Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 30 (13.4.1934)
- Date
- 1934-04-13
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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13 ,30 .חא. IV. 1934 jüdische Rundschau Seite 9 0 ntian« יי»»* I t: ״',1 •יhl t״;:״i.inna! In diesen nm sind zehn Jahre vergangen, seitdem die Lehrsiätte Betzenrod durch den deutschen Misrachi angekauft wurde. Damit war der erste jS>n ÖCm .^n"׳ T. Ar^il^lichkcilen für ־><<׳״ religiös-zionistische Chaluzbewegung in Deutschland zu schaffen. Im Verlauf dieser zehn Jahre hat die ewegung m Deutschland erheblichen Umfang angenommen und konnte auch in Palästina den Beginn mit einer eigenen Ansiedlung machen. Die nachstehenden Artikel sollen die Geschichte dieser Bewegung darstcllen und einen Überblick über ihre praktische Arbeit in Deutschland und in Palästina geben. 1 Frau- P"»l K«rhl(r, * |,״״<זז5<״י1'׳ו ׳Olünnnn P״ TTI*. Oien nia! b dich״ Stlincl^ f Fe>rnt ז־»ז Straß* % ctis Frauoa und ün notig ilPrlolfj: Von Betzenrod zum Kibbuz Rodges Erinnerung und Ausblick Von I)r. Ernst Simon, Haifa-London Der XII. Kongreß war der letzte, an dem Rabbiner Kobel, kurze Zeit vor seinem Tode, teilnahm. Er zeigte das übliche Bild des Kampfes /wischen dem Misrachi und der /Irhcitcrparfci. Dieser Kampf schnitt Nobel ins Her/. Für lim warnt der C 11 a s s i d und der Chain/ zwei legitime Tvpcn echten jüdischen Volkstums, deren Synthese er so iclimer/lich ersehnte wie die /wischen Judentum und Menschhcitskultur. Noch auf seinem Totenbett beschäftigten Ihn diese ITauen aufs schmerzlichste, und manche seiner Aciißc- Tiinccn ließen sich in dem Sinne verstellen, als bewege ihn In seinen letzten Augenblicken nichts so sehr wie jener unhcilvolle Zwiespalt. Unmittelbar nach Nobels Tode set/ten sielt seine Schüler jusammen, um über ein windiges Denkmal fiir den Lehrer und Lührer naeh/udenken. I;s war klar, daß dies Denkmal mir bestehen konnte in der Fortführung seines Werkes von seinem fler/puiiktc her. Als solcher erschien die Ver- Sühnung der Welt der jüdischen Tradition mit der neuen Weit tlcs jüdischen Arbeiters. Es war uns allen klar, daß die bisherigen Wege zu diesem Ziel ungangbar waren und durch neue ersetzt werp»1fflfflt1t1tH1fflH1mt1m1mm11m111m1n1wn1111m111111t1mw111111n1»111111111M11111111111m1111111111n11111111nn1m11111m1 ttäckdm dimda^: iiiiMiiimniiitimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinmiiiiiiiiitiiiiiiimiiiimiiiiiiiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiimiiiimi dm mußten. Interesse .. Der politische Kampf, der, wc״n auch im Interesse der Religion geführt, andere Kampf/iele politischer und wirtschaftlicher Art mit dem religiösen verknüpft, kann die reine Forderung nur diskreditieren. Budgethcscfiliissc der Kongresse, die den von den zionistischen Fonds abh.mgigcn Arbeitern religiöse Vorschriften auf/wingen wollen, «׳ährend l’rivntkapilalislen, und seien sic zionistische Führer, tim und lassen dürfen, was sie wollen, trugen ein sozial differenzierendes Moment in die Forderung hinein. Cs gab aUo mir einen Weg: den des Vorbilds und Beispiels, den praktischen Weg des frommen jiic ischcn Landwirts. Nur er konnte die Schuld der Orthodox.e sühnen, die sich dem aktiven