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Jüdische Rundschau · 1934-03-02 · Heft 18 (2.3.1934) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 18 (2.3.1934)
Date
1934-03-02
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 jüdische Rundschau t: y Nr, 18, 2, III.!934 י ri t ןך-*! ^jp ו״׳■■״״! ^״יי ■ ח דן lk-.J L י j. ■laij 1״־f ״% f .J L.׳־..'j 1!.. J |L1 /f. Schimon b. Jo uh al •*««/•' Der Sdtabbuih Spruch vor Üotlrs Thron." ״Jedem Tag hast <111 einen (icführten (((,neben; nur ich sieh einsam da.“ Und Gott Spruch: ״Israel soll dein Gefährte sein.“ Das trat es. was Colt am Sinai gesprochen: ״Denk an den Schuhhalht üeidt daran, mein Volk, was ich dem Schahbath einst verheißen!" ( Uvreschith liabb. 11,) Viele Tausende von Juden haben Im letzten Jahre den Anschluß an die jüdische Gemeinschaft gefunden. Doch ist oft die innere Umstellung nicht über eine Armierung in der G 1111111111 8 ־ g lünatiHgcl.uigt; das alltägliche Leben und die geistige I lalfung der uicIMcu dieser Menschen sind so gut wie unberührt davon geblieben, bin solcher Zustand ist auf die Dauer unmöglich für die in Frc/. Jisracl lebenden wie auch für die in der Golah bleibenden Juden, die schon um Ihrer Kinder willen an den Neuaufbau ihres jüdischen Lebens werden herangchen müssen. Ls kommt hinzu, dalt /war sehr oft betont wird, die Zu• gehüriglidt /um jüdischen Volke schliche eine besondere Ver* pflicbtimg in sieh ein, nämlich die Anerkennung einer bc* stimmten geistigen Aufgabe und die Unterordnung der materiellen (iegcneniieiten des Liir/elncn um! de* Volke» unter diese. Wir mülltcn unser Leben in der jüdischen Geschichte verwurzeln. Aber worin besieht die geistige Aufgabe und 11 ie U nlcror<1 ון 11 וו g «I e8 materiellen Lebe 11 *? liier fehlt die Konkretisierung der Forderungen, die wir an uns alle, die wir wieder /um Judentum kommen, zu «teilen haben. Das Jahr 1<)JJ wird mir dann von bleibender Wirkung in der jüdischen Geschichte sein, wenn wir wieder eine L c r 11 11 ־ n d T a i g <• in e i n s c 11 a f t werden. Bildete doch die enge Verbundenheit von Gesinnung, geistiger Sphäre und alltäglicher l.ebeiisgcstaltuiiß eines der entscheidenden Kenn־ Zeichen jüdischen Lehens, Daher gab es bis zu der im Id. Jahrhundert geschaffenen, von der Umwelt bestimmten ״Wissen* schalt des Judentums“ nie eine für sieh abgeschlossene Wissenschaft im Juden tum, so daß der Talmud, die Auf/elchmmgcii der über viele Jahrhunderte sich erstreckenden Dis* kussiouen in den jüdischen Hochschulen jede Erörterung ab״ lehnte, die nicht von irgendeiner Bedeutung für die Praxis,» für die alltägliche Lehensgestaltung sein könnte. liier sei 111m der Versuch unternommen, an einigen Bei• »pielen Sinn und Wesen der jüdischen Formen milzti/eigen, Au» der Darstellung soll die Möglichkeit Ihrer Verwertung sieh von selber ergehen, auch daun, wenn man die glauheiisinällige Grundlage nicht ohne weiteres als verpflichtend für sich mierkennen kann. Eine der das Judentum vor allein als Tat- und Lebens- Gemeinschaft schlechthin bestimmenden Formen stellt *ler Sc 11 ab bat 11 dar. Der Aufbau eines jüdischen Lebens, in dem dem Scliabbath nicht eine entscheidende Rolle Zufällen würde, würde undenkbar sein. F.r ist zugleich neben der Bibel die Leistung, mit der das jüdische Volk am tiefsten auf die ge- *amte Kultunneiisdilieit eingewirkt hat. Im allgemeinen halten viele deutsche Juden noch die meisten jüdischen Feste, während der Schahhath von der Mehrzahl zuerst aufgegehcn