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Jüdische Rundschau · 1932-12-06 · Heft 97 (6.12.1932) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 97 (6.12.1932)
Date
1932-12-06
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Mit ״Bücherschau“ Einzelnummer 0£5 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag u. Frei lag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljihrlich 5,75 Goldmark. Auslandsahonnementn Wertteil in dar Wähnnng der «‘inreinen Linder berechnet. Aneeigenprei«: 8 ge«p. Nonpareille*#(]# 0,50 G.-M. SteBetigeeuche 0,25 G.-M. Nummer 97 I Berlin, 6. XII. 1932 Redaktion, Verlag und Anzeigen-Verwaltung: Jildiache Rundschau G. m. b.H., Berlin W15, Meinekestr.10. Telefon: J 1 Bismarck 7165-70. Anreäe«fMchlaS: Di•net•g and Freitag nachmittag• 4 Uhr RedaktionsschluK Sonntag und Mittwoch nachmittag. Postscheck - Konten: Berlin 17392, Basel V 9355, Belgrad 680 32, Brüste! 394 33, Budapeet 596 93, Daiwig 1973, Haag 140 470, Prag 59410, Riga 415S Strathbiirg 16430, Warschau 190708, Wien 156030, Bink-Konttn: Dresdener Bank, Depositen * Kaaae Berlin, K u Würat endamiP 52; Rtiminiacha Kreditbank, Cemauri (Ruminien); Angle Paieatine (נ©, in Haii«, Jerutalem, Tel •Aviv. ז, כפלו תרצ״ג | xxxvii. Jahrg. Der Zionismus erstrebt für das Jüdische Volk die Schärfung einer dffentllch rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.** Zionistischer Sieg in Wien Die assimilatorische Gemeindeherrtchafl gebrochen Die am Sonntag, dem 4. Dezember, In der Israelitischen Kultusgemeinde Wiens durchgeführten Wahlen in den Vorstand (Repriisentantenversammlung) der Gemeinde haben den z 10nistischen Parteien z um ersten Male die Mehrheit gebracht, während die ״Union Bsterreichischer Juden“, deren Kreise seit Bestehen der Gemeinde die Mehrheit und Führung inne halten, in die Minderheit gedrängt wurde. Von den zu vergebenden 36 Mandaten Im Vorstande hat die ״Union“, die in dieser Körperschaft zuletzt 18 Mandate hatte und mit den ihr angeschlossenen nichtzionistischen Splittergruppen über eine sichere Mehrheit verfügte, diesmal zusammen mit den ״Werktätigen Juden" (Sozialdemokraten), mit denen sie eine gemeinsame Liste bildete, nur 15 Mandate behalten können, während auf der zionistischen Liste (Allgemeine Zionisten und Revisionisten) 14, auf der Liste der Poale Zion 3, auf der des Misrachi t, der der Radikalen Zionisten 1 und auf der der Unpolitischen Zionisten 1 Kandidat gewählt wurde. Die zionistischen Parteien verfügen demnach Uber insgesamt 20 von 35 Mand a t e n. Das 36. Mandat ist noch strittig und dürfte nach der endgültigen Feststellung des Abstimmungsverhältnisses entweder der ״Union“ oder den Zionisten oder den Poale Zion zufallen. * Der zionistische Sie״ bei den Gemeindewahlen in Wien bedeutet einen Wendepunkt in der Geschichte der drittgrößten jüdischen Gemeinde Europas und ist damit vielleicht ein Symptom des im europäischen Judentum vorgegangenen Wandels. Zum erstenmal hat eine Großgemeinde eine klare zionistische Mehrheit, unabhängig von nichtzionistischen Koalierten, und wenn die einzelnen zionistischen Fraktionen, die bei den Wahlen getrennt marschiert sind, Zusammenhalten, so wird die neue Gemeindeführung eine gewaltige aufbauende Arbeit leisten können. Daß die Differenzierungen des Zionistenkongresses auch bei derartigen inner jüdischen Angelegenheiten in Erscheinung treten, kann nur den verwundern, der nicht weiß, daß zwischen Kongreßpolitik und landespolitischen, ja vielfach lokalen und persönlichen Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Zionismus ein enger Konnex besteht. Ohne uns in Wiener Verhältnisse einzumischen, können wir nur hoffen, daß in der Arbeit der Gemeinde innerzionistische Differenzen zurücktreten werden, um ln der. Stadt, ln der Herzl zum efster Maie die FSWöte der ״Eroberung Gemeinden" aUsgäb/'tt'feifen, daß bei einer zionistischen Führung auch die gesamtjüdischen Auf- -gaben in besseren Händen sind. Es ist freilich zu bedauern, daß dieser zionistische Sieg