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Jüdische Rundschau · 1932-11-08 · Heft 89 (8.11.1932) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 89 (8.11.1932)
Date
1932-11-08
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Reform des Qcsdiichlsnntcrridhts in Palästina (*fr Einzelnummer 0£5 Goldmark JÜDISCHE RUNDSCHAU Erscheint jeden Dienstag «.Freitag. Bezugspreis bei der Expedition monatlich 2,— Goldmark, vierteljährlich 5,75 Goldmark. Auslandsabonnements werden in d«r Währung der Linder bered«}«{. Anzeigenpreis: ft geap. NonptreiUezeilg 0,50 G.-M. Steüengewjche 0,25 G.־M. Redaktion, Verlag und Anzeigen -Verwaltung: Jüdische RundschauG.m.b.H., Berlin W15, Meinekestr.l0. Telefon: J 1 Bismarck 716570־. AnMif.11.dJai: Di a n• 1 a g aaJFr.it■( aaahaai tt *g. 4 Uhr RedaktionsschluÄ Sonntag und Mittwoch nachmittag. Postscheck •Konten: Berlin 17392, Basel V 9355, Belgrad 680 32, Brüssel 39433 Budapest 59693, Danzig 1973, Haag 140470, Prag 59410, Riga 4155. Strawahurs 16430, Warschau 190708, Wien 156 030 Bank-Konten: Dresdener Bank, Depositen - Kasse Berlin, Kurfürstendamm 52; Rumänisch« Kreditbank, Cernauti (Rumänien); Anglo Palsstine Co, m Haifa, Jeniaalem, Tel -Aviv. ם׳ מרחשרן תרצ״ג | xxxm Jahrg. Dar Zionismus erstrebt für das Jüdisch# Volk dlo Schaffung olner öffantllch - rachtilch geslcharten Heimstatt• In Palästina. ״Basalar Programm.״ Was nun? Lady Erleigh in Berlin ln dieser Woche begrüßt das Berliner Judentum als Gast eine jüdische Persönlichkeit ganz besonderer Art. Lady E r 1 e i g h, die Tochter Lord Melchetts und Schwiegertochter Lord Readings, gehört der obersten Schicht des englischen Judentums an. Ihr Vater und Ihr Schwiegervater haben beide höchste Staatsämter bekleidet und waren wiederholt Mitglieder englischer Regierungen, zugleich stolze und selbstbewußte Juden, die sich mit ihrer ganzen Persönlichkeit für Ihre jüdische Gemeinschaft einsetzten. Lady Erleigh selbst ist eine Frau von ungewöhnlichem Charme, lebhaftem Interesse an allen sozialen und politischen Angelegenheiten, dabei eine hinreißende Rednerin. Sie ist eine glühende Anhängerin der Idee der jüdischen Wiedergeburt und des Jüdischen Nationalheims in Palästina. Bekanntlich hat sie von ihrem Vater ausgedehnte Besitzungen in Palästina geerbt und war auch wiederholt Im Lande, zuletzt im vergangenen Frühjahr. Den Veranstaltungen, bei denen Lady Erleigh spricht, wendet sich in Berlin begreiflicherweis׳' lebhaftes Interesse zu. Das Berliner Judentum und vor allem die Berliner Zionisten heißen diese prominente Mitkämpferin herzlich willkommen. Lady Erleigh spricht auf dem Empfangsabend der Jewish Agency am Donnerstag, dem 10. November, abends 8>,4 Uhr, im Marmorsaai des Zoo. Es wird dringend empfohlen, Kartenbestellungen unverzüglich schriftlich oder telephonisch beim Sekretariat der Jewish Agency, Meinekesfr. 