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Jüdische Rundschau · 1934-05-18 · Heft 40 (18.5.1934) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 40 (18.5.1934)
Date
1934-05-18
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 JÜDISCHE RUNDSCHAU Das Adiizchnbitiengebet in poetischer Variation . A. M. Hnbcrmann, Tciillot m'cn Sdimono Essrc, (תפלות מעין שמתה עשרת), Bahn, schock״! Verlag, 1033. Für die Geschichte des Acht zehn hilf eiiRcbetes sind die Texte, die H.ibcrinann liier zum ersten Male Zusammenbau• gend veröffentlicht, von besonderer Bedeutung. Sie gehen uns einen Einblick in die piutartige Umgestaltung und Bearbeitung dieses Gebetes, das sowohl dein Gebrauch des Einzelnen wie einer ganzen Gemeinde dienen sollte. Es ist uns liier ein, wenn auch kleiner, aber immerhin liturgisch wie litcrargeschichtlich bedeutsamer Beitrag zur Entwicklung und Aus• gestaltung des AchttehnbitUngebetcs gegeben. Vor allem sind es die poetischen Erweiterungen und Einsehicbungen, in denen der Dichter zwar den Rahmen des überlieferten Gebetes bei• behält, inhaltlich aber durch eine Fidle von neuen Gedanken, geistreichen Wendungen und eine blumenreiche poetisch-stili• siede Sprache die alte Form fast sprengt. Derartige dichterische Schöpfungen im Rahmen oder in Anlehnung an althergebrachte Gebete liegen durchaus auf der Entwicklunpslinie des jüdischen Gebetes. Dem jüdischen Mensehen wurde schon immer viel Spielraum für persönliche Frömmigkeit, für das ich-Erlebnis des Einzelnen im Gebet ge• geben, das sich schöpferisch auf die Gestaltung der Liturgie auswirkte und ihr dadurch neue Impulse zufiilirtc. Gerade die Geschichte des Achtzchnbittcngcbetcs zeichnet unter vielem anderen deutlich diese Entwicklung ab, und cs ist vielleicht nicht uninteressant, in diesem Zusammenhänge hierüber in aller Kürze zu referieren. Dieses Gebet, das schlechthin mit Tcfilla bezeichnet wird, oder — wie es im Volksmund wegen seiner ursprünglichen 18 Eulogicn heißt — die ״Schmone Essrc1‘, und das neben dem Sclima-Gcbct den Höhepunkt des täglichen Gottesdienstes ist, hat nicht von Anfang an die jetzige Fassung gehabt. Ursprünglich ent• hielt wohl die Tcfilla nur sechs Bcncdiktioncn, die dann mit der Zeit auf zwölf und dann auf siebzehn vermehrt wurden. Sicher stellt das Eine heute fest, daß der Anfang der Tcfilla in die vormakkabäische Zeit, in die Zeit der ״Männer der großen Versammlung“ zurückreicht, zumal wir in ihr noch heute Reste der Tcmpclliturgic vorfinden. Mit der Ausbreitung des Christentums entstand die 18. Benediktion (ברכת המינים vgl. Berach. 28b), die R. Garn* liel II. (Ende des I. nachchr. Jahrh.) einführen ließ, womit man den Zweck verfolgte, die Trennung der Judenchristen von der Synagoge durclizuführen. Erst mit der hinzugckoinmcnen 18. Eülogie war die Tcfilla, in der, neben den Bitten um persönliches Wohlergehen, das Eichen nach nationaler Wiedergehurt um Wicdcratifrichtuiig des Volkes und seiner Heimat enthalten waren, eigentlich abgeschlossen. In einem späteren Zeitalter kam noch die Eulogie für das Haus David hinzu, wodurch das ursprünglich und noch heute so benannte Acht-?elingebet auf 19 Euiogien anwuchs. Neben den verschiedenen Fassungen, die die Tcfilla noch heute aufweist, hat die Tcfilla im Laufe der Jahrhunderte allerlei Erweiterungen und Ausschmückungen erfahren. Bcson• ders beliebt waren die Abkürzungen und poetischen Varintioneu der Tcfilla, die sowohl für Privatzwecke wie für solche der Gemeinde gedient haben, und die schon in der talmiidisehen Zeit bekannt waren und als *מעין שמונה עשרה׳, bczcich* net wurden (vgl. Bcracli. 