Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 78-79 (28.9.1934)
- Date
- 1934-09-28
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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ז• Nr• 78/79, 28. IX 1934 ׳JÜDISCHE RUNDSCHAU Sehe tS El;1י |ו1 נ ,ןןיו*(נ ״r.4. r ך Ll *2 h,i lau I •!«•)י¬ •nkt! 1111( m 18. t®* »(8• <dppyf •tikknb m 7991 3 Iflilliir. «ין!• rrif* 851 «Mf n «en, Hf',’ •היז 1(1 om, tan, ,«כ 1a rin, u, 1*ו ist 10 ד׳ן!' Ü L!' 4י»—ן יי-^ין f;! %י" Li lL! L-J i * ״%״J^ Lm( "י•«/ ץ״"״־׳ —p ך״ץ ך! w.J v -״,,״V ך״־״ *־־־־־f ך f I 1 i! 1־•»״« J י י.■«» It.«,..j ן7 ^ך***ץ ־ץייי־"־־ p 4; i [ ' ' >! v.JJ L, 1 i I {"uCnJTlrZirJ^r rh«!e"llH'r hlS \ m!"ber mi lindcl!n Bcrtin eine Tagung des Deutschen licchaluz statt, die sieh mit allen Problemen der beruflichen und 7n ™onin h« Z r*''? lrffiRC? ^d. Diese Tagung ist die erste Zusammenkunft des Hcchaluz nach dem großen Aufstieg, den er seit dem Früh- ,a!r. "nd%. ./״. ruhunlt d• Th(-* d<ti€r d,״a Rr0fi,C der Mixthm Oeffentliehkeit, weil sio gleichsam die Bilanz der Bisher geleisteten Arbeit liehen 7, Men MenlTlfmJT ל'™ /T ״״ ־,T״V/'י*׳'*" ״"*"*" Arbeit aufstellen soll, um eine möglichst große Zahl funger arbeitender Menschen aus 41" ... .. . . P.W ״/ "י1’“ ' ״ Pafäsl״m zuzufithren. Die Probleme der Chaluzbcwcgung und die Frage ihrer Entwicklung werden in einer Reihe von Aujsm^cn, die u’ir nachstehend veröffentlichen. behandelt ,n 1 י f/ica./ jiir Moazah des Deutschen Dechaluz ^dcblkk und Umsdiwung i Am 29. Sepfcmlicr findet nach einer zweijährigen Unter• jkftfhiiiiR eine Tagung aller führenden Menschen des dcut• lieelialu/ statt. Fs trennen uns von der letzten Tagung T/i dfiitsclien Iledialuz, die im September 101*2 stattfand, Ülit mir 7wci Jalire, sondern etwas viel Entscheidenderes: 7(', «rolle Umschvv ti n g in der Chaluzbcwcgung Deutsch• | Ij.j/!Irr im Frühjahr 1933 einset/tc. I /um jalire 1933 war die Clialezbewegung eine An• | Neuheit von wenigen. Es gab Zeiten, wie t. U. nach der Ijiiuiiiensis(׳,heu Krise von |27 <)2(י, in denen auch von I 7ionisten die Notwendigkeit und die Möglichkeit des |1v4c!1c11s einer Chalu/.bcwcgung in Deutschland stark an- I ״;»•eileit wurde. T |)1c Itedeiitniig der früheren kleinen Chaluzbcwcgung j [vuuclilands bestand darin, daß sic den Hcchaluz für seine! -ff1|lc Stunde in den Jahren 1933 31 reif machte. Die wenigen | ,jrfn, 1111 unmittelbare» Wortsinne, Pioniere einer grollen Etiicgimg. Die äußere Not und die innere Haltlosigkeit der jungen isTdifii (ieneration in . dein Hmsrliwungsjahr 1033 ließ | jjgwiulr aus den verschiedensten Lagern zu uns kommen, 'lull. Jahren stieg die Anzahl unserer Chawerim von zirka y<1 bis auf I3 01K*, die Zahl der Snifim von einigen, die | ,jit an den Fingern ab/uhleu konnte, bis auf HO. Die |«rnigcti I I,1t׳l1sel1ar,1׳l1-Cn uppen, die am Beginn des Jahres ' Uli erklirrten, wurden zur Grundlage eines Hachscharah- [ »tilfs, das heute 3500 Chawerim umfaßt. Pie Träger der Bewegung Dieses /,־diicnniiillige Wachstum war aber nur die erste?lute. Es zeigte sich, daß die wenigen Pioniere der früheren [pochc geistigen und materiellen Bedürfnissen vorgearbeitet hilcn, die sich als. Bedürfnis eines überwältigenden Trilc« auch des westlichen Judentums erwiesen. Den Beweis lur die Richtigkeit unscicr Aufiassung des Zionismus hat;m< das Jahr 1033 prbracht. Aber der große zalilcinnäfligc Uikdiwiiiig war noch nicht identisch mit der Frage der Tulirimg