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Jüdische Rundschau · 1932-12-16 · Heft 100 (16.12.1932) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 100 (16.12.1932)
Date
1932-12-16
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 490 JÜDISCHE RUNDSCHAU Nr. 100, 16. XII. 1932 Letzte Nachrichten Berliner Jüdische Gemeinde Erhöhung der Steuerquotc für 1932 von 11 auf 13 ״/*. — Neueinführung einer Vermögensteuer. In der Sitzung der Repräsentantenversammlung am 15. d. M. wurde eine Vorlage des Gemeindevorstandes auf Einführung einer Vermögensteuer in der Höhe von 30 ״«« der entsprechenden Reichssteuer einstimmig angenommen. Dieser Beschluß gilt, nach einem Amendement der Jüdischen Volkspartei, zunächst nur für das Jahr 1932. Ferner wurde, bei Stimmenthaltung der Jüdlsehen Volkspartei, nach längerer Debatte die Steuerquote für 1932 von 11 0 ׳ um 2«« auf 13 > 0 der Reichselnkommensteuer erhöht. Die Steuerarten gelten alternativ. Die Veranlagung wird für jene Steuerart vorgenommen werden, die die höhere Gemeindesteuer ergibt. An der prinzipiellen Debatte anläßlich der Steuerberatung nahmen namens der Volkspartei Arthur Rau und Alired Berger, namens der Liberalen Bruno Woy da und Dr. Fleischer teil. Die Vorstandsvorlage wurde von Herrn Schoyer begründet. Ein ausführlicher Bericht über die Sitzung wird in der nächsten Nummer erscheinen. % Chemnitz. Am 6. Dezember fand anläßlich der Gemeindewähl eine von der Jüdischen Volkspartei, Chemnitz, veranstaltete Versammlung in der Jüdischen Lesehalle statt. Herr Dr. Lehrtreund (Leipzig) sprach im überfüllten Saal über ״Gemeindearbeit und die Wahlen“. Der Referent gab in einer lVjstündigen Rede eine Ucbcrsieht über die Entwicklung des Liberalismus und der nationalen Bewegung und entwickelte das Gemeindeprogramm der Jirdischen Volkspartei. Den theoretisch gut fundierten und in fesselnder Weise vorgetragenen Gedanken folgte die sehr gut besuchte Versammlung mit gespannter Aufmerksamkeit. Nach dem Vortrag fand eine lebhafte Diskussion statt, in der verschiedene, die Gemeindewahl betreffende Angelegenheiten besprochen wurden. Den Vorsitz führte Dr. Adler. Vermisditcs Sterbefall. Unser Gesinnungsgenosse Prof. Dr. Julius Citron, Vorsitzender des deutschen Komitees für die Universität Jerusalem, wurde durch das Ableben seiner Gattin, Frau Lilli Citron, geh. Schayer, in schwere Trauer versetzt. Die Sympathien und das Mitgefühl der zionistischen Kreise wenden sich Prof .Citron und den Angehörigen der Verstorbenen zu. Auch wir sprechen ihm unsere Teilnähme aus. Jüdische Schule Klopstockstraße 58 (eine Minute vom Bahnho! Tiergarten). Oster-Anmeldungen für Knaben und Mädchen für sämtliche Klassen und für den hebräischen Kindergarten an allen Wochentagen von 12 bis 13 Uhr bei der Schulleiterin Frau Nathan. Konzert zugunsten des Frauenwerkes ln Palästina. Unter dem Titel ״Biblische Szenen in alter Zeit“ veranstaltet die Wizo (für den Aufbau der Frauenarbeit in Palästina) Sonnabend, den 17. Dezember, 8 Uhr, in der Singakademie, ein Konzert. Mitwirkende sind: Hede Türk, Edith Wolt, Paula Lindberg, Ernst Wigram, Dr. Leo Barczinski, Karl Salomon, Dr. V. E. Wolff sowie ein Kammerchor und ein Kammerorchester. Auf dem Programm stellen u. a.: die Klaviersonate ״David und Goliath“ von Kuhnau, sowie ais Rarität: ״Jephta“ von Carissimi, einem der