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Jüdische Rundschau · 1934-12-14 · Heft 100 (14.12.1934) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 100 (14.12.1934)
Date
1934-12-14
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Die Hule ~ Landschaft < Von M. Y. Ben-ßavriel (Jerusalem) Die Uebertragung der Hule- Konzession (deren Bedetitimg wir bereits gewürdigt haben — Red. ״J, R.“) be• deutet nicht nur die Durchführung einer Armierung der Bcsit/Verhältnisse, sondern auch die Einleitung eines geogranhiseheit Aciiderungspro/csses, denn das, was heute als Mcroinsct he/eichnet wird, wird auf künftigen Landkarten eine durchaus andere Form haben, um vielleicht einmal ganz von der Karte zu verschwinden. Der unweit der syrischen Grenze gelegene Sec dürfte vielleicht init den ״Wassern Mcrom“ identisch sein, wo Josua Maticnzelt der Beduinen im llule-Gcbiet. den König labin von llaror und seine Verbündeten schlug una ״ihre ‘Rosse lahmte und ihre Wagen verbrannte im Feuer״. Sicher aber ist, dal! der Bahret cl lüde, wie er bei den Arabern heilst, mit dem S c m ec 11 oti i t is des Flavins Joscphus identisch ist, über den er schreibt: ״Dieser ist dreißig Stadien breit und sechzig Stadien lang; seine Marsehen erstrecken sich bis zur üppigen Landschaft Daphne, wo sieh die Quellen befinden, die den sogenannten kleinen Jordan speisen und mit ihm unterhalb des Tempels des goldenen Kalbes in den groben einmümlcii.“ Worüber aber Josephtts nicht schreibt, sind die gewaltigen S ii m p f c, die ineilenweit den See umgeben, und diese wie aus der Urzeit in unsre Tage liiueinrageiute I amlschaft zu einer der furchtbarsten Brutstätten der Malaria machen. Trot/dem aber und trotz der tropischen Hitze, die hier zumeist herrscht, ist die Umgebung des Sees nicht ohne menschliches Leben. Nicht nur das in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhun* derts gegründete jüdische Dorf Yessod ha mm aal alt verzeichnet die Karte, somlern auch eine Anzahl von Zeltlagern d er Su in p f b c d 11 inen Mlacha, Alinaniyc, Massanivc und andere — sind ständig im Gebiet der Sümpfe zu finden. Die Beduinen dieses Landstrichs (weder Kamelnoch SchnfbedtiiiH'ii, sondern eine, nur noch 1 in Irak verkommende Spezies dieser Nomaden, Hilf l’cl heduineii), die, seit undenkliehen Zeiten mit diesem Boden verbunden, nicht mehr die Weite der Wusle und auch nicht gröbere Stamiiuwanderungen kennen, leben ein für europäische und vielleicht sogar für hedtiiuisclie Verhältnisse unvorstellbar armes Lehen. Der Ertrag des Schilfrohrs, aus dem die Frauen die in Syrien una in Palästina sehr beliebten Hiilcmattcn flechten und die Ergebnisse ihr er sehr primitiv betriebenen Milchwirtschaft, die sieh auf die schwarzen S u m p f b ii f f c 1 beschränkt, und hie und da ein paar Grüsch für Taglohnarbcit im nahen jüdischen Dorf, das ist alles. Es sind aber wohl nicht allein ökonomische Ursachen, welche die Schwierigkeit ihrer Situation bedingen, sondern vor allem die grolle Plngc dieser Landschaft, die Malaria. Der Verfasser dieses Berichtes hatte, als er mit einem Rcgicrinigsarzt alle Wohnstätten in den Sümpfen bcsuchte, Gelegenheit, eine grauenhafte Statistik praktisch kon* trollicren zu können: etwa 120 Prozent der Bewohner sind malariainfiziert, das heißt, daß rund 20 Prozent sogar zu einer zweiten Infektion kommen. Nun soll es endlich auch im äußersten Norden des Landes andeis werden. Dabei wird allerdings auch ein Stück Urwcltlandschaft von eindringlichster Erhabenheit verschwinden, und wer einmal im Sumpfgebict des Hule reiste, srw*״ W*• Jll״* ׳ ■י י ־־-* 4׳*: ' י' ־ - •?