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Jüdische Rundschau · 1932-12-16 · Heft 100 (16.12.1932) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 100 (16.12.1932)
Date
1932-12-16
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Von der Arbcti der Jcwish Agency in Deutschland Einzelnummer 0£S Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u.FreiUg. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5.75 Goldmark. werden in d«r Wihranf; der emeelneta Linder ber«chB«t. Amefprenptei«: H Nonpareillereil• Ö,SO (*.-ML Stellenftemich• 0,25 G.M. Hummer 100 | Berlin, 16. XII. 1932 Redaktion, Verlag und Anzeigen-Verwalttmg: Jüdische Rundschau G. m. b. H., Berlin W15, Meinekestr.10. Telefon: J I Bismarck 7165-70. Ajund(«1M*cidf1ft: Di•■•(•! aad Frtitis aae h m i tf f 4 U kr Redaktionsschiu& Sonntag und Mittwoch nachmittag. Po.i.ch.ck.Kom.n: ß#rlta 17392, FWl V 9355־, B«l*r«d 680 32» BHSm•! 39433, Rud.p•« 59693. D»n1«g 1973, H««« 140470, IV»* 59410. Ria• 4155, SwM*tn1rn 16430, Winchaa 190708, Wim 156 030 Bank. Konten: Dresdener Bank, Depomten - Kmm B«r)1n, Kurfüratendarom 52; Rumänisch• Krediibank, Cemauti (Rumänien); Anglo Palesti״* Co. m Haifa, leruaalem, Tel -Aviv. כפלו תרצ״ג r | xxxvii. j>h^" Par tiowlimui erstrebt für da» JQdl»<h• Volk die Schaffung einer «ffawtllch ■ rechtlich geilchertew HalwIHta In Palästina. ״Basalar Programm.*‘ Wadi Chawarith I Hillel Zlatopolsky I Hillel Zlatopolsky, der bekannte Zionist und Hebraist, einer der Initiatoren und Gründer des Keren Hajessod, auf den vor einigen Tagen ein Revolverattentat verübt wurde, ist seinen schwere 11 Verletzungen erlegen. lieber die Einzelheiten des so tragisch verlaufenen Attentats ist noch zu berichten: Zlatopolsky, der einst in Rußland einer der führenden Zuckerindustriellen war, nach dem Kriege in Frankreich sich hervorragend als Zuckerindustrieller betätigte, in den letzten Jahren aber genötigt war, infolge der Krise alle seine Betriebe stillzulegen, empfing am vergangenen Mittwoch in seinem Geschäftsbüro den 74jährigen Leon Leval, der früher Direktor einer von Zlatopolsky verwalteten Zuckerfabrik gewesen war und mit dem er noch einige geschäftliche Differenzen zu bereinigen hatte. Die Unterhaltung wurde zuerst in ruhigern Ton geführt, plötzlich aber geriet Leval in Erregung, zog einen Revolver und gab mehrere Schüsse auf Zlatopolsky ab, die diesen in den Bauch trafen. Hierauf jagte er sich selbst eine Kugel in den Kopf, die ihn lebensgefährlich verletzte. Zlatopolsky wurde sofort in ein Sanatorium gebracht und operiert, die Äerzte glaubten anfangs, ihn am Leben erhalten zu können, sein Zustand verschlimmerte sich aber in den letzten Tagen so sehr, daß man die Hoffnung auf eine Rettung aulgeben mußte. Man nimmt an, daß Leval in Sinnesverwirrung das Mord- und Selbstmordattentat begangen hat. Zlatopolsky, der im Oktober 1868 in Rußland geboren wurde, gehörte zu den alten Chowewe Zion und arbeitete mit Prof. Mandelstamm an dem Ausbau der Zionistischen Organisation in Rußland. Als einer der größten russischen Wirtschaftsführer genoß er auch in Regierungskreisen hohes Ansehen und konnte so manche Attacke der Regierung gegen die Juden mildem. Nach dem Kriege übersiedelte er nach Paris und setzte hier seine zionistische Tätigkeit fort. Wegen seiner Verdienste um die französische Industrie wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Die größten Verdienste hat sich Zlatopolsky