Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 57 (17.7.1934)
- Date
- 1934-07-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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JULI 1934 _ .. .. ___ . p,r Zlonlamu» erstrebt tflr da« jQdlscho Volk die Schaltung alnor Otiontllch-rechtlich gesicherten Helmetitte In Palästina. ״Baselar Programm** mi^-^^^^^™*־ ■- -■■■•-■ *'■ ■■■י״י<ז,יי|||י*יי,יי'״1י*,י1*״י^**^די ^r «■ - .-י . - ■m —״-.ן-ן ןן-ןןן, ן ״.,ן...,., nn,,■||״||״״|||,— -|M—| — AnB«l(«ntarlf 1 Dl* 12rp«p*M#«• M1llirn«t*r־Z*il• RM —,20, für Stf>ljr-ns:««uc)t• RM —,10. lüf FamiUpnnachtkhipn BM —.1$. KimeUm*ig<>f1 nur gr!*•» Vortu•* t«H!unc •mI Poatarhack-Konm Merlin 71015 ״'^.*r in dar Anrrigen• Annthtn* Moaug bi• Ffiit»! Q—IS Uhr Annthmeachluft Mir di* Dienstag-Au»gab• Monteg 10 Uhr Ult dl• Ft»itaf-Au»geb• Mittwoch 13 Uhr (}*•mllienanreigen bia D01u1*rattg!9 Uhr) g0 01>*״ SitiiiSB! iifjf ־ ii'l ך״•* i׳r ר־"-! | | | l| ך—׳׳*£ ץ—c . jj ״ | | ד״ן°W| V j \ \ \ ■' \ f i i / i 1 נ ־ |j\ \ ■י. ן L fi ן \ U! ( t 1 LJ Zu Isaac Ereaers ״Mcmeim C gnT.»>«״״«!a^ guupi-iiat^l \'׳' L.-Ji 3 J. יב־־׳ו |! ri ני t ' Von Dr. Gerhard Scholc m, Professor der Universität Jerusalem 1. Im urige«Xen Schein der Dämmerung, in der wir leben, brennen wenig Lichter. Juda Halewis ״Kusari“, eines der we* nigen unvergessenen Dokumente unseres religiösen Denkens, ist in seiner Glorie und Aktualität verblaßt. Auf andere Weise $tel>cn wir wieder vor den alten Fragen, aber nur wenige kennen ihren Ort. Nicht ohne Selbstbewulltscin nimmt dm seinen Isaac Breuer') ein: da er die Wahrheit kennt (was nicht ein jeder von sich sagen kann) und an sic glaubt (was sich bei dieser Wahrheit durchaus nicht von selbst versteht), kann er es wagen, den Anspruch zu erheben, der immerhin in solchem Titel liegt. Und da er, wie man wohl sagen darf, zur Kategorie der I.derer für Gott gehört, kann es an Leidenschaft des Aufrufs und der Polemik liier nicht fehlen. In der Tat: kein nachdenklicher Leser wird sich von die* sein Buch ohne die zwiespältigsten Empfindungen trennen können. Ls ist, so eigenbrötlerisch und verbohrt, so ganz 1mrepräsentativ wie es sich gibt, doch etwas wie ein echtes Zeugm< für die barocke Situation des deutschen Judentums in der Nicht seiner Katastrophe drin. Hier meldet sich ein Autor zum Wort, dessen Bereitschaft zum Paradox nicht weniger als seine Entschlossenheit, einer religiösen und geschichtlich-politischen Pcbec/eiigimg bis in ihre zweideutigsten Sphären hinein zur Sprache zu verhelfen, unseren Respekt, ja selbst, auf manchen Seiten, unsere Bewunderung verdient. Der Mut noch zu jenem Schritt über das Erhabene hinaus, von dem ein phantastisch überspanntes forensisches Pathos nicht ablasscn kann, ist nicht die schlechteste und gewiß nicht die aussichtsloseste tinlcr den Erscheinungsformen der Zivilcourage. Schreibt dorfi liier einer, der im beredten Strom seiner I listoriosophic ־ und Thcosopliie die Stromschncllrn der Abstrusität mit einer ׳ Unbefangenheit und Leichtigkeit passiert, dal) man auf den (iedanken kommen konnte, er sei sich über das Risiko seine» , Unternehmens