Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 49 (19.6.1934)
- Date
- 1934-06-19
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 JODISCHE RUNDSCHAU Biicfe cuv die* Jledcdiüm Fälschet Zitat ' München, den 13. Juni 1934. Sehr geehrte Redaktion! In dem in Nr. 46 der ״Jüdischen Rundschau" erschiene• neu Bericht über die 900-jahrfcicr der Wormser Synagoge wird irrtümlich behauptet, die von Rabbiner Dr. Freuden* tbtl, Nürnberg, in seiner Festrede zitierten Verse: ״Manchmal in sternstillcn Mittcrniichtcn Höre ich die Pulse meiner Almen schlagen: Der Helden tmcl Händler und Weisen der Welt. Und die Wellen meines Blutes tragen Mir ihr Raunen und ihr dunkles Sagen Zu in meines Herzens offnes Zelt", stammten von Karl Wolfskehl, Demgegenüber stelle ich fest, die zitierten Verse sind nicht von Karl Wolfskehl, sondern bilden die mittlere Strophe meines Gedichtes ״ln meinen Adern rollt das Blnt der Jahrtausende", das in meinem Ciedichtbamt ״Die Lieder des ewigen Brunnens“, Verlag R. Löwit, Wien, enthalten ist. Fritz Rosenthal (Bcn-Chorin). *,* Unser Berichterstatter Dr. M. Spitzer, der in* zwischen gleichfalls auf den Irrtum aufmerksam gemacht wurde, sendet uns eine Berichtigung, worin cs zum Schluß heißt: ״Die durch eine Gedächtnistäuschung bewirkte falsche Zuweisung bedauere ich tun so mehr, als sie einen jungen Dichter um die ihm gebührende Anerkennung zu bringen drohte. Daß seine Strophe irrtümlich einem so einzigartigen Dichter wie Kar! Wolfskchi /.:!gewiesen werden konnte, mag ihm zur ehrenden Genugtuung gereichen." Die ״Beitragskarte für Hilfe und Aufbau“ des Zentral• Ausschusses ruft alle Juden in Deutschland auf zur Tat durch Hilfe zum Aufbau. Keiner, der noch ein Einkommen hat, darf sich dieser Pflicht entziehen. Die Werbung im Monat Juni soll das Hilfswerk ״für d i c S ä u g 1 i n g c“ in das Bewußtsein der jüdischen Gesamtheit bringen. Die׳ Erhaltung der Beratungsstellen, Krippen, Säuglings- und Mütterheime, die Durchführung aller Arbeiten auf dem Gebiete des Säuglingsschutzes erfordern große Mittel. Darum ist es Pflicht aller, dazu beizutragen. Zur Frage der Rcich&fluchUtcucr. Zu der Notiz in Nr. 48 vom 16. Juni 1931, in der wir der Einsendung eines Rechtsanwalts betreffend Neuordnung der Reichsfluchtsteucr Raum gaben, erhalten wir einige weitere Zuschriften, aus «lenen hervorgelit: Nach der neuen Regelung der Rcichsfhiehtstcucr ist icichsfluchtsteucrpflichtig, wer entweder am I. Januar 1931 oder bei einer späteren Veranlagung ein Gcsaintvcrmögcn von mehr als 50000 M. gehabt hat oder wer in einem der Stichjahre 1941—1934 ein steuerpflichtiges Einkommen' von mehr als 20 000 M. gehabt bat. Ferner ist der rcidisfliiclvtsteucrpflichtig, dessen üesamtvermögen auch durch die Zurechnungen nach § 3, Abs. 3, den Betrag von 50000 M. nicht übersteigt, wobei wir wegen der Hinzurechnung auf den Artikel in der ״Jüdischen Rundschau“ vom 5. Juni verweisen. Die Voraus- Setzungen für die Reichsfluchtsteucr sind somit alternativ gefaßt, so daß eine der Voraussetzungen — entweder Ueber* schrcitung der Vermögensgrcnze oder der Einkommensteuergrenze — zur Entstehung der Stcucrpfliclit genügt. Die vom Einsender in Nr. 48 ausgesprochenen Ansicht ist somit leider unzutreffend. Palästina-Reise des K. J. V. Die Nachfrage nach unserer Reise ist außerordentlich groß. Wir bitten daher unsere Interessrnten um baldige Entschließung, da sonst die besten Kabinenr lät/e vergriffen sein werden. Diejenigen, die schon eine feste Buchung voigeiiommcn haben, bitten wir, Devisengenchmigung und Passe usw. einzusenden, damit wir die Visa besorgen können. Ebenfalls bitten wir um beschleunigte Uebcnvtisung der Anzahlung, damit wir definitive Buchung der Schiffskarten veranlassen können. Weitere Auskünfte erteilt das Büro des Kartells Jüdischer Verbindungen, Berlin- Charlortcnburg 2, Bleibtreustr. 50, Steinplatz C 1, 4736. Die Jüdische ßuchvcrcinigung (JBV.) teilt mit, daß die Auslieferung des Romans von Jacob Wassermann ״Ja* seph Kcrkhovcns dritte Existenz“ Band I als zweite Jahresgabe am 26. Juni erfolgt. Satzungsgemäß wird das Buch lediglich an Mitglieder der JBV. abgegeben; Einzelhestcllungen können daher nicht berücksichtigt werden. Den neu hinzutretenden Mitgliedern kann auf Wunsch die erste Veröffentlichung Georg Hermanns Roman ״Eine Zeit stirbt" nachgelicfert werden. In der neuen Schrift ״Makkab! — die jüdische Sportbewegung“ greift Dr. Felix A. Thcilhabcr auf die geistigen Grundlagen des jüdischen Sportes überhaupt zurück. Der Zionismus bedeutet die totale Reorganisation des jii* disehen Menschen — er schafft aus einseitig überentwickelten Kopfjudcu Juden, die sich ihrer Körper nicht zu schämen brauchen, die dicht nur ln ästhetischer, sondern in hygienischer Beziehung starke, gesunde, vollwertige Menschen sind. Schon vor vierzig Jahren ging damit Hand in Hand die Berufs* Umschichtung, Palästina-Vorbereitung und — der Sport. Reiches Photomatcrial mit ausgezeichneten Montagen ver* anschaulicht die Stellung und Leistung des Makkabi innerhalb der jüdischen Renaissancebewegung, H. F. Eine Hebräische Sommerschule errichtet die Tarbut* Organisation für die Verbreitung der hebräischen Sprache in CSU. im Osten der Tschechoslowakei, und zw ar in Karpatliorußland. Die Schule wird von Professoren des hebräischen Gymnasiums geleitet und ist für Anfänger und Fortgeschrittene. Unterkunft in Privathäusern, koschere Kost. Unter* kunft, Verpflegung und Unterricht kosten 3,56 M. täglich, Der Ort liegt 1093 m hoch im Gebirge, hat Badegelegenheit. Kinder bis 15 Jahre werden nur in Begleitung Erwachsener aufgenommen. Nähere Informationen erteilt Tarbut, Praha. XV, Coudova 316. Düefkadm dek JtedakUm Max Rosenbaum-Guth, Paris. Der 6. Mai 1898 entspricht ‘dem 14. Ijar. Tierarzt Dr. Käppeli, Muri b. Bern. Wir danken Ihnen für ihren Hinweis zu dem Schreiben von Dr. Priebatsch über die Frage der Akklimatisation ven Schweizer Vieh in Palästina. Sie vertreten im Gegensatz zu Dr. Priebatsch den Standpunkt, daß Schweizer Vieh für Zuchtzwecke in Palästina durchaus geeignet