um die hebräische Sprache und Literatur erworben. Durch seine Arbeit und finanzielle Unterstützung ist in Rußland und später in Deutschland und Palästina eine gewaltige hebräische Bücher- Produktion entstanden. Die provisorische Beerdigung fand unter massenhafter Beteiligung am 13, Dezember in Paris statt. Am Grabe hielten die Rabbiner Julien Weil und Eisenstadt, ferner Dr. Victor Jacobson im Namen der Zionistischen Exekutive, Isaac Naiditsch im Namen des Keren Hajessod, der Dichter Salman Sc hneur im Namen der hebräischen Literatur und der Führer der Revisionisten Jabotinsky tief empfundene Nachrufe. Der Leichnam Zlatopolskys wird nach Palästina überführt werden. Zlatopolskys Tochter, Schoschana Persitz, Vizebürgermeister von Tel-Avviw, ist Gründerin und Leiterin des hebräischen Jugendschriften-Verlags ״Omanuth“ (Kunst) und setzt so das Werk des Vaters fort. Ihr und den übrigen Angehörigen wendet sich das tiefe Mitgefühl der zionistischen Welt zu. Die Z, V, f, D., der deutsche Keren Hajessod und der deutsche Landesverband der Wizo haben an Schoschana Persitz ein Beileidstelegramm gerichtet. Oie arabischen Ansprüche anl Wadi Chawarith-Boden endgültig zurückgewiesen Entscheidung des Obersten Gerichts Jerusalem, 13. Dezember. (J. T. A.) Das Oberste Gerieht Palästinas hat am 12. Dezember in dem Streit um 6000 Dunam Boden auf Wadi Chawarith, den der Jüdische Nationalfonds vor längerer Zeit erworben hat und auf den arabische Beduinen Anspruch erheben, die endgültige Entscheidung getroffen. Das Oberste Gericht entschied, daß der gesamte Boden legales Eigentum des Keren Kajemeth ist und und daß die arabischen Ansprüche auf ihn keinerlei legale Grundlage haben. Das Oberste Gericht annullierte den den Arabern günstigen früheren Entscheid des Bodengerichts. Die Araber, die immer noch den strittigen Boden besetzt halten, werden diesen jetzt verlassen müssen; sie werden zusammen mit anderen Arabern vorläufig auf der 3000 Dunam großen Bodeniläche auf Wadi Chawarith angesiedelt werden, die die Palästina-Regierung zur vorübergehenden Ansiedlung landloser Araber vor einiger Zeit vom Keren Kajemeth gepachtet hat. Sturm in der Warschauer Gemeinde Warschau, 13. Dezember. (J. T. A.) Die letzte Sitzung der Repräsentanz der Warschauer Jüdischen Gemeinde, in der das Budget für das kommende Jahr beraten wurde, verlief außerordentlich stürmisch. Die von den Agudisten und ihrem Anhang zusammengesetzte Mehrheit beschloß gegen den Protest der zionistischen Minderheit, die Subventionen für die zionistischen Fonds (10 000 Zloty für Keren Hajessod und 10 000 für Keren Kajemeth) zu streichen. Die zionistische Minderheit versammelte sich daraufhin zu einer Beratung, in der beschlossen wurde, den Warschauer Juden zu empfehlen, so lange die Zahlung der Gemeindesteuern zu verweigern, als nicht der Beschluß, die zionistischen Posten aus dem Budget zu streichen, wieder aufgehoben wird. Aus Krakau wird mitgeteilt, daß die Repräsentanz der Krakauer Jüdischen Gemeinde ebenfalls die Vorschläge der zionistischen Mitglieder, einige Posten für die zionistischen Fonds in das Budget cinzustellen, abgelehnt hat. Landesvorstand der Z. V. f. D. Da sich eine große Mehrheit der Landcsvorstnndsinitglicdcr gegen die Abhaltung einer Sitzung zu Weihnachten ausgesprochen hat, hat der Geschäftsführende Ausschuß der Z. V. f. D. beschlossen, die Sitzung des Landesvorstandes für den 8. Januar anzusetzen. Ein neues