Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 34 (27.4.1934)
- Date
- 1934-04-27
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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jODISCHB RUNDSCHAU *n 1-1 rr*\ t, m * יז יי fm W W kä te .ä 44 *ך ^•'j r j! V־; Nr. 34. 2r. APRIL 1934 (Lss iatt A11l.:il»icl1 des einjährigen Bestehens der Wirt sch afts-!,ilfedcr Berliner Jüdischen Oeincindc fand eine Zusammenkunft ihrer Vertreter mit Rabbiner״, Mitgliedern der Riiclisveriretunp und des Preußischen Landesverbandes sowie der jüdischen Presse statt. In einleitenden Worten betonte Direktor Stahl die Notwendigkeit der Stelle. Hierauf ergriff Herr A d I e r - K 11 (I c i das Wort untl schilderte ihre bisherigen Arbeiten, im Vordergrund des Interesses stand die Frage der licrufsu m Schichtung. Bereits I <) J i verließ eine 1111- ״cheure Zahl jüdischer Schüler die Schulen und drängle in neue Berufe. I!) 12 waren PHD Schüler ru bcraU'11, 1933: 3SO«. Eine!:rode Zahl von Lehrstellen konnte vermittelt werden. Die Zahl der Vermittlungen hat sich verdoppelt. Vom Januar bis Murr betrug der Vcrmiltlungsdurchsclmitt zirka '250, «Mtreml er in den früheren Monaten geringer war. Für die Beriifsiuuscliiclitiing fehlte es an Lrtalirimgcn und geeigneten Menschen. Deshalb mußte viel experimentiert werden; aber jetzt hat sich eine Praxis hcrausgcstellt, die brauchbar zu sein scheint. Ls ist jedoch stets darauf hinzuweisen, daß die Um- «cluchtunß keine Losung für alle ist. Sie kommt nur für jüngcre und noch umstdlimgsfahige Menschen in Frage. 8600 Mr״H-|1cn sind im letzten Jahre beraten worden, 2158 davon sind zur Umschichtung gekommen. Dies zeigt die Grenzen, die der Umschichtung gezogen sind, in handwerklichen Berufen ist cs notwendig, solche Bernte atif/tifiuden, die abseits der grollen Heerstraße liegen mnl dennoch Lrwcrbsmöglichkeilen bieten. Line landwirtschaftliche Ausbildung im Hinblick auf Bcrulsausülnmg in Deutschland kommt nicht in Frage, da keine Untetbriiigiiiigsmoglichkcitcii bestehen. Der Arbeitsnachweis: 1932 waren 14000 Arbeitslose gemeldet, 1013: 10 500. 1032 wurden 3400 Vermittlungen vorßrnoinmcn, 1033: 7000. Früher kamen fiir die Unterbaugütig von Angestellten die Warenhäuser und großen Betriebe in frage, jetzt in der Hauptsache die kleinen und mittleren Betriebe. K a n f m ä 1111 i s c 11 e A bt c i 111 n g: Hier sind die Schwierigknlcn besonders groß. Notwendig war die Stützung dieser Betriebe durch kleinere Kredite. Ls ist erstaunlich, mit wie kliiiH-ii Summen sich teilweise Existenzen stützen oder sogar Jüdinnen lassen. Meist besieht die Tätigkeit in einer Bei.itniig, da viele der kleinen Unternehmer sich mir schwer selbst zu helfen wissen. Unte־• •KKW Beratenen erhielten 760 rin |)nrlche11. Insgesamt hat die Wirtschaftshilfe 6000 bis 7000 Menschen gestützt. Händler und Vertreter: Eine besonders arme Gruppe. Die Summen, die in dieser Abteilung aufzuwenden waren, sind verhältnismäßig gering. R cc 111 s b e r a 111 n g: 3000 Besucher nahmen im letzten Jahr diese Stelle in Anspruch. Sic konnte durch Verhandlungen für die Rcclitsuchenden gute Erfolge erzielen. ®״Ml 1 ך*""/ ן* ך"., «-* Wl fctJ ha—d Im. W11«^ Aerztc und Rechtsanwälte: Ungefähr 4000 Aerztc iinhnicn die Stelle in Anspruch; hierbei ist zu