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Jüdische Rundschau · 1934-01-05 · Heft 1-2 (5.1.1934) · page 13

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 1-2 (5.1.1934)
Date
1934-01-05
Page
– (sequence 13)
Language
German
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t fn ÄT Ri Fi nJ vr M V Yd ibrSllth, » 1 humn. »il«w«h. amln Ar 4»n 10«! *■ >h *«n I.lBti- #1 '"»priii fcfüinji^l rr/ta ■arln U ..tnfltt, <"■», frj58 fc s t kcl («rrtthl 0 l*. w IlCli» Nr. 1/2, 5.1.1934 70DISCHE RUNDSCHAU Sein 1$ V ® 47 OO ei j ur, r—1 i; C.n iL* 'H; :^ v * / ,« . V # -----• ■ » "r--r~ MMN «. J Zur Lage des jüdischen bilde t-sa /i"5 /"ät^ iiyiCii r/»## 1T —^ /"X 4i A. WÜAiii%*^ij.iM.4i^, Schott vor der nationalen Revolution war die Lage des jüdischen Künstlers in Deutschland — und nicht nur des judischen — außerordentlich schwierig. Die Bautätigkeit war beinahe einstellt, und da, wo sie noch ausgeübt wurde, gab sie in ihrer Vorliebe für die Klarheit der Raumgrenzen wenig: Gelegenheit fur die Aufhängung eines Bildes oder für die Aulstellung einer Statue. Aber auch sonst fanden die Werke der darstellenden Künste bei der wirtschaftlichen Not kaum einen Käufer. Ja, selbst die reine Freude am Anschauen des Kunstwerkes war sichtlich vor der Ueherpewalt der politischen und wirtschaftlichen Fragen im Rückgang. Da/u kam endlich, daß weite Kreise der Bevölkerung mit einer Kunst, die sich von der Wirklichkeit abgewandt hatte und hier und da in eine rein abstrakte Formenwelt vorstieß, nichts Rechtes anzufangen wühlen und sie darum als ein« ihnen fremde Angelegenheit empfanden. Wsren »n dieser mißlichen I age Juden und Nichtjuden fn gleicher Weise beteiligt, so hat auch die politische Umwälzung nicht nur jüdische Künstler berührt. Aus dem Bestreben heraus, das Volk in breiteren Schichten an seine Bildungsgüter heranzuführen, wandte man sich gegen gewisse moderne Richtungen, vor allem geiren jene naturternsten Strömungen, deren Erzeugnisse nur einer kleinen Anzahl von Van {udUckei ttumt Unter diesem Titel werden wir von jetzt an In loser Folge Berichte Ober das Schaffen jüdischer Künstler veröffentlichen. Malerei, Graphik, Bildhauerei» Architektur und Kunstgewerbe sollen an dieser Stelic zu Worte kommen, das Schaffen jüdischer Künstler In Palästina wie auch Ihre Arbeit In Deutschland soll beobachtet und die Problematik des jüdischen Künstlers, die sein Schaffen sowohl nach der praktisch-gesellschaftlichen wie nach der künstlerischen Seite hin umgibt, einer Betrachtung unterzogen werden. Daneben werden wir auch Werke jüdischer Künstler reproduzieren. (Red.) Kennern zugänglich, sner der großen Masse verschlossen blieben. Darum wurden die Leiter jener Kunstanstalten, die solche Strömungen gepflegt hatten, beurlaubt und auch der Lehrkörper nach cnNprcchendcn (ieMclitsnunktcn verändert. Von dir-.fr Aktion wurden jüdische Künstler nur in geringem Maße berührt. Wie ihre Anzahl absolut genommen und ebenso im Verhältnis zu den nichtjmlischrn Künstlern nur klein ist, so spielten sie als Leiter künstlerischer Lehranstalten gar keine, in ihrem Lehrkörper eine unerhebliche Rolle, Und ihr künstlerisches Glaubensbekenntnis tendierte im allgemeinen mehr nach der realistischen oder gemäßigtexpressionistischen Richtung, als nach jenen abstrakten Gebilden. Aus dem gleichen (irunde ihrer geringen Anzahl als