Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 86 (26.10.1934)
- Date
- 1934-10-26
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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931 RIJNDSCHAU PALÄSTINA - WIRTSCHAFT *י• ייי" •"יי h״. i . n M29 . ■kr... ־ irk, 1r rrn m?1ii .!u.!., erbn»• SW j tluul ’fihfji 1178 , . "[1'»י!ו -»Sr \. qerm. »ז!'"־. TI •"li!‘1Hl jamt-u l׳«D. II. Mi»• 1 < f’-i. U די■ Das Erdöl fließt pje wlriJthaf»ichcn Grundlagen der Haifaer Pipeline li*v bereits von uns in Nr. 83 RcnwUfat, tsl r ÖÜJM■ tfhthnr icht. «' N fe! Jhrum« |p.2. I 6204 IMikff •i! r> * F»״' ■leri;, itMr״ 3rr!ni >111 Itf. V in; ien» jfen 1«r. f ,10'; I to. ■*־ ׳יי•)• * I hco icidcR« an»a> z 491)9 II. Oktober iArabischen Iraq 1' von uns zum ersten tn Male das Rohöl am aus dem 1 Ktrhuk-lelde durch die Erdölleitung der •Ir oleum Co. nach Haifa geflossen. :11 dieses wirtschaftlich .1. /״״. Die schwer It tf!11, 11. ‘׳*1י I0U ״*,U r Wir haben dieses wirtschaftlich und politisch he■ detihaiiw Ereignis in unserem Leitartikel in Sr. bi: ״Mittler zwischen Ost und West" kurz gmnlrdigl. Die wirtschaftlichen Einzelheilen dieses nunmehr verwirklichten Projektes behandelt der nachfolgende Artikel unseres Haifaer A. M. ־ Mit• arln Hers. (Hcd.) Iiöclist wcebsdvulle und in ihrer Kompliziertheit übersehbare Ci e s c 11 i c h t c der O c l {c I d c r im Irak ist in ווויי neues Stadium getreten. Historisch betrachtet 1־■111!)"!ו» <h׳n ersten Abschnitt dieser Cicschiehte in die Zeit, zwischen 1899 und 1929 verlege״. Denn 1899 erhielt William K. 1) Ar cy von der türkischen Regierung die ersten -- inoffiziellen ■— Zusicherungen über eine etwaige AusbeuttirigsRoii/ess-imi für das ״Massul-Oel“. Damit setzte dann der Kat1|>f um dieses Ocl ein, der erst im Jahre 1929 Alt der (iruiidung der Iran Petrol cum Co. sein Ende :and. Die Basis dieser Gründung war die Turkish Petroleum Co., in der von den verschiedenen inter• cssicrlen (iriippen alles /usanimengefant worden war, was .ic sich in dieiliigj;ihrigem Kampf um den grolicn irakischen Odtcicli errungen hatten. Das Ganze war ein Kompromiß!wischen England, 1־ r a 11 k r c i c h und Amerika, wo- 5ci die Vormachtstellung Englands aber gewahrt Slicb. Der zweite Anschnitt der Geschichte des Irak- Odcs ist wesentlich kürzer als der erste. Er datiert von IW bis 19’JI. In dieser Zeit wurden nicht nur die Abtontim’״ durch ״DiirclifüliruiiRsbcstimiiitingeu“ ergänzt, soti- ,lern auch die technische Arbeit für die Nutzbarmachung des Irak-Oclcs für den Weltmarkt wurde innerhalb dieser :unt Jahre geleistet. Am 3. August 1931 floß zürn ersten Ilde das Ocl aus der Konzession der Iraq-Dctralcuin Co. .)sthcii des Tigris durch den nördlichen Zweig der Pipc-Line nach Tripoli in Syrien und am 14. Oktober 1934 vimlc in .gleicher Weise die erste Oclmcngc durch den!,ikIIk'Iu■״ Zweig der Pipe-Line nach Haifa gepumpt. Die normalen ymcliiffungcit aus den beiden Leitungsküpfeii Haifa mul Tripoli werden Anfang November in Gang kommen. Damit beginnt jetzt der dritte Abschnitt in der Geschichte dieses großen ״Oeltciches“, nämlich der!einer praktischen