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Jüdische Rundschau · 1934-02-16 · Heft 14 (16.2.1934) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 14 (16.2.1934)
Date
1934-02-16
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr• 14, 16, Mit dienern Artikel netzen wir die Mbitldarafrllung fitdinrh er Jugendbiinde je>rl. Red. Herkunft Der Bund der Werkleuie hat sieh aus dem deutschjüdischen Wanderbund der ״Kameraden1‘ entwickelt. Diesei־ war mehr als jeder andere jüdische Bund in Deutschland mit den Werten und Lebensformen der dciilsdicn Jugendhcwepimp verbunden. Auch unser Bund war bis vor einiger Zeit fast ausschliclllicli aus westjüdisdien Junten und Minieben 7usam1uenccsct/t und ist cs mich beute noch zum weitaus überwIrReiidin Teil, Die A11sj;ant’sfri1f;cslelh1n!׳rn des Bundes waren daher die des assimilierten Westi u d c 11, der, losgelöst von jüdischem Lehen und jüdischer Verantwortlichkeit, in einer starken anderen Kultur aufwächst. Jüdische Stellung Schon vor Jahren war mann Gerson innerhalb hei dieser Unvcrwur/cithcit liehe Bezirke seines Lebens Ort seiner ferngcbalten sich ein kleiner Kreis tun Ilerder ״Kameraden“ bewußt, daß des jüdischen Menschen wcsentunerfüllt hl eiben und er von dem eigentlichen Verantwortlichkeit, seinem Volk, wird. Wir mußten demgegenüber einen Weg finden, wie wir wieder jüdisch werden konnten; und dies nicht nur in Ideologie mul Gesinnung, sondern mit der gan/en Person; es ging um eine Umwandlung des Menschen selbst. Diese Fragestellung bat sich grundsätzlich auch beute noch nicht geändert. Sie muß der Ausgang jeder jüdischen Erziehung sein, solange man cs mit assimilierten vvcstjüilisehen Menschen zu tun hat, die — wie es ja heute ist — höchstens ein negatives Galuthcrlcbiiis haben, nicht aber jüdisch verwurzelt sind. Aut diese Frage: wie werden wir wieder jüdisch?, gibt es für Juden in unserer Situation mir eine zu reich ende Antwort. Sie besteht darin, von dem geistigen Lehen des Judentu ms und seinen Zeugnissen her diesen neuen Zugang zu finden. Den Weg hierzu wies uns vor allem Martin Buher. Das ,,Lernen“ bildet denn auch einen wesentlichen Teil des Lebens im Bund. Seit langer Zeit lernen wir Hebräisch und versuchen, in die jüdische Geschichte cinzudringen. Jenes Jüdischwerdeu der Menschen selbst, das dabei zuerst unsere Zielvorslelliing war, hat sich damit zu einem großen Teil verwirklicht. 1 ׳nUcheidend auf diesem Weg wurde das Keuuenlcntei. der Bibel. Wenn wir au sie auch umlogmatiscli berangchcii uml alle l'rgelmlssc der wissenschaftlichen Kritik prüfen mul an/michmtti bereit sind, so ist sie uns doch weit mehr als ein hervorragendes Zeugnis einer grollen Vergangenheit und ein klassisches Werk 11'er Literatur. Geber diesen Wert hinaus ist sie uns zu dem Buch geworden, das uns für die eigene Lebensführung bestimmend ist. Ltcmeidsprccliciul können wir im Judentum nicht nur ״ein Volle wie alle Völker“ sehen. Aus der einzigartigen Geschichte des jüdischen Volkes ergibt sich auch seine einmalige lleslinummg. Zu all dem kam eine liiuner wachsende Frkenntiils der ohjekUv-grstdl,schädlichen Judenlrage. Wir glaubten jedoch bis zum l iiihjalir des lei/teil Jahres, den Platz, unseres Linsatzes in der Gallith zu bähen. Das Galutherlehnis des letzten Jahres zeigte uns aber, wie sehr jüdische Verwirklichung und Hrucuening in der Uugcsichortheit der Galuth unmöglich sind. Wir sahen, daß nur durch den Aufbau Palästinas als unserer Heimat und die Noriualisierung des jüdischen Volkes aut seinem Hoden die Voraussetzungen für echtes jüdisches Lehen geschaffen werden können. Wir ordneten uns d,111er vorbehaltlos der Front des clmlu/ischcu Zionismus ein. Selbstverständlich ist unsere frühere jüdische Steilung mit dieser buigliodcrung in keiner Weise aufgehoben. Sic findet nach der zionistischen Entscheidung in