des llcclialuz in Deutschland. Wir fragten uns mr einem Jahr, oh alle die assimilierten Menschen sich zum Träger des I Icchalu/ entw ickeln könnten, Im Jahre 1933 {«falteten den licchaluz. in Deutschland zwei Element«: 1. die Menschen aus Palästina, hinter denen die Histadruth irnd die deutschen Einwanderer in ihren Konzentrations־ punkten in F.rez Israel standen und 2. der kleine hündische Kreis, hauptsächlich aus dem ״Hahoiiim", der lauge Jalire allein die Hcchaiuzbcwcgung in Deutschland repräsentiert hatte. Djo Aufgabe, die das letzte Jalir der Bewegung stellte, war: die (iesanillicit der Chawerim in den Snifim und in der IkTclmah zum eigentlichen Träger des licchaluz zu ajclim. Zw ei (iefahren bedrohten den Erfolg unserer Arbeit, i(3m1.1l, daß der I Icchalu/ sich in eine jugcndpflc* 3,’crischr Organisation verwandeln würde, und dann, daß ‘t luwulhe Trägcrsehaft des Hcchaluz: sich auf einen tcg r c 11 z t c n b ü 11 d i s c 11 e 11 Kreis hescliränkeit und der Hfciiahiz in einer sektenhaften Prägung erstarren würde, «1t wir das z. B. in verschiedenen Chaluzbcvvcgungcn im Osten gesehen haben. Heule können wir, ungeachtet der sehr mannigfachen angelosteii Probleme der Bewegung, mit Befriedigung fest- “eilen: Diese beiden (iefahren sind überwunden worden, 'dis Zusammentreffen der palästinensischen Chawerim und der ״wie einerseits und der neuen Kreise andererseits hat 'me einheitliche CI1alu/bcwegu!1g geschaffen. Die Bc- (i'jnung von palästincnsisch-ostjiidischcn und deutsclvjiidichm geistigen Elementen im Deutschen licchaluz hat manche Tomlercn geistigen Folgen ergehen, die vielleicht vor* 'rtialenni dogmatischen Auffassungen nicht entsprechen, aber;'«1 der deutschen Chaluzbcwegung selbst als ein Positivum 4 empfunden werden.! hrufsumsdiichtung t Von a 11 ß e n her gesehen erscheint das Werk des j!kutschen licchaluz: 1933,3t zunächst als ein großangclcgtcr isnd eclmigciicr Versuch einer B c ru f s u ni sc h i ch tu n g יי' ן l ausenden junger Menschen. Zweifellos ist die Berufs* J Dndiichtiing, die I lacliscliarah, die Cmmdlagc unserer Arbeit. I Z'vcifelsnline war das Ilaehscharah-Wcrk und die chaluzische f V1!3|1׳ aus Deutschland die wesentlichste produktive jüdische *caktion auf den Umschwung von 1933. Ohne das Hach- *diarah-Wcrk des Itechaiuz wäre der große Aufschwung Zionismus in Deutschland undenkbar. Noch mehr; die Hilfsleistungen des Judentums *ndcTcr Länder für das deutsche Judentum würden ״""(das I iachscharali-Werk des Deutschen Hccha* lSI! unproduktiv im Winde verweilen und bestenfalls *di auf eine perspcktivlosc Philanthropie bc• *1wirken müssen. Erst durch die selbstgcwollte i"(l scllistdureligcfiilirte Bcrufsumscliichtung von '5«scmleii junger Chawerim des Hcchaluz wurde '1״c Müglielikeit geschaffen, diese Hilfsfonds einer produktiven jüdischen Aufgabe /umführen. Kulitirproblemc Dss Werk des Deutschen Hcchaluz im Jahre ■״׳, i | jst a[H,r keineswegs ein Werk der Berufs• “"iscliiclitung allein, Ohne ein neues Kultur• >fea 1 und ohne neue geistige Werte, die bei den *,(»sehen des Hcchaluz lebendig geworden sind, ״tirdc das Werk der Hachscharah nie zustande- Kommen, geschweige denn gelingen können. Nur "üflen her gesehen ist die Bewegung des Deut* vTe" Hcchaluz eine Berufsunischichtung gewesen. "(Miircm wahren inneren Gehalt bedeutet sie; *',olairt eines neuen Kulturidcals bei Tausenden D״)?