Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXXVII (1932)
- Issue
- Heft 72 (9.9.1932)
- Date
- 1932-09-09
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 72, 9. IX. 1932 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 349 Berliner Kniender Zionistische Kundgebung. Sonnabend, den 17. September, abends 8»/j Uhr, im Lenrer-Vereinshau», Alezanderplatz: Arbeit — Boden — Sprache: Zionistische Kundgebung rum Beginn des Arbeitsjahres 6693, das in Berlin eröffnet wird durch die 1. hebrSische Jugendtagung in Deutschland am 18. September, die Landeskonferenz des Hechaluz am 19. September, die 2. Berliner Zionistiaehe Stadtkonferenr am 25. September, die 81. Neujahrsaktion des Keren Ksiemeth ab 18. September. Programm: 1. Hebräischer Sprechchor des Brith HaoUm; 2. ״Arbeit — Boden — Sprache", Nachum L e w i n (hehr.); 8. Begrüßungen, — 4. ״Unsere zionistische Aufgabe", Dr. Nahum Gold mann; 5. Mul Hajeschlmon (Angesichts der Wüste) (Hebr. Szene von D. Sehlensky), Hebräischer Sprach- und Bewegungschor (Leitung Dania Lew»!»- Tel-Awjwl; 0. Palästinensische Volkslieder. Unkostenbeitrsg 80 Pf., Jugendliche 10 Pf. Erwerbslose mit Ausweis frei. Zweite Berliner zionistische Stadtkonfereng Sonntag, den 25. September, im Logenhaus, Kleiststr. 10. Tagesordnung: 1. Referat Ör. Wörner Bloch; ״Von der ersten zur zweiten zionistischen Stadtkonferenr."; 2. Referat des Vorsitzenden der Z. V. f. D. Kurt Blumenfeld (Thema wird noch bekanntgegeben); 8. Generaldebatte; 4. nachm. Dr. Elias Auerbach: ״Palästina von heut» in unserer zionistischen Arbeit." Gruppe Hackescher Markt/Schönhauser Tor der B. Z. V. Donnerstag, den 15. September, abends 8'/» Uhr, in der Jüdischen Gemeinde, Rosenstr. 2/4, Bericht über den 24. Del^giertentag der Z. V. f. D., Referenten: Dr. Werner Bloch, Dr. Georg Lubinski. Snif Hechaluz. Sonnabend, den 10. September, 1/29 Uhr *beoda, S ie h a h im Heim dei Brith-Haolim (Auguztstr. 16) über ״Die Probleme der Weidath-Ilechaluz". Club Junger Zionisten. Dienstag, den 13. September, abend* */49 Uhr, Meinekcstr. 10: Bericht über den Delegiertentag. Am 18. September Rorch Haschanah-Aktion des Keren Kajemrth Lejisrael. Die Jugend sammelt, die Erwachsenen geben ihre Mosch Hiachanah-Spende. _________ Vermischtes Ertte hebrlitche Tagung der jüdbehen Jugend Deutsch- *Md». Der Rat für hebräische Arbeit unter der Jugend in Berlin hat gemeinsam mit den Leitungen der Bünde: Brith- Haolim, Maccabi-Hazair, Haschomer-Hazair, Esra, Zeire Misrachi, Zist, Kadimah, K. J. V., beschlossen, die hebräische •Tagung der jüdischen Jugend Deutschlands für den 17. September einzuberufen. Programm: 17. September, 8y» Uhr, Eröffnung, Lehrervereinshaus, Alexanderplatz. 18. September, 9 Uhr, im Beth-Am, Kurfürstendamm 61, Referat ״Wege der hebräischen Jugend“ Max Zimels und zwei Korreferenten, anschließend Diskussion; 3 Uhr nachmittags: ״Wege der Organisierung der hebräischen Arbeit unter der Jugend Deutschlands“, Nachum Lewin; anschließend Diskussion, Be- Schlüsse, Wahlen. Schluß der Konferenz. Eine große zionistische Aktion. Der Aufruf der zionisti- Sehen Jugendverbände, den wir vor einer Woche veroffentlichten, hat einen außerordentlichen Widerhall gefunden. Die Parole ״Schafft Arbeitsplätze in Palästina für jüdische arbeitslose Jugend Deutschlaads“ ist mitten aus den Sorgen und Hoffnungen unserer Jugend herausgegriffen und tatsächlich ein wuchtiger Appell, der auch über die zionistischen Kreise hinaus gehört werden Öle bef wirklicher Mitarbeit aller Zionisten die geforderte Summe von 30 000 Mark bringen muß. — 56 Orte haben sofort Ihre Mitarbeit zugesagt. 