Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 16 (23.2.1934)
- Date
- 1934-02-23
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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GEMEINDE-RUNDSCHAU Ein Brio! aus Augsburg ln den Vorkriegsj,ihren war die jüdische Gemeinde in Augsburg <icr Sit/ einer extremen und dazu sehr militanten ־ A s s i m 1 I 11 ה o 11. Der Oefiiciiidevorstand, der die Gemeinde autokratisch _ leitete, sorgte dafür, daß die Tätigkeit der. Gemeinde sieh im wcsentliehen lediglich i 111 Rtlimcn der Kultusanfgabcn hielt; er wachte pcinliehst darüber, da ft die.Gemeinde vor neuen jüdischen Strömungen bewahrt blieb. Liiiige wenige zionistische Versammlungen im Augsburg der Vorkriegszeit wirkten sensationell und enthüllten eine erbittertc Feindschaft der (iemeindcgcwaltigcn gegen die neue jüdische Volksbewegung. Dabei darf nicht übersehen werden, dii'1 die iiilircndcn Schichten der Augsburger jüdischen ticmcindc einen auch von der nichtjüdischcn Umwelt nnerkannten patri/ierliaftcn Lebensstil aufwicscii, dessen kul* turciler Standard eine vorbildliche Höhe erreichte. Das Juden* tum dieser Menschen bestand aus Reminiszenzen aus einer jüdischen Jugendzeit. Jede stärkere Betonung und Verbreiternng des jüdischen Gedankens wurde als eine Gefährdung der Emanzipation; die nun gerade im liberalen Bayern ffir gelungen und abgeschlossen ansah, betrachtet. Die tief eingreifenden Umwälzungen der Kriegs* und Nachkriegszeit haben dieses zwar hoch kultivierte, aber auch saturierte, allem Jüdischen fast vollständig entfremdete Judentum in seinen Grundlagen erschüttert. Schot! die Gründung eines jüdischen Jugcudvereius, des Jung- Jüdischen Wand erbuu des und dann des Blau- Weiß kündigte mit elementarer Macht an, daß junge Menschen, im Gegensatz zu der älteren Generation, auf eine Neugestaltung des Oeineindolebens in seinen vielfachen Verzweigungen himli äugten. Der Umschwung 11ml Uchergang, der auch in der Gründung einer Zionistischen Ortsgruppe zum Ausdruck kam, zeigte sieh besonders prägnant darin, daß der Gedanke der J e w i s h Agency sofort in den verjüngten (iemcindekörpersclmlten Full faßte, und daß er nicht nur in der gemeinsamen Palästina-Arbeit, sondern auch, in übertragenem Sinne, auf allen anderen gemeindlichen Tätigkeitsgebieten seine Verwirklichung fand. Achntirh wie in anderen jüdischen Gemeinden Deutschlattds wurde in Augsburg ein gemeindlicher Ausschuß für Hilfe und Aufbau ins l.cben gerufen. In ilun sind alle Richtungen vertreten; die einzelnen gerade jetzt sehr aktuellen Aufgaben, wie I!en1fsumsclüebtung, Wirtschaft־" hiltc, Auswanderung, Frzicliungswcsen sind auf die dem Ausschuß als Mitglieder angchorenden Fachreferenten verteilt, die bei Erörterung der genannten Fragen auch au den Sitzungen der gemeindlichen Gremien teiluehincn. Die Gemcindc, die schon früher eine Reihe von Vorträgen veranstnltetc, bat gegenwärtig das gesamte Bi I d 11 n g s w c s c 11 bei sieh zentralisiert: Im Rahmen einer Vortragsreihe sprach Rahb. i, R. Dr. Benno Jacob (Hamburg) über ״Schema lisracl". I)cr (iemeinderahbiiirr Hr. Ernst Jacob hielt einen .Vortragszyklus über ״Jüdische Sitten und Gebräuche“, der besonders geeignet war, jüdisches Wissen in weitem Kreise zu verbreiten. Als erste musikalische Veranstaltung fand ein Kammernuisikabcnd des Hebräikon-Quartcits statt. Wahrend vor Jahren die Gründung eines jüdischen Turn- und Sportvereins noch auf unüberwindliche Schwierigkeiten, insbesondere ideologischer Matur, stieß, haben die gegenwärtigen Verhältnisse sehr rasch zur Popularisierung dos jüdischen Sportes beigetragen. Die Private Tennisgescllscbaft, deren Sportplatz, mit Hilfe der Gemeinde ausgebaut wurde, zählt fast die gesamte Jugend der Gemeinde zu ihren Mitgliedern. Alle wichtigen Sportzwcigc werden in dieser Vereinigung gepflegt. Der zionistische Gedanke hat auch in der jiidisehen Gemeinde Augsburg nunmehr tiefere Wurzeln gefaßt: Die hebräischen Sprachkurse (neben französischen und englischcn) weisen eine zahlreiche Beteiligung auf; ein lebendiger Teil der Jugend hat sicli im Hcchaiuz zusainmengefunden und arbeitet in diesem Rahmen an der Vertiefung des jüdischen Wissens und;111 der Vorbereitung für Palästina. Eine Chanukkah-Feicr des Hcchaiuz war ein großer Erfolg des zionistischen Gedankens. Dr. M. Bremen ohne wesentliche Veränderungen Während von überall her über Umgestaltung der Gemcinden, von neuen Arbeitsgebieten, besonders kultureller Art, berichtet wird, ist hier der Umbruch zwar nicht spurlos, aber doch ohne wesentliche Veränderungen vorübergegangen. So ist die Z.Ü.G. fast die einzige Trägerin des lebendigen, jüdischen Lebens, lieber ihre Arbeit ist hier mehrfach berichtet worden. Stärksten Eindruck hinterlicß eine große Kundgebung mit Dr. Scrcni und Dr. Marx als Rednern. Auf die Initiative der Z.O.G. ist auch die Ein* richtung hebräischer Sprachkurse zurückzufübrcn, deren Leitung Rabh. Dr. Aber und Frau Minnie Rosenak haben. Auch die B c ruf s u m s c h i c h tu n g s a r b c i t c n sind erst auf Drängen der Zionisten, dann allerdings unter starker Forderung durch alle Kreise der Gemeinde, wirklieh tatkräftig in Angriff genommen, so daß eine ganze Reihe junger Menschen jetzt in Haehscharah stehen. — Starke positive Anregungen gehen auch vom Gemeinderabbincr Dr. Aber aus. Der von ihm im Rahmen von Gcmcindcahcndcn gehaltene Vortragszyklus ״Palästina und seine Kultur in 5 Jahrtausenden“ gibt einen anschaulichen Ucbcrblick über die Geschichte des Landes. Der erste Abend beschäftigte sich mit der kulturellen Entwicklung des Landes von der Urzeit bis zur Zerstörung des zweiten Tempels, während der zweite Abend bis zur Zeit des späten Mittelalters führte. Eine Fülle interessanter Einzelheiten, besonders die Reiseberichte jüdischer Palästinarciscndcr im 12. bis 14. Jahrhundert, geben immer erneute Beziehungen zum heutigen Aufbau, dessen Probleme ans dieser historischen Betrachtung oft leichter verständlich werden. Man wünschte den Abenden, von denen ein dritter folgen wird, einen besseren Bestich auch aus anderen Gcmeindekrciscn, Die Mehrzahl der Anwesenden finden sich auch zu den Orts- ו:•; 11 '״f ןיי<*׳ן o ' f H! ן ב;7! 