Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 88 (2.11.1934)
- Date
- 1934-11-02
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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»ttj.XI.1934 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 9 '*s n ן Ü y f ״ •■' ׳Hi U 71 11 n ♦tedlif ף <F ץ״י# p H Der Brit a uzim Dathiim hält vom 3. bis 5. November in seinem Hachscharah - Kibbuz in Altona Blankenese seine diesjährige Tagung ab. Diese Chauzorgantsation, die heute etwa 1600 Mitglieder umfaßt, stellt den wichtigsten Exponenten der religiös « zionistischen Jugend in Deutschland dar und kann nicht nur über eine erfolgreiche Erziehungsarbeit in ihrem eigenen Kreise berichten, sondern auch auf wesentliche kolonisatorische Leistungen in Palästina hinweisen. Die Tagung, die sich mit den Fragen der Hachscharah und den Problemen, die diese Gruppe von Chaluzim in Palästina erwarten, beschäftigen wird, verdient daher das Interesse der gesamten zionistischen Oe/fenthchkeil. Red. Die Bedeutung der ״Bachad“־ Bewegung für den Aufbau Palästinas Von Dr. Ernst Simon, HaÜa, z. Zt. Franklart I. Vor einiger Zeit fand in Berlin eine Aussprache in einem tktrpartrilichcn Kreise über das Tlicma ״Oalutli und Ercz |jrsd“ statt, an der vor allem auch Martin Bubcr tcilnahm. Bei den Versuchen, die sich ergänzende Polarität der deutschen Diaspora und Palästinas zu bezeichnen, wurde die forme! gebracht: ״Zum Judentum gehören das Wort und die V erwirkIich u ng. Heute ist man in Deutschland eher bereit, auf das Wort zu hören, aber Palästina ist das Land der V e r w i r k 11 u h u n g.״* Diese Antithese bedarf einer Erläuterung. Es bestellt innerhalb der niditpalästincnsischcn Judcnhcit eine gewisse Möglichkeit, auf das Wort — das göttlich gebotkalte Wort des Judentums — nur scheinbar zu hören. Das soll nicht heißen, dal! cs nicht auch, etwa in Deutschland, wirklich echt Hörende gibt, aber es soll besagen, daß man, weit jetzt noch, hier weit eher in einer gewissen fiktiven Unwirklichkeit das Gebot scheinbar annchmcn kann, als dies in Palästina der Fall ist. Das Land der Verw irklichung kann uf das Wort entweder überhaupt nicht oder nur in vollstem Leknsernst hören, und sein Widerstand gegen das Wort bcruht auf diesem Instinkt. Der volle Ernst etwa der bibli-!dien Weit — die als ein Beispiel aus dem Gesamtzusafii- ■ettbang der jüdischen Forderung herapsgegriffen sei —, laßt sich in Deutschland in einen pathetischen Pietismus verflüchtigen, während er in Palästina, d. h. im Lande der Bibel, in einer Gesellschaft, die die Sprache der Bibel spricht, und in einer Situation, die politisch und wirtschaftlich der biblischen oft in furchtbarer Weise ähnlich W, seine ganze unahgcschwachte Wucht behält, selbst wenn tr verneint wird. Man denke nur an die düstere Entschlossenkit Brenners, um den ganzen Ernst eines solchen Nein zu erfassen. Palästina fürchtet sich vor dem Wort, denn cs weiß: ihm wird nichts davon geschenkt, hier läßt sich nichts davon abmarkten, hier kann es nur die ganze Wirklichkeit gestalten. II. Auf einem übcrbündischcn Führcrschuiungslagcr, das kürzlieh in Lehnitz stattfand, kam, während des Palästina gewißmeten Abends, Elieser Lieb enstein auf die religiöse Frage zu sprechen, ln diesem Zusammenhang sagte er etwa: ,׳,Der Unterschied zwischen Ain Cliarod und dem Kibbuz Rodges ist ein gradweiscr. Ich war im Kibbuz Rodges und habe gesehen, wie man dort Talmud lernt. Es geschieht durchaus nicht mit der Selbstverständlichkeit eines alten Juden, sondern mit einer sichtbaren Anstrengung. Auch dort ist das jüdische Gesetz als ein Lebensgesetz, im Grunde verlassen, nur wird der Hohlraum anders drapiert.