Palästina-Werk, wenn tibci haupt, so immer nur mit halbem Herzen angcschlnsscn hatte, die immer mehr beitote als mitten drin gestanden hatte und die jedenfalls in (Irr Frage der persönlichen Verwirklichung, der Chaluziuth, idtmollcml zurückgeblieben war. So beschlossen wir, ein; disclics Lchrgut für traditionelle Chaiuzim a gründen. Benno K o It n war es vor allem, der die Sorge tim die Gcldaufhringiing und später die Betreuung des jungen Werkes aut sich nahm. Unsere Appelle fanden viele freundliche Helfer, I. T. von beispielloser Ocbcfrcudigkcit, selbst in den Kreisen der meht/iomstiseben FinUeitsorthodoxic. Einem solchen Manne erzählte ich — das Beispiel darf angeführt werden -- nach dem Freitag,■ibcnd-Ciottesdienst am Borneplatz in Frankfurt J. M. von dem Plan; er fragte, wie hoch ich seinen Anteil bcmcssc, war mit meiner Quote: 5000״ M.“ innerhalb zwei Minuten einverstanden; wir trennten uns mit ״Gut-Schabbos!“, tinel am nächsten Sonntaginorgen hatte ich den Scheck. So wurde Betzenrod in der Rhön, nicht allzu weit von Fulda, käuflich erworben. Schwieriger als die Frage der Gcldatifbringting war die der Besetzung mit den geeigneten Menschen. F.s gab damals einen einzigen in weiteren Kreisen bekannten!uitKch-nrthodoxeii Landwirt: unseren Freund Moses U n n a. Fr wurde sofort zur Leitung des Clutes designiert und nahm an. Wir fanden zunächst nur sieben gleichgesinnte Menschen und mußten ganz klein aiifangen. Inzwischen ist unser Werk gewachsen. Ls ist von Betzenrod nach Kotiges, von Kotiges Ml! dein Ochringshof übergesieilelt, mul hat sich jedesmal dabei vergrößert, wenn attclt aus dem Eigengut ein Pachth;1f wurde. Es entstanden Bau c r 11 z c n t r c n in der Umgebung des Gutes und schließlich auch anderswo. Ls erwuchs die enge Zusammenarbeit mit dem paläsiiliri-zentrisch gerichteten Teile tles Esra, ans t! er schließlich der ״B rillt Liialiizim Dathiim“ entstand. So waren wir vorbetötet, der Wende, die nun über das deutsche Judentum ge* k 1iiuiH-n ist, wenigstens in etwa zu begegnen: wir konnten du Aiifiiahmebecken bilden für tlie zahllosen jungen Menreiten ans religiösen Kreisen, die heute nach einer neuen seelischen und beruflichen Heimat suchen. Wir glauben, ent 5t«ck jüdischer Substanz, dadurch zu retten, daß gerade wir kc aufiieluiien. Was geschah unterdessen in E r c z Israel? In der ersten “it kamen unsere Chawerim nach abgeschlossener Aus- ™hing vereinzelt herüber und gingen, wenn nicht dem tra- ™׳:■inllen Judentum überhaupt, so doch der religiösen De- 1״dnscliaftsarbeit verloren. Es erwies sich als unumgänglich, *wh drüben eitlen Sammelpunkt, ein palästinensisches ״Kod- Krt“, zu schaffen: der ״Kibbuz Rodges“ und der ״I r* Pn Salven di“ entstanden, nachdem es gelungen war, um S'lvcndi-Stiftuiig zur Hergabe ihrer wertvolle״ Boden bet '1;lach Tikwali an uns zu bewegen. Heute steht der Kibbuz ™i mehr als SO Mitgliedern in voller Blute, und wir Moren ״'״'.die allwöchentlich über neue Unternehmungen, die von um ansgehen. Er hat es verstanden, dem religiösen Ai neuer in ganz Palästina zu verschaffen; iluip ist es gellamisrachi cmzuglicdirn zie es ihn! andererseits?'1"״D'it ist,"die״ besten Bezichiiiigeii zur. allgemeinen Ar- “btcrselialt seihst durch harte Kimflikts/eiten