Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1934-10-12 · Heft 82 (12.10.1934) · page 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 82 (12.10.1934)
Date
1934-10-12
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2651273-2653452-2653527--25874-2683037
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

r* 5״׳״11י““ PALÄSTINA NR. «2. 12. OKTOBER 1934( |!t |tr I ז II r (n. )!1 In. b M. im an«! fals Ich 01. K in. Im. |0, Ine len |CS1 Ktet lice len• K»• ECU Isti- Vor• per 1,111•!her ״110 |hrt fad, 11)1־ »ei!־ kus- 'יי״יו ־1111! klu- Biere Jvon lein• pm neu• Cf«, Kulte lick• Jstne hoch fort [an 11• Jrotr zu losen pf i 11• auf wie wie Un• kh.1l־ hiicli, i״״n lenen um (inen, min hatte,!Bier• die tmd wir [ hielt der )״,ips |icrte, kmn• klariit!auch den , für Ja rum |c er: fclienl j wird feinen, fr ich Mer fersten ■Et.) Von Dr. J. Adler, Tel-Awlw -tli. and Kapitalmarkt .«lolpc der anhaltenden Kapitalistcn-Einwandcrung — nicht 1lIS Deutschland,. sondern auch in zunehmendem Grade 1"l Polen und Amerika — wachsen die Bankeinlagen *ljtrr|1i11 lebhaft an, womit die Lntwicklun(? der palästmcn- ״e,| Anldgcniftglichkciten nicht ganz Schritt hiilt. Zwar ver- Liiert sieh d״l,k tlcr flolt״ 1״a״f«tigkcit der Markt erst- ״ ' i£,cr Hypotheken zusehends. Auf der anderen Seite her genügt das Angebot lokaler lifekien noch langst nicht Bedarf. Eine sehr interessante Begleiterscheinung der Pluttdkurs-Sch wanklingen in letzter Zeit sind ',״tdaiikiuife für Rechnung palästinensischer Auftraggeber auf Londoner Ldclmctallinarkt. Da Palästina im Gegensatz zu krin Kntciirniintrcrorh♦ <11*r Pfniwim״ tiold.uik Sjliritannien kein hnteignungsrccht der Regierung gegen- ״!!er privaten Goldbeständen kennt, so werden die angekauften (iolilincngcn in der Regel nach Palästina übersandt und hier i״ den S״fcs der banken cingelagert. Zu Transaktionen dieser m regt besonders die Tatsache an, daß die von den palästi- «nisischcn Banken gewährte Depositenverz.insung heute sehr ״(jng ist und daher bei weitem kein Acquivalent für die in Jjw letztcn Wochen sehr fühlbaren Pfundvcrluste zu bieten vermochte. fflrus -fruchte Die ersten Zitronen aus neuer wl dm Markt gekommen; es fanden Dportvcrkiuife nach Aegypten statt. I fita n e-F r u i t s wird gemäß den ges .-»*I 0**< ,rJ*\ Von Dr. Alfred Marcus, Haifa Ernte sind vor kurzem bereits einige kleinere Die Exportsaison für Gta p e-1' r 11 >1 s wiru gciimu ucn gesetzlichen Bestimmun• «11 am 8• Oktober beginnen. Anfang November werden so- (jjiin die Orangen folgen. Die Dualität der neuen Ernte wird Ihr alle Fntclitegaltiingen günstig beurteilt. Im Vorver-;auf notieren gegenwärtig Orangen ab Baum pro Kiste mit pis —,275 CD. Die Direktoren der Exportkonzerne, die |n den beiden letzten Monaten den englischen und kontinenlilcn Markt bearbeiteten, werden demnächst ziirückcrwartct. Bäder Beurteilung der Verkaufsaussichten auf dem engjisclicn Markte spielt der Hinweis eine Rolle, daß von ]1127 bis 1033 der Konsuln der englischen Bevölkerung an Orangen mengenmäßig tim 