25 000 Exemplare des neuen Taschenkalenders werden in diesen Tagen versandt. Das beliebte Büchlein ist diesmal besonders gut ausgestattet, der Umschlag ist eine verkleinerte Wiedergabe vom neuen Umschlag des 5. Bandes des Goldenen Buches. (Entwurf Ismar David, Bresiau, jetzt Jerusalem). Eine allgemein zionistische Propaganda, in deren Dienst sich die Aktion diesmal stellt, ist die neue Herausgabe von Pinskers ״Autoemanzipation“, deren 50jähriges Erscheinungsjubiläum in den September fällt. So aktuell dieses Büchlein 1882 für die russischen Juden war, so unvermindert gültig ist heute in Diagnose und Therapie die klassische Schrift des Arztes Pinsker für das deutsche Judentum. Jeder Zionist muß diese Broschüre, die nur 30 Pfennig kostet, wieder lesen und sie in seiner persönlichen Werbearbeit zum Weltergeben benutzen. Die Zeire Misrachi-Berün veranstaltet am Sonntag, dem 23. Oktober, ein großes Simchat-Thora-Fest zugunsten des Keren Kajemeth Lejisrael. Ort und Programm der Veranstaltung werden noch bekanntgegeben. — Im Interesse des KKL wird dringend gebeten. Sonntag, den 23. Oktober, von anderen Abendveranstaltungen freizuhalten. Brith Iwrith Olamit. Am 13. d. M. findet in den Räumen des Beth-Am Iwrith Berlin eine Plenarsitzung der Exekutive des Hebräischen Weltbundes (Brith Iwrith Olamit) mit Beteiligung vieler Mitglieder der Moazah und Vertreter der Landes- Organisationen statt. An der Konferenz werden auch das Mitflied der Exekutive der Zionistischen Weltorganisation, Prof. . Brodetsky, und der Bürgermeister von Tel-Awiw, M. Diezengoff teilnehmen. Die Tagesordnung enthält u. a. die Frage der Einberufung des ersten Hebräischen Kongresses. Ort und Zeitpunkt des Kongresses sollen auf dieser Konferenz festgelegt werden. Die Zentrale der ״Zeire Misrachi“ in Deutschland überinittelt uns nachstehende Resolution: ״Der ,Zeire Misrachi‘ für Deutschland erhebt Protest gegen die Behandlung des ,Hapoel Hamisrachi‘. der Organisation der gesetzestreuen Arbeiterschaft in Palästina, durch die Exekutive der Jewish Agency. Der XVH. Zionistenkongreß hatte beschlossen, Scheich Abreik, die einzige Siedlung des ,Hapoll Hamisrachi‘, die ihm trotz seines über zehnjährigen Bestehens, durch den Keren Kajemeth und Keren Hajessod ermöglicht wurde, erstmalig in das ordentliche Budget aufzunehmra und finanziell sicher! ustellen. Wir müssen feststellen, daß die Exekutive diesem Auttrage in keiner Weise nachgekommen ist und so heute die einzige Siedlung der gesetzestreuen Arbeiterschaft auf dem Boden des Keren Kaiemeth vor dem Zusammenbruch steht. Wir verlangen von der Exekutive, daß sie den Beschluß des Kongresses zur Durchführung bringt. Die gesetzestreue Jugend in der Zionistischen Organisation macht mit allem Nachdruck ihr Lebensrecht geltend und wird für dieses Recht zu kämpfen wissen. Der ,Zeire Misrachi‘ für Deutschland fordert alle aeutsehen Zionisten auf, den Kampf für die Existenzsicherung der gesetzestreuen Arbeiterschaft in Erez Israel mitzufübren.