Verwertung. Freilich muß man sich vor Augen halten, daß die I.P.C. über das eigentliche ״Mossul-Oel“ unmittelbar gar nicht verfugt. Der Teich um Mossul liegt ja im wesentlichen »cstlici! des Tigris, und liier wird man auf Grund der Konzession der B r i t i s 11 O i I - F i c i d Development Co, •Mossul Oil-Ficlds Ltd. erst dann mit dem Bau einer I’ipe-Linc nach dem iiordsyrischcu Hafen Alcxandritta beginnen, wenn eine jährliche Oelproduktion von einer Million Tonnen auf Grund der Bohrungen als gesichert gelten kann. Audi dieser Zeitpunkt dürfte bald erreicht sein, mau wird aber kaum damit rechnen können, 111(! das Ocl der Mossul Üil-Fichls Ltd., also das cigentliehe Mossul-Oel, vor 1939 fließen wird. Dagegen ist das, was .die I.P. C. aiisnutzt, der Teich um Kirkuk, östlich des Tigris, der unter einem Gebiet ansteilt, das ziemlich genau in dir Mitte zwischen Mossul und dem Naft-Kli.ma-ITTde der Ang In - P c rs i a ח Oil (io. ,liegt. Kirkuk ist ja auch der Ausgangspunkt der nach Westen führenden Erdölleitung itjjt, ihren beiden■ von •Haditha ausgelieudeu׳ Zweigen nach ,Tripoli und Haifa. Der Ausbau des Endstücks der 1. P. C.-Leitung Kirkuk— Haifa hat sieb deshalb etwas verzögert, weil die hierfür *I vor allem für die Tanknnlngen mit einem Fassungsvcr* mögen von 12 Millionen Litern ursprünglich in Anspruch JfiioMiimiHii Grundstücke -- die I. P. C. hat auf Grund ihrer Konzession das Enteignungsreclit für eine bestimmte Fläche gehabt -- sicli im Rahmen des eingehenden Ilehaiumgsplanes des Haifa-Bay-Geliimles als nicht geeignet erwiesen. Es nitißle ein Tausch mit anderen Böden des Jüdischen N a t i o 11 a I f o 11 d s und der Palcstinc Economic Corporation vorgenommen werden. Erst im Februar dieses Jahres waren die Verhandlungen hierüber beeiulet; hierdurch hat sicli der Bau der Anlagen verzögert. K'csnmt hat die I.P. C. im Ilaifa-Bay-Gcländc eine Hache ™1100 1י Dunain auf 70 Jahre zur Verfügung. Hiervon «nutzt sie Soll Dunain unmittelbar am Strand für die Er- «litung der Oeltanks, während für die Raffinerie e״lt Fläche östlich hiervon am Fuara-Kanal bestimmt ist. Die R a f f i n c r i c f r a g e ist noch immer nicht entschieden. Es, ist auch noch nicht abzusehen, wann eine bitschcklinig darüber fallen wird. Der Sinn der Auf- Schließung des Irak-Oclcs hat ja auch von Anfang an ®At darin gelegen, die Länder des Nahen Ostens mit «dol und F rdöhlerivaten direkt zu beliefern*, sondern darin, ־?h mau das Rohöl in die französischen und enghsc 11 e it Raffinerien und späterhin auch in die 'ני i i e n i s e h c n verschiffen wird. Auf keinen Fall ist damit ״״ rechnen, daß Haifa und Tripoli jemals sehr große Nälliiiatioiisanlagcn erhalten werden. Syrien und Palästina ™heu zusammen einen Verbrauch an Erdölerzeuguissen (Ben- [״!