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Jüdische Rundschau · 1934-01-30 · Heft 9 (30.1.1934) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 9 (30.1.1934)
Date
1934-01-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 ,jüdische rundsci-iaü Nr. 9, 30.1.1934 Aufforslung in Palästina Zum ״Neujahrsfest der Bäume״ Von J. Weitz, Jerusalem Die alljüiliii ben Naturfrsle hitlien einen neuen Sinn bekommen, seitdem wir l’nliistimi 11,men. Kaum eines in soll hem Maße wie das ״Neujahrsfest der Bäum e“, Bin 15. Schwnlh, der in diesem Jnlnc auf den 31. Jaminr füllt, Dalxu kommt in Siedlung und Stadt bei den Aufmärschen der Kinder, in Lied und Spiel und Reden, sehr stark rum Ausdruck, welche Rolle der Wald, den wir im Lande noch nicht haben, im Denken und in Wünschen 1103 Jisclmw bedeutet, liier «oll heute nicht von dem gesprochen werden, was unsere jungen Forste ab Symbole der Wiedergeburt von Land und Volk bedeuten, sondern von den Problemen, mit denen sich die Forstabtcilung des Milionalfomls tu befassen hat. (Red.) Fünfzehnjährige Erfahrungen gehen die Richtung für unsere ״B n ti m p o I i t i k“. ln früheren Jahren hatte man diejenigen Teile «ler Ebene, wo es viel Wasser und Sümpfe pah, für die Aufforstung ebenso geeignet gehallen wie die Berge. Zur Trockenlegung der Sümpfe wurden die viel Wasser atifsnugendcii E tt l< a 1 v p t ns p f 1 an z\1n gc n vorgesehen. Die Samldünen, die sielt für Oetreidc* und Weinbau nicht eigneten, sollten von den jüdischen Bauern ebenfalls zur Anlage von Hainen benutzt werden. Nach diesen Gesichtspunkten gingen die Fachleute nicht nur vor Jahrzehnten vor, als die Sümpfe von Cluxlera und Petach Tikwah nuszutrockcn waren, sondern auch in der Zeit kurz nach der Besetzung des Lande!! durch die Engländer. So wurden vom Keren kajemeth in den feuchten Niederungen von Beer Tevia und Merchnwia Eukalyptuswiilder gepflanzt, ebenso in Kinereth, beim Ausfhth des' Jordan aus dem See und auf den Dünen von Nachlath Jeliuda an der Meereskoste. Aber die Ansicht über den wirklichen Wert dieser Arbeiten, vor allem in bezug auf die Trockenlegung von Sümpfen, hat sich beträchtlich geändert, Das nt oder ne Drainage-System bestellt in der Sclmffung von Abflüssen für das stehende Wasser durch offene Kanäle oder im Boden verlegte Rohre, und nach diesem wurden vor 12 Jahren umfangreiche Sniiicrungsarbeiteti durch den Keren Knjcmcth tin F.inek Jesrecl (Nalialal, Ain Chnrod), spater auch an nmlcren Orten, misgefiihrt. Das gleiche System wurde auch von anderen mit Sntiieningsarheiten hefaIlten Gesellschaften nachgenlunt. Heute denkt niemand mehr an die Pflanzung von Wäldern in der Ebene, weil sich herausgestellt hat, da.il solcher Boden nach seiner Sanierung sieh für intensive Wirtschaft, d. h. lür die Bestellung mit Feld- und Oartcnfrüchtcn, FuttermiL ein und bewässertem Gemüse vorzüglich eignet, somit also die Pflanzung von Waldbätimcn auf solchen Böden nicht ratsam ist. Auch für die Aufforstung der Sanddünen liegt kein Grund vor, denn angesichts der in den letzten Jahren entdeckten Möglichkeit der Auffindung von Cirttndwasscr bestellen Aussichten, auch auf diesen Flächen Citruspflanzen und bewässerte Gärten anzulcgen. Es wird also itiemamletn einfallen, an Stelle solcher lukrativer Pflanzungen Waldbäume anzulegen. Die Küstenzone in Scharon, von Petach Tikwah bis Chedcra, war noch bis vor etwa 100 Jahren mit Eichenwäldern bedeckt, von denen auch vor 20—30 