50«:«, an Grape-Fruits sogar um MO״׳״ gestiegen ist. Andererseits bedauert man, daß der von «(!lisclicr Seite versprochene Vorzugszoll für Palnstma-Orangen infolge juristischer Schwierigkeiten (das Mamlatatand Da- Mina gehört nicht zmn Bereiche der den fremden Meist- Ix)׳iu15figu11gsanspriicl1en entzogenen ״Imperial Preference") noch immer nicht verwirklicht wurde. Beachtenswerte Verhanilliingeii schweben mit sowictrussischcn Außen- Iwulclsstdleii über einen Austausch palästinensischer Zitronen und Orangen gegen russisches I iolz. Gttreide und Futtermittel Der palästinensische Markt hat sich in den letzten Wochen vollständig versteift, nicht nur im Anschlüsse an die intcrnationale Tendenz, sondern auch in Auswirkung dessen, daß für ausländischen Weizen überhaupt keine Eiiifuhrorlaubnis rrteitt wird, und daß der Gerstenzoil — vor wenigen Monaten mt I Mil pro Kilogramm — letzthin von 2 auf 3 Mils er• höht worden ist. Die Erträge der in allen Frucht,arten sehr reichlich ausgefallenen einheimischen Ernte werden von den Lätulwirten, nach Deckung des Eigenbedarfs, in Erwartung noch höherer Preise zurückgehaltcn. Soweit Umsätze stattfinden, werden pro südpalästiucnsischcn Kantar (288,45 kg) augenblicklich folgende Preise genannt: Weizen: 2,800 (Vormonat: 2,700 bis 2,750) EP, Gerste 1,850 (Vormonat: 1,400 bis 1,000) CP, Durra 11 — auch als ״Dari“ bezcichnet - 1,500 (Vormonat: 1,250 bis 1,350) CP, Einheimischer Mais erscheint fast gar nicht auf dem Markte, sondern wird von den Produzenten größtenteils in der eigenen Wirtschaft '׳«füttert, importierter Mais fordert bei knappem Angebot Wo etwa (יו/!! EP pro Tonne. Mehl Die Tendenz befestigt sich weiterhin. Die Forderungen, pm Tonne loko, haben sich für australisches Mehl auf 15'/a "orinnnat: 15) EP und für amerikanisches Mehl auf 18' 5 1ormonat: 18) EP erhöht. Im Mehlklcinhandcl und in der »tprcisbildung wirkt eich die Verteuerung noch schärfer aus, fier Der Import läßt nach wfc vor quantitativ wie qualitativ «1 wünschen übrig. Türkische Eier naben weiterhin angezo- P״ «nd verlangen gegenwärtig pro Kiste (1440 Stück) 3','״ bis!(Vormonat: 3 bis 3'ס) EP. Neue Ankünfte ägyptischer Ware 'wd erst Anfang Oktober zu erwarten. Audi aus Syrien kommt 1« Augenblick nur ganz wenig herein. In überraschend kurzer ‘«t haben auf dem Markte die Eierliefcrimgen aus den '01' deutschen Juden neu gegründeten Hühner• »TOßlannen eine noch ständig wachsende Bedeutung erreicht, *ährend noch vor kurzen die jüdischen Inlandscicr nur.nl Jkngcn von Hunderten dem Handel angeboten wurden, sind wüte bereits l.icfcrungsabschliissc über Tausende ausführbar. .I״ Qualität entspricht dem mitteleuropäischen Prlma-Tnnkei. 11״(,'«iiblicklich erzielen jüdische Inlandscicr, je nach Größe "'040 ״ bis 60 g), pro 10O Stück - ,500 bis —,700 (Vor- »011,11: — ,.