n1״״ SC 13 tc״ East vollständig. Von den statistisch aufge• Hälf»!1C”Cn0(01 40'‘גו JlJden in Ungarn leben mehr als die 23'־)Jhm Budapest, wo sie mit einer Scelcnaiizahl von diesp % 20 ס/״■ der Bevölkerung ausmacitcn. Aber auch l1 ״״״ ®tt«*szahl verschieclitert sich von Jahr zu Jahr. Jahr ,״j I" der Pestcr Kuituseemeinde machen sich seit Tag Bestrebungen geltend, die darauf hin• me auf dem Verwaitungsgcbiete der Hauptstadt be Vior Gtll n_* _l__ ׳*«iMOinCltllP *kkn, *khenden ־~ ti Wdliuiiu^uiiac UCI! ״.v» , vier selbständigen Gemeinden unter gemeinsamer t . HnfraF SaiTlliel״״I,;«״״..ו.״״״״.-,ZU Verrininp-11 P *utonomf« lc tlchcn Traditioren weigern sich noen, ihre wonu« aufzu״ebe1u D. A. Fürst. P1! ררד n Von Kart Kor nick er« Rom Li ■ ‘it; V ' i:,'T 1 Jt,׳ * ■: , ' I M ■ ״- 1. Der von Kaiser Augustua zu Ehren seiner Schwester errichtete Portikus der Oktavia, der im späteren Mittelalter einen der Ilauplcingängo des römischen Ghettos bildete, — 2. Die neue Synagoge unmittelbar am Tiber auf dem Gelände des ehemaligen Ghettos, — 3, Eine, jüdische ״Trattoria", bekannt durch ihre Spezialitäten der jüdisch-römischen Küche, — 4. Stimmungsbild aus den winkligen Straßen des Ghettos. jtat Pheta-, Rm Rom, im Dezember Rom besitzt eine der ältesten, viel leicht die älteste jüdisch« Siedlung in Europa. Nur wenigen Romreisenden ist cs bekannt, daß sich in den Mauern der ewigen Stadt ein Stück jüdische Geschichte ahspiclte. Augustiu kann mit gewisscin Recht als Orilndcr der jüdischen Siedlung in Rom bezeichnet werden. Der jüdische Einfluß im kaiserlichen Rom war trotz der Verfolgungen auch unter Tiberii«, Caligula und Claudius bedeutend. Unter Nero, dessen zweite Frau Poppäa Sabina sich zum Judentum bekehrte, zählte die jüdische Kolonie in Rom etwa 30000 Köpfe. Während die Juden in der Antike zumeist In dem Armen viertel auf der rechten Seite des Tibers in Trastevcrc wohnten, siedelten sie im 13. Jahrhundert auf das andere Tiberufer bei der Fabriziusbrücke über, und eben hier entstand jenes jüdische Ghetto, von dem heute noch Spuren sichtbar sind, das von Papst Paul IV. im Jahre 1585 errichtet wurde. Ein solches Ghetto gab cs in Italien bereits früher in Venedig, Das römische Ghetto, das sich längs des Tibers von der Quattro Capi-Brücke bis zum heutigen Ponte Garibaldi erstreckte und dessen Mauern von dem Portikus der Oktavia über die Via di Peschcria bis zur Piazza üittdia, d. 11. bis zum Judenplatz, liefen, erhielt sich in seiner Form und . Ausdehnung bis zum Jahre 1870. Die Mauern des Ghettos wurden allerdings schon im Jahre 1831 geschleift, und Gregor XVI., der von 1831 bis 1846 den Kirchenstaat regierte, verschaffte den Juden in Rom nahezu die vollen bürgerlichen Rechte. Mit der Revolution des Jahres 1848 fielen die letzten Ausnahmebestimmungen und mit der Grün• düng des geeinigten Königreiches Italien begann eine neue Zeit für die Juden in Italien. Von dem jüdischen Ghetto in Rom, da* früher einmal ein Gewirr von Gassen und Gäßchcn darstclltc, und in dein eine verhältnismäßig zahlreiche Menschenmenge auf engem Raum ziisammengedrängt war, existiert heute mir noch ein kiciner Teil. Die Gegend zwischen dem Marcellus-Theater, das unlängst frcigelegt wurde, und dem Palazzo Cenci wird auch heute noch ausschließlich von Juden bewohnt, armen kleine« Handwerkern, Straßcnvcrkäufcrn und Altkleiderhändlern, die liier seßhaft geblieben sind und deren Milieu uns auch heute noch an die Existenz des einstigen Ghettos erinnert. In dieses Viertel pflegt der Reisende, der Rom besucht, im allgemeinen nicht vorzudringen, Es liegt einiger• mallen versteckt hinter einem Kranz moderner Neubauten, umgeben von breiten Straßen, die auch das Tiberufer ein• säumen, sozusagen Im Schatten der neuen Synagoge, die dort im Jahre 1904 errichtet wurde. Ein Besuch des früheren Ghettos Ist überaus lohnend und interessant. Und zwar nicht nur wegen des besonderen Lokalkolorits, sondern auch wegen der dort vorhandenen archäologischen Reste tu i kunsthistDrischcn Sehenswürdig• keiten und vor allem deshalb, weil dieses ganze Viertel noch seinen ursprünglichen mittelalterlichen Charakter bewahrt hat und uns eine ausgezeichnete Vorstellung von dem mittel• alterlielicn Rom vermittelt, von dein bald nicht mehr viel in der ewigen Stadt zu sehen sein wird. Während man heute mit großer Sorgfalt die Antike konserviert, die Grabungen nach antiken Resten im Herzen Roms einen nie gekannten Umfang angenommen haben und man demnächst