bedeutendsten Oratorium- Komponisten des 17. Jahrhunderts. Karten zu M. 1,50, 2, 3, 4 und 5 an der Abendkasse. ״Zeire Misrachi“, Vom 23. bis 26. Dezember findet in Magdeburg in den Räumen der Städtischen Luisenschule, Prälatenstraße,' der IV. Bundestag des ״Zeire Misrachi“ in Deutschland statt. Neben Arbeitsgemeinschaften über Halacha, Tenach und hebräische Literatur ist eine öffentliche Kundgebung vorgesehen. Die eigentliche Tagung findet am 25. und 26. Dezember statt. Benno Offen bürg (Hambürg) hält das Referat über ״Jüdisch-religiöser Sozialismus“, Jossei Burg (Dresden) wird über ״Galuth und wir“ referieren. Die praktischen Aufgaben des ״Zeire Misrachi“ hier und in Erez Israel werden im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Schlomoh Bombach, Kibbuz Rodges, wird über den Poei Hamisrachi und insbesondere den Kibbuz Rodges, Werner Dur lach er über die Entwicklung des Geringshofes berichten. Alle Anfragen bezüglich der Teilnahme am Bundestag sind an die Zentrale des ״Zcire Misrachi“ für Deutschland, Hamburg 13, Hallerplatz 14, zu richten. Die erste Landeskonferenz der Sozialistisch-Zionistischen Vereinigung Poale Zion - Hapoel Hazair findet Mitte Januar in Berlin statt. Chawer Bcrl Locker, Mitglied der Zionistisehen Exekutive, wird voraussichtlich an der Tagung teilnehmen, desgleichen ein führender Chawer der Partei aus FMlästina. Einzelheiten und Tagesordnung werden demnächst bekanntgegeben. — Gruppen und Einzelchawerim, die auf dem Boden der Vereinigten Partei stehen und sich ihr organisatorisch noch nicht angeschlossen haben, werden gebeten, dies möglichst umgehend zu tun, damit sic die Möglichkeit haben, aut der Konferenz stimmberechtigt vertreten zu sein. In allen Augelegenheiten w de man sich an das Zentralbüro, Berlin C 2, Gr. Präsidentenstr. 1. Empfang für Lord Melchett. Vor Beginn des Bar Kochba- Hakoah-Balles, am 25. Dezember in allen Krollsäjcn, findet der offizielle Lmpfang des Bar Kochba-i iakoah für den Lhrenpräsideuten des Makkabi-Weltverbandes statt. Neben Ansprachen von Lord Melchett lind Dr. Hermann Leiewer wird Joseph Schmidt singen und turnerische und gymnastische Vorftihrungen gezeigt werden. Der Lmpfang beginnt pünktlich 7.45 Uhr, da Lord Melchett um 9.30 Uhr Berlin bereits wieder verläßt. Die Bezirksgruppen Zentrum der B. Z. V. (früher Hackescher Markt und Schönhauser Tor) und die Bezirksgruppe Nordring der B. Z. V, veranstalten gemeinsam mit der Wizo, Frauenarbeitsgemeinschaft für Palästina, Gruppen Nord und Ost, am Montag, dem 26. Dezember, ein C h anukkah-Fest in den Sophien-Sälen, Sophienstr. 18. Nachmittags 4 Uhr: Chantikkah- Fest; abends: Geselliges Beisammensein. Eintrittspreis für jede Veranstaltung 50 Pf. Kinder erhalten Kaffee und Kuchen gratis. Vorträge, musikalische Darbietungen, einige Songs des Barak. Reiches koscheres kaltes Büfett. Es wird empfohlen, die Eintrittskarten im Vorverkauf zu besorgen. Tiselibestellungen zu 0,25 RM. pro Platz. Kartenverkauf bei Locker, Alexanderstraße 51 52׳, Korn, Neue Promenade 7, und Dr. Hurwitz, Schönhauser Allee 87. Die Arbeitsgemeinschaft religiöser Jugendbande veransfaltet Sonntag, den 18. Dezember, in den Sophiensälen, Sc; l.'enstr. IS, eine Chanukkahfeier, deren Reinertrag der AHja.i der Chawerim des ״Brith Chaluzim Datliiim“ zugute kommt. Programm: Sprechchor unter Leitung von Nachum