Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 98 (7.12.1934)
- Date
- 1934-12-07
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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AiuiahntMcbluA für dl• Dl*fttt»g.Au»t«b• Mont»* SO Uhr, Ulf Kr«lte* A1t**«b• Mittwoch 13 Uhr (FtmÜiananseic«» bi* Donner•(** KJ Uht) HelmatStte In Pallatlna. ״Baseler Programm** ^ווי—י^< •1*g^P Em* V/elthisiorischc Perspektiven ׳ ln diese 1 Ta£en erschien unter dem Titel: ״Italien 1|j ,N'atio 1״ eine kleine Schrift von Nikolas Benckiscr (seicictSts-Verlag, Frankfurt a. M.), in der die ideclichcn (inimllagrn des f n s c h i s t i s c h c n Italien dargestcJlt »erden. Wir Juden haben AiilaB, uns mit diesem Problem m!< *duftigen, nicht nur im Hinblick auf das aktuelle politische Interesse wegen der Wirkungen des Faschismus auf die U'clt, sondern auch deshalb, weil zwischen Rom und Jerusalem in der Weltgeschichte ein Verhältnis fruchtbarster Spaimimg׳ entstanden ist. Das Wort, das von jertisalem ausgiiig, hat in Rom eine Prägung er* fahren, dis' cs fiir die Völker Europas und der Welt zu einem der wesentlichsten Elemente ihrer Kultur machte. Der Mittel* funkt der antikem Welt, der Thron der Cäsaren, der die Pix Roma na über die Länder und Völker ausbrcitetc, tumlc zur Trägerin einer Lux Roma na, einer geistigen »alt, die über den Verfall des alten Weltreiches hinaus dauerte, ja .111 seiner Stelle die Grundlagen für eine Neufff rau 11 g des Völkcrlcbcns bot. So ging die geistige Kraft, die ton Jerusalem ausslrahltc, einst in den politischen Bereich loms ein und verhalt diesem Ort über die Jahrtausende hin• »cg n! seiner Bedeutung. Wir Juden empfinden den liier angedeuteten geschieht* liehen Vorgang etwas anders als die anderen Völker. Das Eindringen des (leistes von Jerusalem in die römische Sphäre, die Durchsetzung• des Christentums als Tochter der jüdischen (Wlcscrkenntnis in der antiken Welt ist verbunden mit der Einordnung Judäas, des alten jüdischen Staates, in j«e fax Roinana, in das Imperium, und bedeutet also zugleich den Untergang der nationalen Freiheit des jiidi• sehen Volkes und damit das Ende seiner klassischen Ge* schichte. Wir Juden fühlen die Tragik, die über unser Volk in jenem welthistorischen Augenblick gekommen ist. So wurde die Synibolkraft, die in den beiden Städte* «men liegt, immer wieder Anlaß zum Vergleich des Gehaltes, def in ihnen aufzuspüren ist, und auch in unseren Tagen besteht für uns diese Frage wieder. Geht doch von Rom ku(e erneut eine Welle von Vorstellungen aus, die sich nil der Gestaltung des Völkcrlcbcns beschäftigen, und ist Jerusalem als Mittelpunkt des Landes Palästina für das jüdische Voll; wieder zu einer aktuellen, nicht nur spirituellen Kult geworden. Das italienische Volk hat seine nationalen Kulte in einer eigentümlichen Form konsolidiert und irn Faschismus eine Lehre von Staat und Gesellschaft auf*;cstellt, die den Versuch erneut, über die Begrenzung der Lindscfiaft hinaus der Welt einen universalen G ed a n * Hit zu schenken. Mussolini hat erklärt, der Faschismus sei kein Exportartikel; aber seine Doktrin wird ein Glied der politischen und geistigen Strömungen, die sich um das Sy in- M Rom gruppieren, und die einst Momniscn vor der Be* Übergreifung Roms durch die Italiener so klar