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Jüdische Rundschau · 1934-02-06 · Heft 11 (6.2.1934) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 11 (6.2.1934)
Date
1934-02-06
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Kf.lt, 6. 1934 ■ח jüdische Rundschau Seite ד f r ר r ך־ץ ׳*^ Ci*,..,*4,״^ Cli... V',״״-. . ״I. C H / V ״M,. .J V Vorträge und Konzerte Chainlschnh-Assnr b’Schwat in der B.Z.V. Anläßlich 0!afniscl1a Assar h Schvvat veranstalteten die Bezirk1? jyruppen lannowit/briicke, Zentrum und Süd (letztere gemeinsam mit dem Synagogcnvcrcin Kottbusser Ufer) drei grobe Kinderfeiern. Alle drei Veranstaltungen mullten wegen Ueberfitlhmg geschlossen werden, hin mit besonderer Sorgfalt zusammengesetztProgramm fesselte «Ins Interesse der Kinder und ihrer Litern. Unter der Leitung von ticrda Nam und Margot Colm sangen die Kinder des Spiclkreises und Hortes der Bc-!irksgrupi ,e Jannowit/brücke hebräische Lieder imd rezitierten einige Uiditungcn unseres Gesinnungsgenossen ileppncr. Das P11|1|1c11'Pifi, die• ״Arche Noah" von der Gruppe ״Tewa" unter der Leitung von l)r. Arie Sbormvitz, mit Liebe und Geschick atifgeiulirt, war auch liier der Mittelpunkt der Veranstaltung. Eine außergewöhnliche Leistung bot das 2t ״Mann“ starke Kintlerorclicster, das unter der Leitung seines 15jährigen Dirinenteri Heinz Brün Werke von Romberg, Haydn und einige Kompositionen von Herbert Brün zum Vortrag brachte. Hildenrd Caspary erzählte ein sehr schönes palästinensisches Märchen. Zum Schluß wurden die Kinder mit Obst bewirtet. — Auch die Feiern, die die Bezirksgruppen Jannowitzbrücke und Zentrum für ihre Mitglieder veranstalteten, waren überfüllt. In der Feier der Gruppe Zentrum sang Sabine Kurzweil, von Roscl Fischmann gut begleitet, jiddische Volkslieder, die vom Publikum, mit großem lklfall aufgenommen wurden. Josef Olowinski rezitierte mit großem Erfolg Schalem Alcchem und Bialik. Mascha Bcniakonskv sang mit viel Verständnis hehräisene und jiddische Lieder. Rita Hirschberg begleitete am Klavier; ihr Können kam im ״Jüdischen Balcttanz" von Engel besonders stark zur Geltung. In der Veranstaltung der Gruppe Jannowitzbrücke führte die Jimggruppc eine Rundfunkreportage ״Chamischa Assar h’Schwat in Berlin und Tel-Awiw“ mit großem Erfolg unter Leitung von Norbert Reich auf. Sowohl beiden Kindern., wir hei den Frwachsenen wurde der Lichtbildstreifen des KKL, ״Neue Wälder in Lrer Israel״, gezeigt, zu dem Mendel Karger den Bcglcitvortrag hielt. Kunst und Bibel. Im Kulturbund versuchte Prof. Franz Landsberger die Beziehungen zwischen der Kunst und der Bibel, genauer: dem Alten Testament dar/utun. Während den Juden seihst durch das Bikinisverbot der Weg zur Kunst versperrt blieb, hat die frühchristliche und mittelalterliche Welt mit Freuden den reichen Stoff aufgegriffen, der sich ihr im Alien Testament dar bot. Besonders in der frühen Zeit ״eiten jüdische Themen geradezu als Stützpunkte des Christliehen Glaubens, indem die einzelnen Ereignisse oder Oestalten als Vorläufer der christlichen Anschauung angesehen werden., Insbesondere