Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 62 (3.8.1934)
- Date
- 1934-08-03
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU PALÄSTINA - WIRTSCHAFT NR. M, 3. AUGUST »äi Das Erdölvorkommen in Palästina und Transjordanien Aus Haifa wird 1ms Mitte Juli geschrieben: ״Die Erörterungen, die Anfang Juli im Britischen Oberhaus über die Abbauwiirdigkcit der Erdölvorkommen, die zweifellos in Palästina und Transjordanien vorhanden sind, geführt worden sind, haben hier begreiflicherweise erhebliches Interesse erregt• Die Ausführungen des Lord T e in p l e town, der den Antrag stellte, die britische Regierung möge sich aut jeden Fall die Kontrolle über diese Vorkommen sichern, waren ja auch dazu angetan, ein solches Interesse zu erregen. Sie haben nämlich gezeigt, daß man über die Ab- Bauwürdigkeit der (.)Ölvorkommen in der hiesigen Gegend , ganz, anderer Meinung sein kann als eine Reihe offizieller ,Darstellungen, unter anderem auch als die Darstellung, die im Jahre 10JO von dem Chcfgcologcn der palästinensischen ' Maiuljdsrcgicrimg G. S. Blake in seiner Veröffentlichung ״The Mineral Resources of Palcstinc and Transjordan“ hier* über gegeben wurde. Blake ging seinerzeit davon aus, daß sieb in Palästina im ׳wesentlichen drei Gebiete umschreiben lassen, in welchen Erdölvorkommen als sicher angenommen werden körmen, nämlich das sogenannte Ghor-Gcbict, die Küstenebene und schließlich bestimmte bergige Aiiffaltungcn. Im Transjordan- ׳Gebiet gibt cs entsprechende Vorkommen in der Gegend des ■, Lisan, der Halbinsel also, die von Osten her ins Tote Meer hincinragt und fernerhin unmittelbar südlich des Arnon sowie noch an verschiedenen anderen Stellen nicht sehr weit vom Toten Meer sowie am Yarmuk. Im Küstengebiet sind mm bereits eine Reihe von Bohrungen vorgenommen worden. Auch sonst ist in der ganzen Gegend bereits vielfach auf Erdöl gebohrt worden. So hat schon vor dem Kriege die Svrian Exploration Ca. Ltd. i: Makarim am Yarmuk, einem östlichen Nebenfluß des Jor* ' d m, Bohrungen mit einem Kostenaufwand bis zu 12 000 tiir־ kischcn Pfunden und bis zu einer Tiefe von töt Metern vor* genommen, diese aber alsbald wieder aufgegeben. Im Jalw* ‘ Kil t hat die Standard Oil Gruppe mit Bohrungen bei Kurnub, etwa 70 Kilometer südlich von Hebron, beginnen wollen, der , Weltkrieg hat jcdocli die Durchführung dieser Arbeiten verhindert. Es bestellen zur Zeit eine ganze Anzahl von Bohrkonzessionen in dem fraglichen Gebiet, davon vier im Gebiet von Kurnub, die an Stelle von sichen «Romanischen Vorkriegsrechten erteilt worden sind, mul sehr verschiedenen Intercsscntcngruppcn angeboren, ferner sind eine Reihe von Bohrrechten im Gebiet auf beiden Seiten des Toten Meeres vor* handen, und erst vor kurzer Zeit wieder wurde einer englischen Gutnpc — der Gruppe Sutherland-Affiliatcd Oilficlds, die auch Konzessionen in Aegypten besitzt — ein solches ßohrrccht im Totcn-Mccr-Gchiet erteilt. 