סן;) bis -,000) EP. Gemäß der kühleren Jahresf1' fallen die arabischen Inlandscicr gegenwärtig besser aiis *»1111 Hochsommer und werden pro 100 Stück mit —,340 bis 389•;־ (Vormonat: —,300 bis ,320) EP bezahlt Neuerdings »Kl polnische Eicr-Seiidungen in Palästina avisiert worden, J״e11 aber den Markt noch nicht wesentlich beeinflußt. Im (1,5c,lllc'.llcn sci bemerkt, daß das bisher sehr ruhige Geschäft ״cli die Feiertage sichtbar belebt worden ist. Konserven t. ^״r.^v'cr^al?sbedarf hat den Konsum von kondensier• r Milch, der an sich schon dauernd wächst, weiterhin?«regt. Auch das Geschäft in Fisch konserven belebt di•01״531 ״,Remäß, bei scharfem Konkurrenzkampf der vcrschie• ..:,,'1י Bezugsländer, unter denen Japan immer mehr hervor• »״.■־״' Gemüsekonserven und Ficischkonscr* brJ!4״ d'c Lage unverändert ruhig. Was O b s t k on s e: r v c n fmJ ö80 interessieren neuerdings italienische Kirschen in wer Qualität. bder . t)ie bevorstehende Herbst- und Wintersaison bringt nach S0L8.0,nn'erlichen Stille sehr wahrnehmbare Anregungen. In kn"Lc n 1 e d e r ist man immer noch vorwiegend auf den AuUH i״!Rc'viesen. Doch schweben beachtenswerte Plane zum tj(;״““ der einheimischen Produktion, die schon jetzt qua־״ liif L׳Rut' Ergebnisse aufweisen kann. Man zahlt gegenwärtig (1115 •״ c,dcr je nach Güte, pro südpalästinensische Occa lu!:4i?״ kg) —!20 bis -,200 EP, für beste Croupons bis mische2» jP,־ ^uch •” Oberleder schreitet d1ekciniL" 5%tc' Pr°duktion vorwärts; Immerhin werden die .bctLr.” ״ *>och hauptsächlich aus Udgarn und der ,Tschcchoslo• Erst Anfang September legte das Trailc-Departement der Mandaisverwaltung die Außcnhandelsstatistik für das l. Quartal 1034 vor. Es muß auch bei dieser Gelegenheit wieder die Frage aufgeworfen werden, warum die Zusammenstellung und Veröffentlichung derartiger Statistiken durch die betreffenden Stellen der Mandafsverwiiltung so außerordentlich lauge dauert. Im benachbarten Syrien ist die Statistik über den Außenhandel und überhaupt die wirtscliaflliche Entwicklung während des zweiten Quartals 1031 bereits Ende Juli erschienen, während die Palästina-Statistik für das erste Quartal fünf Wochen später hemmgekommen ist. Diese Vorbemerkung scheint notwendig zu sein, um zu erklären, warum man erst jetzt daran gehen kann, den palästinciisisclien Außenhandel wie er sich in den ersten Monaten des laufenden Jahres gestaltet hat, zu analysieren. Allgemein ist zu sagen, daß sich die Passivität unseres Außen- 11 a n d e I s im ersten Quartal 1034, wenn man den reinen W a r c 1111 a n d e I in Betracht zieht, also die Ein- und Ausfuhr an Gold- und Silberiniinzen und die Einfuhr an Materialien fur die Regierung, die Truppen, die IPC. und an gebrauchten Person,•ileffckten außer acht läßt, wesentlich verstärkt hat. Das erste Quartal jedes Jahres ist die wichtigste Orangencxportzcit, infolgedessen war im ersten Quartal 1032 unser Außenhandel noch mit etwa EP 63 ODO aktiv, im ersten Quarta! 