gerade in eine Zeit fällt, wo infolge der wirtschaftlichen Depression, die in Wien besonders stark fühlbar ist, die Möglichkeiten großzügiger Gemeindearbeit beschränkt sind. Trotzdem kann zweifellos auch in dem gegebenen Rahmen, insbesondere auf sozialem und pädagogischem Gebiet Wichtiges geleistet werden. Für heute begnügen wir uns damit, unsere Wiener Freunde zu ihrem Erfolg herzlich zu beglückwünschen. Goebbels bearbeitet das Ausland Trotz vieler Erfahrungen wissen die Nazis noch nicht, daß ihr Antisemitismus ein spezifisch deutsches Gewächs ist. Immer wieder suchen sie im Ausland Verständnis dafür zu wecken. Gerade nachdem erst kürzlich der ״Jewish Chronick“ (worüber die ״Jüdische Rundschau“ berichtet hat) die englische Oeffent- Uchkeit mit der Physiognomie der Natis bekanntgemächt hat, kam jetzt Dr. Goebbels selbst zu lf fe,• * יי et;־ ־ tondoner ״Daily Express“ einen grc. n > _ *־ ׳ , f on the Jews“ (Unser Krieg gegen die Juden) veröffentlicute, worin die ganze judenhetzerische Demagogie mit allen ihren Argumenten aufmarschierte. Die Redaktion der Zeitung distanziert sich von dem Artikel und bringt am nächsten Tage einen Gegenartikel, worin die Argumente von Goebbels zurückgewiesen und entschieden von jedem Antisemitismus abgerückt wird. Goebbels hat dem Judentum insofern einen Dienst erwiesen, als englische Leser, die es früher nicht glauben wollten, nun aus autoritativer Quelle vernommen haben, wes Geistes der Nationalsozialismus ist. jr ■mm *4* In aller Kurze Die neue Regierung Am Vorabend der Ernennung des Generals von Schleieher zum Reichskanzler schrieb Dr. Goebbels einen Artikel unter der Uebcrschrift: ״Die Juden atmen auf“. Das also ist für ihn die Hauptsache. Auf diese Weise versucht die nationalsozialistische Propaganda, jede Regierung, deren Führer nicht Hitler heißt, von vornherein zu diffamieren, indem man sie als den Juden erwünscht, und das heißt nach dem vom Nationalsozialismus den deutschen Köpfen eingehämmerten primitiven Schema: den nationalen Interessen des deutschen Volkes abträglich, bezeichnet. Wie verkehrt es ist, im vorliegenden Fall, wenn der Chef der Armee an die Spitze der Regierung tritt, von so etwas wie einer Juden-Regierung zu munkeln, wird aber hoffentlich auch sonst unklaren Köpfen eingchcn. Die Vorgänge, die zur Bildung dieser Regierung gefühlt haben, und die Aufgaben, die sie sich stellt, betreffen das Gesamtschicksal des deutschen Volkes in überaus kritischer Zeit und haben mit jüdischen Dingen nicht das geringste zu tun. Gewiß dachte niemand der Verantwortlichen dabei an die Juden. Nur für Goebbels und die Seinen ist der erste Gedanke der an die Juden. Das deutsche Judentum hat freilich in den letzten Jahren schwere Prüfungen durcfigemacht, und wenn das abermalige Mißlingen einer Kanzlerkandidatur Hitlers in jüdischen Kreisen Erleichterung hervorgerufen hat, so beweist dies nur, wie weit wir bereits gekommen sind, daß die Abwendüng eines Zustandes, den man als direkte Bedrohung der deutschen Juden auffaßt, bereits eine Art Optimismus hervorzurafen vermag. Das Programm des neuen Reichskanzlers besteht, wie allgemein bekannt, darin, die zum Bürgerkrieg treibenden radikalen Parteien wieder ״in den Staat einzubauen“. Interessant ist dabei, daß ein dem Reichskanzler nahestehender Publizist, Hans Zehrer, sowohl in der Zeitschrift ״Die Tat“ als auch in der ״Täglichen Rundschau“ davor warnt! diese webter■ t•-,י,׳!