Jahren noch Reste vorhanden waren, gegenwärtig aber nur noch vereinzelte Uebcrreste (in der Gegend von Pardess Channa) zu finden sind. Heute wird kein Bauer oder Forstwirtschaftler zulassen, daß in dieser mit so großen Vorzügen für Citruskulturen gesegneten Gegend noch Wälder angelegt werden. Waldbäume pflanzt man dort nur noch als Schmuckalleen, als Windschutz oder für Spazierwege. wächst gerade. Durch dieses Verfahren wird ein hoher und gerader, von Zweigen freier Stamm erzielt. Aber nicht alle Bäume entwickeln sich gleichmäßig. Wie die nmiscliliehe Gesellschaft, so ist auch der Wald fest umschriebenen Naturgesetzen unterworfen: hei günstigen Bedingungen, fclseiifreier Erde, können die Wurzeln siel) nusbreiten mul in die Tiefe gehen, und der Baum in die Höhe wachsen; auf Felsenboden bleibt der Stamm gebeugt und imfruclitbar. Mitunter werden die Bäume auch durch allerlei Schäden heimgesucht; Feldmäuse benagen die Wurzeln und ähnliches mehr. f)ie Bäume sind von ihrer Anpflanzung bis zum 40. Jahre ihres Bestehens, wo sic ausgewachsen und zur Verwendung reif sind, vielen Wcchsclfällen ausgesetzt. Zahlreiche Mcsstingen und Vergleiche haben erwiesen, daß fn diesem Alter 10 ״/o der Bäume gut und brauchbar sind, und durchschnittlich 11 cbm Nutzholz und 18 cbm Brennholz ergeben; auch die übrigen Bäume ergeben 12 cbm Brennholz. Wenn wir den Wert des Nutzholzes mit £P 2</a pro chm und den des Brennholzes mit £P 0,600 per cbm annclimcn, so ergibt ein Dtmnm mit 300 Bäumen als Einnahmen: 14 cb'tn Nutzholz .CP2,500- - .CP35.— Brennholz (18 plus 12) 30x£P 0,600 .CP 53.—. Neben einer jährlichen Verzinsung von 60/1» amortisiert diese Einnahme das In die Pflanzung investierte Kapital. Während seines Wachstums schafft der Wald die Bcdiugungen für seine Erneuerung. Die alljährlich abfallenden Nadeln bilden einen ausgezeichneten organischen Dünger. In dieser Humusschicht entstehen aus dem abfallenden Samen viele neue Sprölllinge; ihre Entwicklung geht langsam vor sich, bis die Zeit des Abrodens gekommen ist. Wenn dann nbgeholzt ist und die Sonne die jungen Sprößlingc trifft, richten diese sich nuf, wachsen schnell heran und bilden so einen neuen Wald. Das Ist der sich immer wiederholende Kreislauf des Fichtenwaldes: er erneuert sich von selbst und hat dauernden Bestand. Bäume des Karmel (Aus dem Zyklus ״PolSillnenslsdie Romanzen") Knorrig aller 5inrom! Oclboum, silberweiß Sturm«epellsdites Reis Auf dem Glpfelkninm — O, wie zeigt dein wild Wogendes Gewühl Unsrer Seele Bild — Aufruhr Im Gefühl! Flelsddger Feigenbaum! Deine Lappen breit Sind wie Urwoldlraum Einer dunklen Zelt. Die Fellachin pflückt Deine blaue Frucht, Brust an Baum gedrückt Wild, das Nahrung sucht. Pinie, klar umzlrkt Schöngewölbter Dom! Hier In Gleichmaß birgt Sich der Landschaft Strom, Gleichen Rhythmus wiegt Der Beduinin Gang, Die die Arme biegt Hauplwärts, um den Trank, Du, Zypressenbaum, Bist wie Gottesruh. Schmal am Bergessaum Einsam dunkelst du. Wie ein Beter still. Der zum Jenseits führ!. Der nichts Irdisches will — Den kein Sturm berührt, Zwischen solchem Kranz, Grünem Glilerwerk Schlürft mein Bilde den Glanz, Läuft hinab den Berg — Ueber Steingcftld Der neue Wald findet seinen Platz nur auf den Der* gen. Wir tragen unser Kolonisntionswerk mit ihm in sch wieriges Neuland. Der ״alte“ palästinensische Wald mit seinen Eichen, Eichten, Terehinthen ist überaus spärlich, nichts zeigt dem Touristen so deutlich, daß er in