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Jüdische Rundschau · 1934-05-10 · Heft 38 (10.5.1934) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 38 (10.5.1934)
Date
1934-05-10
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nf, 38, 10 V• 1934 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 9 V. ז י')' £;!! ■LI »Q W'ii , *״י 1’•יי*׳, W׳!^ i Tr ■‘1׳מ?,!->ייייי י rin 11,;״ י־ Q i.m irc-iau 1 "»׳. M 328 »«,r. Atil 10 01 Ml!> ti. M 263 10!o liir mein* 1R• J.thre?W1 nrstlrfi V,.r '*.-*nictinj it«"!;uni! krijtrji. kt"rtr,af5p |0, «La I 7 h in Sud• nun ,!.יי!! hol ft auf f| #11!20 .׳! ihm irru# OOO fl»?![ 1k. rrlord חי׳ vofh 62 «n Hi« iskr, /ntr« •1147׳ ,5! «t«srn׳Kltt ׳ in IlWfi». ■pfktc inllen. Sh n $9 U 44 hi n י׳־י:׳ ״-Sn*h« Er ss*• im 141) זןיו!ח bilul lsniscn 1״z1rH0l ibek e?8 arf (*M ffrrCSi erricht. I Uli»־) ßcr horrii, •^י׳וח ,1 thteH® Nach״ >a d | JusD'i•'• -n, *0 , »0> 4733• Ha“׳״ יי׳^ס• tofh״ SICH mfll'h pftk!״ Bericht von der Levante-Messe Von C. Z. Klötzel fjn paar Tape vor der offiziellen!:röffmmg der Levante- ftsc «arm wir nachts* auf dem Messegclämlc. Es herrschte ^,sillie fieberhafte Diligkcit wie am Inge, tibcrall wurde " .|;,miiicrf, gezimmert tuul gemalt, ununterbrochen kamen die ׳:Ufii I ״rtmit״« mit den schweren Kisten aus mehr als einem n,1l/,1nl europäischer Lander mit den Waren für die Aus- Plötzlich erlosch ilas elektrische Licht, (ranz. Tel- Mi«וויו ׳,|וי1 ־ Dunkeln. Anfangs blieb jeder dort, wo er gerade ,rheitefc. als es sich aber herausstellte, dal! die Störung nicht ((l scliiii'll beliobeu sein winde, kletterten die Leute von den L(;(l,r«1 und (ierüsten herunter und setzten sich aut die noch ״״״cstriilicnen Hanke, die tiberall an den Wegen der Ausaeliing standen. Und plötzlich bot sich ihnen, die seit Wochen 11m1 Monaten an der Messe gearbeitet hatten, zum erstenmal (l0 ״ cs;ו m t b i I d ihres W r r k s, zauberhaft beleuchtet von (Inn fast vollen palästinensischen Mond. Die Wirkung w’ar ,fit,,1111, Zuerst wurde es ganz still, die Gespräche versiegten, jijitn begann jemand zu singen und bald sangen alle. Sie ,,n״cn, weil das, was sie da sahen, so schön war und ihr ix'erk. Auch im strahlenden und unerbittlichen Sonnenlicht ist tlas ׳,!וr erste Limlruck: die Messe von Tel-Awiw ist schön. Pro l’lancr mul vor allem ihre Architekten haben etwas ge-; h.iffeit, das auch das ästhetisch verwöhnteste Auge tast jc-tlos befriedigen muh. Alle Formen, alle Farben, alle Ver- ),,Itiiissc stimmen vortrefflich zueinander und bilden ein überallS h.irinonisches Ganzes. Und die gleiche I larmonie besteht fischen dein Messe-Komplex und der ihn umgebenden yat״r: dem Meer, das seine sanfte Friihsoinmcr-Wcllcii bis Jmtcr den Ireischwebeuden Balkon des I lauptrestaurants rollen!,!fit, den gelhen Dunen, auf denen diese ganze Ausstellung«- (ladt gehaut ist mul die sie flankieren, und dem etwas wilden jjmf uneinheitlichen Hintergrund, den das bis dicht an'die Messe• heraugew aehsene Tel-Awiw bildet. Will man den Gcsanifcindrnck der Messe, so wie ein erster schneller l leberblick ihn vermittelt, in zwei Worte kleiden, so!null man sagen: würdig und heiter. D ist ihr besonderer Vorzug, daß man für