in seiner *n einen italienischen Minister erkannt hat, als er ^ftc: ״Was wollt ihr in Rom? Das besorgt uns alle; it» ™י bleibt man nicht ohne kosmopolitische Absichten“, *'»hl hat es sich gezeigt, daß die Hoffnungen, von Rom werde ,י Faschismus eine neue Lux Romana über die Welt hin* *ahlcn, allzu optimistisch waren. Was wirklich über die wrucn des Landes hinaus gewirkt hat, das sind, wie Benckiscr richtig sagt, vor allem die Methoden autorl- , f r und totaler Staaten, die überall ähnlich ‘1״d, so daß also nur ein formales Element seine Wir* »fl auf die Welt ausübt. , Trotzdem: Dieser Versuch einer Erneuerung über den e1jc!1en Kreis hinaus muß auch von der Blickrichtung Jcru* 5,'eins aus beachtet werden, weil in ihm Krätte und Vor* ‘«Hungen zutage treten, die in allen Völkern Europas leben* *ind und die auch für das jüdische Volk wichtig sind, das m Lehen in Palästina neu fundieren will. Jene Lehre des "tut״ Rom sicht in der Nation nur insoweit etwas Reales, *? s׳c Staat ist. Erst der Staat schafft die Na• J?"> der dem Volke einen Willen und damit eine effektive J'dcnz giß(, [>]<. Nation geht nicht mehr aus dem Volks• .y herv or, sondern sie wird zu einem abstrakten Begriff. ' 1 r staat kann über allen und gegen alle sein, weil er — 01 Mussolinis Worten — die moralische Kontinui• 1״der Nation in der Geschichte verkörpert. "״ Juden wissen, daß vor einem Volke ein Gesetz zu vermag, dessen letzte Begründung nicht aus dem j7c" "nd den zuliilligcn Vorstellungen des Volkes genommen ük *01’^Cl'n eins aus einer Instanz strömt, die dem Volke .,5rHc°rdnet ist, die die eigentliche Idee verkörpert, u■ hin sich das Leben des Volkes orientiert. Wir tcii w aus 2*hlreielicn Stationen unserer klassischen Gctithc’ tt'e °R und mit wie tiefgehenden und wcitrcichen• dieses Gesetz und die aktuellen Strömungen und siehe in w*rcß״ngen der gerade lebenden Generation miteinander vrin , 1Spruch und Kampf gerieten. Unsere Geschiente, die des v B hcl dargestellt wird, ist geradezu der Niederschlag vo/^mpies zwischen den Tageshoffnungen Generationen, die allzu oft dem Gesetz Vnu ***,er versagten, und jenen Kräften im U״ke. die Vollstrecker eines obersten Wil* Släi״• w a r c ״• Aber verkennen wir nicht: Das Recht zur ׳ ״erung einer Leitlinie für das Leben des Volkes war nicht n1«hen verliehen, noch waren cs einzelne oder eine noch Gegem neissem'ztmcfoung Schwere Strafen gefordert i>ie ״I r ii n k i s c 11 c T a g c 8 z c 1111 n g“, Nürnberg, vom Dezember berichtet unter der Ucbcrschrift: ״Eine m 11 ‘ , ß(i L■111 s c 11! i e li u n g!“ über eine Versammlung von 500 deutschstämmigen Aerztcn in Fürth, bei der nach einem Vortrag des Professors Luxemburger und einer Rede des Gauleiters Streicher ein Telegramm an den Reichsinnenminister Dr. Frick gesandt wurde, in dem es u. a. heißt: ״Als nnUirliche Folg(■ ihrer wcllnn sdmuliclicn Scluilune durdi den (,.mlciler Jul ins Strcielicr einerseits und der rawripnlhiwlien Ansiiihmnyen mit den enlsjireclK-ndcn Schhißergehnissen des heuliccn Abends linderer scits gestatten siet» die hier Versammelten an Sie die Hille m richlen, baldigst, «lern «rlion in Kraft belindlichen Arier- und Krhgesimclhcitsgcftct* den selbst verständlichen, nalur- und volksnotwcndigcn Ahschh16parngr11|)hen lolgen zu lassen, des Inha «es, d.iß