׳ י Folge solchen Verhaltens eine größere Radikalisierung der Unken wäre; der Kommunismus könne, meint Zehrer, in Deutschland die Stärke erreichen, die jetzt der National- Sozialismus hat. Als die von links für eine Kooperation in Betracht kommende Gruppe werden freilich nicht die Kommunisten, sondern die Gewerkschaften betrachtet. Es ist nicht unsere Aufgabe, über die Durchführbarkeit dieser Pläne Prognosen aufzustellen. Die Persönlichkeit des Reichskanzlers, der einerseits der ״rote General“ genannt wurde, andererseits engste Fühlung zu den Nazis hatte, ist heute noch vielfach von Geheimnissen und Gerüchten umwoben. Woran aber kaum ein Zweifel bestehen kann, ist sein Wunsch, den Nationalsozialismus doch noch für sich zu gewinnen, und in diesfim ZusaÄpe^haigre, tauchen auch die Gerüchte, Hitler werde• Minisllliaihudewt■ ־ in Preußen und zugleich Vizekanzler im Reich werden, immer von neuem auf. Schleieher, der von allen Seiten — auch von liberaler Seite — so sehr gewarnt wird, nicht wie Papen sich von allen Volkskräften zu lösen, wird den Versuch des Zusammenhangs mit dem Volk sicher im nachdrücklichsten dort machen, wo die größte deutsche Volksbewegung steht. Es wäre also falsch zu wähnen, daß der Nationalsozialismus jetzt endgültig aus der Machtsphäre ausgeschaltet ist. Man muß ab warten, ob die NSDAP._ in der von ihr angekündigten Politik des Kampfes gegen das Kabinett Schleicher unbedingt verharren wird. Wie immer aber sich die äußere Taktik in Zukunft gestalten mag: Im deutschen Volk vollziehen sich gewaltige geistige und sozialstrukturelle Veränderungen und diese Aendertingen werden allmählich auch ihren Ausdruck in der politischen Gestaltung finden. Ohne die Wichtigkeit dieser oder jener Wendung der politischen Tagesereignisse zu unterschätzen, sollten die deutschen Juden sich dessen bewußt sein, daß sie mit den realen Kräften des Lebens sich auseinanderzusetzen haben, und diese Kräfte wirken gegen die Juden, bedrohen die in der liberalen Aera von den Juden errungenen Positionen, negieren vor allem völlig die überkommene liberal-assimilatorische, den volksmäßigen Unterschied /.wischen Juden und Nichtjuden ignorierende jüdische Geisteshaltung. Niemand kann heute vorhersehen, was werden wird. Dem neuen Reichskanzler geht der Ruf eines ruhig abwiigenden, Gewaltakten und inneren Erschütterungen abholden Mannes vor-' aus. Wenn durch ihn eine Aera der inneren Beruhigung angebahnt wird, dann haben die Juden die Möglichkeit, auch das Problem ihrer Eingliederung in den Staat neu zu behaudein. Eine Besserung der Verhältnisse kann nur eintreten, wenn die Juden nicht Vogel-Strauß-Politik treiben, nicht tnelnen, daß jetzt alles wieder zu der guten aliep. zurückkehren werde, §pn4«rt4«fc sehfi!) Irak h»uß die Erkenntnis sein, daß der Jude rBUf\ Jude Anerkennung finden kann, und daß daher eine, kung der geistigen, seelischen, sittlichen Positron des ji tums vor allem anderen nottut. Nur ein Judentum, dass slA dem Einfluß der geringschätzigen Maßstäbe der Umwelt enf* zieht und seinen eigenen Wert bejaht, kann auch nach außen als selbstbewußter Faktor hervortreten, kann sich Respekt erzwingen und wird dort, wo es sich nicht durchzusetzen vermag, die Kraft haben, Unrecht mit Würde zu tragen; Darum spielt auch bei der Beurteilung der Stellung der Juden in Deutschland der Ausblick auf das gesamtjüdische, die Zukunft des Judentums sichernde Palästinawerk eine Rolle. Die deutsche Judenfrage ist ein Teil der Weltjudenfrage. Nur in dieser Einsicht können wir als Juden uns behaupten, wenn, wir nicht über kurz oder lang schwere Enttäuschungen er* leben wollen. Vf*l* Juden verletzt Die Vorkommnisse in Polen Ausschreitungen in Lemberg, Warschau, Wilna, Krakau, Czenstochau, Posen Die Uebergabe des bisher von der Jewish Agency verwalteten und kontrollierten Netzes der hebräischen Schulen in Palästina an den Waad Leumi wurde am 2.'Dez. formell vollzogen. Laut dem zwischen der Jewish Agency und dem Waad Leumi getroffenen Abkommen steuert die Jewish Agency zu dem Schulbudget jährlich 40 00Q Pfund bei, während der Waad Leumi die Verantwortung für das gesamte Budget übernimmt. Verwaltung und Kontrolle des Schulnetzes unterstehen allein dem Waad Leumi. High Commissioner Wauchope stattete dem Hause des Keren Kajemeth in Jerusalem einen einstündigen Besuch ab, besichtigte die Bände des Goldenen Buches und das Herzl- Zimmer und gab seiner Bewunderung für das Werk des Keren Kajemeth Ausdruck. Ussischkin überreichte ihm ein Album mit Bildern aus der Keren Kajemeth-Arbeit. Am 28. November begaben sich aus Warschau 280 Juden nach Palästina, unter