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Jüdische Rundschau · 1934-11-16 · Heft 92 (16.11.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 92 (16.11.1934)
Date
1934-11-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU <icn, zusaiiiinensclirumpfeii; aber wer wollte den Menschen, die sie verlassen, einen Vorwurf daraus machen, wenn auch sie Anteil an der Prosperität und an hohen Lohnen haben wollen? Erkennen wir doch eines: die Kraft derer, die im Lande zum Teil seit einem ganzen Mcnsehcnalter anshalten und die schwer: ton Lcbcnsbcdiiigungcn auf sich genommen haben, ist in erster l.inie dadurch möglich gewesen, dall sie sich als Vorläufer von Menschen fühlten, die nach ihnen mit der Bereitschaft kommen, das Gleiche zu tun, was sie ihnen vorgelebt hatten. Es wird nicht möglich sein, eine Im Boden verwurzelte Judenheit für alle Zeiten fest zu gründen, wenn nicht an jedem Tage und mit jedem Schiff ins Land Menschen hlnclmtrßmcn, die jene Bereit- Schaft, jenen Opfergeist und Selbstverleugnung bcsitzen, die die alten Arbeiter der 2. und 3. Alijah durch die Tat bewiesen haben. Nichts daher ist so gefährlich, wie wenn in den Ländern der Gallith der Zionismus iin Spiegel der Prosperität des Landes gleichsam als etwas Leichtes dargcstellt wird, als ob die Prosperität notwendig dazugehörte. Die Entscheidung zum Zionismus nitill frei bleiben von Erwägungen der Opportunität, da nur so die Sicherheit gegeben ist, daß eine neue Generation von Menschen ins Land kommt, die einsatzbereit sind und den Aufbau auch daun fortsetzen werden, wenn die äußeren Umstände einmal gegen sic sind. Der Zionismus wird mir daun sein Ziel einer Umwandlung unseres Volkes erreichen, wenn ihm Zchntauscndc und Hunderttausende zur Verfügung stellen, die entschlossen sind, aus einem großen Bild jüdischer Zukunft, das ihnen vorschwebt, heraus die Konsequenzen zu ziehen und den schweren Weg seiner Verwirklichung auf dem Boden Palästinas auf sich zu nehmen. Diese Erkenntnis muß vor allem die jüdische 'Jugend ergreifen, die ain eigenen Leib die tieferen Gründe der heutigen Krise erlebt und die noch die Elastizität hat, ein neues Leben aus einer ״Umwertung der Werte“ heraus von Grund auf zu beginnen. Ach ad Uaam sagte in seinem berühmten Aufsatz über Palästina, den wir oben erwähnt haben, die Worte: ״Wenn ein Land zerstört, das Volk aber noch voll Lebenskraft Ist, — dann erstehen ihm ein Scrubabcl, Esra, Nchemia, die das Volk mit sich reißen und das Land wieder aufrichten; wenn aber das Volk zerstört ist, wer kann Ihm dann erstellen und woher ihm seine Hilfe kommen?“ Die Hilfe, die Wiederaufrichtung der moralischen Kräfte unseres Volkes, die in der vordersten Front des Kampfes um den Aufbau des Landes stehen, muß aus uns selbst kommen, aus den menschlichen Kräften, die sich In der zionistischen Bewegung verbunden haben. K. L. Die Juden im neuen Oesterreich Von unserem Korrespondenten J.R. Wien, 14. November Ucbcr die Steilung der Juden im österreichischen Staat Unter der neuen ständischen Verfassung erklärte der Präsident der Wiener Kultusgcnieiiidc, Dr. Fried mann, Mitglied des österreichischen Staalsratcs, in einer vom ,zionistischen Landesverband veranstalteten Massenversammlung in Wien: i _ ״Wir leben in einem Staate, in dem die jüdische Situation eine überaus heikle und delikate ist. Die Verfassung des Staates gründet sich auf die Christlieh-de u tsc h c Staatsidee. Die Majorität des