Kapitel in der Siedlungsarbeit Von unserem palästinensischen Korrespondenten. gl. Tel-Awiw, 4. Dezember 1932. * I. Immer dichter schließen sich die jüdischen Siedlungen wie die Glieder einer Kette zwischen Tel-Awiw und Haifa zusammen. Gab es früher auf dieser Strecke nur verstreute Punkte jüdischen Bodens und jüdischer Siedlung, so verbreitert sich jetzt der Gürtel mehr und mehr, strebt von Tel-Awiw über die sich schwunghaft entwickelnde Ebene Scharon nach Norden und von Chederah nach Süden. Noch ist das Band zwischen Norden und Süden nicht vollständig, noch gibt es Strecken auf dem Wege, die nicht erworben und nicht modernisiert wurden, aber die Ausbreitung der jüdischen Wirtschaft ist gewaltig und das Tempo schnell. Was jetzt geschieht, ist nicht mehr die Aufschließung ganz neuer und abgesonderter Blocks, sondern die Auffüllung der Lücken auf dieser Straße. Als vor fünf und sechs Jahren die Kultivierung dieses Landstriches begann, hauptsächlich zur Anlage von Zitruskulturen, lagen die neuen Siedlungspunkte weit voneinander getrennt. Zwischen den Reihen eben gepflanzter junger Orangeschößlinge und den riesigen Flächen, die die Traktoren aufrissen und einebneten, dehnten sich Meilen Landes, die unter primitiven Kulturen lagen oder noch zur Weidewirtschaft dienten. Diesem ersten Vorstoß ist jetzt der zweite größere gefolgt. Die Pflanzungen strecken sich unabsehbar in unendlichen g r ü - n en Reihen bis an den H 0 r iz on t. Ueberall hört man neue Namen, stehen in neuen Plantagen die einsamen Brunnen- und Wächterhäuschen, werden die ersten Blumen um Hausgärten gezogen, Hügel für neue Siedlungsplätze ausgemessen. Die großen Pflanzungsgcsellschaften wie zum Beispiel Tel- Mond, die sich gewaltige Blöcke aus den Böden herausschneiden, umgeben sich mit einem Kranz von neuen ArbeitersiedJungen, deren Bewohner in diesen großen Plantagen Arbeit׳finden. Mit überraschender Schnelligkeit wird der Uebergang von primitiver Wirtschaft der arabischen Dörfer zur modernen intensiven maschinellen Kultur der Juden vollzogen. Innerhalb von Jahren, manchmal von Monaten ändert sich das Landschaftsbild; neue Betriebsmethoden, neue Kulturen, neue Häuser, neue Menschen. Mitten in dieser sich entwickelnden Ebene zwischen Flaifa und Chederah, mehr nach Norden zu gelegen, zwischen Nathaniah, der Siedlung der ״Bne Binjamin“, und den Böden von Chederah, liegt die große Ebene von Wadi Chawarith. Sie wurde seinerzeit durch den Keren Kajemeth erworben, ein Gesamtkomplex von 30 000 Dunam. Daran schließen sich die Böden von Wadi Kitbani, die ungefähr 11 000 Dunam umfassen, ein Komplex der bisher aus Mangel an Mitteln nicht angekauft werden konnte, aber von bedeutender Wichtigkeit ist, nicht nur weil er sich für intensive Kulturen eignet, sondern auch, weil hier Sümpfe liegen, die in die Drainage einbezogen werden müssen, wenn sie vollständig sein und jede Malariagefahr beseitigt werden soll. Bei den Böden liegen noch Flächen, die der Regierung gehören, zum Teil ebenfalls Sumpfgebiet, das der Sanierung harrt. Alles in allem haben wir es hier mit einem Gebiet zu tun, das von großer siedlerischer Wichtigkeit ist. Ein zusammenhängender Komplex, guter Boden, Wasser in leicht erreichbarer Tiefe, nach erfolgter Sanierung ein zuträgliches Klima. Die Aufschließung dieser Ebene beginnt jetzt; sie bedeutet ein zivilisatorisches Werk erster Ordnung und eröffnet der jüdischen Wirtschaft neue große