ist weit verbreitet die sog. luxta- Komposition, d. h. auf der einen Seite des Raumes werden indische, auf der anderen Hälfte christliche Themen verarbeitet. Während in der Frühzeit die Darstellung meist einen lehrhaften Charakter hat, geht im 13. Jahrnundert die Kunst mehr ins Naturhaftc über. Insbesondere bringt die nordische Plastik einen naiv-dramatischen Ausdruck in die Darstellung hinein und erzeugt hier Wirklingen von außerordentlicher Findruckskraft. Die Renaissance schreitet in der Bihcldarstelhmg zur psychologischen Deutung; man versenkt!ich in die Menschen und in die Situation, Die vielen Statuen des jungen David sind hierfür ein Beweis, Aber man!teilt sich David stets als einen zarten Knaben vor. Frst seit Michelangelo, der einen kräftigen Jüngling schafft, ändert!ich dieses Schema. In Michelangelo gewinnt die biblischplastische Kunst ihren Höhepunkt; es ist uns heute gar nicht mehr möglich, Moses anders zu sehen, als der Meister ihn gesehen hat. In Rembrandt findet die biblische Malerei, und die religiöse Kunst überhaupt ihren Gipfel — und ihr Ende. Nach Rembrandt hat sich die Kunst den biblischen Themen nur ia seltenen Fällen zugewandt. N. Die Entwicklung der Jüdischen Musik. In der Synagoge Oranienburger Straße sprach Dr. Oskar Outtmann über die Entwicklung der jüdischen Musik, ln großen Linien zeigte er die Zusammenhänge, die zwischen der jüdischen und nichtjüdischen Kuitusmusik bestehen, an Hand von sehr interessanten Schallplatten und Gesangsvorträgen (Frau Alexander), Die Spielleute, die Eintritt ins Ghetto hatten, haben Melodien mitgebraclit, die sich sehr schnell in die jüdische Musik entmischten. Die Forschung auf diesem Oehiet ist natürlich sehr erschwert, weil die Melodien nur mündliehe Uebcrliefernngcn waren, wie z. T. auch noch heute, und tf»t in neuerer Zeit niederceschriebcn wurden. Günther Hantke. Ankündigungen Erd« Jüd. Volkshochschule. Am 8. und 15. Februar spricht der Leiter «Irr WirtschaftssteUe skr Jüdische» Gemeind«, Mag.-Rat Nt• fiowL, im ehemaligen Logvnhaus, Joachinuthaler Str. 13, Über: iMiiMiaflsfrngon des Tages", Lehranstalt für die Wlsicnsctialt de» Judentum». Am 12. Februar, äbrmls 8 Uhr, findet in der Aula «ler Lehranstalt, N 2t, Artillerie- Urjßc 14, ein Vortrag von Dr. Ismar Freund: ״Die Judenfrage vor BW Jahren“ statt. Synigoge Rykcstraße. Am 18. Februar findet ein Gottesdienit in fcnior, traditionell jüdischer Vertonung statt. Kantor-Solii Oberkantor AMlicck; GcMimtausfülirung: Herr ׳Hurchsrdt, Dirigent des Syn- •gogenchorej; Komponist; der Liturgist Herr Dymont. Aus den Vereinen lllieher Frauen-UntcrstUliunga-Verein E. V. 50. Generalvcrk«1g, am 12. Februar, wiehm. 5 Uhr, Logen hau!, Klei'titr. , S.1al. Lucy Mecklenburg: ״Die Delrgicrtenlagung des Jüdischen nhmidcs, J״״uur 1934", Rezitation: Johanna Meyer: ״Au« ber Dichtung1‘.!׳)״envercln Fricdenatempel. 