Lewin, Aufführungen der Gruppen und Chor mit neuem■ studierten Liedern von Ben Uri. Alle Chawerim der zionistisehen Bünde und alle Freunde des religiösen Aufbaus in Erez Israel sind herzlich eingeladen. Beginn: 20 Uhr. Karten zu 0,70 und 1,50 M. bet allen Chawerim und an der Abendkasse, Jugendbünde in geschlossenen Gruppen 0,30 M. Kasperletheater. Anni Herzfeid-Sborowitz hat in der Kurfürstenstraße 126 eine ständige Ausstellung modischer Er- Zeugnisse und modernen Geräts eröffnet. Sie veranstaltet in ihren Raumen Sonntag, den 18. Dezember, vormittags 111/2 Uhr, ein Kasperletheater für Groß und Klein. Zur Aufführung gelangen ״Salomo's Zaubergarten“ und ״David und Goliath“, Puppenspiel von Albert Baer, Figurinen von Käthe B a e r - F r e y e r. Karten für Erwachsene 90 Pf., für Kinder 60 Pf. Der Ertrag fließt dem Keren Kajemeth Lejisrael zu. Das Jüdische Abendhelm. Die Frauen-Arbeitsgemeinschaft für Palästina eröffnete am 8. Dezetnber in Charlottenburg, Berliner Str. 27 (gegenüber der Technischen Hochschule), das erste Jüdische Abendheim im Westen. Ein fesselnder Vortrag von Herrn Dr. T orczyner: ״Die Jordanreise“ sowie schöne jüdische Lieder (Herr und Frau Lipsikas), z. T. von Frau Torc/yner verständnisvoll begleitet, erfreuten die dankbaren Zuhörer. Für den nächsten Abend hat sich der erfolgreiche Lautenspieler Dr. Peter Bach zur Verfügung gestellt, es folgen späterhin Vorträge aut wissenschaftlich-jüdischem Gebiet, tisw. tisw. Das Programm wird von Zeit zu Zeit in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. — Es ergeht besonders an die jüdische Jugend der Ruf, sich an dieser Stätte häufig einzufinden. Das Abendheim ist geöffnet jeden Montag und Donnerstag Abend von 7 bis 10 Uhr. Der Zentralverband ostjüdischer Organisationen veranstaltete am 8. Dezember gemeinsam mit dem Leih- und Sparverein ״Esra“ e. G. m. b. H. und der Frauenarbeitsgemeinschaft des Zentralverbandes eine große öffentliche Kundgebung im Lehrervereinshaus unter dem Motto: ,,Kampf gegen die Judennot“. Die Versammlung wurde von Dr. Feniger mit einer kurzen Begrüßungsansprache eröffnet. Im Anschluß daran sprach Dr. Silbert, der in kurzen Zügen ein Bild von der Tätigkeit des Zentralverbandes irn Jahre 1932 gab, dem im Augenblick schon ca. 30 Organisationen und Verbände angehören. Hierauf sprach Direktor Kareski, Er skizzierte ia seinem Referat die Situation der gesamten Jndenheit in Deutschland, sowie die Aufgaben der Ostjuden innerhalb der Juden in Deutschland. Anschließend an dieses Referat, das oft durch stürmischen Beifall unterbrochen wurde, sprach Dr. Moses Taizlin über die Arbeit des Leih- und Sparvereins ״Esra“. Nach einer kurzen Pause wandte sich Herr Moses Gold mann, Vorsitzender des Reichsverbandes ostjüdischcr Organisationen, scharf gegen jeden Versuch, eine Zcrsplitterurr*־ in den ostjüdischen Reihen herbeizuführen. Kindertheater. Rence Stobra was Theater, vielen Beriiner Kindern von früheren gelungenen Aufführungen her vertraut, ist mit einer neuen Leistung, der Dramatisierung vor! W. Speyers ״Kampf der Tertia“ hervorgetreten. Die Uraufführung am 14. d. M. fand in der vortrefflichen Dar- Stellung der zum Teil jugendlichen Schauspieler (vor allem brillierte wieder Ilse Stobrawa) unter der bewährten Regie von Renee Stobrawa das ungeteilte Entzücken und begeisterteil Beifall der hunderte jugendlichen — aber auch der anwesenden erwachsenen — Zuhörer. Allen jungen Menschenhindern kann der Besuch dieser Vorstellung restlos empfohlen werden. Bar Kochba-Hakoah-Bali am Sonntag, dem 25. Dezember, in den Gesamträumen des Kroll-Etablissements. Tanzorchester Oscar Joost, Romanow-Balalcika, Autogramm-Verteilung: Kurt Bois, Fritz Grünbaum, Paul Grat/, Kurt Lilien, Daniel Prcnn, Szöke S/akall; Tombola, Hauptgewinne: 1 Wohnzimmer kaukas. Nußbaum, bteilig, gestiftet von der Firma Möbel-Kroll, Lützowstr. 