Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 29 (10.4.1934)
- Date
- 1934-04-10
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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I 34 arnk. •״ im 34 י r Ms sind 1026. )gen, hstcn also dem JR»n. 1 be. St1)h. :rgab Nr. 29, 10. IV. 1934 RUNDSCHAU du ״1•*י ףי י M &M j? ןד־־ן j I W#i«4 W:1..jj7 ף׳**/ <•״^ י ףי 4 W.*4} ifeii1 W״ * %*״/ <י*/ 1יי JM• j1 1 1 * 1 L“* * f i J Gj fetai Die wirtschaftliche Fassungskraft Palästinas, der in den letzten Jahren eine 80 grolle Rolle’ tischen Auseinandersetzung spielt ־, war stark innerhalb eines Jahres die Einwanderung von ein Begriff, in der poligenug, um rund 40 000 iibrii unps. 1 den groß chteil >n 70 denn Witeine Wobfspie• arum 11 für i die d die lavon :doch sind *.hnct, von utul hl ist jenen r die jüdi• 1 Anwird, ohne auch rhalt- ■hwtr haltservon er. Tinge Min- IC so 11er- An-;eiint, ׳aren, ir im ngen. :rlolg er in 1 Zunacht sein Inmal 1. luden (fast 4 0/0 der Gcsaiiitbevölkcruiig, ״/0 20־ ,|cr ,chen Bevölkerung) ohne ernsthafte Schwierigkeiten zu er- ״,(,glichen. Diese rapide Bcvölkcrungsvcrmchrung durch Ein- *amienmg ist ein 111 der Geschichte der Kolomsationsbcwcgung beinahe beispielloser Fall, den wir im folgenden clwaJ näher untersuchen wollen. ״legale“ und ״illegale״ Einwanderung ״Zahlen lügen nicht, aber Leute, die Zahlen machen ]ngen." Diese alte Vorsichtsmaßregel für den Gebrauch von Statistiken gilt für I alastma in ganz besonderem Malle. Mau erinnert sich, dan wahrend der letzten palästinensischen Volkspiilting (im November )931) von revisionistischer Seite aus »Mischen Gründen die Parole ausgegeben wurde, den Censns 711 boykottieren, wahrend sich manche arabische Fellachen und Beduinen aus f urcht vor angeblicher Einziehung zum Militär vor der Zahlung ״drückten“. Hatte es sich damals nur um einige Hunderte gehandelt, so haben heute mehrere Tausende ein durchaus begründetes Interesse daran, sich für : die Behörden möglichst unsichtbar zu machen. Ls sind dies : di! sogenannten ״illegalen Einwanderer“, d. h. Ton-! fi-ten, die mit der Absicht ins Land gekommen sind, Arbeit j w limlee und auch Arbeit gefunden haben, die es aber ver- 1 iKiunit halien, innerhalb der vorgcschricbcncn Dreimonats• [ Rist um ihre Legalisierung nachzusuchen oder deren Gesuche t pci der unerhört schleppenden Geschäftsführung des Eünv.'mdcnifipulejiarlinents noch nicht erledigt sind, während die Zahl der wirklichen ״Illegalen“, d. 11. von Leuten, die sich irgendwie | über die Grenze geschlichen haben, unter Juden veihältnism.dtig gering ist, dagegen recht bedeutend unter den Arabern aus den Nachbarländern (man spricht von einigen Tausenden), die die glänzenden Arbeitsbedingungen Palästinas herbeigelockt Mwn. Die Zahl der jüdischen ״Illegalen“ wird aut 8000 Ins 15000 geschätzt, eine .Spanne, die jede einigermaßen genaue fiätidiselie Erfassung einfach unmöglich macht. Immerhin darf mau