sie einen Rcpriifcnt.itionsstil gefunden hat, der ebensoweit entfernt ist von propigrm Imponierenwollen wie von spielerischer ״Ncttigfeit“. In allen Bauten, die von der architektonischen Leitung der Messe selbst errichtet wurden, herrscht der Ausdruck eines ruhigen mul kraftvollen Selbstbewnilltscius, und über dem (ian/cn liegt ein Schimmer von Festlichkeit.!Dieses Leuchtcmle stammt in der I lauplsnche von den Färb c n her, insbesondere von den zahllosen F a h n c n, die über dieser Aus- (tcllimg wehen. Mit dem gleichen sicheren Instinkt ist ein anderes Läment zur ästhetischen Formgebung benutzt worden: die Schrift. Es ist an sich keine leichte Aufgabe, die!ן!!,«Irdischen Zeichen der hebräischen Schrift, arabische Omamciilsihrift und europäische Antiqua nebeneinander zu ver- «enden, und es gibt in Tel-Awiw und Jerusalem genug der Irilllic■lislen Beispiele dafür. Aber auf (irr Messe ist dieses Problem außerordentlich gut gelöst worden, und mehr als eine sonst lote Wand erhält durch die charaktervolle Schriftlulirum: ästhetischen Wert. Fine sehr naheliegende Frage wird durch den ersten Blick auf die Messe sofort entschieden: sie ist eine durch und durch europäische Angelegenheit, die zum mindesten in ihrer änderen Frschcimmg nichts mit dem Orient zu tun hat. Wenn wir sign!, daß sie in jfdec europäischen (iroßstadt stehen h'imlf, so wollen wir damit zweierlei nnsdriieken: daß ihre Formen durchaus europäisch sind und dall sie jeder europuisehen tirollstadt würdig wäre. Man darf das von jüdischer Seile ruhig ausspreelieti, denn dieses Urteil wird in den nächsten Wochen von der Presse der ganzen Welt bestätigt werden. So europäisch ist das Gesicht dieser Ausstellung, dal! zwei kleinere Bauten, die den üblichen orientalischen ״Mos1hee"-Stil imitieren, peinlich aus dem Rahmen fallen. Der Stil, in dem diese Ausstellung gebaut ist, ist der bester europäischer Zweckbauten, mit starken, cliarakteristischeu Unirißlinieu und grollen, ruhigen Flächen. Diese Finheitlichkeit der äußeren Form wiederholt sich im Innern der pahstinnisischcn Hallen und Pavillons, während die der fremden Staaten in oft sehr ausgeprägter Form den ästhetischen Oescliin,ick der verschiedene״ Nationen widcrsriicgcln. Hier muß sls besonders eindrucksvoll mul im besten Sinne modern der italienische Pavillon genannt werden, in dem Anmut und Würde der lateinischen Rasse zu besonders überzeugendem Ausdruck gekommen sind. Leiter ׳den schönen und feierlichen F r ö f 1111111 g s a k t ht vmi imilerer Seite bereits berichtet worden. Vielleicht ist f« alter nicht unwichtig, daraul hiu/mveisen, mit welchem Instinkt 11ml (icschick hier starke Eindrücke für Auge und Ohr fpsrliaffen wurden. Fs ist von mancher Seite bemängelt wor- ,len. daß weder der Oberkommissar noch Bürgermeister Bi/engoff in ihren Reden daraut hinwieseti, daß diese Messe 'pn Jiidcn und nur von Juden geschaffen worden ist. Vielitirlit widerspräche eine solche Betonung dem üblichen Zere- Pionicll einer internationalen Messe, wie cs die. Levaute-Messe in Tel-Awiw ist. Aber wie dem auch sei: jener Hinweis war nicht nötig, niemand, der der Fröffniing bei- PC"olu1t hat, konnte im Zweifel darüber sein, dah es das