Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 32 (20.4.1934)
- Date
- 1934-04-20
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 12 70DIS'€!fE RUNDSCHAU Nr. 32. 20. IV. 534ן f iporivorkelir mit nichijüdiscUon Vereine» Zu einer in der JTA. publizierten Nachricht über den Sportverkehr mit nicht jüdischen Vereinen, in der der irreführende Eindruck erweckt wird, als ob der Sportbuml des RJF. eine Sondcrbehnmlluiig erfahren habe, teilt der Deutsche Makkabikreis mit: Bereits am 2b. Februar 193! hat der Deutsche Male• kabi kreis von der Deutschen Sportbchörde und am 19. Mürz 1931 vom Deutschen Fußballbund die Genehmigung zum Austragcu von Wettspielen gegen die Vereine dieser Verbünde erhalten. Am 13. Mai spielt Bar Ko c h b a ■ II a k o a h Berlin mit drei Fußballmannschaften gegen B. S.C. ״Cor so“ auf dem Sportplatz am Schiifcrsce. Weitere Spiele stehen vor dem Abschluß. Mitteldeutsche Makkabi ־ Bezlrkstagung in Leipzig Am 14. und 15. April fand im jüdischen Jugendheim in Leipzig die 5. B c z i r k s t a g 11 n g des Deutschen Makkabi kreis cs für den Mitteldeutschen Makkahibcziik statt, auf der alle Makkabivereine Mitteldeutschlands vertreten waren. Ebenso waren Vertreter aus Bcrnlnirg und Weißonfcls erschienen, wo zwei neue Vereine gegründet werden sollen. Vom Kreispräsidium waren Dr. R a b a u, Dr, Frieden thal und Paul L c will s 0 11 n anwesend. Die Arbeitstagung befaßte sich vor allem mit der Organisierung des Sportbctriebs in Mitteldeutschland und den Vorbereitung*• arbeiten für die zweite Makkabiah. Als Mittcldeiitsehe Bezirksleitung wurden die Makkabim Dr. Ludwig Lehr freund, Sicgmund Lehr freund (Leipzig), Dr. Koch mann (Chemnitz) und Josef Ritt borg (Dresden) bestimmt. — Am Vorabend fand eine grolle öffentliche Kundgebiing statt, auf der Dr. I.chrfreund, Dr. Rah,ווו und Dr. Friedcntlia! sprachen. Die überfüllte Versammlung — cs waren fast 1000 Zuschauer anwesend — bewies, daß auch in Mitteldcutschland die Makkabihewcgung im Begriff ist, die gc* samtc jüdische Jugend zu erfassen. Wir fordern alle Sc’iaclivereine auf, sich an den Kümpfen um die jüdische Schachmeisterschaft zu beteiligen. Die Meisterschaft soll hi Mannschaftsform ausgetragen werden. Line Mannschaft besteht aus 10 Mann. Mehlungen an die Sclmch.ibicilitng des Bar Kocliba Leipzig (Geschäftsstelle: E. Jalfe, Leipzig׳, Ftinkciihurgsir. 15). Berliner jüdische Schachmeisterschaft. Beim Auftakt zur Berliner Schachmeisterschaft, im Blitzturnier in 3 Klassen, siegte in der ersten Klasse Braun mit 7 Punkten knapp vor L. K r e i s b c 1־ g und S. W I n i t z ki mit 6</a Punkten. ff•'-: ״ •־״,י,..״׳«״יז״"י,־•*ך יל!••,״ויי^״ןר״^ץ-ן ך:•»r/ f> Vg י• ßj *—"י .,ue.fi! jl v i; 4״U \v y 11111!1!1111111111H11un1m!11l11!11m1i11111m11111!M11111m111111m!111n11111111m1M!1!111M111M111!!m:1111111111m1 B.1r Kocliba-Hakoati, Berlin. Pie Damen-Körperschulc turnt an jedem Dien ,tag von 11 bl•; 12.30 Uhr vormittags in unserer Italic, Kur. für ,Irnilamm 118-110 (Eingang Kronprinzendamm, Erke N'edlitrcr Straße), und am Donnerstag vormittag nut dem Sportplatz am Bahnlief Cinincw'atd. Arnnclilimgen in <ler Turnlmlle. Unsere nettcrüifnete Jungmädehcn-Ahteilting turnt an jedem Montag von 7.30 