der Ghaluzinth gerade ihren eigentlichen Ort. Gemeinschaft Wie im jüdischen die Situation des einzelnen Westjuden unseren Ausgangspunkt darstellt,_ so set/.t unsere Erziehung auch immer bei der Lage des Ieinzelnen und seinen Fragen ein. Ls wird hei uns ganz besondere erzieherische Sorgfalt darauf verwandt, die in so Vielem gehemmten jungen jiidisclicn Menschen, wie sic zu uns in die Gruppen kommen, von diesen ihren Nöten zu befreien. Sic stehen ganz im Rann ihm• persönlichen Schwierigkeiten uml sind dadurch oft unfähig, ihr Lehen selbst sinnvoll zu gestalten. Wir bemühen 1111s demgegenüber, ihnen diese Fähigkeit wiederzugehen und sie durch eine eingehende Erziehung für über ihre eigene Person hinausgreifende Aufgaben cinsatzfähig zu machen. Damit zusammen hängt die Bemühung um eine lehensniäfiigc Ucbcrwindimg des Imlivicltinlisinus. Wirklich sinnvolles Leben bedeutet Leben j» enger Ge ein Lehen reich au Beziehungen von Maisch andere als ein Kollcktivkmm, ן«״ן unpersönlichen Zweckes willen l׳s Ist dies alles Lin/cim* um eine* וחזי cinsrba[■ TU Mo®;׳,! ^('1n (|r wird. Ls bedeutet im Gegenteil gerade eine Ber'Uk־r1n:’f des I;i11ze!lebcns durch die Nahe der < iemrlnM:l1nfU1׳ef die hei allem, was ihnen geschieht, füreinander da!,jjj cs Sorge oder Freude, seien es die Kleinigkeiten ־iCtlrr,| nrtrr des AI IV Der Weg des Bundes in Palästina Etwa 40 Chawerim unseres Bundes sind bereits j״ lästina, von denen 30 in zwei Kwu/otli arbeiten, die j!h •״ < stehen noch in der Ausbildung. In Deutschland sind (;!J'T" j Arltercn und ein großer Teil der Minieren auf I l.nhielt,w*'l׳ ' Wir werden unseren <icnicinschaftsaiifhau um|!״״ן, jüdischen Weg auch in Palästina forUcl/en. Wir damit dein gesellschaftlichen und jüdischen l eben <10^ neue Kraft Zufuhren zu können. Um diese so zur Lntlai*'!"' zu bringen, daß sie über unseren Kreis hinaus tur ״a: Ges,1m lauf bau des jüdischen Palästina wirksam wird, «Je wir eine eigene Kwti/ah aufbaiien. Gegenwärtig sind'(T inühtmgcn im Gange, bei den Eltern mul Verwand;,•n Bumlesmifglicdcr Mittel zum Ankauf von Boden f״t ff geplante Siedlung im Rahmen des Keren Kajcmeili ,!! g schaffen, Wir sehen im Aufbau der eigenen Kwu/ah die liclikcit, als Glied der breiten Front der jüdischen Arb,!״ schaff und in engster Verbindung mit der ()öffentlich!(״ Palästinas Eigenes gestalten zu können. Ernst Bauer‘' Anläßlich der Veröffentlichung der Liste der Person)«'■, keiten, die den Beirat der Reit Usvertrefung der deutsch« Juden bilden, legen der Vorsitzende der Agmias jpr0>• Jakob Rosen hei tu und Rabbiner l)r. Pinolins (;0|. (Frankfurt a. M.), Wert auf die Feststellung, daß sie Beirat der Reichsvertretung vorerst nicht angeboren. Das auch in der Schweiz wachsende Interesse (;• Palästina-Auswanderung und P a 1 ä s t i n a -Tot'. f ristik hat das Zentralkomitee des Schweizer Z.ionktonvr• bandes veranlaßt, Verhandlungen mit der Exekutive der Z«. nistischen Organisation betreffend Schaffung eines Palast®. Amtes In der Schweiz auf/michmcn. Der rruneng non;, rru! mm me aiarc Ein Hm 1s von kut, besteht IO Jahre ,PARFllMERIE OER DAME״ KUKFllRSTENDAMM 30 Mach Dir ruhig einen Q Fleck Irma Blumann bringt ihn weg Abholung, Llüleremj•: Irti Kaai Polstcrmübcircuiujung im Haute, towic Autopolslerreinigung Blumann k־nrr1־ cicerosir.14. Tel.: ]1 Rodim.3421 Für Photo. Alrlirr E1IÜ Cafllt jptzr: Amsterdam, )oh. VcrhulntMraat 201» h.( Atelier Robertson, Kuri1irMrndnn1m200,T*'l.:|i 1496 die alleinige Vrwetung; übi'rnommen. 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C״*r,|t,* ״ Kaniitr•88 ״י vom 16. a.-1». וי' ••נ■v' 1,I Wenn ich König mit Viktor d. Kow. u. Cm" *_. W 15, P.ri.er* Eck. Em,er»lr.8e Wenn icti König wär V-d. Kow«, C.Hora mm Chsrlbg ־•*׳ttüle יי ׳2. dorf«־ Str- BBSIO.OSSSIU*״ groBS WW. wiiit

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