Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 78-79 (28.9.1934)
- Date
- 1934-09-28
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr■ 78/79, 28. IX. 1934 Seite 9 I I -I ( Judcnklßsscn׳״ in Wien *״ den österreichischen Mittelschulen c Schulen), aber aticli an Volks• und I Iniiptschulcn ... 110he 1\ . , . _ Lurdc bei Beginn des neuen Semcskrs, das in Oesterreich srpicnjbrr an längt, eine neue Klasseneinteilung■ |ןן dem clie Wenommi'11, daß dort, wo Parallelklassen bestehen, 1.; (1 (I i «ehe n Schu er in besonderen Klassen .igt ״•(irden. Es stellt sich heraus, daß sich diese Mali• '.!,me י׳ul «■־inen Itegierungscrlaß vom Juli stutzt, der ikr l»is?l1m *'יי bM'ptcnihcr /nrückgclialten worden war, ln dein I rlaß heilll cs, dal( aus schul|1rakt1schcn Erwägungen i!\t ״uiclitkatliolisdicn Schüler“ In einer Klassenabteilung zu verciniRf״ •1»"«*י ״ . ' Die Wiener K u 11 u s r c rn e 111 d e hat nach Bekannt- *erden dieses hrlasscs eine Erklärung verölfciitiiclit, in ״.(Iclirr sic sich Regen diese Kcgicrungsinafjnaluiicn aus- ,״rieht. Die Londoner ,,Times״ vom 25. September berichten, oft tu!Irr den österreichischen Juden wegen dieser Sache ffo(tc Verstimmung herrsch«; und eine jüdische Deputation jei Bundeskanzler ür. Schuschnigg vorstellig werden wird. 1 Der Wiener Prozeß um die Protokolle s der Weisen von Zion Wien, 21. September. (JTAT In den nächsten Worhen findet in Wien der mit grober Spannung erwartet« Prozeß stall, in dem Frau Irene liarnnd, die bekannte Fiihrcrin : j(f clirislliclicn Bewegung gegen der, Antisemitismus in Oesterreich, dm Beweis erbringen will, daß die Verbreitung l v״t1 jiidenieindlichen AnselmIdigungcn aus den ״Protokollen 1 der Weiten von Zion“ mit Recht als Verleumdung bezeichnet ■ *erden kan״■ Fs wird erwartet, daß sich der öffentlichen Er• : jrtrrung dieser judrntcindiiclicn Angriffe und der von Frau , |fןra 11 (I und Redaklrur Weniger aiigehotcncn Gegen-!!;(weise vor einem österreichischen Gericht die Aufmerksam• j|(it weitester Kreise des In» und Auslandes zuwenden wird. Ben Gurion in Warschau Warschau, 27. September. (JTA.> Am 27. September : ist das Mitglied der Zionistischen Exekutive David Beil; Gurion in Warschau eiiigetioffen. Ben (iuriou hat sich;nicht in Gent anfgeh,alten, wo er im Zusammenhang mit der BellamflmiR von Mnmlatsfragcn in der sechsten Völker• ) hundskornnaissiott einige Besprechungen ,■!!!gehalten hat. ln; Warscl1.au wird Ben Gurion mehrere Tage weilen und mit den leitenden Persönlichkeiten verschiedener zionistischer Gruppen Fühlung (ichum! und den Stand der Auswandcruiigs• hfieegnng im Hinblick auf die bevorstehende Verteilung von Zertifikaten für das nächste Halbjahr studieren. Von Warschau reist Ben Gurion nach London zurück, wo er sich wieder an den seit einiger Zeit begonnenen gemeinsamen Beratungen der Londoner und der Palästina-Exekutive über aktuelle Palästinafragen beteiligen wird. Di« Hadassah, die amerikanische zionistische Frauenwjpnissfion, hat ihre 20. Jahreskonferenz, für die. Zeit vom 14. bis 10. Oktober nach