> Kerosin, Masut, Gas- und Heizöl, Schmieröle), der zurzeit «• ungefähr 160 000 t im Jahr liegt. Gewiß steigt er ziemlich ״Mc, besonders, in Palästina, aber cs geht hier doch nur “« Mengen, die keinen Vergleich mit den Kapazitätsziffern poilcr Raffinerien aiishaltcn. Es kann sich also nur darum 5•wein, a״ dc11 Endstücken der Pipe-Line seihst Mengen « raffiniert,-«, die einen Bruchteil der aus der Leitung 10»enden Rohölmeugen aiismacheii . werden. , Durch dm Vertrag vom 24. Mai 1931 hat sich die I.P.C. r״ verpflichtet, der Pipe-Li״c eine K a p a z i t ä t von!tunüens 3 Millionen Tonnen im Jahr zu geben. In Wirklichkeit aber der Bau von vornherein nicht auf diese Kapazität, heißt auf ungefähr 22V» Millionen Barrels abgestcllt ®men, sondern gleich auf 30 Millionen Barrels, das heißt 1■ r)IIK* 4 Millionen Tonnen, Von anderer Seite ist die vP.1z!tät der Pipc-Linc sogar verschiedentlich auf 4,5 Mul. ja* vH' in'• ASl, .1»» SV# to,'\ worden. Sicher ist, daß zwischen der Produktion im Irak-Gebiet und diesen Kapazitnts- ® neu angegeben 1c"S»n Produkti״.. - . erheblicher Widerspruch bestellt. Die Erdölgcwm* s 15!m lrak (<!>או heißt einschließlich der auf der West- Vcs Tigris, die ja nicht in die Konzession der 1.1 jt״;;1'I hat zwar von 1927 bis 1933 eine Steigerung von 45,000 ,״"f" a.llf r"״d 150 000 Tonnen erfahren, aber doch nicht rnd die Mengen erreicht, die durch die Pipc-Line sollen. Dieser Widerspruch führt, mitunter zu der niitY °” denn überhaupt in absehbarer Zeit eine Aus- Efdeml״R ',er Pipelinekapazität in den ®1״:יי ״; .!Teten Dimensionen erwartet werden kann. •st diese Frage zu bejahen. Der ganze Erdoitcich arrd« diir{,e e«ne Reserve von ungefähr 6 Wilharden ls enthalten( wenn nicht eine noch größere. Das Vor* Jießcn faj-e, *Endlich Irak 5. Arin, >» mm «tÄV^-«*1»*4ici411׳».;’' ״#71 f! 1 fTil?;ר״־זן ns , . Von Dr. Bernhard Spitz ך 1 i ׳״ ‘ \ t I Es war vorauszusehen, daß sich die Intensivierung der Handelsbeziehungen zwischen Dcutsehland und P.iliistina auch in diesem jalire fortsetzen würde, und die vorliegende Statistik für das erste Halbjahr 1934 entspricht durchaus diesen Erwartungen. Deutschland hat seinen Anteil an <1 e nt erheblich gestiegenen Gesamtimport Palästinas nicht nur nufrcchterhal• ten, sondern noch steigern können und hat andererseits die Einfuhr palästinensischer Orangen mehr als verdoppelt. So ist Deutschland --- nach der Mandatarmaclit — zum zweitgrößten Partner des palästinensischen Außenhandels geworden. Die folgende Ucbcrsicht weist die Rangordnung der wichtigsten Import- und Export- Partner in den letzten Jahren auf: Import 1931 % 1932 % נ»1 H L Quirl. 18J4‘ % Aegypten 17,3 Gr. Brit 20.0 Gr. Brl». 17,5 Gr. Brlt. 18,7 Syrien 17,0 Aeßyplta 15.0 Aeevpten 10,8 Deutachland 12.3 Gr, Brit. 16.» Syrien 10,5 Datitachlaad 10,7 USA 8,2 Deutichland 10,7 nrul.e)1lan<ll0,0!Syrier» . 8,5 Rumänlea 5,6 VISA. 4.3 Rum,in•• «,7 ס SA, 5,י Türkei 5,0 Rumäniea 6,1 USA. 6,7 Ruminles 5.2 Syrien 4,6 Aegypten 3.5 Export 1931 % mi % 1«n H t Quirl,11814־ % Cr. Brät. 45,0 Cr. Brlt. 56,4 Gr. llrM. «0,2 Gr. Bril. 54.J Syrien!4,1 Deutschland 14,0 DeuUchland 14,4 Deutschland 26.1 Deutschland 12.9 Syrien 9,7 Sytlan ».2 Rumänien 2.5 Aegypten 11,3 Aegypten 5.4 A*SypUn 2,8 HolUmi 2.5 Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Palästina sind durch die typischen Austauschverhältnisse ge* kennzeichnet, die sich zwischen Agrarländern und Industrieländern ergeben. Die deutsche Einfuhr aus Palästina bcsteht fast ausschließlich aus Import von Orangen, demgegenüber alle sonstigen Waren vollständig zurück• treten: Deutsche Einfuhr an■ Palästina 1932 1933 Jan.