nicht vollständig klar. Und. doch: das hieße seine! Einsicht unterschätzen. Er weiß, worum es gebt, und ist um 1 Waffen nicht verlegen: er nimmt, was ihm zur'Hand kommt, ' uml schlagt nach allen Seiten darauf los: und der Leser, von soviel Angriffsgeist und Fcchtcrstückchen leicht benommen und pMcndct, kommt etwas atemlos am Ende an, und wenn er, riifUchaiieiicI, dieses Schlachtfeld des ״Kampfs der Tora“ übersirtl und sieh das Arsenal vergegenwärtigt, aus dem die hier verstreuten Waffen stammen könnten, mag ihn ein linbesiimm* fcs (iratien überkommen, so gespenstisch ist die Szenerie. Worum wird in diesem ״Neuen Kusari“, der sich als ״ein Wft׳ nun Judentum“ bezeichnet — ein völlig schiefes lind in then dieser Schiefheit sehr charakteristisches Selhstzeiignis —, eigentlich gekämpftV Die wahre Situation und Absicht ist nämlich seiner literarisch ausgcmalten gänzlich ungemäß, und X>or Widerspruch von Schein mul Sein, der gerade Dialoge ,h literarische Kalegorie von jeher so gefährdet hat, durch• 'WM das Buch aufs störendste und rauht ihm die Gestalt. >cheifihar wird uns der Weg zum Judentum gezeigt, in Wirk•!niL'il ist cs der Ver/weifluugskampf um die Selbstbehauptung einer seiner seltsamsten, dem Untergang geweihten Va־ian-!'"■ Xieiiibar folgen wir dem Weg, den Alfred Roden alias 'X'nüock, ein ״deutscher Staatsbürger vollendeten jüdischen 1 ״alawhens“ seiner Erziehung nach, sich erkämpft. In einer von spitze״ Dialogen, deren Partner ihre keineswegs mir *Lgorischcn Profile in ihrer ganzen Zweideutigkeit, Vcrßricktiicit, Unentschlossenheit uns zinvendcn, stürmt dieser J'Xliiig an Ccutralvcreiiilern, Liberalen, Zionisten, Mis• ,«׳listen und (iemcindeorthodoxcn vorbei schnurstracks auf '*יי wahren Weg zum Judentum. Der führt in Rabbiner '׳ llirschs Scparatgcmcindc (der zwar reichlich unvollkom• "lfnt״, doch ihrem inneren Sinn nach rechtmäßigen Keimzelle hottesstaates im (ialutli), aus allen Quellen: Bibel und jfact, Talmud und Kabbala gesegnet, von Stufe zu Stufe ohne "id> ין< jenem utopischen Punkt der jüdischen Geschichte '!"1י a" dem Alfred Roden alias.Isaac Breuer, zur Wende der "',*י das Banner der Bewegung des Thedaismus aufrichtet,!1 1S0' se' cs >n Frankfurt, sei es in Jerusalem, sich an• "e■ ״ יdl'n vielvcrkanntcn Satz: Tora im Dcrcch Erez j1״ i״ne des Thedaismus“, d. 11. der neuen Losung ״Tora im rccli Erez Israel“, richtigzustcllcn, und so den ״nationalen 1״;,alis(nns des Gottesstaates“ im Heiligen Lande den Abfalls• ׳Xcn der Zionisten cntgegenzustellcn. Soweit die Linie des t frfassers, der seinen Begriff von solchem Judentum in vvei- /Cn *-clirgespräclicn seines nun als Reformator strengster X’di-jiklischer Orthodoxie auftrctcmlcn alter ego und in X'ercn berichtenden und räsonnicrcndcn Kapiteln, die diese ,,j1nSc unterbrechen und beschließen, darlegt. Die Diktion in 1|fScn Kalogen verleugnet keineswegs die bedeutende Bega• ‘."n? ihres Autors zur zugespitzten, drastischen, ja advokato- 1.C"C|1 Formulierung (und zur Mcdisancc, notabene). Aber älles, wie gesagt, Ist Schein, durch den die wahre Phy* ^Snomie des Buches und sein innerer ganz