89/90, 1 Reico-Radio, Luxus-Ausgabe, gestiftet von der Firma Reico-Radio G. m. b. H., 1 Nähmaschine, gestiftet von der Firma Louis Littauer, Berlin, 1 Tournay ״Extra“-Teppich, gestiftet von der Firma Fischer ft Wolff G. m. b. H. Eintrittskarten RM. 2,50 im Vorverkauf: Theaterkassen Hermann Tie'tz, Kaufli. d. Westens, ״o«c ft Bock, Leipziger Str., Tauentzienstr., Zentralbüro Meinekestr. 10, Hans Ringel, Chodowicckistr. 14, und im Ballsekretariat, Oranienburger Str. 60/63. Tischbesteilungen nur im Ballsekretariat. Logenplatz RM. 1,—, Tischplatz RM. 0,50, Tel.: D2, Weidendamm 2196. Eintrittskarten an der Abendkasse (gegen Vorlage der Einladung) RM. 4,—. Hebräische Sprachschule München. Die unter der Leitung von Dr. A. Percikowicz stehenden Hebräischen Sprachkurse setzten mit dem gemütlichen Abend am 10. Dezember im Lessingsaal die gute Tradition des vergangenen Winters fort. Vor einem zahlreich erschienenen Publikum rezitierten Schiller der Kurse, von ihrem Lehrer und Leiter Dr. Percikowicz, der die Conference übernommen hatte, vorgestcllt, Lyrik und Prosa aus der modernen hebräischen Literatur. Besonderen Erfolg hatten die Darbietungen der ganz Kleinen, die mit hebräischen Kinderliedern und Versen aufwarteten und die selbstverfaßte Kurzgeschichte einer fortgeschritteneren Schülerin. Der Abend legte beredtes Zeugnis für die produktive Arbeit der Schule ab. F. R. Brith Haolim. Am 20. November fand in Essen der Gautag Rhcin-Ruhrgau statt. 300 Chawerim sowie der Kaditnah- Essen waren anwesend. Im Namen der Bundesleitung crötfnete Leo Steinberg das Treffen. Begrüßungsansprachen hielten Moscheh Brachmann, Giwath Brenner und für den Merkas Hechaltiz Fritz Lichtenstein. Das Erzielumgsreferat hielt Leo Steinberg. Am Nachmittag fand eine politische Aussprache mit Fritz. Lichtenstein statt. Die Mittleren hatten Gelegenheit, die Referate von Kurt Blumenfeld und Moscheh Brachmann im Jüdischen Jugendheim in Essen zu hören. Zirka 60 Jüngere verbrachten den Gaiitag in der Jugendherberge Margaretenhöhe. — Zum Gauleiter wurde Max Schupler (Köln) gewählt. Den ״Eufrat“ (Eltern- und Freundeskreis des Bundes) und die Gaukasse übernimmt Erich Thal (Köln). Am Abend führte der Brith Haolim- Köln als Abschluß des Gruppenverbandsfages ,,Ahasver“, ein Spiel von jüdischer Not, auf. Mit großer Begeisterung und langanhaltendem Beifall wurde dieses Chorwerk (aufgebaut und zusammengestellt von lsi Reis, in dessen Händen auch die szenische Leitung lag) vom Publikum aufgenommen. Dieser Abend ist für das zionistische Leben als großer Erfolg zu buchen. Am 17. Dezember 1932 wird ״Ahasver“ in Bonn, am 18. Dezember in Köln gespielt werden und damit seine sechste Aufführung erleben. Friedrich Andreas, ein neuer jüdischer Dichter, hat soeben seine Gedichte im Verlage des Künstlerdanks, Berlin-Lichterfelde-Ost, Devrientweg 10, erscheinen