bis 0,30 Uhr in der Turnhalle Ktiriiirstemlamm 118-118 (Eingang Kronprinzemlnnim, Ecke Nedlitzer Straße). Tinch-TcnnU-Ttirnlcr In Hamburg. Die Tischtennis,diteilung de* Um Koebba hielt das letzte interne Turnier dieser Saison ab unter Be• teiligang des Hamburger Makknhi Vereins BlnuAVeiß, Siegfried Aptel• grün gewann das Ilerrcncinzelapiet der Klasse A. In der Klasse B gewann ohne I’unktvcrlust Fröschcl «las Einzelspiel. Bei den Damen siegte Erb Emmi Türk. Das Doppelspiel wurde von dem Paar /inner—Chwat, gegen licnzian—Gclbarl gewonnen. Bar Koebba Frankfurt am Main. Infolge der Ncueinteilung der Sportpliitze muliten 'vir den Trainingsbetrieb lindern. lialltralnlng für alle Mannschaften jeden Dienstag und Donnerstag . auf dem WaUbportplatz Riederwnhlwicsc ab 0 LJ Irr. Training der Schülera t> l e i I 11 n g e n auf der Riederwnldwieac jeden Mittwoch ab 4 Uhr. Leichtathletik auch künftighin auf der Ostpark-Lnufbahn jeden Mittwoch ab Ü Uhr und jeden .Sonnlag vormittag. Sämtliche Hallspiele von nun ab nur auf der Kicderwaldwiesc (fünf Minuten vom F.intracht'pnrtplntz, Straßenbahnlinie 18). Umktcideriiume im Kegel• sporthaes Motzstraße. BERICHTE AUS DEM REICH (Von untern Berichterstattern) Breslau Das Jüdische Reform-Realgymnasium legt über das Schuljahr 1033/1931 in einer Broschüre Rechenschaft über< seine Tätigkeit ah. Zwischen dem 1. Mürz und dem 1. Juni 1933 stieg die Zahl der Schüler von 118 auf 291, und in das neue Schuljahr wird die Schule voraussichtlich mit einem Bestand von 320—310 Schillern gehen. Fs war vor allem das Bestreiten vorhanden, das Niveau der Anstalt׳ zu erhalten; so wurden im nbgclaufencn Jahre 28 Schüler veranlaßt, auf die jüdische Volksschule überzugeben. Erwähnenswert ist, daß von 43 bis zum 1. Mürz von Breslau fortgegangenen Schülern 28 nach Palästina iibergesicdelt sind. Spiel und Sport konnten an der Schule in der gewohnten Weise dtirchpeführt werden; der Gesnndlieitsziistand der Schüler war im allgemeinen befriedigend. — Die jüdische Volksschule und das jüdische Realgymnasium in Breslau veraitsfallelen eine Ausstellung von Schiilerarbeifett aus dem Werk- und Zeichenunterricht, Die kleine Ausstellung zeigte deutlich die erfreuliche Auswirkung eines soigfältig durchdachten Unterrichts, der an die natiirliehe Vorliebe des Kindes für Zeichnen und Malen anknüpft. Es sollen auf diesem Wege keine Künstler erzogen werden, aber durch die Schilling׳ von Geschmack und Können, durch Einsicht in die verschiedenen Techniken sollen in der heranwachsenden Generation verständnisvolle Kunstfreunde gebildet werden. Sehr lebendig wird der Unterricht durch die K0111hination mit nndcmi Fächern. Für den Physikimtcrricht sind Modelle gebaut worden; die Lcrnanfünger werden angeregt, durch Zusammeiifügen von Stübchen sieh das Formbild eines Buchstaben und durch ein dazugehöriges Bild sich seinen Lnuichnrakter einzuprägen. Biblische Themen überwiegen, und cs Ist erstaunlich, wie oft hier das naive Empfinden zu einer Schlagkraft der bildenden Gestaltung führt, die ganz nahe an Kunst heranreicht. Ilnlle Am _ 10. April veranstaltete die Zionistische Ortsgruppe einen Lichtbildcrvortrng; zwei Bildstreifen: ״Tel-Awivv und die Orangenküste" und ״Atllojada, Purim in Tcl-Awiw“ wurden gezeigt. Die Veranstaltung war sehr gut besucht und fand allgemeinen Beifall. Herr Rosenbusch erläuterte die Bilder und unterstrich die Bedeutung der zionistischen Fonds KKL und KH. Die Veranstaltung wurde durch Lieder des Hcchaluz und des J.P.D. umrahmt. Bocholt■ 1)10 Arbeit •gnni'iiiM'h.ift jüdischer Lehrer »ווו Niederrhein tnßt. am 20. April, iinchm. 