<'״ ׳ ׳" *jb-g, י*־*■'"»*• Büffelhcrdc int Ilule-Sumpf, aus dem durch Drainage künftig Siedlungshodcn werden soll, Phato» .־ B«n - GavrlcI. /,rtualrm wird ihrer mit einer gewissen Wehmut gedenken. Denn trotz der Hitze und obwohl die weißen Segel des Bootes nach ein paar Minuten Windstille schon schwarz sind von Moskitos, hat diese Landschaft etwas unvergeßlich Zwingendes an sich, besonders, wenn man kurz vorher die pnslorale Idylle des Tiberiassccs erlebt hat. Meilenweite Papyrusdschungel, in denen Flamingos, kolibrihuntc Vogel und aller Art Kleintier haust, mcilcnweitc mit Seerosen bedeckte Flächen, dann am Ausgang des Jordans die unendliche unfaßbare Stille dieses scheinbar von allem Leben abgesebuittenen Flachlandes — dies alles wird verschwinden, um zweokbestimmtein Leben Platz zu 111 ach eil. Der Deutsche Landesverband des ״Hcehaluz“ hat, wie er uns mitteilt, an die Exekutive der Jewish Agency, an die Histadruth (Arbeiterorganisation) und an den Präsidenten des Jüdischen. Nationalfonds, in Jerusalem, folgendes Telegramm geschickt: ״lleclialuz hagermani sclioleach birkato Icmifal emek chulali meargen pluga gdoia lekibusch.“ — Zu deutsch: ״Der deutsche Hcehaluz schickt seinen Glückwunsch zu dem Werk im Hulc-Tal. Er organisiert eine große Gruppe zur Teilnahme an der Urbarmachung.“ — Die Arbeiten 1m Hulc-Tal werden keine geringen Anforderungen an tnenschliehe KraL und Ausdauer stellen. Es bestellt aber kein Zweifei, daß die im ״Hechaluz“ organisierte jüdische Jugend bcreit ist, diese Last und auch Gefahr auf sieh zu nehmen, in dem Bewußtsein, damit ein wichtiges Gebiet für jüdische Siedlung frei zu machen. ל Ü DI S C H E RUNDSCHAU 100, 14 XII 19;M Die ICA-Tätigkeit in Rußland Büefe 0*% die jledaUtioH Die Moskauer Repräsentanz der Jcvvlsh Colonliat i o 11 Association (ICA) wurde wie die .ITA. aus M oskau meldet, vorn Kortizel, der Regleruiißskoiiunisslon lur Zuführung der Juden zu Landwirtschaft und Industrie, ver- *tandigt, daß beschlossen worden sei, die gesamte Tatigkeit der ICA in den Jüdischen Rayons der S o,w je t-Union zu liquidiere 11. ln Kreisen des Koimet wird dieser Beschluß damit begründet, daß die ICA in den letzten zwei bis drei Jahren die Aufbauarbeit nur noch zuni Schein fortgeführt und in Wirklichkeit eine Selbstliquidlcrung einge'eitct hatte. Wie unseren Lesern erinnerlich sein dürfte, haben wir in Nr. $<) der ״Jüdischen Rundschau“ einen in London erscliienenen Offenen Brief von l)r. J. fl r 111 z k 11 s wiedergegeben, der sieh mit der Arbeit der ICA beschäftigte. I)r. Briit/kus hat dort behauptet, daß die fCA im Jahre 1 ‘)27 vier Millionen (iolddollars der russischen Regierung zur Verfiigung gestellt hat, die an jüdische Kooperativen als Darleben gegeben werden sollten, die aber nicht fiir diesen Zweck verwandt worden seien. Es wurde die Frage atifgcwerfen, ob die ICA nach ihren Statuten zu einen! solchen Vorgehen berechtigt war. Die jüdische ()Öffentlichkeit, die der Erbe des heule in der ICA organisierten Vermögen» des Baron Hirsch ist, hat ein großes Interesse daran, was mit diesem Geld geschieht und hat auch ein Recht, Aufklärungen zu fordern. Unseres Wissens ist die Frage der Verwendung von Geldern in Rußland nicht aufgeklärt worden, und die ohenslelieiule Nachricht, die eine völlige Li q ui dier 11 n g der Arbeit der ICA in Rußland miticilt, ist geeignet, das Mißtrauen in bezug auf diese Tätigkeit der ICA noch zu erhöhen. Vielleicht