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Jüdische Rundschau · 1934-08-07 · Heft 63 (7.8.1934) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 63 (7.8.1934)
Date
1934-08-07
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 ׳JÜDISCHE RUNDSCHAU Bc2?£0I2t@ ans ’ «lesi Reich (Von unseren Berichterstattern.) Breslau Am 25. Juli veranstaltete die Breslauer Zionistische Ver• eimRimp zusammen mit dem Misrachl eine Gedenkfeier für Chaim Nach man Bialik, zu der zahlreiche Gaste erschienen waren. Die Gedenkfeier wurde eingeleitet durch ein Har* motiium-Präliidiuni (Organist Schaffer), sowie durch ein Streichquartett, ausgeführt durch die Herren Walter Prnusnit/cr (1. Violine), Dr. Walter Ricsenfetd (2. Violine), Dr. Walter Lux (Bratsche) und Dipl.-ing. Schweizer (Cell״). Die Gedenkrede hielt Seminar-Rabbiner Dr. Rabin. An ■die Ge* denkfeier schloß sich das von Dr. Rabin für Bialik neugestaltete El mole Rachamin, vorgetragen von Kantor Tapncr. Darauf las Rabbiner Geld Gedichte von Bialik. — Das Breslauer theologische Seminar veranstaltete eine eigene Gedcnkfcicr in der Scininarsynagoge vor geladenem Publikum. Bei dieser Veranstaltung fand die gleichfalls von Dr. Rabin gehaltene Rede dem Rahmen entsprechend in Wissenschaft- Sicher Weise statt. GIchvitz י Vor den jüdischen Handelsvertretern Ohcrsclilesiens Sprach am 2). Juli Syndikus Juliusburg, Berlin, über die Lage des jüdischen Handelsvertreters und über die mannigfache Tätigkeit des ■von der Reichsvertretung errichteten Dezernats, Nach einer Diskussion, die sich insbesondere auf die Erfolgsmöglichkciten der Organisation hinsichtlich ihrer Zusammenarbeit mit den maßgebenden Steilen, Vermittlung freier Positioncr und Fürsorgelätigkeit bezog, wurde Herr Schlesinger, Gleiwitz, zum Obmann für den Bezirk Oberschlesien bestellt. Karlsruhe Das ausgezeichnete Orchester des Kulturbundes Deutscher Juden unter Leitung des ehemaligen Generalmusikdirektors St ei nb erg gab in Karlsruhe "am 24. Juli ein Konzert, in welchem vor allem die meisterhafte Wiedergabe der ״Verklärten Nacht“ von Schönberg in der Bearbeitung für Streichorchester einen gewaltigen Erfolg brachte, umrahmt war dieses Werk von der B-dur-Symphonie von Schubert und der Ersten von Beethoven, in welchen Dirigent und Orchester (mit Ausnahme von Kleinigkeiten bei den Bläsern) ein beachtliches künstlerisches Niveau zeigten. Köln im Weißen Saale der Kölner Bürgergesellschaft veran• staltcte die Kölner Zionistische Vereinigung am 21. 7. eine Bialik-Gcdenkfeier. Nahezu 1000 Mensehen füllten den Saal bis auf den letzten Platz. Der Abend gestaltete sich zu einem großen Erlebnis, vor allen Dingen durch die meisterhafte Rede von Dr. Ernst Simon. Die Feier wurde cmgelcitet durch ein künstlerisches Programm, das von CI1. Karczewski, Dr. Josef Carlcbach und Alice Schwarz bestritten wurde. Der Kölner hebräische Sprach- Ichrcr Josef Scliukstcliski trug zwei Gedichte vor; Hanawi und Al haschcchita. Moritz Biedermann rezitierte in jiddischer Sprache ״Das letzte Wort“, ein Gedicht, das durch Vortrag und Sprache auch hier seine Wirkung aut die Zuhörer nicht verfehlte. Annclisc Cohn und Jakob Protter trugen vor: ״Nach meinem Tode“, ״Verwaistes Lied“ und ״Spreu ist das Volk“, ־ München Angelo Fcuchtwanger, der seit Jahrzehnten dein weit über München hinaus bekannten Bankhaus J. L. Feuchtwauger als Seniorcli&f Vorsicht, begeht am 9. August seinen 80. Geburtstag. Der freundliche, geistig überaus rege Herr gehört zu den Gründungsmitgliedern des Vereins ״Ohcl Jakob“, in dein er heute noch regelmäßig am Gottesdienst tcilnimmt. Seine große Wohltätigkeit, die es nicht liebt, viel Aufsehens von sich zu maclien, rundet das Bild des edlen talmid chacbam. Sein Sohn Dr. Sicgbcrt Fcuchtwanger ist seit dem Ableben unseres Freundes Justizrat Eli Straus (einem Vetter Angelo Fcuchtwangers) als Vertreter der Münchener Zionisten stellvertretender Vorsitzender der Israelitischen Kultusgcmeinde München. Angelo Feuchtwanger, der unverändert lebhaft am jüdischen Geschehen in aller Welt Anteil nimmt, hat gerade in den letzten Jahren tatkräftig sein Verständnis für die zionistische Bewegung bewiesen. Mögen dem jugendlichen Greis noch viele Jahre frohen Schaffens bcschiedcn sein! H, L. Würzburg Der jüdische Jugendbund veranstaltete unter Leitung von Assessor Dr. Freudcnthal eine Bialik-Gcdenkstunde, die unter der Mitwirkung bewährter Kräfte einen eindrucksvollen Verlauf nahm. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die großangetegte Gedenkrede von Julius Robcrg, die Leben und Werk des Dichters der Hörerschaft nahebrachte. Ilse Frank bewies erneut ihr Können als Sprecherin bei der Wiedergabe verschiedener Gedichte Bialiks, Den musikalischen Rahmen gab Marie Schlammc-Sprinz, die — am Klavier begleitet von Dr. Wilhelm Stern — ״Air“ von Goldmark und von Mattheson sowie aus ״Baal Schern“ van Bloch ״vidui“ vollendet zur Gehör brachte. StUcMt Btsdm m luael *יוד״■1. I XLC' 1:0» rr durdi Spenden tflr den Jüdischen Nattonalionds Centn W15, FiCinebCStMO Postscheck 28247 des deutschen Judentums im Jahre 1933 findet Ihre bleibende Splegelung In dem Buche Eine Aufeatzrelhe März—Juli 1933 Wer das Buch noch nicht besitzt, bestelle ee sofort! Preis RM 3!8S Verlag Ji3«aiscB!e Rundschau« Berlin Wia Aualivfarung für Buoltt1Vndla1»t JUdlteHtrVtfUg, Birlin W 50, BudaptsUr 8I1MI 1' Anfraßa*Kupon S H*brl1i«cH*t' r ®{*nuniirplcM dar lrJü1if«ch«n Bundiehsu“ (]•der Äalftf* ist Rutkporto ן ך"/ י 1J Vjj?' tta Lehrgang B ק ״ ra ■a y a . hi ^),(**■■waBa ךנ1י E*l»t«01*»ßpp (ן«יןן*יק*ים ן(ןןן)י י«י dar אץ ואו), - ...»0 dl»• Ul. ׳1|ליט (ןןלס)י>י H»rr»cb»f, »0rh1r,1«b»nd. י0,!ר ■י mitnutB) ^על-וץח• *• obat ■« nl»(j upg (ןן0 •■ «•ob»», <un •1• b!u). יןב]ן ■י Z«ntr»l»|Z»ntrum=»|J1|ty .(f«*lä*»»t«l| b»itI0dlJ«»njpf|1tUg). א״י«-^ךץ-״}ך5(ל (^ךןיץך*^י 1.|d•). אי18א *• “«•I d«•!« (ןך'ף) ,Z»rbt5«k«lan| m jJQ י■ VoHkomn1«oh»H1 0»n111»II “ .|»Wbrd»a. לא2ץ (ן5!ן) m r»rtf»u«o ן 1 .Jl*ub«nאח » «»«U0114. (חל «■ bcot «rt*Uh»n!». ן!דןל5ן (el>1B^p3»*)־olu,','od*,*<><lli״**-^,T«rdrZn2»n«j5n'I.L»nd»Mpr»cl!«=r0n!p5*I12 (ן,)ק) lob b»|s0(<a m«* ׳ן!אי^ד, •י■ B«11r»b»a (׳nipittj ןןויךיון «■ rw»lt«rn, •u»d»hn»a ■» (jftpJ 3IYj3 .(•lladlj••, «n»ulhSrllclj•, E««tr»b«o*. PitJJ "WL יי Ml»»״ '1»« •1״י■?!לט))• י■ .\’orb»rnclj»lt *ןן׳.ע?ןךר4ם׳ ־?!ן. עמרות ־־ עעריהי׳ ע?ור1סיף׳'סל־>.