Staates, über 90 Prozent der Bevölkerung, ist christlich und gehört dem deutschen Volke an. Es ist das unbestreitbare Recht der Majorität, die Verfassung nach den ihr entsprechenden Gesichtspunkten zu fassen. Aber wenn auch der Staat Christlich-deulsch ist und die Juden in ihm eine nationale und konfessionelle Minderheit bilden, so darf damit nicht gesagt sein, daß die Angehörigen der jüdischen Gemein- Schaft irgendeine Benachteiligung erfahren und Staatsbürger m i 11 d c r e 11 Rechtes werden sollen. Wir werden immer die gleichen Rechte für uns verlangen, wie wir hier auch alle Pflichten gegenüber dem Staate treu erfüllen. Die Wallrung der Gleichberechtigung und Gleichheit der Juden in diesem Staate wurde durch w i e d c r 11 011 e E r k 1 ä r u 11 g c n der führ enden Männer betont. Diese Erklärungen!waren notwendig, weil unleugbar Tatsachen und Zustände gegeben waren, über die Beschwerde zu führen wir Recht und Anlall hatten.“ . Dr. Friedmann hofft, daß die jüdische Vertretung in den ständischen Körperschaften dazu dienen wird, das gegenseitige Verständnis zu stärken. ״Wir Juden fordern für uns nicht mehr, als daß man uns in diesem Staate den für unsere kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung notwendigen Lebcnsrauin gibt, uns nicht unter schlechtere B c - dingungen setzt als die anderen. Wir werden den Gemeiusimi und unseren Willen, mitzuwirken am Dienste Oesterreichs immer kundtun.“ Oeffcniliche Arbeiten im Hauran J e r us a 1 e m. (Palcor.) Aus Damaskus wird gemeldet, daß der syrische Minister für öffentliche Arbeiten der Presse initgcteilt hat, daß die syrische Regierung den Betrag von £ 1QÜ(K) für den Bau neuer Chausseen in der Provinz Hauran festgesetzt hat. Diese Arbeiten werden einer großen Anzahl von Hauranicrn Beschäftigung geben und werden nicht nur ihre Aufmerksamkeit von der Auswanderung nach Palästina abjenken, sondern auch die bereits nach Palästina ausgcjwanderten Hauranicr veranlassen, in ihre Heimat zurückzukehren lind in ihren eigenen Wirtschaften zu arbeiten. Abgesehen von dem genannten Betrage hat die Regierung beschlossen, in ihr Budget für das Jahr 1934/35 einen größeren Betrag einzusetzen, um das allgemeine Wirtschaftseben des Hauran zu beleben, das in den letzten Jahren infolge Mißernten stark gelitten hat. Nr• 92, 16. XI. ר ׳ Palästinas Rekord - Einfuhr im Hai 1934 Jerusalem (Palucws). Das IInndelsdcparteincnt der Palästina-Regierung veröffentlicht soeben die A u ß c n 11 a n detsziffern für Mai. Der Import hat sich auf die bisher unerreichte Höhe von ür 1 359 938 gesteigert, gegenüber einem Import von LP 923 815 im Mal 1933. Dem entsprechenden Vorjahresmonat gegenüber liegt also eine fast 50 ">ige Importsteigerung vor. Der Export palästinensischcr Waren beläuft sich demgegenüber auf nur LP 78(101, zu dem noch ein Reexport in Höhe von ,CP 31751 liiiizukoniiiit. Die Goldausftilir beträgt EP III 401. Linsehließlkh des Reexportes ergibt sich (ohne Ooldausfuhr) also ein Importüberschuß von LP 1 210 586. Die deutsche Ausfuhr nach Palästina Laut Veröffentlichung des Palcstine Commcrcial Bulletin betrug der deutsche Anteil an der Mai-Einfuhr CI» 183930 (im Vormonat LP 113 557), was ein stark es Ansteigen der deutschen Einfuhr bedeutet. Deutschland führte in den ersten fünf Monaten des Jahres 1931 für rund LP 730 000 Waren nach Palästina ein und hat somit in dieser Zeit fast den Ocsamtausfuhrumsatz des Jahres 1932 nach Palästina (LP 775 000) und über 60״/« seiner üesanitjaliresausfuhr 1933 dorthin (LP 1!2 Miß.) erreicht. In der von uns in Nr. 86 veröffentlichten Aufstellung waren die offiziellen Ziffern der Palästina-Regierung für Mai noch nicht behandelt. Ursprungsangaben aut Zollrechnungen Eine Anordnung des Zoll- und Handels-Departments der Palästina-Regierung besagt, daß ab 1. Januar 1935 die Warenrechmuigeii fiir Importgüter die Bezeichnung <lcs Ur- Sprungslandes enthalten müssen. Als Ursprungsland ttir Urprodukte ist das Land anzusehen, wo die Ware gewachsen oder liergcstcllt ist, oder, bei Industricwarcn, das Land, in dem der hauptsächliche Fabrikationsprozeß stattgefunden hat. Rechnungen können zwar in fremder, z. B. deutscher, Sprache ausgestellt sein, müssen aller von den palästincnsischen Vertretern der Lieferanten in eine der Landessprachen (englisch, arabisch oder hebräisch) übersetzt werden und in jedem Falle dem vorgeschriebenen Muster entsprechen. Der palästinensische Autoverkehr Tel-Awiw. (Palucws.) Die Transportkooperative ״Egged“, die den Autoinobilvcrkchr Tel-Awiw—Jerusalem— liaifa—Tiberias betreibt, gab in einer Generalversammlung einen Ucberblkk über die Entwicklung und aktuellen Problaue des palästinensischen Transportwesens. Die Zahl der jüdischen und arabischen Cha utt eure in Palästina ist dannch auf ungefähr 5000 zu schätzen, dazu kommen noch rund 5000 Mechaniker, Angestellte, Bremistoffvcrkaufcr usw. Die Zahl der vom Transportwesen lebenden Familien beträgt also ungefähr 10 000 bz.w. 40 000 Personen. Viele deutschen Juden haben als Chaufleure und in den anderen Positionen des Transport* wesens Unterkunft gefunden. Die Angestellten und Arbeiter des Transportwesens beziehen jährlich LP 900 000 au.Qclialtcrn, die Hallte davon entfällt auf die Chauffeure. Die Rcgicruugscinna Innen aus dem Auto* 111 o b i 1 v e r k c h r im Jahre 1933 belaufen sich auf LP ■460 000: Ben/inzoll LP 305 467 (der Wert des cingcfiihrtcn Benzins beträgt LP 177 4083 Automobilzoll LP 90 767, Autoreifenzolt LP 18 914, Fette und Autoteile LP 25 000, Lizenzgebühren LP 20 000. im Jahre 1934 werden sich die Regie* mugsciunahuicn aus dem Automobilverkehr auf mindestens LP 1/2 Million erhöhen. Die ״Egged“ z. B. zahlte 1933 an Chauffeurgehältern LP 17 506, an Chauffeure und Arbeiter zusammen LP 20 000, während die Regierung für Bcnzinzölle von der ״Eggcd“ LP 21 000 erzielte. Aus einer Einnahme von schätzungsweise £p im Jahre 193 t setzt die Regierung für Straßen- und bau LP 00000 lind für Straficiicrhaltung und -rfn״i ',י LP 105 000 aus. Sie behält daher aus dem Automobil1^.״!! einen Ucbcrsclmß von LP 300 000. er'ltk Jüdische Schlffspselischallen in Palästina J c ru s a 1 c 111. (Palcor.) In der letzten Zeit ist eine Reihe jüdischer Gesellschaften entstanden, die eine dir t״* Schiffsverbindung zwischen Palästina « * den c 11 ro p ii i s c 11 e 11 11;«f c n habciluhren wolle« 1 Zusammenhang׳ hiermit ist die Frage der Registrier«111 der Schitic dieser Gesellschaften als palästinensische Schn5 und ihre Versorgung mit Navigationszeugnisseil der ״, lästincnsischen 1 lafcnbehördc aufgctaudit. Da a der entstanden ist, ob die bestehenden palästinensischen üeT‘'* die Registrierung dieser Schüfe ermöglichen, und ob'״* hierfür nicht notwendig ist, ein Sondergesetz über dM lästlncnshsclie Sclüffswescn zu erlassen, hat sich die יי" ן kutive der Jewisli Agency in dieser Frage mit all Palästina-Regierung in Verbindung