-Juni 1934 Lebensmittel und Getränke 5289000 RM 5432000 RM 11605000 RM Rohstoffe und Halbfabrikate 42000 86000 ״ 140000 ״ * Fertigfabrikate 98000 40000 ״ 122000 ״ , Reiner Warenverkehr 5429000 RM 5694000 RM 11 731000 RM In welch hohem Maße die deutsche Einfuhr aus Palästina auf dem Orangcngcschnft basiert, ergibt sich aus dem nachfolgenden Ausweis über den Import von Apfelsiiicn und Mandarinen (Pos. 51 n des Zolltarifs). Demzufolge entfallen im ersten Halbjahr 1934 97 der Einfuhr auf den Import von Orangen. Die Tabelle gibt gleichzeitig einen interessanten Einblick in die Konkurrenzverhältnisse der hauptsächlich beteiligten Proiluktionsländcr und zeigt, daß sich das palästinensische Spe/inlnrodukt mit größtem Erfolg gegenüber der Konkurrenz durchsetzt. Import von Apfelsinen und Mandarinen (ln 1000 RM.) J»n.—Juni 1932 % Jan.-—Juni 1933 % Jan.-Juni 2934 % Geiamiimporl davon au« 44M8 100 46 517 100 42 331 100 Spanien J8 319 82,0 32 599 70,1 25 597 «0,5 Italien 3*17 8,0 8 625 18,5 4 709 11.2 Palästina 4 394 9.6 4 876 10,4 12 381 268 Diese Absatzsteigerung ist nun nicht etwa auf Kosten der Preise erzielt worden; die Preise für 1934 lagen sogar ,erheblich über dem Niveau von 1933. Durchschnittlich ist 1934 {hei einem Gcsanitabsatz von 458 800 dz) ein Preis von 24,80 RM. pro dz erzielt worden, gegenüber 22,90 RM. ro dz 1933 (bei einem Gesamtabsatz von 213500 dz), das cdeutci eine Preiserhöhung von mehr als 8 ״;«. Auf der anderen Seite hat. auch der deutsche Export nach Palästina eine sehr beträchtliche Steigerung aufzuweisen. In der Berichtszcit ist bereits 75 "/* des *) Die palästinensische Statistik liegt erst für das 1. Quartal 1934 vor, so daß die Vcrglcichszahlcn dieser Ucbcrsicht auf diesen Zeitraum beschränkt werden müssen; die folgenden Tabellen stützen sich auf die deutschen statistisclien Veröffentlichungen und umfassen das erste Halb* jaiir 1934. gesamten Vorjahrs-Exportes erreicht worden, ein Ergebnis, da» vor allem der verstärkten Fcrtigwammisfuhr zuzttschrei« ben ist; naturgemäß besteht der deutsche Export nach Pa* lästina zum Überwiegenden Teil aus Fertigwaren, auf die nicht weniger als zirka 95 ״« des ücsamtexportes entfallen: Deutsche Ausfuhr nach Palästina 1932 1933 Jan.-Juni 1934 Lebcnimittel und Getränke 305000 RM 230000 RM 122000 RM Rohstoffe und Halbfabrikfite 142000 222000 ״ 251000 ״ « Fertigfabrikate 7589000 ״ 8163000 ״ 10877000 - ״ Reiner Warenverkehr 8036000 RM 11 358 000 RM 8507000 RM Eine genauere Aufteilung der deutschen Fcrtigwarcnausfuhr nach Palästina fuhrt zu dem Ergebnis, daß sich die erhebliche Steigerung des Gesamtvolumens nicht gleichmäßig auf alle Warengruppen verteilt. Besonders stark be* vor/tigt sind vor allem Produktionsmittel aller Art, Werkzeugmaschinen, Kessel und ,Maschinenteile, Röh* reu und Walzen, Stabmul Formeisen; dagegen ist der Export von reinen Konsumgütern teilweise erheblich zurück* gegangen, was sich z. B, bei den Gruppen Zclluloidwarcn, Papier, Gewebe, aus Seide, Wolle, Baumwolle, Kautschuk* waren, Kiiidcrspielzcug, Bier usw. bemerkbar macht. Export ln den wichtigsten Warengruppen (In 1000 RM.) Warengruppa 2933 Jan.