j ii - ö s c!1 e Palästina war, das in diesem feierlichen Akt die Vertreter der Welt willkommen hieß. Und das jüdische l’ubli- הווו׳ hat dem mit jener Selbstverständlichkeit Ausdruck gc- Cfht'ii, die im Oaluth unmöglich wäre. Fs brachte dem Ober- Onunissar eine spontane Ovation, wie sic ihm außerhalb der Messe wohl kaum je dargebraeht worden ist, die man hier a"cr als eine selbstverständliche Höflichkeitspflicht empfand Ccgcinibor dom im höchsten Rang stehenden Besucher der "esse. Man applaudierte der Kapelle, des schottischen Regi- •Muts, die in schneeweißem Tropendreß ״find save the King“ spielte. Aber IJssischkin und Dizcngoff jubelte inan zu, und "lc Hatikwab wurde von den Tausenden mitgesungeu. Nim ist die Ausstellung eröffnet, und wenn auch aut den •fanden noch nicht alles vollendet ist — im wesentlichen eine folge des schlecht organisierten Zolldienstes — so zeigt ein erster schneller llcbcrblick doch schon etwas Fertiges, 1m höchsten Grade Lebendiges. Ein Mcssebummel . D111 iiber den Dingen zu stehen, habe ich mich zwecks Abiassim,, dieses Berichtes auf die große Terrasse des Haupt- •,fstanraiijs der Messe zurückgezogen. Der U eher bl ick, "Cl1 inan hier gewinnt, ist umfassend. Rechts begrenzt den 1•«ri/cnit die schwarze Rauchfahne eines Dampfers, links streift 'lcr Blick über einen Falnicnwald bis zu dem luftigen blaufolcu Gerüst der Berg- und Talbahn des Lunaparks. Rechts *!11engen jüdische Jockevs aut arabischen Pferden über den M״ü der ״Strand-Rennbahn“, links sehen jüdische Eltern mit י״ן ן0ס wie ihre jüngsten Sprößlingc aut den vergoldeten Rossen eines englischen ״Mcrrv-go-rotind“ sich tummeln. ‘ lcl> weiß, daß eine Messe eine ernste und sachliche Anfjwgcnhcit ist, was sich späterhin in der palästinensischen nändelsbilanz manifestieren wird. Aber sie ist auch ein großes vo!ksvergnügen. Und über diese Seite ihres Wesens 1י' schreiben macht nicht nur mehr Vergnügen, sondern er- 01׳net auch Einblicke in ein Stück palästinensischen Lebens, p4 m »1s7f öliil!!' . i '• , ) ־;׳•r •׳ Links ohe n! Dir Feier vor dem Gebäude, der Stadtverwaltung. - Rechts ohm: Festzug der Schulkinder. - I.inlu unten• Bürßcrmrt.der Diufngojj empfimgl die Glückwünsche der Tel-Awiwtr Jugend. - Rtchlt unten: Das Stadtwappen von Tcl-Awtw. F״!״: PU.tik.,Trl-Awiw die sich nicht gewinnen lassen, wenn man den Blick nur aut die ökonomischen Perspektiven gerichtet hält. Die großen Ab- Schlüsse, von denen die Aussteller träumen, werden ohnehin erst gegen Ende der Messe getätigt. Sprechen wir inzwischen von den Bagatellen, von den unwichtigen, aber reizvollen und aufschlußreichen Kleinigkeiten. Was macht dem Publikum aut dieser Messe eigentlich den meisten Spaß? Ich habe ׳mich ein paar Stunden in den verschieileiK'i) Pavillons lierumgetrieben und dieser Frage ein eingehendes Studium gewidmet. Die Resultate sind zum Teil überraschem!. Sollte man es z. B. für möglich halten, dal) der Pavillon der Palästina-Regierung seinen starken Besuch hauptsächlich einem — Halm verdankt? Einem prächtigen weißen, durch und durch englischen Sussex-Halm, der unentwegt kräht? Aber so ist es: die Neugierde, zu wissen, was der Hahn mit der Regiening zu tun hat. lockt