29a). Dieser Art sind auch die Texte, die Habermann jetzt veröffentlicht. Es sind, wie schon eingangs hervorgehoben wurde, piutartige Bearbeitungen, also freie poetische Schöpfungen, die sicli zwar der Tcfilla als Grundlage ihres inneren , Erlebens bedienen, sich aber nicht an den Wortlaut derselben halten, sondern nur Inhalt und Eulogie der einzelnen Gebetstücke beibehaiten. Von den vier Tefillot, die bei Habermann abgedruckt sind, ist die erste und instruktivste (das Gebet eine־ Einzelnen) als Handschrift in der Stadtbihliothck in Leipzig vorhanden. Sie ist einzig in ihrer Art und verrät ein sehr bewegtes Gemüt des Verfassers, das sich mit verschicdtfion philosophischen und religiösen Fragen auscin״ auderzusetzen bemüht. Besonders interessant ist die Einleitung zu dieser Tcfilla, die hymnologisch aufgebaut ist, und die von den inneren Kämpfen und Zweifeln des Verfassers (eines spanischen Juden, der wahrscheinlich am Ende dM 14. oder am Anfang des 15. Jahrhunderts gelebt hat), Zeugnis ablcgt. Das zweite Stück rührt von einer Handschrift der Bod* Iciana in Oxford her und hat zu ihrem Verfasser einen deutselten oder französischen Juden des 14. Jahrhunderts. Das dritte Stück befindet sich unter den Oenlsa-Fragmenten von Kairo, die ebenfalls in der Bodlciana auf bewahrt sind, und das für die Tcfilla der Gemeinde bestimmt war. Eine Weitere, allerdings abgekürzte Variation der Tcfilla bildet das 4. Stück, das als Handschrift in der ״Ungarischen Akademie der Wissenschaften“ in Budapest aufbewahrt ist. Alle diese Stücke halten das Gemeinsame, daß sie als Piutbearbeitungen der Tcfilla von dem überlieferten Text völlig abschcn und sich mir des Inhalts als Rahmen zum Einschalten von religiösen Lehren, philosophischen Gedankengangen und sonstigem weltanschaulichem Gut, das oft als inneres Erlebnis des Verfassers empfunden wird, bedienen und nur zum Schluß eines jeden Stückes der Tcfilla die entsprechende Eulogie verwenden. Die kurze, prägnant gefaßte und mit wertvollen Antncrkungen am Ende der veröffentlichten Texte folgende Einlcituiig, die den Texten beigefügten Noten, Verweise auf hiblisehe und tatmudische Steilen, zeugen von großer .Sachkenntnis und Beherrschung des Stoffes. Es wäre zu wünschen, daß Mahcrinann, der jetzt an die hebräische Universität in Jerusalcm berufen wurde, seine wissenschaftlichen Arbeiten in dieser Richtung fortsetzt. Dr, J. Meitlis. A. Kamlnka, Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse. M. u. H. Marcus Verlag-Breslau. Pr, 2.40 RM. 64 Seiten. Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Juden tu ins gibt als Nr. 38 ihrer Schriften diese Abhandlung heraus. Der Verfasser geht den Quellen des sog. ״IV. Buches Esra“ nach, das zu den Apokryphen gehört, dessen Ursprunglieber Text schon längst als hebräisch erkannt worden, leider aber vcrlorcngcgangcn ist. Ja, auch die griechische Ucbcr- Setzung existiert nicht mehr, wohl aber die lateinische der Vulgata, daneben die syrische, äthiopische, armenische und auch zwei arabische. Auf der Grundlage einer profunden Kenntnis des hebräischen Schrifttums macht der Verfasser den Versuch, durch Sprachvergleichung die hebräische Quelle aufzudecken und nach Möglichkeit den Urtext zu rekonstruieren. Wenn im einzelnen manches mir auch stark hypothetisch erscheint, bleibt der Versuch doch überaus interessant und lesenswert. Zu bedauern ist nur, daß der Verfasser nicht zur Stützung seiner Hypothesen gerade die orientalischen Ucbcr- Setzungen mehr herangezogen hat. Mir scheint, daß gerade von der semitisch-sprachlichen