jerle versuchte k<*rjverliehe Gemcin«ch«(t zwischen deutscher Frau und Judenstiimnding genau m wie die voll* zöge ne mit schwerster Strafe geahndet wird, bei der deutschon Frau mit der Aberkennung der deutschen Stonlszugcliörig* keit, Verbringung in ein Arbeitslager und bei vollzogener korper* licltcr f!emeinseh!1ft mit einem Judcnstiimmling mit Unfruchtbar• niaehtingj heim Judcnstiimmling mit ebenfalls sofortiger Aberken* nung der dentsrlien Stnntszugeluirigkei♦, mit Beschlagnahme seines gesamten Vermögens, mit mindestem fünf Jahren Zuchthaus und nachheriger sofortiger Ausweisung aus Deutschland als tmcrwünschter Frcindrassiger.“ Das Telegramm ist unterzeichnet: I. A.: Dr. A. Streck, SA -Gau-Brigadcführer. Hierzu bemerkt die ״Frankf. Zeitung" vom 4. 12.: ״Jede versuchte kürporliclic Gemeinschaft“ — ״vollzogene körperliche Gemeinschaft“ — diese Begriffe umfassen ©llcnsichtlich auch den Tatbestand der bereits bestehenden Rassen* m i sc heben. Gesetzlich ist, wie bekannt, bisher nicht einmal die Eingehung neuer Mischehen Verlusten, wenn auch der nationalsnzialistisclie Staat eine solche F.heschließung als wner* wiinsetit bet rächtet. Nach den mehrmals hier zitierter» Aeußcrungen des Reich sinnenmini stets möchte man annehmen, daß die obigen Forderungen zu jenen gehören, die nur allzu leicht Irrtilmern oder ahsichtlichen Entstellungen über die deutschen Verhältnisse Vor* schuh leisten.“ Wir sind gewiß Gegner der Mischehe, weil wir glauben, daß in ihr eine Gefahr fiir die Erhaltung der lüdischen Art zu sehen ist. Darüber hinaus dürfte cs eine Frage von Takt und Distanzgefiihl auf beiden Seiten sein, wie in Zukunft das Verhältnis der Geschlechter im Zusammen* leben des arischen und des jüdischen Bcvölkcrungsteilcs sich gestalten soll. Die in dein oben erwähnten Telegramm erbohenen Forderungen jedoch widersprechen so sehr allen rationalcn und ethischen Erwägungen, daß schon aus diesem Grunde ihre Diskussion unmöglich Ist. Wir Juden müssen uns dabei naturgemäß in erster Linie gegen den Unterton der rassischen Diffamierung wenden, der aus dieser Stellungnahme einer Aerztevcrsammlung spricht. * Mit dieser Angelegenheit beschäftigt sich die ״Frankfurter Zeitung“ vom 5. Dezember nochmals in einem Artikel von R. K. (Rudolf Kircher). In diesem wird darauf hingewiesen, daß in der Fiirthcr Entschließung der umgekehrte Fall: Oe* ineinschaft zwischen deutschst,munigcni M.uiu und niehtarl* scher Frau mit keinem Wort erwähnt ist. R. K. sagt weiter: ״Die ,F'rünki«T1c Tugi'szntimg', ein Organ des Gauleilers Strei* eher, bemerkt dazu: ,Es gab niemand, der sich nicht freudig und überzeugt zu dem Inhalt der Kritwliließimg bekannte.' Diese Fest Stellung können wir, jow eil die Fein her Veis.1 mmlimg in Betracht kommt, natürlich nicht na! bprüfrn, dagegen glauben wir sagen zu dürfen, daß Hunde!II»nsendc treuer Anhänger Adolf Ilillers. darunter zweifello» *urh srtlclie, die niitgcholfen haben, rlrn national«»!iahsti- *clien Staat tu schaden und ihn zu verwalten, weder jene Freude noch jene Ufberzotigung in bezug auf die Fürther Entschließung: teilen, — unter anderem schon deshalb, weil es si!h hier nicht um die Vor* hinderung de« t'elrergreifrns jiiilischer F.iniliisse auf maßgebliche Zweige des öffentlichen und staatlichen Lebens handeln