“ Das mag sehr weitgehend richtig sein. Aber nicht darauf kommt cs im Entscheidenden an, sondern auf die Richtung. Und die Richtung dieses Kreises geht dahin, das Wort in der Verwirklichung zu hören und cs, so ärmlich und stückweise, so gebrochen und schwach wie notwendig, aber es doch so voll und stark wie irgend möglich selber zur Wirklichkeit zu machen. Gerade diese Schwachheit zeigt an, daß cs sicli hier nicht um ״Konservativismus“, nicht um mechanisches Ucbcriiehmcn starrer Regeln )tändelt, sondern um einen ernsthaften Versuch, im neuen Palästina und auf seinem Boden dem ewigen Judentum ein Stückchen Heimat zu verschaffen. ׳Geschieht dies auch weiterhin mit Mut und Beharrlichkeit, mit der deutlichen Front gegen die soziale, nationale und klerikale Reaktion, mit bewußter Einstellung in die Reihen der palästinensischen Arbeiterschaft und in ihrem Entscheidungskampf, mit der Hinwendung auf das wahrhaft Humane, das int innersten Herzen der jüdischen Glaubenswelt atmet, — dann kann dieser erste und noch zarte Versuch ein Segen sein. Die Geschichte des Brith Chaluzim Dathiim Die ersten Bemühungen zur Schaffung einer religiösen utaluzbcwegmig reichen in die erste Nachkriegszeit zurück. Wer cs waren immer nur Einzelne aus dem Lager der thorabnicn Jugend, die die Entscheidung zur Chaluziuth für sich fällten, die unter größten Schwierigkeiten den Weg nach Ercz Israel gingen und auch dort Einzelne blieben. Die bewußt Jjwatreue Jugend befindet sich noch in Verteidigungsposition. We Frage: Wie kann niah'zwischen den anstürmenden Fron-!<״ der Assimilation und des nichtrcligiösen Zionismus wenigstens den Bestand wahren, steht im Vordergrund. Nur lang- ו״יי bricht sich in den tiioratrcucn Kreisen die ErKCimtnis wbn, daß die Zukunft des jüdischen Volkes in Erez Israel entschieden wird. Als erster Konzentrationspunkt der Rewe■ Dng entsteht das jüdische Lchrgut Rodges. Von hier aus *״den die Beziehungen zur Jugendbewegung geknüpft, es ™stehen der Zeire Misrachi und der Brith H a n o a r, «reu Tagungen und Sommerlager immer in der Nähe des «1״gutes abgeltalten werden. Es beginnt der Vorstoß in den t״a> der politisch neutralen thoratreuen Jugendbewegung. .,Chanukkab 1028 fand in Hamburg, im Rahmen des «irc-Misrnihi.Bundestages, die Gründungs-Versammlung des ״™' Chaluzim Dathiim (Bachad) statt. Die Gründung eines 11, ,'7־I Ltmisraclti hielt man anfangs für unmöglich, der sollte zunächst auf neutraler Basis arbeiten, tun den UJ'vernn des t sra den Weg zu ihm nicht zu versperren. Die zweite Pegischah fand nach Pcßach des gleichen |״res statt. Auf ihr wurde die Gründung des Kibbuz, «dges beschlossen. Man hatte erkannt, daß alle Energie!im™5 'rc1[Puff*1 wenn es nicht gelingt, die religiösen Chainauch in Ercz Israel zu einer Gemeinschaft zusam- «"׳iischlü ßcn. Für dieses konkrete Ziel wollte man sich einihfCnVWe[:n auch hinsichtlich der politischen Einordnung und 6«landenFfaiJC dCr Kwuzah ״och Meinungsverschiedenheiten 1c diittc Pegischah fand im Herbst des Jahres 1030 Der Bund hatte eine Mitgliederzahl von über 100 Clta- ’ doch war er immer noch ein Kreis von Freunden, 0' um das Lchrgut Rodges gruppiaten, aber noch keine :unK. die sichtbar über ihre Grenzen hinaus wirkte. 