wird die Leitung der ICA die Oelegen heit benützen, um über ihre Arbeit in Rußland und deren Kosten jetzt einen abschließenden Bericht zu erstatten. Die polnische Wahlrechtsreform Die von Marschall Pilsudski geforderte, aber immer wieder hinausgesehobeiie Reform der polnischen Verfassung ist Anfang dieses Jahres vom Sejm zum Beschluß erhoben worden. Jetzt hat auch der Verfassung»• aussehull des Senats seine Beratungen über dieses Thema begonnen. Ein bemerkenswerter Abänderungsvorsch'ag verlangt die Abschaffung des bisherigen Verhältn i s w a h I s v s t e m s für beide Hiiuser des P a r lamcnts. Dadurch würden außer den kleineren polnischen Parteien vor allem diejenigen nationalen Minderbeiten schwer betroffen werden, deren Angehörige nicht in geschlossenen Territorien siedeln und daher in F.iitzclwahlkreisen nirgends absolute Mehrheiten erzielen können. Zu dieser Volksgruppe gehören neben den Deutschen in erster Linie die Juden, die mit der Abschaffung des Verhältnis- Wahlrechts fast jede Aussicht auf gewählte Vertreter im reformierten polnischen Parlament verlieren müßten. Die Anträge der Regiernngsfraktion werden im Senat noch vor den Weilinachtsferien angenommen werden. Damit gewinnt die neue Verfassung aber noch keine Rechtskraft, da nun erst der Seim zu den Abänderungen des Senats Stellung zu nehmen hat. Eine bestimmte Frist kann ihm dafür nicht gesetzt werden, und es ist mit einer weiteren, wahrsclicin• lieh noch recht langwierigen Verzögerung der Reform zu rechnen. _ Wirtschaftsaniisemiiismus in Litauen Auf einem Kongreß der natiouallitauisclien Kaufleutc und Handwerker in Sc ha u len wurde ein Bericht zum Vortrag gebracht, in dem nach Pressemeldungen u. a. die antisemitischen S t r ö m n 11 g c n in Litauen erneut zum Aus* druck kommen. Iin Hinblick auf das Judentum in Handel und Gewerbe stellte der Vorsitzende Staikunas die Parole: ״Ulanen den I ilmicrn“ als Ziel dieses Verbandes auf. Für das lltau-!sehe Handwerk und den Kleinhandel müßten daher besondere Krcditorganisationcn geschaffen werden. Es sei Pflicht der litauischen OcffenlücliKcit, den Verband viel entschiedener als bisher zu unterstützen. Ein anderes Vorstandsmitglied meinte. der Verband sei zwar nicht antisemitisch, aber das Kapital würde nur im Laude b'eiben können, wenn es in litauischen Händen sei; sonst gäbe es keine WirtschaltscntwickHmg für Litauen. Die Ihuplreden dieses Kongresses wurden durch den staatlichen Sender Kowuo verbreitet. Dezember I934 D*«*R *•rlln* Franz ttosenzweig Hamburg, den 11 Sehr geehrte Schriftleitung! Ihre Veröffentlichung in der Nr. <)8 Ihres pp״»,s! , Blatte» ״Zu Franz Rosenzweigs 5. Todestag" Int Fs dürfte Ihnen vielleicht bekannt sein,' da*B^"u Stiftung die einzige Institution in Deutschland ist, wcIchc'T' Namen Franz Rosenzweigs trägt mul sich die Aufgabe ״cst tf hat, durch die Verbreitung seiner Schriften und die Erricht von in seinem Sinne geführten Arbeitsgemeinschaften Andenken an diesen großen Menschen wachzuhalten. °״ Es hat uns besonders gefreut, daß Sie Frau Dr Fl Freund Gelegenheit gegeben haben, ihren ausgezeichnet 8 Artikel über ״Das Prinzip der Biibcr-Roscnz welschen Bibf Übersetzung“ in den Spalten Ihres geschätzten Blattes m Vy öffentlichen. Mit vorzüglicher Hochachtung Franz Roscnzweig-GedMchtnlsStiftung, 1. A.: Hermann Philipp, Die ״sieben Hirlen" Asehcrslcbcn, den 10. Dezember 1931. An die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, Die Angelegenheit der רועים עב^ה bedarf m. A. md! noch weherer Aufklärung. Die Deutung, welche Dr. Kirsch. 