würde, was zur Begründung der bisher erlassenen Arierparngrapln-n angeführt wird. Dergleichen ist denn auch in dem bekannten Programm da* Nalionalsorialismns nicht vorgesehen. Von den menschlichen Er* Wägungen, die «nzustellm wären, ganz zu schweigen! Wir halren de*, halb Grund *ntunehmen, duä es eine große Zahl von Volksgenossen gibt, die in einer Demonstration wie dieser Fürther ״Ent- Schließung“ •weder einen praktischen Vorteil ihr den dentsrlien Staats* zweck, noch ein Mittel zur Erzeugung de« Geistes wahrhafter Zu* sammenarbrit erblicken, — und zwar *prellten wir hierbei, wie gesagt, nicht von dem Urteil von Menschen, dir durch eine solch« Gesetz* gehttng betroffen würden. Wenn man aber in Fürth gewissermaßen eine Art von Volkslsegchren gestellt und ihm durch die V e r öffentlich ung in der ,Funkischen Tageszeitung‘ volle Fubli* zität gegeben hat, so wäre es angebracht, auch die Meinung «lerer zu hören, die der deutschen Sache nicht minder treu dienen, sich *bex von solchen Entschließungen mit Unwillen abwenden.“ Eine Rede Julius Streichers Die ״Fränkische Tageszeitung“, Nürnberg, vom 5. Dezember berichtet über eine Rede Julius Streichers in einer Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront in Nürnberg. Im Rahmen seiner Rede behandelte er u. a. die Rassenfrage •und sagte nach dem Bericht des Blattes: ״Schaut mit den Augen, mit denen ich schon immer schauet“ Zwar weiden Schwarze und Rote urn-omt darauf hollen, daß der N«tional*oziali*mu« tinlergchrn wird, aber die ra-si*! hc Versuchung unsre* Blutes ist es, die heule ernster ist und uns vor schwerere Entschlüsse stellt als die Frage «hier Reaktion von links oder rechts. ״Wenn hier nicht bald ein Damm geschaffen wird, wenn hier nicht bald Gesetze kommen, die den geschlechtlichen Vetkehv mit Juden unter schwere Strafe stellen, dann hat der NationaIvozialUmtu umsonst gesiegt,“ ״Wir vcmprctlwn heute allez 1. Wir kaufen nicht beim Juden und beweisen damit, daß wir Christen sind und 2. wir hallen unser Blut rein!“ ״Deutsche Mädchen haben beim Juden nirhts verloren!“ ״Klärt Eure Kinder auf!“ ״In jedem deutschen llaus müßte gleich der Bibel ein Huch liegen, in dem diese wichtigsten Grundsätze der Rassenfrage stellen. — Bewahrt Eure Tochter vor einem tragischen Finde, behaltet sie lieber etwas länger zu Hause, als daß Ihr sie schutzlos und unaufgeklärt in die Welt hinausgehen läßt, wo sie an und Seele vernichtet werden!“ so gut ausgcwählte kleine Zahl von Weisen oder Pricstcrt, die dem jüdischen Volke seine Bahn in der Geschichte vor* geschrieben haben. Vielmehr lag die letzte Begründung für das Idealbild nationalen Lebens וווו Willen einer über• irdischen Macht, deren Offenbarung auch das reale Lebensgesetz umfaßte. Wenn wir Juden unser nationales Leben erneuen — wir können dabei auch an die M a k k a b ä e r denken — so geht es nicht ohne Anknüpfung an unsere Jahrtausende alte Tradition. Wenn es eine Totalität des nationalen Willens in unserem Volke geben kann, so besitzen wir ein so großes Vorbild in den Höhepunkten unserer Geschichte, daß es niemandem ein• fallen sollte, sich selbst als Gesetzgeber aufzustellen und dem Volke absolute Ideale und letzte Ziele zu geben, die höchstens Scheidemünze sein können, wenn man sie an den Maßstäben unserer Vergangenheit