1״r LJ L? fclataä jLir ■ r f*™ J י״׳יי■^ ןן!י״״* ךיff st. י ך \ 1 \ ך׳" 1Sljf Von S. Cohn, früher Rechtsanwalt, Brandenburg (Havel) Mehr denn je ist es der Gegenwart geboten, jede jiidisehe Existenz, auch die kleinste, zu stützen, mul in dem für das Judentum gebotenen U1nschichtnngspro/cß die Schaffung neuer Exiden/ni, wiederum auch der kleinsten, zu crniög* liehen. Fördernd können hierbei jüdische Da rieb nsk a s s e 11 mit wirken, wobei aber nicht an eigennützige p r i v a t w i r t s r!1 a f 11 i c h e U 111 e r n c h m 1111g c n zu denkeil ist. Gemeint sind vielmehr Darlehnskassen, welche von Juden für Juden mit dem ausgesprochenen Zwecke errichtet werden, alle Existenzen zu stützen und neue zu schaffen, ohne daraus wirtschaftliche Gewinne für sich zu erstreben, und die trotzdem nicht Wohttätigkcitsiustitute sind. Da in der jüdischen ()Öffentlichkeit, insbesondere in den mittleren und kleinen Gemeinden, sich noch zu wenig Verständnis für die Notwendigkeit der Schaffung solcher jüdischen Dar- Irhnskassen, selbst mit geringem Eigenkapital, findet, soll mit diesen Zeilen die Aufmerksamkeit weiterer Kreise darauf gelenkt werden, welche aulbauciulc Aufgabe im Judentum jüdische Darlelmskasscn erfüllen können und für welche Zwecke ihre Gründung erforderlich ist. Bei der gegenwärtigen ökonomischen Schichtung der Juden müssen wir fürs erste noch immer mit zahlreichen 11 ä n 111 e r e x i s t c n z. e n aller Art rechnen. Sic haben zu gutem Teil die Möglichkeit verloren, einen kleinen Warenbestand aus eigenen Mitteln sich zu erhalten. Sie brauchen Geld, um Waren cin/uk,׳mfen oder ihren mälügen Warenbestand nuf/tifüllen, will man sie nicht der Woblfnhrtspflege an heim fallen lassen. Ferner haben viele Angehörige der freien Bonde Geldmittel nötig, um sieh vorerst über Wasser zu I!alten. Mancher Arzt oder Rechtsanwalt kann seine für die Ausübung der Praxis notwendige Wohnung ohne Hilfe nicht mehr halten; manchem Handwerker fehlen Geldmittel zur Anschaffung; des Rüstzeugs für den Beruf. Es wird Zahnärzte und Dentisten geben, die zur Begründung oder Erhaltung ihrer Existenz Geldmittel für . Berufsartikel nötig hnlieit. Jmlisclie Hauswirte beschäftigt die bange Sorgd um Aufbringung von 1 iypothckcii/insen und das Gcsncnst drohender Zwangsversteigerung gebt bei ihnen um. Eltern mochten ihren stellungslosen Sohn oder ihre entlassene Toelitcr ein Handwerk oder Gärtnerei und Lniidwirtsrhaft erlernen lassen; sie wissen aber nicht, woher die Aiisbikhmgskostcn zu nehmen sind. Für alle solche Falle ist die Bercithaltung von Mitteln nötig. Alle solche Darlclinssuclier können auch wieder in die l äge versetzt werden, die ihnen vorgcschosscnc Geldsumme /tirüek/iierlntfeit. Der eine hat ferner einen Freund, der Bürgsehaft leisten würde. Der andere besitzt Sachen von Wert oder ein llmis zur Sicherstellung seiner Zahlungspflicht. In allen diesen Fällen soll das dargclichene Geld nicht gleich nufge/clirt oder bloß zur Bezahlung von Schulden verwandt werden, sondern cs soll dazu dienen, eine alte Existenz zu sichern