ganz vorsichtig mit etwa 10 000 ilf egalen jüdisehen Einwanderern rechnen, die zusammen mit den 30000 von der Regierung crlaßtcn Immigranten eine Ein- »׳,uuleriing von mindestens 40000 Juden für 1033 ergeben. Die Einwanderung nach Herkunftsländern Lme Analyse der Einwanderung des vergangenen Jahres kann natürlich mir auf Grund der von der Regierung monatlieh in der ״Palestine Gazette“ veröffentlichten Zahlen vorgenommen werden und muh die illegalen Einwanderer untienicksichtigt lassen. Aber auch so ergeben sich interessante Ergebnisse. Eine der interessantesten Fragen ist die der Herkunftsländer. Der Einfachheit halber haben wir die jüdische Welt in sieben Zentren wie folgt cingctcilt: I. Mitteleuropa: Tschechoslowakei. diesem Jahr eine stärkere Einwanderung aus Oesterreich einsdzen wird. Drei Viertel der Einwanderung von 1933 wird cns von nur fünf ' — . ״ " Polen Deutschland Griechenland Ycmcn Vereinigte Staaten Deutschland, Danzig, Oesterreich, Estland, Lettland, Litauen, II. Osteuropa: Finnland, Rulllarul, Polen, Rumänien. III. Balkan und Südcttrona: Bulgarien, Griechen* lind, Ungarn, Italien, Jugoslawien, Spanien und Portugal. IV. West- und Nordeuropa: Belgien, Frankreich, Holland, Schweiz, und Skandinavien. V. Asien und Nordafrika: Türkei, Aden und Ycmcn, Aegypten, Tunis, Algier, Marokko, Syrien, Irak, Persitn, Afghanistan und Indien. VI. Angelsächsische Länder: England, Australim, Kanada, Südafrika, Vereinigte Staaten. VII. Südamerika und übrige Länder. Diese sieben Gruppen umfassen die Hauptzcntren jüdischer Siedlung in der Welt und die Kulturkreise, aus denen sich die Palästiiineinwandcrung zusammensetzt. Die folgende Ta- Wie gibt eine Ucbersirht über die Gesamteinwaiiderung des Jahres 1933, nach Monaten und Herktmftsgruppen geordnet: .1 u « e n Ntclii- Judf n mmt . Monat t II!11 IV V V! VII Oennnrt ז«»יי: 94 Ql« m 14 812 176 102 2,249 122 2,371 ,ihuir Kt 1,110 94 6 195 39 56 1,581 132 1.713 107 1.664 116 7 ״28 186 113 2,482 261 2,74 3 G,l M 1,311 69 9 HO!43 101 1,827 283 2,110 % 274 1.090 66 15 116 172 121 1,854!01 1.95S ini m 580 36 7 25 103 119 1.263 101 1.364 Uh 614 1,437 92 15 149 200 m 2,703 104 2,807 520 1,162 272 17 207 ״5 205 2,442 71 2.M3 '1P'fmhfr IMH 1,78? 246 23 216!87 291 3.903 159 4,062 ^tohff 959 2,740 3m 19 189 31 210 4.449 123 4 572 '"'•A.r U22 דד8,נ 109 5 03 135 .*־33 3.857 10t 3,938 )uHfthcf 522 843 141 6 19 67 139 1,737 7־8 1,626. J1M . 6,108 16,514 1,725!43 2.410 1,418 1.979 | 30.327 T65׳i 31.977 20,2 f i.4,4 1 5.6 l),4 1 7.0 (י,4 1 ) 6.4 1 100,0 ״ | 100,0 94,9 1925 ״«pp« ,'nmi 1912 Eiaw*״• dcur 1,5)3 28074 1.127 113 1,44! 707 ■ 04 % Einwsn* derer 573 4216 484 116 3,06!) 