10, Telephon Bismarck 7165, aufzugeben. (Kaffee- oder Teegedeck 2,'30 M. einschl. Garderobe.) Den Vorsitz in der Veranstaltung, zu der auch Herr Prof. Einstein sein Erscheinen zugesagt hat, wird Herr Direktor Oscar Wassermann führen. Weitere Ansprachen: Rabb. Dr. Baeck, Frau Jenny Blumenfeld, Dr. Arthur Hantke, Dr. Hermann LeleWer, Rabb. Dr. Joachim Prinz. Das ״Berliner Tageblatt“ brachte in seiner Sonntagausgabe ein Bild der Lady Erleigh nebst einer kurzen zusammenfassenden Biographie, in welcher besonders ihre sozjale Tätigkeit $m Dienste der Jöaderiürsotge in England her*. vorgehoben wird. Der Halfonr-Tag in Palästina J e rus a Mftn , 2. November. (J. T. A.) Nachdem die Exekutive des Arabischen Jugendverbandes für den 2. November den arabischen Generalstreik proklamiert hatte, hat sich die Arabische Exekutive in den letzten Tagen dieser Parole angeschlossen. Zentrum der Generalstreikbewegung sollte die rein arabische Stadt Nablus sein, die Araber der Nablus benachbarten Dörfer wurden ersucht, nach Nablus zu kommen, um sich dem dortigen Demonstrationszug anzuschließen. Die Palästina- Regierung hat umfangreiche Vorsichtsmaßregeln getroffen, um jeden Versuch, Unruhen hervorzurufen, iin Keime zu ersticken. Der Polizeikommissar des Nablus-Distrikts erklärte dem Bürgermeister von Nablus, daß er ihn persönlich für die Aufrechterhaltung der Ordnung verantwortlich mache. Der Tag verlief im ganzen Lande ruhig. Die palästinensische Presse ist sich darin einig, daß der Streik ein Fehlschlag wie noch nie bisher war. In Jerusalem war keine Spur von einem Streik zu merken, auch in Jaffa und in Haifa waren die arabischen Läden den ganzen Tag geöffnet. Nur in N a b I u s und in D s c 11 e n i n waren die Läden geschlossen. Dort und in einigen anderen Städten wurden Ver- Sammlungen abgehalten und Resolutionen angenommen, in denen die Schaffung einer palästinensischen Verfassung, vollständige Einstellung der jüdischen Einwanderung und ein Verbot des Bodenverkaufs an Juden gefordert werden. Die Resolutionen sollen dem High Commissioner übermittelt werden. Die. jüdische Bevölkerung in Jerusalem und in Tel-Awiw feierte den Balfour-Tag durch Beflaggen der Häuser mit englischen und zionistischen Fahnen. In Tel-Awiw׳ wurde zur Erinnerung an die Verkündung der Balfour-Deklaration eine Massenkundgebung abgehalten, in der Bürgermeister Dfzengoff und das Mitglied der Exekutive der Jewish Agency, Emamie! Neu man, Ansprachen hielten. ln aller Kurze S o k 0 I 0 w, und Dr. Brodetsky besuchten am 2. November in London den High Commissioner Sir Arthur Wauchope vor dessen Abreise nach Genf. Am 3. November besuchten Sokolow und Brodetsky den Kolonienminister Cunliffe-Lister. Die diesjährige Aktion des englischen Keren Haj e s s o d wurde am 3. November in London mit einer von Lord Melchett geleiteten Kundgebung eröffnet. Redner des Abends waren Sokolow, d’Awigdor Goldsmid, Brodetsky, der Londoner Ratsherr Davis u. a. m. Der Pro Palästina-Bund ungarischer Juden hielt unter dem Vorsitze des Universitätsprofessors Dr. Ignatz Pfeifer seine ordentliche Jahresgeneralversammlung ab. Nach der Eröffnungsansprache des Präsidenten hielt Dr. Otto Abeies einen Vortrag über die palästinensische Tätigkeit der Jewish Agency. Nach den Referaten des Oberregierungsrates Dr. Ignatz Friedmann, des Redakteurs Dr. Josef Patai und Dr. Nison Kahans unterbreitete Professor Julius Donath den Bibliotheksbericht der Universität Jerusalem. Das bisherige Präsidium wurde durch Akklamation wiedergewählt. Dieser Tage starb in Kairo der größte lebende arabische Dichter Achmed Schauki Bey, der für eine ״Renaissance“ des Arabertums im kulturellen und auch politischen Sinn wirkte. Das wichtigste Ergebnis der letzten Reichstagswahlen vom jüdischen Standpunkt ist wohl die Tatsache, daß