1folgenden Jahre wurden neben dem Lehrgut noch 1 י *chscharah •Zentren gegründet. In Berlin enon eine beträchtliche Anzahl von Chawerim in einem 'jisaramengeschlossen. Die Zusammenarbeit mit den uhiimicn war so eng, daß der Bachad von einer hinter י1*1!, ■ "י" Nachwuchs-Bewegung sprechen konnte.. Auf ßischali dieses Jahres wurde die Unabhängigkeit des ״ beschlossen. Ein eindeutiges Bekenntnis zum Ha• •nanusrachi kam aber noch nicht zustande, um .. ra ״>cht zurückzustoßen. 'In ״(,]bcs Jahr später tagte die vierte Pegischah, zum I p a'c iu Anwesenheit eines Delegierten aus Ercz p,. 'Vllrden stärkere Beziehungen zwischen dem Bund , f' 1«acl geknüpft. Ferner gab sich der Bund Rieht- Tarbuth-Ärbeit, und proklamierte die geistige 'ariih als einen gleichwertigen Faktor seiner Arbeit. ctL,״n*te Rbßischah, auf der zweihundert Chawerim 8 waren, lieht den Bund eng verbunden mit dem Kibbuz Rodges, der sich inzwischen nach schweren Inncren Kämpfen zu einer klaren Entscheidung zum Kibbuz diirchgcrtingen hatte. Die neutrale Haltung des Blindes wird aufgegeben, er bekennt sich als Nachwuchs-Bewe« g u n g des H a p o c I -11 a 111 i s ra c h i. Durch diese Ent- Scheidung wird der Esra gezwungen, Stellung zu nehmen. Nach Versuchen, die auscinanderstrcbeiHlcn Elemente zusammenzuhalten, schließt sich kurze Zeit darauf ein wesentlieber Teil des Esra dem Bachad an. Dev Bund ahnte damals, daß er sich für eine große Erweiterung bereitmachen müsse. Die Pegischah war von der Diskussion, ob man die Arbeit auf kleiner Basis mit ausgesuchten Kräften, oder auf breiter Grundlage unter Heranziehung weitester Kreise fortfiihren solle, beherrscht. Man entschied sich fiir die Arbeit auf breiter B a - sis. Der Sitz der Leitung wurde vom Gchringshof nach Berlin verlegt. ln die Zeit zwischen der fünften und der sechsten Pegischnh fällt der Umschwung in Deutschland. Mit einem Schlage wurde aus dem ehemaligen Kreis um Rodges eine starke Bewegung. Von Tag zu Tag wuchsen die Aufgalten. Die religiöse Jugend kennt mir noch ein Ziel: ״Ercz Israel“. Etwa 25 Hachscharah-Zcntren und eine große Anzahl von Snifini im In- und Ausland wurden geschaffen, und nicht nur wie bisher die in den Jiigcndbiinden erzogenen Menschen kommen in den Bach,ui, auch viele werden erfaßt, die bisher fernstaiulen. Die Erziehungsarbeit, bisher vorwiegend Aufgabe der Jugendhtiiidc, geht immer mehr auf die Hachscharah-Organisntion über. Man kann sich nicht damit begnügen, den neuen Menschen oberflächliches /ionistisches Wissen und hebräische Sprachkenntnisse zu vermittcln. Sic finden in F.rez. Israel noch nicht das Milieu vor, in das sie sich einfach cinglicdcrn können. Sie müssen selbst in der Lage sein, auf Grund ihrer jüdischen Haitung und ihres jüdischen Wissens das ihnen gemäße Milieu zu gestalten. Der Kibbuz Rodges kommt für die Aufnahme der Aiijah mir noch in geringem Maße in Frage. Die Menschen müssen neue Siedlungen, neue Kwuzoth schaffen. Sic