Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 32 (20.4.1934)
- Date
- 1934-04-20
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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0ןDIS'GWE RUNDSCHAU Seite 15 Mr. 32, 20. IV, 1934 י־״׳ן t,l &xi*\ .pp I H V# ךן ך! %**f u\^ n y סי ii״. *«I bi wi fcä VA )) | 3!~׳ין p1 1Vaä ^■w, ,!n; •■ ad I 1—-«t#>* »Bf )'*״ sr» *־״ -r״ — , . ■-. A(J DE COLOGNE '-PAPE OM£ Die Rdclisvertrduiifr der dcnisclien Juden teilt mit: Iimcrlmlb der Oemdmle Dresden war in den leiden «׳och‘•« ei« V e r f a s s ti 11 (: s s t r e i t ,n1Sj;ehr»x-hen, der in (lin0!11 Kern lihcr den Dresdener 1 all hinaus von Bedeutung■ jd. Hie Gemeinde stand vor der Neuwahl ihrer GemeindevortrcftirifT (Genieiiulcrnt). Da Verhandlungen über die Auf* delliii'K (i״er ninheilsliste nicht rinn Ziele führten, glaubte der (inmimlevorstand einen Wahlkampf dadurch vermeiden;11 miisscn, daß er ״linier vorübergehender Außerkraftsetzung (ntpn:e11steI1emler Bertimmiingcn der Sat/iingcn" die Mit- ״linier des neuen Gemciiiderats von sich aus’ berief. Diese Beratung ist im Gemeindevorstand einstimmig unter Mitwirluinp־ der Vorstandsmitglieder aller Parteiriehtungcn erfolgt, Gegen diese Maßnahmen des Gemeinde Vorstandes haben einige Organisationen der Dresdener Gemeinde entschieden Wid erspr lieh erhoben. Sie machten dabei sehr wesentliehe grundsätzliche Bedenken dagegen geltend, daß unter Außerachtlassung der (ieiiieindcvei fassung die GemeiiidevcrtrotuniT 'חוסי (ienicindcvorstand berufen werde. Um eine 1051mg ZU finden, die eine Bcfricduiip der Gemeinde ermeglicbb haben sowohl der (iemcimlevorstand wie die Hauptopponentin, die Jüdische Volks partei. die Reichs- Vertretung der detifsclien Juden um einen Schiedsspruch ersucht mit der Erklärung, daß sie sich einem solchen Schieds- Spruch unterwerfen würden. Der Schiedsspruch der Reichsvertretung ist nimm ehr ergangen, _ Er billigt zunächst die Auffassung, daß bei der augenblicklichen Lage des deutschen Judentums die Vermeidung eines Wahlkampfes wünschenswert sei. Er stellt darüber hinaus fest, daß die besondere inncrjiidisclic Lage der Dresdener Gemeinde die Durchführung eines Wahlkampfes in der Tat besonders bedenklich erscheinen lasse. Ein Waldkampt sei hei der in der Dresdener Gemeinde bestehenden tage für das Wohl der Gemeinde keineswegs ungefährlich. Der Schiedsspruch _führt _ dann aus: ״Die Gemeinde ist dadurch, daß eine Einheitsliste — der normale Weg zur Vermeidung eines Wahlkampfes — nicht zustande gekommen ist, in eine Notlage geraten, die irgendwie gelüst werden muß. Es muß aller auch für diese Lösung daran fcstgchnltcn werden, _ daß eine Führung der Gemeinde nur möglirh ist durch eine Körperschaft, die vom Vertrauen der Gemeinde pctr.igcn ist. Der verfassungsmäßige Apparat der Gemeinde, der das siclicrstelleu soll, funktioniert zurzeit nicht olmci Gefährdung der Gemeinde. Es darf dadurch nicht die Gemeinde infolge Fehlens eines Gemeinderates Schaden leiden. Aber cs