״ Juden, die Umwertung vieler hergebrachter ז cr׳ Reistiger und moralischer Begrifie bei einer י r 7(n Generation. Erst diese Umwertung hat die w ,״ ’"Kt <Im Wirken in einer arbeitenden üemewi- ‘ zcio- '״ Pälästina erstrebenswert gemacht. Dieser I ProzcB wird und kann gar nicht in der | ®pori abgeschlossen werden. Der ״Iiech.1־Iuz" ist der Beginn einer Kulturentwick* * »״ K des post -assimilatorischen Judentums. Er verneint nicht die fruchtbare Spannung der Assimilation, er will vielmehr unser neues Heim und unsere neuen Bin* düngen aus der liefen Begegnung mit der europäischen Kultur ans dem (leist der Befruchtung des Judentu ms durch den aktiven europäischen Humanismus — aufbaucn. Der liech;du/ besitzt keine ״Weltanschauung" in dem sclnilrnäßigen Sinn dieses Wortes: er hat kein Lehrgebäude von Dogmen und keine starren Theorien, die das ״f rlauhtc" vom ״Nieliterlauhtcn“, das ״Echtjüdische“ Vom ״Nichijüdisclicn“ ahgrcn/cn. Aus der großen Achtung vor der Eigenart unseres Volkes und dem tiefgehenden Charakter Unserer Uchergangs/cit. bemüht sich die Chnlu/bcwcgutig, von einer st.irren Festlegung der KulUirformcn und Kulturbindungen fort/ukonimcn. Nur ein oberflächlicher (icist wird aber in dieser aus tiefer Kultur-Beziehung zu dem geschiehtliehen Geschehen stammenden Zurückhaltung einen Mangel an (icstaltiingswillcii und eine Verschwommenheit des Ideals er hl 1e ken. Palästina-Nähe und Diaspora Der Den Ische Hcchaluz, wie die Chaluzbewegung aller anderen Lander, ist zweifelsohne unter dem Einfluß der Begriffs, und Gefühlswelt der jüdischen Arbeiter Palästinas entstanden. Die Schaffung einer ״Palästina- Nahe•• ist mid wird immer eine der vornehmsten Aufgaben des Hcchaluz sein. Aber andererseits ist fast ebenso wichtig, wie die Anpassung an Palästina, die Auseinandersetzung des Her 11,•duz mit dem geschichtlichen Werden jeder jüdischen Diaspora, in der er tätig ist. Wir glauben, daß die Vorseliiedcnhcitcn, die sich in der Oeistcsart der Ch.iluzbcwcguugcii in den verschiedenen Ländern ergeben, keinesfalls als Ncgativum zu werten sind. Der Deutsche Hcchaluz will, geistcsgeschielitlieli gesehen, keinen Abbruch der Historie des deutschen Judentums bedeuten, sondern vielmehr eine 11 e u c Stufe dieser Geschichte darstellcn. Erst als ein Erbe der jüdischen Generationen in Deutschland kann der Herb,•duz seiner Aufgabe gerecht werden, mehr als eine Alijah-Bcwcgimg allein zu sein, oder richtiger gesagt eine Alijah-Aufstiegs-Bcvvcgung im tiefsten Wortsinne. ■wr Heule können wir bereits manches resümieren: Von den mehr als 2000 organisierten deutschen Oialuzirn, die von Mai 19)3 an ins Land gekommen sind, befinden sich 65 »/» in den Kwuzoth und Kibbu/ini und insgesamt 75 «0 in der Kolonie. Wenn wir uns daran erinnern, daß gerade in dieser Zeitspanne aus verschiedenen Ursarlicn, die hier nicht weiter zu untersuchen sind, die Intensität und die Schlagkraft der Chaltiz-Alijah aus den östlichen Ländern sehr nachgelassen bat, wird erst die Bedeutung der deutschen Alijah für das Werk des Kibbusch-Awodah, für die Verteidigung unserer Arbeitspositionen in der palästinensischen Landwirtschaft er• sichtlich. Es ist wohl kein Zufall, daß Chawerim des Deut• sehen Hcchaluz mit in der ersten Reihe des Kampfes um jüdische Arbeit in Kfar-Saba standen und stehen, und daß sic an fast jedem neuen Werk, das jetzt im Lande entsteht (wie z. B, der Siedlung im Süden des Toten Meeres) be• teiligt sind. Bilanz Durch die Kraft des Hcchaluz ist es möglich