Washington (Distrikt Columbia) ein• berufen. Zu der Konferenz sind über 1500 Delegierte und finde angemchlct. ln einer der öffentlichen Sitzungen der Konterenz wird die Gattin des Präsidenten der Vereinigten Staaten, Mrs. Franklin Rooscvcit, «ine Ansprache halten, Afghanistan int Völkerbund. Außer Rußland wurde bei der diesjährigen Völkerbund Versammlung: auch Afghanistan in den Völkerbund aiifgcnommcn. Afghanistan ist nach der Türkei, l'rrrieit und dem Irak der vierte große in o - hammedanische Staat,der in den Völkerbund eintritt. Zusammenschluß der Jüdischen Körperbcschädigtcn. Von der Zentralwolilfalirtsstclie der deutschen Juden wurde im rinvcrnchiiien mit der Ncichsvertrctung der deutschen Juden und gemeinsam mit den schon bestellenden Selbsthilfe• Organisationen eine ״S e i h s t h i 1 f 1: g c in e i 11 s c h a f t der jüdischen Körper beschädigten in Deutschlau 11“ mit dem Sitzin Berlin begründet, welche vier Selbst• hilfegriippt-11 um fallt, nämlich: 1. Selbst liilfegruppe der jii• dischcn Blinden in Deutschland, 2, Selbstliilfcgruppc der indischen Körperbehinderten in Deutschland, 3. Selbsthilfe• puppe der jüdischen Gehörlosen (Taiibstuiniucn) in Deutsch laan, I. Selbst hilf eggruppc der jüdischen Schwerhörigen in ßeiihclil,and. Zweck der Sclbsfhilfegeincinscliaft und der Sdl'Mhilf «gruppen ist die Förderin!{; der jüdischen Körper• beschädigten auf sozialem, kulturellem und wirtschaftlichem Delüct. jede politische oder religionspolitisrhc _ Betätigung oder Frörtcrimg sowie jede Frwcrbstäfigkcit sind _ ausgeschlossen. Vorsitzender der Sclhsthilfcgeineiiischaft ist Dr. Paul Perls, Berlin; die Geschäftsstelle der SclbsthiUcgcntcmschalt befindet sich in der Zentralwolilfalirtsstclie der ileut• ,dien Juden, Herliu-Gliarlottcnhurg 2, Knntstr.. 158. Vor•!ibfndc Imv. Vertrrler der Sclbsthilfegriippcii sind die fol-?eiitlen: I. Selbstlülfegruppe der jüdischer! Blinden: Robert Hirsch f c I cl, Berliii-Charlottenhurg ■I, Dahlmannstr. 5; *• Seihst liilfegruppe der jüdischen Körperbehinderten: Hans ■Heyntann, Berlin NW 87, Tilc-WardcnhergpStraRc IIP, '• Selhslhilfegrnppe 11er jüdischen Gehörlosen (Taubstummen): '׳ u.: 1. Selbstliilfegrup|1e der jüdischen Schwerhörigen; L (i o I d s c h in i -111, Berliii-LharloUcnbiitß 4, Sybelstr. 23 (RcklKverhnmt isr, Schwei höriger ,,Risei»“), bzw. Moritz. Qrirll, ßerliii-W’ilnicrsdorf, I.udwlgkirchslr. 11a, Zur Selbst• ״dfrgruppe 3 (jüdische Gehörlose) wird bemerkt; (laß sic Juniuchr von allen bestehenden Organisationen jüdischer Gc• linrl"■׳.!. . .... ,.״,־?. .f-״ .,!•"י." 1 .,״.» -•••••'III »v»11 ■11 ״% 11 ן uisiviii mnu 1 1׳ j;11111a111 ״ יי״ח j. ™״loser gebildet wird und demgemäß umlaßt: L.Vcrcir eörderung der Interessen der isr. Taubstuiumen in Den «nd. Vors, ' ־־ ־ ־־..־ ־' ' •rein zur Deutsch• .rwiii Kaiser, Berlin NO, Pilckcmstr. 