10 Uhr, im jüdischen Grmeindrhnusc zu Mnllii'im a. d. Kulir-Eppingli. — Breslaut Zioimlische Vereinigung. Frliiilmig knrM׳. Am 25. April, 1 IicihIs pünktlich 8.30 Uhr, im l'nlii• liiin-llttr״, (kiili'i,stiuCr’ 251 Br. Willy (’״Im! ״Die Ctr'fhlchle der Juden im Zeh.!her der Fman/ipiition, 3. Teil.“ — Der Verein Jü• disehes Museum E. V׳. veranstaltet vom 13. Mai bis 24. Juni eine Alts- Heilung von Werken jüdischer Künstler, insbesondere von Malern, Graphikern und Bildhauern. Die Ausstellung, die in der Griibschcner Straße 81-05 sitaltfindrt, ist täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet. An- (ragen att: Verein Jüd. Museum, Breslau 8, Strirg.mer Mr. .2 (Felix l’erle). —• Arbeitsnachweis jüdischer t trgani •atidiion, Breslau 2, Schwcidmlzer Stiidlgiubeu 28, Tel. 20 803. Wir suchen Stellungen für Arbeitskräfte folgender )tcrufszweige: K.mtmünmschc Angestellte, niiinnl. und weil 11״ Sprechstundenhilfen, Laborantinnen, Königen,rwi- •*entinnen, Wirtschafterinnen, Gelegenheitsarbeiter, Chauffeure. Bankangestellte und Handwerker. Arbeitskräfte für folgende Berufe wer* den gesucht! 1 Direktrice und Musterniiherin für Blusen und Rücke, 1 Wurst- und Konservenmacher, Dekorateure, junge Kontoristinnen und Volontürinnen, geprüfte und ungeprüfte Erzieherinnen und kaufmiitmisehos Lehrpersonal. Wir suchen dringend Lehrstellen für das Handwerk. — Frankfurt am Main! Cbug Iwri, Am 22. April, abend» 9 Uhr, Vortrag Dr. Birk! ״Erziehung zur Zeit des Talmud“. — Jüdischer Frauenbund. Am 23. April, nachmittags 16.30 Uhr. Arbctls-itzung, IIans-1 fandwcrk-Straßc 3. — Halle an der Saalei Am 23. April, abends 8.30 Uhr, spricht im Gemeindehaus, Gcrmarstr. 12, Rabbiner Dr. Elk, Stettin, Uber» ״Religion und Aufbau", —• Hamburg! Zum Abschluß der Paläatina-Au״.Stellung spricht Dr. Franz Meyer, Berlin, über! ״Palästina als Tatsache und Aufgabe“ am 23, April, abend* 8,30 Uhr, im Kttriohaus, Weißer Saal. ־— Kolbergi Am 22. April, nach in. 3.30 Uhr, im Jüd. Kurlmspital, Lichtbildervnrtrag: ״Neue Bilder «tu Erez. Israel“. Begleitwort: Herr Kopydlmv.ski, Stettin. — Kölnl KZV. Lichtbildcrvortrag ״Adlojadu“, ein Bildbericht von Purim dieses Jahres in Tet-Awiw, am 24, April, abend• 20.30 Uhr, im großen Saal der Rheinland-Loge. Kulturelles Leben in den Gemeinden In den großen wlo In den kleinen Gemeinden de» Reiches herrscht ein reges kulturelles Leben; die Berichte über Veranstaltungen laufen bei uns In 80 großer Zahl ein, daß es nicht mehr möglich ist, Uber jede «Inzein zu referieren. Wir müssen uns daher in Zukunft darauf beschränken, die Mitteilungen unserer Berichterstatter zu gedriingten Ucberblickcn zusammenzufassen, um so ein knappes Bild von den Ereignissen In den Gemeinden zu entwerfen. (Red.) Schlesien Auf einer Tournee durch Schlesien spielten J, und 0. Schwarz in Beut hcn. — In