berücksichtigen, daß in dieser Zahl auch die Provinz mit eingeschlossen ist, da die Stelle in der ersten Zeit ihrer Tätigkeit auch die Aerztc außerhalb Berlins iimtaiHc. Unter den Aerzten besteht eine gut diirclmrganisierte Selbsthilfe. Auch eine Anzahl Apotheker konnten imtcrgebracht werden. K i't n s 11 e r 1111 { e: Aus 2000 Künstlern galt es zunächst die wirklich Begabten auszusondcrii. Die Tätigkeit der Kirnstleihilfe hetruclitcte das Musikleben in der Gemeinde sehr stark. — Cluire und Schauspiclkollektivc sind mit Unterstützung der Stelle auf Tourndc ins Ausland gegangen, einzelne mit besonderem Erfolg. Abschließend behandelte Dipl.-Ing. W oyda die Frage der Einkonimcnvcrhältnisse in der Berliner Gemeinde und das Problcm der Binnenwanderung der deutschen Juden. Er wies aut eine von der Gemeinde vorbereitete statistische Bearbeitung all dieser Fragen hin, die demnächst erfolgen soll. Eino V/undorauskunfislollo dos lugondpüogodozomolfl Dem Jugcinlpnegedozcrnat der Jüdischen Gemeinde Ist es nach Ucbercinkimll mit dem Reiehsaiissclmß der jüdischen Jugciulvcrhämlc gelungen, innerhalb der Mark Brandcnlnirg Möglichkeiten zur Ucberiiachtuiig der wandernden jüdischen Jugend zu schaffen. Es haben sich in etwa 30 Klcingcmcindcn Familien bereit erklärt, Wandergruppen in Einzel- und Massenquartieren unter/uüringen. In vielen Orten haben sich die Gcrurindcuiitglicdcr erboten, Verpflegung zu gewahren. Außerdem beabsichtigt das Jugcndpflcgcdczcrnat, zwei eigene Heime in der nächsten Umgehung von Berlin zu errichten, um den Jiigendhündcn die Möglichkeit zur Abhaltung von Tagungen tuul Arbeitsgemeinschaften zu geben. Die Anmeldungen fiir die Unlerkuiiftssiülleii erfolgen lediglich durch das Jugendpflegcdezcriiat, Gruppen und Einzclwandercr müssen sieh rechtzeitig au das Jugcndpflcgcdczcrnat wenden, um freie Quartiere fiir die Wanderung zu sichern. Aus diesem Grunde hat das Jugeiuipflcgedezcrnat einen regelmäßigen Wanderdienst durch die Schaffung einer Wanderauskunftstelle eingerichtet, In der Gelegenheit zur Rücksprache und Vorbereitung der Wanderungen gegeben wird. Die Sprechstunden finden täglich, außer Mittwoch und Sonnabend, von 10 bis 121,5 Uhr und Dienstag nachmittag von 4 bis 6 Uhr in den Räumen des Jugendpflegedezernats, Roscnstr. 2/4, Zimmer 30, Norden D 1, 6711, statt. iwi j»4u1«t11״,u« juyüntl Seit über fünf Jahren arbeitet die Schule der J0 disehen Jugend in Berlin. Im Grumlutigsj.-ihr 1028 waren sich alle Bünde darüber klar, daß es kein jüdisches Leben ohne jüdisches Lernen gibt. Zuerst nebriü-ehr Kurse; aber schon in den ersten Monaten kamen Geschichte und Literatur, Musik und Kunst hinzu, 11ml auch die Fragen der Gegenwart wurden in Somlerveranstattimgen behandelt. Die Lage hat sich geändert; führende Menschen gingen aus B:rlin, und auch die Lernemlni sind heute zumeist in praktischen Berufen oilcr auf Harhschara tätig unil haben dem Geistigen gegenüber eine andere hmstelhmg. — Dies alles brachte es mit sich, daß die Arbeit der Schule schwächer wurde, bis sic im Herbst 10)3 von Neuem begann. Neben den hebräischen Kursen sollten Bibelkurse und ein Kurs über Maimonides die Verbindung mit dem Erbe der Geschichte herstellen. Im kommenden Semester werden neben den Sprachkursen auch wieder Bibclkursc und eine literaturgeschichtliche Arbeitsgemeinschaft statt find cn und in Sondcrveranstaltungen Fragen jüdischen Lehens behandelt werden. Ungefähr MX) Menschen der Bunde wollen bei uns lernen. Sic warten auf unsere Kurse, deren Beginn aus äußeren Gründen leider herausgeschoben werden mußte. Die Schule der Jüdischen Jugend hat eine wichtige Aufgabe zu erfüllen, — und wird sie auch erfüllen, wenn ihr die Möglichkeifen dazu gegeben wird. Die Kurse beginnen vorläufig am 2. Mai in der Schute Auguststr. 