hindurchm ff11.1lt1’n, Vor ihm stehen zwei gewaltige Aufgaben: cm Zen- ח״״י für religiösen Sozialismus in Palästina zu ־“״?,c" und das Zusammenleben mit unseren arabischen ^chbarn von der wirklich in der Tiefe gefaßten jushschea , *clition her zu einer menschlichen und national gleich - ['™Essigen Lösung zu bringen. Wenn manche Zeichen nicht *[fehen, ist er auch in dieser Beziehung auf einem guten X'Kc\ und so dürfen wir uns nach zehn Jahrcii tru cr ״'btit das Gelöbnis geben, das Werk 1m gleichen Geiste aber erhöhter Intensität fortzufüliren, damit es, wenn vur '!Mn! thor Str. at! B * Bavar.litl' Delikate, ,*bJ , K״n,ere,e." FtUR23, n 11 g 0. siscMfW'״j "**'"׳יוסוו *®“1י ן ׳ t p <־,! njnn* i i ü 0, wilfucht U»{»btlrj*f at 12. BH»f«; raystoiai*1 Kr«rh. m trorh., tfl. •h. H«rr* f, ®11t*P״ 748 «fl itr*Ö« ״י * D<*'M Vertrug** ö**»■®1•»;t« Fra«• «זהחח•) , 1a _ י 10Pc:;Ja *1•»»mM 10 .k*«lr pa ווו* [c Kr«1■- H. H«"‘* ,«hl <י• . Ile״* ,r«. t•'1־ t, A״*״' *rt> ׳4״״ »«.•AM* •<J* 1*• Der Gcliringshof — die Zeit der Vorbereitung Das jüdische Lchrgut Ochringshof bei Fulda, Nachfolger des l.ehrgiites in Rodges, ist die einzige jüdische landwirtschaftliche Ausbildtmgsstätie in Deutschland, die bereits ein Jahrzehnt bestellt. Dadurch hat das Lchrgut auch schon eine bestimmte Tradition, und die Chawerim haben bestimmte Formen ihres Lebens geprägt. Das Lchrgut wird auf traditionell-religiöser Grundlage geführt, und es werdyn mir Chawerim aiifgcnonimen, welche sieh zu Gesetz und 'I nidition bekennen, East alle Chawerim bejahen die Notwcndigkeit, sieh auch in Erez Israel in geschlossenen Gemeinschalten, die auf derselben Grundlage geführt werden, zttsammenziisdiiiclleii. Dadurch besteht eine enge Gemeinschaft. Aus dieser Gemeinschaft ist der Kibbuz Rodges entstanden. F.s sind jetzt 30 Chawerim (18 Jungen und 12 Mädchen) auf dem Gehringshof. Die Ausbildung erstreckt sich aut Ackerhau, Viehzucht, I fauswirtschaft, Garten und Baumschule. Die Mädchen lernen vorwiegend I fauswirtschaft und Gartenbau, die Jungen Ackerbau, Viehzucht und Gartenbau. Das Lehrpersonal besteht gleichfalls aus Chawerim unserer Gemeinschaff. Die Arbeitszeit ist im Sommer von 6 Uhr morgens bis 7 Uhr abends einschließlich Pausen. Im Winter wird die Arbeitszeit je nach der Tageslänge festgesetzt. Die Chawerim kommen meist aus den Jugcndhiindcn Zeire Misrachi und Esra. in letzter Zeit kommen auch sehr viele Menschen zu uns, welche bisher noch nicht in Jugendbiinden organisiert waren, zumeist aus kleinen Provinzstädten. Was ihnen an jüdischer Erziehung und Bildung fehlt, ersetzen sic durch einen ungeheuren Fleiß, mit dem sie das, was sic versäumt haben, nachholen, in unserer Gemeinschaft ist der Einzelne selbst Gestalter seines jüdischen Lehens und des Lehens der Gemeinschaft. Sehr vielen kommt cs erst hier zum Bewußtsein, welche Verantwortung dieses bedeutet. Dies zeigt sieh besonders bei der Tefillali he-Zibbtir (gemeinsames Gebet). Das Gebet, welches regelmäßig mit Minjan stattfindet, •gibt dem Einzelnen jedesmal erneut die seelische Bindimg zu unserer Gemeinschaft. Diese Feststellung können wir stets am Freitagabend machen. In der Tefiilah am Freitagabend, in dein Singen des לכה דודי erkennen wir nicht mit jedesmal von neuem