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Jüdische Rundschau · 1932-08-23 · Heft 67 (23.8.1932) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXXVII (1932)
Issue
Heft 67 (23.8.1932)
Date
1932-08-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Nr. 67, 23. Vm. 1932 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 323 Die friedliche Revolution Von unserem palästinensischen Korrespondenten. Naehttehend veröffentlichen wir den dritten Artikel des Berichtet unteres Korrespondenten über die Entwicklung der Keren Hajestod* Siedlungen in Emek Jeareel. Die beiden vorhergehenden Artikel er* schienen in Kr, 69 u. Nr. 63 der J. IV‘. — Red. gl. Tel-Awiw, 2. August 1932 Seit bald einem Jahrzehnt operiert man in den zionistisehen Diskussionen, in den Sachverständigen-Berichten, in unzähligen Memoranden mit dem Begriff der ״Rentabilität“ der Siedlungen. Es wird immer wieder gefragt, ob und wann diese oder jene Wirtschaft rentabel ist oder sein wird, und macht im Hinblick darauf alle möglichen Berechnungen und Kombi• nationen. Solange man nicht mit den praktischen Spezialumständen zu tun hatte, die in den Wirtschaften des Keren Hajessod herrschen, solange also die Frage noch theoretisch war, bestand sie klar und zu Recht. Man hatte doch, als die Siedlungsarbeit in größerem Ausmaße durch die nationalen Fonds begann, eine einfache durchsichtige und in ihrem Kern richtige Konzeption: wir berechnen, was die Ansiedlung einer Familie (oder wie man anders sagte, einer Wirtschaftseinheit) kosten muß; wir geben Anleihen nach diesem von Sachverständigen geprüften Schlüssel; wir erhalten nach einer Reihe von Jahren, wenn die Wirtschaft zu tragen beginnt, unsere Kapitalien ratenweise zurück, vermehrt um einen mäßigen Zinssatz. Auf dieser Grundlage wird ein bestimmtes Grundkapital dazu ausreichen, das Werk in Fluß zu bringen und wird sich dann aus den Rück- Zahlungen nach und nach wieder ergänzen. Diese richtige Konzeption, die in ihrer Art einer normalen, gemeinnützigen Zwecken dienenden Agrarbank ähnelt, kam niemals zur Ausführung, wie jeder weiß, der auch nur eine oberflächliche Kenntnis der zionistischen Siedlungsarbeit in den zehn letzten Jahren hat. Anstatt mit einem großen Anlauf das große Grundkapital aufzubringen, von dem alles weitere abhing, wurden die Gelder nach und nach in Teilbeträgen hereingebracht; von diesen Teilbeträgen gelangte nur ein Teil — nicht einmal der wichtigste! — in die Kolonisation; die Finanzierung litt unter der Unsicherheit der Eingänge, der Unübersichtlichkeit der Budgetzusammensetzung, unter der Unmöglichkeit, auf längere Zeit hinaus zu disponieren, dem jährlichen Kampf um die einzelnen Geldposten. Aus einem sehr einfachen klaren Plan wurde eine sehr komplizierte, völlig undurchsichtige Aktion, an der wir uns noch heute die Zähne ausbeißen. Sie im näheren aufzuzeigen, ist nicht nötig. Jedes der fetzten fünf Kongreßprotokolle erhellt die Situation bis in Details. Aber die Frage der Rentabilität hängt nicht nur mit dieser ״Finanzierung mit Hindernissen“ zusammen. Sie ist untrennbar %on der Wirtschaftsentwicklung der letzten zehn Jahre. Es sind zehn Jahre der Revolution gewesen, in denen jeder dieser landwirtschaftlichen Betriebe, der einen Organismus darstellt, Jahr um Jahr sejne Gestalt änderte. Wir haben es ja eigentlich nicht mit ״normalen“ Betrieben zu tun gehabt, auch ganz abgesehen von der Finanzierung. Hier hatten wir eine Mischung von einem landwirtschaftlichen Betrieb und einer sehr bewegliehen, dauernd nach Neuem ausschauenden Versuchsstation. Maschinen wurden ausprobiert, Viehrassen gezüchtet, Bewässerungsfragen bearbeitet, neue Gemüse, Früchte, Futtermittel akklimatisiert. Man hat immer davon gesprochen, daß in den **״׳ nationalen Siedlungen ein ״fo*|»log!schesfcMbot|töriun1“ zu finden sei, wo man neue Gesellschaftsformen ausprobiere. Es war auch etwas Wahres an dieser Darstellung. Aber weit durchgreifender waren die landwirtschaftlichen Experimente, die betriebstechnischen Versuche. Und die standen von vornherein nicht im Budget. Sie haben Geld, Kraft, Zeit, Material gekostet. Man könnte sagen: das hat nichts mit unseren Rentabilitätsberechnungen zu tun oder es darf nichts damit zu tun haben. Solche Versuche können und dürfen nur gemacht werden, wenn das Kapital dafür frei ist. Nun, das Kapital dafür war nicht frei; die Versuche gingen trotz allem Mangel mit eigener Schwerkraft vorwärts. Man sagte sich: bleibe ich bei alten Methoden, dann komme ich niemals aus der Enge heraus; versuche ich es auf anderem Wege, habe ich Hoffnungen. Es ist sehr wahrscheinlich, daß man in den Wirtschaften diesen Prozeß zu schnell vorwärtsgetrieben hat, daß man sich nicht zur Zeit zügeln konnte und daß die Errungenschaften der Experimente mit einer gewaltigen finanziellen Last bezahlt werden, die jetzt schwer auf die Betriebe drückt. Die Nutznießer der Experimente, der neuen Maschinen, Kulturen, Rassen sind die neuen Siedler; sie übernehmen mit Selbstverständlichkeit die alten Erfahrungen, vermeiden alte Fehler, haben es billiger, leichter, besser. Es drängt sich eine Parallele auf mit der Industrieentwicklung im Lande. Da pflegte man vor fünf Jahren in der Zeit der städtischen Krise zu sagen, daß eine Fabrik sich erst in dritter und vierter Hand rentiere; die ersten Besitzer machen die Fehler, bereiten den Boden vor; man sprach von der Notwendigkeit des ״Düngers“ in der Industrie. Dasselbe scheint sich in den landwirtschaftlichen Unternehmungen zu zeigen, soweit sie Neuland erschließen. * 111 diesen Betrieben des Keren Hajessod gibt es nicht die Beweise der Rentabilität wie in der Industrie, sie sind keine Marktobjekte. Wären sie das, so könnte man sehr einfach eine Bilanz aufstellen wie in einem üblichen Geschäftsunternehmen, mit Investitionen, Amortisation, Zinsen, Ertrag, Gewinn. Nach dieser Berechnung — ״rentabel ist ein Betrieb, der eine ,Rente‘ auf sein Kapital abwirft, nach Abzug aller Kosten und Erhaltung seiner Arbeiter“ — sind die Betriebe nicht rentabel: sie warfen keine Rente ab. Man macht auch in der Tat derartige Bilanzen, aber sie geben nur ein theoretisches Bild. Worauf es praktisch ln den Siedlungen ankommt, was de fakto ihre Rentabilität umfaßt, Ist die Frage: liefern die Siedlungen heute, nach allen ihren Abenteuern, ihren Bearbeitern einen erträglichen europäischen Lebensstandard? Und können außerdem die lastenden Verpflichtungen abgelöst werden und auf welche Weise? Der Standard des Arbeitenden wird zum Kern der Frage. Wie hoch er sein darf, darüber gibt es eine umfangreiche Diskussion. Man hat ihn oft und auf verschiedenste Weise zu drücken versucht; hat gespart an Essen, an Kleidüng, an Wohnung, an Betriebsausgaben. Wie in jeder zivilisierten Gemeinschaft spielen die primitiven Bedürfnisse nicht die entscheidende Rolle. Aber jeder Kürzungsversucfi beweist bisher: zur jüdischen Siedlung gehört nicht nur Brot, Bett und Schuh, sondern auch Arzt, Organisation, Zeitung, Ruch. Und je mehr die Produktivität des Betriebes steigt, desto geringer in ihrer Bedeutung wird die reine Verpflegung, die aus den eigenen Produkten beigestellt und nach den Produktionskosten berechnet wird. Je nach den Umständen ist heute in den verschiedenen Siedlungen der Standard verschieden. Es gibt solche, in denen eine Familie gegen £ 60 im Jahre verbraucht und solche, in denen £ 100 errechnet werden. (Bel diesen Zahlen ist Immer zu berücksichtigen, daß die Produkte nicht nach dem Marktpreis, sondern nach den Gestehungskosten eingestellt werden und daß die Miete, die ln der Stadt eine bedeutende Rolle spielt, wegfällt