Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1934-11-16 · Heft 92 (16.11.1934) · page 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 92 (16.11.1934)
Date
1934-11-16
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2651273-2653452-2653537--26026-2683199
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

ץ•־*"׳' י־^ ך,"״* c *1 c" ~ץ ri oo; Jn;! 6ן־ 3 ,ךי׳-ן jf**» ״'"*\ [I 1! U\[r.! Theatron Chadasdi: Einakter von Kurt üötz Tcl-Awiw, Anfang November 1034 Als zweite Einstudierung bringt ״Theatron Cliadasch« drei finjklcr von Kurt <«»tz heraus, und zwar ״Eine kitschige Begebenheit: Marelieii^, ״Line ärgerliche Begebenheit: foltby“, ״G״c moralische Begebenheit: Minna Magdalena‘', ״an keimt die schlagfertige Dialektik Gbt/.’ von der deutselien Bulin*: her, man weil», wie jeder seiner Sätze — virid darüber hu■ *tus jedes seiner kleinen Spiele — haarscharf mitilicrf sind, wie das belustigte oder nachsichtige Lächeln eines, der die Menschen keimt, durch sie hindurch leuchtet, fiötz ist!bellt nur ein Mann, dein Einfälle in so großer 2,1111 Zuströmen, daß er es nicht nötig hat, den Zuschauern drei Akte hindurch zu langweilen, um ihn einmal zum Lachen 1U bringen; er ist darüber hinaus ein Spraclikünstlcr besonderer Qualität. * An den IJclicrsctzcr werden somit die Anforderungen ifstellt! den Esprit der Diktion wie des Milieus zu wahren, ifathan Alter mann hat bereits wiederholt mit lieber- Iraeiingcn fremder Dramensloffe verdienstvolle Arbeit geleistet. Die besondere und hintergründige Dialektik eines Qötz. N, S ' * K Sittenbild um ״Märchen" im ״Theatron Chadasch", Tcl-Awiw FM״: Ia\er Durmir!11 transponieren, gelingt ihm nur sehr, begrenzt. Zum Teil liegt das wohl daran, daß er etwas zu wortgetreu über- Kt/t, statt ans dem Cieist der neuen Sprache heraus den Dialog zu formen. Nur ein eklatantes Beispiel: die Phrase /madige Frau“ oder ״('madiger Herr“ im Munde eines Dimers oder einer Zofe haben an sich im deutschen Sprachgebrauch nur den Ton des Alltäglichen, keineswegs den des Ladici liehen. Wenn man diese, im Hebräischen nicht gebräudiliehc Anrede mit ״Adoni, Raw Hachesscd“ wiedergibt (offenbar vom biblischen, auf die (jottheit beziigliehen ״Raw Chesscd — w’cmctli“ entlehnt), so schafft man hcfreirdciidc Wortwirkungen, die — egal ob sic den Zuschauer erheitern oder nicht — keinesfalls im Sinne des Autors liegen. Die Regie besorgte wiederum Alfred Wolf. Wohl aus dem (icfiihl heraus, die Milieu-Frcimllieit, die für den Pah'tincnser von den ersten beiden Spielen ״Märchen" und Jobby“ atsgehen könnte, zu überbrücken, gestaltet er das [1rofcssorenlieiin in ״Minna Magdalena“ spartanisch einfach; wnig 7um Vorteil des an sich reizenden Spieles, dem allein durch die Unmöglichkeit der vollendeten sprachlichen Wiederphe — z. B. des sächsischen Dialekts, der in einem der Originale d;e Komik wesentlich steigert — viel an Wirkung verloren geht. Wolfs Schauspieler sind wieder mit großem Eifer וחי Werk. Joseph Schapira trifft in Ton und Ocste aus- (Widmet einen Rittergutsbesitzer und einen Lord von Göt/.' Gnaden. Kaiman Konstather ist im zweiten Spiel dem treuen Knecht Toltby ein trefflicher Mittler. Esther Taube erweist dch als komische Cliarakterspiderin von Qualität. Rachel Marcus bemüht sieh mit gutem Erfolg um die Rolle der ״ ן)'sterischen jungen Frau in ״Tobby“ und der moralischen j Professorin in ״Minna Magdalena“. Antigone