den Beginn des Ruhetages, sondern vor allem spüren wir »len שבת היום לה׳ und den יום זה לישראל und unsere unbedingte Verbundenheit mit Volk und Gesetz. Die Ausgestaltung des Schnbbath und der Feiertage ist für lins kein so schwieriges Problem wie für andere Kreise. Die alten Formen gehen dem Feiertag seinen Charakter. Im Mittelpunkt des Feiertags stellt tlie Tefiilah. Die Mahlzeiten erhalten ihren besonderen Charakter tfttreh Kiddusch, Smirotli und Birkat 1 lantason. Wir hatten es auch nicht nötig, wie andere Jtigendbimdc, erst einen Oncg Schabbath cinzufuhren. Im Mittelpunkt unserer geistigen gemeinsamen Arbeit steht das Lernen des jüdischen Schrifttums. Das was in der Schule im Religionsunterricht oder auch in Sclicuriin gelernt wird, reicht hei weitem nicht aus, um auch nur annähernd einen Begriff vom jüdischen Wissen zu erhalten,!)alter muß das, was versäumt wurde, nachgcholt werden. Im Sommer bringt der Anfänger außer am Schnbbath nicht die nötige Energie auf, um zu lernen. Der Seliahbath und im Winter die langen Abende sind ausgefüllt mit Kursen, die je nach den Kenntnissen gestuft sind. In erster Linie wird Tenaeh, Dinim, Mischnajoth und für Fortgeschrittene Gemara gelernt. Der hebräische Unterricht verteilt sich aut mehrere Gruppen. Wertvolle Dienste leistet uns das Lesebuch ״Natiw“, welches der Hcclialuz herausgegehen hat. Anfänger lernen nach dem Bttcfi Laschon wa’Arcz. Wir beschäftigen uns auch viel mit Erez Israel. Viele Chawerim sehen ein, daß man sich in seiner Freizeit allein keine umfassende jüdische Bildung erwerben kann. Daher unterbrechen sic auf einige Zeit ihre berufliche Ausbildüng, um auf einer Jeschiwah sich jüdische Bildung anzueignen. Es sei hierbei erwähnt, daß die Iloffmaun'sclic Jeschiwah in Frankfurt a. M. sicli aut diese Jugend eingestellt und ihren Unterrichtsplan so gestaltet hat, daß sie das lehrt, was der Jugendliche in Erez Israel braucht. Schlomoh Goldman-Bombach. j[(l,|1111g . . .. 111'pii, sich iw den Hapael H a in 1 s U*|j1 dtK’li seine Hi^aiart zu bewahren, \vi Kibbuz Rodges — der Wcö der Verwirklichung Wohl kein Punkl und keine Siedlung in Erez Israel ist in solchem Maße aus dem deutschen Zionismus Itcrvorgcgangen, wie der Kibbuz Rodges bei P et ach Tikwali. Von den zurzeit ca. KM) Ghawcrim stammen <X) aus Deutschland. Aller nicht so sehr seine l.indsmannschaftlichc Zusammen- Setzung ist es, die dem Kibbuz Rodges seilte besondere Note und seine besondere Bedeutung gegeben hat, sondern die innere E instcllung seiner Menschen und ihr Wille, eine Gesellschaft zu gründen, deren konstituierendes Elcment das religiöse J 11 d e n t u m, die Tradition, die Thora ist. Atd den ersten Blick mag cs vielleicht paradox erscheinen, daß eine solche Gruppe geratle aus Deutschland hervorgehen konnte, aus dem klassischen Land der Assimilation und der Abwendung von der traditions-gcbuudcncn Lebensform. Eher hatte man erwarten sollen, daß ein solcher Kreis aus dem Osten gekommen wäre, aus Ländern, wo auch heute noch ein festgefügter Kreis traditionellen Lebens existiert. Und d;Kh kann man cs sicher nicht als eine zufällige Erscheinung bezeichnen, daß gerade aus Deutschland die Bewegung des religiösen Zionismus und ihre Verankerung im Leben dos Landes