dazu zu befähigen, ist die Aufgabe der Hachscharah. Die bevorstehende siebente Pegischah wird feststellen müssen, wie weit diese Aufgabe gelungen kt. Sie wird zu beraten haben, welche Wege in Zukunft gegangen werden sollen. Dabei steht sic vor der Situation einer Gefährdung des gesamten Hachscharahwerkcs durch f i n a nz i e 11 c Schwierigkeiten. Nur intensivste Kraftanspannung kann es ermöglichen, eine kontinuierliche Fortführung de* Werkes zu sichern. Schiomo Ool d m an n-Bom b a c h. Hcuek Beden ״־־ BciM Spende Oktober 1933: 316000 Dunam Oktober 1934: 342000 Dunam 1•'׳'׳ •*«Kl״״4\t>'u,״i-WI-hfefä J1J* ■ih'nt‘: ׳;!*-ן(.Pf4-L)7”:ä*1;>j 4_<׳;<U• "־ יי«:♦.וו, Iliill.l1.,,»: •)••׳,׳. ■;liDii Der Hapocl Hamisrachi Seit der Balfour-Ileklaration hat sich eine wesentliche Veränderung in der Struktur des Zionismus vollzogen. Von jetzt an wurde das Schatten in Erez Israel maßgebend. Die Chaluzim der zweiten und driften Alijali schufen das Emek Jcsreel und die ltistadruth. Die Mittclstandscinwänderung der vierten Aiijah prägte Tel-Awiw ihren Stempel auf. Aber der Misrachi hatte die Forderung der Zeit nicht verstanden. Noch heute glaubt er, durch die Stimmen za hl zum Kongreß, durch politischen Kampf für rcligiösc Forderungen das Leben in Erez Israel beeinflussen zu Können. Noch immer glaubt er, durch Schulen, denen die innere Beziehung zum Leben des Landes fehlt, seine Position zu stärken. Ein Umschwung konnte nur durch eine religiöse Arbeiterschaft gebracht werden, die die Thora zur Grundlage ihres Lebens machte und durch ihr Werk eine Synthese von Thora und Awodah zur Geltung brachte. Die Menschen, die sich unter dieser Devise ziisammcnfanden, gründeten im Jahre I923 den Hapocl Hamisrachi. Es war mir ein kleiner Anfang und die Schwierigkeiten, denen man sich gegenüber sab, waren ungeheuer große. Zunächst mußte das Mißtrauen überwunden ‘werden, das man dem religiösen Arbeiter seitens der Arbcifgcbcrschaft entgegen« brachte. Man kannte den frommen Juden bisher nur als ״Batlan“. Sein Eindringen in den Arbeitsmarkt wurde erschwcrt und der Hapocl Hamisrachi mußte sich sein Recht auf Arbeit auch häufig gegen den Widerstand der übrigen Arbeiterschaft erkämpfen. Die Hachscharah-Organisation im Ausland mußte erst aufgebaut werden. Durch einen sfändigen und zähen Kampf um Selbstbehauptung nach innen und außen svar der Weg der ersten Jahre gekennzeichnet. Die Bedingungen, un.er denen man zu arbeiten hatte, brachtet! es mit sich, daß der größte Teil der Menschen in den Städten arbeitete, obwohl man sich der großen Bedeutung der eigenen Kolonisation stets bewußt war. Die Jahre 1032 33׳ gaben der Entwicklung einen starken Auftrieb. Die günstige Konjunktur und das Einströmen einer größeren Aiijah wurde die Grundlage eines schnelleren An- Wachsens. Mit der Ausdehnung der Organisation wurde das Zusammenfasscn der Chawerim in F achgcwcrkschaf* ten erforderlich. Neben der Fachgruppe der Landarbeiter entstanden solche der Bauarbeiter, Textilarbeiter usw, Kooperative Unternehmungen wie Druckereien, Schreinereien ' u. a. wurden ins Leben gerufen. Endlich konnte man auch an eine eigene Kolonisa« tion in größerem Umfang herangehen. Auch hier mußte der Weg Schritt für Schritt gegen Widerstände von allen Seiten gegangen werden. Der Moschaw