11. Februar, vorm. 11 Uhr, General- 1111111mg im Oafö Leon, Kurlürslcnduinm ISA,'157, — 14. Februar, Uhr, im Cnfä Le״״, Lirhtbildcrvortrag der Leiterin der Kumthing der Jüdischen Gemeinde, Frl. Erna Stein, über Megilio n llaggad.nh. - 3. März, 20.30 Uhr, im Caf« Leon, Gesell- :sabend mit künstlerischen Darbietungen. uberger Synagogen-Vereln, Münchener Str. 37. Täglich nach Abendgottesdienst — auch Freitag und Sonnabend — l-*nr eaus dem Gesamtgebiet jüdischen Wissens. Die Dosenten: Habt), essen, Dr. S. Kiinsky, Rabb. Dr. Rosenwasser. gagen-Vereln Osten, Rigaer Str. 3• Täglich morgen! und abends :»dienst. Abendgebet täglich 8 Uhr. Alle 1« Tage am Sabbat gt durch Rabb. Dr. Rosenwasser. Jeden Dienstag Abend vor- Erklärung de» Buche• Daniel. Zweigbibliothek Üatent Sonntag U-1a Uhr vorm., Dienstag von 7-8 Uhr nachm. Bücherausgab». Zionistische Veranstaltungen . Berlrksgruppe Wllmeridorl, Unser Stammtisch findet im Mittwoch, dr 7 חי. Februar, im CnW Atrium, atatt, und *war künftig nur v i « r »c h n t i> g i g. Die Wochen, in denen Vortragsabende atatt* finden, bleiben stammt isehfrei. Beilrksgrupp« Orunewatdi 8. Februar, 20.30 Uhr, ln der Wohnung von Herrn Berthnid Kali, Grunewald, Hoheniolkrndamm 123, am F.lstrrplati. Dr. Max K reutaberger: ״Einordnung der deutschen Ein- Wanderer in Piillhtinn“. Ber.lrksgruppc Lehnlntr Platn 8. Februar, 20.30 Uhr, im Helm der B.Z.V., Kantstr. 54, Chnmisrha Assnr b’Sehwath Feier. Aus dem Programm! Hebräisch« Lieder 1 Mascha Bcnjakonsky: Viidinvorträge: Heine Komik; am Flilgelt Günther 1 lantke! Rezitationen! Heinz Ahraham. Anschließend twanglnaes Beisammensein. Helirälscher Chor, Leitung: Ben Uri, 10. Februar, 20.13 Uhr, im B. 7״ V.-lIcitn, Knntstr. 84. Neue Mitglieder werden jederaelt au!• genommen. Hobrtiiche Slchoth. 10. Februar, 20.30 Uhr, im Heim der BZV,, Kant'tr. 54. Sichah über das Thema; ״Warum lernen wir Hebräisch?״ Einleitung; Dr. E. Hurwici. Anschließend »pricht Herr Majolis über die ״Hebräisch« Kultur Osteuropas", Gäste willkommen. Jüdischer Chor. Es werden noch Teilnehmer für den neuen jüdischen Chor der Kullurabteilung der BZV. (Leitung: Dr. Han» Nathan) gesucht. Meldungen «n Kulturabteilung der BZV,, Mcinekcstr, 10 (Bistnnrek 7165-70, Apparat 44). Frauen.Arbeitigemelmchalt für Pallatln«. Gruppe Liehterfeldei 8, Februar, 4.30 Uhr, A rbeltagemeinaehaft, Aussprache. Leihitig: Frau B onchwTte; l>ei Frau Kreschosver, Steglitz, Srhloßstr. 67. — Gruppe Bayerischer Pia tat 6. Februar, 4.30 Uhr, Vortrag von Frl. Grelhe Bloch: ״Was erwartet Pa• lästinn von der jildiirhen Frau?“! bei Frau Dr. Ilmberg, Meraner Str. 4, — Gruppe Westend: 0. Februar, 4.30 Uhr, Arbeit»• gemein»« hafi, Zeitalter der Emanjipation, Leitung: Frau Dr, Hirsch; bei Frau Dr. Hirsch, Stormstr. 7. — Gruppe Tempelh 0 f: 8. Februar, 8.30 Uhr, Arheitigemeinachaft, Ausspräche ilher dns Buch von l’rini: ״Wir Juden“ und über aktuelle Fragen; bei Fr«» Ep|anstein, Kaiscrkorso 151. I^ltung: Dr. Eva Lübeck, - - Gruppe Neukölln: 0. Februar, 8.30 Uhr, Reisebericht aus l’nliistina, Relercntin: Frau Dr, Schmidt; bei Frau Neumnnn, Hnsen beide 8. Hebrälache Kurse der BZV. In nächster Zeit werden folgende Kurse eingerichtet: in Charlottcnburg, am Bayerischen Pint», in Neukölln U. am AU'xandcspluti, ein kl. Zirkel in der Seaenhelmer Str. Der Unterrieht