Seite her besonderes Licht auf die Dinge gefallen wäre. Bei solchen Fragen findet man vielfach, daß verschiedenen Uebcrsetzungen abweichende Urtexte Vorgelegen haben, und gerade aus den Abweichungen erhellt dann leicht die Wahrheit. Der Verfasser gibt dein Werke ein sehr hohes Aiter, indem er es — entgegen bisheriger Annähme — in die Zeit nach der Zerstörung nicht des zweiten, sondern des ersten Tempels einordnet. Seine Bemühung, durch Rückübersetzung für den Verfasser des IV. Esrabuchs akrostichisch den Namen Schealtiel festzusvizen, scheint gewagt. Emil Bernhard-Cohn, . Das kluge Alphabet Die mciitalmudisehe Literatur kennt ein ״weises Alphabet“ — jenen dem Rabbi Akiba zitgeseliriebeiten charmanten Alphabetuiiilrasch, In dein die einzelnen Biielistabeu, im Bewußlscin ihres metaphysische« Wertes, vor Gott zum Turnier aiürelen. Die Weisheit ist des Orients — Europas aber ist die Klugheit. ״Kluge Alphabete“ waren bereits alle Enzyklopädien, die, die mechanische Buchstulientoige als Prinzip der äußeren Anordnung benutzend, Forschung ln volkstümliche Leine transformierten. Aber dem durch seine Kunstgeschichte, Weltgeschichte und die Klassikerniisgaben bekannten Propyläcnverlag Berlin blieb cs Vorbehalten, den hübschen Titel ״Das kluge Alphabet“ für ein neues zclinbündiges Konversationslexikon zu wählen, dessen Klugheit nicht nur in der Fülle des Wissens, sondern nicht zuletzt auch in der Form knappster Darbietung besteht. Den bereits erschienenen zwei Bänden (A bis Diplom) sollen die weiteren Bände in Ab- Ständen von je zwei Monaten folgen, 30 daß Ende 1935 das Werk vollendet vorliegt. War ein neues Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens nötig? Dein großen Publikum sind, heute mehr als je, die bekannten umfassenden Konversationslexika vielfach zu teuer; sie sind auch, schwere massive Folianlen, etwas unhandlich und sehr platzraubcnd. (Trotzdem sind die Broekhaus, Meyer, Herder doch unentbehrlich und ungemein schätzenswert; sie finden stets eine gehobene, begrenzte Bentitzcrschicht.) Die neuen einbändigen Lexika aber sind, naturgemäß, zu knapp hihi oft zu nichtssagend. ״Das kluge Alphabet“ schlägt einen angenehmen Mittelweg ein. Die Leser unserer Zeitung interessiert besonders die Be- Iiandlung jüdischer Fragen. ״Das kluge Alphabet“ ist das erste größere Lexikon, das nach der Umwälzung in Deutschland erscheint. Die Darstellung jüdischer Gegenstände ist, nach den allerdings noch spärlichen Beispielen des 1.11.2. Bandes zu urteilen, angemessen, objektiv, ausreichend für eine allererste Information; freilich bleibt das notwendige Fehlen joglieber Literaturangaben immer bedauerlich. Uchrigcns ist zu bedenken, daß 133״* kluge Alphabet“, im Gegensatz offenbar zu dem älteren Lexika, das geschichtliche und literarisclie Material zugunsten der Gegenwart in Wirtschaft, Technik und Politik, in Sport und Naturwissenschaften absiehtlieh zuriiektreten läßt; es will weniger humanistisch als realistisch sein, jung und zeitnah. Einige wesentliche Lücken seien angemerkt; indische Persönlichkeiten, wie der geniale Elcktrophysiker Hermann Aron, bekanntlich der Mitschöpfer der drahtlosen Telegraphie, der Erfinder eines Gasgliililichtes und des Elcktrizitätszüblers, dessen (umgekehrten) Namen noch heute ein Radioapparat trägt; der Erfinder des Mikrophons und der Granimophonplattc Emil Berliner; der hebräische Dichter van zentraler Bedeutung Bialik; es fehlen etwa Leo Baeck, Antokolski. Von historischen und sachlichen Stichwörtern vermißt man 7. B. Akademie für die Wissenschaft des Judentums, Auserwähltes