die meisten Besucher in the Halle. Und mit Freuden finden sie dort noch Küken, Karnickel und riesige Truthähne — alles Mustcrexcmplarc von Rasscticrcn, die die Regierung zur Verbesserung der palästinensischen Zucht eingefiilirt hat. lieber jenen Teil des Rcgicrungspavilloits, in dem die Post- Verwaltung ausgestellt hat, stehen unsichtbar die Worte ,.Zukunftsmusik“! Denn dort sind die schönsten und modernsten Sclbstanschlufi• apparatc nufgesfellt, während wir selbst immer noch mit jenen merkwürdigen i lör- und Sprechtrichtern umgehen müssen, die außer in Palästina nur noch in amerikanischen Vorkriegs• filmen Vorkommen. , Wenn Du einen Messebesuclier mit in den Nacken gcworfeuem Kopf verzückt in die Höhe starren siehst, so freut er sich iiber die Worte: ״Tozcrcth haarctz“, die von der Oberkante des Aiissichtsfurms, -- des ״ersten Tel-Awiwcr■ Wolkenkratzers“ — lHTableuclitcn. Es ist das Wesen einer Intcrnatioiialcu Messe, daß sie eine Schau nicht nur der Landesprodulde, sondern auch der auswärtigen Konkurrcnzproduktc bildet, Das läßt sieh nicht vermeiden. Aber ,,Tozcrctli haarctz“ bleibt deshalb doch nicht nur die Losung für Palästina, sondem Wort und Begriff sieben im wahren Sinne des Wortes auch auf der Messe an ״höchster“ Stelle. Was gibt es nicht schon alles ״Made in Palcstinc“ in dem riesigen Tozercth- Hnarctz-Pavillnn! lei! will nicht von den großen und wichtigen Dingen sprechen, sondern von den kennzeichnenden Klein i g k c i t e 11. Da gibt es Babies, die in Palästina-Seitenschaiim baden, Kühe, die von Palästina-Oelknrhen dick und fett werden. Kitsch gibt es mit gebatikten Klagemauern, der immer noch unter dem Namen des Bezalel segelt. Besondere Anziehungskraft üben im Tozerctli-Haarefz- Pavillon die ״süße“ und die ״duftende“ Ecke aus. Lind hier zeigt sich, wie wenig verwöhnt das palästinensische Ausstelhingspublikum ist. Denn wo in der Welt dürften cs die Schokolade- und Bonbonfabrikaiiten wohl wagen, keine Gratisproben zu gehen. Hier kauft man die Schokolade, ohne sie vorher geschmeckt zu haben!!Die ״duftende“ Ecke hat die Zeichen der Zeit schon besser begriffen, und die guten EMiltc Palästinas nimmt man ganz gratis von der Messe mit nach Hause. Für die palästinensische Jugend ist die Messe ein einziger Anschauungsunterricht. Schon führt man sie Massen- und schtilwcise her, und nicht nur aus Tel-Awiw׳, sondorn aus dem ganzen Land. Und mit Windeseile spricht sich herum, daß man in den italienischen Pavillon gehen muß, um Sie heutige Nummer der «Jüdischen Rundschau" mußte wegen des Feiertages um einen Tag früher abgeschlossen werden. das große Modell des Dampfers ״Roma“ zu sehen, in den. schwedischen, wo die Maschine des Motorschiffes ״Vasaland“ im Betrieb vorgeführt wird und zum Stand der jüdischen Karosscrirfahrik, wo der neue Autobus-Typ zu sehen ist. Und im ״Automobils,■llon“ stehen wir Acltcron gerührt und ertreut abseits, den detaillierten technischen Gesprächen folgend, die diese Jugend auf Hebräisch absolviert. Soviel ״Iwrith" und' soviel — Motortcchiük werden wir nie begreifen. Her L u n a p a r k ist das einzige Gebiet der Messe, in dem England dominiert. Die Karussells, Liiftschaukcln, Berg- und