1033 wurde er bereits mit EP 281 000 passiv, und im ersten Quartal 1031 beläuft sich dieser Passivsaldo auf nicht weniger als EP 0771)00. Daß gegenüber einer solchen Ent- Wicklung 11 ie Steigerung unserer Orangen« 11 sfuhr kaum eine Rolle spielt, geht daraus hervor, daß diese im ersten Quartal 1032 einen Wert von CP 1,24 Millionen hatte, im ersten Quartal 1033 von CP 1,44 Millionen und im ersten Quartal 1034 von CP 1,66 Millionen. Da* heißt, daß unser Passivsaido Im ersten Quartal 1933 bereits rund 20 und im ersten Quartal 1911 rund 60 1y״ des gesamten Wertes der Oraiigenausfuhr in den betreffenden Quartalen ausgemacht hat. Die etwaige Steigerungsmögllchkcit des Orangenexports Ist also von unserer Elnfuhrentwickiiing völlig iiberrannt worden, und es ist zu erwarten, daß sich dies in der komtuenden Saison, die ja nun bald beginnt, noch verstärkt. Betrachtet man die einzelnen wichtigen Posit innen der Einfu h r, so zeigt sicli zunächst ein starkes Fortsclirciten der Eiufuhrvcrgrößcrtingcn auf dem Gebiet der Lebensmittel und Getränke. So hat sich unsere Weizeneinfubr im ersten Quartal 1934 weiterhin auf 18 519 4 gehoben gegen 12SSO t im. ersten Quartal 1033 und 4460 t im ersten Quarta! 1932.• Es handelt sieh hier darum, daß die Getreiciczöile mit gleitender Skala, die seit dem vergangenen Sommer in Kraft sind, die Einfuhr von nicht vcrinahlencm Weizen begünstigen, dagegen die von Weizenmehl hemmen. Das ist an sich eine sehr gesunde Entwicklung, die durchaus begrüßt werden kann. Aber auf der anderen Seite ist unsere Einfuhr an Weizenmehl nicht nennenswert gefallen, sie ging nämlich mir von 8175 t auf 7851 t zurück. Immerhin muß man In Betracht ziehen, daß die relative Senkung der Weizenmehleinfuhr slnrker ist als dies die absoluten Ziffern auf den ersten Blick zu zeigen scheinen. Da außerdem die Ernte in diesem Jahr im Lande selbst — im Gegensatz zu fast allen übrigen F,:indem der Welt — recht gut war, kann mau von dieser Posilion 11er eine sehr starke Belastung unserer Außenhandelsbilanz wohl kaum erwarten, es sei denn, daß die Preise für den importierten Weizen ain Wellmarkt sehr stark steigen. Aber es ist anzunehmen, daß die hiesigen Importeure sieh hiergegen rechtzeitig gedeckt haben. (Inzwischen ist übrigens die Weizeneinfiihr gesperrt worden, da infolge der guten Ernte die im Lande vorhandenen Bestände bis mindestens Ende des Jahres den Bedarf decken.) Sehr interessant ist die E11IWicklung unserer Einfuhr an Gerste. SOiesc war im ersten Quartal 1034 mit 6871 t fast doppelt so groß wie im crslcn Quartal 1033 und genau zehnmal so groß wie im ersten Quartal 1032. (Der Wert der Einfuhr hat sich dagegen nur efwa versiebenfacht.) Fs handelt *Ich hier um eine Folge des erhöhten Bedarfs an Futtergerste und der ungünstigen Eriiteverhiiltnisse im vorigen Jahr. Die Futter- Ecrste, die insbesondere für die Hühnerhaltung von Wichtig- Kcit ist, wird zu einem immer wesentlicheren Faktor unserer f.amlwirlscliaft. Es Dt aber bemerkenswert, daß trotz der Erhöhung unseres I lühnerbestandes die Einfuhr an lebenden Hühnern immer noch erheblich steigt. Es wurden im ersten Quartal 1032 etwa 8000 Stück, im ersten Quartal 1933 etwa 42 000 Stück und im ersten Quartal 1934 rund 101000 Stück an lebenden Hühnern importiert. Diese Erhöhung geht nun freilich zu einem erheblichen Teil gerade auf das