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Jüdische Rundschau · 1934-08-03 · Heft 62 (3.8.1934) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 62 (3.8.1934)
Date
1934-08-03
Page
– (sequence 9)
Language
German
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11 6?, 3. vm. 1934 jodische Rundschau t ץ־, «f» Seite 9 *V« Je, ■"X ’4 .׳ X •-־ I , . r , zy־ # SS',''■- '/ - : '־- '■ ׳־.M <״. ־* r? , י״ ''?*•*׳1,'ן!•־־ ׳'; '*י, . ׳.|׳I >_!^'' a* v **₪'•*■*&* ^iiiiiiiijr^^j^^, t |® y\/^ M ״X Vc> ״-.v.־/. x ■־*J f,־vX' «* WH־ IX, , * J' ׳/ א*•"" \S^ ״״־«•' «•"'* %׳> ■■■ ,*JI;;# 1! ,\־־ 1>Sf ׳) w:,. A \ Xi׳ \ J. V •** ־. /. \ 'V.j ׳../ <* ׳k 'i'V# *fc4> ׳.,*fc *4»..,*׳ % ** ’ * ' "S. •״?. יי!■־■£*%* * to 4L -, 0יי■ Ct ' \, # > v.r V, Cv י *w«•־;י:;־.׳ י ■י.־ j^־• vex rJV-< :4^, ^wt-a *>' ז “. *4 4F\ lf\ 9\ X J y^*- r**\ . K»,r < ״,^,z *S•* Jm-**W’<*** ■ ■ י' ־ , / ' I i \n/f> ׳־י■ ‘4< 1/,-; ,ו ׳? u; * w':r V / S I ) •X > C&v- \ ׳**“■•“ '׳I V A 4 *׳a• \׳ j 1' .X*״! h\ Y V ' ^.Ä4*S ,1^ 44» ־-*. A.jrf,, ' ,/t t ,♦ -\i XV ’ ZV׳" L. an »׳.״-.י־* . * *־ ׳ ־ i -׳. '״ ־ 1 ‘4׳״מ V- ''“‘"'׳׳■ , ׳ *^׳ י ' ’■ ■ * i * * י •״ Ua.«.-. ■ '׳■׳iv't * « - — -.. ־•*' «- -י - - •* —״.״^.4—^*..- י• ,* » ....M1. ... ... 1• Arbeit ■mit dem Trahtor — 2. Erdbcertrnfc — 3. Ungeaieferbel1dm/>ju11g im Obslgartcn — 4. Fahrt aufs f'clrit — 5. Beim DiingtTsttfutn ~ 6. Gras miihen — 7, Bei der Bienenzucht 8• Aufladen ~ 9. Die Hühner erhalten ihr Futter Aufnahmen auf Gut Winkel (Stiftung Simon Schocken), feto: im t-8 H״b״t SoxwnMA &1a 9 }.Abraham bin ־!־»] ,;,-1« Jhwt le»da fiiäX Der Snif Hedhaluz in Berlin *'1eifdX d,C" J׳üdisclle» Ju^ciidbiiiulcn unserer Zeit nimmt ei״ m: |S. dcr Hcclialuz eine der wicliligsten Positbuen 'i«i \k■0'1 ״.״r> dad tT 14 (MK) Mitglieder ziililt, sondern noch trt(, sc1>״u'l1er ist die ernste Arbeit, die hier für ein kon- 1 üch 1!•1 ״, ,docl> zUriiitieli ideelles Ziel betrieben wird, näiiii 1ur i’abistina.; Berl7<Cr dc,n Gruppen des Hcclialuz. ist zahlenmäßig der; anj (,.H c r Snif (״Snif“ hehr. Ausdruck für Zweigstelle) | reife “®11»endsten, derfn er zählt über 1001) Chawerim. Bc- Nieder'1' d,cm Sommer 1033 sind etwa 200 Berliner Mit-;bcfi״a«-׳ י״ Ualästirta gegangen. 500 Berliner Cliavveriin; säcbii-u* .*•ch zurzeit auf Haelischarah; und zwar haupt- \1Cn ,,.י , H1,,. l ih'iucn, Lettland, Tschechoslowakei, Jugosia-!,ן, ו". ‘,, 'Wncüiark. Das Alter dieser Leute bewegt sich *itf1'3 ן»״Ptsache zwischen 18 und 25 Jahren. Die überbilden ^cllr/ald von ihnen, soweit sie schon im Beruf "1)ח ferf״are״ früher kaufmämiisciic Angestellte; Studenten hr, r.r 'Xc Akademiker befinden sich nur vereinzelt darunl<n Stell"** sc*lr a1|fscl1luWrcicl», wenn von einer autoritatidie aus •t,C'”e darüber angefertigt werden könnte, wo r>X mren^ Berufen entfernten Akademiker gebliehen sind, tter dc* Hechaluz hat das Ziel der Erziehung sei- *hzeln* lcdcr Zur praktischen Arbeit ohne Festlegung des diesc~, g f,u* cino Weltanschauung. Der Zionismus gilt in die a"e schlechthin als die Grundlage, auf der allein *tf«chieH möglich ist. Aber wie der einzelne zu den ״ieoenstet) Lebensprobiemen, zu religiöse» Fragen und dergleichen steht, bleibt ihm völlig überlassen. Anfang 1933 