oder eine neue zu begründen. Zur Ertnüglichung solcher produktive Zwecke crtüllcmlcn Darleben brauchen wir jüdische Darlelmskasscn. Und damit ist gesagt, daß ausschließlicher Zweck der von uns gemeinten jüdischen Darlelmskasscn mir der sein darf, produktive Zwecke zti fördern. Die jüdischen Darlehnskassen dürfen also keine Wohltätigkeltsinstitutc werden und sein. Dafür gibt es im Judentum ausreichend bewährte Institutionen. Jeder Darlehnsnehmer muß daher auch gegenüber einer jii- «lisch 11־! Dai'lcluiskassc mit der unbedingten Pflicht der R ü c k z a h I u 11 g rechnen, und die jüdische Darlclmskasse ilarf auch nur «I,11111 Darlehen ausgeben, wenn die Möglichkeit der Rückerstattung durch den Schuldner gegeben und ge• sichert ist. Deshalb müssen für die Hergabe von Darlehen folgende Richtlinien cingchaltcn werden: Darlehen sind nur auszugehen gegen Stellung sieherer Bürgen und ausnahmsweise bei sonstiger ausreichen• der Sicherstellung. Bestimmte Fälligkeitstermine sind fcsf/iisct/en, und tun die Zalilungswllligkcit zu sichern, ist sofortige Fälligkeit der ganzen Schuldsumme zu vereinbaren, wenn der Schuldner mit gewissen Abschlagsratcn im Verzuge ist. Da die jüdischen Darlehnskassen aber Vorteile nicht zu erstreben haben, sondern nur bestrebt zu sein brauchen, ihre Verwaituuqskostcn zu decken, genügt die Vereinbarung eines ganz geringen Zinsfußes (3 bis 4"/״) und die Gewährung eines langen Zahlungs/icles mit mäßigen monatlichen Abschlagszahlungen. So erfüllt die jüdische Darlchnskassc mehrere soziale Aufgaben mit einem Schlage. Auf weite Sicht wird sie aber ihrem Zwecke 1 sicher gerecht werden können, wenn sic auch jurüJ1"! auf festem F 11!1 <1 a m c n t aufgeh,■111t wird, llic |! ן':'| Kassen der großen jmlisehen Gemeinden werden fJ,״T ' nicht schwer haben, da sic Iriebt den Betrag von 2n!J" I werden auihringcu und da her die Form einer J.'f werden wählen können. Darlelmskasscn großer nderi./if ’ großer Gemeinden wird auch die Reehtsform einer t1c״J! sehaft zur Verfügung stellen, wobei aber nicht vfjt werden kann, daß sieh für eine solche Gründum׳ Jh. |. Beteiligte werden finden lassen, weil die Gefahr der Halt"'1 über den eingeschossenen Betrag hinaus abschrcrkovi u”! ken kann. Fiir die Gründung von I)arlcll11sk.1s!rn J'.l kleine Gemeinden 011 er verbundene kleine und 1«J. 1 Gemeinden-, sog. Bc/irkxkasscn in Aiiglieiicrun•׳ an IV, ' | zialverbände von Synngogcngcmcindcii oder Pruviii/iJ.’l bände für Wohlfahrtspflege, bleibt die Möglichkeit der()..! düng eines eingetragenen Vereins. Da aber gesetzliche y,( f aussetzung für die Eintragungsfähigkeit ist, daß der vjl nicht auf einen wirtschaftlichen Geschah! betrieb gerichtet ist, so muß mit Ablehnung der r 1 tragung solcher Darlelmskasscn in das Vcrcinsregistrr '• f rechnet werden, weil gesagt werden kann, daß trotz dem׳/*! schaff lieh gemeinnützigen Zwecke die Darlclmskaw ,..,1 wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhält und deswegen;..1 reiner Idealverein ist. Wenn ich auch in solchem F1I jeder jüdischen I)arlehnskasse raten möchte, diese Fragt ei Streitfälle zu höchstrichtcrliclicr Entscheidung zu bringen,'׳־| bleibt äußerstenfalls immer möglich, die Darlelmskasscn z«| vorgenannten Provin/ialvcrbändcn oder einer einzelnen 1:*l mcindc als Unterabteilungen .inzugliedern, und dann wm!