Perspektiven. IL Wenn man von Nathaniah nach W'adi Chawarith kommt, wo man vor wenigen Monaten noch überhaupt nichts sah außer einer Ebene mit vereinzelten Bäumen, sieht man heute schon die Baracken, wo die Siedler ihr Unterkommen finden, an einzelnen Orten zusammengeballt. In einer Ecke der Ebene aber drängt sich ein Haufe schwarzer Beduinenzelte zusammen. Er erinnert an die Geschichte dieses Kaufes, einer der kompliziertesfen aus (1er ganzen Historie der letzten zehn Jahre, und demonstriert ad oculos die besonderen Probleme dieser Be- Siedlung. Die Beduinen von Wadi Chawarith sind zu einer gewissen Berühmtheit gelangt durch den Widerstand, den sie der jüdischen Besiedlung entgegensetzten. Sie haben eine bedeutende Rolle gespielt in der politischen Diskussion über Bodenkäufe, die die letzten Jahre ausfüllte und wurden von dem Majoritätsberichl der Shaw-Kommission als ein Beispiel angeführt, daß eine Besiedlung unter den bestehenden Verhältnissen nur möglich wäre, wenn die heutigen Pächter ihre Böden verlassen. Heute noch wird um 5000 Dunam von den 30 000 ein Prozeß geführt, der seinem Ende jetzt zugeht•). Da die Regierung nicht das Odium auf sich nehmen wollte, diese Familien, die anderswo kein Unterkommen hatten, durch Gewalt fortjagen zu lassen und da auch die Juden in dieser Lösung keine endgültige sehen konnten, hat sich der Keren Kajemeth auf dringende Aufforderung der Regierung entschließen müssen, einige tausend Dunam früheren Beduinenpächtern dieser Gegend bis zum nächsten Oktober in Pacht zu geben. Bis zu diesem Zeitpunkt will die Regierung ein anderes Unterkommen bereitstellen. *) Soeben nach Drucklegung dieses Artikels erhalten wir die Nachricht von der soeben getroffenen Entscheidung des Obersten Gerichts zugunsten des J.N.-F. (siehe Nebenspalte), — Red. So sitzen heute mitten unter der beginnenden jüdische« Siedlung zwei Beduinengruppen, eine auf dem Boden, um den prozessiert wird und eine auf dem, den sie in Pacht bekommen hat Ihre Lage ist tragisch, denn was über sie hereinbricht, ist die unaufhaltsame Umwälzung der Palästinawirtschaft Es handelt sich nicht etwa einfach um einen Mangel an Boden. Sondern hier stößt eine Wirtschaftsform, die des Halbnomaden, der als Weide für sein Vieh und für seine kümmerlichen Ernten große freie Strecken braucht» auf eine moderne Maschinenkultur, die sich mit wenig Land für die Familie begnügt, aber dafür das Vielfache des Ertrags aus diesem Stückchen herausholt. Soweit cs sich um echte Beduinen handelt, die überhaupt der Seßhaftigkeit mit ihren mannigfachen Verpflichtungen Widerstand leisten, stellt sich das Problem besonders dornig dar. Je mehr das Land zivilisiert wird, je mehr die Böden aiisgenutzt werden, desto enger wird ihre Bewegungsfreiheit, desto geringer ihre Lcbensmöglichkeiten. Sie müssen in die Wüste zutückweichet! oder seßhaft werden, ein anderer Ausweg besteht nicht. Soweit es sich um halb seßhafte oder völlig seßhafte Fellachen handelt, liegt die Frage etwas einfacher, weil liier die Grundbegriffe landwirtschaftlichcr Lebensweise und Arbeit vorhanden sind, aber auch sie werden anders zu wirtschaften lernen müssen, wenn sie unter den modernen Wirtschaftsverhältnissen nicht ins Hintertreffen geraten sollen. Gegenüber der Fellachcnvvirtschaft spielt die jüdische Siedlung hier die Rolle des Beschleunigers. Was auch ohne ihre Mithilfe im Laufe der Zeit gekommen wäre, nämlich der Uebergang von einem