ihnen zehn Agudisten im Besitze von Einwanderungszertifikaten, die von der. Regierung speziell der Agudah zur Verfügung gestellt wurden. - Das Zentralkomitee der Allgemeinen Zionisten Palästinas faßte eine Resolution, in der die sofortige Einberufung der Assefath Hanivvcharim und des Aktions-Comites gefordert wird, um die Gefahr der Schaffung einer Gesetzgebenden Kör-!.erschaff in Palästina abzuwenden. Isaac Ben Amram, der Hohepriester der Samarltan er, der in der nächsten Nähe von Nablus, am Fuße des Berges Gerizin ansässigen, etwa über 200 Seelen zählenden Sekte, ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Der Beisetzung in Nablus wohnten J. Ben Zwi als Vertreter des Waad Leumi und Dr, Josef Lurie als Vertreter der Jewish Agency bei. Die jüdischen und auch die polnischen Zeitungen legen sich in ihren Mitteilungen über die neue antisemitische Unruhewelle in Polen äußerste Zurückhaltung auf. Meist werden nur die Nachrichten der offiziellen polnischen Telegraphen - Agentur (P. A. T.) reproduziert. Wenn selbst nach den Berichten dieser amtlichen Agentur, die sonst zu Beschwichtigungen neigt, die Vorkommnisse als sehr schwerwiegend erscheinen, kann man sich vorstellen, welches Martyrium die Juden in Polen durchmachen. Ueber die Vorfälle in Czenstochau sind bisher fast nur P. A.T.- Mitteilungen veröffentlicht worden. Diese lauten: An einigen Punkten der Stadt Czenstochau fanden antijüdische Exzesse statt. Viele Juden wurden ernstlieh verletzt. Ein gewisser Elieser Friedmann wurde in besorgniserregendem Zustand in das Hospital gebracht. Am Abend wiederholten sich die antisemitischen Exzesse und nahmen einen Immer größeren Umfang an. An vielen jüdischen Läden wurden die Fensterscheiben ausgeschlagen, viele Juden wurden v e r 1 e*tzt. Drei Juden erhielten schwere Verletzungen, zwei durch Messerstiche, einer durch einen Steinwurf. Die Polizei verhaftete zwanzig Personen. Alle Straßenpassanten, die ein semitisches Aussehen' hatten, wurden mißhandelt. Aus Posen meldet P. A.T.: Am Mittwoch fand in der Kirche in der Nähe des Akademikerheims ein Trauergottesdienst für den in Lemberg ermordeten Studenten Grotkovski statt. Hernach formierte sich ein Zug von zweitausend Studenten, der durch die Stadt marschierte und anti - jüdische Losungen ausgab. Die Ruhe wurde nicht gestört, die Demonstration löste sich auf. Aus Krakau meldet P. A. T.: Bei einer antisemitischen Studentendemonstration am Abend des 29. November wurden an jüdischen Geschäften die Fensterscheiben ausge* schlagen. Die Polizei verhinderte Demonstranten, vor das jüdische Akademikerheim zu ziehen. Am 30. November versuchten Studentengruppen, Schlägereien mit jüdischen Stadeuten zu provozieren. Im anatomischen Institut überfielen Nationaldemokraten jüdische Hörer und verletzten einige von ihnen. Aus Wilna meldet P. A.T., daß nach dem Kolleg von Professor Bosowski in der Universität einer der Studenten die Zuhörer aufforderte, durch Aufstehen von den Sitzen das Andenken des in Lemberg ermordeten Grotkowski zu ehren. Bevor der Redner noch seine Ansprache beendete, kam es zu einer Schlägerei, bei der einige jüdische und christliche Hörer verletzt wurden. Die Tumulte setzten sich außerhalb der Universität fort. Die Polizei schaffte Ruhe. Privat wird aus Wilna mitgeteilt, daß bei den Schlägereien in der Universität drei jüdische Studenten schwer, viele andere jüdische Studenten leicht verletzt wurden. Der Rektor riet den jüdischen Hörem, vorläufig das anatomische Institut zu meiden. Den Vorlesungen im juridischen Seminar wohnten bloß sechs jüdische Studenten bei, die von ihren christlichen Kollegen schwer bedroht wurden und nur dadurch gerettet werden konnten, daß man sie durch eine Hintertür ins Freie ließ. Fast an allen Warschauer Hochschulen fanden am Mittwoch, dem 30. November, antisemitische Exzesse statt. ln der Universität hielten die Nationaldemokraten eine Massenversammlung ab, in der die Losung ausgegeben

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