gesetzt. In den Vn handluiigen ist fcstgcstcllt worden, daß die bestehend"* Gesetze nusrcicben und die Registrierung der Schiffe ermor* liehen. Die Regierung hat in dieser Richtung der Hafen bchördc die erforderlichen Weisungen erteilt. Die Schilfe die in den palästinensischen Hafen registriert werden, sollen’ ifc offizielle Fahne Palästinas führen. Nach einen bereits vor einigen Jahren erlassenen Gesetz wird, wie »j» bereits meldeten, als Fahne Palästinas die Fahne Großbritanniens mit Her englischen Aufschrift ״!,alästina« angesehen werden; die Aufschrift wird in einem Kreis der Ecke der Fahne stehen. Metallindustrie Tel-Awiw (Palucws). Die Ncchushtan Ltd., die mün der Produktion von Badeöfen und anderen Wasserheiz, anparaten für Holz-, Kohle-, üclfcucrung oder elektrisch« Heizung ein Handelsunternehmen für alle Arten!uj. tärer Einrichtungen, Installationsmaterialien cinschl. aller Mate, tcrialien fiir Zentralheizungs- und Warmwasseran lagen, itintt für Kupfer-, Messing-, Aluminiumu. a. Metall-Halbfabrikate, wie alle Mctallziibehorteilc darstellt, ist durch den starke( Inlandsbedarf gut beschäftigt. Die Ncchushtan Ltd. *teilt weiterhin Stcrilisicrapparate fiir medizinische Zwecke, andere MctallspczJalapparate wie Zentralheizung»- und Warmwasser, kcsscl nach eigenen Patenten her. Die Verwendung elektrischer Badeöfen, die von Ncchushtan fabriziert werden, wird durch die zu hohen Strompreise auch nach dem Nachtstromtaril sehr eingeengt. Das Unternehmen, das neben den Fabrikation*, und Handelsbetrieben in Tel-Awiw und Haifa einen Handels■ betrieb in Jerusalem unterhält, beschäftigt zurzeit rtw! 80 Arbeiter und Angestellte. Der Haitacr FabrikationsbctrieS 8011 in Kurze auf KKL-üclände neu errichtet werden. Neue Firmen in Palästina Das palästinensische Amtsblatt veröffentlicht tlnt 'M tahl neuer Gcsettschaftsgrandungcn, darunter; Aktiengesellschaften: Palcstine Settlement Jibaneli Co., Ltd. (Landerwerb, ■kuö vicrung und -entwicklung), Kapital LP 50 000. The Citrus House Company, Ltd. (Handel in landwirhduft■ liehen und anderen Maschinen, Ausrüstungen, Automobile, Lastwagen usw.), Kapital LP 12000. Naalei Ar/enu, Ltd. (Schuh-, Leder-, Gumtniwarenfabrikitioo), Kapital LP 5000. ״Pctsira“ The Palcstine Files and Tools Works, Ltd. (Fabrikation von Feilen und anderen Werkzeugen), Kapital LP 5000. Mayan, Ltd. (Herstellung von erfrischenden Getränken), K* pital XP 1700. The Mortgage Company for Development of Palestine, Lt4 (Kapitalinvestitionen), Kapital LP 2000. Ein Alarmruf Land und Stadt Unter dem Titel ״M a cbe t h-WäId er“ schreibt S. Z cm ach in einem Leitartikel der in Tel-Awiw erscheinendein hebräischen literarischen Monatsschrift ״Mosnaiim“ ernste Worte über die Zurüekdrangung des Dorfes im Aufbau Palastinas, welche iu den letzten Jahren der Massencinwandcrung in Palästina sichtbar wird. ״Es ist eine Tatsache: wir verlassen den Boden. Nicht Einzeine, sondern Massen verlassen ihn und geben so die wichtigste Front preis: das Dorf! Erst gestern sind wir zum Boden zurückgekclirt und haben ihm Treue geschworen. Eben noch stand er im Zentrum unseres Denkens und Lebens, auf das Dorf waren wir stolz, aus den dampfenden Schollen der Erde stieg das schöpferische Pathos auf, die Freude am Werk. Alle Augen blickten auf die armen Dörfer, von dort schöpften wir Hoffnung und Kraft und plötzlich beginnt diese Linie vor unsern Augen zu verschwimmen, der Kultus von Jahrzehnten, die Frucht der Erziehung und hartnäckige Hingäbe, die Traume unserer Alten und unserer Jungen, all dies scheint verflogen zu sein und das Volk beginnt auch wiederum den Götzen nachzubuhlen, die cs in der Diaspora verlassen hatte. Die jüdischen Dörfer entleeren sieh von ihren Bcwohnern und der Ruf der Arbeiterorganisation ״Ins Dorf!