entgegengesetzter knI',Tkr nc״c Kusari. Ein Weg zum Judentum‘׳, von Isaac 5• Frankfurt am Main 1934, Verlag der Rabbiner-Hirsch- 'S£l«chaft. Rhythmus bricht. Denn dieser Weg zum Judentum ist, ernstlich gesprochen, gerade in dem, worauf cs dem Autor so cntschcidend ankommt, in der paradoxen und fast grotesken Meta• pliysik eines Separatismus, der an einen aus trunkenem Mysti• zisnuis gesponnenen Traum von Macht und Herrschaft sieh verloren hat, keineswegs so handfest und solide gehaut, daß er andere I’,iss,•inten als die tollkühnsten auf sich ziehen könnte, Passanten etwa, die aus einem cinstürzeriden Hause flüchtend um ihr Lehen springen. Es ist durchaus nicht sehr wahrscheinlich, daß alle stummen Hörer jenes Dialogs über die Notwendigkeit des Austritts aus der jüdischen Gemeinde, die zur Volksgcmciudc zu entarten im Begriffe steht, wenn sic es nicht schon, wie in Palästina, geworden ist, so hilflos und naiv kapitulieren würden w ie jener brave orthodoxe Gemeinderabbi• 11er des Gesprächs. Aber dies, so wesentlich cs dem Autor sein mag, ist doch nicht zentral. Kein Wort wäre über dieses Buch hier zu verlieren, wenn es nichts wäre als der erneute Ausdruck einer bestimmten organisatorischen Uebcrzcugung von der Konstitution der jüdischen Gemeinde, die den Re• spekt des Andersdenkenden verdient, auch wo er sic nicht diskutieren kann, oder w׳o sie ihm durch das Verhängnis ihrer unentrinnbaren Sclhstwidcrspriichc und den Zwang zuni ״Dreh“ laugst zweifelhaft geworden ist. All dies ist in den früheren Schriften des Verfassers, besonders auch in der rhetorisch ausgezeichneten Schrift über ״Das jüdische Nati> uallieim", die einen Ehrenplatz in der antizionistisclien Literatur verdient, mit gleicher Schärfe und vielleicht noch grolle• rem Nachdruck schon vertreten worden. Nicht neu scheint auch seine Neigung, die Auffassung der Tora als Oottcsrecht und des Bundes als einer religiösen Reelitstatsaclic unter radikalster Anspannung juristischer Kategorien, über deren metaphorischen Charakter der Leser freilich schneller ins Reine kommt, als den Tendenzen seines Autors förderlich ist, bis irt ihre sinistersten Konsequenzen hinein zu verfolgen. In diesem Buche aber gibt es Neues und Erstaunliches die Fülle, und cs verlohnt schon, klar zu sagen, wo wir stellen und was uns hier versucht. Dies Neue läßt sich zweifach formutieren: in einer neuen historischen Formei und ihrer neuen theologischen Begründung. Was eigentlich soll hier gerettet werden und wie heißt das neue Zauberwort, mit dem der magische Jurist uns störende Dämonen ״Zijauns“ bannt? II. Nicht um den Weg zum Judentum handelt es sich in Wahrheit liier, wie schon gesagt, sondern eher um einen Aus• Ehrexilcreuz Die Stiftung des Ehrenkreuzes für Kriegs* teilnehm er durch den Herrn Reichspräsidenten ist auch für uns Juden von besonderer Bedeutung, weil wir hier vor einem staatspolitischen Akt stehen, bei dem alle deutschen Staatsangehörigen völlig gleichgestellt sind. Auch deutsche Jude n, die am Kriege teiigenommen haben oder ihre nächsten Angehörigen im Kriege verloren haben, werden das Ehrcnkrcuz verliehen