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Jüdische Rundschau · 1934-02-13 · Heft 13 (13.2.1934) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 13 (13.2.1934)
Date
1934-02-13
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Jüdische Rundschau ץיי"־"^ ־ i, , J ^£^33xmmmsw$u i 1 'v > < . זד״ ״ i־.r.r c׳n <.' 1 ׳! 1 1! v. -ך׳-•,-*. «rf-M.,» ״• -iÄ ץ'־•׳■ י׳^ J € . ) t > v 210 Uhr fährt nach Palästina Die Ziehung der vom Sekretariat Groß-Berlin des Keren Kajemclh Lcjisrael veranstalteten Uhren- Wcrtlotteric hat am 31. Jan. 1934 unter behördlicher Aufsicht stattj'efunden. Die Paliistinarcise fiel auf das l os 2 Uhr 10 Minuten 0 Sekunden. Wir erhalten über den Verlauf der Ziehung folgenden Bericht: Trübe liegt der letzte Jauuartng über der Stadt. Und auch die vier Menschen, die um einen Tisch heriniisitzcn, um das Ergebnis der vom Keren Knjemeth veranstalteten Lotterie festziisteilen, sind nicht unbedingt fröhlich zu nennen. Es gibt für ihre Haltung und für den Ausdruck ihrer üesiebter mir die Bezeichnung: geschäftsmäßig. Geschäftsmäßig verliest ein Notar das Protokoll, stellt die behördliche Ociicliniignng der Verlosung fest, nimmt die Personalien der anwesenden Personen auf und stellt ein geheimnisvolles Kästchen vor sich hin. Nicht minder geschäftsmäßig und nüchtern folgt der Beauftragte der Polizei den Vorgängen und macht sieh von Zeit zu Zeit eine Notiz. Viele ans unseren Reihen haben die Lose dieser Lotterie gesehen und gekauft. Es ist eine sogenannte Uhren* lottcrie, die den Uhrzcigcrkrcis von Obis 12 Uhr umfaßt. Jedes Los zeigt eine bestimmte Stunde mit Minuten und Sekunden. Zn Beginn der Lotterie wurde dem Notar eine neue Uhr übergehen, die er aufzog, wieder in ihren Kasten zurücklegtc und dann versiegelt in seiner Verwahrung bchielt. Und min stellt er das Kästchen auf den Tisch, und wir alle können uns überzeugen, daß das Siegel unverschrt ist. Nein, ganz so nüchtern und geschäftsmäßig ist nun die Stimmung nicht mehr. Spannung und Erwartung lauern unter der Hülle trister Sachlichkeit, iland aufs Herz, sicher hat der eine oder andere sacht und heimlich nach dem kleinen knisternden Papier getastet und still bei sich gedacht: wenn nun....? Eine kleine Pause, ein kurzes Stocken — dann reißt der Notar das Siegel auf, öffnet den Kasten und nimmt die Uhr heraus. Sie ist stehen geblieben bei 2 Uhr 10 M i ־ nuten und 0 Sekunden. Nun weiß jeder unter den Teilnehmern, daß er nicht der Gewinner ist. Und noch kennt ihn niemand. Aber die Gedanken können nun schwcifen und sich ausmalen, wer der Glückliche sein mag, der nun so unvermutet in der Zeitung seine Losnummer erblickt und ganz plötzlich sich mit der Idee vertraut machen muß, nach Palästina zu reisen. Wir wollen hoffen, daß das Schicksal es gut gemeint und die Reise jemandem zugesprochen hat. der sic gebrauchen kann, N. Blumenfeld-Vortrag vor den Frauen Am 31, Januar sprach Kurt Bin men f cid noch kurz vor seiner Abreise •nach Palästina im Rahmen der Frauen- Arbeitsgemeinschaft für Palästina über das Thema: ״J ü ■ disc 11 c Gegenwart und Zukunft — die Auf- 4gäbe der Frau bei