ist. Wir glauben, daß die Diskussion hierüber zunächst im internen Kreis der Fachleute geführt werden sollte. _____ Das Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht in Berlin veröffentlicht einen Aufruf, in dem es die Schüler und Schülerinnen der preußischen höheren Lehranstalten auffordert, sich bei ihren Direktoren zum innerdeutschen Schüleraustausch zu melden. Von diesem innerdeutschen Schüleraustausch sind nichtarischc Kinde{ grundsätzlich ausgeschlossen. Die Propaganda der Agudah Unser Frankfurter Mitarbeiter hat 111 zwei Artikeln (״Jüd. Rundschau" Nr. 35 und Nr. 41/42) über die Vorträge berich* tet, die Dr. Isaak Breuer, einer der Führer der orthodoxen Agtnlas Jisrocl, in Frankfurt nach seiner Rückkehr aus Pa* lästina gehalten hat. Inzwischen hat die Agudah In Warschau ihre Zr.iitralratsslt/.ung abgeh,יUten um! Herrn Breuer zu ihrem palästinensischen Vertreter ernannt. Dr. Breuer letzt seine Propagamla in anderen Städten Deutschlands fort. Den Vortrag, den er in Breslau gehalten hat. unterzieht Arnold Wiener (Reuthen) in der Breslauer ״Jüdischen Zeitung-' vom 8. Juni einer ausführlichen Kritik, wobei er einige *ehr treffende Bcnicrkiiugcn über Breuers Haltung macht, Wiener stellt zunächst fest, daß am Anfang seiner Rede Breuer das flutende Volksleben Palästinas beschreibt, 80 daß der Hörer den Findruck bekommt, dieser Jahrzehnte hindurch dem Aufbauwerk feindlich gesinnte Mann sei nunmehr bekehrt worden. Dann begann aber Breuer mit seinen Angriffen. Aus dem Referat von Wiener geht hervor, daß Breuer bei der Besprechung der Wirtschaftsformen Palästinas gegen den ״Marxismus“ geredet habe. Dazu schreibt Wiener: ״Kr schcml iliibcl nn <lic WirKilmliiiilco der Kwnrolh zu denken, liier stocke ich schon. Dem so (,״bildeten Redner ist du ein Lapsus begegnet, Ztiniirhst: die Kmucplinti der Kwuioth *lammt gar nicht uns Marx, sondern aus Lassalle. Der Mrstcrc hat dio.ldcc rott «len l’roduklivgcnn.wnseh:dien stets auf das heftigslc l>ckidnpü, wahrend sie amh rerseits Graf Bismarck ntif» freudigste mitgenommen und sogar mit den Webern im Kicstngcliirgo einen Verstirb «larin gewagt hat. Ist es nun ein Irrtum, wenn Isnk Breuer den gnnr.et» Abend , in cinenilort vom Marxismus in Kr« Jisrarl spricht? Orter meint er, cs wirkt heutzutage stärker, einen Sl'oß gegen Marx geführt zu haben. Das kann doch nicht sein. Ein (einer Mensel! w i r «I daran erkannt, wenn er Entsagung übt 11 n «I aut eine vulgäre Losung Verzieht leistet, sobald in i 11 r keine Wahrheit ist, F.s geht ja hier nicht um Kart Marx, sondern um nationale Kolonisation.