Lehrer an öffentlichen Kunstschulen ist auch der Aricrparagraph nur selten gegen sie zur Anwendung gekommen. Was ferner die Zahl der jüdischen Kunstschüler anlangt, so war sie gleichfalls gering, und wenn man neuerdings ihren Prozentsatz aui 1,5 begrenzt hat, so mag diese Vcrhaltnis/iffcr ungefähr der Beteiligung tntsprechen, die im Augenblick auch ohne die Bestimmung zu finden wäre. In weit starkcrem Ausmaß dagegen wirkte sich der Umschwung in den Vereinigungen der bildenden Künstler aus. Durch ihre Gleichschaltung, von der sich nur ausnahmsweise die eine oder andere Gruppe ausschied, wurde dem judischen Künstler die Möglichkeit genommen, seine Werke in Ausstellungen vor die üeffentlichkeit zu bringen und damit ihren Verkauf in die Wege zu leiten. Wenn sich diese Maßnahme bisher noch nicht starker ausgewirkt hat, so liegt dies daran, daß das Atisstellungswesen in den letzten Monaten überhaupt große Einschränkungen ertahren hat. Die stärkste FinbtiRe aber erlitt der jüdische Künstler durch dir besondere Notlage, in die der jüdische Mittelstand geriet. In diesen Kreisen, deren warme Künstliche ji übrigens auch dem nichtiudischen Künstler merklich zugute kam, kann im Augenblick der Ankauf von Kunstwerken nicht mehr erwogen werden. Soweit sie in Deutschland geblieben sind, mußten sie häufig ihre Wohnungen aufgehen oder wenigstens verkleinern, so daß statt eines Zuwachses an Kunstwerken vielmehr ein Altströmen eintrat, das fur den Künstler eine gewisse Konkurrenz an angebotenem Kunstgut bedeutet. Da ferner die nichtjüdischen Kaufer dem Kauf eines von Juden gefertigten Kunstwerkes vielfach ablehnend gegenüberstellen, ist die Lage de» jüdischen Künstlers in der Tat außerordentlich schwer. Line Anzahl von Künstlern hat aus diesen Ortinden Deutschland verlassen, um in Palästina oder in den westlichen Ländern eine nette Wirkungsstätte zu suchen. Nun sehrint insofern eine gewisse Erleichterung einzutreten, als die Möglichkeit besteht, daß zu der im Aufbau befindlichen RciebskiiHurkammer auch der nichtarisehe Künstler Zutritt erhält. Inwieweit diese Zulassung sich auf das A ii s s t e 11 ii n g s w c s e n erstrecken wird, ist zurzeit noch nicht klar erkennbar, aber es besteht doch die Hoffnung, daß der nichtarisehe Künstler in dieser Hinsicht hinter dem arischen nicht zurückstehen wird. Da dieser Faktor aber nur einen Teil der Not des jüdischen Künstlers ausmacht, so muß man, wie die Ereignisse auch laufen mögen, vom jüdischen Standpunkt ernsthaft die Frage erwägen, was geschehen kann, um die Lage des bildenden Künstlers zu erleichtern. Dabei ist es von großer Wichtigkeit, dem jüdischen Künstler eine Atmosphäre zu schaffen, in der er nicht nur existieren, sondern zugleich wirken kann. Ein Zusammenschluß der judischen Künstler Deutschlands wäre solange verfrüht, als noch die Hoffnung besteht, sie in die Allgemeinheit des deutschen Kunstlchens von neuem einzugliedern. Dagegen wäre es durchaus zu begrüßen, wenn jüdische Kimstler in besonderen Ausstellungen ihre .Arbeiten zeigten, ähnlich wie jüdische Schauspieler oder «Musiker vor einem judischen Llörerkrcise erscheinen. Der „Kulturbund Deutscher Juden" Int bereits eine solche Ausstellung in den Gängen des „Berliner Theaters" veranstaltet, iber es wäre wünschenswert, daß eine ganz. Deutschland umfassende und besonders sorgfältig zusammengestellte