“ Brith-Hanoar schel Zeire-Misrachi, Berlin, im Anschluß an das Bundeslager hat die Berliner Grumje des ״Brith Hanoar“ ihre Arbeit neu aufgenommen. Die Gruppe besteht jetzt aus drei Zügen. In den letzten Wochen ist 1m Westen ein neuer Zug gegründet worden. Ihm gehören eine Reihe von Chawerim an, die bisher im Kadimah organisiert waren und seit dem letzten Bundestag keine Möglichkeit zur Arbeit für religiöse Menschen im Kadimah sehen. Der neue Zug wird entsprechend dem Erziehungsprogramm des B. H. seine Arbeit für unsere Devise: ״Thora waawodah“ in hündischer Form durchführen. Die Leitung des Zuges hat Jizchak Schwersenz, Berlin- Halensee, Seesener Str. 50. Anmeldungen sind an ihn zu richten. Die erste gemeinsame Veranstaltung aller drei Züge Ist das Gautreffen mit Brandenburg und Magdeburg in Brandenburg vom 9.—11. September. Das weitere Programm wird int Berliner Kalender der ״Jüdischen Rundschau“ bekanntgegeben. Achtung! Ausländer! Der Verband ostjüdischer Vereine teilt mit: Auf Grund der polizeilichen Bestimmungen muß jeder Ausländer im Besitze eines gültigen Passes sein. Ferner müssen, laut Ausländerrecht vom 1. Juli 1932, sämtliche ausländischen Staatsangehörige, auch diejenigen, .die vor dem Kriege einfereist sind, ihren Aufenthalt Im Paßbuche eingetragen haben. s liegt daher im eigenen Interesse, sowohl die Pässe als auch die Aufenthalte in Ordnung zu haben. Wegen Beratungen sowie Erledigungen In allen Fällen, wolle man sich an den Verband der ostjüdischen Vereine zu Berlin e. V., Rosenthaler Str. 49, wenden. Auch auswärtige Angelegenheiten werden prompt erledigt. Sprechstunden: »glich von 9—1 Uhr. - Gleichzeitig wird auf die juristische Beratungsstelle des Verbandes aufmerksam gemacht. In den Verbandsriumen, Rosenthaler Str. 49, werden zweimal wöchentlich, Montag und Donnerstag, von 19—20 Uhr. juristische Auskünfte und Beratungen seitens eines Berliner Anwaltes gebührenfrei erteilt. ״Der Bau des Jugend- und Sporthelmes am Keilberg wird eingestellt!?“ Vor einigen Tagen sagte mir ein Freund, daß dieses Gerücht von Chemnitzer Liberalen ausgestreut wird. Ich habe bisher noch nichts gewußt und habe am letzten Sonntag den Bau unseres Heimes besichtigt. Allen Zweiflern und Pessimisten zum Trotz will ich nun kurz mitteilen, daß das Dach vollkommen mit rotem Schiefer gedeckt ist und die oberen Stockwerke mit Hofe beschlagen sind. Das Holz und Fachwerk werden rot gestrichen mit blau abgesetzt, ebenso die Fensterrahmen. Die unteren Stockwerke sind vollkommen mit Zement geputzt und fast trocken, so daß das Heim weithin am Hofberg in seinen leuchtenden Farben sichtbar ist. Der Innenausbau hat sehr gute Fortschritte gemacht. Im Keller sind die Oefen für Kalt- und Warmwasser angebracht und der Kessel fest eingebaut, fn den oberen Etagen sind die Zentralheizungsleitung und die Heizkörper fertig montiert, ebenso die Wasserleitung