11er gibt (Matitjahu und seine fünf Sohne sowie einer dtr Enkel), scheint schon aus dem Grunde nicht richtig, *t;| die Zahl nicht stimmt und die Heranziehung eines Enkd* gekünstelt ist. Aber auch die I )cutung, welche Steinhardt gibt leuchtet nicht sehr ein, da nicht recht ersichtlich ist, \»om’ die von ihm genannten sieben Hirten wieder aulstehwi sollen. Die richtige Haltung kann m. E. nur die sein, diB die in Frage stehenden Schlußworte sich auf den Mesiiu beziehen und um dessen baldiges Erscheinen bitten, eh Gedanke, der in Pijjutim immer wieder zum Ausdruck kommt. Unter den ״Sieben Hirten" werden verseniedene Persönlichkeiten verstanden. Außer der von Steinhardt er• wähnten Zusammenstellung gibt es noch andere. Die |!g vorliegenden Fall gemeinte Zusammenstellung ist mir von dem Sendboten einer Jescliiwa in א״י wie folgt genannt worden: Die ersten sechs Hirten sind bereits erschienen; n sind Abraham, Isaak, Jakob, Joseph, Mose und David. Der siebente Hirte ist der Messias, der erst erscheinen soll. Zu dieser Deutung paßt sehr gut eine Lesart, die in manchen Sidduritn zu finden ist und die nicht רועים sondern iiyil aufweist; sic lautet: ״ הצמח לנו יועד, שבעהLaßt uns den Hirten Nr. 7 aiifsprosscn!“ Das Hebräisch ist zwar bei dieser Variante nicht klassisch, das ist aber gerade bei der sechsten Strophe, wie Dr. Kirschner zutreffend ausgeführt hat, nicht zu verwundern. Mit Zionsgruß Dr. H i ז s c h f e 1 d. Die Kopfbedeckung bei Synagogen VeramUUungea Berlin, den 4. Dezember W34 Auf dem Gemeinde-Abend in der Synagoge Fasancnstraftt ist cs vielen Besuchern atifgef,allen, daß einige Be- Sucher ohne Kopfbedeckung sich in dem Gotteshaus aufgehalten haben, ohne daß von der Leitung des Abends Einspruch erhoben wurde. Dieser Zustand muß schar! gegeißelt werden, da eine solche Taktlosigkeit andere Besucher verletzen muß. Heinzwcrncr Goldstein. II Ff«kh״! tili••1 Nerdrt! DriI Al v.u..1 Basel verbiete( Diffamierung von Jaden Basel, 11. Dezember. (JTA.) ln Basel bestellt seit einiger Zeit eine Gruppe, die eine antisemitische Zeitung unter dem Namen ״V o I k s h u 11 d“ herausgibt. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt hat nun der Zeitung und ihren Hintermännern unter Androhung strafrechtlicher Ahndung jede g c!11 eine Sc h in ii 11 u!1 g oder Veru n g I i in p f u 11 g der jüdischen Rasse oder des jüdischen Glaubens verboten. Unter dieses Verbot fallen insbesondere der öffentliche Gebrauch der Verwimscliung ״Juda verrecke“, die öffentliche Verbreitung des Anwurfs, daß die Juden zu ritualen Zwecken Menschen töten, die öffentliche Aufforderung, sich des Verkehrs mit Juden als etwas Entehrendem zu enthalten, jede gemeine Verspottung oder böswillige Vcrunglimnfung der Gegenstände, die von den Juden aus religiösen Gründen verehrt werden oder ihrem Kultus dienen. Zürich, 11. Dezember (JTA.) Der Kantonspolizei ist es gelungen, einige Burschen zu ermitteln, die in der vorigen Woche am unteren Eingang zur orthodoxen Svnagoge an der Freigutstraßc in Zürich eine Petarde zur Explosion gebracht hatten. Die Verhafteten erklärten, Mitglieder der ״Nationalcn Front“ zu sein und an jenem Abend an der Erontversnmmlmig in der St.nlthallc tellgenommeii zu haben. Gegen die Verhafteten wird Anklage wegen böswilliger Eigentumsbeschädigung zum Nachteil der Jüdischen Kultusgeincinde erhoben. AnüjUdlsche Boykoiipropaganda in Wien Wien, 11. Dezember. (JTA.) Auf Einschreiten der Wiener Israelitischen Kultusgemcinde wurde ein vom ״Oesterre