1; . Verein ehemaliger Zöglinge der isr. Taubstummen-Anstalt J Weillensee, Vors. Richard Meyer, Berlin-Wilmersdorf, ”«׳Icnsdie Str. 14; 3. Zweigverein zur Förderung der luterüsen isr. Taubstummer in Schlesien; Breslau, Vors. N. 1(0• ״'יtHa 1, Breslau, Alscnsfr. <)5; I. Verein isr. Gehörloser zu Ffüinlcn und Rhrinland, Vors. Leo Mainzer, Düsseldorf• üerreshciin, Märkische Str. 30; 5. Verein isr. Gehörloser zu dessen-Nassau, Vors. Max B I u m c 111 h a I, Frankfurt a. M., ״nrncstr, 30. Alle Anfragen über allgemeine, insbesondere *iicii organisatorische Fragen sind zu riehten an die Seihst- Wh’ßenieiiischaft der jüdischen Körperbeschädigten in Oeulschl;uni, Bcrlm-Charlotfcnbiirg 2, Kantstr, 158 (Zentral- Jwlfahrtsstellr), von der Richtlinien usw׳. bezogen werden Können. Auskünfte, die eine der vier Selbstlulfegruppen be• rs'k!1, sowie Anmeldungen als Mitglieder sind an die oben■ (?nannten Adressen der Vorsitzenden der betreffenden Selbst- ",״'gruppen zu ricliten. /JÜDISCHE RUNDSCHAU Wcrfcl - Reinhard!» ״Elljelsplcl*״ Vor kurzem ging eine Meldung durch die Blätter, daß rratu Wertei ein ״llibcldraina" geschrieben habe. Dazu erfahren wir, daß der richtige Titel lautet: ״Der Weg der Verheißung. F. in ß i b c I s p i c 1“. Der Dichter selbst nnllcrt sich zu dieser Bezeichnung, daß der Untertitel darauf hin* cisc, d,1־fi in dem Spiel nur die Worte der Bibel selbst verwandt würden und er, bis auf dramatisch notwendige Anknüpfungen und Dialog-Steigerungen, nichts Eigenes hin/iterfunden hohe. ״Der Zuschauer“, er• klärt er in einem Interview, ״erlebt somit keine Bi bei dichtnng, soiiderii den ganzen geschichtlichen Weg von Abrahams Berufung bis zur Zerstörung des Salomonischen Tempels In den 1 (auptrrrignisseii und in den Hauptfiguren," Das Stück zerfallt in zwei Dramen: in das reale Drama einer jüdischen, zeit losen Gemeinde, die vor Verfolgungen in ein Bcthaiw flüchtet und deren Rabbi zur Stärkung des Mutes mit der Vorlesung der BilnI beginnt. Aus dieser Vor• lesu 11 j; wachst das visionäre Drama, das monumental, ohne psychologische Konturierung oder Umdeutung, zu dem rea• len Vordergrund, den es überhöht, stellt. Das Bibelspiel zerfällt in vier Teile. Der erste stellt die Geschichte der Lrzvater dar von Abraham bis zu Joseph und seinen Brüdern, der zweite die Geschichte Moses von •eincr Geburt bis zu in Tode, der dritte die Geschichte der ersten Könige mit dem Vorspiel des Buches Ruth bis mm Tcmpclhau Salomos, der vierte die Welt de• Propheten Jesaja und als Kern die Jeremias-Tragödie bis zur Zerfrißrung des Tempels. Der Schluß zeigt dann noch die Erschciming des Messias’. Zur Aufführung des Stückes ist eine anglo-amerikanischc Gesellschaft gegründet worden, die nach der Uraufführung in New York das Werk In der ganzen Welt zeigen wira . Max Reinhardt, der die Regle führen wird, nat nach Werfels Mitteilungen folgende Idee gehabt: ״Fs soll ein mächtiges Zelt errichtet werden, das Im Bühnenteil 40 ni Höhe mißt und für 5000 Zuschauer gedacht Ist. Dieses Zeit, das Stiftszclt der Bibel gleichsam, *oll Hann die Krise durch die Wüste der materialistischen Zivi• iisation nntrcteu, um von der F.wlgkeit des biblischen W«r* tes zu zeugen.