עערןיויו׳ ׳סיה׳־גזעו, סיןם• ’סי5ן« •סיהם. ־סיהן. סבךה - HW»,« ק?ךקף׳ ד;ך?ו,ל׳ ^ךמ1. ־!ןד׳> ס?ךרני׳ דברות־־ סןריהי׳ ס?רי3!י5,׳־0((ז,הןר1ן1יו> *סי7«סןחסיני«סקרוסי5ם« •?ן, ■הם׳'לין•?לי -?לד׳;לן־׳;לי,ל. נליו, כלך־" 5לוגי. לליים׳ •לן׳ 5ל,ם׳?יגיו• 1. Eine Anzahl von weiblichen Hauptwörtern mit der Endung au! הXX und rOC£ [׳[ח?ךה׳ ^ךה deren קטינות "Form, von der Regel abweichend, hlulig mit nxx vokaiisiert ist, [n$|rr^;?זלא^ה־?זלא?ת ו[9לח^ה־סלחמת Wird nach dem Muster de• kliniert, •oiern das Wort auf endet, und nach dem Muster!Tpn< wenn dis Endung HX)< lautst» 2. Nach dem Muster ילי) werden lm Singular die meisten einsilbigen Hauptwörter, di« aui ל enden, dekliniert! und zwar tritt unter d. 1. Buchstaben ein X, und der zweite erhält ein ><(. Nur in der 2. Person männlich Sing, und männl. und wcibl. Plural, tritt unter den ersten Buchstaben atatt )£, Ist jedoch einer der Buchstaben ein Kehllaut, ae wird dar I. Buchstabe stets mit )< vokaiisiert [1 - ^יייyq» 1לסי - י^|יי* Aal(ab»a1 1. D.kliBl«« 41• Sub1t»aU»• iph i. Varaucb» 4•• L«»«11ü«k (יןך»ל יקעיר ץן*אי agg ן^ך־ו nyb oho» (UmwaadluBgi-Waw) unuuichraibaa. Nr- 63, 7. VIH, 1934 ,y Leitung* Dr. S. Kaliko, Bsrli ע I ר tp y י ( י ח• נ• ן־יאליק 1״ל ל^אלת ס^ח (ממין ג!כוןב) ,,?לש לסשתךל ^אךצות סגולה לס^ןיג ע״1 ס־זגון את ^?ימום של יךי.עת הלשון הץקרית והיירו^ה. מי שיש ל^היג;;ית ו;?בי?תו את הדבור העברי - בנדאי $!בח... אבל אי!’אני מ^מין בטחונו־הןמור של ידביר' העברי בארצות סגולה. ו?זי יוך:,י׳ אלו זהיתה לשוננו ס:רת עד.;יבשו בכל ארצות הגולה, >ןפ^ר י^קיתה?זתפךןת רב־עות הלשונות הןר1ת לכ?יה ב׳ךבו?ים׳!׳הגון!׳רגיו ל?ל 1ץ, ולא היתה עכשו!־ידינו שפח עברית אחת ו^אחןת. vU, אם לבדי הדיאלקטים אין בו הןןה לקיומן של:תר ירבונוח... אין זאת אלא׳?זפני שיל לשון יש לה דיאלקט ^קדעליון ןשליט". מה עןאין;ן הלשון העברית׳ ^סמך;רים i» היו ניגרים בהרבה ארצות, מקלי היות להם עד עכשו דיאלקט שליט וזקבוע ב^זדכז תמידי... לא?ן עכשו׳ ך6 לנו בבר מרכז זקבוע ללשו;נו בא״י, ןי.ש איפוא׳ רןקוה, עדףאלקט הארצישראלי הוא יהיה סשליט ןהעליון; ע?שו אין ןרד להרזפוררות־הלשון 5ןלות• זה הדבור העברי דמינו קלות אי^נו נןס5ן את ^למו^ה של הלשון קעברית. *יל ןכל ואת דק־^ה להאמין,?י הדבור העברי י{חל באךצות שלז נןחון $מור ימחלט. לשון סקזדינה ו/דדזק תמיד את עלו. זעלינו,איפוא׳ להסספק;׳?זאיןה תמידית לסרסיג עד ןמז שאפשר אה שלטון לשוננו בחנוך׳ במערות וגם מדבור« ,!■* V» Öd הקני. #וחץ נמיר- ״.״.נ«, I■ באירים: יל * זןרינו Sprtcb•, upo» .••la Aa4»nk»a sua S»|»a. U'J|) .!leb b«müh»o m ^!ן^וןן^ wir ■inn «0• bimöht• m* מוזל (קעור J׳ 1!ן0*ל4?׳*ג rf«leb»B »» ü^l». $לות, ■■ »x«ll Dl.ipor;״ * _ןלץןף Xlt»r»tur m pHCP .Er1i«huD| — *Dp •4ureh Imbio! u»a»lcl> bis ladtr L•*• aiw.) w«1 in 4»r L•(• »’.yj»), ץך! üty״tolübiiB•■ הץןיל• 5'^ •UmitkBBäMnj'jpח ■■Lob (ף»י י»י»^»4 נם1דןמיןח 01t11*B41| m«, אלו הןו1ה ■«••ז!,» •1« »nitr! ,w»b 5 J«r1tr«u»B, r«rl»ll»a«»(V^)T^r'׳durch d.EJangi»»n1r;fP?l ElolluB*rt)tp}J), ־־ף— lr««d. [׳ךג1ן 4•• frurStlicb• J' wird ha H»br. durch dm (Jargoa •m!׳uud du d,ulicha ,lach* od»> •r.l'j ,׳ Slriah 0b»r den '|| da• ,0" — durch rUBilrfci« «׳ 5 4.