oder ganz gering anzusetzen ist.) Die Bedürfnisse schwanken zudem nach der Kinderzahl, da in manchen Siedlungen die Durchschnittszahl einer Familie auf kaum drei, in anderen auf fünf Köpfe geschätzt wird. Es stellt sich jedoch heraus, daß im Durchschnitt die Produktivität so stark gestiegen ist, daß auch schwere Jahre (wie In letzter Zeit Mäuse, Dürre usw.) die Entwicklung nicht aufhalten können. Und während immer noch von den £ 400000 des ״Konsolidierungsbudgets“, also jener Summe, die erforderlich war, um die Betriebe unabhängig zu machen, gegen ,£ 250 000 zu zahlen sind, bemühen sich auch die neuen Siedlungen, die noch ein Anrecht auf Budget haben, darum, mit einigen Investitionen so weit zu kommen, daß sie keine Gelder mehr nötig haben. In vielen Betrieben ergibt also die Wirtschaft bereits heute jenen europäischen Standard, von dem alles andere abhängt. Er ist ein Resultat der gesteigerten Produktivität. Die Verhältnisse haben sich geändert: früher hieß die entscheidende Frage: wann wird unser Budget endlich beglichen, damit wir eine normale Basis bekommen? Jetzt heißt* es: wie regeln wir unsere Schulden, um ohne dauernde Bemühungen um die Befriedigung der Gläubiger unsere Arbeit weiterzuführen? Denn die Betriebe haben nicht länger auf die Beendigung des Budgets gewartet. Sie haben, um den Pro zeß der Modernisierung fortzusetzen oder zu beschleunigen, zu Krediten gegriffen. Das gilt nicht nur für die neuen ״unfertigen“ Siedlungen, die noch Rechte auf die Kasse der Fonds haben, sondern auch für die, die ihre Rate bereits bekommen haben. Auch diese konnten bei ihrer Wirtschaftsorganisation nicht stehen bleiben, sie erzwangen weitere Neuerungen. Und das war nur möglich durch Kredite. Es war in jeder Hinsicht eine anormale Situation: in einem Lande, das nur primitive und wenige Kulturen kannte, wurde von Einwanderern — die nebenbei bemerkt Neulinge in der Landwirtschaft waren! — eine völlige Umwälzung der Methoden vollzogen. Das Volk, das diese Siedler auf den Boden brachte, gab ihnen das zugebilligte Kapital nur unregelmäßig und stoßweise. Für die weitere Intensivierung dieser Wirtschaften jedoch, die einen europäischen Standard zu verbürgen schien, standen keine Kredite zur .Verfügung. Denn es gibt kein Agrarinstitut, keine langfristigen Kredite, weder von der Regierung aus, noch von den Banken. Das Resultat ist eine Verstrickung der Wirtschäften in ein Netz unübersichtlicher, vielfältiger, kurzfristiger, hoch verzinster Kredite von verschiedenen Stellen. Immer wieder müssen ablaufende Anleihen beglichen, neue dafür aufgenommen werden; die Zinsen laufen auf, neue Investitionen verlangen neue Gelder, man sucht sie, wo man kann und wo man sie bekommt. Daraus entsteht die unerträgliche Situation, daß eine Landwirtschaft, die sonst befriedigend produziert, immer wieder hohe Bankzinsen herausarbeiten muß, die alles andere fressen. Der Keren Hajessod, der dieses ganze Werk auf die Beine gestellt hat, kommt gar nicht dazu, seine An- Sprüche auf Rückzahlungen anzumelden, da Immer erst die Banken befriedigt werden müssen. Diese wieder helfen zum Teil dem Uebel der kurzen Befristung dadurch ab, daß sie abgelaufene ,Anleihen von neuem*gewähren. Jedoch wird naturgemäß die Zinsenlast dadurch nicht vermindert. Vielleicht hätten sich die Schwierigkeiten weniger gehäuft, wenn die Betriebe ihre Investitionen langsamer gemacht hätten, unter schärferer Berücksichtigung ihrer Finanzlage. Die Lage der einzelnen Betriebe wäre dann heute vielleicht einfacher, die Schulden geringer. So wie die Dinge jedoch liegen, hat man die Entwicklung mit großer Geschwindigkeit vorwärts getrieben, hat Im Betrieb auch rasch Resultate erzielt, jedoch der finanzielle Unterbau muß nachgemauert, fester zementiert werden. Es scheint bereits klar, daß mit