Bing, Wolf; Bcrlinski, Mario Kranz sind die Namen der übrigen Dar- I steiler, von denen — außer einem — alle im ״Theatron j tliadnscli" ihre ersten Schritte au! eine hebräische Bühne!ft׳Rn. Nicht unbekannt ist dem palästinensischen Theater- 1 «Sucher Elicscr Donath, der von der satirischen Bühne; Matate hcrkoinnit. Die Rolle des Butler Charly ruht bei ihm j ״, guten Händen, während sein zerstreuter Professor keine 1 üötr’schc Figur wird. Er chargiert zu stark — auch als j *erführer wider Willen im ״Tobby“. Die Menschen bei j «®'z wollen ernst gespielt werden, damit sic׳ Heiterkeit | «wecken. Mehr Ruhe und sprachliche Differenziertheit wären forderjich. ן ',Die Bühnenbilder Donaths können leider nicht ׳ Wricdigcii, Sein Zimmer im Hause des Professors ist durch } ‘1«.,in der Diagonale aufgestellte Rückwand zu klein und | '«winkelt, das üriin der Wände tut dem Auge nicht sehr | J'?hl, die Einrichtung ist fast proletarisch, keineswegs gut- 5 wgtrlich. Eine in den ersten zwei Spielen wiederholt er- , «״einende Tcekarre ist keine eines Lords würdige Abend- 1 tllcl• Manfred Geis. w*e Spende- — 1/leuei Boden Oktober 1933: 316000 Dunam Oktober 1934: 342000 Dunam W l/lwefabeA, <•)'<! (t ׳ /4/1■ .} 14 j י | , ן> j (. ן,11 i'.'t י *■י-יי P’oitschickkonto: Berlin Nr.l049SI Bankkonto! Draadnar Bank, 0•poaitankaaaa Ku rf Bratondam m 181 Tel-Awiwcr Kunsibrief Von Manfred Geis Tcl-Awiw, Anfang November 1934. ... .f~)cr Tel-Awiwcr Kunstwintcr hat mit einer fast noch stärkeren Intensität als im vergangenen Jahre eingesetzt, behoii jetzt sind eine Reihe außerordentlich beachtenswerter Resultate zu verzeichne״. Die Palästinensische Knrnmcr-Opcr setzt ihre mit Erfolg begonnenen Bemühungen um die Pliege des Singspieles fort mit einer Neueinstudierung von Glucks ״Betrögen e m I! c ♦ r ti g e r“ und O f f c n h a c h s ״D 0 r o 111 e a“, zwei Stucken, die dem Liebhaber der kleinen Buffo-Oper außerordentlichen Genuß verschaffen. Gluck, Vater der modernen Oper und des modernen Musikdramas, der, ein deutscher Künstler, zugleich die Vorzüge der französischen und italieni- sehen Schule in sieh vereinte, kehrt selbst in diesem kleinen Ncbcnwcrk noch deutlich die für ihn charakteristische Linie hervor, das musikalische Drama zur Einfachheit und Klarheit znriickzuführeii und von Extravaganzen der Komposition, die Handlung und Text in ihrer Wirkung schädigten, zu befreien. Offenbachs Leichtigkeit wird schon in der kleinen Ouvertüre seiner ״Dorothea" deutlich spürbar und überträgt ihre Wirkung auf den Hörer noch stärker in zwei reizenden Duetten. Auch diesmal führt Benno F r ä 11 k c I wieder die gcschmack- Voile und stilgeinäße Regie. Seine Sänger sind ihm ausgczcichnete Helfer, so die Sopranistin Mirjam Sc galt, der ausgezeichnete Bassist Rudolf L a z a r, der Bariton Siegfried Gärtner, der sich nicht nur als ausgezeichneter Sänger, sondern auch als ein sehr beweglicher Schauspieler erweist, die Altistin [)ela Gott helft, und der Tenor Samuel B e r I i n, dessen Spiel freilich noch weit zurückhaltender werden muH. In Nebenrollen: Sydney Marko und — als häßliches Mädchen — Jaara Sy Iva, deren kurzes Auftreten deutlich eine vorhandene Begabung für die Bühne verriet. Das kleine, saubere Karmncrorchestcr wurde von Karl Salomon — alternierend: Hans Schlesinger — ausgezeichnet gelührt, Für das Bühnenbild zeichnet Isa II c rs c h k 0 v it/ verantwortlich. Während sie für ״Dorotlica" eine amüsante Zimmerdekoration aufbaut, wirkt der Hintergrund der Gluckscheii Szenerie ein wenig zu wuchtig für die kleine Bühne des ״Hataj-Thcaters“, in dem die außerordentlich gut besuchte und sehr beifällig atifgcnommcnc Aufführung stattfand. Tanja Well höh 11 er besorgte die tänzerische Belebung des Offcnbachsclien Singspiels. In einem Konzert im ״Obel Sliem“ gab Fanny Cleve, von ihrer Tätigkeit an den Opern Berlin, Wien und Leipzig ,her hinreichend bekannt, Proben ihres großen Könnens. Sic sang Lieder von Mendelssohn, Mahler und Gricg sowie Arien von Händel, Flalcvy, Mozart, Verdi und Pucdni; besonderes Interesse erregten zwei Lieder des jungen Komponisten Julius Chnies. Ihr lyrisch-dramatischer Sopran ist von außerordentlich angenehmem Timbre, ihre Tongehung kultiviert und sicher. (Zu bemerken sei gestattet, daß cs als ungerechtfertigt erscheint, Texte in fremde Sprachen statt der Origiualspracbc zu transponieren, wenn schon nicht das ganze Programm in Hebräisch gesungen wird.) —- Der Cellist Harry S o 11 spielte — von Paul Frankenburger am Klavier ausgezeichnet unterstützt •— Kompositionen von Beethoven (Variationen über Mozarts ״Bei Männern, welche Liebe fühlen“), Haydn, Boellmniin, Bach, Dcbnssy u. a. Der Künstler erwies sich wiederum als sehr exakter und gewissenhafter Mittler. — Zu einem ganz, außerordentlichen Erlebnis wurde das Konzert des französischen Violinisten Jacques T h i h a u d, der Palästina innerhalb eines Jahres zum zweitenmal besucht. Sein Spiel ist von der gleichen Noblesse wie seine Erscheinung. Mau hörte, neben einigen kleineren Stücken, die Spanische Symphonie des Franzosen Lalo, Violinkonzert von vivakli, eine Mozart-Sonate und eine Romancc von Beethoven. Das ausverkauftc Haus dankte enthusiastisch und erzwang mehrere Zugaben, Zu den musikalischen Veranstaltungen gesellt sich ein Tanzabend der Tänzerin R i - M o n 11 a. Wer auf Grund des etwas exzentrischen Namens aui eine Darbietung im Stile des Kabaretts oder Varietes vorbereitet war, wurde nicht enttäuscht. Ri-Monna, schon als Wunderkind in Wien aufgetreten, verfügt über eine zum Teil bewundernswerte Technik, die vom Akrobatischen herkommt. Sic ist von großer Leichtigkeit und dort am meisten in ihrem Element, wo cs gilt, ihre körperliche Beweglichkeit zur Geltung zu bringen. Weder Drehungen noch Sprünge machen ihr Schwierigkeiten. Es wäre der Künstlerin zu empfehlen, ihr Programm einilcutig zu orientieren, um Stilgcinischc zu vermeiden. Kunstausstellungen Von Dr. Karl Schwarz, Direktor des Museums Tei-Awiw. , E>ic Wintersaison hat auf dem Gebiete der Kunst pünktlich' mit dem Ablauf der Feiertage eingesetzt. Im B e z a I e I- Museum in Jerusalem hat der kenntnisreiche und in stiller Bescheidenheit wirkende Kustos M. Narkis eine interessante Ausstellung von Veduten des alten Jerusalem zusammengestellt, die in künstlerischer wie topographischer Hinsicht von Bedeutung ist. Die Schau beginnt mit zwei Holzschnitten aus der berühmten ״IIMoria rnumli'‘ um 1500, von «lenen der eine die Zerstörung Jerusalems, vom Teufel eigenhändig von einem nahen Hügel ans geleitet, darstellt, der zweite, mit dem Monogramm LC gezeichnete, eine Panoramaansicht der Stadt gibt. 80 Jahre spater begegnen wir einem Kupferstich, auf dein eine Rundiunucr wie ein Gehege die Stadt einsäumt, dann wieder sehen wir naive Ilol/schnitte mit ziemlich wählloser Zusammenstellung