973 m 100,0 Jahr des 9,553 % 100,0 Elnwirn■ derer 6,108 16,514 1,725 143 2,410 1,44» 1,979 % Ländern bestritten, “nämlich: 13 125 (13,6 "/o) (״•" 17,8) 392 5 (0/0 4,0 )' 256 1 (ס/״ 4,1 ) 287 1 4;״ 3,8 ) 109 1 22 229 (73,3 «/») Der Rest verteilt sich auf nicht weniger als 43 andere Länder. Die Einwanderung nach Kategorien und Berufen Es gibt bekanntlich die verschiedensten Möglichkeiten, um als Einwanderer nach Palästina zu gelangen. Die Regierung hat dafür 17 verschiedene Kategorien festgesetzt, wir begnügen uns hier der Uebersichtlichkcit halber mit 6 Haupt* und 3 Untergruppen wie folgt: A. Kapitalisten (mit mindestens £ 1000 Kapital). A (I). Deren Angehörige. B. Handwerker (mit mindestens £ 250 Kapital). B (1). Deren Angehörige. C. Arbeiter (auf Zertifikate). C (I). Deren Angehörige. D. Studenten, Schüler, Angehörige religiöser Berufe. E. Angehörige von in Palästina Ansässigen. F. Sonstige. Danach ergibt sich, ebenfalls für die Jahre 1925, 1932 und 1933, folgendes Bild: Die Gesamteinwanderung nach Palästina ist also zu nmd G« jüdisch. Unter den Juden führt die osteuropäische Gruppe l11) mit beinahe 55 0/״, erst daun folgt Mitteleuropa (I), vor ,'lfm also Deutschland, mit 6108 Einwanderern oder ^2«/), einem Fünftel der jüdischen Einwanderung. An dritter *Ml« steht die nicht unbedeutende Einwanderung aus Asien '״ul Nordafrika (Gruppe V) mit 2410 Einwanderern oder 8 0;״) ,!ann folgt Siklcuropa und der angelsächsische;״iliirkrcis (III und VI), während Westeuropa (IV), also der;61 der Erde, in dem cs den Juden politisch und Wirtschaft- W' verhältnismäßig am besten gellt, nur 143 Einwanderer, nicht einmal einen halben Prozent, schickt. Deutlicher als 1 Mc theoretische Erörterung zeigen diese trockenen Zahlen den kt!: ®1,jgeti Zusammenhang, der zwischen judennot und I alastma- , Zusammenhang, ״v. .... —. ,- . ... wban besieht. Ganz, deutlich wird das bei einem Vcrglcicn Zahlen für 1925 (dem letzten Massenciiiwandertiiigsjalii), 1,32 ״ml 1933: WB3 Jahr 1925 1932 | 1933 K»t«. Elnw*n- % Emv/aa״ % Einwsn• % jorio <lm׳r der«r dertr A 727 5,ד 3,250 10,7 A (1) ־— — 687 7,2 3,350 11.1 9,39-) 27,8 1.414 14,7 6,600 8־21 B -- _ 21 0,2 151 0,5 r! in — — 38 0,1 206 0,6 713 2,2 59 0,5 357 I.l c 2,271 23.8 11,165 37,1 C (1) ־“״ — 1.437 15.2 7,790 36,0 13,689 40,5 3,708 39,0 18,955 63,1 n 135 0.4 215 ג,2 413 1.1 K 5,171 15,3 1.227!2,8 2,846 9,2 F 4.684 13,8 2.930 30,8 1,156 3,7 Gesamt 33,601 100,0 9,553 100,0 30,327 100,0 Jerusalem Kategorie Seite 7 _ Wie bei allen Einwamlcnmgsbcwcgiingcn überwiegt der männliche Teil; in Palästina allerdings nur leicht, wlel die folgende Aufstellung zeigt; Absolut ״׳» Männer 12 762 12,0׳ Frauen 11 306 37,4 Knaben 1 3 1% 10,5 unter 16 Jahren Mädchen | 3 063 10,1 30 327 100,0 der Einwanderer kamen als solche ins! 165 Touristen, oder rund 200 im Monat, nachträglich legalisiert wurden. Arbeitet das Immigration Department in diesem ״Tempo" weiter, so würde die Rcgistrterung der 10000 ״Illegalen“ noch vier Jahre erfordern! Beinahe 92 6/0 Land, während nur Die deutschen Juden in Palästina Bis zum Jahre 1931 hat das deutsche Judentum in Palästina zahlenmäßig eine völlig untergeordnete Rolle gespielt. Obwohl 5 0',״ der Weltjudenheit darstellend, waren die deutschen Juden bei der letzten palästinensischen Volkszählung im Jischuw nur mit nicht mehr als 0,67 ".'