wurde. Das Judentum wurde nur Insoweit als bedeutsam empfunden, als es aus dem Ocwohnlichen hcraiisficl und jenseits des Alltags etwas Ge• hobciies und Feiertägliches darbot. Tatsächlich aber wurde in dem jüdischen (leset/, dem es, nicht 11111 die Schaffung einer ge 11 oh eilen Stimmung und einiger Feiertage, sondern um die Durchdringung und Gestaltung des Alltags ging, der Scliabbath allen Festtagen, ja selbst dem Jomkinmir an Bedeutung vorangestellt. (So ist beispielsweise die Vorberciiung des Essens am Scliabbath verboten, an den Feiertagen erlaubt. Die Anzahl der zur Thora in der Synagoge ״Aufgerufeneit“ betrügt am Scliabbath 7, am Veraölimtngstag und an den übrigen Feiertagen 5.) Der Sehabballt erfährt in der Bibel eine doppelte Begründüng. Fr wird durch die Ableitung aus der Schöpfung an den Anfang der Bibel gestellt und dann hi besonderen Zu- «ammenhaiig mit der Knechtschaft in Aegypten gebracht (vgl. II. Buch Mosche; 20, 11, ferner V. Buch 5, 15). Damit sind bereits die zwei entscheidenden Gedankenreihen des Scliabbath angegeben, Er stellt au. uns die unbedingte Verpflichtung zur A r b e i t s r 11 h e, die sich nicht nur auf 1111s selber erstreckt, sondern auf alle lebenden Wesen, denn Beschäftigung von uns abhängig ist, also auf Angestellte, Knechte und mich auf die Tierwelt. Die Möglichseit der Ruhe sollte allen gegeben sein, niemand, auch nicht «las Tier, durfte dt׳n׳lt Arbeit geknechtet sein, Das Erlebnis• an unsere Knechtschaft in Aegypten sollte uns als imnieivvälirender seelischer Ansporn dienen, Aber ludern der Schabhadi mit dem Wcltseliopfmigsaktc in Beziehung gebracht wurde, erhielt dieses zunächst passive Gebot der Ruhe einen höheren Sinn, der mm den Menschen zur liöchsten seelischen und geistigen Aktivität aiitrciben konnte. Wenn In der Bibel von Gott gesagt wird, dal] er selber am siebenten Tag geruht habe, so bedeutet das, «lall der Scliabbath nicht etwas dem Menschen willkürlich Gebotenes darstctlt, sondern im ganz e 11 Kosmos verankert ist. Durch die Durchführung der R11I1«• bekundet der Mensch «lic Anerkennung einer höheren Wirklichkeit, als sie in der Materie oder in. der Ausübung des Berufes zum Ausdruck kommt. An diesem Tage *oll «ler Mensch -- und das gibt «ler Enthaltung von aller Arbeit erst ihren rechten Sinn — sieh ganz auf die geistige Tätigkeit konzentriere 11. Durch den freiwilligen Verzieht auf jedes schöpferische Werk legt er Zetignla für die Existenz eines Schöpfers und einer geistigen Welt ab. Daraus ergibt es sieh, «lad nicht nur keine körperliche Arbeit;111 sich, solidem auch keine schöpferische, irgend etwas Neues hervorhrlngimle Tätigkeit am Schahhath geleistet werden soll, Der gesamte Umkreis der menschlichen Tätigkeit wird daher «lavon betroffen. Der geistige Inhalf, «lic Idee iles Scliabbath kann nicht daun zum Ausdruck kommen, wenn der Schahhath in «Ins gewöhnliche l eben hineingeslellt wird und dort nun einen Sektor elrtiiiinmt, aus «fern der Mensch ״erbaut“ wird. Vielnudir muß durch eine völlige Umgestaltung d«‘r All tags weit, wie sie durch «Ile Schabhatligebütc herheigeführt werden soll, eine Atmosphäre geschaffen werden, die ganz von dem Gedanken des Scliabbath erfüllt ist. Der Mensch sollte sich an diesem Tage, auch In seinem Reden und Denken, au* «lein gewöhnlichen Berufsleben licrausreillen uml sich «len Aufgaben widmen, die allem Beruflichen und «ler Existenz de» Menschen gelber ihren eigentlichen Sinn gehen, Dieser Gedanke fand seinen inntcriellen Ausdruck darin, daß