Breslau führte der Kulturbund ״Figaros Hochzeit“ unter Rosenstock auf. — Werner Sander, Josef und Borries Schwarz und Gerhard jablonski ,gaben ein eindrucksvolles Konzert in der Neuen Synagoge. — Die Gesellschaft ״Brüder und Freunde“ feierte am 18. Februar ihr lOOjährißcs Bestehen. — Die Ryiingogcimcmeinde Cosel (Obersehlcsien) weihte Ende März ein Heim in den Räumen des Gemeindehauses ein. — in Gieiwitz spielten Josef und Bornes Schwarz Bach und Chopin. — Das Gastspiel des Kulturbundes ״Sonkin und der Haupttreffer“ entsprach nicht voll den Er- Wartungen der Zuschauer. — Unter der Leitung von Gustav Alexander hat sich eine ״Obcrschleslschc jüdische Splclscltar“ zusamincngcfuiulcn, die mit einem Lustspiel am 8. 4. erstmalig vor die Ocffcntllchkdt trat. —• In Kat I hör bereiteten I. und B. Schwarz den Hörern einen genußreichen Abend. — In Rosenberg sprach Dr. Willy Cohn (Breslau) am II. 3. über das Thema ״Kann uns die jüdische Oeschichte Wegweiser für die Zukunft sein?“ — In Waldenburg sprach am 27. 1. Dr. Levkowltz über die Propheten, am 1. 2. Frau Feig (Rrcslau) über ״Die jüdische Frau im Aufhau von Erez Israel“, am 18, 2. berichtete Dr. Simonsohn (Breslau) über seine Palästinareisen, am 3, 3. feierte die Jugend ein Purlmfcst. Ostdeutschland In Stettin veranstaltete am 14. 1. die Gemeinde einen Kammermusikabend mit Lucy Magnus (Klavier), Hermann Ocrson (Violine) und Edgar Lcwy (Cello); Solistin war Lmmy Wagner (Alt). — Am 15. 2. rezitierte Meinhart Mnur, am 19. 2. Josef Plaut; am 11, 3. fand das letzte Konzert der Saison mit Charlotte Rosen und Erna Klein statt. — In Marien werder hielt Rabbiner Dr. Neufeld einen Vortrag über dns Thema ״Der wandernde Jude", Norddoutscliland ln Hamburg veranstalteten tun 19. 3. die Geschwister Müller und Werner Jürgen-Singer ein Konzert. — Am 8. 4. sprach Dr. Anneliese Landau über Offenbach und die Operetten, unterstützt durch künstl. Vorträge von Frjtzl Jokl und Max Kuftncr. — In Kiel gab am 21. 3. Ludwig Hardt einen Vortragsabend aus ost* und westjüdischer Dichtung. F omilion-Naclir Iclilcn Herr Curt Honig bau nt und Frau Iledwig, geb. Hahn, Gotteiberg (Schlesien), feiern am 20. April Silberhochzeit. Bar Ml21f0Ii-Tera1lRi Am 21. April — 6. Ijar: Rudi Eichwege, Sohn von Dr. S, Eichwege, Frankfurt a. M,, Uhlandstr. 39. Am 6. Mal ■— 20. Ijar! Rudolf Danziger, Sohn von Walter Damiger, Breslau 8, MuscuntpUtt 4, ln Katchhach (Pott Steinaeifetsdorf). ■ Am 8, Mai — 20, Ijar! Siegfried Bodcnhelmer, Sohn von Iiidor Bodenheimer, Wiestoch (Baden). Rabb. Dr. Caro-Köln feierte am 15. April «ein 25jlihrigcs Aminjubiläum und mit »einer Gattin, Frau Klara Caro, das Fest der Silberhochzeit. Zioaisilsdie Arbeit in Sachsen An Hand der im B c z i r k s v e r b a n d Sachse״ u, der ihm allgeschlossenen Gruppen geleisteten Arbeit soll l,j versucht werden, den Stand des geistigen Ringens, das ]u., im deutschen Judentum sielt vollzieht, so dar/ustclicn n'־ Fortsclu itt mul Beharrung sichtbar werden. ' Man darf sagen, daß es in Leipzig gelungen fet den alten Antagonismus zwischen Ost und West, zwisclf' zionistischem und liberalem Judentum erheblich;!0,״ן schwächen und ein Zusammen:!