einem Fände tausendjähriger Verwüstung wandert, wie diese entblößten Berghänge. Heute werden nach einem vorbedachten Plan viele Baumarten, einheimische wie eingefülirte, durch verschiedene Institutionen und in erster Eitiie durch den KKL angcpflanzt. Aber bis heule hat tnau keinen Baum gefunden, der siclt> u:t Vorzügen und Anpassungsfähigkeit an Boden und Klima mit der Fichte messen könnte. Unsere lichte ist die 1 e r u s a 1 c m f i c h t e, mich Aleppo- Pinie (Pimis haepensis L.) genannt. Nach Meinung der Botaniker stammt sie von der Westküste des Mittelmceres. In der klassischen Zeit Palästinas, als sein Wald bestand noch vorhanden war, war diese Fichte sehr verbreitet. Bcsonders auf den jiidäischen Bergen, von wo man sie zur Errichtung des Altars brachte. Unsere Väter haben sie so geliebt, daß sie sie immer wieder als Motiv in der Kunst verwandten, wie die Traube oder den Granatapfel. Auf den Sargdeckeln, die im Jahre 1863 im Grabe der Königin Helena (in der Hohle des ״Kaiba Sawua“, also aus der Zeit vor der Zerstörung des zweiten Tempels) gefunden wurden, fanden sich als Ornamente drei Zapfen abgebildet, die denen der Fichte gleichen. Diese Pinienart wächst in Palästina seit jeher bis auf den heutigen Tag, man kann an weit entlegenen Orten heute noch Ueberreste alter Wälder finden. Die Eigenschaften, durch welche sich dieser Baum für die Aufforstung besonders eignet, sind: seine Anpassung«- fähigkeit an das Klima des gegensatzreichen Landes — er wächst im Jordantal wie in der Schefela, wie auch auf den Bergen; er ist anspruchslos, seine Wurzeln durchdringen mich Felsen, am besten aber gedeiht er in Kalkbodeu; er hat reichlichen Samen,' der leicht Wurzel schlägt und Setzlinge entwickelt. Diese bewahren die Feuchtigkeit, wachsen und entwickeln sich auch in regenarmen Jahren. Deshalb bevorzugen die Fachleute die Fichte mich in unseren neuen Wäldern, obgleich auch ihr gewisse Mängel anhaften. Sie wächst nicht über eine Höhe von 15—16 m hinaus; im Alter von 40 Jahren ist ihr Stamm etwa 50 cm stark, der Wipfel ist niedrig; daher ergibt der nutzbare Stamm in diesem Aller höchstens 6—7 cbm. Ihr größter Nachteil aber bestellt darin, daß der Wipfel nicht zuviel Widerstandskraft gegen den Wind hat. In den Pflanzungen des KKL gibt es jetzt etwa 900 000 lichten, das sind 70 0/0 aller seiner waldbäume. In den letzten sechs Jahren hat man fast nur Fichten zur Aufforstung verwendet und man wird sie auch in der nächsten Zukunft bevorzugen. Man darf heute, nachdem die ersten Versuche mit der Anpflanzung und Pflege von Jerusalem-Fichten abgeschlossen sind, daran gehen, den wirtschaftlichen Wert der Wälder zu prüfen. Diese Untersuchungen werden von dem Verfasser unter Zugrundelegung folgender Fragen anenteilt: Wann ist dieser Baum ausgewachsen und 8־el11 iolz verwendbar? Welche Ilolzmengen erhält man von einem Dunam Fichten? Wieviel davon ist zur Verarbeitung, wieviel lediglich für Feuerungszwecke geeignet? Ist das Holz für Bau-, Möbel- und andere Zwecke zu gebfauchen? Diese Untersuchungen — cs ergeben sich noch andere Fragen — sollen in diesem Jahre abgeschlossen werden. Heute bringen wir nur einige erste Zahlen: Auf einem Dunam (1000 qm) werden mindestens 300, mitunter sogar bis 400 Fichten angcpflanzt. Für die dichte Bepflanzung sprechen zwei Gründe. Die Bäume wachsen dabei mehr in die Höhe und weniger in die Breite und der Wipfel hat .wenige* Raum, sich den Winden zu beugen und