geworden, daß uns das Aufbauwerk in Palästina mehr gegeben hat als uns die Ereignisse in Deutschland nehmen konnten. In anderen Zusammenhängen werden die vielen ungelösten Probleme der deutschen Chaluzbewegung behandelt werden. Es werden die Gefahren aufgezeigt werden müssen, die mit dem Wachstum der Bewegung in ihr erwachsen sind. Im Rahmen dieser Zeilen wollen wir nur eine Hoffnung ausdrücken — daß der Deutsche Hcchaluz auch weiterhin sich in den entscheidendsten Aufgaben der jüdischen Wiedergehurt konzentriert, daß er in dem Bewußtsein seiner Chawerim das geistige und soziale Ethos des Zionismus in seiner werden. Denn das Schlimmste, was dem Hcchaluz geschehen kann, ist — daß er ein Pionier ohne Volk bleibt. Nur inmitten des Volkes und als Volksbewegung kann der Hcchaluz seiner Aufgaben Herr werden. E. L. Wirkungen auf das Judentum Ebenso wie die jüdische Entwicklung In Deutschland Im Jahre 1933,3 t nicht ohne Wirkung auf uic übrigen jüdischen Gemeinschaften der Welt geblieben ist, ist auch der Auf- Schwung des Deutschen •Hcchaluz und seine Wirkung nicht aut Deutschland allein beschränkt geblieben. Die Verbreitung unserer Haehsrliarah in 13 verschiedenen Ländern: Litauen, Lettland, Polen, C. S. R״ Jugoslnwie/j, Schweiz, Italien, Frankreich, Luxemburg, Holland, Fngbiml, Dänemark, Schweden war nicht nur eine gute Erziclnmgssdmle für unsere Chawerim, die die jüdische Diaspora in ihrer Vielfalt zu sehen Gelegenheit hatten, sondern, was noch viel wichtiger ist, sie war für die jüdische junge Generation in manchem Lande der erste und entscheidende Anstoß für die Bildung einer Chaluz- Bewegung. Und von einem weiteren historischen Stand- Punkt aus gesehen, kann cs zweifelhaft erscheinen» welcher Beitrag höher zu bewerten Ist: die Fonds, die die englischen und französischen'Juden für die deutschen Juden gesammelt haben, oder das Erwachen der Chaluzbcwcgung in den westeuropäischen Ländern, unter dem Einfluß von Hunderten deutscher Chalu/ini, die in die Länder ihrer Hachscharah den Geist jungen, lebendigen, ihre jüdische Umwelt aufrüttclnden nationale!! Judentums einströmen ließen. Die deutsche Chaluz-Jllifah Wir wissen, daß die Bewährung einer Chaluzbewegung letzten Endes durch das Lehen ihrer Menschen in Ercz Israel zu prüfen ist. Auf die U/2 Jahre der neuen deutschen Chaluz- Bewegung rückschauend, müssen wir uns vor allem fragen: Wie hat sich die plötzlich so groß gewordene deutsche Chainz-Alijah irn Lande bewährt? Was bedeutet sic für das Land? Am Beginn dieses Jahres hatten wir die größten Zweifel, ob die ״Mässcn״-Alijah des Deutschen Hcchaluz (sie war in den Jahren 1933 31 größer als die Alijah jeder anderen Laiulesorganisation des Hcchaluz! in Palästina wirklich P i o 11 i e r - A u f g .1 b c n in der Kolonie, in der Kwuzah und in der Eroberung der Arbeit erfüllen würde. Wir hegten die größten Befürchtungen, daß die vielen neuen Chawerim, die zu uns gekommen waren, sich in einer ״normalen“ Situation in Palästina wieder ״normal“ fühlen würden. Die Anzahl der deutschen Chaluzim, die im April 1933 bereits in Palästina waren, war zahlenmäßig sehr Klein. Es konnte Zweifel ent• stehen, ob diese wenigen Menschen die neu einströmenden Hunderte innerlich aufnehmen und assimilieren könnten. Die Arbeit der Chaluz-Orpnisaüon Organisation und Sdmlung «*•Mi ל Der Hcchaluz, deutscher Landesverband, umfaßt H 000 Mitglieder. Ungefähr 60»« dieser Chawerim sind in HO Snifim