sehr gesunde Bestreben zurück, den Federviehstnpel zu vergrößern. Aber daß auch auf diesem Gebiet — genau so wie auf indnstricllcm — unsere Konsumkraft wesentlich schneller steigt als unsere Produktionsfähigkeit, zeigt die Tatsache, daß der Eierimport im ersten Quartal 1934 17,3 Millionen Stück, im ersten Quartal 1933 9,9 Millionen Stück und im ersten Quartal 1932 5,1 Millionen Stück betragen hat. Slark angewachsen ist• auch der Import an Gefrierfleisch, an Konscrvcnllcisch, an konservierten 1 isehen, an Kondensmilch und vor allem au frischem und getrocknetem Obst. Der Wert unserer Einfuhr an frischem und Trockenobst hat im ersten Quartal 1031 über: EP 55 000 betragen gegen ca. Ci’ 21 0 Kl in der Vergleichs*( zeit des Vorjahres und nur El* 11030 im ersten Quartal 1032.• Allein die Einfuhr an rohen Acpfcln stieg von 487 (KM) kg im ersten Quartal 1033 auf 083 0:)() kg im ersten Quartal 1934.׳ Man sieht, wie wenig unsere Anstrengungen zur Entwicklung eines eigenen Obstbaues bisher den tatsächlichen Verhältnissen gerecht geworden sind, im übrigen können wir immer wieder Icststcllcn, daß auch da, wo die Eigenprodnktlon steigt, der Import immer noch anwiiclist. So hat sicli beispielsweise unsere Einfuhr an Schokolade, trotz des Entstehens mehrerer gilt: arbeitender Fabriken im Lande, von 11000 kg im ersten Quartal 1032 auf 19 (KM) kg im ersten Quartal 1033 und auf• 47IKK) kg im ersten Quartal 1934 gesteigert. Was die schweren Industrien anlangt, so Ist vor; allem darauf hiiizmveisen, daß unsere Einfuhr an Eisen in Form von Halbzeugen und von Fcrtigfabrikatcn sich weiter׳ stark steigert. Auch liier ein typisches Beispiel fiir die Diver-׳ genz zwischen der Entwicklung der Proiluktionskraft und der, der Konsunikralt: Wir pimlu/iercn seit einiger Zeit Eisennägel in allen möglichen Dimensionen. Als seinerzeit die erste Fabrik, des Landes gegründet wurde, ist man vielfach der Meinung gewesen, ihre Kapazität sei viel zu groß. Jetzt stellt sich heraus, daß trotz dieser Eigenproduktion die Einfuhr an Fiseimägelii von 105 000 kg im ersten Quartal 1032 auf 237 000 kg im erste״ Quartal 1933 und auf 447 000 kg im! ersten Quartal 1034 gestiegen ist. Der Konsum hat sich also weit über die Menge hinaus vergrößert, die durch die Eigen-• produktion gedeckt wird. Spürbar ist diese in gewissem Um-! fange bei Alunüiiiiimgeschirmi, deren Einfuhr von 19 000' kg im ersten Quartal 1933 auf 16 030 kg im ersten Quartal 1931 zurückgegangen ist, dabei aber immer noch doppelt so groß blieb wie im ersten Quartel 1032, als die Eigenproduktion langsam in Gang zu kommen begann. Es ist selbstverständlich, daß die Einfuhr an Werkzeugen stark steigt, ebenso wie an Elektromaterial aller Art. Die Einfuhr an Glühlampen hat im1 ersten Quartal 1911 112000 Stück betragen gegen 62 000 Stück bzw. 37 000 Stück in den beiden Vergkichsquartalcn. Die Einfuhr an isolierten Röhren fiir Elektrodralit belief sich aut 116 000 kg gegen 43 (KM) kg im ersten Quartal 1933. Der Wert der Mascliineneinfuhr - ohne gesondert cingcfiihrte