darf deshalb auch keine Gcmcimiekörperschaft zu- Stande kommen, die in ihrem Dasein überhaupt nicht legitimiert ist. Diese Legitimation kann grundsätzlich nicht in der Berufung durch den Gemeindevorstand gesehen werden. Der Gemeindevorsinnd ist seihst dasjenige Organ, das immer wieder der Bestätigung durch das Vertrauen der Oemeinde bedarf, mag die Bestätigung durch welche politisehen Mittel immer gesucht und gefunden werden. Der einreine Gemeindevorstand mag dieses Vertrauen noch so sehr rcfhliertigen mul besitzen. Es führt zu unerträglichen Erfchnisscn, wenn jeder einzelne Gemeindevorstand selber Richter darüber Ist, oh er noch die notwendige Verbindung mit der Gemeinde besitzt, um legitim auch In einer Notzeit deren Vertrauensmänner berufen zu können. Es muß entweder die Zustimmung der Gemeinde in der Einigung aller ihrer «Hansell,™liehen Gruppen über die Zusammensetzung der Gemeindevertretung ־zum Ausdruck kommen, oder cs muß von einer dritten Stelle entschieden werden, ob die in Betracht erzogenen Berufungen ihre Legitimation in.den Bedürfnissen und Im Willen der Gemeinde finden. Damit, daß der Dresdencr Gemeindevorstand seine Maßregel dein Schiedsspruch der Reirlisvcrtrefung unterworfen hat ist der Weg zu einer solchen Entscheidung eröffnet. Der Schiedsspruch stellte sodann fest, daß ernste Melnmifisverscliiedenlieiten über die rieh tun; situ iiiciisetziiiij; des Gcmclndcrats nicht bestehen, so daß lediglich die personelle Zusammensetzung des Gemciiiderats nacii/tiprüfcn bleibe, Dahel kommt der Schicds- Spruch zu <10111 Ergebnis, daß die Berufenen ,,Ihrer Personllclikeit nach zur Mitwirkung im Gemclndmt sowohl an sich als auch in der Zusammenarbeit miteinander geeignet erscheinen", daß sie auch ״zur Vertretung der Anschauungen, deren Triigcr sie sind, qualifiziert" seien. Der Schiedsspruch VjL II« ein herrlicher Strauch blühender Frühlingsboten A«־r+4 u 4*4* 1ןי— •J\ ״ft I *S* <0-4.4־ ״• « I N « A n c fr* ,i N ־-■A f‘4 41 «,*. ftL Ä A |A n entscheidet auf Grund ledsspruch .lieser Feststellungen dahin: ״Die Zusammensetzung des Gemchulcrnfs der Gemeinde Dresden gemäß den Beschlössen des Gemelndevorstandcs vom ft., 14. und 27. 2. .14 berücksichtigt alle für da» Getnelndclebcn wichtigen Weltanschauungen und Kräfte. Der Gcmclnderat 111 dieser Zusammcnsetzimg ist 111 allem Wesentliehen von der Zustimmung der großen Gruppen des Dresdener Gcmeindelcbens getragen. Die Einwendungen, die gegen die Zusammcnsetzimg des Gcmclndcrats vorgebracht werden, berühren seine Verbundenheit mit der Gemeinde, seine Legitlmation 111 der Gemeinde und seine Fähigkeit zur Führung der Gemeinde nicht. Diese Zusammensetzung wird deshalb hierdurch gebilligt. Die neuen Gcmelmlcvertretcr leiten Ihre Befugnis ab aus dein Willen der übergroßen Mehrheit, der Gemeinde und der Feststellung dieses Willens durch die Relchsvcrtrctimg. Die Feststellung auf diesem Wege Ist notwendig, weil der verfassungsmäßige Weg zurzeit nicht gangbar ist. Die Berufung erfolgt für die Dauer der laufenden Wahlperiode bis ziun 31. 