1314, und auch im Westen. Auskunft bei F. Aron* stein, Tile Wardenbergstraße II, und in den Bünden. F. A. Ausstellung Splro-Mcldncr. Im Anschluß an die Ehrung, welche die jüdische Künstlerhilfe den beiden Jtibilnren Eugen Spiro und Ludwig Meidncr zuteil werden ließ, hat das Jüdische Muse u m in der Oranienburger Straße eine sehr dankenswerte Ausstellung von Werken der beiden Künstler veranstaltet. Gerade in ihrer Kleinheit ist diese Ausstellung, die Erna Stein ziisanunengcstellt hat, besonders bezeichnend, da sie In guter Auswahl die Künstler von ihrer stärksten Seite verführt. So sicht man von Spiro Porträts, Landschaften, Stadtbilder, deren malerische Kultur uns immer wieder aufs höchste erfreut. Meidncr hat mir wenige Gemlilde zur Schau gestellt, darunter ein höchst charakteristischcs Selbstbildnis. Von seinen Zeichnungen überwiegen mit Recht die seiner letzten Schaffensperiodc, die wohl den Höhepunkt seines graphischen Werkes darstcllen. — Neben Ludwig Meidncr sicht man mit großem Interesse auch einige Werke seiner Gattin und Schülerin Else Mcldner. Sie sind in der Zeichnung nicht immer von jenem technischen Können, das nur jahrelange Uehung zu geben vermag. Aber die malerische Haltung, die in ihrem dämmerigen Charakter mit aufglühenden Rottönen etwas Rcmbraiultisch- Geheimnisvolles hat, strömt doch eine entschiedene Wirkung aus. F.L. / 1 ח ח ץ־י־״ן r 1j ,11;־ nl.•'. Ifira i kJ»’ ui U & U ik U ,«.SB kiJikä Sonnabend 8'/s, Sonntag 41/2, 8‘/j Uhr mit: WALTER STEINER, H EDI HAAS, JACKS KSTE MAY, DLAROO, ALFRED JANSEN.L Ti.chb.UrHnntjtn unter Hochmeister 47 0110 •rt»lcn. ׳•■•*׳ KanUtrnßo 12. Beginn 2 Uhr Am Sonnaboml, dom 28. April! Grisrspir;!. CAE3IM.A SPIC3A Knie KII111 . Erwin Hapnar KHen Hrltwanncko Uso Bardy Ern« Klein und das neue Programm Prel•« vonRMl,—an. Kein Veracht. Vorverkaufs Sonnabend ab 12 1 Hir »n drf Käme. —• Tcicfrmiftche 13 Mellttn^cn tätlich J6 llloibtrou 2189 iatzt: Wilmcrsdorfcr Str. 84 8m Kurfürtttitdamm ״,"!׳*.*עSÜmS11 tmd«W,san® ”י4!’"י'״‘" ־ Ara Sonnabend, den 28. April 1934• abend* יי׳־׳י Uhr erolfnct der beliebte Conferencier ןיי1(4|1י־י> (vormals Ambassadeur) Hardonborgstr. 17 mH großem Programm und Ten* Spieltage: Joden Donnorstag und Sonn- *Send 83/י Uhr, Sonntag 4 Uhr u. 8'/j Uhr tuchSci. CI 3155. Fa erwartet Sic Horb.rt Z.rnlk nTAME STINEIUKG v tto sonnen wir uns unter uns gut omtuieronT iiCaföTriaiion*‘• Inh. Hornstein Nyerl,c|,or PI.»* 1, Tel. B6 0835 . Mi(*!. der jad. Gemeinde ■kl* und abend, TANZ F.!«tritt frai ^*׳k«nn| bette Wiener K u ehe bei een* billig■«« Prai.cn 0.״**«i**• nachm. 