־|f die in den Provin/ialvcrbändcn vereinten Gemeinden, :1 Rechtspersönlichkeit haben, auch gegen widerspcnst,״eSch;:| ncr oder Bürgen klagen können. 1 Somit bleibt zum Schlüsse nur noch zu fragen, wie öi Schöpfung jüdischer Darlehnskassen in größerer 21>1׳ und m i t größeren Mittel 11 zu ermöHiclicn ist, 'ET im iüdisubeit (icmeiiidelrbcii stellt, weiß, daß cs schon /)• t reiche jüdische Darlehnskassen gibt, daß sic gut sind und gedeihlich arbeiten; er weiß ferner, daß von (11 Zcntralwohlfalirtsstellc der Deutschen Juden und einer bei gebildeten Zentralstelle fiir Darlelmskasscn - reger und• wirksamer Kampf fiir die Bildung von juduckl Darlehnskassen geführt wird. Was gefehlt hat und noch i!r | fehlt, ist eine Propaganda, welche den Gedanken der ju' I sehen Darlehnskassen populär macht, und welche 3:1 hei der lauesten Gemeinde die Ucber/ciigtmg wadiniit, o I bei der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation der dctmdvi Judenlieit die Schaffung zahlreicher jüdischer 1 )nrlchiiskiwl וווו Interesse jedweder reellen jüdischen Existenz erböte ist. Solche Propaganda darf sich nicht auf die Vertrete;!• Körperschaften der Gemeinden beschränken; sie 111 tf ober die Gcmcimlcstiihen hinaus ausgedehnt werden auf die f״ö• sehen Vereine aller Art, ja auf alle einzelnen jüdischen 1'יז■ sonen, die noch im Besitze einer auskömmlichen Existf׳״ oder eines ausreichenden Vermögens sind. Denn cs hm!׳׳ sieh bei der Stützung alter und Schaffung neuer Existenzei tun eine Existenzfrage des deutschen Judentums. Die juristische Betreuung der Darlehn!• kassen mußte ein Jurist übernehmen. Geeignete Pcki• lichkcitcii zu finden, kann bei der Zahl der nicht zugelas'frn jüdischen Juristen keineswegs schwer fallen. Kosten in neu• nenswertern Umfange brauchen dadurch den Darlchnskn1׳ nicht zu erwachsen, weil aus dem Kreise der nicht mrh zugcl,isscncn jüdischen Juristen sich immer jemand ehren■ amtlich zur Verfügung stellen wird. Aus der Tätigkeit uw Juristen kann der Darlehnskasse mir Vorteil erwache, weil eine fortlaufende Ucbcrprüfung der Schuld- und P«>׳ schaftsurkunden, der Ucbcrcigmmgsvcrträge und Vcrpfa״; düngen die Durchführung der Geschäfte sichert, und »״ eine ausschließliche Tätigkeit von Laien Fehler und Schau« nicht vermeiden läßt. Weiterhin müßte allen jüdischen Darlelmskasscn ז- Pflicht gemacht werden, sich der regelmäßigen 'Beben Prüfung durch eine übergeordnete Stelle zu untenverr Auch dieses ließe sich leicht erwirken, wem! die bei <•■ Zcntralwohlfahrtsstcllc gebildete Zentralstelle bei der ßm Stellung von Zusatzkapital sich ein solches Ucbrrprinu«? recht ausbedingt und wenn auch diese Ucberprufung ץ'; geeignete Persönlichkeiten regelmäßig und wirksam er»»• gruppcnahcndcii ein. — Die Jugend ist, soweit sic intcrcssicrt ist, fast völlig in der zionistischen Arbeit, sei cs im