erhalten. Es heißt in den Bestimmungen: ״Als Krirg'.leiliH'luiH'f ßili jeder Rs'iehsdeitlsrhc, der auf drut. M-Iier Seile ״der 1111( Seile der Verbündeten Kriegsdienste geleistet hat, Erniilkiiinpicr ia jeder reiebsdetitselic Kriegsteilnehmer, der bei der (ccUtenden Trujijie. an einer Schlacht, einem (»efcdil, einem Stcllung.skainpt oder an einer Belagerung tcilgenonmien hat." Wir stehen bekanntlich nicht auf dem Standpunkt, daß wir deutschen Juden uns mit unseren Leistungen iin Kriege und mit der selbstverständlichen Pflichterfi'tllung jedes Einzelnen dem Vaterlande gegenüber r ü h m c n sollen. Wir haben unsere Pflicht getan wie alle unsere Mitbürger, und wir erwarten hierfür keine spezielle Anerkennung. Unsere nutzbringende Einglicderung in das Staatswesen ist mit allen Fragen unserer geschichtlichen Existenz verknüpft, und wir dürfen nicht dem vielfach verbreiteten Irrtum verfallen, selbst die J u d c n f r a g c einseitig und allzu vereinfacht unter dem Gesichtspunkt der Kriegsbctciligung der Juden zu sehen. Wenn aber jetzt, beim Herannahen des 20. Ja 11• restages des Kriegsausbruches, ein solches Ehrenzeichen verliehen wird, dann wird jeder jüdische Kriegsteilnehm er seinen Anspruch auf dieses Gedcnkzei* chen geltend machen. Da sich in den Reihen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland eine große Anzahl von Kriegsteilnehmern befindet, bittet das Frontkämpferdezernat der Z. V. f. D. jeden einzelnen, ihm von der, erfolgten Verleihung der Urkunde unter Angabe der Aktennummer und der Art des Abzeichens Kenntnis zu geben. , ,, . , fall aus einer belagerten Festung, um einen wahren Ver• zweiflunRskanipf für die Rettung einer zusammenbrechtnden Welt, die dem Autor mit der der Tora identisch ist. Der Angriff ist die beste Verteidigung, und daß der Autor die• sen seinen Versuch, eine gefährdete Festung durch einen kühnen Handstreich zu befreien, im wesentlichen offenbar noch vor dem großen Umbruch von 1033 unternommen hat, macht seiner (Icllsicht alle Ehre. Drücken wir uns deutlich aus: Im Jahre 1033 hat auch die deutsch-jüdische Orthodoxie und nicht zuletzt gerade die, die sich gern ״unabhängig“ nennt, aaaaaaaaanBaHMnanMnnKanMnHnMaHMH■■ Häckdm Twtaty: in einer großen historischen Stunde, als die Chancen der alten Tora größer waren als je seit hundertfünf/ig Jahren, gelähmt und untätig, wie sie war, eine folgenreiche Schlacht verloren. Diese verlorene Schlacht hat aber, aufs Ganze der historischen Verantwortung gesehen, ihren Schuldigen, unter dessen Fahnen und unter dessen Losungen, die nicht als Fanale, sondern als wesenlose Schemen sich erwiesen haben, sie verloren ging. Der wahre Verlierer dieser Schlacht — und zu seiner Rettung eben ist im Grunde dies angriffsluftige Buch geschrieben — hat einen Namen und, man möchte sagen, eine Adresse in der Historie. Er heißt Samson Raphael Hirsch und wohnte ela, wo Joseph Karo, Friedrich Schiller und Jeltuda Halcwi sich begegnen sollten (manche meinen*, daß die Begegnung ein geistiges Faktum der jüdischen Ge: schichte ist, andere wiederum sagen, daß cs an der Ecke zu windig, ja selbst ein wenig