der Gestaltung jüdischen Lebens“. Herr Blumeiifchf zeigte die eigenartigen Formen, in denen die jüdische Frau den Assimilationsprozeß durchmachte, den zunächst gelungenen Versuch des Eindringens in die christlich-deutsche Gesellschaft, die leichtere Möglichkeit der Eingliederung in die nichtji'ulischc Lebciissphärc für Frauen, deren Lebensinhalt unmittelbare Betätigung in den Verrichtungen des Tages isi. Das Sieliziiriickfinden zu einer eindeutigen, notwendigerweise auch politischen jüdischen Ent- Scheidung war für die Frauen schwerer als für die Männer und begann daher auch später. Es sei charakteristisch, daß der Zionismus im Werden in Deutschland eine fast ausschlicßlieh von Männern getragene Bewegung war. Zionistinnen kamen aus dem Osten, aus Lebenskrciscn, in denen der Tag noch voll von Judentum war. Die Heimkehr der jüdischen Frau in Deutschland zu einem erfüllten jüdischen Loben kann nicht nur mit Hilfe einer politischen Entscheidung oder durch geistige Erkenntnisse erfolgen. Der Zionismus wird den Frauen dadurch sinnvoll werden, daß sic sich in ihrer koukreten Arbeit mit der Wirklichkeit des palästinensischen Lebens verbinden, durch Lernen, durch Kenntnis der jüdischen Vergangenheit, durch ein Eiitlcben in die Bibel, durch Kenntnis der hebräischen Sprache sich allmählich wieder die vorlorenen jüdischen Inhalte erwerben. Das neue Wissen bc* fähigt sie dann, das Leben in Palästina als eine ihnen organisch verbundene Angelegenheit zu begreifen. Blumcnfcld zeigte, wie in Palästina die Leistung der Frau in ihren tilg* liehen Verrichtungen von höchster Bedeutung für die Ent* Wicklung der jüdischen Nation ist und daß von der Eingliederung der Frauenarbeit in die neue jüdische Welt das Gelingen des zionistischen Werkes abhängt. Blumcnfcld sprach über die Erforderlichkeit der Wiederpcwinnung des unterbrochenen Zusammenhangs mit der eigenen Geschichte, stellte dar, wie die Wurzellosigkeit der assimilierten deutschen Jüdin der jüdischen Familie den wahren Sinn geraubt hat, wie unmöglich es für eine sich nur 111 der Gegenwart orientierende Mciischengruppc sei, eine neue Generation zu erziehen. Dem geistigen Zeugungsakt, der in der Erziehung besteht, wird die jüdische Welt erst dann gewachsen sein, wenn in Generationen das jüdische Volk in Erez Israel verbindliche Ordnungen und Normen für sein eigenes Leben schafft. Da die kommende jüdische Gene- Tation nur mit Hilfe der palästinensischen. Entwicklung zu klarer verpflichtender Tat gebracht werden kann, bedarf die jüdische Frau für die Erfüllung ihrer größten Aufgabe der Mitarbeit an der Verwirklichung des Zionismus. Blumcnfcld zeigte den Weg der jüdischen Wiedergeburt mit all seinen fast unüberwindlichen Schwierigkeiten, aber auch mit seiner einzigartigen Größe und Schönheit und vormiitcUe die Gewißheit, daß der jüdische Mensch unserer Tage seine Echtheit und Vollkraft wiedergewinne, wenn er sich ernsthaft entschließt, diesen Weg zu gehen. Was wir heute erleben, seien Zeichen der Neugeburt unseres Volkes. Diese Sätze vermögen naturgemäß nicht eine Vorstellung von dem tiefen Eindruck zu geben, den