für warmes Wasser. Die oberen drei Etagen haben auch schon den Innenputz, und überall sind die Fenster eingesetzt. Im Laufe dieser Woche wird die Installation wohl zu Ende gebracht werden, und die Dielung beginnt. Die größte Schwierigkeit besteht noch in der Fassung des Wassers. In dieser Woche beginnt die Auszementierung des Wasserbeckens und die Aufstellung der elektrischen Pumpe. Diese Aufstellung beweist wohl, daß der Bau sehr gut vorwärts schreitet und daß die Ausstreuung des Gerüchtes eine böswillige Verleumdung ist. Wir brauchen noch weitere finanzielle Unterstützung aller derer, die interessiert sind, daß das Heim für die jüdische Jugend in kurzer Zeit fertiggestellt wird. Wir brauchen in Deutschland aktive Mitglieder mit einem Jahresbeitrag von 12,50 RM. Die Vorrechte der aktiven Mitglieder werden darin bestehen, daß sie den Vorrang in der Vorbelegung der Betten haben, da besonders an Feiertagen und Sonnabenden ein großer Andrang zu erwarten sein wird. Der zweite Vorteil w׳ira eine Soße Preisermäßigung sein bei der Uebernachtung. Das dische Jugend- und Sportheim geht in einigen Wochen seiner Vollendung entgegen, wir hoffen, am 30. Oktober die Einweihung vorzunehmen. Helft alle mit, damit unser Werk gelingt. Dr. Holzer. Beufhen (O.-Schles.). Montag, den 19. September, abends 8y3 Uhr pünktlich, spricht im Kaiserhofsaal in Berthen, Bahnhofstraße. Rabbiner Dr. Simonsohn (Breslau) über ״Erlebtes und Erlauschtes aus Erez Israel“. Freie Aussprache. Zionistische Familie in Berlin sucht zuverlässige, erfahrene Erzieherin für neunjährige Tochter. Das vom Schulunterricht befreite Kind war bisher Schülerin der vierten Grundschulklasse der Jüdischen Schule, Klopstockstr., und soll auch den entsprechenden Unterricht erhalten. Angebote zur Weiterleitung erbeten unter A 3 an die Z.V.f.D., Berlin W 15, Meinekestraße 10. Frankfurt a. M. (Zionist. Schülergruppe.) Sonnabend, den 10. September, pünktlich 17V2 Uhr, wird die Vortragsreihe über die jüdischen Jugendbewegungen (Eschersheimer Landstraße 65, II. Stock, großer Saal) fortgesetzt, indem die Jugendbünde Brith Haolim (Bundesleiter Georg Pape, Berlin) und Brith Trumpeldor (Teitler) behandelt werden! Frankfurt a. M. Dieser Tage starb liier Frau Ida Rubinstein, die Witwe des vor 28 Jahren helmgegangenen Thoragelehrten Rabbi Elias Rubinstein. Die Verstorbene, die ebenso wie ihr Mann aus altem rabbinischem Hause stammte, genoß wegen Ihrer echt jüdischen Eigenschaften größtes Ansehen und Beliebtheit. Rabbi Rubinstein ist seinerzeit aus Wilna nach Frankfurt gekommen und hat für das Thorastudium und die Verbreitung altjüdischer Frömmigkeit Unvergeßliches geleistet. Gottesdienste. Freitag, den 9. September, abends: In den Synagogen mit altem Ritus, Syn. Köpenick und Altcrversorgungsanstalten: 6.45 Uhr; in den Synagogen mit neuem Ritus (außer Prinzregentenstr.) und Schmargendorf (Altersheim): 7 Uhr; Syn. Primregentenstr.: 7.15 Uhr. Predigten: Syn. Levetzowstr.: Dr. Lewkowitz; Syn. Friedenstempel: Dr. Prinz; Syn. Prinzregentenstr.: Dr. Wiener: Syn. Schmargendorf (Altersheim) Dr. Galliner. Syn. Lützowstr,: Ansprache des Rabbiners. — Sonnabend, den 10. September, morgens: Alte Synagoge, Syn. Pestalozzijtr.: 8.30 Uhr; andere Synagogen mit altem llitus und Altcrversorgungsanstalten: 9 Uhr; Frühgottesdienst: Syn. Rykestr. und Kottbuser Ufer-Ahawas Reim: 6.45 Uhr; Synagogen mit neuem Ritus: Frühgottesdienst (außer Syn. Friedcnstcrnpel) 7.30 Uhr, Hauptrittesdienat 10 Uhr; Syn. F riedonsleinpel: 9.30 Uhr; Syn. Köpenick: 45 Uhr; Syn. Schmargendorf (Altersheim) 10 Uhr. Predigten: Alto Synagoge: Dr. Freimann; Syn. Kaiserstr.: Dr. Cohn; Syn. Rykestr.: Dr. Freier; Syn. Pestalozzistr.: Dr. K, Levy; Syn. Kottkuter Ufer-Ahawa« Reim: Dr. Jakobovits; Neue Synagoge: Dr. Weyl; Syn. Lindenslr.: Dr. Blumenthal; Syn. Fasancnslr.: Dr. Salomonski, Schrifterklärung: Syn. Münchener Str.: Dr. A. Levy. Jugendgottesdienst: 12.20 Uhr: Syn. Lcvetzowslr,: Ansprache Dr.!;warsensky; 4 Uhr: Syn. Kottbuser Ufer-Ahawas Reim: Dr. Frankfurter; 4.80 Uhr: Syn. Münchener Str.: Dr. A. Levy. Sabbat- Ausgang: 7.19 Uhr. — Gottesdienst an den Wochentagen: abends in allen Synagogen: 6.30 Uhr; moVgens: Alte Synagoge, Syn. Kaiserstr. und Rykestr.: 6.80 Uhr; andere Synagogen mit altem Ritus und Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr. Gottesdienst des Beth Hamidrasch, Rosenthaler Str, 55, begründet vom Misrachi, Freitagabend und Sonnabend. Zeiten wie in den Gemeindesynagogen mit altem Ritus. Sonnabend, den 10. September, nachmittags 4*/a Uhr, Referat Herr Dr. J. Silber: ״Was ich in Palästina gesehen und gehört habe.“ Wir bitten um pünktliche» und zahlreiches Erscheinen. — Unser Gottesdienst findet auch an den Hohen Feiertagen statt. Für gute Vorbeter ist gesorgt. Wir bitten alle Zionisten au* dem Osten, an unserem Gottesdienst tailzunehmen. Karten Sonntag von 5—7 Uhr im Beth Hamidrisch und wochentags im Misraehi-Büro (Tel.: Norden 1159) erhältlich. Gottesdienst an den hohen Feiertagen in Berlin NW. Wie uns mitgeteilt wird, findet in der Flensburger Str. 14 ein Gottesdienst statt, dessen sämtliche Einkünfte zu wohltätigen Zwecken für hilfsbedürftige Personen bestimmt sind. Karten sind bei Herrn Stern, Flensburger Str. 22, b. Richter (Tel. C 9, Tiergarten 1095) zu haben. Der Gottesdienst der Berliner Zionistischen Vereinigung lind des Misrachi findet in diesem Jahr wieder in den Räumen der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Meinekestr. 10, statt. Karten zum Preise von 10, 5 und 3 M. im Büro der JB. Z. V״ Meinekestr, 10 (Bismarck 7165) erhältlich. m וrוו^^^ןJ1|^^^■ון]^ו■■a1וו 1 T AD II —M.!_.■ '• ■■ BAND ׳ 9 ■ummSf ־tihiiimwiw Makkabi-KongreB 1933. Der Makkabi-Weltkongreß findet vom 16.—17. April 1933 in Brünn in der Tschechoslowakei statt. Lady Erleigh ln Berlin. Ladv Erleigh, die Tochter des veritorbenen Förderers der Makkabi-Idee Lord Melchett, wird am 6. November einem Hallensportfest des Berliner Bar Koehba — Hakoah beiwohnen. Das Präsidium des Makkabi-Weltverbandes wird anläßlich ihrer Anwesenheit einen Empfang veranstalten. Lady Erleigh nahm an der Makkabiah in Tel-Awiw teil und bat des öfteren ihre Begeisterung über die Makkabi-Arbeit zum Ausdruck gebracht. Diezengoff in Berlin. Am 13. September wird der Bürgermeist(»• von Tel-Awiw, Diezengoff, für einen Tag Aufenthalt