Motoren — Inlief sich auf CP 190 000 gegen CP 103 000 in der Verglcichszcit des Vorjalircs, die Einfuhr an Kraftwagen stieg von 257 Stück auf 820 Stück, gegenüber dem ersten Quartal 1032 Ist das eine Verachtlocliinig. Stark gestiegen ist auch die Einfuhr an Erdöl und FrdOldcrivaten, so z. B. du: Benzineinfuhr von 5,1 auf 7,0 Millionen Gallonen. Was C'.hcmikalicn anlangf, so haben wir eine Erhöhung der Einfuhr an pharmazeutischen Artikeln von EP 15 000 auf 21000 festzustellen, auch die Einfuhr an Anilinfarben, Glyzerin und allen möglichen anderen Erzeugnissen der chemischen Industrie ist stark gestiegen. Die Einfuhr an Textilien, die im ersten Quartal 1032 einen Wert von £P 201 ono hatte, hat im ersten: Quartal 1934 einen solchen von CP 333 030. Obwohl die Schuh- Produktion im l ande steig•(, hat sich die Einfuhr an Leder♦' schuhen von 68 (KM) Paar auf 88 000 Paar erhöht. In gleicher Weise ist die llolzeinfulir erheblich angewachsen. Auf der A u s f 1111 r s e i t c sehen wir neben der oben bereits erwähnten Ausfuhrziffer für Orangen eine starke׳ mengen- und werfmäßige Steigerung des Exports an Vichfuttcr( in Kuchenforin, ferner an Olivenöl, dagegen der Marktlage entsprechend einen Rückgang, der Ausfuhr an Käse und an Eisehen, vor allem aber auch an Fcldlriichten. Ziemlich stark gestiegen ist die Ausfuhr an Weinbrand, nämlich von CI* <161 aut 4333. Die Weiuausfuhr ist mengenmäßig weiter, gefallen, nämlich von 361030 auf 209 (MM) Liter, wertmäßig; dagegen gestiegen, nämlich von CP 8527 auf 11139, Etwas angewachsen ist der Export an Eisen- und Stahlschrott, an getrockneten Häuten und Fellen. Was die Ausfuhr an industri-• eilen Erzeugnissen anlangt, so sehen wir zum ersten Malei einen Export an Sfaclieldraht, an Altiminiumfabrikalen und an Sicherheitsrnsierkliugen. Die Ausfuhr an Strümpfen um|: Socken ist zuriiekgegangen. Die Scifeiimisfuhr hat sich mengenmäßig kaum geändert. Zum ersten Male ist auch eine Ausl,ihr an Kohlensäure festzustellen. Die Ausfuhr an künstlichen Zähnen, die ja schon einen verhältnismäßig alten Exportartikel darstellen, stieg von CP 4795 auf 8863. Zuriiekgegangen ist die Ausfuhr au gedruckten Büchern, im allgemeinen sind jedenfalls die Ansätze zur Ausfuhr an Industricerzcugnisscn noch außerordentlich schwach. Das bedeutet nicht unbedingt, daß diese Erzeugnisse am Weltmarkt nicht konkurrieren könneu, sondern cs steht wesentlich mit der starken Steige» r u n g d e s I n I a n d s v e r b r a u c 11 s im Zusammenhang, den» ja die Produktion keineswegs uachkommt, wie oben gezeigt wurde. wakei, zum Teil auch aus Amerika, bezogen. Pro Quadratfuß (930 qcm) erzielen Chcvrcmix —,050 bis —,070 JCP, Boxcalf —,060 £P und Rindbox —,035 bis ,050 EP. Holz Das Preisniveau hat sieh unter dem Einflüsse der Devisen- Kurse in letzter Zeit weiterhin erhöht, l.oko pro Kubikmeter fordern weiße Tannen- und Fichtenbretter bis zu 3,100 (Vormonat: 2,900) EP, besäumte weiße Eichenbrc+tcr 5 bis 5,200 (Vormonat: 5) EP, unbesäumte weiße Eichcnbrcitcr 5,250 (Vormonat: 5,200) EP, Buchcnbrctter