dieser Vortrag hinterlassen hat. Die einfache Klarheit, die Fülle, aus der Blumenfeld schöpft, ließen wohl auch den vielen, die zum ersten Male den Referenten hörten, ihn als den Führer des deutschen Zionismus erkennen. Die jüdischen Frauen Berlins wissen ihm diesen Abend aus tiefem Herzen zu danken. E, H. Familien - Nachrichten Sanitätsral. Dr. Wilhelm Feilchenfeld, Berlin, rurreit Rapollo, begeht am 20. Februar den 70. Geburtstag. f'i n V ",!r ' . I I . \ J Eindrücke im J.e11i1scI1b1I1cI11i Caputh Wer schon öfters Gelegenheit hatte, Kinder zu sehen, die von ihrer Familie getrennt leben, hat Immer etwas Furcht beim Bt'surh einer Kimler-lmditution: inan empfindet die Verlassenheit der jugendlichen Seelen auch dann, wenn ihre Umgehung aufs beste eingerichtet ist und inan sich noch so sorgfältig um ihre Erziehung bemüht. Die Zerreißung der Familie, die Entwurzelung atu; der von Natur gegebenen Umgebung bedeutet für eins Kind Ln der Regel ein nur schwer auszugieieilendes Erlebnis. Kommt hinzu, daß in der Mehrzahl aller Fälle wohl schon das Leben in einer Familie, die aus irgendwelchen Gründen der Auflösung ciiigegenging, für das Kind nicht leicht war, bevor es in eine Jugemigemcinschaft kam. * Heute ist die Lage vieler jüdischer Kinder, die nicht in ihrer Familie erzogen werden, eine etwas andere. Eltern bcfinden sich in. der beruflichen und sozialen Umstellung, Familieu bereiten ihre Auswanderung vor, Kinder sollen in einem Milieu erzogen werden, das möglichst jüdisch geschlossen ist —־ aß das sind neue Motive, die dazu Veranlassung geben, Jugendliche außerhalb der Familie zu erziehen und ihnen daher die Möglichkeit zu verschaffen, im Rahmen einer Jugendgcmcinschaft für kürzere oder längere Zeit zu leben. Es ist klar, daß damit der Aufbau derartiger Erziehungseinrichtungen erleichtert wird, und »laß in ihnen ein Geist stärkerer Aufgcschlossenhcit und der Verbundenheit mit dem ״normalen“ Leben draußen erzeugt werden muß. Dieser Eindruck wurde aufs stärkste bei einem Besuch in dem bei Potsdam gelegenen Landschulheim Caputh wachgerufen. Man kann sagen, daß das Familienhafte in dieser Erzichungsgemraiscliaft sehr glücklich betont wird. Das liegt nicht zuletzt daran, daß das Lehen der Kinder weitgehend äußerlich geformt wird. Aemter und Dienste an der Gemeinschaff, Schabbafhinorgcnfcicr und Oncg Schabbath, Feste, bei denen die Jugendlichen selbst in jeder Weise produktiv mitwirken, wie auch die Gestaltung der gemeinsamen Mahl- Zeiten haben hierfür wesentliche Bedeutung. Es ist ja stets so gewesen, daß jede wirkliche Familie Formen bewahrte, die ihr tägliches Leben gestalteten. So hat man auch hier dieses richtige Prinzip erkannt. * Es ist ein starker Wille zum Judentum unter Erziehern und Kindern gleich wirksam. Wir finden hier zahlreiche Kinder, die bisher nur wenig von Jüdischem wußten und aus einem Milieu stammten, das alles andere als suhsfantiel! jüdisch ist. Beobachtet man, mit welchem Ernst etwa bei einer Beti aehltmg der biblischen Zeit oder hei späteren Perioden jüdischer Geschichte sowohl die Kleinen wie auch die Acltcren sich um die