Schau die größeren Gemeinden bereiste. Sodann könnte schon jetzt eine Organisation in Angriff genommen werden, die nicht vom Künstler, sondern vorn Kunstbetrachter ausgeht und ähnliche Zwecke verfolgt wie die Kunstvereine, die das deutsche Kunstlebcn des 10. Jahrhunderts in so starkem Maße gefordert haben. Diese „Jüdischen Kunstvereine" würden dann Arbeilen lebend-r Künstler ankaufen und zur Verlosung bringen oder, bei bescheideneren Mitteln, wenigstens graphische Drucke erwerben, die sie unter ihre Mitglieder verteilten. Um eine zu große Zersplitterung: des Vereinslebens zu vermeiden, wird es sich empfehlen, an solchen Orten,'an denen bereits judische Muse u m s - V e r e i n e bestehen, diese Kunstvereine an sie anzugliedern. In diesen Fällen würden dann auch die jüdischen Museen dazu angeregt werden, über ihren Bestand an alten Kunstwerken hinaus Werke lebender Kunstler zu erwerben; gerade diese Fortführung; in die Gegenwart gibt ja schon heute dem Judischen Museum In Berlin seine besondere Note. Neben diesen Ktmstvereinen und Museen wird es Sache aller judischen Organisationen »ein, bildende Künstler zur Schnnickung ihrer Räume und zugleich zur Schaffung von Bildnissen ihrer führenden Persönlichkeiten heranzuziehen. Zu denken ist dabei vor allem an die Versammlungsräume der Gemeinden, an die Sitzungs- und Zusammenkunftsrmime der Logen; auch die heute im Neuaufbau befindlichen jüdischen Schulen kämen in Frage, und sie hätten die besonder! dankbare Aufgabe, den heranwachsenden Metischen mit den lebenden Kunstlern zu verbinden. Durch Zuziehung jüdischer Zeichenlehrer In solche Schulen wird gewiß der eine oder andere Künstler gleichfalls einen Wirkungskreis finden. Eine gewisse Befruchtung de* künstlerischen Lebens Ist wahrscheinlich auch von den jüdischen Verläsen zu hoften. Das Volk des Buches hat ja zu allen Zeiten eine besondere Neigung zum künstlerisch ausgestatteten Buche bewiesen, und so wird es gewiß auch jetzt solche Bücher bevorzugen, die eine buchkünstlerische Ausstattung oder illustrative Bereicherung erfahren haben. Wenn auch nach Annahme dieser Vorschlüge der jüdische KOnstlrr in wirtschaftlicher Beziehung In den nächsten Jahren nur in bescheidenstem Maße sein Fortkommen finden wird, so mag ihm dafür die Genugtuung zuteil werden, daß er mit seiner Betrachterschaft in einen innigeren Zusammenhang kommt als bisher. -er Eugen Spiro Ende Pczetnher wurde in Prag eine umfassende Ausstellung der Bilder, Aquarelle und graphischen Arbeiten des Berliner Malers Eugen Spiro rrr.ijnct, die der Böhmische Kunst verein veranstaltet hat. Der Künstler, dessen 60. (irhurlitag im April dieses Jahres bevorsteht, ist vor allem durch seine lebenswahren Bildnisse bekannt geworden, aber auch die Landschaften und Städtebilder gehören wegen ihrer bar. hvnschünheit und ihres Stirn' mungshlanges zu den besten Proben seiner Kunst. Von xeinen graphischen Werhen hat besondere Verbreitung der Lithographien-Zyklus „Im Konzert" gefunden, der bedeutende K finner des Konzertsaals bei ihrem musikalischen Schoflen vorfahrt. Die gleiche Feinfühligheil in der Behandlung musihah- «efter Themen beweist auch der vor hurzem entstandene Steinaz-acÄ „Da* Rostal-Quar. t da« wir hier zur Abbildung bringen. ,»*:'*-. k':V..V/f i/ / Ä : (- s' / *A *- .•**/*' '«/»» «.^.^■■r' -".3** t„M/ -r- # Ki -O ,/iV-, 4...