in Berlin nehmen und bei dieser Gelegenheit mit dem Präsidium de« Makkabi-Weltverbandcs Zusammentreffen, um die Organisierung der nächsten Makkabiah in Tel-Awiw zu besprechen. Deutscher Kreis Bar Kochba-Hakoah Berlin. B ei dem am vergangenen Sonntag stattgefundenen Sportfest des Berliner Sport-Club konnten die Leichtathleten nach längerer Pause einige Erfolge erringen. Wieder war es besonders der Jugendliche Schattmann, dem es in der 100-m- Entscheidung gelang, den 1. Platz in 11,5 Sek. mit 6 m Vorsprung vor seinem Gegner zu erringen. Rabinowitz belegte den 4. Platz in 12 Sek. In der 4 X 100-m-Slaffel wurden wir knapp vom S. G. G., der in bester Besetzung an trat, geschlagen. Nöck er konnte im. Dreikampf trotz schlechten Laufens durch einen guten Hochsprung von 1,70 m den dritten Platz belegen. Makkabi-Leichtathletikmeisterschaften in Leipzig. Zur ersten größeren Heerschau des deutschen Makkabi nach der Makkabiah treffen sich am 11. September 300 Leichtatheloten aus den Vereitlen Berlin, Hamburg, Leipzig, Memel, Kassel, Halle, Chemnitz, München, Frankfurt, Dresden sowie aus den Makkabi-Organisationen der C. S. R. (Prag und Brünn) und voraussichtlich auch der Hakoah Wien in Leipzig. Die große Anzahl der Meldungen beweist, daß der Wille, diese Makkabi-Veranstaltung zu einer machtvollen Demonstration für den jüdischen Sportgedanken auszuwerten, trotz der Sorgen des Tages bei allen vorhanden ist. — Die Kämpfe versprechen gute Leistungen, und es ist schwer, bei der Gleichwertigkeit der Makkabim Voraussagen zu treffen. — Das 100-m-Laufen bringt das mit Spannung erwartete Zusammentreffen von Lewin (Berlin), Th. Levy (Hamburg), zu denen sich im Endlauf der 100 1a noch Klein und König (Wien) sowie Kurz I und Simmenauer (Berlin) gesellen dürften. Wir erwarten Lewin knapp vor Levy (Hamburg) in Front. Auf Grund seiner letzten Leistungen dürfte Levy, der erst kürzlich einen neuen Makkabirekord in 200 m Laufen aufstellte, die Meisterschaft (111er 200 m sicher sein. Hier dürfte et in erster Linie von Gerber (Berlin) und Lewin bedrängt werden. Das 400-m-Laufen vereint u, a. den jetzt nach Kassel übergesiedelten und für den dortigen B. K. startenden Rosenthal mit Erich Bergmann (Berlin), Hoffner (Leipzig) und Deutscher (Wien). Tritt Deutscher an, so ist mit ihm der Sieger gegeben; andernfalls erwarten wir einen erbitterten Endkampf zwischen Rosenthal und Bergmann, in dem vielleicht noch Fantei (Ilagibor Prag) eingreif ea könnte. Das 800-nt-Laufen sieht die gleichen Makkabim am Start. Im 3000-m-Laufen dürfte den Prager Vertretern Aiina und Gold- Schmidt die ersten Plätze nicht zu nehmen sein; die deutschen Makkabim haben hier wenig Aussichten auf Erfolg. Die Sprung- Wettbewerbe sehen den tschechoslowakischen Staatsmeister, Dr. Zander (Hagibor Prag), an» Stert. Im Hochsprung hat mr mit Mfloker (Berlin), Simmenauer (Berlin) sowie Rosenberg (Memel) zu rechnen, im Weitsprung dürfte ihm Kurz II (Berlin) die Meisterschaft entreißen, auch Kämmerling (Leipzig) kann sich placieren. Die Wurfkonkurrenzen vereinigen eine Anzahl gleichwertiger Teilnehmer; hier ist mit einem Erfolg von Klempfuer (Prag) zu rechnen, der auch