“ Die Konstruktion des Zeltes bat Oskar Strnad, der geniale Bühnenmaler und -archilckt, übernommen. Was die Betrauung Kurt Weit 18 mit der Musik anlangt, so hegegnet Werfel etwaigen FinWendungen mit dem Hinweis, daß Weih als Solm eines frommen Kantors mitten in der syn• agognlcn Musik aiifwuclis und ihre Formen und Themen genau beherrscht. Die englische Uebersctzung wird vermutlich von dem Lyriker Lewis Undcrmayer besorgt werden. Indem wir die vorstehenden Mitteilungen, die da» jü• disebe Publikum sicherlich interessieren, wiedergeben, können wir doch angesichts dieses Unternehmens einige naheliegende Besorgnis nicht unterdrücken. Auf den Veranstaltern liegt eine große Verantwortung, und die bedeutenden Künstler, die sich in den Dienst des Unternehmens gestellt haben, sind sich gewiß dieser einzigartigen Verantwortung bewußt. Denn um diesem Vorwurf eine einigermaßen adäquate äußere Gestalt zu verleihen, bedarf es eines Einsatzes, der nicht durch die Mittel moderner Regickunst allein herbeigeschafft werden kann. Antijüdische Exzesse in Rumänien Ccrnauti (Czcmowltz), 20. September. (JTA.) Im F.iscnbaluizug, der zwischen Bukarest und Czernowitz ver• kehrt, kam cs in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag zu gefährlichen Ausschreitungen von Cuzlsten ge• gen die m i t r c i s e n de 11 Juden. Jüdische Reisenden wurden von den antisemitischen r:xzcdentc11 auf der Strecke zwischen Plncsli und Marasestl fortgesetzt mißhandelt, wobei einzelne Juden schwere Verletzungen davontrugen. Der Stationschcf von Buzau hat den um Hilfe rufenden Reisenden jede Intervention verweigert, ihr Verlangen nach Schutz durch Slchcrhcilsorganc abgclchiit und den Zug nach wenigen Minuten fahrplanmäßig abgehen lassen. Erst in Bacau, als die Exzcdcntcn den Zug bereits verlassen hatten, wurde im Polizeiamt ein Protokoll aufgenommen. Judenfeindlidie Ausschreitungen in Lemberg Lemberg, 23. September. (JTA.) Am Sonntag, dem 23. September, ist es in Lemberg zu schweren judenfeindlichen Ausschreitungen gekommen, bei denen in jüdischen Lebensmittelgeschäften, denen mit Rücksicht auf die nachfolgenden jüdischen Feiertage durch eine besondere Verordnung gestattet worden war, «ffcnzuhalten, Vcrwüstungen angcrichlct wurden. Die Angreifer, vermutlich Studenten, drangen, nachdem sic antisemitische Flugblätter verteilt hatten, in mehrere Lebensmittelgeschäfte ein, mißhandelten die Besitzer und Verkäufer und iihergossen Waren und Lin* ridiUmg mit Brcnufliissigkeiten. Die Vorfälle ereigneten sich an mehreren Punkten der Akadcmickalind der Strzyska- Straße, wo tler jüdische Lcbcnsmittelhändlcr Dalchfeld, ein Mann von 65 Jahren, und seine Frau, sowie der jüdische Kaufmann Friedmann und dessen Frau erheblich verletzt wurden. Die Lxmlenlcn schlossen die Fenster- und Türladen der überfallenen Geschäfte und überließen die ein• geschlossenen Inhaber ihren! Schicksal. Durch die vergossenen sclbstnitziindlicheii Flüssigkeiten geriet das Verpackung«• material in Brand, das Feuer griff auf die Klekler der ein• geschlossenen Menschen über. F.s entstand eine furchtbare Panik. Auf die Hilferufe der Bedrängten eilten Nachbarn