Und Kakteenzaun Spring! er böcklelnwlld — Blauet Meer zu »diounl Martha Hofmann Oranßenpacken am ״laufenden Band“ Von unserem' palästinensischen Korrespondenten. gl. Tel-Awiw, Anfang Januar. Bis zum' Beginn des neuen Jahres sind gegen 1,3 Milli- 011 en Kisten Orangen aus Palästina exportiert worden. Das dürfte nach den vorliegenden Schätzungen ungefähr ein Drittel von dem sein, was dieses Jahr In den Häfen des Landes verladen wird. Das Pflücken beginnt jetzt 1'11 großem Umfange und in den Plantagen und Packhäusern fängt man an, mit Hochdruck zu arbeiten. Es scheint, daß bisher trotz des Ansteigens des Exportes noch keine Absatz- Schwierigkeiten bestehen und der Verkauf der Ware sich glatt alnvickclt. Es ist interessant, daß trotz des Hafens in Haifa, Jaffa noch immer den Großteil der Verladungen zu bewältigen hat. Von den 1,3 Millionen Kisten sind gegen 900 000 über Jaffa gegangen, über Port-Said gegen 90000 und über Haifa der Rest, also gegen 360 000. Eine Umstellung des Orangenhandcls von der südlichen nacli der nördlichen Hafenstadt geht also nach den bisherigen Erfahrungen nur stufenweise vonstatten. Vor allem sind die Eisenbahnen auf die großen Frachten nicht genügend eingerichtet, und In Haifa selbst fehlen eine Reihe von für ein derartiges Geschäft notwendigen Erleichterungen. Außerdem ist heute Jaffa für die (iidäischen Plantagen, die bisher den wichtigsten Beitrag für den Export liefern, viel näher als Haifa. Um sie in ihrem Ausgangspunkt nach Norden abzulenkcn, braucht cs sehr guter und billiger Verbindungen und bestimmter Vorteile bei der Verschiffung. Vorläufig bleibt die Tendenz zur starken Ausnutzung Jaffas. Da jedoch dieser Hafen für den steigenden Handel — nicht nur diesen Spczialexport, sondern auch den Gesamtverkehr, der mit der steigenden Konjunktur ungeahnte Ausdehntiiig gewonnen hat — in keiner Weise ausreichend ist, hat die Kaufmannschaft mit neuer Energie auf einen Ausbau des Jaffacr Hafens hinzuarheiten begonnen. Schon seit langem■ war es augenfällig, daß die Zustände auf der Reede von Jaffa unhaltbar waren. Nicht nur das Ein- und Ausbooten in den offenen Kähnen bedeutete eine große Schwierigkeit, sondern es fehlten auch die entsprechenden 'Baulichkeiten, Lagerhäuser und Kais. Freilich sind in den letzten Jahren kleinere Verbesserungen durchgeführt worden, aber sie waren keineswegs genügend und der Handel, vor allem der Import, hatte einen solchen Aufschwung genommen, daß man sich zu seiner Bewältigung gar keinen Rat wußte. Wo jetzt Jahr für Jahr noch der Orangencxnort sprunghaft ansteigt und nach wie vor zu einem großen Teile den Weg über Jaffa nimmt — wenn auch Haifa einen Teil nhpenominell hat — fordert die Kaufmannschaft von Tel-Awiw- Jaffa immer heftiger den Ausbau des Hafens. Die Regierung hat auch ln der Tat verschiedene Untersuchungen anstelle!! und Budgetvorschläge machen lassen, aber die Frage ist bisher unentschieden. Die beiden Schwesterstädte sind jedoch in einem so ungestümen Wachstum — Jaffa und Tel-Awiw haben heute zusammen gegen 140000 Menschen! —, daß bald Irgend etwas wird geschehen müssen. Mit dem zunehmenden Export und der größeren Erfahrung besteht in weiten Kreisen der Pilaazes und Ex« norteure die Tendenz einer Rationalisierung׳ a; Verpackung. Zu Beginn wurde diese auf primitive Wra :1 vorgenomriien, im Anschluß an die arabische P;!ckun״s rt p Man arbeitete in offenen Schuppen, liier wurde die!