und seiner Arbeiterschaft ihre stärksten Impulse empfangen hat. Es steckt eine sichere innere Dynamik in ihr, die vielleicht am besten dadurch charakterisiert wird, daß wir auf der einen Seite von einem noch vorhandenem traditio-!teilen l eben sprechen, das in sieh bcharrt und das sich all den Einflüssen der neuen Zeit und der Umgebung gegenüber, soweit cs sich ihnen nicht verschließen kann, in eine Verteidigungsstellung gedrängt sieht, während wir es hier mit einer zwar noch kleinen, aber entschlossenen Bewegung zu tun haben, die die Assimilation überwunden hat una nun mit Elan zu neuer l.cbcnsgcstaltung vorstößt. Der Beginn war nicht einfach. Zum ersten Male ging im Herbst K)2־>) eine größere Gruppe des Brith Chaiuzim Datliiim zur Alijah, tlie entschlossen war, ein gemeinsames Leben zu führen. Doch bestand noch keine Klarheit, in welcher Art dies zu geschehen habe. Das Vorbild der religiösen Kwuz.ih als Lebensgemeinschaft gab es uocli nicht. Zunächst wurde eine Kooperativ c gegründet, deren Aufgabe eigentlich nur in der Verbilligung des Haushaltes und der gegenseitigen Hilfe der Chawerim bestand. Aber alle spürten, daß damit noch!lieht die uns gemäße Form des Zusammenlebens gefunden war. Nur ein ganz enges Gemeinschaftsleben, größtmögliche Verantwortung des einen für den anderen und aller für die gemeinsame Sache, verbunden mit weitgehendster Entfalinngsmöglichkcit des einzelnen Individuums, schafften jene Harmonie zwischen Bindung und Freiheit, die die Voraus- Setzung für eine produktive Arbeit bildet. Das Ergebnis der Auseinandersetzungen des ersten Jahres war die Gründüng der Kwuzah, des Kibbuz Kotiges. Auch der wirtschaftliche Start war nicht leicht. Es war eine Zeit der Arbeitslosigkeit. Die Arbeitsbedingungen in Petach Tikwali, wo der jüdische Arbeiter am stärksten der arabischen Konkurrenz ausgeset/t war, waren besonders schwer. Jeder einzelne Arbeitsplatz mußte ״erobert“ und gehalten werden. Nur längs,am ging cs vorwärts. Nur tropfenweise kam die Alijah. Häufig mußten hohe Schulden zur Bestreitung des Lebensunterhalts gemacht werden, bei einem aut das Minimum herahgedrüektcn Standard. Während dieser Zeit aber konnte sich der Kibbuz innerlich konsolidieren und zu einer engen Gemeinschaft zusammcnwachscn. Das Jahr 1<B3 brachte mit drr starken Konjunktur der palästinensischen Wirtschaft den Anfang einer rapiden Ent• Wicklung des Kibbuz. Die Arbeitslosigkeit war vergessen. Statt dessen war von jetzt an, trotz ständiger Alijah, der Mangel an arbeitenden Händen die tägliche Sorge. Die Alijah des Frühiahrcs 1()'B brachte dem Kibbuz, einen großen Zu• wachs an Menschen, die dem Kibbuz durch langjährige l'r- Ziehung in den Jugendlnuulen und im Brith Chaiuzim Dathiim verbunden und fachlich genügend vorgchildet waren, utn verantwortlich an der schnellen Entwicklung mitarbeiten zu können. Man kann sagen, daß mit dieser Alijah sieh der Schwerpunkt unserer Bewegung von Deutschland nach Erez Auf dem Lehrgut Gehringshof Ir-■' f i י V. «V Oben; Bei drr großen Wäsche Links: Arbeit an der Kreissäge ״ erhöhter Intensität fortzufuliren, damit «״ ••■• Hi wieder zurückblicken, seines geistigen Ijrhcbcrs, unseres u«r«s Nobel, noch würdiger geworden sein möge, Photo Htrm, Pion, Bcriia m&