<> vertreten (1181 unter 174610, gegenüber 193t. also m e 11 r, christlichen Deutschen!). Dieser minimale Anteil an der jüdischen B rV ö I k e r u n g nimmt wunder im Hinblick aut den ebenfalls geringen, aber doch etwas_ höheren Prozentsatz der deutschen Jude״ an der jüdischen Einwanderung nach Palästina. Nach den Angaben der Regierung sind bis 1931 beinahe 3000 Juden aus Deutschland cingcwandcrt, die 2,8 ״/״ der jüdischen Gesamtcinwandcrung darstellen. Wo waren sie am Tage der Volkszählimg? Man darf aiinehmen, daß ein Drittel von ihnen keine deutschen Juden im engeren Sinne waren, sondern in Deutschland nur als Durcligaugsstation kürzere oder längere Zeit geweilt haben, während das zweite Drittel wieder emigriert ist, eine Annahme, die auch durch andere Fest- Stellungen belegt ist. Die folgende Tabelle zeigt das Sprunghafte Anwachsen der Alijah ans Deutschland im letzten Jahre ln frappanter Weise und gibt gleichzeitig eine Ucbcrsicht über die gesamte jüdische Einwanderung nach Kriegsende: 33,801 100,0 9,553 »W.״ W'JJ7 «» ct ää'Kä־ «ss *2U» 83 •;׳ j״•״ ״XS» ״? ״h,.U:lP״״d ־. ir. k.i׳) ״־!■« um schon heute sagen zu ^tengabc, Vordergrund, großen dürfen, daß in An erster Stelle steht in (len angezogenen drei Jahren (und auch sonst) die Einwanderung von Arbeitern. Sie umtaßt durchschnittlich, mit den Angehörigen, 40 ״/o und steigt 1933 aut über (!0 "״ und würde noch größer gewesen sein, wenn die Regierung die von der Jcwish Agency angeforderten Zertifikate bewilligt hätte. Den zweiten Platz nehmen die sögenannten Kapitalisten ein. Bis 1910 forderte die Regierung von dieser Kategorie den Besitz von £ 500, seitdem von £ 1000. Ihre Zahl war deshalb 1925 größer als in den späteren!.ihren, während sich ihr materielles Gewicht durch die erflöhten Anforderungen natürlich heute entsprechend gehoben hat. Nimmt mail nur den Mindestsatz von £ 1000' pro Kapita’listeneinwanderer an, so sind 19'J! allein £ 3 250OOO aut diese Weise nach Palästina I111|>0rliert worden. In Wirklichkeit liegt diese Summe aber viel höher, Nach Gtircvicli lind C. y 11 c r o w i t s c h, die diese Frage in einer hier be« sprorlichen, sehr interessanten Studie eingehend untersucht halicn (,.Einwamlerungsstniktiir und Kapitalimport Palästinas", 1933), liegt der Durchschnitt pro Einwanderer unter ״A“ bei £ 3763. Für 1933 würde das also einen Kapitalimport von nicht weniger als rund £ 12 430000 bedeuten! Jedoch dürfte diese Zahl zu hoch gegriffen sein, da besonders unter den Knpitalistcneinwandercrn aus Deutsch- ]and, die 55 ״'״ dieser Kategorie darstcllen, die weitaus überwiegende Mehrzahl nur genau £ 1000 mitgebracht hat. Immerhin wird man mit durchschnittlich C 2000, pro Kopt, tl. h. insgesamt C 7000 000, der Wahrheit wohl ziemlich nahekommen. Was der Zustrom von 90 Millionen Mark (deren