Volk, Auge um Auge (kurze Aufklärung über beide Begriffe), Bar Kochba. Die Bezeichnung der Alliance fsr. Univ. als ״International“ ist schief und irreführend; richtig wäre ״interterritorial“. Die Behandlung des Antisemitismus ist leider noch nicht zu erkennen, da auf ״Judcnfrage“ verwiesen ist. K i r s c 11 n e r. Sclma Lagerlöfs Tagebuch. A. Langen — O. Müller Verlag, München 1933. Die fimfundsicbzigjälirige Sclma Lagcrlftf, die sich jeden Glückwunsch und jedes Geschenk verbat, hat uns nun selbst ein Geschenk zu ihren! Geburtstage dargercicht, das an Lieb- Ikhkcit seinesgleichen sucht. Sie veröffentlicht das ״T a g e* bucii der Selma Ottilla Lovisa Lagerlöf“. Mit vierzehn Jahren hat sie es einst geschrieben; als ein kleines, scheues ünd verschlossenes Mädchen, das zum Onkel Oricl und der Tante Gcorgina nach Stockholm geschickt wird, um Heilung für ihr krankes Bein zu finden. Und cs zeigt sich, daß das schüchterne kleine Mädchen mit dem glatten Scheitel, das uns aus seinem hohen Halskragen heraus mit 80 umtnrehdringlichen Blicken anslehi, als wollte sic den Beschauer auswendig lernen, eine' unlösliche Einheit mit der schönen alten Frau bildet, deren große fragende Augen so viel Herrllchkeit der Welt und des menschlichen Herzens sahen und deren schlanke Finger 80 viele Menschcnscliicksalc unvergcßlicli formten. Ist sie auch noch eine Art von ״häßlicliem Entiein“, die kleine Sclma, die von der Kindcrmulime Maja und der Frau Afzelius für so ״still und langweilig“ gehalten wird, so schaut doch schon allenthalben der leuchtende weiße Schwan mit den Flügelspitzen heraus. Wer sonst triife denn auch gleich in der Eisenbahn einen Studenten, der, wie nur die kleine Selma weiß, eigentlich ein Prinz ist; wer sonst hätte das seltsame Schicksal, im Palastc der Freimaurer eingeschlossen zu werden; und wer sonst erlebte die Entzauberung des Märchcnprinzen und seine Verwandlung ln einen simplen Tlieologicstudcntcn, der sich noch obendrein verlobt, mit so viel Innerem Tmste nach allzu tiefen Frschütternugeii, immer in der Ucbcrzcugutig, daß cs des Lebens Hauptgeschäft sei, Romane und Gedichte zu schreiben. Das ganze Alltagsleben der Vierzehnjährigen wird schon damals mir als Stoff für den möglichen Roman angesehen ... Hier ist wirklich einmal eine Jugend, die ihrem Alter und ein Alter, das seiner Jugend gleicht... Und vielleicht stammt aus dieser geradlinigen Entwicklung und frühen Erkenntnis des cigcntliehen Wertes im Leben und Lchcnsbcruf das tiefe Gefühl des Friedens, das uns aus den frühen und späten Werken der Sclma Lagcrlöf entgegenströmt. —bs—. Der Regisseur Alfred Wolf Inszeniert 111 Haifa das bereits Tradition gewordene Festspiel zu Chag Habikkurim (Scha* wuoth, 20. und 21. Mai) — ״Chag Hatcnnc“ ( •י Fest des Corbcs, d. h. der Erstlinge) —, zu dem aus allen Teilen Palästinas Gäste clntreffen. Die neue Bearbeitung der Schlonsky- Halevyschcn Fassung besorgte nach Anregung der Regie Ä. Schlonsky. — Musik: Pugatschoff. Tänze: Judith Orcnstein. IlllllllllllllillllllllllllllilllllllllillllllllllllllllllillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllH I SOEBEN ERSCHIENEN: ||!"""*יי!',’N יין וך״יי־ן ךין ך! ר״־ץ די *y n ךן |?J ItojyK} Wi!