-■ Juai 1933 Jaa.—Juoi 1934 + %!.Halbjahr!933 — H 1• Halbjahr 1934 Bier 201 66 22 «r 66 Bau- und Nulthol* «0 39 104 •f 166 Zement Geweht au« 22 22 6 — 73 Seide, Kunateeid« 419 223 178 — 20 Wolle 209 61 37 — 40 Baumwolle 41* 264 147 45 ״ Kleidung, Wlichi 2®1 93 237 4• 15$ Leder 111 54 71 4• 31 Schuht, Lederwar•* 1*2 98 112 *f >4 Holtwaren 132 45 354 T 687 Kautnchukwar•* 101 43 37 — 14 Zcihmidwaren 80 74 69 — 7 Papier, Papierwartn 326 109 36 — 67 Farben, Lacke 252 133 101 - 24 Chen», und pharm. Ware* 551 295 394 4- 20 Tonu Porrellan-W«ren 3*9 174 276 60 ׳4 ( 1•• und Glaiwares Warea aut Eiten 329 137 189 + « Rflhrtn, Walten 211 מ 1029 1235־4 Stah-, Formeiien 290 53 471 4* 800 Blech und Draht 98 85 35 60 ״• Keaitl, Maachln.-Tall• 224 H9 214 4• HO A'cMpMchmiede-War, 13» 74 60 Z 32 Werkteuga 281 116 HS 4• 45 Somtige 1535 833 929 12 ־4 Warta au« Kupfer 614 280 515 4» ־4 Tt xtilmaichincn )47 8! 73 - 10 Werkttug* Maschinen 532 281 344 21 ־4 »onit. niehtelektr. M«a«h. 962 374 646 4* 73 F.icktr. Mnnchtnea 106 60 45 — 25 F.lektrotechn. hrxtufnisie 593 376 352 + 28 Kraftfahr reuge 93 42 28 — 33 Fahrrider 50 20 37 -f 90 Mu«1kin*tf,, Gratnrneph. 132 43 81 4* 88 Uhren 48 17 61 4• 259 Kindcripie licug 64 30 20 - 33 Will nian von diesen hier zusamincngefaßlen Ergeh* wissen des ersten Halbjahres 1931 auf die vermutlichen Außenhandelsumsätze des ganzen Jahres schließen, so sind eine Reihe von Umständen zu berücksichtigen, die die Restiltatc wesentlich beeinflussen werden. Zunächst ist zu bedenken, daß der Urangcuimport fast ausschließlich in der ersten Jahreshälfte erfolgt (1933 entfällt auf das erste Halbjahr zirka 93״״ des Gesaintimports). Dadurch erk'ärt sich die Passivität der deutschen Handelsbilanz in diesem Zeitraum, die naturgemäß keinesfalls etwa typisch für die gegenseitigen Beziehungen ist. Ferner muß man in Rechnung stellen, daß im zweiten Halbjahr 193t ein weiterer starker Impuls für eine Steigerung des deutschen Exports in Erschcinmig treten wird, der sich aus der Abwicklung des Sonderkontos II ergibt. Man bleibt im Rahmen einer vorsichtigen Schätzung, wenn man den Gesarntexport Deutschlands nach Palästina 1934 auf zirka 20 Mill. RM. beziffert, dem ein Import von etwa 12—13 Mill. RM. gegenübcrstchcn dürfte. kommen von Kirkuk hat eine Breite van etwa 3,5 km und ist rund 60 km lang, weist aber noch zahlreiche sehr weite Verästelungen auf. Die Bohrcrgebnissc in diesem großen Gebiete, das größer ist als das von Batum, sind überaus günstig. Man hat im April 1927 systematisch zu bohren augefangen, und schon am 14. Oktober des gleichen lahres ging bei Baba Gurgur in der Nähe von Kirkuk der erste große Springer hoch, und zwar mit einem Ausstoß von 60 000 Barrels täglich. Er ist selbstverständlich dann sofort geschlossen worden. Von den 39 Bohrungen, die niedcrgehraclit wurden, blieb nur eine einzige trocken, und nur zwei haben einen täglichen Ausstoß von unter 1CXM) Barrels. Man