lassen. (Näheres siehe Inserat.) Ein jüdischer Ringkämpfer Im Zirkus Busch. Man schreibt uns: Großes Aufsehen erregte beim Rmgkampfturnicr im Zirkus Busch der jüdische Berufsringer Paßmann. Er stammt aus Riga, gehörte früher dem Hakoah Riga an, dessen Trainer er heute noch ist. Bemerkenswert ist, daß er stets mit dem ״Mögen Dowid“ auf der Brust antritt. In der Weltrangliste der Berufsringer liegt Paßmann in seiner Klasse (Mittelgewicht) an fünfter Stelle. Bei der Sonderveranstaltung im Zirkus Busch zum Besten der Winterhilfe zeigte sich Paßmann als Athlet. Er sprengte Ketten und zerbog Eisenstangen. Paßmann bringt der jüdischen Sportbewegung großes Interesse entgegen. Er wird auf dem Bar Kochba-Ball nochmals Gelegenheit nehmen, sein Können und seine ungeheure Kraft zu zeigen, Makkabäerleier. Am 11. Dezember fand in dem fast überfüllten Saal des Volkskino Königstadt die Makkabäerfeier 1932 des Makkabi Hazair statt. Im ersten Teil wurden in Sprcchchören und Songs Szenen aus dem Leben der üaiuth gezeigt: Orthodoxe, Anhänger eines passiven Messianismus; Kaffeehausjuden, die nur diskutieren; Dandys, sorgenlose Jünglinge; Kommunisten, jüdische Antisemiten. Menschen, die sich entweder nicht um die jüdische Gegenwart und Zukunft kümmern, oder sich für eine Lösung cinsetzen, die in Wahrheit eine Scheinlösung ist, denn alle erleben sie dasselbe: Zusammenbrach, Wirtschaftsnot, Antisemitismus, Judennot. Hcr/l-Worte leiten den zweiten Teil ein: ״Die Juden, die wollen, werden ihren Staat haben, wir sollen endlich als freie Männer auf eigener Scholle leben.“ Szenen aus der jüdischen Sportbewegung. Sehr flotte Bewegungschöre zeigen das Wachsen der jüdischen Industrie, ein Film, die Ausbreitung jüdischer Land- Wirtschaft in Erez Israel. 130 Makkabim spielten begeistert begeisternd. ...py Karlsruhe. Am 11. Dezember sprach Joseph Horovitz (Frankfurt a, M ), Führer der Kadimah, im Rahmen der Veraustaltungen der ״Arbeitsgemeinschaft zionistischer Jugend“ über ״jüdische Jugendbewegung in Deutschland“. Am 12. Dezember berichtete Frau Mirjam Ettlinger — eben erst aus Palästina zurückgekehrt — am zionistischen Stammtisch über ihre Eindrücke vom Lande. Dabei war die Gegenüberstellung der Verhältnisse vom Jahre 1925 und von 1932 besonders intcressant. Die zahlreich erschienenen Zuhörer folgten mit Interesse den Ausführungen. — Am Sonnabend, dem 17, Dezember, veransfalten die Ortsgruppe und die Wizo ein Chanukkah״ fest mit buntem Programm und Tanz. Mannheim. Die hiesige Ortsgruppe der Wizo unter der regsamen Leitung von Frau Lewinski hatte die gute Idee, einen Liederabend moderner hebräischer Kompositionen des Komponisten Alman ־zu veranstalten. In der Interpretation des Oberkantors Lewi kamen diese Lieder vorzüglich zur Geltung, und Rabbiner Dr. Grünewald gab in dichterischer Einfiihlungskunst begleitende Worte. Der Abend diente dem Wiederautbauwerk für Palästina und hatte von seinem hohen künstlerischen Niveau abgesehen auch für diesen Zweck einen Erfolg. — Am 25. Dezember ist ein Kinder- Chanukkah-Fest. Karten sind bei Lilli Kahn, Beethovenstr. 