**aä!fei \ak Wäiiii IwmAB m) ״««*»»*יי fk4r' iJs IhHl ■)§ H Ein Wog zum Judentum |1 von laoao Drouor §j 3=• Vier Bücher In einem Band Großoktav, |§ |1 448 S.» In gedleg. Leinwandband RM 9,— i * e Das Buch wird Jadam Juden, dar nach Klarheit um sein g || Judentum ringt, zum unentbehrlichen WegfQhrer werden, || p E» zeichnet In groß angelegter Konzeption da• wahr- §2 p hefte Bild des Judentums 4 gegenüber mannigfachen §§ §5 Verkennungen in der Gegenwart. g: Zu beziehen durch alle Buchhandlungen oder direkt durch den Verleg der g =2־ Rabbiner Hlrech Gesellschaft, Frankfurt •« M., Hanauer Landatra&e!5, I, ~~ 2 * fVTfr5§ »■«ר«• ׳ ^tt1s1i1i1s1i1ußUii1iiSiiiiii1n1»iHi11u1ii111»111t1iHiH11ßiu111h111»1i1',1u1H1111111ui111111111i1t1111111nn1u11Hi1111i1111ii11m1iHi Nr- 40, 18. v. Neue Romane Jean Giono ״Der Träumer"; ans dem Franz־:־״ t set/t von Käthe Rosenberg, $, Fischer V״f U'n üb• 3,30 RM. Cr VcriaK1 iic,U Es ist ein wahrhaft dichterische« Buch, viellelH.t •, jeden geschaffen, aber ftir den, der ticreit ist! ’!ynsche Elemente zu akzeptieren und fern vdn i, r״cl;׳' des Tages und der mit dieser verknüpften f it״ . L"׳J Schicksal des Knallen, der der Held dieserCiescÄ״•^ folgen, ein wunderschönes Buch. Es ist hesond. י י,,* ־ Verzauberung, die die Natur und (lie Me״״ ’ * dieses wie 111 einem Wacht״״״״ liinlchendcn Km 1 . ״•״ etwas gespenstisch, zugleich aber gewinnen Mensel!יי1״ Landschaften immer wieder scharfe Konturen. cn ® Der Roman dieses iimgcn Mathematikers ist ei׳ ״»״ der Kampf mit den Machten seines Blutes und all י1״״' als Erbteil seines Vaters in ihm wach ist. Fr 1 ״״ '״״ schwistcr und nicht zuletzt mich seine Mutter sind; Schicksal gefesselt und durch den nicht mehr Icbcndm v ״ : gleichsam bewogt. Vielleicht muß man sagen, daß d h se ien Situationen, in denen dieser junge Student kl',i lebt, denen nicht sehr viel zu sagen haben, die heute a sind und deren Probleme aus ganz anderen Welten stanirj? Martin Salomonski ״Zwei in einem andern Land“ c■״.' I Benjamin Harz Verlag. Ki1״a־! J im Rahmen eines Rom an cs versucht der Verfasser e' ■ Vorschlag zu einer grotesken ״Lösung der Judenhass“ ז; huldigt dem unpolitischen ideal der bürgerlichen Ruhe« des menschlichen Friedens und schlägt vor, die Juden die Zeit, in der diese beiden Ideale durch die Wcügeschkw s zerstört werden, auf den M 0 n d zu tranporticrcn G halten den Augenblick, da alle Kräfte der Jndcnheit auf l\\ konkreten Aufgaben des Paiästina-Aufhaus konzentriert *er'.!! den müssen, für eine solche romantische Lösung nicht m eignet. f? Zeitschriften Zur Geschichte der Judenemanzipation veröffentlicht Frt! I Friedländer im neuesten Heft der M o n a t s schrill 1 für Geschichte und Wissenschaft des Juden, j tu ms einen wichtigem Beitrag. Er beleuchtet die Amtj> j nmlerscfzimg zwischen dem bekannten preußischen Juristen i Gehcimrat Streckfnß und jüdischen Verfechtern der Gleich- ' bcrcchligung ums Jahr 18 H. |m gleichen Heft berichtet 1 Wiener über neuere Schriften zur Bibciwisscnschaft (1| j Bubcrs ״Königtum Gottes“); Moses Gast er setzt sei« ׳ Untersuchungen zur vergleichenden Sagcnkimdc fort, ud; Bernhard Heller ergänzt ihn. Die MGWJ. wird in diesen > Jahr mindestens in gleichem Umfang erscheinen wie in י vorigen, da das Januarheft stark erweitert werden konnte. Ms» abonniert die ״Monatsschrift“, indem man Mitglied der Ck• : Seilschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums k; Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von 10 RM, an die Gesellschaft (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7030) sendet, \ Mai-Heft ״Der Morgen". Arno Hcrzberg behandelt \ das Problem des jüdischen Journalismus. Ludwig Feucht•; wnngcr nimmt das Erscheinen von Benno Jacobs grundlcgai■ I dem neuem Bihcikonimcntar zum Anlaß, um das Verbäitnii } zwischen christlicher und jüdischer Bibciwisscnschaft zu be• J leuchten. Johanna Michaelis arbeitet mit der tieferen sym-; bolischcn Bedeutung des David-Schildes