׳nrÜf : aus den Plantagen heran,׳je״c:hlcppt, nach verscliieilenri! Sorte» aiisgewählt, in Seidenpapier gehüllt, in Kisten verparkt ,! ׳ diese verschlossen. Die Früchte wurden in Haufen am 1'!ן, J gelagert und die Arbeiter, von demjenigen an, der i•' einzelnen Orangen prüfte, zu dem, der sie’ cinwickelte 1•!'«״ dem, der packte, saßen auf dem Boden, wie cs die (\'nh1>, ׳! bei der Arbeit gewohnt waren# Sowie in der Bearbeit״״! n der Plantagen selbst eine durchgreifende Rationalisierung ״»!j •; Mcchanisjerung stattfand und mau sich vor allem Än kaV U fornischc Vorbilder hielt, so begann cs später auch mit 11!!,'!' Packen. Es wurde bald klar, daß sehr viel davon ahhing die Frucht auf den Markt gebracht wurde, wie die Kisten 1 aussalien, wie die Reise üherstanden wurde. Es wurden be. Stimmte . Standards für ijuchtsorten herausgearheitet UnI die Regierung bemühte sich, eine bestimmte Kontrolle <L verladenen Ware durch/iifiiltrcn. Aber all dieses schien un. ’> genügend mul man nahm den Arbeitsprozeß des Packens unter die Lupe. Bei größeren Plantagen wurden Pack, hä User nach besonderem Muster eihaut, die den sne«ielltn ’ Zwecken dieser Arbeit angepaßt wurden und an verschieden« Stellen begann man midi bei diesem Teile der Arbeit kaii. tornische Methoden eirmifiihren: das Packen wurde mechanj. siert. Ein Beispiel für diese Methode bildet das große Pack, haus zu Rcchoboth, das für die F.xpnrtgcscllschatt ״Par1k״$,־ arbeitet. Die Prüfu 11g der einzelnen Früchte wurde atn lauf e 11 den B a n d e vorgeiimiiiiieii und auch für die Auswahl der Orangen nnrli der Größe wurden Maschinen vor. : wandt. Solche mechanisierten Backhäuser verlangen jedoch : relativ .große Investitionen und kommen daher nur für Estriebe in Betracht, bei denen mit großen Fruchtincmjcn n rechnen ist. Sie eignen sich also entweder für sehr aus. gedehnte Plantagen, in denen die Innenwege überall bequem fahrbar sind oder für Gegenden, wo von den einzelnen Plantagen gute Wege in das gemeinsame Packhnus führen, Außerdem aber bringt es diese Mechanisierung wie alle den artigen Verbesserungen mit sieh, naß dabei weniger Leute beschäftigt werden. Die Maschine erleichtert die Arbeit nicht nur, sondern sic setzt auch automatisch Arbeitskräfte frei, Es wurde unter diesen Gesichtspunkten die krage att!;c. worfen, oh eine Verbesserung 11ml Rationalisierung des Ar• bcltsvnrg,ingcs möglich sei, ohne große Mittel für Masclsincn an/ulegen und ohne die Zahl der Arbeiter stark n vermindern. Das heißt, es sollten kalifornische Methoden nicht blind übernommen, sondern den palästinensischen V«. hältnlssen und Bedürfnissen an gepaßt werden. Es ist hier noch , alles im Stadium des Experiments, wie ja die gesamte Verpackung von Jahr zu Jahr geändert und verbessert lind auch in den mechanischen Packhäusern das letzte Wort noch keineswegs gesprochen wird. In Ramat-Gan hat zum Beispiel jetzt die Exportkooperative der Arbeiterorganisation ״Hit' den Versuch gemacht, ein modernes Backhaus einzurichten, ohne die Mechanisierung im gesamten Umfange zu über■ nehmen und doch die primitive Art des Packens völlig 711 revolutionieren. Es wurden bei diesem Experiment zwei Prir.