organisiert, die zu 12 Gliliin (Gauen) zusammengefaßt sind. Die großen Glilim Rhein-Ruhr und Schlesien sind in Unterbezirke eingeteilt. Das Verhältnis der Jungen und Mädchen ist 2: t. Eine Zcntralkartcl ermöglicht es, den Weg der Chawerim vor ihrem Fäntritt hi die Organisation zu übersehen, ihre physische und psychische Geeignetheit für ITaehscharali und Alijah zu prüfen, wie auch ihre Entwicklung vom Tage ihres Eintritts in den Heclialuz an auf dem Wege durch Snit und Hachscharah bis zu ihrer Einordnung in Palästina zu vor• folgen. Eine sorgfältig geführte H a n d vv e r k c r karthotek gibt die Möglichkeit der ständigen Uebcrprüfting der beruf- Hellen Vorbereitung dieser Chawerim; durch eine Einzel* n c n karthotek, in die jeder Chawer aufgenomnien wird, der ohne in einem Snif zu sein oder von einer Einzelstellc aus sich an den Mcrkas wendet, wird für eine möglichst rege ' י ‘.' י‘ י . .. Jeder Chawer muß vor Beginn einer Hachscharal^ ein halbes Jahr im Snif mitarbeiten, damit auch derjenige, der ganz von außen kommt, sich die Anfangsgründe im Hebrä-!sehen und in den Fragen der Bewegung soweit aneignet, daß er sich auch während der Hachscharah fortbilden kann. Dieser Tarbuth-Arbcit dienen die regelmäßigen Ssichoth und hebräischen Kurse. Onge Schabbaih, Neschafim und gemeinsame Fahrten sorgen für die Verbindung der Chawerim untereinander. Außer der Schulungsarbeit, die in den Snifim selbst oder durch die Glilim (Besuche der Oalillcitcr, Trcffalirten) geleistet wird, versucht der Mcrkas in persönlicher Fühlungnahme die Sehulungsarbcit in allen Orten zu fördern. So Wurden im Jahre 1931 insgesamt 210 Snifim und Kibbuzim durch Chawerim des Mcrkas besucht. (Die Hachscharah-Zcnlrcn in der Umgehung Berlins werden ,regelmäßig besucht.) Diese Besuche werden vielfach im Rahmen einer längeren Reise gemacht. In gleicher Weise wurde ein großer Teil der Auslandshachscharah betreut. Es fanden 35 Pegischoth und Seminare statt, auf denen Chawerim des Mcrkas anwesend waren, darunter die beiden großen Führcrscminare in Berlin (März-April, 5 Wochen Dauer mit 60 Teilnehmern) und Mannheim (August, 3 Wochen Dauer mit 40 Teilnehmern). Hathsdiarah Das Hachscharah-Werk umfaßt 3500 Chawerim. — Die Hälfte davon befindet sich in Deutschland auf Hachscharah; die übrigen sind vorteilt auf 13 Länder, in denen sie ihre berufliche Vorbereitung für Palästina erhalten. Das Verhältnis von Jungen und Mädchen In der Hachscharah entspricht ungefähr dem Verhältnis in der Mitgliederzahl ('.' ־! zu ,ä); im letzten halben Jahr verschob sich das Verhältnis auf 40 0/0 zugunsten der Mädchen. In landwirtschaftlichen und v er* wandten Berufen sind ca. 2000 Chawerim lind Chawcroth beschäftigt. Ungefähr 600 Jungen befinden sich in handwerklicher Aus bi 1• düng; mehr als 69 0׳״ erhalten Fachausbildung im Lcbrlmgsvcrhhltnis; es handelt sich dabei hauptsäch* lieh um jüngere Menschen (Chawerim der Jugendbündc). Die restlichen 40 0/0 sind als angelernte Arbeiter — allerdings mit einer meist guten Vorbildung — zu bezeichnen. Unter den Chawerim, die sich auf IandwirtSchaftlieber Hachscharah befinden, sind ca. 200, die bereits eine füp Palästina an sich geeignete Vorbildung besitzen (Glaser, Buchbinder, Polsterer, Metzger, Auto• lackicrcr, Kindergärtnerin, Krankenschwester usw.), vcm denen der Hcchaluz aber noch eine zusätz• liehe Hachscharah in der Landwirtschaft verlangt, um ihre Qualifikation für die Landarbeit, die von I