«h• — durahןאחךח (*rn (vpi •י|1»1«ז»י. Barlihtliaug• la עיר ן1^;עי^, t Spall», 1 <»יךס• Z1U» tu■ obia ■>l h«U)»a1 hlsyjj ■• ץ5ר ■» «r hOitl•]. Ausstellung der Jüdischen Kunstgemeinschafi Stuttgart Der Versuch der Jüdischen Kunstgemeinscliaft Stuttgart ist als Anfang in einem Gesamtcrziehungsprogramm zu werteil, das sovvolil die künstlerische Erziehung Jugendlicher, als auch einen Einfluß auf die gesamte Geistcshallung des jüdischen Gemeimlclcbcns in Wiirltcmberg im Auge hat. Gerade der Umstand, daß hier neben den Arbeiten bewahrter Künstler auch eine Anzahl von Leistungen dargeboten werden, die — in durchaus positivem Sinne — dilettantischen Charakter tragen, macht diese Veranstaltung besonders interessant. Die Malerei, als besonderc Kunstgattung, erlaubt es, daß in ihr viel dilettiert wird. Wenn in modernen Schulprogrammen vielfach die Forderung der zeichnerischen und inaierischcn Bildung der Kinder betont wird, so ist damit nicht eine eigentliche fachliehe Ausbildung gemeint; vielmehr hat sich hier die Erkenntnis Geltung verschafft von der hervorragenden Bedentung einer solchen Art rezeptiv-nroduktiver Betätigung für die Entfaltung der Fähigkeiten ocs Sehens und Erkcnncns. Abgesehen von dem Werte des reinen Kunstgenusses, den diese Ausstellung ihren Besuchern vermitteln konnte, bieten solche Ucberlegungen schon einige Gesichtspunkte, unter welchen die Leistungen der ajisstellemicn Künstler betrachtet werden können. Bei Hermann Fcchcnbach fällt eine intensive, zum Teil recht bewußte, Auseinandersetzung mit den technischen Mitteln und Möglichkeiten der Dar- Stellung auf, mit den künstlerischen Problemen von Raum und Form im Bilde. Im Sinne eines Fortschreitens auf diesem Wege ordnet sich sein ״Bliitcnbnum“ konsequent ein in die Reihe seiner bekannten Landschaften, von denen insbesondere _ einige Winteriandschaften manchem Besucher in bester Erinnerung sind. In dem ständigen Bemühen des Künstlers um die Bewältigung inhaltlicher Probleme, insbesondere desjenigen der malerischen Konkretion rein gedanklither Themen, bedeutet sein ״Es werde licht“ «me bedeutsame Stufe einer inneren Entwicklung. Die Frage nach der Möglichkeit und den Grenzen der sinnbildlichen Verwendung von Gebilden aus der elementaren Sinnenweit und ihre sinnvolle Eingliederung in ein System unmittelbar-expressiver Mittel optischer Art nähert sich im Gesamtschaffen des Künstlers hier einem akuten Stadium und fordert ihn bereits deutlich in die Schranken einer verant* wortungsvollcn Auseinandersetzung mit diesem Problem. In seinem ״Fensterausbiick“ begegnet erden Aufgaben der Farbe mit feinem Taktgefühl; gleichzeitig beweist er auch liier eine beachtenswerte Sicherheit in der Beherrschung der Gesetze dcr räumlichen Ordnung im Bilde. ln Ignalz Kaufmann begegnen wir einem bewährten Künstler, der gekennzeichnet ist durch sein bohdmienhaftsympathisches Anpacken der künstlerischen Aufgaben. An seinem ״Scibstporträt“ freut sich jeder, der den Künstler und seine physiognomisehe Haltung kennt. Seine in ihrer skizzenhaften Struktur außerordentlich ansprechend wirkenden ״Strandbilder“ verraten gründliche Erfahrung aus intensiver Kleinarbeit und stellen so eine Rcifcstufe dar, die von jüngeren Künstlern oft gern auf direktem und kürzerem Wege erobert werden möchte. Die ״Auffindung des Moscheh“ verrät bei aller Farbenschönheit das Problem der jeweils aktuellen Formulierung einer geschichtlichen Erzählung n ' ihrer Spannung mit der angcstrebteii historischen Wahrheit!