ist tweimal wörhentl., je IVs Stunden. Unlcrrichtsgcbuhr 3 bis 4 RM. in. Kursen mit kleiner Tcilnchmcrzahl, 2 KM. in Kursen mit 20—25 Teilnehmern, Aufnahmemöglichkeit für Ilebräischlernendc, die bereits Vorkenntnisse besitsen, besteht in folgenden Kursen! Kurse, die ab Mai 1933 bestehen: Brunnemtrallc. Steglitz, MelnekestraBe, Kantslrnßci nb Juni: Schönhauser Allee, Iloheniollcrndamm, Kant- »traße; ab Juli: Clmrlotlcnburg, Wedding, Hania-Platz, Danilgcr Straße, Riidcshcimer Platz; ab August! Neukölln, Brunnenstraße, Münchener Straße, Kantstraße: ab September! Wilnsrrsdfsrf, Charloltenhurg; ab Oktober! Stcglit», Ilansa-Plnt«, Wil- Wersdorf, Qiarlottenburg, Neukölln, Zentrum, Tcmpelhtyf: a^ Novembtti CharlnUcnburg, Nptdcn, Alexanderpkt», BaycrlstVier flat», Brunnenstraße, Kottbusser Ufer; ab Deiembert Alexanderplat», Kantstraße. — Anmeldungen bitte an die Kulturabtcßung der BZV., Aleinckcstr. 10, IV. Stock, Anmeldungsgcbühr 0,20 RM. DU Vorvarkaulsstcllen für di« PalHitlna-Auniellung befinden »ich Im Büro der BZV״ Mcinekestr, 10, im Heim der BZV., Kantatr• #4, bei A. Locker, C 25, Memhnrditr, 6a. Famllten-Nachrlchtai! Da» Fest der diamintenen Hoch»eit begehen am 17, Fe• bruar Herr J*cob M*mlock und Frau, Berlin W 30^ Barbarossastnße 45. Herr Samuel Manasse, Elbinger Str. 44 (früher Wongrowlta), begeht am 8. Februar den 80. Geburtstag. "וי | j L 11 14י ]ך־ S»-4M« p, j w Ifc» ai'.wsl * m§ ü ciJ y ü y y Lz2u3 da* Land dwjiidw Land / Bevölkerung / Landwirtschaft Städte, Bauwesen / Industrie / Verwaltung Gesundheitswesen / Erziehung / Elnwanderung / Oeuttohpalletlneneleeh• Wirt- »chafts - Beziehungen / Keren Hajeesod Keren Kajemeth Lejlirael / Zionlamue Bis xi. Februar» tlgl. 9-X2 Uhr Freitag ab 4 Uhr und Sonnabend ble 0 Uhr Ist der Besuch der Ausstellung nur mit Im Vorverkauf erworbenen Karten mttglloh. Wegen des Sohabath bleiben die Aue- •teliungtkaesen In dar angegebenen Zelt geschlossen SIfnttliche!Ultimo In Logenhau«, KlolstctraAt Nr. XO e Eintritt RM 0,80, für Mitglieder der BZV Im BZV-BUro u, den Bezlrksgruppen RM 0,40 Berliner ZionistlscSso Vereinigiifia Vom Stellen-Mark! Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweis. Ge'Uclit wirr): 1 Fachmann sur Ilcrüelhtnp von Seiden, und Trikot• Dmmwcdlunterwäiche für Damen und Huren, 1 Fachmann Ulf die Faltriknörm vor» Stoflhnndsctmlien. Meldungen an den Jüdischen Arbeitsnachweis, Berlin SW 19, Liridemtr, 48-80, Abt. für kauft», und freie Berufe, Tel.! Dl.nhofl 3 07-308. - - Gesucht werden *Ur Berlin: (Hit ausgrblldc■te Frireurer», Puderquastensteppetin fiir Spcrialm;1«rhine, erste und »weile I fnisclnithcrirtnen für Herrenkonlcklion, I lo-'r1slc|1|>crinncn fiir llrimarlicit, perfekte DamenijiäntcKiepprrinncr» und üin.inlclriiiirlicitcrintien, junge, Mäntelrinrirhterin mit guter Figur, perfekte Da inrnmrknthr rinnen für Hrtrieb, Hill-direkirice für K<>nfek1!1m«kldder (Millelgcnre) mit )•ngj. Zeugnissen, perfekte Srhtlrr*׳ntusclinelHerin, di« auch mustern kam., geübte Arb! ilerln fiir 1 ntrrlnk• und Krtopilorhmi'-chino, Kettlerin liir kurnh. \\ - 1 ׳ ■<-, jH-rb klc jüngere