Kniifwcrt im Lande übrigens weit höher liegt und bei 120 Millinnen nii/usetzen ist) innerhalb eines Jahres für ein so kleines und bevölkerungsarmes Land wie Palästina bedeutet, ist kaum zu ermessen, ganz abgesehen von dein mindestens ebenso wertvollen Kapital an menschlicher Energie, initiative und Erfahrung, die auf diese Weise mit ins Fand gekommen sind, und die in einem ungeheuren Aufschwung von Industrie, Hamid und intensiver Landwirtschaft ihren Ausdruck finden. Hier liegt auch der Schlüssel für die sonst unerklärliche Tat- Sache, daß Palästina mit einer zu 75"'״ passiven Handelsbilauz nicht nur nicht Bankrott erleidet, sondern als beinahe einziges Land der Erde voll der Weltwirtschaftskrise völlig unberührt geblieben ist. An dritter Stelle steht die Einwanderung von Augehörigen von im Lande schon Ansässigen und Eingeord- »eien, die stets einige Tausende nach Palästina bringt, wiihrend Handwerker mit £ 250 Kapital leider noch einen sehr geringen Prozentsatz darstcllen. Die Regierung gibt Handwerkerviseu sehr ungern und läßt die betreffenden Leute lieber auf Arbeiter/crtifikate cinwaiulcrn, da die Jcwish Agency so das Risiko für ein Jahr übernimmt. Aut der anderen Seite ist der Mangel an wirklich guten Handwerkern im Lande sehr groß und es sollten von jüdischer Seite Maßnahmen getroffen werden, geeignete Elemente, vielleicht durch Gründüng und Unterstützung von speziellen Handwcrkcrkooperativen, hcran/ii/iehcu. Der starke Zustrom aus Deutschland macht sieh natürlich auch in der B c r 11 f s s c 11 i c 1111111 g der Einwanderer geltend. 1643 ungelernten Arbeitern und 1586 ausgcbildeten Landwirten stehen z. B. 1071 Einwanderer aus dem Handel und nieht weniger als 1564 Angehörige der freien Berufe gegenüber. Unter diesen sind allein 51(1 Acrztc und Zahnä r 11 e, 281) Architekten und Ingenieure und 768 andere (Rechtsanwälte. Lehrer, Rabbiner, Künstler tisw,). Gewiß bereehtigt eine Einwanderung von 40 000 Menschen auch zu einem gewissen Prozentsatz an Medizinern (obwohl die schon vorhandene jüdische Aerztcschatt auch diesen Zustrom mit Leichtigkeit bewältigt hatte), jedoch ist dieser Prozentsatz um das Zehnfache überschritten worden. Es kann also nur immer wieder auf das nachdrücklichste davor gewarnt werden, mit der Hoffnung einzuwamlem, sich in Palästina eine ärztliche Praxis aufbaucn zu können. J * he JflWha Einwanderer Davon su• DtuUchUnd ־7׳ 1920 21 14,4*3 369 2.4 1922 7 844 44 0,5 192) 7,42! 14. 2,0 1924 12 «56 4M) 3.7 1925 33,801 963 2,8!926 J 3,081 325 2.5!927 .7,713 84 3.1 1928 2,178 87 4.0 1929 49 2 .י* 2m 3.9 19J0 4,914 1 *8 2,8 1931 4.075 U 2 3.0. 