Tatsachen der Entwicklung und um die Erfassung ihres Sinnes bemühen, daun stellt man sehr Zionistische Veranstaltungen Bezirksgruppe Frlcdriclish.ilni 15. Fcbnmr, 20.30 Uhr, Iwi Gerecht, Am Kn1>i;;׳grnbru 2, Ilr. Mtihlbaucri ״Wa* erwartet Palästina von seinen Einwanderern". Bczirksgruppc Hansaplntz 1 14. Februar, 20.30 Uhr, Conditorci llansa, Tlcn:■burger Sir. 10, Mitgliederversammlung, .Arbeitsgemeinschaft Iwrlai 13. Februar, 20.30 Uhr, Hotel König von Portugal, liurgf.tr, 10, Dr. Georg Lubinski: ״Was tun die deutsehen Juden?“. Bezirksgruppc Jannnwltzbrücke 1 15. Februar, 20.30 Uhr, Brückenstr.iße fl a, bot Connard, ,,Gesprochene Zeitung“. Mitwirkendes A. 1/vkcr, F. Pollnek, N. Reich, E. Samoseh, Dr. G. I.evy, M. Karger, G. Kali alter. Aus dem Inhalt: Leitartikel: ״Die neue AssiniiUti-m"; Atifgalien dos Zionismus im Gnlnlh: Alijali-l’otilik: Nachrichten aus aller Welt; Atifgalien und Tätigkeit der Junggrnpprn; 11 fhiiiKi he Beilage; Musikheilngr; Bildbeilage! Lichtbilder aus dem I.clxn Theodor llorzls. Bcrirksßruppc Savignyplatz 1 13. Februar; 20.30 Uhr, im Heim der B. Z.V., Kantstr. 54, Lichtbilder: ״Tel-Awäw und die Orangenküstc“, Begleitvortrng: Walter Tempel, Bezirksgruppe Stiel: 17. Februar, 20.30 Uhr, Im Helm, Oranlcn- Straße 170, am Oranlcnplatr, ״Wir diskutieren Uber Zlanltmui“, Bczlrksgruppc Wittenbcrgplatu 14, Februar, 20.30 Uhr, im Heim der II.ZA'., KanGtr. 54, Kurt Loewenstoin: ״Die neue Assimilation im deutschen Judentum“, Programm der Junßgruppcn dar Berliner Zionistischen Vereinigung. Jui'SRrnppe Bayerischer Platzt 15, Februar, 20 Uhr, Miln, ebener Str. 37, Pie neiiesien Ereignisse in der jüdischen Welt. ״Antisemitismus“, eine Auseinandersetzung mit der Assimilation. Neue Briefe aus Palästina. Auskünfte: Emst Wittenberg, W 50, Hornberger Straße 55, Tel. li 5 4009. — Junggrtippe Zentrum: 13. Febr., 20.30 Uhr, bei Gerecht, Am Königsgraben 2. ״Gesprochene Zeitung“. Tel. Wcidemlamtn 8150. Auskünfte: Henry Anghol, N 54, Alte Schönhauser Str. 14-15. — Jiinggiuppc Süd; 13. Febr., 20.30 Uhr, im Heim der Gruppe Süd, Ornnienslr. 170. Die neuesten Freignissc im jüdischen Leiten. ״Warum ist nur Palästina das Land jüdischer Zukunft?“ Auskünfte: Leo Maisei, SO 30, Ornnienstr. 10-11. Tel. Obrrhaum 7700. — Jtmggruppe Nord; 14. Februar, 20.30 Uhr, bei Dr. Arndt, Rrunnenstr. 115, Das Neueste aus Palästina. Die Bedeutung Palästinas für das Judentum, Warum sieh organisieren? 17. Februar, 20.30 Uhr, bei Dr. Arndt: Oncg Sehabbath. Auskünde; Adolf Getreide, S 42, Brnndenhurgstr. 43, Tel. Dönh. 4681. Haschomcr Hazalr. Hamlesfcier am 29. Februar, pünktlich 20 Uhr, in llaverlands l׳c-t iilon, Neue Friedrielistr, 35. Zutritt haben Litern der Mitglieder. Mitglieder der B.Z.V. und des ilerhaluz. Hebräischer Chor, Leitung: Ben Uri. Nächstes Singen, Sonnabend, den 17. Februar, 0 Uhr, Kantstr. 54. B.Z.V.