mißt. Darum kann das Leben des jüdischen Volkes nicht ״linear“ sein, wie es nach der Darstellung Bciicldsers in der faschistl* sehen Anschauung der Fall ist. Wir, die wir in einer Periode leben, in der die Sammlung der zerstreuten Glieder unseres Volkes noch in den allerersten Anfängen steckt, können nicht Methoden und Ideale nationaler Bewegungen akzcptic• reu, die anderswo möglich sind, weil unsere äußere Situation es nicht erlaubt, und weil wir vor unserer Geschichte die Ver• antvvortung tragen, ihiem inneren Gesetze treu zu bleiben. Und wenn der italienische Nationalismus, wie er vor dem Kriege aufgetreten ist, seinen Blick nach auBcn richtete und im Kriege ein die Nation härtendes ״Stahlbad״ sah — wogegen damals der Ministerpräsident und Jude Luzzatti sich wandte —, so muß gerade das Judentum vor sich und der Welt immer wieder betonen und in seiner Erziehungsarbeit an der eigenen Jugend bewähren, daß es den Sinn seiner na• tionalcn Idee nicht in der Wendung nach außen, im Macht- Prinzip sieht, sondern daß es die Verinneriichungdea Menschen als Sinn eines jüdischen Nationalismus betrachtet und die Zusammenfügung der in der Weit vereinsamten und verlorenen Glieder eine» Volke« ia einer brüderlichen Gemeinschaft und die Schaffung von Lcbcnsfor• men und Arbeitsmöglichkeiten für sie anstrebt. Wir heutigen Juden wissen nicht, welche letzte Bedeutung unsere Taten im Ablauf zier Weltgeschichte des jüdischen Vol• kes haben werden; ja wir sind geneigt, gegenüber den großen Zeiten unserer eigenen Geschichte bescheiden zu sein, weil uns die Taten und Schicksale unserer Vorfahren so groß erscheinen, daß wir nicht daran zu denken wagen, sic mit unseren Kräften wiederholen zu können. Und so ergibt sieh noch ein Merkwürdiges: Obwohl wir ״Zionisten“ sind und obwohl Zion, Jerusalem, ein heiliges Symbol für uns und unsere Nachkommen ist — stärker noch als die Stadt, von der einst das Licht ausgegangen ist, knüpfen sich unsere Hoffnungen an das Land, an E r c z Israel, weil wir an die Gesundung des Volkes in seiner Gesamtheit denken. Die Gesundung dieses Volkes auf dem Boden des Landes Palästina erscheint uns daher als die drängendste jüdische Aufgabe unserer Zeit und als der eigentliche Inhalt unserer nationalen Bewegung, Rom und Jerusalem: sie haben in der Vergangenheit In tragischer und fruchtbarer Auseinandersetzung tief in die Geschichte der Menschheit eingegriffen. Auch heute stehen sic nicht in einem Winkel des Geschehens, sondern jedes in seiner Art mitten im Getriebe der Weit, so wie die Völker, die sie bewohnen und die mit ihnen verbunden sind, ins Leben der , Welt verstrickt sind. Auch heute gibt es zwischen ihnen Ver• bindungen und Differenzen. Von Rom geht eine neue Lehre aus, die, Europa zu ihrem Teil beeinflußt hat; Jerusalem . lebt seine Tage in einer Welle der Erneuerung, die sein äußc• res Bild zu verwandeln beginnt. Trotzdem: wir glauben, daß sein altes Wesen und die Kräfte, die die Geschichte in ihm als einem Symbol des Judentums niedergelegt hat, auch in einer Zeit erhalten bleiben müssen, in der sich das jüdische •Volk der Mittel einer modernen Zeit bedient. Unseren ei ge• n e n Weg 2u gehen ist und bleibt in allen Abschnitten unserer nationalen Renaissancebewegung das oberste Kriterium dar Bewährung. K. L.