4, jetzt schon zu haben. Dr, O. S. Gottesdienste. Freitag, den 16. Dezember, abends: In den Synagogen mit allem Ritus, Nene Synagoge, Syn. Lindenstraße, Friedenslem|)el, Köpenick und Alterversorgungsanstalten I 4 Uhr; Syn. Lützowstraße: 6 Uhr; Svn. Fas.anenstr.1fJ*; und LeveUöwstraße: 6.30 Uhr; Svn. PrinzrcgentenslrafJc: 7.15 Uhr; Syn. Schmargendorf (Altersbeim); 7 Uhr. Syn. Prinzregenteristraße: Liturgie in der neuen Vertonung von Leo Kopf (Wiederholung). Predigten: Neue Synagoge: Dr. Lilurnentha!; Syn. LindenstralJo; Dr, Salomonski; Syn. Levetzowstraßc: l)r. Bergmann; Syn. Friedenstetnpel: Dr. Print; Syn. Prin/regentenslrali«: Dr. Wiener. Synagogen Lützowstraße und FasaneimtralJe; Ansprache des Rabbiners. — Sonnabend, den 17. Dezember, morgens: Synagogen mit altem Ritus und Altervei-sorgungsnnstalten: 1) Uhr; Frühgotlesdicnst: Syn. Itykeslraße und Kottbuser Ufer — Altawas Reim; 6.45 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: Frübgotlesdienst (aulier Syn. Friedenstempel): 7.30 Uhr; Hauptgotlesdienst: 10 Uhr; Syn. Köpenick: 9.45 Uhr; Syn. Schmargendorf; 10 Ihr. Schrifterklärung: Syn. Münchener Straße: Dr. A. Levy; Syn. Gruncwald: Dr. Colin. Jugendgotlcsdicnst: 12—1 Uhr: Gcmcindcselmle Boclmmer Straße 8c; Leiter: Lehrer J. Wachsmann; 3.30 Uhr: Syn. Rvkestraße: Dr. W. Lewv; Svn. Pestalozzi- Straße: Dr. E. Levy; Syn. Münchener Straße: Dr. A. Levy; Syn. Kottbuser Ufer — Aha was Reim: Dr. Frankfurter. Sabbat-Ausgang: 4.45 Uhr. Sonnabend, den 17. Dezember, abends 8.30 Uhr: Neue Synagoge: Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Prinz: ״Vom Wandel des religiösen Bewußtseins“ (Chorgesang, Orgelspicl). Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen: 4 Uhr; morgens: Synagogen mit altern Ritus (außer Svn. I’estalozzistraße, Kottbuser Ufer und Münchener Straße), 7 Uhr; Syn. Münchener Straße: 7.15 Uhr; Syn. Pestalozzistraße und Kottbuser Ufer — Ahawas Reim; 7.30 Uhr. Gottesdienst des Beth Hamldrasch, Rosenthaler Str. 55, begründet vom Misrachi, Freitagabend und Sonnabend. Zeiten wie in den Gemeindesynagogen mit altem Ritus. Synagogen-Verein Ahawath Zion (Schönhauser Allee 4), am Freitag, dem 16. Dezember, nachm. 4 Uhr, Schriftenerklärung. Rab- Liner Dr. 11. Levy. — Samstag, früh 7.15 Uhr, vormittags 9 Uhr, nachmittags 3.30 Uhr, Lehrvorlrag Rabbiner Dr, 11. Levy, an den Werktagen morgens 7.15 Uhr, nachmittags 4 Uhr, jeden Dienstag Lehrkursus von 20.15 Uhr bis 21 Uhr, Jesnin, von 21 Uhr bis 21.45 Uhr: Gemoro. B /—^kB ftr1 m /׳״״—־״B׳׳״, nm B WELTVI SAND Besuch Lord Melchetts In Berlin. Am 24. Dezember trifft Lord Melchett zum Besuch des Makkabi-Weltverbands in Berlin ein. Am Abend veranstaltet der Makkabi-W eltverband gemeinsam mit der Zionistischen Vereinigung für Deutschland und dem Deutschen Malkabikreis einen Empfang für den Gast. Näheres in der nächsten Nummer der ״Jüdischen Rundschau“. Aktion Klar Hamakkabl. Auf seiner Tournee durch die Makkabi-Vereine Polens zugunsten der K. K. L. - Aktion Kfar Hamakkabi besucht«; Dr. Alexander Roscnfeld, Mitglied des Präsidiums des Makkabi-Weltverbandes, unter anderem die Makkabi-Vereine in folgenden Städten: Warschau, Lublin, Piotrkow, Kielet1, Czenstochau, iledzin, Sosnowire, Katowice, Krolevvska, Iluta, Bielsko, Krakau, Tarnow. Ueberall landen große Kundgebungen und Jugendvorsammlunlungen statt, auf denen die Aktion des Makkabi-Weltverbandes zugunsten des K.K.L. freudig begrüßt wurde. In den Reden der Vertreter aller Parteien kam die Sympathie zum Ausdruck, der sich die Makkabi-Arbeit erfreut. Imw^4ßc1 'Vomhola *

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