(beiten aller Richtungen* her" beizutühren. Mit der liebem,ahme dreier wirbliger k׳u<;0rtI — tles Schul-, lugend• mul Sozialamt'dc/ernates - durch zg nistische Vorstandsmitglieder 11.1t die Gemeinde aulcch,,״ eine reine Kultus- und Verwaltung*:!«gelegenheit zu sein uh dient allen Notwendigkeiten jüdischen Lehens. Da» Hiltswcrk für Uerufsumschichtung und Auswanderung könnt{ so Bemerkenswertes leisten, am Aushau des jüdischen Schul. ׳ Werks nehmen alle Richtungen tätigen Anteil. Die Ueber! < zettgung von der Notwendigkeit des Aufbaues p,] I ä s t i »1 a s ist in alle Kreise gedrungen, die Leistungen füj : K. H. und KKL sind eine gemeinsame Angelegen heit (״.! worden, die Beteiligung der westindischen Kreise an (lieg1 ״ Fonds ist durchaus anzuerkennen. Die Bedeutung dies-! Sammlung aller Kräfte darf daher unterstrichen werden, wenn rein politisch — vom Standpunkt des Wahlrechts ur.j der Mnndatsvcrtcilung — nur Verbesserungen des bestehen• den Zustandes, keine endgültige Lösung vorgenommen wurde, Ein Novum war der überaus starke Besuch der zionistisehen Versammlungen mit Bluumifekl, Prinz u. a., auch aus westjüdischen Kreisen, die bis dalitu unsere Versammlungen gemieden hatten. Dieser Ausweitung der Bewegung ist das Wachstum unserer Organisation nicht gefolgt. Die Schwächt der Zionistischen Ortsgruppe Leipzig liegt in der geringes Zahl der Träger der Arbeit. Von der Erweiterung dieser Führerschicht aus ost- und westjüdischen Kreisen hangt cs ab, ob die noch n i c I! t gelösten Problem* dieser Ortsgruppe: stärkerer Kontakt zwischen Mitgliedern und Leitung, Erlassung und Erziehung der Menschen, in Aj> griff genommen werden kann, Aehnlich, mir in kleineren Maßstäben, sind die Verhaltnfssc In Zwickau gelagert, wo führende Zionisten an allen l Gemeinde,׳arbeiten regen Anteil nehmen, wo die Bedeutung zionistischer Arbeit an einer prachtvollen Jugend sich erweist! 1 In Weißenfels, wo eine junge, aber sehr rührige Orts• gruppe ein außerordentliche* Interesse an allen Palästimfragtn zu schaffen und Leistungen für unsere Fonds aufzuhriiig«! vermochte, die sich mit denen mancher großen Ortsgruppe messen können. Weit schwieriger liegen die Dinge in C!1 c m 1111 z, wo als Auswirkung erbitterter Ciemoindckämpfc der Vergangen• heit noch nichts von jener Verbundenheit zu gemeinsamen Gcgcnvvarts- und Z.ukimftsaufgabcn zu merken ist, die in anderen Städten Sachsens die alten Differenzen zwischen ost• und westjüdischen Kreisen nbgclöst haben. — Auf tlem 0e• biete zionistischer Propaganda ist die Chemnitzer Orts• grttppc eine der aktivsten und bestgeleitetsten. Sie hatte lange unter dem Verlust eines sehr großen Teiles ihrer aktiven Menschen und unter sonstigen Hemmungen zu leiden, hatte es aber verstanden, guten Ersatz für den durch Auswan• derunp verloren gegangenen Kern der Bewegung zu schaffen. Darüber hinaus hat sie nicht nur den Ausfall an Mitgliedern um 25 wieder auf geholt, sondern auch ihren Bestand erheblich vermehrt, nicht zuletzt durch eine Reihe hingebungsvoll durcligcftihrter Zirkclvcrsatnmltmgcn. Das wei• tere Wachstum dieser Ortsgruppe alter!tätigt von der Ucbtr• brtirkung alter Gegensätze und einem Näherkoutmen der west jüdischen Kreise ab. Durch eine besonders betonte null• zionistische Haltung