der verschiedenen Kultstätten. Der bekannte Kupferstecher Peter Schenk, der um IMS in Düsseidorf geboren, in Amsterdam tätig war, liefert um 1702 eine Gesamtansicht der Stadt in Kupferstich, und einige Jahrzehnte später ist ein koloriertes Ouckkastenbikl dadurch von besonderem topographischen Interesse, weil der Kidronbach als breiter, reißender und sehr wasserreicher Fluß dargcsteilt ist. Aus der ersten Hallte des 19. Jahrhunderts fallen zwei künstlerisch bedeutsame Serien auf. Georg Döbler, der 1788 bis 1315 in Prag lebte, schuf für die deutsche Uchcrsctzung von Frobins Reisen zwölf Aquatintahlätter, die in ihrer bitdhaften Gestaltung berühmter Bauwerke als vorzüglich zu bezeichnen sind. Und dann sind es vor •allem die in jeder Be- Ziehung entzückenden Lithographien von Johann Martin Bernatz, der als einer der ersten Bildreporter den ganzen Orient bereiste, alle Gegenden, Bauwerke und landschaftlichen!Hinkte zeichnete und diese 1839 unter dem Titel ״Bilder aus dem heiligen Lande“ heratisgab, die das Beste an Bilddarstellung vor der Erfindung der Photographie und der Ansichtskarte darstellcn. Diese Ausstellung, von der wir hier nur einiges herausgegriffen haben, weist den Weg, den der ״Bezahl“ weiter verfolgen sollte. Die Sammlung ist besonders reich an altänlisciicn Dokumenten, graphischen Blättern und seltenen ’liotographien, die leider viel zu sehr vergraben liegen. Sie in systematischen Ausstellungen der Allgemeinheit zu/uführen und dadurch das historische Interesse zu heben, wäre eine dankbare Aufgabe. An einer anderen Stelle in Jerusalem, dem für moderne Kunst besonders eintretenden Kunstsalon Steimatzky, lernen wir den in Jerusalem lebenden Maler Mosche Mokjrdy näher kennen. Mokady, der in Wien unter dem Nämcn Brandstädtcr bekannt war, ist ein gar zu getreuer Adept von Soutin, als daß sich seine künstlerischen Qualitäten frei entfalten könnten. Die Farben werden in dunklen, oftmals geradezu mystisch wirkenden Skalen gefangen gehalten und erklingen nur manchmal in einer das tiefere Wesen dieses fein besaiteten und in Wirklichkeit nach Farbe strebenden Künstlers weisenden Form. Einen jungen Künstler, eines unserer stärksten Talente, führt der Kunsfsalon M askit in Tcl-Awiw in David Herd• ler vor. Hendler ist den Weg über Prag gegangen und hat dort die Grundlagen einer guten Schulung empfangen, die er aus sich heraus weiterentwickelt hat. Ein stiller, arbeltsanier Mensch, dem nur die Möglichkeiten fehlen, um sich ganz seiner Kunst liitizugeben und seine vielversprechenden Anfänge weiterhin zu vertiefen und ausreifen zu lassen. Seine Bilder, meist Aquarelle, die mit einer interessanten Pastelltcclinik verbunden sind, geben oft gute Landscliaftsbildcr, die kompositorisch und atmosphärisch sehr reizvoll sind. Aus diesen Arbeiten spricht echtes und ernstes Künstlertum. lieber die Ausstellungen der Kunstgewerbler Ries und Wolpcrt sowie des Reklamekünstlers Lachs ist an dieser Stelle bereits berichtet worden. Wenn die künstlerische Auslese dieses Winters in dem gleichen Tempo weitergeht wie sie begonnen, so werden wir eine besonders reiche Ernte haben. Verschiedene intercssante und vielversprechende Ausstellungen sind in Vorbereitung. Zudem ist in Tcl-Awiw vor kurzem ein neuer Kunstsalon dazugekommen, der unter dem Namen ״The euitivated liome“ vor allem englisches und französisches Kunstgewerbe, Lampen, Stoffe, Service und alle Gegenstände für ein gepflegtes Haus führt. Dr. Wachsberger, der Leiter dieses Unternehmens, bietet viel Wertvolles. Am schönsten aber sind die von ihm selbst entworfenen Möbelstücke, die hier nach seinen Angaben angefertigt werden. Bibelausstellung in Augsburg Anläßlich des *!