“ Im weiteren Verlauf seiner Kritik stellt Wiener mit Bcdauern fest, daß Breuer cs unterlassen hat, nunmehr das Wirtschaftsrecht der Thora mit der Wirtschaftsidee der palästinensischen Arbeiter zu konfrontieren. Breuer habe zwar emphatisch ausgerufeu, daß das Gesetz der Thora gelten müsse, habe aber vollkommen unterlassen, dieses Gesetz zu analysieren. Dieser von Arnold Wiener hervorgehobene Gesichtspunkt verdient unterstrichen zu werden. Es wäre sicher von Nutzen, wenn Herr Breuer die seiner Autorität zugänglichen orthodoxen Juden darauf aufmerksam machte, daß das Gesetz der Thora (3. Buch Moses, Kap. 25) mit dem In Palästina getriebenen Bodcnwuchcr, an dem leider auch Angehörige der orthodoxen Kreise nicht un• beteiligt sind, im Widerspruch stellt. Arnold Wiener weist dann weiter darauf hin, daß Breuer die B a 1 f o u r- D e k i a r a t i on. die während 14 Jahren von der Orthodoxie ah ״Teufchwcrk" gebrandmarkt Worden ist, jetzt als ״Wunde r“ bezeichnet. ״War «Sie Balfour-Krklärung ein Wunder? Wie man'« nimmt. Sie ist dein Anscheine nach aus menschlicher Weisheit hervorgegangen. Der Stempel des Genlux eines Theodor Iterzl, eines Max Nord.111 un«l noch manches anderen ist ihr nufgepriigt. IIumlerte von jüdischen Denkern haben die Idee überprüft und darüber geschnellen. Flf Zionistenkongrcsvc Indien »ich «lariim gemüht.,. Also, insoweit ist «lic Üalümr-Erklilrung ein Ergebnis menschlicher Arbeit. Aber wenn man die Geschehnisse׳ von» Standpunkte der Ewigkeit überblickt — wenn man sich daran entzückt, daß das alle und verkrümmte Israel stolz, sieh aufrichtet, mit Würde 11n«l Krntt unter den Völkern rinhcr.schrcilrt und sein Geschick in seine eigene Ilanil nimmt, so kann man immerhin in dem Vorgang ein Wunder der Geschii hlc und eine Ircsomtere Fügung der Vorsehung erblicken. Dennoch «her hat Isnk Breuer Unrecht getan, ״das Wunder rief Batfoui. Erklärung" unvermittelt und imammcnbnnglos in das Weltgeschehen hineinztistellen. Wie groß ist doch das Fcingetiiht unserer Weisen! Sie sagen! Es reicht nicht aus, daß man einer» schonen Gedanken unter den Leuten verbreitet. Man muß n 11 r 11 hinzu fügen, wer ihn zum ersten Male geäußert hat, denn damit bringt man Erlösung in die Welt. Und in der Tat, auch im Saute der Lessing-Logc in Breslau härte cs Donnerstag erlösend gewirkt, Wenn Lak Breuer auch den richtigen Uchcrgang gefunden und noch der Männer gedacht hätte, «I i c Werkzeuge Gotte» bei der Vollziehung des Wunders gewesen sind. Die zahlreich erschienene Agmhdt• jugentl, die mit «len Zusammenhängen gar nicht vertraut ist, hätte da Khrfurchucmptmden vor fremder Arbeit zu lernen Gelegenheit gehabt.“ Wiener kritisiert auch die Rede de* Herrn Dr. Ehrminn aus Frankfurt, der, nachdem er vor 6 Wochen in die Reichsleitung des Reichs Bundes Jüdischer Frontsoldaten eingetreten ist, dem Zionismus Assimilation an die Völker der Welt vorwirft. Schließlich gedenkt Herr Wiener der Knitowitzer Gründungskonferenz der Agudalt vor 22 Jahren, die von 11 cn Zionisten hoffnungsvoll begrüßt worden ist und weist darauf hin, daß seit damals die Agudah nicht einen einzigen Juden auf die Scholle gebracht hat, während in dieser Zelt von zionistischer Seite 127 Dörfer und noch anderes geschaffen worden ist. Demgemäß könne man nur an die in dem laufenden Wochcnabschnitt enthaltene Geschichte der Kundschafter erinnern. Palästina *׳ Ausstellung in Köln Die Palästina-Ausstellung, die nunmehr in Köln bi* zum 24. Juni gezeigt wird, wurde