<#'y.sw 1(8 » , - *sl H^r/? ^M>r i ^V/^^y.^V^i-t^. . *->^w ■:'^T*.J'-Kr^.+ ,//Ov\ »v ... v >c a *y# f5v v^i.>-*-;' r/-' /.\ Vv»J \ V-.. —M/ *■-)J\; , ten^v ' "iV /> X'^f ^? ■'fY.i:t y. . ,u ^.S-f,? <>>-mk:-t& *\ / / •^v ■■• 7,1— i.c ,fifc-> r %i:",T^ *i«^*.^tvi /■> #w Ii Sk *** ü* s.. , «f--""'>\ •tkJ» JlX f% K\ %J «k-L Kunstlebcn in Tcl-Awiw Von Dr. Karl Schwirr Direktor des Museums I'el-Awlw. Das Museum Während der stillen Sommermonate Ist es gelungen, die Arbeiten des Museums so weit zu fördern, daß jetzt die Räume In völlig neuem Gewände wieder eröffnet werden konnten. Die Sammlungert haben sich derart vermehrt, daß der verfügbare Raum in keiner Weise mehr ausreicht und ein Teil der vorhandenen Kunstwerke magazinisiert wuriie. Solange der geplante Umbau des Hauses noch nicht durchgeführt ist, was mich einige Monate dauern wird, werden von Zeit zu Zeit die Bestände ausgewechselt werden, um auf diese Weise im Laufe des Winters den bisherigen Gesamtbesitz des Museums zeigen zu können. Das Museum Tcl-Awiw kann bereits jetzt als eine gewählte Sammlung moderner Kunst gelten. Herr Maurice Lewin in Antwerpen, der demnächst sich dauernd liier niederlassen wird, der Mitbegründer, der besondere I reund und Förderer des Muoeiims, hat ihm seinen gesamten Kunstbeitz zur Verfügung gestellt, darunter nicht weniger als zwölf ausgewählte Werke des bedeutendsten belgischen Malers James I. n s o r, den man jetzt in allen Epochen seines Schaffens hier kennenlernen kann. Dieser phantastische und sarkastische, dann wieder >till verträumte und lyrische Meister des Kolorits ist vielleicht einer der interessantesten lebenden Künstler. Wenn man die Reibe dieser Landschaften betrachtet, die kleine Marine von ISSt und die dunklen Waldhilder, dann den in dichten Nebel gebullten Hafen von Ostende, das zart und fein hingebauchte Bildchen der Licbcsinscl, die hellen, leuchtenden Meerlülder, die um 1Q20 entstanden sind, iinei schließlich das in grellen Farben gemalte, von Spott, Ilohn, Satire und Ironie getragene Maskenbild, bekommt man einen überwältigenden Eindruck von der Vielseitigkeit dieses souverain schaltenden Grollen im Reiche der Farbe, Um ihn gruppieren sich andere Meister wie Utrillo und Vlamink mit je zwei besonders schonen Gemälden. Kees van Dongen mit einem malerisch unnachahmlichen, kühn hingesetzten Zauberwerk, eine in ihrer pointillistischcn Manier leuchtende Darstellung von Paul S i g n a c, einige feine Kabinettstuckchen von Ups am er, Madou, Dyekams und L i n n i g. Gibt die Lewinschc Sammlung ein in ihrer Geschlossenheit besonders eindrucksvolles Bild der belgischen M a lerei, so wird in einer anderen die i in p r e s s i o n i s t i sehe Kunst von M o n e t bis G o r i n t h repräsentiert Claude Monet ist mit einem Frühwerk, dein Bildnis eines Mannes, einer Symphonie in grau, vertreten; von Pissarro können wir eine kleine, aber meisterhafte Landschaft zeigen. Den Ilauptratitn nehmen sechs Gemälde von Lichermann, darunter drei Portrats, eine Darstellung seiner Enkeltochter, eine Landschaft und eine Variante von S'unson und Dclila, ein. Corinths Vt'alchensce in der Johannistiacbt weist die ganze Kraft dieses urw üchsigen Meisters auf. Liebermann und (orinth sind auch mit den Porträtplastiken Edwin Srharfs vertreten. Die Plastik weist Werke von I e It in b r u c k, Ii a r I a e h, F i o