auch die bis in ■ Altertum ztinkkreichenden Kräfte heraus, die diesem Zcichn i zum Rang des jüdischen Symbols verhelfen haben. Eis Aufsatz von H. J. Sclioeps über Franz Kafka zeichnet die gerade in ihrer Realistik rätselhafte Figur des modernes Mystikers, aus dessen Nachlaß immer noch neue ungclwhMt . Schätze ans Licht treten. Zu Scliolem Aiejchems 75. Geburt־• tag stellt Leo Hirsch die Frage nach der Bedeutung der ' ostjüdischen Literatur im Rahmen der Weltliteratur. Mä; dem Titel ״Das möblierte Zimmer“ greift Meta Samson rt brennendes Probien! der heutigen gesellschaftlichen Umschich•! tu"K a״f• ־ S. Müller: Von jüdischen Bräuchen und jüdischem Gott»• dienst. 1931. J. Knuffmann Verlag, Frankfurt a. M. i Das in zweiter Auflage vorliegende Buch des geschäht« 5 Schulmannes wird gerade in heutiger Zeit seine Bestimmt«; trefflicii erfüllen, den aus dem unfruchtbaren Ozean der I»• ditferenz ans jüdische Gestade Geworfenen, aber auch viel«; vorurteilslosen Nichtjuden die jüdisch-religiösen Bräuche « j Haus und Gemeinde seelisch nalic/.ubringcii und eine vertiefte Kenntnis der ethischen Grundlagen des jüdischen Cjemeinschaftslcbens zu vermitteln. Der Verfasser hat es nicht btt einer trockenen Aufzählung von Einzelheiten in Ritus ״״“ Kultus bewenden lassen, sondern in liebevoller seelischer Ei«‘; fiililung das Zugrundeliegende und Allgcinciiigültige zu be• .ן leuchten verstanden. An/uerkcnnen ist auch der Takt, mit«® das Buch geschrieben ist. Ohne Schärfe und Polemik gfS« irgendeine ״Richtung“ ist das Wesentliche glücklich heraus* gearbeitet. Vielleicht tut der Verfasser des Guten zuviel,״״■ er liier und da den ethischen Sinn überbetont und apoio־ getisches Material zu sehr anhiiuft. Auch hätten w|r begrüßt, wenn die Verbundenheit religiöser Gedankens«־״ mit den nationalen Werten Israels etwas stärker zum < ’ druck gekommen wäre. Ritus und Kultus sind ja nicht au ־ lieh aut die Moseslehrc aufgesetzt worden, sondern Leben des Volkes hat sic aus sich heraus gestalten j Johann von Leers ״Der Kardinal und die Germanen',! ־״ei , Hanseatisch« j Auseinandersetzung mit Kardinal Faulhaber Vcrlagsanstait, Hamburg. 1,50 RM. ln dieser Schrift setzt sich Dr. von Leers mit der 'י£ f ׳, ten Sitvestcrnredigt des Kardinals FaUl' (W auseinander und Kritisiert seine Darstellung,_ die er Germanentum und insbesondere die vorchristliche tat der Germanen gegeben bat. Im Rahmen dieser a > (J amlersetzung beschäftigt sich der Verfasser auch 111 jüdischen Quellen des Christentums, denen er die ge scheu Glaubens- und Kulturtatsachcn gegcnüberstellt. Jossef Eliya. Im Jahre 1931 starb nach kurzer K 1 im jugendlichen Alter von 39 Jahre» der erste juettsem tcr, der sich in neugriechischer S pr •י f 1' c 5 inen hat ח cht r m . ■ , I. וף ||l-* gesehenen Namen gemacht hat. Jossef L11 y a ״ ׳׳{. bloß eine Reihe von Werken in griechischer ^Spra^ j!־ schaffen, er hat vor allem auch die jüdische neugriccliische Literatur eingeführt. Sein Drama״ gent. hat Aufsehen erregt. Es ist ein Verdienst, das sich ״ ,!j Bcrith-Logc ״Saloniquc“ in Saloniki erwirbt, dalJ - eine ihrer nächsten Aufgaben betrachtet, die w;״. Dichters herauszugeben. Soeben hat sie als Itr0־'״,.CSIcbf|1׳ gleich als Einleitung ein Buch von 93 Seiten hera •k s 0(jj das den Titel führt ״In Memoriam. Jossef sje11!! hcllcnohebraios sygehronos poictes“, und in dern einer Einleitung von Leon Rekanati und einem ' . Atn ti" Achilleus Kaleuras eine Anzahl von Huldigung rwjßuBj den Dichter herausgibt, denen Proben aus seiu;beigelügt sind.

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