1932 9,553 353 3.7 ' DzälT 1!8.398 3,309 1,1— 1933 27ר,0ו 5.392 17,8 ־" B2ÖT5 148,725 ' 1,59a 5.8 Im Jahre 1933 sind also mehr als nnderhalbma! sovicle deutsche Juden nach Palästina gewandert als in den 13 vorhergehenden Jahren! Ihre Zahl im Lande dürfte heute, wenn man von den 10000 sogenannten Illegalen 3000 auf das deutsche Kontingent setzt, etwa 10000 oder 4״״ des rund 250 000 Seelen starken palästinensischen Jischuw betragen, der wiederum 21,7״/״ der Gesamtbevölkerung von zirka 1 115000 Einwohnern darstellt. Dr. Mcnaschc ben Ephraim, Jerusalem. Nächste Abfahrten nach Palästina (mitgeteilt vom Palcstinc & Orient Lloyd, Berlin NW 7, Fricdflchstr. 100, Tel. A 6 Merkur 2915). Ausonla 14. 4. ab Triest u. Venedig Polonia 18. 4. ab Konstanza Italla 18. 4. ab Triest Aranus (22000 Tonnen) 20. 4. ab Marseille Patrla 70. 4. ab Marseille Espcria 21. 1. ah Genua .4 .2־2 ab Neapel Gcnisalcmmc 23. 4. ab Triest Vienna 26. 4. ab Genua 27. 4. ah Neapel Sphinx 27. 4. ab Marseille Vtilcania (21000 Tonnen) 2. b. ah Neapel Polonia 2. 3. ab Konstanza llalia 2. 5. ab Triest Providence 4. 5. ab Marseille Oeriisalcmme 0. 5. ab Triest Hclouan 10. 5. ab Genua 11. 5. ab Neapel Vck Baden^onds du Aufljau-WeAkes: pT] KEREN KAJEMETH LEJ ISRAEL N JÜDISCHER NATIONALFONDS E.V. ■Wt* ״ . —-ÜJ Berlin W15, Meinekestr. 10• Ttl.1Blsm.1tSL Foitschtck-Kont• Btrtlaltt41 Der Reichsausschuß der Jüdischen Jugendverbünde teilt folgendes mit: 1. Auf Wunsch der Rckhsjugtndführuug weisen wir nochmals nachdrücklichst darauf hin׳ daß das Tragen von Uniformen oder uuiformälmlichen Bekleidungsstücken für alle jüdischen lugcmlhiiiidc verboten ist. In Beantwortung zahlreicher Anträgen teilen wir mit, daß das Tragen von Koppeln jeder Art untersagt ist. Die von den uns »״geschlossenen Bünden eingcreichtcn Vorschläge für einheitliche Bundeskluft sind der Reichsjiigendfiihrimg gesammelt zur endgültigen^ Genehmigung übergehen worden. Die Entscheidung ist in Kürze zu erwarten. — 2. Auslands- und Gmi/Inndsfnlirien bedürfen der Genehmigung durch die KeichsjugeiuKuhrung. Die Anträge sind über den Reielisaiissclniß, der die vorgeschriebenen Antragsformulare zur Vertilgung hält, hei der Reichsjugendführung ein/ureichen. — 3. Die bevorstehende Wanderzcit gibt der Frage der Unterbringung von jüdischen Jujrcndwan• derern erhöhte Bedeutung. Wir richten daher an alle jüdischen Gemeinden und Organisationen die dringende Bitte, uns magliehst rasch Uebcrmichtuiigsmöglichkeiieii — auch einfachster Art — mitzuteilen. Die RciclisjngcndSiihrung hat sich mH der Errichtung von Untcrhringungsmögiiehkciten für die im Reichsausschtiß organisierten Jtigendbumle grundsätzlich einverstanden erklärt. Zur Beratung im Einzelfaile stehen wir jederzeit gern zur Verfügung. (Adresse: Berlin-Charlottenburg, Kant- Straße 158.) Artur und Therese Schnabel gaben in Palästina mit großem Erlolg einige Konzerte. Besonders bemerkt wurde cs, dal) Artur Schnabel auf Einladung des High Commis* sioners vor geladenen Gästen einen Kammermusikabend (mit Thelma Yellin, Emil Hauser und Wolfgang Schocken) im Haute des O b er ko m m i s s ärs gab. -v.<׳ ־V Bitefkadett deb Redaktion M. Haber. Wir empfehlen ihnen, sich an die Pakstine Land Development Co., Jerusalem, zu wenden. iilt flllf mit