Nahorinncn für konlekt. Weißwsren in Betrieb, perfekte Näherinnen fiir drg. Damenwiischt mit Zusrhnridcii, btrolihulmitierinncn (engrosj, gmibte l’ulloverstrlrlce״ rinnen, Wirkerinner» für Rund- und Ketten.luhl. — Offene Stellen für Berlin: (Es kommen nur Berliner Bewerber tn Frage.) <>ummimnnt«*!klrber und Stepper, herrschaftlicher Diener, Gättner-Ehepaar mit Zfntrnlhciinng und kleineren Reparaturen ver. traut, Portier.Ehepaar mit Gartenarbeit, Hebung u. kleineren Repsraturen vertraut, Diener-Chauffeur (muß die Diener« hule besucht haben). — Gesucht werden für auswärts: perfekte Zuschneiderin für Herrenwäsclr« mit Nähkemilnlwn, Korsettdirektrice und Korwtttuachneidrrin, Hnndweberin, Gärtnerin für übst, und Gemüse■ *Uchterei, jüngerer Mölwltischler »ur Leitung einer Lehrwerkstätte, Fachmann aur Herstellung von Puppen oder Splelwarcn, Miler, der besondere Fähigkeiten in der Anfertigung von Goldschriftei» und Arbeiten mit Gold unter Glas besint, l.edorhandsehuhmncher biw, Werkmeister (ledig, mit Diplom und 7.eugri!sen), Mtitienmocher auf blaue Müllen (unverheiratet), Zuschneider auf Damenmäntel. —• Wir benötigen dringend Arlwit für gutrmpfohlen« Haussehneiderünnen, Wisrheau'besserinnen, Fachkräfte »Iler Art, insbesondere aus dem Bekleidungsgewerlie. — Wir suchen handwerkliche Lehrstellen für Knaben und Mädchen »u sofort um) Ostern. Für besonders gute Lehrstellen können kleine Beihilfen gciahlt werden. Außerdem suchen wir Paten, die bereit »iritl, die Jugendliche» durch Zutahlung von Lehrbeihilfen bei!ler Durchführung der I.ehrteit tu unterstütien. Diejenigen Schüler(innen), die Ostern die Schule verlassen, bitten wir» sieh schon in der nächsten Zeit Iwi der llertifihcritung der Jüdischen Gemeinde 1u melden. Sprei-hslunden linden statt: Montag bis Freitag, außer Mittwoch, 9.30 bis 12.30 Uhr, Roienitr. 2A und Donnerstag Nachmittag, 4 Di* 7 Uhr, Bleibtreu-lr. 8, Sondersprechstunde für die tu Ostern »!»gehenden Schüler! Montag bi! Mittwoch« 3.30 bis S Uhr, Roscnitr, 2.4, Stcllenvarmlttlung für Apotheker. In der Abteilung für Apotheker haben wir *, Zt. tüchtige Fachkräfte vorgemerkt. Wir bitten, offene Stellen dem Jüd. Arbeitsnachweis, Beritt» SW 19, Llndenstr. 48-80, Tel. Dönhoff 307-308, zu melden. Kleine Nachrichten Ein neue» Helm dir BZV, wird demnächst lür die Bezirksgruppe Frledrictishain eröffnet, Wir bitten atfe (;esianungsgenowen, uns auch für diese! Helm Stühle, Tische, Lampet» und sonstige Einrichtung»• gegenstände zu spenden, Mitteilung an das Büro der BZV., Mcincke• Straße 10, Bl.-marrk 7185/70, Apparat 44, erbeten. Wal 11t Hauipfltgc? Die lfattspflrgn (Abteilung des Verbandes Berlin ries Jüdische 11 l'riiiicnluiinlrc) sorgt für Krhaltung des Hausstände» in Zeiten von Krankheit, Wo! hcnlictt oder notwendiger Abwesenheit der Ifausfrmi. Sie srliirkt juverlä-sige I'r,men zur Vertretung. Dl* Hau*• pflegerln ülx-rnintmt die Fürsorge für «Iss Neugeborene und seine Mutter, versorgt Mnnn und Kinder. Sie macht rein, kocht und wäscht! aie betreut die Alten und Siechen, die Blinden und Ge• lähmten. Jeder Verpflegte tahlt, w*s in seinen Kräften steht. Für WohMahrtsunterstiltite, Kleinrentner, Sozialrentner, Kriegsbeschädigte und *Hinterbliebene ersetzt die St;!dt Berlin die Kosten, für andere Bedürftige gibt dns Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde ineilt einen Zuschuß. Di«!!