eine Alleinherrschaft der nationalsozialistischen Partei im Deutschen Reiche endgültig ausgeschloss e n erscheint. Man muß sich erinnern, daß noch vor drei Monaten, bei den Wahlen vom 31. Juli, die Nationalsozialisten die Erreichung der Mehrheit als ein mögliches Ziel aufgestellt haben, wenn sie auch selbst vielleicht nicht daran glaubten. Da die Erlangung der Macht durch Gewalt ihnen versperrt war, mußten sie sich auf den Weg des parlamentarischen Kampfes begeben, und berauscht von den stetig steigenden Wahlziffern der letzten zwei Jahre, glaubten sie, unmittelbar vor ihrem Ziele zu stehen. Es kam der Umschwung vom 13. August, die Zurückweisung von Hitler3 Anspruch, Reichskanzler zu werden, und am 6. Novamher haben die Nationalsozialisten zum ersten Male seit zwei Jahren einen Rückgang zu verzeichnen. Die Bedeutung dieser Tatsache liegt weniger auf parlamentstechnischem Gebiet als auf psychologischem. Die Hoffnung, durch Wahlen die Mehrheit im Parlament und damit die verfassungsmäßige Voraussetzung für die angestrebte Alleinherrschaft der Paif.ei zu erlangen, ist geschwunden. An eine putschistisehe Machtergreifung ist aber im Augenblick wohl weniger zu denken als je. Damit ist eine neue Konstellation entstanden, mit der die Nazis werden rechnen müssen, auch wenn sie heute noch die alte Parole der unbedingten Maeliteroberung ausgeben. Im übrigen sind die Wahleh ungefähr so ausgefallen, wie man es fast allgemein vermutet hatte. Manche erwarteten einen stärkeren Erfolg der Kommunisten und der Deutschnationalen. Die Sozialdemokraten und das Zentrum stehen — mit kleinen Verlusten — unerschüttert. Das offen proklamicrte Hauptziel der Regierung Papen, eine als Regierungsbasis in Betracht kommende Koalition zwischen Nazis und Zentrum umnOglitlt zu mackten, wurde nur unvollkommen erreicht, da die^jJpiiMÄi Parteien auch im neuen Reichstag durch Heranziehung der kleinen Splitterparteien die Möglichkeit einer Mehrheitsbildung haben, ohne auf die Deutschnationalen angewiesen zu sein. Zweifellos wird abe* in den nächsten Tagen neuerlich der Versuch gemacht werden, die Nationalsozialisten zur Teilnahme an einer sog. Präsidialregierung zu veranlassen, wobei sie den am 13. August abgewiesenen Anspruch auf die Führung im Kabinett zurückstellen müßten. Ob dies gelingen wird, läßt sich noch nicht sagen. Die Gegnerschaft gegen das Kabinett Papen ist in den Kreisen der Nazis und beim Zentrum zu einer Erbitterung gediehen, die ein Einlenken erschwert. Die Aeußerungen der deutsch nationalen und Regierungspresse unmittelbar nach der Wahl lassen erkennen, daß man den Nazis die Hand zur Versöhnung entgegenstrecken will. Die ״D. A. Z.“ schreibt: ״Jedenfalls scheint uns die Zeit gekommen, um die Regierungsbeteiligung der Nationalsozialisten nun endlich und endgültig durchzufilhren und ihnen den ihrer Stärke entsprechenden Einfluß zu gewähren. Das Kriegsbeil zwischen der nationalsozialistischen Bewegung einerseits und der Regierung und den Deutschnationalen andererseits muß auf alle Fälle alsbald begraben werden, damit die nationale Regierung arbeiten kann, die, vom Vertrauen des Volkes getragen, die drängenden Aufgaben der Gegenwart zu meistern vermag.