am Sonntag mit einer von Vertrete״! der Gemeinde und der jüdischen Organisationen bcsuchten Feier eröffnet, bei der Rechtsanwalt jonas die Bcgrüßungsansprache für die Gemeinde hielt; ferner sprachen Rabbiner Dr. Ros ent ha! und Dr. Kober. Letzterer hielt eine hebräische Ansprache. Die Eröffnung nahm für die Zionistische Vereinigung für Deutschland und für die Jcwish Agency Dr. Michael Traub vor; in! Namen der Kölner Zionistischen Vereinigung sprach Amtsgcriclitsrat Otto May, Der Eröffnung schloß sich eine Führung durch die Aus- Stellung an. : Die Ausstellung hat in Köln eine Erweiterung durch eine Sondcrsch.au von der Levante-Messe 1934 erfahren. Das Kölner Zimmer zeigt Bilder von der Arbeit der Bünde und der Zionistischen Organisation. In den Jahren 1904—1911 hatte die Zionistische Organisation In Köln ihren Sitz und der K. Z. V. ist es gelungen, au* dieser Zeit interessantc Dokumente hcrbcizuscliaffcu. Eine besondere Ehrung ist David Wol f f soh n zuteil geworden, der in Köln als Nachfolger Theodor Herzls Präsident der Zionistischen Organitation war. Der Besuch der Ausstellung war gleich am ersten Tage überraschend groß; auch aus der Provinz waren sehr zahl* reiche Besucher — einzeln irnd in Gruppen — herbeigeeilt. Dieses Interesse wird die Mitarbeiter, die in unermüdlicher ehrenamtlicher Arbeit das Zustandekommen der Ausstellung ermöglicht haben, besonders befriedigen. Der erste Tag fand einen würdigen Abschluß durch eine Der erste Tag fand einen würdigen Abschluß durch eine ¥”1זנ?וייעס^סח"'׳ •”״ aer ixomer wirgergesciiBchaft, In deren Mittcißunkt «n Referat voaj Dr, Xratt b stand, _Nr. 49, 19. VI.!934 , aus dem Ec:^!1 (Von unseren Berichterstattern.) Bielefeld Am 10, Juni fand in Bielefeld der 30. Gemeindet,a. Verbandes der $ y n a g o g e n G c m e i n d c n West falcns statt, bei dem 21 ' Gemeinden Westfalens vertret,.» waren. Der Vorsitzende, R.-A. Dr. Katze mtein (Bit!{ fcld), eröffn etc den Gcmeiiidctag und erteilte den Geschalt»! bericht. Für Bcrufsuinschiditung und Wirtschaftshilfe im ersten Jahre ca. llüüü KM. nusgegeben worden. Zj(u 85 jungen Leuten ist es ermöglicht worden, sich unizu! schichten. Die Darlehenskasse für die Provinz ist nach |an״ ‘ Vorarbeiten mit Hilfe von 10 Gemeinden zustande gekomm’״ Sodann hielt Dr. Lilientlial (Berlin) einen Vortrag y(, ' ״Aufgaben und Tätigkeit der Reichsvcrtretmig der deutsche» Juden“. Es folgte ein Reterat von Rabl). Dr. Steimy (Münster) über Angelegenheiten der Beamten-PcnsinnskajJ sowie ein Bericht von Ra bi). Dr. Kronhcim (Bielefeld) über die Bcitragskartcnaktion der Zentral wohlfahrtsstcllc der dsw, sehen Juden, Berlin. Von der Versammlung wird einstimmig «ine Resolution angenommen, die die Einrichtung einer Darlehenskasse b*. grüßt und ihre Angliederung an den Provituialvcrband ״׳! nclimigt. *' Gleiwitz Die Neuwahl der Gemeindevertretung steht vor der Tür in der letzten Rcpräscntantensit/ung vom 17. Mai betonte der Vorsitzende, Dr. Schlesinger, daß man die Wahl nicht verzögern wolle, aber unter allen