feudalistischen Sozialsystem und einer primitiven Bedarfswartschaft zu einer modernen Markt- und Maschinenkultur, das wird jetzt mit einem Schlage erzwungen. Freilich steht der Beduine und der Fellache dieser Umwälzung hilflos gegenüber, wie der Fall Wadi Chawarith in krasser Beleuchtung zeigt. Es fehlen alle Vorkenntnisse für eine moderne Wirtschaftsweise, von Schreiben und Lesen bis zu notwendigen landwirtschaftlichen Fachkenntnissen, wie sie für intensive moderne Kulturen unumgänglich sind. Die Kapitalbeschaffung, die für eine solche Umstellung nötig ist, wäre in kürzerer Zeit in die Wege zu leiten. Eine Agrarbank, die Bildurig von Kooperativen, die einsichtsvolle Benutzung der Gelder, die aus Bodenkäufen und Entschädigungen in die Hände der arabischen Bauern kommen, könnten — bei intensiver Organisation — solchen Zwecken dienstbar gemacht werden. Die Ausführung dieser Art von Projekten, die nicht weniger als eine Umstellung der primitiven Landwirtschatt im Lande bedeuten, verlangt jedoch eine konzentrierte Anstrengung der Regierung; das Zusammenarbeiten verschiedener Departements — Erziehung, Landwirtschaft, Finanzamt usw. Von einer solchen großzügigen Politik sind wir heute trotz aller Untersuchungen über die Lage des Fellachen und trotz aller großangelegten Entwicklungs-Projekte noch weit entfernt. Die Juden haben — ungleich Kolonisatoren in anderen Ländern — die Härten der Bodenkäufe durch hohe Kaufsummen und Entschädigungen zu einem hohen Maße zu mildern sich bemüht. Sie haben auch einfach durch ihr Beispiel, durch ihre modernen Betriebe an vielen Steilen die Rolle des Lehrmeisters gespielt. Dennoch sind solche Fälle wie die von Wadi Chawarith, wo durch die Uebernahme eines bisher wenig beachteten Landstriches in intensive Kultur dem Beduinen die Grundlagen seines Nomadenlebens entzogen wurden, nicht zu vermeiden, und bedeuten für die Betroffenen fraglos einen tranischen Einschnitt. Bei der heutigen Entwicklung handelt es sich ja nicht um eine andere Ansiedlungs stelle, sondern um eine andere Art von Ansiedlung. Das wird sich die Regierung, die sich verpflichtet hat, diese Menschen nach Ablauf der Pachtfrist unterzubringen, vor Augen halten müssen, und zwar nicht nur für diesen speziellen Fall. Auch die Juden warden dem Lande und damit sich selbst einen großen Dienst tun, wenn sie für die Ausarbeitung und Durchführung derartiger Reform- und Umstellungsprojekte ihren Rat und ihre Mitarbeit zur Verfügung stellten. III. Von den dreißigtausend Dunam vor! Wadi Chawarith sind ungefähr 5000 unkultivierbar, weitere 5000 unterliegen noch der Entscheidung des Gerichts. Die restlichen 20 000 sind jetzt aufgeteilt worden, wobei die Kandidaten für die Ansiedlung von der Agency in Beratung mit dem Keren Kajemeth ausgewähit wurden. Den Bedingungen einer intensiven Kultur entsprechend, die sich zu einem großen Teile auf Zitruspflanzungen aufhaut, werden 20 Dunam für eine W i r t s c 11 a f t s e i n 11 e i t als genügend betrachtet. Demnach teilt sich der Boden unter ungefähr 1000 Familien. Und zwar folgendermaßen: Ehemalige Legionäre IW) Einheiten Pardeß Hagdud 20 מ Mittelklasse 100 Bne Binjamin 40 n ' Mittelklasse 60 Jachin 100 » Irgutt Witkin und Gimmel 180 n 1 Schchunat Brandeis 40 f Hapoel Hamisrachi 60 Rußiamlsehulden 100 Jemeniten 50 Hasehomer Hazair 50 Irgun Intensiv! 50 Haschomer Hazair 50 מ 1000 Einheiten,

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