“ vermochte der Anziehungskraft der Stadt keinen Widerstand entgegenzusetzen, Damit ist unser ganzer Bau in Gefahr, die Erneuerung unserer Kultur, die wir in Palästina erhofft haben, die Zerstörung des Dorfes wirft uns wieder hinter die Ghettomauern zurück. Die großen Städte, die durch die jüdische Masseneinwanderung in Palästina entstehen, sind nicht — wie es Großstädte anderswo sein können — Quellen einer eigenartigen Kultur, sondern erzeugen einen geistigen Provinzialismus, der unfruchtbar und leer ist, und dessen bcherrschende Kraft die Langeweile ist. Dieser Provinzialismus bedeutet die Verwischung aller Formkraft. Er will nichts, seine Atmosphäre ist das Nichts, geistige Leere und kulturelle Oberflächlichkeit. Man sagt uns, daß die Romantik des Dorfes nicht standhalten kann vor der Anziehungskraft der Städte. Aber dies ist eine verlogene Antwort. Seit wann hat Palästina keinen Platz für Romantik? Die Flucht aus dem Dorfe in die ca. PfJ ca ־' 1001 dAAZ ■260 £60 CÄ275 י m Stadt ist auch keine ökonomische Erscheinung, sondern Wirkung einer gewissen Ueistesbeschaffcnheit, die unter um j um sich gegriffen hat. Haben nicht noch vor wenigen Jahren tausende unserer jungen Leute die lockendsten Möglichkeiten ■ eines leichten Ueldvcrdiateiis in Europa im Stich gelassen, ן um hier im Schweiße ihres Angesichtes unter Not und Opfers I den Emck zu besiedeln? Nicht der ökonomische Zusüm I hat sich beute geändert, sondern der geistige Zustand, o I folgedcssen der junge Mann der Verlockung nicht widerstehni j kann, in der Stadt auf leichte Weise während des Tag« ™ I halbes Pfund zu verdienen und es am Abend auf 1»ף' J Weise auszugeben. Die Bekämpfung dieser Erscheinung WJ« I nur an der Wurzel erfolgen. Wir erleben heute die tri*!j rige Erscheinung, daß Absolventen des Lehrerseminars, J man ihnen eine Arbeitsstelle im Dorfe anwclst, lieber au! | solche Arbeit Verzicht leisten und eine Bürostellung 1|> I Stadt amiehnicii. Unwillkürlich denkt man an den fUS,l~L j Lehrer zurück, der mit freudigem Herzen in die entferm« I und verlassensten Dörfer ging, um dort zu wirken. j müssen von neuem in den Augen unsercr J | gend dem Dorfe seinen Glanz wied erge® I und unsere Jugend zu Wegbahnern in der Wüste «rzieן . ״ denn aus der wüste und nicht aus der Stadt wird dem י j die Aufgabe erstehen.“ Der jüdisch-italienische Schriftsteller Dr. Aldo Sof j wurde von der italienischen Regierung beauftragt, *|C״ .{ der Propagierung italienischer Kulturw in Palästina durch literarische und künstlerische v staltungen zu befassen. Für die italienische Kulturpropag in Palästina wurden außerdem von der Regierung vier »P lchrer bestimmt llauptscliriftkilcri Dr. Robert Welt sch, Bcrlin-Charloiunb״^* Stellvertreter: Kurt Loe wen ג t c i n, Berlin W 15. An*'t>cn*1^ und verantwortlich für den Anzeigenteil: llekne Ch*nc Berlin N M, Verlag und Anzeige 11 Verwaltung: Jüdisch* R«“* Berlin W 15, Mcinckcstr. 10. D.-A. Oktober 35 05a Druck: Siegfried Schote®, Bln.-SchöM RIS SCilWIlF״\ Verkauf nur «™ג l ׳>'.)S&W 901 _ Vr170 p*-t| jr?j km״

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