S’dc-Saakov (Scheich Abrck) im Emek, bereits vor sichen Jahren gegründet, kann erst in diesem Jahre als gesichert gelten. Nach unendlichen Müh- ‘ Seligkeiten gelang es, den Kongrc (!Beschluß, der die Bereit- Stellung von Mittcln für diese erste Siedlung des Hapocl Hamisrachi fcstlegt, wenigstens teilweise zur Verwirklichung zu bringen. Die Chawerim, die jahrelang unter großten Entbehrungen am Platze ausgeharrt haben, ernten den Lohn für ihre Standhaftigkeit. Der Irgun Aleph des Hapocl Hamisrachi (Kfar Pines), der schon seit fünf Jahren bestellt, hat nach langen Schwierigkeiten seinen Boden erhalten. Er beginnt, auf einem Kornplex von 1000 Dunam in der Nähe von Kerkur zu siedeln. 45 Familien wird er umfassen. Die Kwuzah M c u c h e d e t In Rcchowofh hat in diesem Jahre einige Dunam Boden zur Errichtung ihres Lagers erhalten. In Oiwat Chajini, unweit von Tel Mond, entsteht anschließend an eine misrachistische Pflanrtmgsgruppc der Moschaw Kfar Jawcz. Der KKL hat den Boden zur Verfügung gestellt. Mit den Sicdlungsarbciten ist bereits begonnen worden. Aelinlich beginnt sich auch in Gan Schlomoh bei Raanana eint Gruppe zu entwickeln. Dem Irgun Beth wurde in Waatli Chawarith 12 000 Dunam zur Verfügung gestellt. Ein großer Teil der Chawerim befindet sich bereits auf dem Boden. Die Sicdlungsarbciten gehen schnell vorwärts. Der Irgun Salven di und der Kibbuz Rodges, die von Chawerim des Brith Chaluzim Dathiim aus Deutschland geschaffen wurden, wurden bereits 1020 gegründet. Auch sic haben sich im Laute der letzten zwei Jahre konsolidiert. Der irgun umfaßt 25 Familien, der Kibbuz über 100 Chawerim. Gerade iin letzten Jahre hat der Kibbuz mit der großen aus Deutschland kommenden Alijali eine wesentliche Aufgabe erfüllt. Neuerdings wurde die Plugali des Kibbuz in G i w a 111 C h a j i m der neue Punkt für die Aufnahme der kommenden Alijali. Die beiden Gruppen haben Pionierarbeit geleistet, und ihre Tätigkeit ist ein starker Anstoß für die Gesamtarbeit des Hapocl Hamisrachi gewesen. Durch die Aufnahme der Jugend aiijah, einer Gruppe von 50 jüngeren Menschen aus unseren Kreisen in Deutschland, hat der Kibbuz eine neue wichtige Funktion iin Rahmen der gesamten Bewegung übernommen. Der Kibbuz Rodges ist heute die größte und konsolidierteste Gruppe des Hapocl Hamisradii in Erez Israel und wird im ganzen Land ais Exponent der ganzen Bewegung anerkannt. Der Hapocl Hamisrachi hat sich niemals als Konkurrenz« unternehmen oder Gegenspieler der Histadruth betrachtet. Er wußte stets, daß seine. Chawerim den gleichen Bcdin« gungen unterworfen sind wie die der Histadruth und daß es ui Arbeitsfragen nichts Trennendes gibt, daß cs vielmehr ausschließlich die Fragen der Weltanschauung, der Einstellung zur Tradition und Thora sind, die uns von der allgemeinen Arbeiterschaft trennen. Nachdem einmal das ur« sprüngliche Mißtrauen überwunden war, gelang es im vergangenen Jahre, «in Abkommen zwischen den beiden Arbeiter« Organisationen zu treffen, das alle Arbeitstagen in gemeinsehaftlichcr Zusammenarbeit regelt. Dieses Abkommen stellt neben seinem praktischen auch «inen großen moralischen Erfolg dar, denn cs zeigt, wie man, trotz der Verschiedenheit der Gesinnungen einen Weg der Kooperation zum Nutzen de• Aufbau» finden kfertn. Rudi Herz.