einzelner Führer in vergangenen Jahren fehlorienticrt, laufen diese Kreise Gefahr, hinter der allgc• meinen Entwicklung des Judentums ziiruekzuhleihcu. Wenig von dem allgemeinen Fortschritt zionistischen Oe• dankenguts ist In Plauen zu spüren. Es fehlt an Führer• nnclnviichs, dns früher gute Verhältnis zwischen Ost• und Westjiiilentum hat sielt seit dem Abgang des früheren 0e• mcindevorstnndes Dr. Ooldhcrg erheblich verschlechtert. So Ist der Kontakt zwischen beiden Lagern mul das lutere«« westindischer Kreise am Aufbauwerk nttlfallcnd gering. Pi« Entstehung einer Gruppe von ״Wcrkletitcn“ an diesem Ort Ist als ein Fortschritt zu werten. Dr. Heinrich Fleiß. Die Eröffnung der Palästina- Ausstellung in Hamburg Die P a I ä s t i n a - A u s st c 11 u 11 g, die bereits in Berlin und Leipzig mit so außerordentlichem Interesse nufgcnomin«״ worden ist, befindet sich seit tlem 14. April In Hamburg, und zwar in drei von der Gemeinde bcrcitgestrilten Stock• werken dos Hauses Heimhuderstr. 08. Am Sonntag, dem 15. April, fand eine eindrucksvolle E r ö f f n u n g s f e i e r statt, zu der sich viele maßgebende Persönlichkeiten aller Richtungen des Hamburger jüdischen Lebens eingetunden hatten. Dcf Vorsitzende der Zionistischen Ortsgruppe, l)r. F. M aru dankte In seiner Ansprache der Deutsch-Israelitischen Gemeinde für die Ucberlasstmg des Hauses, Dr. Ernst Mcchner fiir den Aufbau der Ausstellung und Prof. Adler für die künstlerische Ausgestaltung der Schau. Darauf nahm der Vorsitzende def Deutsch-Israelitischen Gemeinde, R.-A. David, das Wort rt einer das konventionelle Hüflichkcitsmaß, das sonst hei solcher! Gelegenheiten üblich ist, weit überschreitenden Ansprarnj׳ in der er die Gemeinde zu tlieser Ausstellung bcglücUvtiiodi',5 und daran erinnerte, daß gerade die zionistische Bewegung sich um die Wiederbelebung des K I a I g e danken» besondere Verdienste erworben habe. — Als letzter Redner sprach für die Z. V, f. D. und den Jüdischen Nationalem« Dr. Ernst Me ebner, Berlin. * Am Sonnabend, dem 14. April, sprach aut einer ׳gerne1־״ »men Veranstaltung der Hamburger Zionistische »rts gruppe und des Nationaljiidisehcn lugcmlrinfH rnst Mcchner über das Thema 000 316״ Dimnm — 1°״ ehensraum für jüdische Jugend“. Der Referent iil«e ztmac ritik an der Haltung des deutschen Durchschnittsjuden; n t e r e s s c für Palästina sei zwar in weiten ״wacht, aber doch kaum über eine mehr als akadeinm׳ P a I ä 5 t i n a - N ä 11 e“ hinaus gediehen. Selbst die nach tu rael Ausgewanderten hätten 7u einem großen Teil!men «1 ic innere Beziehung zum Lande gewonnen. Viele stellten סף irc Ansprüche an das Leben auch dort, übersähen aber,׳״ er Aufbau des Landes ebenfalls Forderungen •8 ״«־ n stellen habe. Die Werbung für den zionistischen ,/’״,״ ci heute mehr denn je die Lebensfrage des jüdischen vom räger dieser Werbung müsse vor allem <he vo :!ec zuinnerst durchdrungene Jugend sein. Im er Propaganda müsse vor allem dns Bodenprohlem a der Nationalfonds im Augenblick bedenklich ״ » man könne sagen, keine l.itudrcscrvcn "a“G ut( ic Massen an zusied ein, Die Bodenspekulation״'“ ur das Aufbauwerk eine ungeheure Gefahr, gegen die « Ine Hilfe gebe: die Stärkung des Nation ond8. I