dem, was man jetzt gelernt hat und weiß, die Kolonisation auf eine andere Grundlage zu stellen ist. Sie ist leichter zu machen, billiger, besser, vernünftiger. An Kenntnissen und Resultaten gibt es so viel, daß eine Systematisierung notwendig ist, um alle für ein neues Werk fruchtbar zu machen. Unterdes muß aber jener Unterbau der Finanz für die Betriebe gebaut werden, die alle die Experimente ausgeführt haben. Eine Landwirtschaft auf die Dauer mit kurzfristigen Anleihen weiterzubetreiben, ist ein Absurdum. Man denkt bei diesen Regelungen nicht an ein ״Budget“. Das soll für neue Unternehmungen frei bleiben. Worauf es ankommt, ist eine Konvertierung der kurzfristigen Anleihen in eine langfristige unter vernünftigen Zins- und Amortisatlonsbedingungen. Dazu wäre ein Agrarinstitut nötig. Wer dieses Institut begründet, ob Regierung, Private, irgendwelche Finanzkorporationen, das ist eine Spezialfrage. Schafft man die Möglichkeit zur Konvertierung der kurzfristigen Schulden, so könnte man die Erfolge der letzten Jahre in Ruhe verwerten. Die neuen Unternehmungen der Kolonisation werden dann auf den Werten fußen, die die friedliche Revolution der früheren Siedlungen geschaffen hat. Unter dem Namen ״Antl-Anti“ erschien im Philo-Vcrlag, Berlin, ein vom Central-Verein deutscher Staatsbürger jiid. Glaubens herausgegebenes Schlagwörterbuch, das Material zum Kampf gegen den Antisemitismus enthält. Das Material ist vorwiegend zu praktischen Zwecken des Tageskampfes besimmt, es soll die Diskussion mit Antisemiten in der Oeffentliehkeit und im privaten Leben erleichtern. Da die speziellen innerjüdischen Tendenzen des Central-Vereins nicht in aufdringlicher Weise zur Geltung kommen, kann dieses Material auch für unsere Freunde brauchbar sein und und manchem nützliche Dienste leisten. Vom zionistischen Standpunkt können wir natürlich nicht mit allen Darlegungen übereinstimmen, so z. B. würden wir in dem Artikel ״Deutschtum“, ״Deutschstämmig“ u!w. andere Argumente vorziehen. Oder in dem Artikel ״Arbeit“, wo in zwei Zeilen zum Schluß erwähnt wird, daß die Juden in Palästina heute Arbeiter sind, ohne daß diese Tatsache und die hinter ihr stehende Ideologie wirklich so ausgewertet wird, wie es selbst für Zwecke derC.-V.-Abwehrarbeit möglich wäre. Schlagwörter wie ״Volkstum“, ״Nationalismus“, auch ״Zionismus“ fehlen. Der Vorschlag für eine 10״-Minuten-Diskussionsrede“ ist für unser einen nicht akzeptabel. Aber auf der anderen Seite ist zu vielen Fragen das Tatsachenmaterial gut zusammengestellt, und innerjüdisch strittige Punkte werden im allgemeinen — was anerkannt werden soll — vermieden. Warum aber die Herausgeber diesem Büchlein einen so scheußlichen Namen gegeben haben, bleibt unerfindlich. XXIV. Delegiertentag der Z. V. f. D. Tagesordnung Sonntag, den 11. September 1932: Eröffnungssitzung; 10 — 13 Uhr. Eröffnungs-, ansprache des Vorsitzenden der Z.V.f.D. Begrüßung gen. Referate: Dr. Nachum Gold mann: ״Das jüdische; Volk in der Weltkrise“. — Kurt Blumenfeld: ״Die zionistische Aufgabe im heutigen Deutschland“.; Zweite Sitzung: 15—19 Uhr. Generaldebatte. Wahl der Kommissionen. Dritte Sitzung: 21 Uhr. Referate: Prof. Dr. S. Brodetsky (London), Mit-, glied der Exekutive: Politischer Bericht. — Dr. Arthur Ruppin (Jerusalem): ״Neue Entwicklungs-i phasen des Palästinaaufbaus“. — Heinrich Mar-' gulies (Tel-Awiw): ״Die Privatwirtschaft in Palästina und ihre Aussichten“. Montag, den 12. September 1932: Vierte Citzung: 10—13 Uhr. Fortsetzung und Ab- Schluß der Generaldebatte. Palästina-Debatte. Fünfte Sitzung: 15—20 Uhr. Fortsetzung und Ab-; schluß der Palästina-Debatte. Berichte der Kommissionen. Wahlen. * Die Delegierten werden dringend gebeten, Ihre Reise, so einzurichten, daß sie unter allen Umständen noch amj Montag Abend an einer internen