hat diese Sonden noch nicht in Betrieb gcsetzt, ehe die Pipe-Line fertig war. Aber cs bestellt gar kein Zweifel, daß mit deren jetzt erfolgter Fertigstellung auch die volle Kapazität der Linie ausgenutzt werden kann, ziimal auch die auf persischer Seite, unmittelbar neben dem Konzessionsgebiet der I. P. C. liegende Naft Khana- Konzession der Anglo-Pcrsian Oil Co. (nicht zu verwechseln mit eien großen südwcstpcrsischen Feldern der Gesellschaft) ihr Ocl durch die Pipc-Linc der I.P.C. transportieren lassen wird. EleMriziiätsverbrauch in Palästina Die Palästinensische Elcktrlzitäts-Ocscllschaft teilt Ziffern über die Steigerung des Verbrauchs von Elektrizität in Palästina in den letzten Jahren mit. Im Laufe der letzten sechs Jahre, von 1928 bis heute, ist die Zahl der Abnehmer von Elektrizität um 2700 0/0 gestiegen. Im Jahre 1933 ist der Stromverbrauch um 64 0/0 höher gewesen als im Jahre 1932. Die Zahl der Stromabneh* mer ist im gleichen Jahre um 450/0 gestiegen. Vor kurzem hat die Gesellschaft den Strompreis herabgesetzt, und infolgedessen hat sich die Verwendung elektrischer Kraft in der Industrie und Landwirtschaft stark ausgedehnt. Für Bewässerungszwecke wird heute die Hälfte der gesamten Elektrizitätsproduktion benutzt, ein Drittel wird von der Industrie verwendet,. Neue Fcnsterglasfabrik Haifa (Pahiews). Die kürzlich im palästinensischen Handelsregister mit einem Anfangskapital von zunächst £P 35 000 registrierte ״The Palcstinc Window Olass Works ,Phocnieia‘, Limited“ hat auf einem 20 Dunain umfassenden Gelände Anfang Oktober mit der Errichtung der Fabrik* bauten begonnen. Gründer des Unternehmens sind holländische und deutsche Juden. Das palästinensische Unternehmen ist in Anlehnung an das Unternehmen der Gehroeders Buchsbäum s'Gravcnhage (Holland) gegründet, deren Mitinhaber, Herr Nathan Buchsbaum, gemeinsam mit Dr. Fritz Michaelis die Leitung der palästinensischen Fabrik übernimmt. Die Produktionsbedingungen sind in Haifa besonders günstig. Der palästinensische Platten- und Fenstcrglasbcdarf hat sich in den beiden letzten Jahren und im I. Quartal 1934 nach der Importstatistik wie folgt gestaltet; Import von Fensterglas Plattenglas Menge in To Wert in £P Menge in To Wert in £P 1932 530 6 989 21S 8383 1933 730 9 496 303 12 588 1934 1. Quartal 536 7431 273 8435 Der Importbedarf hat sich also im Jahre 1933 dem Vor* jahr gegenüber um etwa 40®/» gesteigert, im I. Quar* tal 1934 erreichte der Import bereits 75 bzw. 90 ״/« desjenigen des ganzen Jahres 1933. Die starke Bautätigkeit liat besonders im laufenden Jahre zu einer sprunghaften Verbrauchssteigerung geführt. Die Einfuhr wird bisher zum weitaus größten Teil aus belgischen Fabriken und in kleinen Quantitäten aus der Tschechoslowakei bezogen. Die Aufnahme der Fensterglasproduktion stellt in der gesamten Levante ein Novum dar und die ״Palcstinc Window! Olass Works ,Phoenicia‘, Limited“ ist die erste und einzige Fcnsterglasfabrik im ganzen Nahen Osten. Das Unternehmen wird vorerst etwa zur Hälfte für den palästinensischen Bedarf und im übrigen für den Export in benachbarte Länder ,arbeiten,.