1 Es scheint, als ob gerade diese letzte Konzessiouserteilung seitens der palästinensischen Mandatsvcrwaltung — die Kon- Zessionen werden von dieser auf Grund des Palcstinc Order in Council von 1022 vergehen, nach welchem alle Mineralschätze des Landes grundsätzlich der Regierung gehören und Abbaurcchtc von dieser erworben werden müssen — die Diskussion im Oberhaus, auf die eingangs Bezug genommen wurde, in Fluß gebracht hat. Das neue englische Erdöl,gesetz, das bekanntlich vor kurzer Zeit erlassen worden ist, bat gezeigt, daß man sieh in England sehr weitgehende Gcdanken über die Erdölvcrsorgung des Landes und der Flotte in irgendeinem denkbaren Kriegsfälle macht. Diese Besorgnis kam auch in den Ausführungen zum Ausdruck, mit denen Lord T c m p I e t o w!1 seinen eingangs angedeuteten Antrag begründete, wenn er ausdrücklich sagte: ״Ich denke, es ist ■ jetzt allgemein anerkannt, daß die erdölpolitische Lage Großbritanniens mit seinem wachsenden Erdölbedarf für die Flotte viel zu wünschen übrig läßt und im Kriegsfälle gefährlieh werden kann. Wir haben daher kein Recht, irgendeine Hilfsquelle zu vernachlässigen, deren Ausnutzung unsere Situation verbessern könnte, und deshalb fordere ich die Regierung Seiner Majestät heute nochmals dazu auf, die Erdölfelder zu entwickeln, die in den Mandatsgebieten Palästina und Transjordanien liegen. Diese Felder sind bis jetzt privaten Unternehmungen überlassen worden, deren Arbeiten aus mannigfachen Gründen gescheitert sind. Insbesondere hat die skeptische Haltung der britischen Regierung gegenüber den Ahbaumoglirhkcitcn der fraglichen Felder die Investierung britischen Kapitals für deren Entwicklung immer wieder abgeschreckt, obwohl sich im Laufe der letzten Jahre sonst p Interessenten genug hierfür gefunden hätten. Die mächtigen ' internationalen Oclgruppcn stellten sich mit aller Kraft gegen ׳ die Pläne, die auf dem Abbau der fraglichen Oclfclder hinzielten. Auch von seiten der europäischen Kaliin dustric hätten sich deutlich Widerstände hiergegen bemerkbar gemacht, da diese Industrie befürchte, man werde insbesondere im Gebiet des Toten Meeres bei der Durchführung systema- tischcr Bohrungen auf mächtige neue Kalisalzlägcr stoßen. ‘ Diese Acußcrimg des Lord Templeiown ist besonders interessant, weil sie iin Gegensatz zu den bisher veröftentlichten geologischen Gutachten darauf hinweist, daß man bei Bohrungen in der Toten-Mccr-Gegcnd nicht nur für Erdöl, sondern auch für Kali fündig werden könnte. Nun ist es ja bekannt genug, daß das Tote Meer in seiner Lauge riesige ■ Mengen Kalisalze enthält, deren Gewinnung bereits durch die Palcstinc Potash Co. in Gang gebracht worden ist. Aber, daß man auch damit rechnet, hei etwaigen Bohrungen auf Erdöl Kaliläger zu durchstoßen oder aiuubohrcn, die sich in dem fraglichen Gebiet in situ finden sollen, dieser Hinweis ist neu und sicherlich sehr bedeutungsvoll. Es würde sich, vorausgesetzt, daß die Vermutung richtig ist — ganz, aus der Luft gegriffen wird sie zweifellos nicht sein — für eine palästincnsischc Oclindustric, soweit sic sich auf das Gebiet des Toten Meeres beschränkt, demnach eine Lage ergeben, die i!n Effekt ungefähr ähnlich der wäre, wie sic die von cieutsehen Erdölunfcrnchmungen ist, die ebenfalls gerade im Kaligebiet fündig