Sitzung teilnehmen' können. Delegiertenwahlen. Wahltermine: 25. August bis 1. September. Wahlen,; die vor oder nach diesem Termin vorgenommen werden, sind* ungültig.; Die Hauptwahlkommisslonhat zunächst folgende] Mandate bestätigt: Berlin (13), Beuthen (1), Breslau (4), Burghaun-Geringshof (1), Chemnitz (1), Dessau (1), Dresden (1), Duisburg (1),; Düsseldorf (1), Elberfeld (1), Erfurt (1), Essen (1), Hamburg 1 (4), Hannover (t), Hindenburg (1), Insterburg (I), Karlsruhe (t),: Kassel (1), Köln (2), Königsberg (2), Leipzig (2), Lübeck 0 V Magdeburg (1), Mannheim (1), München (3), Nürnberg (2), Oppeln (I), Ratlbor (1), Saarbrücken (1), Stettin (1), Wiesbaden• (1). Würzburg (1). Delegierfeowabten und Keren Hajessod Es wird ausdrücklich noch einmal darauf aufmerksam gemacht, daß an dem bevorstehenden Delegiertentag der Z.V.f.D. nur solche Delegierten teilnehmen können, die Ihre Pflichten{ gegenüber dem Keren Hajessod erfüllt haben. Die Ortswahl-• kntiHilisstoAfn sind verpflichtet, bei der Aufstellung von Kan-; didaturen die entsprechende Bescheinigung der zuständigen* Keren Hajessod-BUros einzufordern. Der Legitimationsaus-{ schuß wird kein Delegiertenmandat anerkennen, für das diel Voraussetzung der Erfüllung der Keren Hajessod-Verpfllchtung; nicht gegeben ist. Unterbringung. Alle Gesinnungsgenossen, die die Absicht haben, am Dele-, giertentag teilzunehmen, werden dringend gebeten, dies recht-' zeitig dem Wohnungsbüro des Delegiertentages (Adresse: Rechtsanwalt Heinrich Rosenblum, Frankfurt a. M., Günthersburg-Allce 48) mitzuteilen. Es stehen Hotelzimmer zu Vorzugspreisen von 6,50 M-, 6 M,, 4,50 M. und 2,50 M. pro Bett inkl. Frühstück und Bedienung zur Verfügung. Außerdem können eine größere Anzahl; kostenloser Privatquartiere beschafft werden. ■— Bei allen Bestellungen ist Ankunft und Aufenthaitsdauer anzugeben und auch mitzuteilen, ob Zimmer mit 1 oder 2 Betten gewünscht werden. Eintrittskarten. Es werden Eintrittskarten für Zuhörer abgegeben, und zwar für Sonntag, den 11. September, zum Preise von M. 2,—, für Montag, den 12. September, zum Preise von M. 1,—. Bestellungen unter gleichzeitiger Einsendung des Betrages und eines Freikuverts werden erbeten an die Z. V.f, D., Berlin W15, Meinekestr. 10; Postscheckkonto: Berlin Nr. 8091. In Frankfurt a. M. werden besondere Verkaufsstellen errichtet werden. Jugendliche erhalten Eintrittskarten zum Preise voll M. 1,— resp. M. 0,50 nur durch Vermittlung der Jugendbünde. Delegiertenmandate. Zur Uehernahme eines Mandats von Gruppen, die nicht in der Lage sind, eigene Vertreter nach Frankfurt zu entsenden, haben sich bereit erklärt: Josef Hirsch (Berlin), Dr. B. Kontorszczyk (Berlin), MosesWaldma n n (Berlin).׳ Zionistische Vereinigung für Deutschland Hamburg. Die Wahlkommission und der erweiterte Vorstand der H.Z.V., zu dem auch sämtliche Fraktionen und Gruppen gehören, hat in seiner Sitzung vom 18. d. M. folgende Einheitsliste für den Delegiertentag aufgestellt: Delegierte:1 Jacob Hertz, Dipl.-Ing. Heinemann, Dr. Costa, Eugen Michaelis Ersatzdelegierte: Dr. Rudolf Möller, Dr. Walter Weigert, Dr. Kupferberg, Frau M. Flörsheim. — Eventuelle weitere Wahlvorschläge sind bis zum 26. August, 12 Uhr mittags, an den Wahlvorstand der H. Z. V., Bornstr. 28, zu richten. Sollten' weitere Wahlvorschläge nicht eingehen, gilt obige Liste als gewählt. ש. Dclegiertentag des Verbandes Jüdischer Frauen Ihr Palästina •Arbeit am Donnerstag, 8״ und Freitag, 9. September, ln Frankturt a. M. Alle näheren Angaben werden noch bekanntgegeben. Am 11. August fand zur Feier des 10. Todestages des großen hebräischen Schriftstellers und Kritikers David Frisch mann eine vom Verband der jüdischen Schriftsteller; * in Warschau veranstaltete Gedenkfeier statt,

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