r i und S i n t e n i s auf. Besonders hervorgehoben werden muß sodann ein großes Gemälde von Joseph Israels „Die Jüdische Hochzeit", mit dem ein amerikauisi her Kunstfreund eines der vollendetsten Werke des Altmeisters unserem Museum geschenkt hat. .Man kennt die Darstellung des gleichen Themas aus dem Amsterdamer Ryksmuscum, nicht aber unser Bild, das b *her in Amerika gewesen, das aber, mehrfigtirigcr als die aridere Fassung, zu dem Schönsten und Vollendetsten gebort, was die rembrandeske Palette des alten Israels hervorgebracht hat. Durch die Bereicherung unserer graphischen Abteilung um mehrere tausend Blatt, sind wir in den Stand gesetzt, besonders die moderne Kunst Europas in einer bisher hier noch nicht möglich gewesenen Mannigfaltigkeit darzustellen. Dieses Material soll nun aber nicht wahllos ausgebreitet werden, sondern so geordnet, daß Immer ein besonderes Thema zur Behandlung kommt. In einem eigens hierfür reservierten Räume werden ständige graphische Ausstellungen veranstaltet. Wir haben diese mit einem Zyklus, der die Technik und geschichtliche Entwicklung der graphischen Kunstc darstellt, hegonnen und »eigen gegenwärtig die Lithographie, die an 100 Beispielen vorgeführt wird. Die besten Meister sind mit markanten Werken vertreten: von den Franzosen Datimier, Gavarni, Toulouse- Lautrec, Renoir und Pissarro, von deutschen Künstlern l.iebcrmatm, Corinth, Slevogt, Thnma, Kollwitz, Ury, Gaul, Barlael), Perlislein, Meidnrr; außerdem Krlehuber, Kodier, Münch, Kokoschka u. a. m. Trotz dem sehr beengten Räume, der es uns verbietet, unseren ganzen Besitz wirklich wertvoller Kunstwerke zur Schau zu stellen, müssen auch die palästinensischen Künstler in dem Museum zu ihrem Recht kommen. Standige Kollektivausstellungen unterrichten über das künstlerische Schaffen im Lande. Augenblicklich zeigt Nahum Gut man Gemälde und Graphiken. In nächster Zeit folgen Arieh Allweil, Chajim Glicksberg, Jacob Steinhardt, lilijahu Newman. Der vorliegende Bericht gibt einen Ueberblick über die Tätigkeit und das schnelle Wachstum des Museums Tel-Awiw, das immer mehr eine Zentralstitte künstlerisch-kulturellen Lebens unserer Stadt wird, [las Publikum besucht mit großem Interesse unsere Ausstellungen. Besonders in den Abendstunden — das Museum ist bis 8 Uhr abends geöffnet — findet sich die werktätige Bevölkerung ein. Die Piesse be« faßt sich mehr als früher mit künstlerischen Fragen. Es ist zu hoffen, daS such die luden außerhalb Palästinas sich der wichtigen Aufgaben, die das Museum Tel- Awiw zu erfüllen hat, immer mehr bewußt werden und es durch Ueberlassung von Kunstwerken, durch Schenkungen und Leihgaben, bereichern, Neues Leben auf allen Gebieten Es Ist bezeichnend für das Wachstum dieser Stadt, daß nun auch die Kunst ihren Einzug hält. Man baute zwar schon vorher und es gab hier auch Maler. Aber es fehlte doch an jeder Anregung. Man merkte nichts von irgendwelchen künstlerischen Bestrebungen. Das ist nun plötzlich anders geworden. Auf allen Gebieten der Kunst merkt man Ansatze( regen sich neue Kräfte und es entsteht hier allmählich eine Art Ktmstleben. Man baut nicht mehr so planlos wie bisher, sondern man fühlt die sachkundige Hand bewährter Architekten. Eine Reihe bedeutender Architekten ist in den letzten Moniten int Und gekommen, t

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