- zipien angewandt: der Arbeiter soll nicht mehr auf den Boden sitzen, was aus hygienischen Gründen verwerflich in, lind jeder Arbeitsvorgang greift so in den anderen ein, da5, keinerlei Verzögerung entsteht und jede Reihung vermiede•: wird, All das wird dadurch erreicht, daß die Früchte nid', auf dem Boden liegen, sondern in elastischen Leiiienbehältert, daß die Arbeiter auf Ränken und Stühlen von entsprechende: Höhe sitzen und ein Teil der Arbeitsgeräte auf Räder gesete. zugleich die Scheidung der Früchte nach der Größe durc -mechanische Rinnen erreicht wird. Man wird erst nach ein oder zwei Saisons wissen, « tliescs System arbeitet, oh es nicht mir eine Annelmiiichkc: für die Arbeiter — auch das wäre entscheidend wichtig! -, sondern auch eine Ersparnis in den Betriebs• kosten bedeutet. Interessant ist schon heute, zu scheu, Wie mit der sich entwickelnden Pflanzung die jüdische 0:■ ganisation lebendig wird und sich keineswegs mit de: begnügt, was mau bisher erreicht hat, auch nicht gcnei.1 ist, Methoden aus anderen Ländern kritiklos zu übernehme:!. So kiuge nur gepflanzt wird mul der Kapitalist nur mit de: Investition beschäftigt ist, wird in der Regel nicht sehr genss gerechnet. Dies beginnt erst, wenn die Plantagen Frucht geben und jetzt der Gewinn aus den Investitionen hcrau״ geholt werden soll. Es ist somit psychologisch verständlich, daß gerade bei Ernte und Verpackung die Tendenz zun Sparen sich stärker manifestiert als bei der Anlage und es kann beim Sinken der Orangei1prei.se eine Lebensfrag sein, ob man imstande ist, sowohl billig als auch gut n packen, ohne die Löhne der Arbeiter herunterzusetzen od« zu billiger Arbeit überzugellen. Jede Rationalisierung d<: Orangenindustrie bedeutet daher eine weitere Sicherung da Rentabilität. Rekord - Ausländsbeteiligung an der Levantemesse Von Dr. J. Adler, Tel-Awiw. Die Vorbereitungen fiir die Lcvantcincsse Tel-Awiw l®! (26. April bis 26. Mai), die sich in der günstigen Atmosphäff der gegenwärtigen Palästina-Konjunktur vollziehen, haben n den Zentren des europäischen Industrie-Exports ein über:!• sehend starkes Echo gefunden, ln verschiedenen Staaten habe: sich aus führenden Wirtsdiaftskreiscn Initiativ-Koinitces gf bildet, die die Beteiligung ihrer einheimischen Industrien גי der Tei-Avviwcr Messe fördern. Schon heute steht fest, daß sich folgende Staate! mit ci?c״;- offiziellen Pavillons, bzw. Kollektivausstellungen an der beteiligen werden: Belgien, Bulgarien, Frankreich, tuten״" 1and, Großbritannien, Jugoslawien, Polen, Schweden, die Tw'(־ choslowakci. Außerdem werden zahlreiche andere Staaten dra inoffizielle Kollcktivgruppcn und Einzelaussteller vertreten sc®• Daher ist es notwendig geworden, mitten in der Baua״;iu; rung die Ausdehnung des Auslaiulshauses auf 3000 gm z|jc j weitern. Rechnet man die selbständigen nationalen P׳p'lllod und Frciluft-Ausstellungen des Auslandes hinzu, so wiruj® Auslandbeteiligung an der kommenden Messe insgesamt lä״ Quadratmeter Ausstcllungsflächc beanspruchen. 1us folg״' M!«M ),Jl יי 000 100 100 |«0 Die Entwicklung der Tcl-Awiwer Messe geht der Uebcrsicht hervor. Meise 19291 Messe 19321 Gesamtfläche! 26000 qm 50 WO qm Pftl&stfntnsifch• Aussteller! ((Ur!934 geichätet) 209 405 Auslands •Aufl*;lelJer1 (lür 1934 tfcich&Ut) 121 821 Besucheriahl! (lür 1934 geschSlzt) 120 000 3000« 500»® Die Bauarbeiten «auf dem neuen Mcssegelände schreiten , wärts. Schon sind das Auslamishaus, der britische Paym°"1< ׳ neue Meßamtsgebäude und das ״Tozereth-Haaretz‘•n« Rohbau fast vollendet. Von den Tagungen, die während der Messe statu״!!■; werden, verdient die erste Konferenz der Architekten ״״ I genieure des Mittleren Ostens besondere Hervorhebungן ׳!

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