übernahm der ״Habonim“ freiwillig die Arbeit, im Juni des vorigen Jahres kamen dann Palästinenser herüber, die die damals noch gestaltlose Masse der neu hinz.ugekomniencn Clialuzim in Gruppen cinteiltcn und ihre Arbeit leiteten. Es entstanden im vorigen Jahr in Berlin 25 Lokalgrtippen von neuen Clialuzim. Daneben blieben die einzelnen Bünde für sich bestehen und leisteten ihre bisherige Arbeit traditionsgemäß weiter. Es ist aber zu betonen, daß trotz der Vielfalt der Künde und der Abgeschlossenheit, in die sich gern jeder einzelne Bund zurückzicht, kein Gegeneinander bestand und besteht. Für die kulturelle Arbeit im Hcclialuz sind drei Gesichtspunkte maßgebend: 1. Die jüdische Arbeit, die sich aul die Beschäftigung mit der Bibel im hebräischen Urtext und die jüdische Geschichte erstreckt, 2. die ideologische Fundierung des Zionismus und 3. die Vorbereitung auf ein Gemeinschaftsleben in PaUistiua. So leicht diese Grundsätze aut den ersten Blick anscheinend zu verwirklichen sind — alle, die einmal selbst an sich eine solche Arbeit versucht haben oder in Jiigctidbiinden geweilt haben, wissen, wie schwer in Wirklichkeit dieses Ziel zu erreichen ist, und welche jahrelange Arbeit dazu gehört, aus Individualisten Menschen der Gemeinschaft zu formen. Ein gewisser Erfolg in dieser Erziehung kann dem Hechaluz nicht abgesprochen werden, wenn man bedenkt, daß von der deutschen Alijah ungefähr 80 ״/« aufs Land gegangen sind, d. h. sich in den Gcmcinschaftssicdlungen in Erez Israel und nicht in den Städten ansässig gemacht haben. Zue Vorbereitung auf diese« Leben hat auch der Snif Berlin seinen Teil beigetragen; m seinen Chaluzhcimen wurde ein wichtiger Teil der Vorbereitung erledigt. Neben den ChaHi/hciinen bestehen in Berlin SO Batc-Chaluz, d. 11. Wohngemeinschaften, in denen die Chawerim zusammen leben, lernen und ihre wöchentlichen Schabbathfcicrn abliatten. Allerdings ergeben Sich in der Praxis der Kulturarbeit zuweilen gewisse Schwierigkeiten durch die Verschiedenartigkeit der Gruppen, deren jede eine besondere Art der Kulturarbeit als Ideal hat. Aber diese Schwierigkeit sucht man zu überwinden durch gemeinsame Fahrten und durch Arbeitsgcmcinschaftcn. Die Praxis hat gezeigt, daß die Ungleichheit des Milieus, die hauptsächlich dadurch hervorgerufen ist, daß ein großer Teil der Clialuzim aus ostjüdischen Kreisen stammt, sich doch in eine Harmonie aufiösen läßt, indem die einzelnen Mitglieder durch das gemeinsame ideelle Ziel sich eng verbunden fühlen. Eines der schwierigsten Probleme, vor das der Hechaluz im letzten Jahr gestellt war, war die Frage der Einord• nung der neuen Chawerim. Sehr viele hatten zuerst nicht den rechten Mut, sich in diese ihnen noch ganz fremde Welt mit beiden Beinen hineinzustcllen; erst allmählich konnte diese Haltung der Zaghaftigkeit überwunden und in eine positive Mitarbeit umgewandelt werden. Ein kleiner Teil des neuen Zuwachses im letzten Jahre ist verloren gegangen, weil diese Menschen sich den weg zu leicht vorgestellt haben. Im ganzen jedoch kann der Snif Berlin seine Aufgabe, die neuen Mitglieder zum Zionismus hinzu« führen, als grundsätzlich gelöst betrachten.

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