«!!!pflege bittet, Meldungen je nach den Bezirken «n folgende Adressen tu richten! Charlottenburg: Frau Carrie Goldberg, Wilmersdorf, Würltembetgi.che Str. 15, Fernruf: J 2 Oliva 7379, Sprechstunde: 8—9, 14—15 Uhr. — Frieden tu: Frtu Hedwig Goldenring, Friedenau, Wilhclmshöher Str. 22, Fernruf! H 8 Wagner 0700, Sprechstunde! B—10 Uhr. — Horit- Weitel• Stadt! Frau Ella Kiwi, O 17, Stralauer Allee 35, Fernruf: E8 Andreas 2893, Sprechstunde: 8—9 Uhr. — Kreuzherg: Frau Sophie Srholcm, SW 19, Sehastianstr. 20, Fernrul: F7 Jartn. 1468, Sprerhstunde: 9—10 Uhr. — Lichtenberg: Frau Ella Kiwi (Adresse ». Horst-Wessel-Sl'aill). — Lichterfeld*! Frau Hedwig Goldenring (Adresse 1. Friedenau). — Mittet Frau Trude Kaufmann, N 86, Kxerrlrrstr. 11a, Jüd. Krankenhaui, Fürsorge. Fernruft D 6 Wetld. 4448, Sprcrhtfttnil«: 0—13 Uhr, Sonnabend 10—13 Uhr, — Nrukiiilnt Frsu Sophio Sehnlem (Atlreit« I. Kreurlaug), —- Pankow, Frenil« 11 «r Berg: Frau Edith Neihoff, NO 55, Prentlauer Alle« 15, Fernruf; E3 Königrt. 8928, Spneehstunde! 9—10 Uhr. •— S c h 6 n e b c r g, Steglitz: Frau Hedwig Goldenring (Adresae ». Friedenau). — Tempel ho f: Frau Sophie Scholem (Adresse 1. Krearlarg). — Tiergarten: Frau Hedwig Lipschitz, W 50■ Matburger Sir. 15, Fernruf: B 4 Bavaria 0734, Sprechstunde: 14—18 Uhr. — Wedding; Frau Trude Kauhninn (Adresse s, Mitte). — Weißensee: Fr.iu Edith Nethoff (Adresse 1. Pankow). — Wilmersdorf: Frau Carrie Goldberg (Adresse t. Charlottenburg). düefe at* die■ Redaktion■ Aerzie ia Paläiilna Jerusalem:, 29. 1. 3i An Redaktion der ״Jtici. Rundschau“. Zu ihrem Artikel ״Acrztc in Palästina“ in Nr. 6 der ״I. R.“ möchte ich bemerken: Der Verfasser macht zu seinen eigenen Ausführungen, die Vcrhältniszahlen genau bis auf die Dezimalstellen bringen, die Einschränkung, ein Vergleich der palästinensischen mit den deutschen Verhältnissen wäre ״nicht unmittelbar möglich.“ Er ist überhaupt nicht möglich, bevor man ausdrücklich eingesehen und festgcstellt hat, daB drei Viertel der hiesigen Bevölkerung völlig außer Rechnung zu •teilen lind. Von den 900 000 Nlchtjiiden nehmen höchstens 20 ״׳״ Hrzfllche Hilfe nach europäischer Art in Anspruch, und diese Menschen wiederum werden hauptsächlich von mohammedanischen und christlichen Aerrten behandelt. Wir müssen also die vom Verf. errechneten Verhältniszahlen mit 4 multiplizieren und gelangen so zu der horrenden und untragbaren Ziffer von 36 Aerzten auf 10000 Köpfe im Landesdurchschnitt, In den Städten noch mehr. Diese Feststellung mit aller Deutlichkeit zu verkünden, ist m. E. erforderlich, damit nicht' optimistische Interessenten irgendwo die Illusion herauslesen können, es wäre Wirt-, scnaftlich noch irgendwie Aussicht für Aerzte In Palästina, Hochachtungsvoll Dr. Jako b Lewy.

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