und Buchenplosten bis zu 5,300 (Vormonat; 5,250) EP, außerdem: Stangen (als Baumstützen) je nach Länge —,013 bis —,015 (Vormonat: —,012 bis —,014) EP pro Stink, Gabcistangen —,005 (unverändert) EP pro Stück. An weißen Eichenpfosten, die schon im Vor« monat knapp waren, sind gegenwärtig überhaupt keine nennenswerten Bestände vorhanden, in Möbclholz ist die Situation im wesentlichen unverändert. In Holz fürOrangenkisten sind die ersten größeren Zufuhren nunmehr aus Jugoslawien und Rumänien unterwegs. Zement und Baukeramik Bei unverändert flotter Bautätigkeit ist der palästinensische Z c m e n t - Markt gegenwärtig aufs äußerste angespannt. Die Inlandsproditktion, die die Tonne zu EP 2,820 offeriert, hat quantitativ die Erwartungen, die man mit den bekannten Aus- Daumannahmen verknüptte, bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht erfüllen können. Da man im Vertrauen darauf die Import-Dispositionen bereits vorsorglich eingeschränkt hatte, steht der Markt augenblicklich im Zeichen empfindlicher Ma* tcrialknapplieit, die noch durch die Umleitung der Einfuhr über Haifa verschärft wird. Der dadurch notwendig gewordene Eisenbahntransport Haifa—Tel-Awiw belastet die Ware zusatzlieh mit EP —,475 Tracht Rrq Tonne, Infolgedessen kommt et augenblicklich vor, daß Baiuinlcrneluncr bei besonders dring- 1 lenem Bedarf für sofort gelieferten Zement den Phantasiepreis von EP 3 bis 3'/a pro Tonne anlcgcn. Der Markt für Bau•׳ keramik verkehrt weiterhin flott; die Produktion vcrschie♦. dener neuer Zementwaren- und Plattcnfabrikcn wird glatt auf-! genommen. Für beste Kacheln tschechoslowakischer Provenienz wird, pro IGO Stück, bis zu EP —,690 gezahlt. £isen Die Marktlage ist nach wie vor als günstig zu bezeichnen,, bei anziehenden Preisen. Die gegenwärtigen Notierungen lau-; teil: Eisenträger pro Tonne loko EI* 7,603 (Vormonat: 7,5(X) bis 7,6(M)), Rundciscn (fiir Beton-Armierung) loko pro Tonne EP 8 (Vormonat: 7,000 bis 8), Wellbleche loko, pro Stück, bis zu 2 m lang (größere Dimensionen entsprechend höher), unverändert EP —,095 bis —,100, Nägel pro 5-kg-Packung, unverändert EP —,095. Nichteisenmetalle Halbfabrikate (Bleche, Stangen, Rohre, Drähte) fn dcif wichtigsten Nichteisenmetallen (Kupfer, Messing, Aluminium. Zink, Neusilber) kommen nach wie vor reichlich herein und notieren entsprechend den Londoner und New-Yorker Kur« sen, daher in letzter Zeit Kupfer und Messing weiterhin nach« gebend, Zink und die anderen Metalle behauptet. Der Kreir der Mctailvcrarbeitiingsindiistrle Palästinas ist soeben durch‘ eine neue Vcrchromungsanstalt in Tel-Awiw erweitert worden.• Interessante Aufgaben für das einheimische Metallgewerbe re« *ultieren daraus, daß neuerdings in wachsendem Maße die Neubauten Jerusalems mit Zentralheizung oder Etagenheizung, sowie Neubauten in allen Städten des Landes mit Warm- Wasserversorgung vereehen werden. Die Einfuhr fertiger Arma« turen und sanitären Installationsbedarfs hat neuerdinro stark zugenommen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.