herbei, erbrachen die Geschäfte und dämmten das Feuer ein. Daichfehl und Friedmann wurden In bedenklichem Zustand ins Krankenhaus eingeliefcrt. dm* Redaktion. M. S., Berlin. Nach unserer Meinung sind Sie um 80 weniger verpflichtet, auf dem jüdischen Friedhof vor einer Fahne des Keichsbundes jüdischer F rontt 01• d a t c 11 den Hut zu ziehen, als ja nach dem für eine jüdische Kiiltstnttc allein maßgebenden jüdischen Ritus das Ziehen des Hutes gar keine Lhrenbezeugimg ist. Wenn Ihnen auf dein Friedhof In Wcißcnsec von einem Mitglied des RJF. zugerufen wurde ״Hut ab vor der Fahne“, 80 handelt es 6kh wohl um die persönliche Entgleisung eines Einzelnen. KALENDARIUM 1934 — 39. Woche 5695 - - 4. Woche Freileg 2S. September 19. Tlsdiri sywi >vn ׳> Samslag ״ .«2 20. m?ma חוה׳״ה Sonntag ״ .30 21. M» הושענא רנוו Montag 1. Oktober 22. NS שליני עוניר! Sdilufefe 1t Dienstag ״ ,2 25. m שרמת הירח th01efrt\1d€f«(e»! Mltlwodi X . 24. m Donnerilafl׳ «. » 25. m S«bb»{*Au«gftnjt ftarltn §m. (Vtslou «1'. Ffsnkfurt s. M. Mflndien •יי Im Hauptbüro der Zionistischen Organisation in London fand eine Iraner- und Gedenkfeier der Lxckutive der Zionistisrhen Organisation und der Jewish Agency für Dr. Victor Jacobson und Oscar Wassermann statt, bei der Prof. S, Brodetsky, Sir Osinond d’Avigdor Goldsin Id und Dr. Martin Roscnbluth Ansprachen hielten. Der Vorstand der Vereinigung trndltloncll-gcsctzcstreucr Rabbiner Deutschlands und der Vorstand des orthodoxen Rabblncrvcrhands veröffentlichen f״!;:en«fcn Aufruf; Oie vereinigten Rahbinervcrb,1n<lc wenden sich an alle jüdischen Brillier, die zu unserem Bedauern ihren Wohnsitz aus Deutsch• lartu zu verlegen sich gezwungen sehen. Wir wünschen, daß dieser bedeutungsvolle Schritt ihnen zum Segen werde; wir hoffen, daß sie in anderen Landen den Namen des deutschen udeiitums und seine große erhabene Tradition zu Fhrcn ringen. Wir bitten sie aber zu bedenken, daß sic in ihrer Gemeinde fehlen werden. ״Du wirst vermißt werden, denn dein Platz bleibt leer“, wie Jonathan zu König David sagte. Die Gemeinden, die sie verlassen, kämpfen wie alle deutschen Gemeinden einen schweren Kampf uni ihre Sclbsterhaltung und sollen doch das Frbe unserer jahrlatiscrnlallcn jüdischen Vergangenheit in Deutschland in die Zukunft biniiberretten. Wir bitten Luch, in der Stunde des Abschiedes dam bei zutragen, daß ITire Gemeinde und ihre Institutionen nicht zugrunde (׳eben. Lasset einen Teil der Kapitalien, die Ihr ohnedies nicht aus Deulschland heratisfüliren könnt, Furcr Heiir t und der deutschen ludcnheit zugute kommen. Bleibet auch in der Fremde als Förderer und Mitglieder mit der Gemeinde verbunden, der Ihr bisher ׳ angehört habt. Denket an das uns im Buche Ruth erzählte Beispiel des Llimdech, au» dessen Schicksal unsere Weisen die Pflicht hcrleiteten, an den Nöten der Gesamtheit mich aus der Ferne «nitleidend tciizurichmcn. Wir glauben als Rabbiner ganz besonders die Bitte an Euch vertreten zu dürfen: Lasset Euren Fortzug zum Segen für Furc Gemeinde werden I Die ״Alljah“ erscheint neu. Wie uns