geworden sind. Was diese Kombination wirtschaftlich bedeuten könnte, braucht nicht näher auseinandergesetzt zu werden. Voraussetzung für alle derartigen Vermutungen und Kom• binationen wäre natürlich, daß cs sich tatsächlich als lohnend erweisen würde, die Erdölvorkommen, die in dem fraglichen Gebiet vorhanden sind, auch wirklich zu entwickeln. Lord Templctown, der übrigens in diesem Falle keineswegs als Privatmann sprach, sondern wie er selbst sagte, als Sprecher einer Gruppe, die insbesondere der britischen Admiralität nahcstcht und gerade deren Auffassungen von der Notwendigkeit der Aufschlicßung von Erdölfeldern in einem strategisch so wichtigem Gebiet zum Ausdruck bringe, ist nun in dieser Hinsicht der Meinung, der. Versuch zu einer solchen Aufschlicßung müsse auf jeden Fall gemacht werden. Die Kosten würden nicht so erheblich sein, um nicht-vom britischen Staatsschatz getragen werden zu können. .Wie dein auch sei: Der Vertreter der Regierung, der im Oberhaus zu dem Antrag Stellung zu nehmen ׳ hatte, mußte j cm,,tla״uf verweisen, daß die rechtliche Konstruktion; L״״,.1״'' T empletown-Gruppe ausging, unhaltbar ist. Denn es handelt sich eben bei Palästina nicht lim britisches I sjr ^Lnn.*> oÜ i Waren und Preise Von Dr. J. Adler, Tcl-Awiw. Tel-Awiw, im Juli 1934. Getreide und Futtermittel Einheimischer Weizen neuer Ernte tendiert gegenevärtig, da die Zufuhr von Auslandswcizcn zunächst bis' Ende September gesperrt ist, sehr fest. Man bewilligt pro siidpalästinensischen Kantnr (288,45 kg) LI* 2,7(K) und mehr. In Gerste wird der Zuzug von Auslandswarc durch den kürzlieh verdoppelten Zoll tcrngchaltcn; einheimisches Produkt aus der neuen, sehr reichlichen Ernte erzielt pro südpal, Kantar LP 1,450 bis 1,500. Infolge des knappen Erntcresultats in europäischen Lindern entwickelt sich neuerdings auch ein palästinensischer Gersten-Export; so wurden 2000 t nach England verladen. Mais ist gegenwärtig noch ziemlich gcschäftslos. Dasselbe gilt für Pferdebohnen. Die neue Ernte in D u r r a h ist gegen Ende September zu erwarten und bietet sehr günstige Aussichten. Mehl Die Tendenz hat sich in letzter Zeit etwas befestigt. Auf Grund der für das laufende Quartal kürzlich neu festgesetzten Vcrzollungs-Einlieitswcrte hat sich die Zollbelastung für anstralischcs Mehl erhöht und ist im übrigen unverändert geblieben. Der Import ist gegenwärtig nicht mehr umfangreich. Man notiert loko pro Tonne amerikanisches Mehl nach wie vor mit LP lb,500 und australisches Mehl mit LP 13 (im Vormonat 12). Einheimisches Mehl wird pro Sack mit LP 1,150 bis 1,215 umgesetzt. Zucker Die Tendenz ist, von geringen Schwankungen abgesehen, unverändert. Gemahlener Zucker aus Aegypten und Java wird loko pro Tonne mit LP 16,500 bis 17 gehandelt, während tiir Würfelzucker ägyptischer und tschechoslowakischer Herkunft LP 20 pro Tonne loko gezahlt werden. Kaffee Im Anschluß an die internationale Vcrfiauung hat sich auch der palästinensische Kaffccmarkt abgeschwächt. Cif Jaffa— Haifa wird ״Rio Nr. 5“ mit LP 52 pro Tonne offeriert, ״Santos Bourbon Prime“ mit LP 55, während arabische (״Aden") und abcssiuischc Provenienzen •etwas höhere Preislagen bedingen. Der Kaffeeumsatz ist zurzeit sommerlich gering. Tee Der Markt liegt ruhig; das Preisniveau erscheint nicht ganz behauptet. Ceylonische Ware, die in Palästina hauptsächlich konsumierte ■Qualität ״Orange Pecco“ erzielt gegen* wärtig pro englisches Gewichtspfund (453,3 g) 13 bis 14 engtische Pence. Reis ■ ■ I; , Die Geschäftstätigkeit ist ziemlich begrenzt; die Preise lassen keine große Veränderung erkennen. Größere indische Zufuhren wirken leicht verstimmend. Loko pro Tonne notiert indische Ware mit etwa LP 9. Via Holland und Frankreich angebotene höhere Qualitäten verschiedener Herkunft fordern LP 12 bis 13 pro Tonne loko. Zur Befestigung neigt ägyptischcr Reis, der loko pro Tonne LP 9 bis 9,250 erreicht. Butter Da sich die Einfuhrhändler dem Vernehmen nach geeinigt haben und die Errichtung eines Prciskartclls beabsichtigen, weist der palästinensische Ruttermarkt neuerdings Erholungs- Symptome auf, obwohl die Umsätze saisongemäß gering blci• ben. Augenblicklich notieren, loko pro 50 kg, lettläiidischc Butter LI* •1,800 bis 5, litauische Butter dcsgl., australische Butter LP 5 bis 5,200, dänische Butter bis zu LP 5,500, osterreichische Butter (in 5-kg-Packung) CP 5, argentinische Butter (nur für Backzvveckc) LP 3 bis 3,500. Käse Die Umsätze sind der heißen Jahreszeit gemäß ziemlich gering; im wesentlichen interessieren holländische und lcttländische Ware, deren Bezahlung dem internationalen Preisniveati folgt. Der belichte einheimische Weichkäse erzielt pro südpalästincusische Okia (240,6 g) LP —,018 bis —,025. Ci er Bei starker Zufuhr aus der Türkei und nicht sehr befriedigender Qualität neigt der Markt zur Schwäche, bei nachgebenden Preisen. Türkische Eier erzielen pro Kiste (1440Stck.) augenblicklich LP 2,500 bis 3, gegenüber LP 3 bis 3 jqq . Vormonat. In ägyptischer Ware liegen heute nennen,j*»1' Angebote nicht vor. Audi syrische Ware ist nicht regcliinf anzutretfen. Was das einheimische I.amlei betrifft, so efl)’j pro 100 Stück, das jüdische Produkt (Prima Trinke«) cp (im Vormonat LI* — ,HX) bis —,100), das arabische Pr״,!!' LI* -,280 (im Vormonat LI» —,230 bis —,210). Konserven Das Geschäft in kondensierter Milch verläuft .! Weltpreisbasis, weiter lebhaft, besonders zugunsten holla!!,‘ scher, irischer, kanadischer und dänischer Provenienzen, t, stets im Sommer, verhält sich der Markt der Fi schkonW־ ven zurzeit sehr still. Interessant ist liier, dall Japan ic^ auch in Oelsardinen zu äußerst billigen!,reisen den paLstin״, stachen Konsum für sich zu gewinnen sucht, der bishers,i hauptsächlich mit portugiesischen und norwegischen Ennj. nisscn versorgte. Fast völlig grschäftslos sind gegenwär! Gemüsekonserven und Obstkonscrvcn, <|a 4' Markt mit Frischgemüse und Frischobst reichlichst versorgt i;׳ Holz Der Markt hat sich seit Juni teilweise weiter abRcschwäc'ö doch zuletzt etwas stabilisiert. 