man sich immer bemühte, alles Gute, das man in der Woche herbeischaffte, für den Scliabbath zu reservieren. Der sechste Tag — der Erew Scliabbath — stand dann ganz im Zeichen der Vorbereitung für den Schabbath. Es wird erzählt, daß auch die größten Gelehrtem durch Holzfällen, Feucranmaelien, Oemiisesehneiden, Ausbcssern der für Schahhath notwendigen Geräte und SbnMche Arb'iten mitgchollen Itabcn an der Vorbereitung des Schahhath. um selber an dieser großen Mizwah tciluchmen (siehe Orach chaim, hilchot schabbat § 250). Kurz vor Schahhath — etwa IVa Stunden vorher — wird alle gewohnte Tätigkeit abge* brachen, allen wird beiseite gUrgl, man w.'Hellt *Ich und zieht :;eine besten Kleider an. Durch «Ile Veränderung in der äußeren Welt wird erst die Voraussetzung geschaffen für ein F.rkbet! der. Oriitlgcn, wie e» im Sehahbath zum Ausdruck kommt, 13er Mensch ist nun empfänglich geworden für die eigentümliche Stiunmingswelt des Schahhath; er Ist teilhaftig des Besitzes einer höheren Seele, der ״Nesclmma jetera“, der Seele, die sein eigentliches Mcnschsoiu ausmscht, aber in der Ihn absorbierenden Werktngsarbclt nicht zur Geltung kam. Und gerade «ler Aermstc sehnt sich am meisten ntch dem Schahhath, denn — ״Hund mit hiIndischen Gedanken, Kt'lcrt er die ganze Wache Durch des Lebens Kot and Kehricht, Gassenbuben :am Gespülte. Aber jeden Freitagabend, In' der Dämmrungsstunda plötzlich Weicht der Zauber, und der Ilund Wird aufs neu' ein menschlich Wesen Mensch, mit menschlichen Gefühlen, Mit erhabnem Haupt und Herzen, Festlich, reinlich schier gekleidet, Tritt er In des Vaters Halte." (Heine, llehrltiselie Molodien.) Feiertäglich ungezogen strömen die Menschen von allen Selten in «lic festlich erleuchtete Synagoge, dort empfängt man den Schahhath, wie die Braut den Bräutigam (vgl, den Wunderschönen Gesang: Lcclu (lodl, «ler die Schabliathstlm- 1mm g des fiiizdiien Menschen zugleich mit der Tröstung «ler in ihrem Galulli lebenden Nation verbindet). 111 Ertz Jisracl und in eliassidiselieii Gegenden »Hegte man sogar aus der Stadt Jieraus/ugcheii und den Schabbatn mit feierlichen Liedern in der Natur zu empfangen und mit mich Hause zu begleiten. Im übrigen ist der F r c i t a g a!> c 11 d tlureli das enge Zusammeiiseiu und ■feiern der Familie gekennzeichnet. Es ist ja bekannt, wie wichtig für den Bestand der Jüdischen Gcmcinschaft der enge Zusammenhalt der Familien geworden ist, der seinerseits vor allem durch das gemeinsame Erleben des Schahhath geschaffen und Immer neu gestärkt wurde. Hier erhielt vor allem auch die Frau des Hauses durch das ״I Ichtcrbcnsclicn“, da* dem Ilause die Weihe des Schahhath gab, ihre zentrale Rolle. Auch und gerade Im ärmsten Hause durfte das Licht, die Verkörperung des Schabbalh, nicht fehlen; mit dem Becher Wein spricht der Hausherr, liclmgckofiiincn, den Kiddusch, das heißt er weiht nun auch formell diesen Tag zu einem ihm und seinem Schöpfer heiligen. Das Essen wird durch die ״Semlroth", die alten und immer wieder neu ergänzten Scliahbatlilicder in verschiedenen ״Nlggunlm", Melodien, unterbrochen. Der Vater unterweist je nach seiner Kenntnis die Kinder aus dem betreffenden Woclieiiahsdinitt der Thora und den überlieferten Erklärungen (vor allem ״Rnschi“), soweit er cs eben vermag, Stets wurden Gäste zu jedem Freitagabend Ungeladen, «Ile bei den Liedern und dem Lernen auch das, was sic konnten, ״zum Besten gaben“. Undenkbar wäre cs, daß der Freitagabend außerhalb des Familienkreises in allgemeinen