icbischen Antisemitenbund״ erlassener Aufruf beschlagnahmt, in dem zum Boykott jüdischer Oeschäfte bei den Weihnacht »kaufen aufgefordert worden war. Persönliches. Betty Frankenstein, Geschäftsführerin der Z. V. 1.1)., die sich Anfang Oktober zu einer Studienreise nach Palästina begehen hat und dort leider kurz nach ihrer Ankunft schwer erkrankte, befindet sieh, wie uns zu unserer Freude aus Palästina gemeldet wird, auf dem Wege der Besserung. Sic konnte bereits mehrere Spaziergang« im Freien unternehmen. Die zahlreichen Freunde und Mitarbeiter Frau• lein Frankeiisteins und die gesamten deutschen Zionisten, die . wahrend der ganzen Zeit ihrer Krankheit mit Gefühlen herr• lieber Sympathie der Patientin gedachten, hoffen nun, sie bald wieder völlig hcrgcstcllt in ihrer Mitte zu begrüßen. Wieder: Verschwiegener Name. In Nr. Ü8 dtr ״Jüdischen Rundschau" wurde darauf hingewiesen, «״ in einem Artikel des ״B. T,“ der Name des Film• künstlers Eisenstein vermieden wird. Im Sladtblatt des ״Bo• liner Tageblattes“ vom Sonntag, dem 10. Dez., ist längerer Artikel, der eine Würdigung eines seit vierzig ja״- ren photographierenden Sauitätsrates enthält, der erst klirr• lieh einen ersten Preis bekommen hat beim Photuwettbcwcrh des I andcsvcrbandcs Berlin-Brandenburg und der Junggcscll« ist lind kurz vor seinem 70. Lebensjahre steht; wir sch« keinen Grund ein, warum der Verfasser des Artikels '׳er• schweigt, daß dieser Preisträger Jude ist und Arnold Sam• ter heißt. I)r. T. S. Im ״Berliner Tageb'att“ vom D. Dezember linden »ü einen Leitartikel über K a r p a 111 o R u ß I a 11 d, worin aucn verschiedene Gruppen der Bevölkerung dieses Landes autgezählt werden. Der Verfasser erwähnt unbegreiflicher«‘''' niclit, daß Karpatlio-Rußlaml etwa 15 0״ jüdische Bcvol * rung hat, davon sehr viele jüdische Bauern. In der Hauptsia des Landes, Munkaczewo, ist ungefähr die Hälfte der dcv kerung jüdisch. Ein Liebesroman. Rumänische Zeitungen berichten: I״* vergangenen Jahre (and in Güdöllü hei Budapest eine In«' nationale P f a d f i 11 d e r - J a m 11 o r c c statt, «m «ycl Jugendliche aus allen Ländern der Welt teilnahmen. Alt י»* Jamboree nahm auch der junge indische M a h »[a » c 11 a B u b a k I c w M a n o h o i, der Thronfolger des St Sahor in Indien, teil. Er verliebte sich in die jüdische 1 finderin Florica Fried in an 11 aus einer Ortschaft in Sie' bürgen. Die jungen Leute trafen später in Paris rll,saJ'V" uno verlobten sich. Von Paris begleitete Florica Fned״ ihren Bräutigam nach Indien, wo die Eheschließung voll/ X werden wird. Die Eltern der indischen Prinzessin sind ,f doxe Inden, die ihre Tochter mit einem Wundcrranni der Tschechoslowakei verheiraten wollten. dl; Xur gemeldet wird, hat die in Zeitung‘‘, die vor einiger Der Verband der jüdischen Gemeinden Italiens erlieft einen Aulruf an die jüdische Bevölkerung Italiens, sich an den Sammlungen für das Hilfswerk zugunsten deutscher Juden zu beteiligen, . Wie uns aus New York York erscheinende ״Deutsche taiun!! , ■״ ^י״.ך . einen antisemitischen Angriff gegen den iru tt) , Magistrat Josef Goldstein und im Zusammenhang darmt g k die Juden überhaupt veröffentlichte, in einer .Erklärung Angriffe widerrufen und gleichzeitig mitgetcilt, dal) « jetzt ab sich jeder anti jüdischen Tendenz enthalten wolle, größere Gruppe von bisher an der Herausgabe der ^4 beteiligten Kreisen zog sich darauf von der Zeitung uts£htf gründete eine eigene Zeitung unter dem Namen Beobachtet“.

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