vom Palästina-Amt mitgetcilt wird, erscheint die bewährte Informationshfosehiire ״Alijah“ in diesen Tagen in 6. Auflage. Der in allen Teilen neu hearheitete Inhalt ist dieses Mal unter Mitwirkung von namhaften Fachleuten in Palästina und Deutschland verfaßt worden. Um allen Palästinaintcrcsscntcn die Möglichkeit zu einer gründlichen und zuverlässigen Information zu geben, i»t der Verkaufspreis der nunmehr IOO Seiten (Großformat) starken Broschüre (mit Bildern) auf 75 Pf. festgesetzt worden. Vorbestellungen nimmt das Palästina-Amt schon jetzt ent• gegen. Bestellschein im Inseratenteil. ' Mitteilung des K. J. V. — Paliistinarcise. Wir veranstalten wieder eine Gesellschaftsreise nach Palästina, die am 16. Oktober in Berlin beginnt. Für die Hinfahrt ist eine neuntägige Seereise mit dem Dampfer ״Tevere“ vorgesehen, ,die am )8. Oktober in Triest beginnt und über Konstantinoncl, Athen, Rhodos, Cypern nach Haifa führt, wobei in allen‘ Fällen Gelegenheit zu Besichtigungen gegeben ist. Anschließend wird eine 10 1 (tägige Gesellschaftsreise im Lande veranstaltet. Die Rückfahrt kann am 11. November mit dem Dampfer ״Vienna“ angetreten werden; sie führt in 7t.1giger Fahrt üher Alexandrien mit Gelegenheit zu einem Ausflug nach Kairo, Syrakus, Neapel nach Genua; wo die Landung am 19. November erfolgt. Der Prospekt ist fcrtiggcstcllt. Da die Vorbereitungen für die Reise längere Zeit erfordern, liegen schnelle Meldungen unter genauer Angabe der gewünschten Leistungen, Teilnahme an der Landreise usw,, im Interesse der Reisenden, Interessenten können Prospekte anfordern beim: Büro des Kartells Jüdischer Verbin dun gen, Rcrlin-Cliarlottcnburg, Bleibtrcustr. 50; Tel.: C 1 (Stcinplatz) 4736. Allee Ro*cnbaum, Frankfurt a. Main, spielt am 4. Oktober im Radio Luxemburg, abends 7.35 Uhr, Werke von Schubert, Reger, Sckles und Liszt. Achtung — Lettland. — Unsere dortigen Freunde zahlen In Zukunft nur auf Postscheckkonto J. Arolovics 10761 Riga. Warnung! Der Abonnenten-Sammler Emst Schutz ist nicht berechtigt, Aufträge und Bezugsgebühren für uns entgegcnzunchmen. Wir bitten — wenn möglich — um Angabe seines Jetzigen Aufenthalts. — Vertriebs-Abteilung der ״Jüd. Rundschau“. Soeben erschient 0 © l'" ö 2 l'Ä Eli f EINE HISTORISCH E DARSTELLUNG IN VIER VOnmaCFN NEBST EINER CHRONIK '״n ADOLF POLLAK Die Geschichte des pnlitinrhen (KonprcK)-Zionlsmu• ln , kürzester Form von einem, der ihn selbst erlebt«, ALS INtdUMATIONSSCimn-T, Al S ZIONISTISCHE CHHONIK, FCR SCHULUNGSKURSE UNENTBEHRLICH Preis SO Rpf. Verlag J ü d i 8 c 11 c Rund 6c 11 au R. m. 11. II. Zu bfflrhfn durch ult* RurhliAnilliingm oder (gvgMi Vurriniilg. de״ nptragfii nirttgl. Porto durch Zionistisclic Vereinigung für Deutschland Verlsgs-Ahletlun* Berlin VIS, Mrlnrkpslr.il), Postsrhrrk Rrrlln 8091 «fpnnnn!1!ד״ ga00ll M ■ii äklNui• £u»M!lat stm hi ^■1 ח r5״! יךח 3״ Dv /ח,י «J; ן < ן ' בר \ /ן׳־־‘ - כר y23 y ErsiaiiiiPiii des luiupwiiiis am 7. Oktober, abends 7 Uhr Karten beim Zantralausichuft für Hilf« und Aufbau «Harlottanburg• Kantatr. tSB. T«l«ton Bismarck •0S3