Umständen einen Uähj. kampf vermeiden müsse. Selbstverständlich solle in der neun! Zusammensetzung jede Richtung zur Geltung kommen, aber man tlürfc nur solche Persönlichkeiten wählen, die befähigt und arbeitswillig seien. — Die kulturellen Bestrebungen in der Gemeinde sind vielseitig. Die ״Obcrsehlesisclie jud. Spiel, schar“ konnte auch mit ihrer 2. Aufführung: ״Die spanische Fliege“ (von Arnold und Bach) einen hübschen Erfolg ver. zeichnen. — Am 27. Mai folgten ״I loffmanns Erzählungen“, Zum Zwecke der Gründung eines ״Jüdischen Kult«״ kr eis es Obers chlesic 11" fand im Anschluß an den ״K. d. J." am 27. Mai eine Zusammenkunft von V«. tretern der obcrsclilcsischcn Gemeinden und verschiedener Organisationen mit dem ״K. d. j.“ statt.־ Justizrat Koch, mann, der Vorsitzende des oberschlcsischcn Synagogen• Ocmcindcnverbatides, erhielt von der Versammlung den Aul. trag, die Gemeinden zur Bildung von Kuiturausschiissen an• zuregen, die ihrerseits einen Dachausschuß aus ihren Reihen wählen sollen. Eine Geschäftsstelle ist zu errichten und eine Besucherorganisation ins Leben zu rufen, die jedem Akt• ßlicd gegen einen mäßigen Monatsbeitrag eine Reihe von Veranstaltungen zu bieten vermag. — Am 29. Mai ver«• stattete die Zionistische Ortsgruppe eine imposante Kund• gebung mit Joachim Prinz, der über das Thema ״Wie ich Palästina erlebte“ referierte. H.B, Ankündigungen Frankfurt *. M. Vortraguyklus der Frankfurter Zlonlillichtn V«. clnlgungi ״D*1 neue Palästina - ein Gesamtbild", Refercnti Dr, Hans Pomcrani! Vortrag verschoben aul den 19. Juni, Untcrlindau 21, Bar Mizwah-Termins 23. Juni — 10. Tammuxt Adolf Schleien aus Coburg in Butgpreppich. 30. Juni — 17. Taminus: Günter Hermann aus Reckendort in Burg• prrppacli. Am 30. J uni — 17, Tunumis! Eduard Alexander, Solm des Rabbiner! Dr. Alexander, Berlin, Hxcrücrstr. 11 u. Am 30. Juni — 17. Tuiiiiihis: Kurt Seligmann, Sohn von M, Scligmam, Uaibcrsladt. Familien - Nachrichten Frau Rcginc Borg, geh. Scligmann in Bingen (Rhein) begeht m 1. Juli den 80. Geburtstag, Palästina-Ausstellung vom 17. bis 25. Juni in Agrippinahaus, Broitostr. 92/98 יי Geöffnet täglich von 9-23 Uhr Ständig kostenlose Führungen Täglich Llchtbllder-Vortröge Eintritt!preise RM —.50,—.40, Jugendliche RM — •10 Kölner Zionistische Vereinigung ScU&fft Bod&v Uv Swz l&bCrtl durch Spenden für den Jüdischen Nstlonaltonds BerlinW15, MclncKCSfr.10 Postscheck 28247 Neuauflage des Herzlblldes XUcod&v U&ud üh dei jlUehttAudß Zum SO, lode!tag (30. Tammu1 500* / J. full 10»*) Preis 25 Rpf. Keren Kajcmcth Lejisrael s Zentrale, Berlin U׳TA Meinekesirqße!0 / Posisctieckkonto Berlin 2S24T Dr. für. Mendel I ״ »r. Jur. Dr. rer. poi. Josef Neuberge* DlDlomkoulmann Düsseldorf, Schadowstr. 37,1 * «ul Sit 30* rar Auswanderer de. L.ndc.fln.nt.mts-B.itrk. D0..el4orf t Ao<*rtt««"* und pcraftnilth• Vertretung der Antr&fe beim L.F.-A.» IBr Ds.lsaafralfab«, at« auch fUr Waran.*por» / F״c •׳*!"' j, aa.wand.r.r auSavdem tu.ltilieh. Grn.hmlgung IS» Soso.raoo All« devUenreehtlichen Fragen 1 f r