12. 1935. Danach hat die Neubildung der Gcinclndekörpcrschaften auf dem verfassungsmäßigen Wege stattzufinden.‘' SdlföiJarmIngldchrrP-o^t-.- - ,'1 * ך* T11üzc«bun3crSfr.33 k;.1> krti.,; ׳m 10 Jir.’inltLlurr.l 113?הונו 1*"ל* msTsScrj? r 1 iiiulutluä llbl ütl illljtiäl Ii Poatcehackkonto: Berlin Nr. 104 9 51 U Bankkonto: Draadner Bank, Dapoaltankaaae Kurfüratendamm 181 Dca* dödzhfaHcU des Aufbau-klolccs:?רזן KEREN KAJEMETH LEJ ISRAEL N׳ JÜDISCHER NATIONALFONDS E.V, ״.,mi «■ **־ Berlin W IS, Melnekestr. 10. Tel.: Blsm.7I6S. Postscheck-Koni» Berlin 282« Abfahrten nach Palästina (mltgctcilt vom Paiestine & Orient Lloyd, Berlin NW 7, Frlcdrichstr. 100, Tel. A6 Merkur 2915). 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Mai Neapel verläßt, bitten wir weitere Meldungen vmver* ziiglicli an uns zu übersenden, Da für die Devisengenehmigung und 'Visahcschaffung ca. sechs Tage notwendig sind, bitten wir um schnellste Entschließung, Prospekte sind nnzufordern: Kartell Jüdischer Verbindungen, Berlin-Char« loticiiliitrg 2, Bleihtrciistr. 50, Steinplatz 4730, v. 9-1t UU^ und 7-wilaty hua i/oh 9-16 UUa, iasel|en * Schlag 1 FOr die Dlcnslng-Ausaahc Montag 10 Uhr für Jede Art von Anzeigen Für die Freltag-Amgabe Mittwoch 15 Uhr für allgemeine Anzeigen Donnenlag 10 Uhr für Familien-Anzeigen Anzeigen-Verwaltung! BmUh Id 15, Meinekeshafk 1& Zweite Annahme• Siellei deiÜH Sk/6$, ScUükzeHsUaße Z? If»11ptsch,־iftlcitcn Dr. Robert VV e 11 $ c h, Bcrlin-Charlottcnburg 9. Stcllvcitreten Kurt Loewemtein, Berlin VV 15. Verantwortlicher Schriftlcbcr für den gesamten redaktionellen Teil: Kurt Loewcnitetn, Berlin W 15. Amcigcnleitcrin und verantwortlich für den Anzeigenteil! Helene Chanciner, Berlin N 54, Verlag und Anzclgenvcrwaltung! Jüdische Rundschau, Berlin VV 15, Mcinekestr. 10. D.-A. Mürz 38 380E*pl. Druck: Siegfried Scliolem, Derlin-Schöncbcrg. u. Ssmmluniifin kauf. Rfifjon bar cacliico. Berlin, Burgsfrans 13 rreialinte (frnlii Spozlnl > BcttongeichSft tliehwjfljninfjefKachf. Inh. R•»111 Gold 8ellfparrn - Itei1»l«un!r Iin.-Ichmnrrionßorr. Borhaor str. a ״״kol. Uri, {fftlls, 1111169 Op nflfmin Wo l*»o Kreuz- Wjiuil lu Ajiolli. Moritz Jacobson i'irfümoriön . i'hntn-u. Tf.iiiBhfilt H.irUkol *flger Str. 28 Kekp Hpnonslmrgor Str. R 4 Ilnvnr!• 1542 l«t*t: Inhabar M.Stoyor talaion B 4 Bavaria S240 Örogen, Folo, Farfümerion, ToUettoartikel Mllatscr Uaiiraascfilnen firn ttm! {;nlirnutlit •11‘״ Teilzahlung ■“'In NO 1B, Hüch*tc>tr. 39 ייי'»ר("": KV KSiiIi:b1»,Ii 510, 517■ Eln^f-n __ Äli ״ ״״ w Verkauf Atmwfthl ץיו41סוי0ח Madfllp, Umur ®•1,*״s. Kohr!irciHwrrl. B!U11l1e«1«tr. 1!*wnnyrr.pi.) 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Elg.nhSntÜQ• Unl.rnchrift .rb.t.n / Nlchls.wOn.chl.1 durchslr.ich.n RM 6,75 Teilhaber m. 10000.- lUlla ,,r.b.lk.t!MV.Ob.Ulft, von F.chm.nn •••■cht, Ollttimt »al.f M 71 •0 di« Aox.Abb, M.ln.kutr.8« 10 Datum:. Vor* und Zuname! u Ort und Bestellpostamt:. Straße und Nummsri ,