111 Bauholz notieren wärtig loko pro Kubikmeter weiße Tannenuiul Fichte-, bretfer LI* 2,700 bis 2,750 (im Vormonat CI* 2,700 bis 2,to! besäumte weiße Eichenbretter LP •1,800 bis 4,000 (Vormonv LP 4,800 bis 5), do. tu!besäumt LP 5,200 ((5,250), weif- Eichenpfosten LI* 4,200 bis 4,250 (unverändert), rumänisch und russische Stangen (als Baumstützen fiir Pflanzungen) p' Stück LP —,013 (unverändert). Was M ö b c 1 h 011 angeht, ־; kosten Spcrrhol/fnrnicrc loko pro Kubikmeter, je nach Uno LP 9,50() his 12,500 (10 bis 14); dementsprechend tendiere die Nußbaumsorten. Zement Der Bedarf ist in letzter Zeit ziemlich stabil gewes- Eine gewisse Abschwäctiung der Bautätigkeit in Tcl-Avu wurde dadurch ausgeglichen, daß die Baulust in den Kol! nien gegenwärtig stark im Zunchmcn ist. Da die einheimisch• Zementerzcugting (״Ncscher") neuerdings dank Ausbauray nahmen erheblich stieg, konnten die Importe verringert «erdet. Die russischen und griechischen Zufuhren haben fast 11!•• gehört; zurzeit kommt nur noch jugoslawischer und englisch( Zement herein. Je nach Qualität lauten die Loko-Preise v« LP 2,700 bis 2,820 pro Tonne. Baukeramik Das Geschäft bleibt weiter angeregt. Beste Kacheln zielen pro 100 Stück unverändert LP —,550 bis —,680. Cisen Bei lebhafter Nachfrage sind die Preise im Anziehen. k Tonne loko verlangen Ruiideiscii (für Bcton-Arinicru: LP 7,900 bis 8 (im Vormonat 7,750 bis 7,800), Eisenlr.1. LP 7,500 (Vormonat: LP 7,100 bi» 7,500), Wellbleche ד Stück, bis 2 in Länge, CI* —,095 bis —,HM) (unverändert),‘ entsprechend höheren Preisen tiir größere Dimensionen. 1 Möglichkeiten der Verwertung von Schrott (Alteisen) hai sich neuerdings in Palästina stark vergrößert, infolge des A blühens der einheimischen Puiiipenindustric, die auf Grund! anhaltenden Nachfrage in Bcwässeruiigscitirichtiingcn für Pli!:• Zungen ihre Produktion innerhalb relativ kurzer Zeit venu fachen konnte. Diese fokalen Eisengießereien sind heute gif• zahlende Abnehmer der Schrott-Aufkäufer. Nichteisenmetalle Innerhalb des palästinensischen lndustriellcnverhamles M sich letzthin eine Fachgruppe Metallindustrie konstituiert, ■ bereits in Verhandlungen mit dem Zolldeparteincnt der Reg rsmg cingctreten ist. Sic verlangt einerseits die sofort!;: Einführung eines Gcwichts/olls von Cf* -,151) pro Kilogrw* für ausländische fertige Armaturen, andererseits die gänzlich Aufhebung oder mindestens erhebliche Ermäßigung des Zollauf Messingstangen und Messingbleche. Die Regierung M aufmerksame Prüfung dieser Wünsche zugesagt. In Kupfc! ist, bei international bedingtem Anziehen der Preise, der In port heute wesentlich höher als im Vorjahre; Mauplvcrarbciti' ist die palästinensische Bndcöfcniiidusfrie. Audi in Mcssi״•' hat sich die Tendenz befestigt. Das Palästina-Geschäft in Bl« ist unverändert stabil; lebhaft ist neuerdings der Import a!