Vergnügungsstätten verbracht wird. Eine lebensfrohe, geistige und cfciiH'iiisehaftsgebundcnc Atmosphäre kennzeichnet den jüdischen Sclinbbatli. Sic wird geschaffen allein durch das völlige llcrau.sreißen aus dem Beruf, indem auch jeder Gedanke daran ausgesehaltct wird, Viril«iclit mag man zuerst «lenken, der Scliabbath müsse durch die Fülle der Verbote ein Tag der Last geworden sein, der Jude würde dauernd In vielen Büchern nachlesen, um zu finden, was erlaubt und was verboten wäre. Natürlich ist das nicht der Fall. Die frohe Stimmung des Schahhath ist bereits geschi'dert worden. Durch die Gewöhnung von früh Huf und durch die Umgestaltung «les Ganzen «lenkt mau gar nicht mehr 1111 das Arbeitsverbot, gcschw« ige denn, «laß man Im ZivcFcl wäre, wie man sich zu verhalten hätte, natürlich soweit c* nicht feinere Nuancen betrifft. Durch da» Tragevcrhot, durch die völlige Arbeitsruhe, den Gottesdienst und durch das gemeinsame Lernen wird auch da» öffentliche Lehen weitgehend bestimmt, soweit dies im Galuth überhaupt der Fall sein konnte. Fs charakterisiert den jüdischen Gottesdienst, daß In «einem Mittelpunkt der jeweilige Thoraabschnltt steht, so daß man im Jahre — in manchen Ländern de» Orients früher «allerdings in drei Jahren — die ganze Thora durchgeht. Damit — und mit der lebendigen Tr.adierung «lurcli «len Vater am Freitagabend — war eind״r *tärksten Garantien geschaffen, «laß jeder Jude von friitmstcr fugend an die Bibel genau kannte, sic In jed111״ Fahre immer neu durchdachte und erlebte, An die seit den «'testen Zeiten vorgenommene Thoravor'csiim,׳ scli'oß sieh die ״llaftarah“ an, das Lesen eine«; Kapitel* aus den Propheten, der mit dem Woclicuahschnitt in einem Zusammenhang steht; dieser Brauch wurde üblich seit den Verfolgungen der Makkabäerzeit, als jedes Vorles׳m aus der Thora verboten war, An einem besonderen Srhahbath, z, B. wenn er zugleich ein ״Rasch cliodesch“, ״NeumniuMag“. ist, wird statt d1:״»cn ein Kapitel gelesen, das auf dieses Freignls Bezug nimmt. Weiterhin wurde der W o e h e 11» b schult t, die ״^idi'a“, die Grundlage vieler, oft auch aktm’M-uolitischcr Deutungen, der ״Midraschim“, die immer vom Bibeivers nusgingen, Der Zusammenhang mit «len Lebensfragen der G״׳(c11wnrt wurde immer gewahrt, stets kam es d.ahcl auf die Bestimmung und Erfassung des LcbimsmiB’igrn an. Diese Hilierc Midrasch• erklärung hat sehr wenig mit der heutigen Predigt, die den Menschen mein• erbauen will, zu tun, Fine Stunde vor Ausgang d״s Srhahbath findet dann der Oneg Schahhath oder die Scuiln Seliliseliit statt, d. h. «lic dritte Mahlzeit, da man am Schahhath mindesten* drei Mahlzeiten nbl!alten soll. Im dahl'Klammcndcn Schahhath sitzt die Gemeinschaft In einem mv-ren Kreis, und singt indische, besonders auf den Seliahh-Ih l’ezug uehiiirmle Lieder. Worte der Thora mul die Besnrerh״n׳f n|lg1״n״i»1er jüdischer und die Lebensführung des M׳:n״״h ויי׳ brtrcff1'׳ulcr Fragen unterbrechen immer wieder di׳• Udler. Je näher es zum Abschied kommt, desto wehmütiger werden die Lieder. Der A!)seine«! wird schwer empfunden, Deswegen verlängert man den Schahhath oft noch etwas, und nach Ausgang bei «Jer ״H awd a I a h“, der ״Scheidung“ zwischen heiligem Schabbath und Alling, bemüht man sieh durch «Ins symbolische Hinstreckcn der Hände zum Licht uml durch die Gewürze ,recht viel von der Schahbathstimmung in den Alltag hinüberzunehiiicn. In den letzten Jahren hat BI a I i k versucht, In Erez Israel dem Oneg Schahhath eine neue Form und