das Diskuswerfen gewinnen dürfte. Zum ersten Male werden das 110-m-Hürdenlaufon und der Stabhochsprung »«*getragen. — Den Höhepunkt der Veranstaltung dürften wie üblich die Staffeln bilden. Die glänzende Sprinterstaffel Berlins ist in letzter Zeit sehr unbeständig gewesen. Es ist «ehr leicht möglich, daß die in letzter Zeit stark nach vom gekommene 4 X 100-m-Staffel des B. K. Hamburg zu Meisterschaftsehrem kommt. Die 3 X 1000-m-Staffel wird in einem erbitterten Kampf zwischen dem Hagibor Prag, dem mit Rosenthal laufenden Bar Koehba Kassel sowie den Bar Koehba-Vereinen Leipzig und Berlin ausklingen. — Die Meisterschaftswettbewerbe für Frauen sind ebenfalls ausgezeichnet beschickt. In den Laufwettbewerben dürfte Frl. Edith Weiß (Bar Koehba Hamburg) domi« nieren. Die Vertreterinnen des Bar Koehba Frankfurt und München dürften in die Entscheidung eingreifen. Die Wurf- und Sprungkonkurrenzen sehen u. a. die Makkabiah!iegerin Eva Loewy (Berlin) am Start; ihre gefährlichste Gegnerin ist Bachrach (Hamburg). Die Meisterschaften worden von zahlreichen Jugendwettbewerben und Konkurrenzen für kleinere Vereine umrahmt. In den Jugendkämpfen dürfte der Bar Koehba Leipzig auf Grund seines hervorragender. Materials eine dominierende Rolle spielen. Die Veranstaltung ist von dem Bar Koehba Leipzig mit großer Sorgfalt vor• bereitet worden und dürfte ihre Anziehungskraft auf das Leipziger jüdische Sportpublikum nicht verfehlen. Alles in allem verspricht die Makkabi-Veranstaltung des Bar Koehba Leipzig ein großer Erfolg für die jüdische Sportbewegung in Deutschland und darüber hinaus für die körperliche Ertüchtigung der jüdischen Jugend zu werden. F. L. Bar Koehba Nürnberg. Der Bar Koehba Nürnberg veranstalleto am letzten Sonntag ein Sporttreffen der jüdischen Sportler Nordbayerns im Nürnberger Stadion. Es waren insgesamt 850 Meldüngen abgegeben worden. Von auswärtigen Vereinen, die sich beteiligten, sind insbesondere die Jugendvereine Ansbach, Gunzenhausen, Fürth, Dingelshühl und viele andere kleinere zu verzeichnen. Durch die glänzende Vorbereitung de» Sportwartes Willner konnte die große Zahl der Konkurrenzen mit bewährten Kampfrichtern trotz schlechten Wetters zur Erledigung gebracht werden. Am Nachmittage fand die Siegerehrung im Nürnberger Stadtpark bei Antoilnähme der gesamten Bevölkerung statt. Stellenangebot. Für eine Stadt In Thüringen wird eine hebräische Lehrerin oder Kindergärtnerin gesucht. Geboten wird freie Station und 30—50 M. monatlich. Die Betreffende muß die hebräische Sprache beherrschen und ausreichende pädagogische Fähigkeiten besitzen. Meldungen unter A 2 an die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Meinekestr. 10. Niederlassungsmöglichkett• In einer Stadt in der Grenzmark ist durch den Tod eines Arztes eine gute Niederlassungsmöglichkeit gegeben. Interessenten erhalten nähere Auskunft unter A 1 durch die Zionistische Vereinigung für Deutschland, Berlin W 15, Meinekestr. 10. HesdtSIUfcbe MitteHmigen Unseren Lesern wird das Cafe Kutschera, Charlottenburg, Bismarckstraße 109, am Schillertheater, bestens empfohlen; sämtliche in- und ausländischen Zeitungen. Konzerte erster Künstler.