-Hcim. Der liebr. Kindergarten, Bayerischer Platz, hat noch einige Plätze frei. Anmeldungen bei der Leiterin E. Wesel, Rnsenheimer Str. 21, bei Wallach, II 6 Cornelius 5205, täglich mittags von 2 bis 3 Uhr. außer Schabbath. Anmeldungen für den hebr. Nachmittagj-Spielzirkcl für Kinder von 6 bis 9 Jahren auch dort. Hebräische Kurse der BZV. In nächster Zeit werden folgende Kurse eingerichtet: Aar Olivaer Platz, am Bayerischen Platz, in Neukölln und am Alcxnnrlcrplntz. Der Unterricht ist zwei• mal wöchentlich, jo l>/j Stunden. Unterrichtsgebühr 3 bis 4 RM. in Kursen mit kleiner Tcilnchmerzuhl, 2 RM. in Kursen mit 20—25 Teilnehmern. Aufnahmemöglichkeit für Hebräischlcrnende, die bereits Vorkenntnisse besitzen, besteht in folgenden Kursen: Kurse, die ab Mai 1033 bestehen: Brunnenstraße. Steglitz, Mcinekestrafie, Kantstraßc; ab Juni: Schönhauser Allee, Hohcnzollcrndamm, Kantin ץ V.Ji ׳ J נל/ 1״) U גג-',',( Nr. 13, 13, II, 1934 n ־X ץ׳ cio 1! i m! ן ]! j״^ J PJ ן׳——"*ץ j. i Mt fe. 1 rןן u erfreuliche Vergleiche mit manchen Erlebnissen der eie Jugend an, die nicht immer eine so positive BczichuneCnCn jüdischen Wissen und Denken aufkommen Hell. n1tn Dabei verdient es nngemerkt zu werden, da fl die pä 1 pogischen Prinzipien, mit denen hier gearbeitet'4,4 1m Grunde eine weitgehende Freiheit vier geistigen Luk; hing zitlassen. Der Ernst, mit dem die individuelle Artunל ׳־ einzelnen Kindes gewertet wird und mit dem von ihr ,14? Bildung des Charakters erfolgt, dient gewiß dazu, daß dort wo der Wille zum Jüdischen nu Kinde sich entfaltet, nicht* Herrschaft des Schiagworts und der Phrase auftritt, somh! eine echte Verbundenheit mit den wirklichen jüdischen k, gen entsteht. ״' * Autorität und Selbständigkeit sind in <jjc!w. Heim .־rufs glücklichste vereint. Man hat besonders beim Unterrieht niemals das Gefühl, daß die Kinder zwangsweise leitet“ werden, sondern sieht, wie die Autorität der Lehrerin Grunde darin besteht, daß sic ein Stück auf dem geistl״!* Wege vorausgehen und die Kinder ihnen folgen. So ist die Erziehung zwar nach einer Autorität ausgerichtet — wie l wohl der Sinn jeder Erziehung sein muß , aber sie erfolg;: im Bewußtsein des Kindes durchaus in Freiheit. “ * Die deutschen Juden brauchen heute Erzichirngsinstihiü» nen wie das liier skizzenhaft gezeichnete Heim sehr nötig, Ls ist wichtig, einer großen Zahl jüdischer Kinder eine Ati״,» Sphäre zu gehen, die ihnen eine freie Entfaltung ihrer Persftnlichkcit ermöglicht. Das Elternhaus allein kann dies vielfach nicht mehr, auch die jüdische Schule in der Stadt ist 0!: nur ein unvollkommenes Hilfsmittel hierzu. Darum sollte « eine Aufgabe der verantwortlichen jüdischen Instanzen sein, den Ausbau vollgültiger Erziehungsheime dieser Art möglichst zu fördern. u. oe. Die Großen und Mittleren des Kindcrlandschul• heims Caputh luden zu einer Theafcrauffülirtmg im Logenhaus ein. Sie dramatisierten den Aufstand Juda Makkahu und waren seihst Autoren und Schauspieler, Sänger und Musikanten, Rühncnbildncr und Kostümentwerfer. Es macht nichts, daß das Stück kindlich-naiv gebaut ist und die Reime oft holprig sind. Viel wichtiger war: In diesen Kinder! sind die Gestaffelt der jüdischen Geschichte so lebendig, daß die Kinder fähig sind, sie mit iltrer Vorstellungskraft und ihren Mitleli! nacltzuformcti, Sic ahnen aber auch schon, dal ein normales Volk nicht nur aus Helden