jungzionistischen Kreis, im Snif Hcchaiuz oder im stark authlühcndcu J.P. D. Viel erwartet sic von «ler Mitarbeit des neuen Lehrers und Vorbeters, Herrn Roscmann, der sich ihr zur Verfügung gestellt hat. — In anderen jüdischen׳ Lebendige Gemeinde in Elbing Das jüdische Gcmeindelcben hat trotz der starken Ab- Wanderung nicht gelitten. Der Wunsch, intensiver über jüdische Fragen belehrt zu werden und sich enger zusamm enzuschließcn, hat sicli im letzten Halbjahr geltend gemacht. Es haben bisher sieben Gemeindcabeudc stattgefunden; vier Abende galten der Beratung über P.ilästiimwauderimg und dem zionistisehen Problem; cs referierten Dr. Ernst Klimovvski, Dr. Weißbrem, Rechtsanwalt Dr. Scldoßbi'rg (Marienwerder) und Dr. Adolf Pollak (Berlin). An zwei Abenden behandelte Rabbincr Dr. Neufckl Gegenwartsaufgnbcn jüdischer Gemeinden. Die letzte Veranstaltung, als geselliger Abend gedacht, wurde durch hebräische und jiddische Lieder, Klaviervorträge und Rezitationen aus dem neuesten Buch von Joachim Prinz, ausgefüllt; cs wirkten ausschließlich heimische Kräfte mit. Weitere Veranstaltungen, auch mit auswärtigen Rednern ״ Künstlern, sind in Vorbereitung. Ein Palästinakursus inlor^ die an zionistischen Fragen interessierte Jugend. Zw« «“׳^ isebe Sprachkurse für Jugendliche und Kinder werden. “ Rabbiner Dr. Neufeld geleitet. — Die Abwanderung ין«.;‘‘ etwa 15 0׳,״ und wirkt siel», auch in finanzieller besonders schwer aus, weil sie sich vornehmlich al", J'4 kauflcutc und Akademiker erstreckt. Auch Kantor hat sich entschlossen, nach Erez Israel aiis/uvvaiidcrn. “ bincr Dr. Ncufcld hat sich bereit erklärt, die Amts['11״.“ des Kantors zu übernehmen. Durch den Tod des Komm« ‘ rats Hermann Locwcnstcin und den Fort/ug J! Max Fricdland und Alfred Locwcnthal wurde die Neu ' des Gcsamtvorst,indes erforderlich. Zum 1. Vorsitzende«יי “ Georg Ochs gewählt, zu weiteren Vorstandsmitglied׳ »״ | Jakob Lewin und Ludwig Flatow. Zum Repräsentant1״' [ steher wurde an Stelle des nach Erez. Israel verzog ׳; t Dr. Ivar Weißbrem Dr. Leo Lauter gewählt. In den jj/i des Synagogenverbandes Ostpreußen wurden an Stelle ,■ Herfen Fricdland und Dr. weißbrem die Herren Ochs , Dr. Lauter kooptiert. i ln dieser Rubrik veröffentlichen wir laufend Bericht« ן über das Gcmeindelcben deutscher Städte. I Cf«| .<״׳»' iki* _ Madi Die ruhig einen © Fleck Irma lilumann bringt ihn weg Abholaa^, Luranng |rsi Ktu foisiepiiiöiipeiiiiiung *® Hiuic, sowie Äutopol sicrreint^tJng Blumu n n cicerottr.14. Tc«.s!1 S0au11.342t ■ *18!"'’ ״ ין "’SS'SÜSi <f baniciisciineiclerciartilsel SftmllicL« Zutaten iiir Modesalon» ts.0am«ntcha«ld»r zu billigsten rospr einen Spazlalltlsti Gewebtn Firrn«c1«tiSfeHa1t LEOPOIO 1103, Borlin W1S, Uhlandstr. 143 Eingang DU»s«!doHsr Str. * TeUfcm׳ J 2 Oliva 4062 S\ 1 r l**JSS,TS»X ie!3fl.-K£uffl ln SchralbraaBchlaea AelUsUs )fid. LadengetcHift Ssrlin W8, Ch3ri6t!611&tr8M 2s A7 D-Vnboll 2MB I 1 f py * LJlirtnafh . Jtiwelirr, tCldistatyaO• 2S Anksul höchtlrah!. Verkauf. Stets Oetrgenh. Repar.• Werk• ■י•» f. 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