zu unheimlich zugegangen ist, und man nicht genau hat beobachten können). Die geistige Welt von Satnson Raphael Hirsch ist cs, deren völliger Zu• sammcnbruch in diesen Tagen offenbar geworden ist und die zu retten diesem ״neuen Kusari“ keine Paradoxie zu verwe? gen, kein Argument zu schade und keine Mystik zu dunkel ist. Von der großen historischen Bedeutung Hirschs für eine vergangene Zeit bürgerlicher Akkomodation in orthodoxer Art soll hier, auch wenn sic als verhängnisvoll betrachtet wird, gar nichts abgezogen werden. Aber es ist merkwürdig, mit weicher Sehen die geistige Figur dieses Marines auch noch in einem Geschlecht betrachtet wird, das die Maßstäbe zu ihrer Kritik zwar seit langem besitzt, jedoch so selten nur den Mut findet, sic auch anzulegen. So hat sich eine Art von Hirsch-Verehrung bis in unsere Tage gerettet und tritt mit ״aktuellen“ Ansprüchen an uns heran — und nicht zuletzt in Isaac Breuers Buch —, 11m die ein Hauch des Gespenstischen und Requisitenhaften weht. Fs ist aber an der Zeit, einmal Nein zu sagen. Das ge• setzestrene Judentum in Deutschland hat für die Losung, unter der die grauenhafte Akkomodationstheologie Hirschs lind seiner Schule seine jüdische Substanz hat demoralisieren dürfen, für jenes zweideutige ״Tora im Dcrcch Erez“ hoch bezahlt. Unter diesem Banner hat sich manches zugetragen, wofür heute, wo die Rechnung präsentiert wird, keiner die Verantwortung mehr übernehmen will. Es war eine jener Formeln, deren verborgenes Leben sich zu spät enthüllt, näm* lieh nachdem ihre Dialektik sich gegen ihre Träger gekehrt hat. In seinem Aufkommen ein Begriff, der in jener trostlosen Fortschrittswelt den alten Frommen die Akkomodation ans ihnen Fremdeste erleichtern sollte, hat er seine Funktion nur zu gründlich erfüllt. Er wurde das Vehikel einer Assimilation, deren dämonische Triumphe im orthodoxen Lager in ihrem vollem Ausmaß zu beschreiben einen jüdischen Balzac er fordern würde. Die Losung, die bestimmt war, in einer verwandcltcn Welt den! Frommen das jüdische Rückgrat zu stärken, hat mehr als jede andere dazu getan, cs ihm zu brechen. Und heute, fast hundert Jahre nach dem Erscheinen der ״Neunzehn Briefe über Judentum“, die dieser Entwicklung das erste Stichwort gaben, nachdem die Tagesansicht jener Losung von ihrer Nachtansicht, die natürlich keiner gewollt hat, lange überholt ist, sicht man den Bankrott. Wenige Losungen ge• schichtlichen Formats sind mit so furchtbarer Drastik ad absur* dum geführt worden, wenige muten heute so chimärisch an wie diese. Breuer nennt sic einen ״viclverkannten Satz“ — als ob nicht eben das ihr Unglück wäre, daß wir sie so durch und durch erkannt, in ihrer geschichtlichen, von keiner Phraseologie verdeckten, nackten Wirklichkeit erkannt, um nicht zu sagen, erlitten haben. Auch Breuer, der die mystische Fülle dieser Formel nicht nur anpreist, sondern auch ent• wickelt, scheint gegen Ende unversehens nicht mehr ganz von ihr befriedigt. Man weiß eigentlich nicht recht, warum; ei ist, als ob ein Anhauch aus der verworfenen Welt der Pro« fanhistorie ihn am t. April 1933 betroffen hätte. Und da er