einen neuen Sinn zu geben und dadurch einen weiteren Kreis wieder für das Alte empfänglich zu machen. Kein anderer Tag bestimmt das Gepräge des jüdischen Volkes in diesem Maße wie der Srhahbath, und daher wurde die enge Beziehung zwischen beiden immer stark cmpfunden. Das jüdische Volk betrachtete sein nationale« Dasein niemals als Selbstwert, sondern betonte immer wieder die Vernflichtung, die ihm als Volk auferlcgt war, wie sie, noch bevor es geschaffen war, in dem Bunde Gottes mit den Vätern zum Ausdruck kam. Das Halten des Schtbbtth bedeutete nun den Prüfstein, da« Zeichen, ob «las Volk lebensinällig treu zu dieser Bindung der Vater stand 1! Existenz, Israel* und die Wiedcrerlusung des Volkes «ver! davon .abhängig gemacht, denn im Halten des Schal,h n bekundet sich «Irr Völle, die nationale״ Werte für die ,1, Volke gegebenen geistigen Aufgaben hcrcit/ustellcn I rh! ״ die anderen Feiertage erst In der Fxbietu Prack ihren V! 1 und werden sic «Inher jedcst11.il mm von 11er Judiselie״' f,!' mcinschaft ״verkündet“ (ah « noch keinen festen Kaie-״!' gab), *o bedingt umgekehrt erst die Verwirklichung ',,, bchnhbath — als einer somit übernationalen Institution 1, ״ Existenz Israels, Daher heißt es in der Brach«, dem 11.! eines auf Scliabbath fallenden Feiertages: ®5קד ׳■) והזגים» Der den Schahhath, Israel und di«׳ pcs’(> tage heiligt, wobei durch die Trennung von Schahhath 11״״ Feiertagen der obige Gedanke zum Ausdruck kommt, im|״! jedes Wart durch das vorangehende hier bestimmt \«,ן|״ In den Propheten kommt diese entscheidende B״״״■,|״,',; de» Sehablmtli für die Frage der Existenzhercchligung uml der Ligenart den jüdischen Volke* immer wieder zmn Am druck. (Jcschaja Kap. 56, V. 2 ff.; Kap. 58, V. 13; Jirminh,', Kap. 17, V. 21 ff,; ferner Nee hem ja Kap. 13, V. 15 ff.) Fs wäre tragisch, wenn bei «kr Rückkehr in das [,ן)״ן «ler Väter und zu einem normalen Volksdasein der Scliabbath «liest־ eigentümliche jüdische Färbung verlieren und nur-, es sind manche An/eichen dafür da — zu einem gew״!!״. liehen Ruhetage, zu einem Tage der ״Ausspannung״ werden würde. Gerade in Erez Israel besteht wieder ׳lic Möglichkeit, dem gesamten öffentlichen!,eben «len Stempel des Scliabbath auf/udrückcn. Und tatsächlich verändert ״ auch nach dem Blasen «Jcr Trompeten vor Schahhath plötzlich die sonst so lebhafte Stadt Tci-Awiw völlig ihr Aufsehen indem alle Geschäfte geschlossen werden, der ganze Wägern verkehr ruht und jede Arbeit aufhört. Das Eigentlich(• 'de« Schahhath Ist aber erst da, wenn er nicht mir als Ruhetag sondern all der Tag empfunden wird, an dem die Um״! Ordnung de» Alltag» mul «le* Berufe» unter da» (t«׳i»1jgC und die Dr/Iehtmg zu den 11׳t/,ten religiösen Worten das Han- «lein und da» Denken der (iemeiiiieliaft beherrscht. Wie wjr «len Scliabbath im Lunde halten, wird das Zeichen für die 'üdisclikcit dieses neu »ich aufhaueuden Volkslebens sein, '*.וr die Menschen in der Goiah aber erweist cs sich am Schahhath, ob ihr jasagen zum Judentum über das (Je- •Innungsmäßige hinaus einen lebensmäßigen Ausdruck funden hat. Dr. Erich Rosenblüth, f Berliner Aerzlc und Judenfrage Im ״Völkischen Beobachter“, Berlin, vom 27. Ft• bruar, ist eine Unterredung mit dem Berliner Gauohmsnn des nationalsozialistischen Deutschen Acrztchundcs, Staatsrat Dr. Conti, Ministerialrat Im preußischen Innenmini• *terium, veröffentlicht, in der der Kampf der nationakozij. Ilstischrn Aerztc ausführlich dargestellt wird. Einen großen Raunt nimmt In diesen Ausführungen die Auselnandersetninf mit dem Judentum und den jüdischen Acr/ten ein. Auf «lic Frage; ״Wie stark Ist heute noch der jüdische Einfluß im Gesundheitswesen?