• treue. Der Furcht vor anachronistischen Erzählungsfehltm j sollte mit mehr künstlerischer Freiheit begegnet werden, j Auch im Historienbild möchte man wahrhaft erlebte Land* ■< schalten sehen, wie uns beispielsweise in der ״Italienisches;1 Straße“ eine so einleuchtend gegeben wird. ן Unter den jüngeren Künstlern ist Dina Cymbsliit : eine Erscheinung, die mancherlei erwarten läßt. Ihre Porträt• j bilder. sprechen von einer liebenswürdigen Bescheidenheit י und einer Unvoreingenommen heit, mit der sie ihrem Gegen•? stand gegenübertritt. Als malerische Leistung scheint in dies» I Ausstellung ihr ״Stillcben“ (mit den Rüben) den Haupt• | eindruck für sich zu gewinnen. Der Fortschritt in dra j Arbeiten dieser jungen Künstlerin verdient Beachtung usf j Förderung. J Die junge jüdische Bewegung findet in d« ־* Kunst unserer Generation ihren Niederschlag. Ein neurt j Menschentyp tritt in den Bereich der geistigen Vor• Stellung und wird zum Gegenstand mancher Darstellung « | Holzschnitt und Oelbild. Als Einzelerscheinung und » charakteristischen Gruppensituationen begegnen wir in uusej rer Ausstellung dem ״Chaluz“. Hermann Kahn beschaf• » tigt sich viel mit der Darstellung des jungen jüdischen M«• I sehen, wie er uns im Zusammenhang mit Palästina zu einer jj Vorstellung geworden ist. Leider hat man za sehr den t׳»• R, druck von Vorstellung, von Allgemeinheit, der gegenüber dB B individuell Einmalige, zu Beobachtende, ein wenig zu י®'* ■: kommt. Auch bei Kahns anderen Werken, z. B. den U™' K schatten, kann man trotz genial wirkender Darstellung 1״1יו ft so recht an den individuellen Erlebnisgehalt im einzeln״ B glauben. . | Im Rahmen einer kurzgefaßten Besprechung ist es tu«; I möglich, auf all die Ein/clarbeitcn näher cinzugehcn, die »(11 zum Teil verdienten. Wir erwähnen z. B. Arbeiten 'יי ■ Hilde Brandt, die insbesondere in ihren graphischen «; ■ beiten Erfreuliches gezeigt hat, Alice H a a r b u r ger, » Heimann, Klara Neuburger u. a. m. haben dufl; ■׳ einzelne wohlgelungcne Arbeiten zu dem erfreulichen lg versprechenden Gesamtbilde dieser Ausstellung beigetrag«.ן Nicht zuletzt verdienen einige kunstgewerbliche Arb«“ B Beachtung. Während Else Samuel in ihren Keramiken ״>' K der Seite der formalen Erfindung einen feinen Gcschnu״ H beweist, scheint eine besondere Stärke von Trude M״”s | in der farbigen und ornamentalen Ausschmückung ihrer It«' jg voll behandelten Gegenstände zu liegen. Mehr als ihre £ g plüschen Stücke fallen bei Ly B e r n h c 1 m e r einige ף»י g ordentlich hübsch gearbeitete Tücher auf, ebenso ״ ■ ansprechenden Metall- und Schmuckarbeiten von, Pf׳ i Straus. Theodor Pariser. Fomilien - Nochiichlen IJcrr Nathan Perl und Frau Regina, gcb. Fischer, in SiemUno״' (früher Laurahüttc), Polnisch-Obcrschlesien, begehen am M• " * die goldene llochwit. Herr Max Voss und Frau Hedwig, geb. Mose«, Höngen Aachen), feiern am 11. August das Fest der silbernen Hoch**1 ■?״**■?t* d*s Chores lionistischer Jugend am 8• 20 Uhr, im Pali.stina.BU10, Gartenstr. 25.

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