zur Frei• legnng des Grabmals des Atigustus ein ganzes Häuservicrtel niederreißen wird, scheint man fiir die Reize des römischen Mittelalters und die Konservierung seines Baustils nicht viel übrig zu haben. Bald werden auch die letzt eit Reste des römischen Ghettos verschwunden sein. Man beginnt den Besuch am besten am Portikus der Oktavia, einer antiken Säulenhalle, die Augustus zu Ehren seiner Schwester errichten ließ. Auf dein Platz davor befand sich früher der große Fisclimarkt. In der benachbarten Kirche S. Angeio in Pcscheria, deren Name an den alten Fischmarkt erinnert, fand 1347 die Verschwörung des Cola di Rienzi statt, der von hier au• mit seinen Oe« treuen den Marsch auf das Kapitol antrat und die römische Republik ausrief. Die hier beginnende Via Portico d'Ottavia führt uns mitten in das Leben und Treiben des römischen Ghetto*. Es gibt liier einige jüdische Trattorien, in «lenen man für billiges Geld berühmte Spezialitäten der jii• «tisch-römischen Küche erhält und die von ortskundigen Fremden gern aufgcsucht werden. Hier am Monte Cenci, unweit des gleichnamigen Palastes, befand sich einer der acht Eingänge des römischen Ghettos. Und eben liier in diesem gewaltigen, heute etwas düster dreinschaucndcn Reuaissancepalast spielte sich Ende des 16. Jahrhunderts die berühmte Tragödie der Beatrice Cenci ab, die wegen . Vatermordes angeklagt und auf schreckliche Weis« fiingcrichtet wurde. Ein wahres Juwel des römischen Ghettos bildet die nicht weit davon entfernte Piazza Mattei mit dem gleichnamigen Palast und der Fontana «feile Tartarughe, einem der reizendsten Brunnen Roms aus der zweiten Halft« des 16. Jahrhunderts. Der Palazzo Mattei, der einer reichen jüdischen Bankiersfainiiie gehörte, ist eines der besten Werk« Carlo Madcrnas (1616); er steht auf den Fundamenten des antiken Circus Fiaminius. Jeder Stein ist hier sozusagen ein Stück Geschichte. Es würde zu weit führen, die Sitten und Gebräuche Im römischen Ghetto zu beschreiben. Das ist in verschiedenen Schriften nachzulcsen. In einem unlängst veröffentlichten Werk des Rektors der ״Anima“ in Rom, Mansignor Hu dal, heißt es mit Recht: ״Die Ghettos der Juden in Spanien, Portugal, besonders aber in Amsterdam, wd die talmudisch« Literatur gepflegt wurde, sind wohl merkwürdiger, aber jenes von Rom ist durch Geschichte und Bedeutung das wichtigste. Es ist in gewisser Hinsicht ein Denkmal der Haltung der Menschheit gegenüber der Judenfrage.“ Das römische Ghetto zerfällt. In die engen winkligen Straßen dringt Licht und neues Lehen. Der neue Stadt• bauplan von Rom hat seine völlige Beseitigung vorgesehen. Ein in die Gegenwart ragendes Stuck jüdischer Vergangenheit ist dem Untergang geweiht. Man sollte, ehe es zu spät ist, ein Archiv des Ghettos errichten, um wichtige Kulttir• dokumente vor dem Untergang zu bewahren. Die spanische Fremdenpolitik Barcelona, 19. Dez. 1934. Das Vorgeben der französischen Regierung gegen die Emigranten hat auch fiir Spanien Folgen nach sich ge• zogen. Unter ausdrücklichem Hinweis auf die Gefahr einer neuen Invasion ausländischer Arbeitskräfte und auf die erhebliehe Zain der einheimischen Arbeitslosen (650 000 bei einer Bevölkerung von 21 Millionen), hat die Regierung scharfe Maßnahmen gegen die ausländischen Arbeit• nehmer angekiindigt. Bereits erteilte Arbcitsgeitclimi• Bungen werden zwar voraussichtlich nicht widerrufen werden, doch hat der weitaus größte Teil der als Angestellte oder Arbeiter beschäftigten Emigranten nur eine pro• visorischc Arbeitserlaubuis crlialtcn, die jetzt nachge• prüft werden soll. Neue Arbcitsgenehinigmigen sollen nur erteilt wfrrden, falls die Stelle nicht durch einen inländischen Arbeitnehmer besetzt werden kann. Diese Maßnahmen haben in Barcelona bereits zur Entlassung einer Reihe jüdischer Emigranten geführt. Dem Hilfskomitee, das gegenwärtig etwa 50 Familien unterstützt, fallen damit wieder neue Aufgaben zu. ״״״ou.mnumi nt iitvci vcruuenoicnic KUrZIICIl CI! klerikale Zeitung Barcelonas ״El correo catalan“. Es seiet bereits 14 000 Juden in Barcelona — tatsächlich dürften e nicht mehr als 3000 sein —, die eine Gefahr für Spaniei bildeten, ״da sic die Einheitspreisgeschäfte und die Immorali tat mit sich brächten“. Die ״Ciutat“, ein Blatt der katalani •chen Linken, wies die Angriffe des ״Correo“ zurück. Walter Abrah a m 8 o 11 n. I i 1 נ I 1 I (• •1' ו 1 (• rl I , 111s;1 r •a b i t 11 (U I« 11, I 1’ II ■< '1: 1 י1| E _1 1. 1• 3 I 1 I : i l [ t Q i I י 1 > 11