()()jährigen Jubiläums der Herausgabe der Luthcrschcn Bibelübersetzung veranstaltete die Augsburger Stadtbibliothek, die mit ihren 320 000 Bänden Deutschlands größte Stadtbibliothek ist, in ihren Räumen eine Jubiläums- Bibclausstelinng. Aus einem Eigenbestand von nicht weniger als 20(X) Bibeln waren die interessantesten Stücke, insbesonderc wertvolle Inkunabeln, ausgcwählt, die dem Besucher ein eindrucksvolles Bild von der Weltgeltung dieses Buches der Bücher vermittelten. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht naturgemäß die erste Lutherbibel in drei Bänden aus dem Jahre 1534, gedruckt bei H. Lufft in Wittenberg. Es handelt sich hier um ganz prächtige Exemplare, die mit 124 Holzschnitten eines unbekannten’ Meisters ausgestattet sind. Obwohl seinerzeit die erste Ausgabe der Lutherbibel in 5000 Exemplaren erschien, sind beute mir mehr wenige Stücke erhalten. Als Vorarbeiten Luthers zur Bibelübersetzung sind seine Uehcrsetzungcn der Psalmen und des Propheten lesaia, die 1525 und 1528 in Wittenberg erschienen, aiizusehen. Auch diese Bücher sind in ausgezeichneten, mit Holzschnitten der Cranacli-Scliulc ausgestatteten Exemplaren vertreten. Von lokal-historischem Interesse sind eine Reihe von illustrierten deutschen Bibeln, die zwischen 1470 und 1480 in der berühmten Druckerei von Johann Scliönsperger in Augsburg gedruckt wurden und die als die seltensten Inkunabeliihibeln überhaupt gelten. Wohlgclungenc Erzeugnisse einer hohen Biiehdruckerkunst sind auch die Augsburger Nachdrucke der Wittenberger Lutherbibel, die aus dem Jahre 1535 stammen und mit Illustrationen von Hans Weidig geschmückt sind. Eis kann hier nicht auf die vielen sonstigen hochintcrcssantcn BibckxempSnre, die die ungeheure Verbreitung der Bibel über den Erdball (cs sind z. B. Bibeln in singalesischer, kalmückischer, multaiiischer — Nord-Indien — iwid kanaraischcr Ucbersetzving ausgestellt) und ihre verschiedenartigste Publikationsform* (z. B. Armen-, Kinder-, Bilderbibel) veranschaulichen, «ingegangen werden, Was den jüdischen Besucher der Augsburger Bibel* gedruckt wurden. Das eine Exemplar ist dadurch besonders;1 > Orginal der crslr*• veVL ן ständigen LuthfTkib«! , atu dem fahre IST#,!«־ || druckt ln WlU*nb*1־j bei Lu/ft (es 1.1t der Anfmng de9 1, Budin Mosii mit ein«▼ liliutraNtm, du dl« Welt rwuli der Et• »tHa/fun« dantiUt, muf• gtschlagtn) bemerkenswert, weil es nach einer eigenhändigen Eintragung des Reformators Ambrosius Blaurcrs aus dem Jahre 1551 vom christlichen Hebraisten Paul Fagius, der Professor des Hebräischen in Strafiburg und Cambridge war, benützt und nach dem Konstanzer Konzil an Blaurcr abgegeben wurde. Dr. Ludwig Mayer, Augsburg. Der jüdische Archäologe und Geschichtsforscher Prof. Nalium Slo tisch, Direktor der Palcstine Jewish Exploration Society, hat auf der Insel Rhodos Forschungsarbeiten über Ethnographie und Geschichte der Juden von Rhodos und den benachbarten Inseln durchgeführt. Die Komponisfin Lena Stein-Schneider hatte bei Aufführung ihrer Werke in Mailand und Como außergewöhnlich starke Erfolge.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.