< Belgien. Etwas abgesehwiieht ist der Markt in Zinn, währe־■ Aluminium keine Veränderung aufweist. In Zink hak: die Preise, gemäß der internationalen Entwicklung, zulcW sich nicht ganz behaupten können; der Import gestaltet gleichmäßig, besonders fiir die Verarbeitung in der anfsireb■"■ den palästinensischen Eisschrank- und Daehrinnen-Industm• Ocbict, ebensowenig bei Transjordanien, sondern um Manda tgc biete, und es ist selbstverständlich rechtlich ausgeschlossen, daß die britische Regierung über Gebiete dieser Art und über deren etwaige Bodenschätze so verfügen kann, wie über britisches Gebiet nach dem neuen britischen Gesetz. Das kam denn auch in der Erklärung des Rcgicruiigs- Vertreters sehr deutlich zum Ausdruck. Freilich ist das wohl kein absoluter Hindcrungsgrtmd gegen eine Aufschlicßung der patästincMstach-transjord,mischen Oclqiieilen mit britis cltcm Kapital. Die Dinge liegen vielmehr so — und das scheint viel wichtiger zu sein —, daß die britische Regierimg nach wie vor auf dem Standpunkt steht, die Auf- Schließung würde nicht lohnen. Das hat sie wiederum ganz deutlich erklärt, und hiervon scheint sic auch im Augenblick nicht abgehen zu wollen.“ A. M. * Entsprechend Nachrichten der Irak Ol! Company wird das erste Ocl durch die Röhrenlcitung von Mossul nach Haifa am 15, September geleitet werden. Sommergäste aus T cl- Awiw, die die Höhenluft ge:־ * ״ Hitze der Küste ciutausclicn wollen. Es wird berichtet! 0» auch Sommergäste aus Aegypten und Syrien sicli in Jerusalem! cinfindcn. Der Zug zur Badezeit nach Tcl-Awiw scheint <hv gen diesesmal geringer zu sein, vermutlich weil sich manebe durch den grollen Lärm der Stadt und die hohen preise, die noch vor kurzem herrschten, abschrcckcn Die Mietpreise In der letzten Zeit ist ein merklicher Rückgang ln den Wohnungspreisen in Tcl-Awiw zu vcrzcichncn. Während noch vor kurzem auch das Höchstprcisgcsctz fiir Mieten die neuen Einwanderer zum Teil nicht aus ihrer Wohnungsnot befreite, da Neubauten von den Beschränktin* gen der Verordnung ausgenommen waren, stehen jetzt Einzelzimmer und auch Wohnungen frei! und an manchen Stellen sind die Preise bereits unter die von der Regierung festgesetzten Höchstsätze gefallen. Dagegen ist ein Anziehen der Wohnungspreise in Je• rusalem festzustellen. Die Stadt hat dieses ׳Jahr viele Kali und Brom Die ״Palcstinc Pott.1s 11 Company“, Inhabe der Konzession für die Ausbeutung der Mineralien f Toten Meeres, registiert in ihrem letzten Bericht eine Aufwärtsentwicklung und Expansion ihrer Arbeit. Oie F jC.j die unter Ausbeutung steht, hat sich verdoppelt und e Arbeit in den Werken wird in drei Schichten durchgr׳® ‘ Auch iu der Brom fab rik ging die Herstellung zuf״'»״' stellend vor sich, jedoch arbeitet die Anlage nicht in ך". Kapazität, da nicht genügend Bestellungen vorlicgcn. Werk beschäftigt zurzeit 109 Arbeiter (Juden und Ara* Das hauptsächliche Exportland für die Produkte ist Eng» (Ucbcr die Anlage einer neuen Arbeitsstelle der Gesellst״ am .Sudende des Toten Meeres in der Nähe des alten So(״': brachte die ״Jiid. Rundschau“ einen ausführlichen Btt«״' Die Gesellschaft betont die Schwierigkeiten* die sich ihr “ der Vergrößerung der Werke durch den Arbeiterin»11 g c l ergeben. Es fehle vor allem an Facharbeiter«. ittf Die neue Glasfabrik in Rischon Lc Zion bringt Ihre ersten Produkte (in erster Linie Flaschen) heraus• Fabrik wurde von polnischen Juden gegründet, die >* land ein gleiches Unternehmen besaßen. Facharbeiter (J und Nichtjuden) wurden aus Polen herangezogen, Belegschaft anzulernen.