Talbahncn, Schießbuden usw. mit ihren Autos und Maschinen, sind alle aus Großbritannien hergekommen. Sie machen vortreffliche Geschäfte. Noch bessere freilich machen die zahlreichen Buden, in denen unter dem Gewand der ״Geschicklichkcitsübung“ ein bißchen harmloses (Rückspiel getrieben wird. Das ist das Paradies der Sephardim. Mit einem Pfeil nach Zigarcttenschaclitcln zu werfen oder mit einem Piaster nach dem einzigen roten Plakat auf einer Tafel ist die höchste Freude einer Bevölkerung, die sich ihre Fröhlichkeit in Grangensaft antrinkt, und der das farbenprächtige Bild der Messe vollauf genügt, um sich in den Rausch der Freude zu versetzen. Kleine Nachrichten High Commissioncr Sir Arthur Wnuchope hat an den' Tel-Awiwer Bürgermeister Meir Dizcngofl ein Telegramm gerichtet, in dem er ihm seine GI ti c k w ii 11 s c l|e anläßlich des 25jährigen Jubiläums der Stadt Tel-Awiw übermittelt. Anläßlich des 25j,ihrigen Jubiläums der Stadt Tel-Awiw wurde dem Bürgermeister Meir Di/cngoff, der gleichzeitig belgischer Konsul in Palästina ist, die höchste ׳ belgische Auszeichnung, der Leopolds- O r d e n, verliehen. [Der Sekretär des belgischen Konsulats, Isaak Katz, wurde mit dem belgischen Kroncn-Orden ausgezeichnet. In Paris ist im Alter von 82 fahren J 11 s s u f Na von Bcy, ein Vorkämpfer der Palästina-Kolonisation, der einer der vornehmsten jüdischen Familien des früheren türkischen Reiches nngchürtc und mit Sultan Abdul Hamid eng befreundet war, gestorben. Navnn Bcy war 1832 in Jerusalem gehören. Schon vor dem Beginn der modernen zionistischen Bewegung arbeitete er im Dienst des Gedankens einer jiidisehen Kolonisation in Palästina. 1S81 erhielt er die behördliche Genehmigung zur Gri düng der Kolonie Ekron bei Jaffa: auch an der Gründung von Petach Tikwah und Ri sc hon lc Zion war er hervorragend beteiligt. A11 der Kownoer Universität wurden 80 jüdische Abiturienten einer Prüfung in der litauischen Sprache unterwarfen, da nach den neuen Uoelisdiulbestiminungcn die Aufnähme erst nach Ablegung einer solchen Prüfung erfolgt. Nur eine Abiturientin bestand das Examen, während alle übrigen mit ihren Gesuchen tun Aufnahme in die Universität abgewiesen wurden. Am 17. April starb plötzlich während einer Bcstiehsreise in Haifa im Alter von (17 Jahren Justi/rat Safomon Kalisch aus Breslau, eine der führenden Persönlichkeiten des Breslauer jüdischen I iber;ilismus, langjähriges Mitglied der Breslauer Gemeindevertretung, später des Vorstandes, viele Jahre Vorsitzender der Breslauer Ortsgruppe des C.-V. Der ״W i rt s c h a f t s d i e n s t“ Hamburg vom 27. April veröffentlicht einen Aufsatz von (1. Rothenburg über Palästina, der sieb mit der Menschen- und Kapitalcinwandcrung, der Entwicklung der Industrie und des Außenhandels beschäftigt. Professor Dr. Franz Blumenthal hat einen Ruf an die Ann Arbor Michigan-Univcrsity als Research Professor of Dermatologie erhalten. Die Sängerin Mary Fuchs, früher u. a. am Opernhaus Königsberg, ist in Holland am Radio Hilversum tätig. Sie ist für die kommende Saison an die Königlich Vlaamsche Opera in Antwerpen als!.Koloratursängerin engagiert worden. ן

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