bestehen kann, und sie scheuen sich nicht, auch wankelmütige, furchtsame und kleinmütige Juden auf die Bühne zu stellen. Max Nathin, straße: ab Juli: Charlottcnburg, Wedding, Hansa-Platz, Damijer Straße, Rüdrshrimer Platz: ab August; Neukölln, Brunnenstraße, Münchener Straße, Kantstrsße; ab September: Vitmersdorf, Charloflcnburg; ab Oktober: Steglitz, Hansa-Platt, "1mersdorf, Charlottcnburg, Neukölln, Zentrum, Tcmprlhof: •b November! Charlottenburg, Norden, Alrxandcrpbttz, Bayerischer!,hü Brunnenstrnße, Kottbusser Ufer: ab Dezember! Alcxanderplatt Knntitraßc. — Anmeldungen bitte an die Kulturnbteihmg der BZV, Meinekestr. 10, IV. Stock. Anmeldungsgcbühr 0,20 RM. Ankündigungen Hcbrllichc Lehranstalt der Jüdischen Gemeinde- Am 13. Februar s» 5 Uhr wird in der Selmic Klopstockdr. 58 (am italmhof Tiergarten)! ein neuer Anfängerkursus für Erwachsene eröffnet. De Kursus findet, zweimal wöchentlich — Dienstag und Donnerstag «* 6 bis 6.30 Uhr — statt. — Sprechzeit des Schulleiters: Montag und Mittwoch von 17.30 bis 18.30 Uhr in der Schule Große 11«!"• burger Str. 27; Dienstag und Donnerstag von 17.30 bis 18.30 Uv in der Schule Klopstorkstr. 58. — Nächste I.ewajat Mail* am 17. Februar. Ort wird noch bckanitlgcgcbcn. Freie jüdische Volkshochschule Berlin. Im Rahmen der Kinrelvorträge, die der Verein für Jüdische Geschichte und Literatur gern»׳ Mm mit der Freien Jüdischen VolkshorSischulc E. V, veranstaltrezitiert Frau Lotte Rosonhaiiin-Schwarz Stefan Zweig» Rnhel rerhrtt mit Gott, Legende und Schlußszene aus Jeremias, 15. 2., ß'/j Uhr,;* ehemaligen Logenhnus, Joachhnsthaler Str. 13. —■ Der Anfang «! Vorlesungsreihe ״Leben der Juden im 19. Jahrhundert“. DotentP- Dr. Fritz Bamberger, Dr. Max Wiener und Dr. Ismar Freund, mutt« um acht Tage verschoben ■werden; erste Vorlesung s!־; 15. Februar, 8.30 Uhr, I.ützowstr. 18. Thema: ״Geschichte derjoי 3״ im 19. Jahrhundert“, Dozent: Dr. Fritz Bamberger. —• Es be ginnen am: 10. Febr.! ״Ethik in der Wirtschaft“, Dozent! Djbert Kranken-stein, Fnsanrnstr. 70-80, 8,30 Uhr abends, 21. EcKt»'׳ ״Ethik des Judentums", Dozent! Dr. Max Wiener, Fa«anenstf. * j : 9 Uhr abends, ״Die Bibel in ihrer heutigen Bedeutung", E•01®1'; Dr. Manfred Swarsenski, Prinzregentenstr. 09-70, 8,30 Uhr abeM1-; 22. Februar; ״Tröstliches Judentum“, Dozent: Dr. Emil Bemhst ■; Cohn, Fasanenstr. 79-80, 8.30 Uhr abends. — In der Abt*«®1» ן ״Kaufmännische und Sprachkurse“ beginnen neue Kurse. Auwu״ ■ im Sekretariat! Lützow B 2 5507. j Aas den Vereinen j Jüdischer Box-Club ״Maccabl“ E. V. Jiigcnd.Purim-Veranstaknßß * i 18. Februar, nachm. 4 Uhr, in der Konditorei Leon, Kud'‘״ten dämm 155. : Hauptschriftleiter! Dr. Robert Welt sch, Bcrlin-Charlottenburg Stellvertreter: Kurt Loewenstein, Berlin VV15. Verantv״11״׳ Schriftleiter für den gesamten redaktionellen Teil: Kurt atein, Berlin W 16. Anzcigcnlciterin und verantwortlich hk Anzeigenteil: Helene Chan einer, Berlin N 64, Verlag ״nd zeigenverwaltung! Jüdische Rundschau, Berlin W15, Meincke»״• D.-A, Jan, 30 487 ExpL Druck: Siegfried Schokm, Berlin-Schöne

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