“ äußerte sich Dr. Conti wie folgt: ״Aus dem Gr «unrlheitswnen der bi,ult Berlin ist der j׳i׳li>che Einfluß fast, völlig ■״»geschaltet. Dagegen Ut die Stellung der Juden in der frei prakiifirretulen Amir-rhaft n׳׳ch eine sehr »urlu. Vrm den in Berlin ■iiprol-ierlrn 8200 Aerrien sind bein.tHe di« Hilut Nichtarier. Betraclilet man «1,!gegen die Zahl der Ks*»en.1r1le, «Lt we«enlli111 kleiner tat, weil *ich unter der eben genannten Zahl von 8200 »urh die brimleten Aerttc, die A»»Ltenten und »mistige »"׳ gestellten Aerrte befinden, -o machten die Nichtarier noch im llerbit 1933 rund 80 Projent um. Da» genaue Ztililciiveiliiilinb nneh dem Stande vom 1. 0k• lotirr 1033 war folgende»! (-e-attitzahl der (iioü-Bcrliner Kaiser,׳ Krale 1 348!, Deut«!lic! 1404, Juden! 1880, jüdin h Verheiratete! 8! Uber die cndfdill Ige Zula ..ung von 130 Aerilen »chwrble nneh da F.ntielieidimg. Injwi.< lirn konnte der Anteil der deutschen Kosen• Krite nllnmlilirli auf Bl.8 l’rorent (Februar 1934) gebracht werden. Sie können ■it h denken, w ie schwer n-n'h Aus»׳ Haltung der Juden die «ritliche Venorgung der i Million von der Wohlfahrt betreuten Velksgenonen war, die von unseren Aerzicn runlehst ekr«4׳ amtlich duräigefUhrt wurde." Suspendierte Lehrer In der Sitzung des Ilauptousschusses der Leipziger Stadtverordneten wurde laut ״Berliner Tageblatt“ vom 27. 3, ein Antrag angenommen, der die vorläufige Suspendiert«! vom Amte für Obcrstiidiendirektor Dr. Bohrend» mul fürjj Lehrerin Vorwerk von der Goethe.Schule zum Gegend•!«! hatte. Zweck der Suspendierung ist die Eröffnung des wmf *tratverfahren» mit dem Ziele der Dienstentlassung. Frautcm Vorwerk hatte im Unterricht einer Schülerin «lic Dcklam׳wn!1 e' ch Gedichtes von Dietrich Eckart untersagt, weil sie 1״ff׳״ tote, daß dadurch zwei jüdische Schülerinnen afj Klasse in ihren Gefühlen verletzt w e r at« könnten. Auf eine Beschwerde des Vaters der betreue «len Schülerin haUe Oberstudiendirektor Dr. Bchrcnds vc,׳ sucht, tlns Verhalten der Lehrerin zu rechtfertigen u״ sich gleichsam mit ihr solidarisch erklärt. Fine «lerarti, I landlungsweise von Lehrern und l.chrerinneip könne, wurde ausgeführt, Im nationalsozialistischen Staate un gar keinen Umständen geduldet werden, und der Haupw ichuß beschloß deshalb in dem erwähnten Sinne. Presseschau Die ״Frankfurter Z « 11 u 1! g“ vom 28. Februar v«• öffentlicht einen Bericht ihres I laifaer Korrespondent?״ u «lic deutsche Ausfuhr nach Palästina. 1:י * darin Insbcsoiulcre auf die Ausfuhrentwlckliing djr t״ |Jj. nisse der Metallindustrie, Elektroindustrie, chemischen dustrie, der Zucke! iuclustrie. der Textiluml Schuhuulu. Iiingewiesen. Die Wettbcwerhsverhültnissc auf den! pa!׳o» «igelten Markt uml die Wandlungen in «ler Struktur deutschen Palästina-Ausfuhr werden eingehend darge״ Die ״Neue Züricher Z c i t u 11 g“ vom 22. ,veröffentlicht einen Aufsatz ihres Jerusalemer Kof 1 ■ן, «teilten, ״Pallistlua im Aufbau“. Der Aufsatz, beschäftigt _ Insbesondere mit der Bautätigkeit im Land«, mit 'l״״ tektonischen Problemen beim Bau und den »tadtehai Fragen. Weiterhin wird dein Museum in Tel-Awiw 11״u ot Kunstlebcn im Lande ein längerer Abschnitt gewium? ':■p ®«Tttntrois. nurfürfimbtmai 100 2 .1*1 ׳t > ״״״ייי*',. 0) Sille«. »1. j^ulonteftf lpfbinflUTiötn ן ןר ‘-4

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