“ Die Sitzung der Mandatskommission Genf, 6. November. (J.T. A.) Am 3. November vormittags wurde die XXII. Session der Mandatskommission des Völkerbundes eröffnet. Die Behandlung des Palästina- Mandats ist für den 10. November eventl. auch 11. November vorgesehen. Die britische Regierung wird bei den Verhandlungen durch den High Commissioner Sir Arthur Wauchope, durch H. F. Downie vom Colonial Office und S. Moody vom Palästina-Sekretariat vertreten sein. Auf der Tagesordnung der jetzigen Session figuriert auch eine größere Anzahl von Petitionen, die sich auf die Lage in Palästina beziehen. Es sind dies die folgenden Petitionen: 1. Memorandum der Jewish Agency vom 12. Septernber 1932, das, ähnlich den in den früheren Jahren der Kommission vorgefegten Memoranden, einen Ueberblick über die Entwicklung Palästinas im Jahre 1931 gibt. 2. Eine Petition des Waad Leumi, datiert Juni 1931, gegen den Simpson-Bericht (Berichterstatter: der Japaner Sakenobe), 3. Drei Petitionen der Zentrale der Agudas Jisroel: a) eine vom 28. Juni 1931, in der gewisse Bemerkungen zur ״Palestine (Waiiing Wall) Order in Council“ (Klagemauer- Verordnung) gemacht werden (Berichterstatter: Palacios); b) eine zweite Petition vom 3. November 1931, in der Protest erhoben wird gegen einige Stellen im jährlichen Berichte der britischen Regierung über die Verwaltung Palästinas für 1930, Stellen, die sich auf die Wahlen zur Assefat Haniwcharim beziehen; c) eine dritte Petition vom 30. Juli 1931 über die Lage und die Rechte der Agudas Israel in bezug auf das Knesset-fsraebGesetz (Berichterstatter der Aguda-Petitionen ist der Deutsche Dr. Ruppel). 4. Eine Peiidon der Arabischen Liberalen Part e i vom 10. September 1931 gegen die Entscheidung der Klagemauer-Kommission (Berichterstatter: Palacios 1. Die Hugeribcrg-Prcsse stellt fest, daß die Rückgänge der Nazi-Stimmen durch die Gewinne der Deutsehnationalen aufgewogen werden, und daß demnach die ״Harzburger Front“ der nationalen Parteien nicht: geschwächt ist. Map merkt in den deutschnationalen Wahlbotraehtungen ein deutliehes Werben um die Nazis, gleichzeitig wird aber unverblümt vor Gewaltst reichen gewarnt, die sich aus einer etwaigen infolge des Wahlmißerfolges ©ntstellenden Radikalisierung der Hitler-Partei ergeben könnten. Die ganze letzte Periode der deutschen Politik stand im Zeichen des scharfen Kampfes der Nationalsozialisten gegen die Regierung Papen, die ihrerseits zwar oft zu Gegenhieben gezwungen war, aller nie den Weg zur Wiederanknüpfung der Beziehungen völlig versperrte. Die Frage, ob auch nach dem 6. November dieser Kampf weitergehen' wird, ob Hitler durch Verbindung mit parlamentarischen Bundesgenossen eine Gegenregierung zu schaffen versuchen wird, oder ober, ob der von der ״D. A. Z.“ herbeigewünschte׳ ״große nationale Block“ zur Unterstützung einer umgebildeten Präsidialrcgierung zustande kommen wird, läßt sich, heute noch nicht vorhersehen. Hitler weist in seinem Manifest jeden Gedanken an Verhandlungen und Kompromiß scharf zurück und hofft auf eine günstigere Stunde durch die sich verschärfende Not der Massen und Bolschewistenfurcht. Ob dieses erste Wort auch das letzte Wort ist oder nicht, man kann annehmen, daß der Einfluß der Nationalsozialisten und die Rücksicht auf sie in Zukunft eher größer werden wird als geringer. Denn gerado bei der gegenwärtigen Parteien-Konstellalion werden auch die Deutschnationalen wieder nachdrücklich bestrebt sein, erkennen