1 Te.ee Kaffe* 33 Pf*., Gedeck 55 Pf*. Abend« V K.ffp« 46pfg. Semit.u. Sonnt. Abend 1 Kinneh. Keffee62 Pfg uini. und Unterheltung.riiumiichkeiien itehen *ur Verfügung pnuaiBaeay.2022 .JL.. ■J׳—JfF-fA n n§ 'Ä'ir laden untere Mitglieder nif prR^r:1n! yIllaliijkiliiiiilalliliU in llarlln, zu I)!e11at.g1 15. Mai 1934, aboml• I Uhr! pünktlich, im Loganhavi! Kicl.t.traßa 10, «in, T «jtemrdnußxi 1. Bericht Aber die Tätigkeit im Jahre 1933* 2. Krchminfiaberirht und Entlastung. 3. Wahlen 7um üaach&fuiührcndcn AuiachuO, *um Zentralkomitee und Wahl der Raviioran 4. Statulemindenmf!. ' 5. Antride von Vereimmitgliedern u. Verachledene*. Aniprache von Herrn Rabbiner Dr. Leo Raeck, Hilfsvercltt der Deutschen Jaden Generalkonsul Engen Landau• All® jüdischem Prauon Charlottenbiirt’H und Weatenda bitten wir •m 2. Mai, 81׳, Uhr abend• pünktlich, xu einem Vortraß de• Herrn Jücaiac&ics Prou gostorn iiahoutd im L0gr n ha<1 a, K leintatraSc 10. Gartenaaal. ,lir anachlieLirndc Diftkuaaion leitet JFr^uIoln Hannali HarmlnsSil ncrirkijjfuppc CliaribjJ.'Weatend da• Jüd. Frauenbünde* Cafe Uhlandeck em KurlUrstendikmm HauspDparatursn uod Bsuirosiien lilhrt eauHrr and prompt an. ilUSUD.'^.1:״ BERLIN N 64 Ciumner Sirafin 80. D 2, Weidend. 23 80 m\\\m fmm KAFFEE Beetellungeannahme isarcn! Ie!r nn Futier slotfe 3rkn,W.r»rlik*l. NIH* ■ridrn. KnSp(*. Cmn* Hins tiloersiein tu 60, fiussBürpr Cd» U'üriburj.r Str. Irilh.r Nol.r und Rncht.anw.lt am Kammtrg.rlsht jetzt: Avenue Beau Sdjour Bl . l.Imi.dc*haulesEiudc$ ) am 30. April, ao'/s Uhr ,Sperrmark und eingefrorene Kredite״ 'k* P.flnxcil-CaSe A Ca£6• Restaurant 214 Xji WIUcHSiaCJl (am Ü־Bid Uhlnndttraü•} V Bayerlacher Fiats 2 Angenehmer Aufenthalt bei billigen Preisen llohonzollerndamm IX Bestellungen auf ElS&OSa&ei» nimmt entgegen J 2 Oliva 4422 #ןמי5ייייויף?ייממ#%׳יו«י־י> ■ Itoidbyyi 11811 T.'.I Ai, M,rl<ur 3989 Jaru.alamar Str. 28 Anerkannt baala KUeha am HaDavogtelplata ן; FrOb.tOcki- und MltUj.ll.ch tu »olld.n Prcli.n Main« g».iimtcn Rium, >t,h«a Ugliek »b i Uhr lOr F«.l- Uckk.iMn und V.r.m. ■ur V.rlOflung. an Lelpsiaar Sirene Eaka Miusrstr«■« ADMIRALS- Camilla Horn. Msn* SÜhnkar » Kl... Frlrdrirh.lr.a. 101 D13 |P0G0 CllinCB!1 Uhr vorm, hl■ 1 Uhr nacht• mit Humi H.v.Mey*rindk, Sonn!»t!• flb 3 iHtr Tru<lrnr»t״th»־r|?,P»uH(rndk»S• B A V A RIA- Llchlaplele, Friedrich.tr.t80 H Uhr vnrm. bi. t Uhr nacht• Sonntag, ab 3 Uhr Lade Engllach in ASTRA- Llohlapiele, Chau.1ee.tr. 16 11 Uhr vorm, bi• 11 Uhr nachts Sonntag• ab 3 Uhr mit R. A. RoherU, Fi*cher- Kftppe, Becker., S.rvo. Kino Roaentheter Strafte 40/41 am Heckeachan Markt ״Ein MSdol wirbelt durch die Welt“ mit Mftfda Schneider davu! Dop linzende Traum Llebcslcld "י•« Loslle Howard und Fr«d״rio March lin Matro-Goldwyn-Miy.r-Fllm Da» l»t Tragödie und #fo• mödlm In einem, da» lat unter» eigene, törichte, un/og/ich* weite, herrliche Jugend . .« ft. Z. am Mituc Täglich 700 B16 Sonnabend u. Sonntag auch 500 :lARMORE^AUS Vorverkauf 12—2 Bismarck 1560 Invalldenatraf)• 1 (Eck. Urunnenntr.) Dss Lied der Sonne mit Laurl Volpl Brannanetraßa 154 Magd« Schneider In Ein msoei um duren mawoii La N. B». Uriit.p. a. NlkoUb, Pi. Dionstag lllililliliilllllü!l llctiiip.. cnariog. « KantalraQa 110 t FranxUka Gaal, llurmann Thlmlg ״Früchtchen“ W 15, Pariaar- Eck• Em.cr.tra6• Lilian Harvoy: leb Din Susanne Chirlbg■״ Wtim?r•- dorfer Straße 95 im §u (nachon sie uon non einionn preisen Cciiraucti und imieiisn Siel 18' SEiiificiamirel a. 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