zu lassen, daß sie an nationalem Elan und völkisehen! Empfinden hinter den Nazis nicht zurückstehen. ״Nalionaler“ Geist bedeutet aber im heutigen Deutschland leider *msK Dogn» «ad di» ׳i#rt* Setzung einer aktiven judenfeindlichen Politik. Der Stimmenverlust der Nazis ist jedenfalls auf ganz an» dere Gründe zurückzuführen, als auf eine Ablehnung des Antisemitismus seitens der Wähler. Das deutsche Judentum muß der Tatsache ins Auge sehen, daß, wie immer sich die künftigen Regierungsverhältnisse gestalten werden, dig völkische, judenfeindliche Strömung im deutschen Volke maß» gebend bleiben wird. Wenn wir auch hoffen, daß der; kommende Winter ohne Wirren vorbeigeht, und wenn wir auch überzeugt sind, daß eine offizielle Antastung der gesetzlichen Gleichberechtigung der deutschen Juden in einem europäischen Kulturstaat unmöglich ist, werden wir doch mit fortgesetzten Zurücksetzungen, mit Ehrenkränkungen und Einengung unserer Existenzgrundlage rechnen müssen. Demgegenüber hat das deutsche Judentum die Pflicht, sich in besonders hohem Maße auf sich selbst: zu besinnen und ffir sich seihst einzutreten. Ein stolzes aufrechtes Bekenntnis zum Judentum wird immer auch in Deutschland die beste jüdische Politik sein. Nur durch entschlossen« Selbst- Hilfe und durch positive Arbeit am Aufbau der eigenen Gemeinschaft und an der Stärkung des eigenen Selbstbewußtseins kann das deutsche Judentum aus seiner demütigenden Lage wieder herausgeführt werden. Das W e - senlliche, das wir zu tun haben, bleibt von den Schwankungen der Politik unberührt. 5. Eine Petition des Kongresses der arabischen Frauen über die Lage der arabischen Bevölkerung in Palästina und ifire Beziehungen zu der Administration (Berichterstatter: Rappard). 6. Eine Petition von Hans von Bassewitz wegen des gegen ihn in Amman begangenen Attentats (Berichterstatter: Sakenobe). Die Kommission wählte für das künftige Jahr als Präsideuten wieder den Italiener Marquis Theodoli und als Vizepräsidenten den Holländer Van Rees. Der Völkerbundsrat hat in seiner letzten Sitzung für das nächste Jahr als ständigen Berichterstatter in den Mandatsfragen den Vertreter der Tscheclioslo wakei gewählt, nachdem der Vertreter Jugoslawiens, der in den letzten drei Jahren Mandatsberichterstatter war, in diesem Jahre aus dem Rate ausgeschieden ist. Das Memorandum der Jewish Agency Das der Mandatskommission zu ihrer diesjährigen Sitzung von der Jewish Agency vorgelegte Memorandum gibt einen umfassenden Bericht über die Fortschritte des Jüdischen Nationailieims im abgelaufenen Jahre. Der erste Teil des Memorandums enthält Angaben über Bevölkerungszahl, Einwanderungsbewegung und Arbeitslage in Palästina. Zuerst werden die Ergebnisse der letzten Volks- Zahlung besprochen und kommentiert, dann folgt eine Dar- Stellung der E i 11 w a n d e r u n g s z i f f e rn. 1931 wurden •1075 Juden als Einwanderer registriert. Die jüdische Auswanderung im Jahre 1931 war die niedrigste bisher und betraf 666 Personen. Die Nettoeinwanderung von Juden betrug 3109 i. J. 1931 gegen 3263 i. J. 1930 und 3503 i. J. 1920. Bemerkenswert ist eine Steigerung der Einwanderung aus den Vereinigten Staaten und England, ferner ein Steigen der Zahl der Einwande-er mit eigenen Mitteln, jQet Ar beit smarte* zeigte

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